Beiträge von TW-Trainer

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    Günter


    Ich gebe dir recht, dass bei der Trainerausbildung im C-Breitensportbereich reichlich Equitment eingesetzt wird, um den Umgang damit zu erlernen. Mir will sich jedoch nicht erschließen, wie sich die Anzahl der auf dem Trainngsgelände verteilten Hütchen auf die Erwartungen an die Trainingsqualität der Kinder auswirkt?


    Klar kann man die Inhalte der C-Trainer-Lizenz verbessern. Dazu gab es schon eine Reihe guter Vorschläge und manches wurde sogar schon vom DFB umgesetzt. (z.B. das jetzt auch Trainer mit gesundheitlichen Handycap ihre Lizenz machen dürfen.)


    Aber du kannst natürlich recht haben, dass die "frischen C-Lizenzler" vielleicht im ein oder anderen Fall ein wenig zu forsch ans Werk gehen und den "dicken Paul" um die Hütchen scheuchen wollen, worauf der rasch müde seinen Häschern den Stinkefinger zeigt, den er fortan nur noch für sein neues Tablet benutzt. Oder mit anderen Worten ausgedrückt: man muß seine Ansprüche mit denen seiner Mannschaft so abgleichen, dass alle auf ihre Kosten kommen. Die Trainingsinhalte dürfen also nicht nur für die Besten und die Schlechtesten, sondern mit jeweiligen Schwierigkeitsgrad (wenn möglich mit 2 Trainern in Kleingruppen) gemacht werden.


    Wir sehen immer nur einen kleinen Ausschnitt, weshalb es auch so viele unterschiedliche Meinungen gibt. Die soll es auch geben, weil es für jedes Team eine etwas andere Lösung geben darf! Nur dann können wir Vorurteile und Verallgemeinerungen überwinden.

    Handmarke


    Das, was sich auf den ersten Augenblick vielleicht sogar als gerechte, weil rein nach Leistung selektierte Zuordnung zur Mannschaft ansieht, sollte man über den gesamten Jugend- und Erwachsenenbereich betrachten. Auffällig ist, dass gerade in diesen Vereinen die 1. Seniorenmannschaft fast ausschließlich aus auswärtigen Spielern besteht.


    Da fragt man sich natürlich nach dem warum? Wenn ich als Trainer einer 1. Jugendmannschaft mir die gerade besten Spieler aussuchen kann, dann ist das vom Verein gewünschte Ziel, dies durch eine Plazierung zu bestätigen. Weil immer wieder Talente aus den unteren Teams nachrücken und gegen nicht mehr leistungsmäßig ins 1. Team gehörige Spieler ausgetauscht werden, fällt kaum jemanden auf, dass in diesen Vereinen gerade in den 1. Mannschaften kaum Ausbildungsarbeit geleistet wird. Dies wird durch den Aufbau von Leistungsdruck ersetzt.


    Man erkennt die Intention dieses Leistungswunsches daran, dass anderen Teams in der D, C, B und A-Jugend eine bessere Spielanlage, also auch ein besseres taktisches Verständnis verfügen, während das eigene Team eher auf die Zweikampfdominanz aus ist. Weil im Jugendbereich noch gute Resultate mit physischer Dominanz zu erzielen sind, wird auf andere Merkmale wenig wert gelegt.


    Doch spätestens im Seniorenbereich reicht die Zweikampfdominanz und die wilde Grätscherei als Zeichen des Siegeswillens nicht mehr aus, um dort das Anforderungsprofil der dort tätigen Trainer zu erfüllen.

    Günter


    Weil es nicht mehr genügend Jugendliche gibt, kann es sich ein Fussballverein gar nicht mehr leisten, irgendwelche Brüllaffen zu beschäftigen, die mit ihrem Verhalten ganze Jugend-Jahrgänge leerfegen. Genauso wenig lassen sich Situationen rückgängig machen, in denen ein Trainer nahezu die komplette Mannschaft zum Konkurrenzverein mitnimmt, weil dort alle sehr viel bessere Rahmenbedingungen vorfinden.


    Schon heute versuchen Dorfvereine ihre Nachwuchs-Lücken durch auswärtige Söldner im Seniorenbereich zu füllen. Weil das jedoch immer teurer wird, klagen schon unter Finanznot. Wenn nicht von jedem Euro mindestens 50 Cent in die Jugendarbeit fließt, dann werden gerade die kleineren Vereine das Nachsehen haben. Ehrenamt hin oder her, man muß einfach begreifen, dass auch Fussball Geld kostet! Sei es fürs für die Trainerfortbildung, sei es für modernes Trainingsequitment!


    Schon heute brennen immer weniger Flutlichter, weil viel zu wenig Jugendliche in den Seniorenbereich ankommen. Sicher, wer es sich schön reden möchte, der schiebt es einfach auf zu wenig Jugendliche! Wer aber etwas genauer hinschaut, der stellt fest, dass weniger als 10 % der F-Jugend-Spieler in der A-Jugend ankommen. Darunter befindet sich ein beträchtlicher Anteil, dem der Spaß am Fussball durch ungeeignetes Vereinspersonal genommen wurde.


    Die Kinder kommen nicht zum Fussball, um Frustbewältigung durch Training für kleine Erwachsene zu erlernen, sondern um durch altersgerechtes Training und partnerschaftliches Verhalten beim Fussballspielen Spaß zu haben! Solange sich die Motive der Vereinsverantwortilichen nicht für den Kern der Jugendarbeit schärft und der Verdrängungswettbewerb nicht wahrgenommen wird, wird die Mitgliederzahl im Jugendbereich immer weiter abnehmen.

    loi


    Wenn ich morgen ein Spiel unbedingt gewinnen will, dann ist es am einfachsten, wenn ich mir die physisch gerade am stärksten Spieler als Team zusammen stelle. Wenn ich mir aber Spieler für morgen und übermorgen ausschauen soll, dann nehme ich solche, denen ich die dafür erforderliche Handlungsschnelligkeit eher zutraue.


    Deshalb sagen Spielergebnisse kaum etwas darüber aus, welche Spieler sich für weitere Maßnahmen eignen.


    Dennoch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man im Rahmen der DFB-Frühförderung noch keine Erfolgsprognosen geben kann. Denn, wenn nur 0,5 % aller Stützpunkttalente später einmal einen Profivertrag unterschreiben, dann brauchen auch die 99,5 % euer Vertrauen und Unterstützung.


    Wichtig ist erst einmal, dass er Spaß hat, mit gleich veranlagten Kindern hinter dem Ball herzujagen. Wenn es für ihn zum Streß wird, wenn die Anforderungen wachsen, dann gilt es die Alarmsignal rechtzeitig zu erkennen und "einen Gang zurück zu schalten", damit er wieder die Ebene findet, die für ihn die Richtige ist!


    Eine Wertung dieser Leistungen braucht es dafür nicht, denn es ist dein Kind, was man mit keinem Anderen vergleichen muß!

    Günter


    Ich sehe es als sinnvoller an, den Kids beizubringen mit den Problemen frühzeitig umzugehen und damit klarzukommen, als diese
    Problem für eine gewisse Zeit beiseite zu schieben, die dann nach einer gewissen Zeit noch erstärkter auftreten.


    Bei der Frage nach einem besseren Weg, als anderen Menschen mit Respekt zu begegnen keinen Unterschied. Es geht jedoch zunächst einmal um die Funktion des Schiedsrichters im unteren Jugendfussball! Wie die Erfahrungen aus der Fairplay-Liga ans Tageslicht brachte, fördert die Übernahme von Verantwortung über ein Spiel ohne Schiedsrichter einen partnerschaftlichen Umgang aller Anwesenden mehr, als wenn ein Schiedsrichter per unumkehrbaren Pfiff entscheidet, was Recht und damit gerecht ist!


    Das es Autoriäten gibt, dass wissen die Kinder doch schon aus der Schule! Dafür brauchen sie keinen "Klappe halten, wenn ich gepfiffen" bei der Ausübung ihres Hobby! Wenn das Spiel irgendwann so schnell wird, dass das Beurteilungsvermögen der Kinder allein nicht mehr ausreicht, dann braucht es gut ausgebildete, neutrale Schiedsrichter. Vorher nicht!


    Das Selbstverständnis einer obrigkeitshörigen Erziehung bestand auch darin, Fehlentscheidungen wort- und klaglos hinzunehmen! Wohin hat es geführt und wie leicht lies man sich dadurch verführen, dass es keine Alternative dazu gibt? Junge Menschen sollten durch Zuhören und Beobachten zur selbständigen Entscheidung geführt werden. Ein aufrechter Gang mit eigenen Meinung und verantwortliches Einbringen in Entscheidungsprozesse ist hier allemal wünschenswerter als das Katzbuckeln und Frustverdrängung.


    Günter, ich weiß, du willst auch nur das Beste für die Kinder! Aber man muß sie auch schrittweise loslassen und ihre Entscheidungen akzeptieren! Selbst wenn sie fehlerhaft sind, wenn die eigene Erfahrung sagt, das wird nicht immer gutgehen! Aber sieht man nicht auch eigenes Fehlverhalten als Kavaliersdelikt an?

    Liebe Trainerkollegen,


    mir ist folgende Passage im offenen Brief besonders aufgefallen:


    Nach gewissen Anlaufproblemen funktioniert die „Fair-Play-Liga“ bei den F- und G-Junioren insgesamt nun recht gut, bundesweites Interesse hab en auch die im Kreis Köln erstmals neuen Fair-Play-Regeln bei den D-Junioren hervorgerufen.


    Wäre es nicht eine gute Lösung, die Fair-Play-Liga bis einschließlich der D-Jugend auszuweiten? Dadurch würde die Trennung zwischen dem Anfänger-Fussball und dem Leistungssport, der in den Vereinen sowieso erst ab der C-Jugend beginnt, sehr deutlich! Viele der derzeitigen negativen Auswirkungen dieses "grauen Bereichs" würden für die Eltern und Kinder damit sehr viel transparenter. Die Absichten der Abwerber, lediglich ihre kurzfristigen, sportlichen Vereinserfolge sicherstellen zu wollen, sehr viel klarer. Dies würde dann auch den Erfahrungen des DFB entsprechen, dass das soziale Umfeld für die Talente in diesem Alter noch wichtiger ist, als das Gezerre der größeren Vereine um sie!


    Wäre es nicht ein Geschenk für die Kinder, wenn man sie bis einschließlich der D-Jugend durch geeignete Rahmenbedingungen ihren Fussball spielen lassen würde? Beim früheren Schulhof- oder Straßenfussball gab es ja auch keine Ligen und Tabellen und kein Kind hat das vermißt!


    Wäre es nicht auch für die Nachwuchstrainer eine große Erleichterung, wenn sie sich abseits von Punkte- und Erbsenzählerei ohne Leistungsdruck um eine altersgerechte Förderung ihrer jüngsten Vereinsmitglieder kümmern könnten?


    Was meint ihr?

    Günter


    Man ist nie zu alt, um seine Meinung zu ändern. Manchmal braucht es eben eine "Auszeit", um sich zu vergegenwärtigen, wo man sich geirrt und wo man trotz Mehrheitsmeinung im Recht war.


    Ich bin jedenfalls froh, das du deine Leidenschaft für den Fussball wiedergefunden hast und freue mich schon auf deine Beiträge! :)

    @addi


    Es ist natürlich schwierig, eine Antwort zu finden, wenn man nicht beide Seiten kennt. Aber außergewöhnlich finde ich die Beschreibungen schon:


    1. Wie kann man Vereins-Verantwortlicher sein, ohne es zu wissen?


    2. Warum glaubt der Schiedsrichter, dass er der Verantwortliche des Heimatvereins bzw. Heimatvereinsmannschaft ist, wenn er sich nicht als solcher ausgibt?


    3. Wenn er sich nicht als Verantwortlicher fühlt, was veranlasst ihn, nach dem Spiel das Gespräch dem Gasttrainer und dem Schiedsrichter zu suchen?


    4. Warum erklärt er dem Schiedsrichter nicht, dass er lediglich Zuschauer ist, als der sich per Handschlag von ihm verabschieden möchte?


    5. Warum stellt der Schiedsrichter einen Antrag ans Sportgericht an einen Zuschauer? Wenn doch alle Mißverständnisse nach dem persönlichen Gespräch schon tags zuvor ausgeräumt wurden?


    6. Woher wußte er als Zuschauer, das der stellverstretende Kreisschiedsrichterobmann als Zuschauer anwesend war. Aber selbst wenn sie dieser in der Aktion zu erkennen gegeben hätte, dann ist es nicht Aufgabe des Schiedsrichterbeobachters für einen geeigneten Spielrahmen zu sorgen, sondern es ist die Aufgabe der Verantwortlichen des Heimatvereins. (Ich denke, das wird spätestens bei der Verhandlung erklärt worden sein, weil sich darauf ein Teil der Geldstrafe begründet.)


    7. Woher kam das bereits vor der Verhandlung vermutete Mißtrauen gegenüber dem Schiedsgericht? Was hat ein nicht verantwortlicher Zuschauer, der sich mucksmäusenstill verhalten hat, zu befürchten?


    8. Eine E-Postfach ist kein geeignete Bereich für "empfangsbedürftige Schreiben". Ein ärztliches Attest ist im Original und nicht als E-Mail-Anlage als Kopie vorzulegen. Ich wäre sehr verwundert, wenn ihm dies nicht während der Verhandlung erklärt worden wäre!


    Natürlich steht es jedem frei in Revision zu gehen, wenn es wichtige Gründe dafür gibt. Ob die hier vorliegen, kann ich aus den bisherigen Äußerungen jedoch nicht erkennen.

    DSV


    . der übungsleiter, der nix reinruft ist ein genauso schlechter trainer, wie einer, der jeden spieler mit anweisungen zudeckt.


    Zunächst einmal sollten wir klären, ob du die Spielintelligenz des Trainers oder seiner Spieler meinst?


    Übungsleiter, die nichts ins Spiel hineinrufen und solche die permanent Anweisungen erteilen, können evl. sogar aus den gleichen Ursachen heraus handeln. Beide haben so gut wie keine Ahnung vom Fussball. Allerdings gibt es auch den Fall, als das ein Übungsleiter nichts ins Spiel hineinruft, weil er weiß, dass er nur das von seiner Mannschaft erwarten darf, was er auch trainiert hat. Denn es ist ein Irrtum zu glauben, man könne das, was man im Training versäumt habe, auch im Spiel durch allerlei Anweisungen und Hineinrufe nachholen.


    Eine belastbare Definition von Spielintelligenz gibt es meiner Meinung nach nicht. So mögen vielleicht heute die deutschen Fans den Weisheiten eines Pep Giadiola`s über die Spielintelligenz eines Trainers vertrauen, aber schon morgen können es andere, noch erfolgreichere Ideen sein. Ähnlich sieht es mit der Spielintelligenz eines Spielers aus. Was heute als richtig, da kausal erfolgreiches Verhalten bezeichnet wird, kann schon morgen durch Geniestreiche eines Einzelnen als "kalter Kaffee" bezeichnet werden.


    Fazit: Spielintelligenz kann als Zeitspanne der eigenen Wandelbarkeit bezeichnet werden. Sie ist jedoch nicht voraussehbar, weil weder der Zeitpunkt noch der Ort vorhersehbar sind. Auch bestimmen es eher Zufälligkeiten wann und wo sie erstmals auftreten. Der Erfolg einer Wandelbarkeit es schließlich ebenfalls zufällig, weil es Individuen braucht, die aus den Beobachtungen die jeweils richtigen Schlüsse ziehen. Spielintelligenz ist also ein dynamischer Begriff, den man jeweils nur rückblickend einer bestimmten Zeit und der damit verbundenen Denkrichtung zuordnen kann.

    FN306


    Wie mir scheint, hast du dem Schiedsrichtern seinerzeit nicht richtig zugehört? Denn er gab dir ja noch nach dem verweigerten Handschlag eine zweite Chance für ein faires Verhalten und eine Erklärung dafür, warum du nicht eingegriffen hast, als er von einem Zuschauer angegangen wurde!


    Hier noch ein paar Infos zu deinen irrtümlichen Annahmen:


    1. Nichtannahme der Terminabsetzung


    Für eine termingerechte Absage ist gültig:
    a. unverzüglich, rechtzeitig und aus wichtigen Grund
    b. über verbindlichen Rechtsweg (Bote, Post mit Empfangsbestätigung als Übergabebeleg)
    erfolgt.


    Absage gilbt nicht, wenn sie per:
    a. Handy: (gilt als nicht verbindlich, weil am anderen Ende der Leitung jeder sprechen kann(
    b. E-Mail:(ähnlich wie Fax als Kopie, da manipulierbar. Ferner gibt es keine Garantie für den Transport und den Eingang
    c. Facebook u. Whatsapp: (haben keine rechtsverbindliche Bedeutung, weil keine 100-%ige Überprüfbarkeit des Absenders)


    Sie kann nur dann verbindlich werden, wenn sie vom Empfänger rechtsverbindlich bestätigt wird. Scheint hier jedoch nicht der Fall gewesen zu sein. Es ist kein Mitarbeiter eines Sportgerichts zur Verantwortung zu ziehen, wenn er nicht permanent in seiner Mailbox nachschaut oder sein Handy nicht permanent bei sich führt!


    Natürlich wird in diesem Zusammenhang beim Sportgericht auch zu besseren Einschätzung der Situation während des Spiels gefragt, wie sich die Sache nach dem Spiel weiterentwickelt hat. Du kannst nicht zu einer Aussage gezwungen werden. Deine Aussageweigerung bedeutet jedoch, dass du dich bei weiteren Aussagen weiter belastet.


    Die Anschuldigung des Schiedsrichters lautet: der Trainer hat nicht schlichtend eingegriffen, als er von einem Zuschauer angegangen wurde. (Ob der Trainer sogar durch eigene Bemerkungen und Hineinrufe dazu dazu beigetragen hat, wäre sicherlich weiter für das Sportgericht interessant gewesen)


    Schließlich hast du leider nicht die richtige Konsequenz für dich nicht aus dem Sportgerichtsurteil gezogen. Denn deine Verfehlung lag nicht im verweiterten Handschlag nach dem Spiel in der Kabine, sondern im falschen Verhalten aufgrund unterlassener Schiedsrichterunterstützung während des Spiels.


    Auf Basis deiner Schilderung kann ich auch nichts Verwerfliches am Sportgerichtsurteil erkennen. Für mich ist es ein typisches Urteil, in dem ein Trainer es billigend inkauf nimmt, als das Zuschauer sich aufgrund "ungerechter Behandlung" der eigenen Mannschaft aktiv ins Spiel einmischen. Solches Verhalten entspricht nicht dem Fairness-Gedanken und gehört erst recht nicht in den Kinder- und Jugendfussball.


    Auch, wenn es vielleicht danach aussieht; es war nicht meine Absicht oberschülerhaft belehrend zu sein, sondern meine Hoffnung auf Verständnis, denn wir können nur gemeinsam Gutes für unser Geliebtens Hobby, den Fussball schaffen. Dazu gehören auch die Schiedsrichter. Dazu gehört aber im Besonderen, dass jeder Fehler machen kann, aber die Chance zur Korrektur ergreifen sollte. Wie wäre es mit einer offenen und ehrlichen Entschuldigung beim Schiedsrichter? Der würde sich sogar noch so langer Zeit darüber sehr freuen!

    Coach11


    Die meisten Antworten auf deine Fragen hast du dir ja schon selbst gegeben. Bei der Spielform gibt du vorher den Hinweis, dass ein nach deiner Beobachtung mindestens 1 Sek. lang stehender Spieler auf dieser Postion mindestens 10 Sekunden verharren soll. Der Spieler selbst wird es ja nicht machen, weil er gar nicht gemerkt hat, dass er auf "Zuschauermodus" umgeschaltet hat. Aber er wird es durch deine Hinweise dahingehend trainiert, niemals abzuschalten und sich permanent am Spiel zu beteiligen. Selbst, wenn er ist in einer Situation ballfern aufhält.


    Es gibt leider noch eine Reihe von Übungen, bei denen die Spieler aus dem Stehen Bälle annehmen und Pässe schlagen sollen. Diese Übungen mögen vielleicht einen kleinen Teil der Balltechnik verbessern, trainieren jedoch leider auch das "Stehenbleiben"! Verändert die Übungen deshalb so, dass der Ball immer aus der Bewegung heraus verarbeitet wird. Diese Situation ist auch spielnaher als das Herumgestehe.


    Es geht zunächst darum, dass du die Wirkung von Veränderungen (z.B. Veränderung des Trainings) verstehst, sonst weißt du nicht, worauf du achten sollst und kannst deinen Spielern nicht helfen, wenn sie Fragen haben.


    Die Vermutung, dass viele Spieler zu faul sind, sich um die Eroberung des zweiten Balls zu bemühen, mag nur in Einzelfällen richtig sein. Vielmehr ist es die Unwissenheit, manchmal vielleicht auch die Trägheit von Trainern, hier Training an den modernen Fussball anzupassen.


    Versucht doch einfach mal im Training auf den weiten Abschlag oder Abstoß des Torwarts zu verzichten. Gebt ihm stattdessen die Info, jeden Ball (auch solche, die normalerweise ins Toraus gehen würden) abzufangen und zügig zu einem freien Abwehr-Mitspieler zu passen. Danach soll der Ball via Kurzpaß möglichst über die Außenbahnen nach vorne getragen werden. Alle Mitspieler haben so die Chance, das Paßspiel zu begleiten und stehen als Anspielpartner zur Verfügung.


    Den Ball nach vorne zu dreschen (und auf Fehler oder ein Selbsttor des Gegners zu hoffen), das kann nicht des Rätzels Lösung sein. Taktik heißt, einen Plan für ein erfolgreiches Fussballspiel zu besitzen. Dazu gehört auch einen geordneten Spielaufbau zu trainieren. Dazu gehört nur in Ausnahmefällen (wenn der Gegner zu weit aufgerückt ist und man einen schnellen Angreifer besitzt) als taktisches Mittel der weite Abschlag/Abstoß. In allen anderen Fällen sollte das geordnete und weiter entwickelte schnelle Umschaltspiel Ziel der Mannschaftsverbesserung sein.


    Je nachdem, mit welcher Altersgruppe und mit welchem Leistungsniveau man es zu tun hat, gibt es für den Trainer unterschiedliche Ansprüche und Erwartungen. Dabei sollte für sich das richtige Maß des Einwirkens finden.

    Steini


    Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir Bambini- bis A-Jugendtrainer uns in den Vereinen viel zu schlecht "verkaufen".


    Da hast du vollkommen recht! Leider ist es aber nicht damit getan, als das jährlich ein paar große Ankündigungen ala "wir wollen jetzt mehr für die Jugend tun" kommen, sondern das den Worten auch Taten folgen. Denn die Jugendlichen stimmen heutzutage sehr viel schneller "mit den Füssen" ab, um sich anderen interssanten Dingen zu widmen als es früher der Fall war.


    Eine nachhaltige Jugendarbeit braucht:


    - ein gutes, weil für diesen Verein passendes Konzept
    - kontinuierlich geförderte und deshalb gut ausgebildete Trainer für den gesamten Jugendbereich
    - begleitende Unterstützung und Kontrolle der Jugendleitung (z.B. regelmäßiger Austausch der verantwortlichen Personen)


    Die Zeit, in der man seinen Fokus ausschließlich dem "Aushängeschild des Vereins" widmen konnte sollte die Erkenntnis bringen, dass dies auf Dauer keine Zukunft hat, weil die Nachhaltigkeit für den Breitensportbereich fehlt.


    Vereine, die ihre Maßnahmen nicht auf Nachhaltigkeit prüfen, werden auf Dauer von der Bühne verschwinden. Ihre Mitglieder werden sich anderen Vereinen im eigenen oder Nachbarort widmen.


    Veranstaltungen für Vereinsmanager zeigen den dringenden Bedarf. Es wird immer schwerer, für den Jugendbereich ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden, solange sich die Herren im Seniorenbereich weiterhin die Taschen mit Geld stopfen! Was mich bei dieser Entwicklung allerdings wundert ist, dass die Finanzämter bei der Übereignung geldwerter Vorteile bei der "Dorfbundesliga" immer noch die Füße stillhalten. Aber vielleicht gibts ja auch hier bald Selbstanzeigen, wenn die ersten Vereine kontrolliert werden. Der Jugend würde dieser Selbstreinigungsprozess von Nutzen sein, weil endlich erkannt würde, dass sie die Zukunft ist und nicht die Befriedigung von Eitelkeiten einiger Vorständler und Sponsoren.

    @open minded und @tin tin


    Ich weiß nicht, ob ich als gerade mal 17-jähriger Trainer schon so viel Ironie vertragen hätte?


    Sanfte Hinweise sich zunächst mit Themen, die weniger Erfahrungen und Wissen verlangen, hätten es auch getan.

    DerKapitän


    Erkundige dich erst einmal, für welchen Jugendbereich dort Trainer gesucht werden. Der Leistungsbereich beginnt in Deutschland ab der C-Jugend, weil ab hier Verbands- und DFB-Auswahlen gebildet werden. Dennoch gibt`s Vereine, die gern auch im unteren Jugendbereich gut ausgebildete Trainer verpflichten möchten. Bundesweit einheitliche Anforderungen gibt es jedoch für den unteren Jugendbereich (G - D-Jugend), der ausschließlich dem Hobbybereich gewidmet ist, nicht.


    Aber das erfährst du alles, wenn du Kontakt mit dem entsprechenden Verein aufnimmst!

    Coach11


    Die Ursache hierfür ist ein Umschalten vom "aktiven Spieler-" in den "passiven Zuschauermodus" der betreffenden Personen. Man erkennt es als Trainer, weil sich diese Personen nicht mehr synchron aus ihrer Position heraus zum Spiel bewegen. Sie schauen nur noch zu, was die Mitspieler machen, ohne ihre Postion darauf anzupassen.


    1. Wie kann der Trainer erkennen, wer nicht aktiv am Spiel teilnimmt?
    Um dies zu verdeutlichen kann man zunächst eine kleine Spielform machen. Bei einem 4 - 4 (5 -5 oder 6 - 6) Spiel darf niemand länger als 1 Sekunde stehenbleiben. Sobald er das macht, wird er vom Trainer aufgefordert solange auf seiner Positition zu verharren, bis die jeweilige Aktion (z.B. gegnerischer Angriff) abgeschlossen ist, jedoch insgesamt nicht länger als 10 Sekunden.


    2. Wie läßt sich die aktive Spielteilnahme trainieren?
    Hier mal eine Übung als Beispiel:
    1. Markiere eine Fläche von ca. 15 m Länge und 10 m Breite. An jeder Ecke positioniere mit Hütchen ein Feld von ca. 3 x 3 m.
    2. Teile die Trainingsgruppe in etwa 2 gleichgroße Teams
    3. Die Teamaufgabe besteht darin, einen Pass in einen der beiden gegnerischen Quadrate zu spielen. Kann der Pass in dieses Feld vom Mitspieler angenommen werden, bekommt das Team 1 Punkt


    Ziele:
    1. Verbesserung des individuellen, schnellen Umschalten, weil Gegner nach eigenem Ballverlust sofort angreift, bzw. weil eigenes Team nach Ballgewinn sofort angreift
    2. Aktives Beobachten, weil Gegner sich eines der beiden 3 x 3 m großen Zielquadrate aussuchen kann


    -------------------------------------------------------------------


    Das Erkennen der eigenen Chance durch aktive Spielbeobachtung ist die generelle Voraussetzung dafür, den "zweiten Ball" schnell genug wahrzunehmen und die sich daraus ergebene Möglichkeit effektiv zu nutzen. Eine weitere wesentliche Voraussetzung dafür ist die Regenerierbarkeit. D.h. kostet schon die eigene Aktion zu viel Kraft (und Konzentration), dann ist das Abschalten nach der Aktion wegen der notwendigen Regeneration unerlässlich.


    Konzentration und Regneration wurden früher im Konditionstraining zusammengefasst und durch allerlei Laufarbeit während der Saisonvorbereitung anzutrainiert. Heute gibt es dafür schöne Formen, bei denen auch der Ball mitgenommen werden darf. Denn hier heißt der Zauberbegriff es in unterschiedlichem Tempo mit unterschiedlichen Intensionen zu trainieren. Denn Trainingszeit ist viel zu wertvoll, als es mit "Rundenlaufen" zu vertrödeln. Im Internet und der Fachliteratur gibt es dafür genügend Trainingsmaterial für modernes Konditionstraining.

    Toto2


    Die Begriffe: "Deckungsschatten" sowie die Positionsaufgaben der "ballnahen und ballferne Spieler tauchen in der Beschreibung der Kette ja gar nicht auf! Ein Hinweis auf das Devensivpressing zur Verengung der Räume in der Rückwärtsbewegung fehlt ebenfalls.


    Es ist hier von einer Variante: "4-er Kette mit Manndeckung" die Rede, weil ja die Männer immer zu weit von ihren Gegenspielern weg sind! Das ist das, was im Breitensport häufig unter ballorientiertem Spiel verstanden wird.


    Der Hinweis von "FB" es zunächst doch noch einmal mit der Vermittlung von inidividual-taktischen Verhalten zu probieren, finde ich schon richtig. Das werden dann auch Inhalte sein, mit denen alle etwas anfangen können.

    Stefan70


    Das Trainer und wegschauende Vorstände die Hauptschuld daran tragen, dass kaum noch ein Spieler bis zur A-Jugend durchkommt, dass ist leider traurig Realität. Denn ist ein Jahrgang erst einmal vom egoistischen Trainer "kaputtgemacht" worden, dann kann die entstehende Spielerlücke kaum noch wieder gefüllt werden. Diese Jungs sind für ewig für den Vereinsfussball verloren.


    Eine halbjährlich durchgeführte Mitgliederbefragung mit einer einzigen Frage: "fühlst du dich wohl im Verein Ja/Nein" unter Angabe der Mannschaftszugehörigkeit würde sofort Aufschluß bringen. Wichtig dabei ist, dass die Auswertung von neutralen Leuten vorgenommen wird.

    raicoon


    Eigentlich sind der Trainerphantasie kaum Grenzen gesetzt. Denn fast alles, was mit Bewegung zu tun hat, ist auch nützlich für den Fussball. Als Anreiz hier mal ein paar Übungen:


    1. „Fuchsjagd“
    Leibchen verteilen. Ein Spieler (Fuchsjäger) stellt sich an den Mittelkreis. Alle anderen Spieler stellen sich mit Ball am Fuss und Leibchen in die Hose gesteckt an die Seite an der weißen Linie auf.


    Auf TR-Kommandos dribbeln alle Spieler (Füchse) von der einen zur anderen Seite. Der Fuchsjäger versucht einem Spieler den Ball wegzuschießen. Beim nächsten Versuch, versucht der Fuchsjäger das Leibchen zu entreißen. Sobald der Spieler keinen Ball und kein Leibchen mehr hat, wird er auch zum Fuchsjäger und hilft seinem Kameraden beim Einfangen der noch übrig gebliebenen Füchse.
    Das Spiel ist beendet, wenn alle Füchse zu Fuchsjägern geworden sind



    2. „Outrages“-Spiel
    Jeder Pass, jedes Tor und möglichst jede Aktion sollte etwas ganz Besonderes sein: Finten, Hackenschüsse, Ballannahme mit dem Po, No-Look-Pässe usw. Eine zu normale Aktion während man am Ball ist, ist ein Foul und bedeutet den Ballverlust an den Gegner.


    3. NON-STOP-Fußball
    Während des Spiels ist es allen Spielern außer den Torhütern nicht erlaubt länger als zwei Sekunden zu stehen, alle müssen daher immer mindestens leicht joggen. Wenn der Ball liegen bleibt, dann ist das ebenfalls ein Foul.


    4. Schwachfuß-Fußball
    Jeder Pass und jeder Torschuss muss mit dem schwächeren Fuß gemacht werden.


    5. Talk-Show-Fußball
    Pässe dürfen nur gespielt werden, wenn man vorher den Namen des Empfängers laut gerufen hat.


    6. Zwillings - Fußball
    Immer zwei Spieler müssen sich einhaken (oder an den Händen halten), sodass immer zwei Spieler wie ein Spieler agieren. Falls es nicht genau hinkommt, kann man auch 3-er Teams machen.


    7. Mathematiker - Fußball
    Es wird immer eine Zahlenreihe laut aufgesagt (z.B.: 2,4,6, …..). Jeder Mitspieler, der den Ball bekommt, muss laut weiterechnen, bis der Ball endlich im Tor ist.


    8. Schlapp-Fussball
    Bei diesem Spiel wird mit einem nicht aufgepumpten Fussball gespielt. Punkte können erzielt werden, wenn:
    - der Ball ins gegnerische Tor geschossen wird.
    - Der Ball zum eigenen Torwart zurück gepasst wird.


    9. Hand-Fussball
    Jedes Team besteht aus 4 Spieler, die in einem mit Hütchen markierten Feld von 10 x 10 m auf 2 m große Hütchentore spielen. Das besondere dabei ist, dass die Spieler vorher ihre Fussballschuhe ausziehen und in die Hand nehmen und damit den Ball schießen müssen. (Trainer demonstriert es kurz!)



    10. Tunnel (ähnlich „Schweinchen in der Mitte“)
    Pro Feld werden 5 Spieler benötigt. Jedes Feld ist 5 x 5 m groß und wird mit Hütchen markiert. An jeder der 4 Hütchen positioniert sich 1 Spieler. Ein Spieler stellt sich in die Mitte. Die 4 Spieler versuchen sich nun, Bälle zuzupassen, was die Spieler in der Mitte versucht zu verhindern. Ein Punkt kann erzielt werden, wenn eine der 4 Spieler den Ball durch die Beine der mittleren Spieler spielen (sie also „tunneln“) kann.


    11. Fussball-Brennball
    3 oder 4 Spieler positionieren sich mit einem Abstand von ca. 3 m um den im Zentrum positionieren Spieler im 3- oder 4-Eck. Die Aufgabe des zentralen Spielers ist, es nicht von einem Ball getroffen zu werden. Dies wird immer schwieriger für ihn, je schneller die Spieler um ihn herum sich den Ball zu passen. Denn sobald er die Bahn zwischen 2 Spielern kreuzt oder etwas aus dem Gleichgewicht gerät, kann er leicht mit dem Ball getroffen werden. Wird er getroffen, so darf der der ihn getroffen hat, in die Mitte.



    12.Fussball-Billard
    Jedes Team besteht aus 3 Spieler. Alle Spieler positionieren sich an der Startlinie. Dort ist sind für jedes Team 3 Bälle in 3-Eckform gelegt. Nach dem Startschuss wird der hinterste Ball von einem Spieler zwischen die beiden vorderen Bälle hindurch gepasst. Danach wird widerum der danach hinterste Ball durch die beiden vorderen Bälle gepasst. Jeder erfolgreiche Pass zählt als 1 Punkt. Gewonnen hat das Team, welches zuerst an der Ziellinie ist und dabei am meisten Pässe durch die vorderen Bälle machen konnte. (Jedes Team zählt seine Punkte selbst!)


    13. Seniorenfussball
    Es werden 2 gleichgroße Teams gebildet. Nur Gehen ist erlaubt, Rennen ist verboten.! (Achtung! Das Team, in dem gut zu den Mitspielern gepasst wird, hat fast schon gewonnen)


    14. Spion
    Jede Mannschaft bestimmt geheim, wer als Einziger ein Tor schießen darf. Gelingt es diesem Spieler, ein Tor zu erzielen. Wird der Spion jedoch dadurch enttarnt, als das der Gegner „Stopp“ ruft und den richtigen Namen des „Spions“ nennt, so hat das andere Team 1 Punkt.


    15.Doppelspion
    Pro Mannschaft wird geheim ein „Doppelspion“ bestimmt. Diese Person darf unauffällig „Blödsinn“ machen. Der Doppelspion kann enttarnt werden, wenn der Gegner durch „Stopp“ und den richtige Namen ruft.


    Bei der Länge des Spiels sollte der Trainer etwas Fingerspitzengefühl beweisen. Einige Spiele brauchen ein paar Minuten, bis sie von allen Spielern verstanden werden. Bei anderen Spielen ist die Kraft und Konzentration sehr groß, weshalb man sie nicht zu lange spielen sollte.


    Während der Spiele fallen sofort Varianten auf, die man gleich im Anschluß oder beim nächsten spielen lassen kann. Einige der Übungen eignen sich auch fürs "Warmmachen"! Denn wenn das Training schon mit Spaß beginnt, fallt das Abschalten von den Alltagssorgen noch viel leichter!


    Ich wünsche dir und deinem Team viel Spaß dabei!

    Marc19


    Ich kann deinen Frust gut verstehen. Wahrscheinlich gibts bei euch auch Typen, die behaupten, das das mit der "4er Kette" so mal eben durch ein bißchen Surfen im Internet zu erlernen wäre.



    Unserer 4er-Kette stand nie an den Gegenspielern dran


    Die Umstellung des gegnerorientierten Spiels in das ballorientierte Spiel muß zunächst einmal vom Trainer umfassend verstanden werden. Sonst findet er vielleicht Übungen im Internet darüber, weiß jedoch nicht zu korrigieren, damit aus dem Puzzle langsam ein System wird.


    Eine 4-er Kette mit Manndeckung, dass kann nicht funktionieren. Doch vermutlich war das gar nicht der Grund deiner Verärgerung? Der Altersunterschied von 1 Jahr plus einem Klassenunterschied kann sich im Jugendbereich sehr deutlich auswirken. Deshalb mag das 0 : 6 durchaus dem Leistungsvermögen beider Mannschaften entsprochen haben.


    Den Fussball als Teamsport mit "Wir-Gefühl" zu begreifen setzt zunächst einmal voraus, das der Trainer mit guten Beispiel voran geht. Wenn für ihn nur das Ergebnis wichtig ist, dann werden seine Jungs das Gefühl bekommen: der Trainer ist nur bei uns, wenn wir gewinnen - bei einer Niederlage sind wir immer die Schuldigen.


    Für einen Trainer ist es wichtig, die Mannschaft dort abzuholen, wo sie steht! Dies ist insbesondere wichtig für die Auswahl und den Schwierigkeitsgrad der Übungen und Spielformen. Davon findest du hier im Forum, bei www.dfb.de oder auch woanders genügend. Anderseits gilt es, den Fussball mit Spaß zu vermitteln. Hier kann der Trainer sehr gut steuernd eingreifen. Denn wenn es allen Spaß macht, ist die Beteiligungsquote beim Training und den Spielen hoch und eine erfolgreiche Weiterentwicklung aller Spieler und der Mannschaft die logische Folge.


    Bevor du dir überlegt, welche mentale Unterstützung du einsetzen willst, prüfe einmal, was deine Erwartungen sind und vergleiche sie mit deiner Mannchaft. Je höher die Übereinstimmung von Mannschaft und Trainer, je leichter ist der Weg für die Weiterentwicklung, bei der alle Spaß haben dürfen.