Beiträge von TW-Trainer

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    @Steini
    Ich wills mal versuchen?


    In den NLZ wird üblicherweise mehr trainiert als ein "Wald-und-Wiesen-Vereinen"! Das häufigere Training soll einer umfassenden Ausbildung dienen. Wird jedoch eine zu frühe Positionsspezialisierung (vor der B-Jugend) vorgenommen oder findet die Spezialisierung nicht im Einklang mit den Wünschen des Spielers statt, so reduziert sich die Ausbildung auf häufig wiederkehrende Situationen statt, deren Bewegungsabläufe vom Bewußtsein ins Unterbewußtsein eindringen.


    Wenn die körperliche noch nicht abgeschlossen ist, findet bei eingeschleiften Techniken keine Detailverbesserung mehr statt, wenn die Abläufe nur noch automatisiert ablaufen. Weil auch die geistigen Fähigkeiten noch nicht vollends erreicht sind, findet keine weitere Entwicklung in Richtung Kreativität statt, weil fast ausschließlich auf die bereits verinnerlichten Prozesse zurück gegriffen wird.


    Der Irrtum war, dass man glaubte aus vielen Ballkontakten würden automatisch auch gute Ballkontakte. Der NLZ-Spieler hat zwar den Vorteil, dass er ein Füllhorn an Möglichkeiten kennengelernt hat, über dessen breites Spektrum der "Spätentwickler" (nennen wir ihn mal so, obwohl es eigentlich meistens gar nicht stimmt) noch nicht verfügt. Weil der Spätentwickler sich die Bewegungsabläufe in einer späteren Phase seiner Ausbildung erarbeiten muß, bekommt er gleichzeitig einen größeren Zusammenhang dabei mit.


    Die Lösung des Problems könnte sein, dass man die Kinder nicht zu früh in eine enges Positions- und Taktikkonzept steckt, sondern erst ab der B-Jugend überhaupt mit einer Positionsausbildung startet. Denn es besteht sonst die Gefahr, dass eine bereits im unteren Jugendbereich festgelegte Position aufgrund sehr häufiger Wiederholungen zur "geistigen Abstumpfung" führen kann, weil sich der Spieler in seiner "kleinen Positionswelt" eingerichtet hat und ihm die Erlebnisse auf anderen Positionen fehlen.


    Eine zu frühe Positionsfestlegung ist fast immer dem ergebnisorientierten Spiel geschuldet. Wenn es also die Gegner machen, dann bleibt scheinbar selbst keine andere Wahl? Kurzfristig mag das ja richtig sein? Man sollte sich jedoch nicht wundern, wenn sie von anderen Talenten später überholt werden, für die aufgrund ihres biologischen Entwicklungsfortschritts mehr "hängen geblieben" ist.


    Früher war man davon überzeugt, einen Spieler so früh wie möglich auf eine Position auszubilden, weil man meinte, es wäre dann mehr Zeit da, um ihn auf seine Spezialaufgaben vorzubereiten. Heute findet eine Positionsspezialisierung in manchen NLZ erst ab der B-Jugend statt. Aufgrund immer komplexer werdender Taktik ist es zumindest für den Profibereich von hoher Bedeutung, als dass jeder Spieler über ausreichende Erfahrungen auf jedem Flecken des Rasens verfügen, um situativ auf in der Ausbildung erlernte Fähigkeiten zurück greifen kann.


    Weil der Erfolg dieser Arbeit erst zum Ende der Ausbildung erkannt wird, ist es besonders schwer für manche Trainer über den Tellerrand hinaus auszubilden, weil sie ihren Jahrgangserfolge allzusehr im Fokus haben. Zwar dienen "Etappenziele" immer auch der Kontrolle, jedoch sollte der "rote Faden" einer systematischen Ausbildung im NLZ immer als Teamaufgabe des Trainerstabes verstanden werden. Diese größere Sorgfalt bei der Auswahl der Talente erlebe ich in den letzten Jahren mehr. Ein guter Start ist wichtig, damit sich der Irrtumsfaktor in Grenzen hält und die Fluktuation gering bleibt.


    Allerdings weiß man nicht immer richtig mit dem Lernplateau umzugehen, weil ein Teil der Stagnation durch falsche Trainingsinhalte hinein getragen werden kann. Weil wir längst noch nicht wissen, wieviel wir von der physischen und psychischen Entwicklung durch unsere Arbeit positiv und negativ steuern, gibt es noch sehr viele Geheimnisse des Fussballs zu lüften.

    @BigMacWilli


    Deine Meinung deckt sich mit vielen Teilnehmrn der DFB-Torwarttrainer-Ausbildung, die entweder enttäuscht waren, weil sie dort als Torwart für Mannschaftstrainer umfunktiniert wurden und selbst nichts dazu lernen konnten. Mannschaftstrainer waren enttäuscht, weil der Wissensvorsprung der anderen Teilnehmergruppe (Torleute, Torwarttrainer) viel zu groß war, sodass sie kaum Antworten auf ihre Fragen bekamen.
    Weil die Vereine diese Ausbildung (ohne Lizenzprüfung) gar nicht anerkennen, entsendet man die Interessenten lieber zu einer Nachwuchsabteilung eines Profi- oder Leistungsvereins.


    Auch deine Meinung, dass auf den Stützpunkten meistens kein geeignetes Personal fürs TW-Training vorhanden ist, deckt sich weitgehend mit den Ansichten moderner Torwarttrainer. Ich denke, es ist auch für einen Laien kaum vermittelbar, wenn es einem Profi-Torwarttrainer nicht erlaubt ist, einen 12 jähigen Stützpunkt-Keeper Torwarttraining zu erteilen, wenn er nicht gleichzeitig mindestens die Mannschaftstrainer-B-Lizenz besitzt? Allerdings darf ein Mannschaftstrainer ohne TW-Trainer-Fähigkeiten sich nach eigenen Vorstellungen Torleute aussuchen und ihnen erzählen, was sie richtug und falsch machen.
    Nur gut, dass es in Vereinen eine bessere TW-Ausbildung gibt, sonst wären die Versäumnisse und negativen Auswirkungen der "DFB-Elite-Ausbildung" sehr viel größer!


    Damit nun das Thema nicht zu speziell wird, würde mich gern auch die Meinung anderer Teilnehmer zu folgenden Fragen hören:


    1. Wie müßte nach deiner/eurer Meinung die Torwarttrainer-Ausbildung des DFB erfolgen, damit sie für die Torwart-Talentausbildung wie für die Ausbildung in den Vereinen einen größeren Nutzen hätte?


    2. Sollte man eine Kombination von Torwart-Trainer und Mannschaftstrainer ins Ausbildungsprogramm aufnehmen?


    3. Welche Fähigkeiten sollten für dich/euch geeignete Trainer-Ausbilder besitzen, um eine erfolgreiche Ausbildung als TW-Trainer (und Co-Trainer) sicher zu stellen?

    Dieses Selbstverständnis zu entwickeln, darauf habt ihr hier viele tolle Anmerkungen gemacht, die mich ein Stück weiter bringen. Trotzdem glaube ich, dass das Entwickeln einer intrinsischen Motivation weitaus schwieriger und schwer greifbar ist.

    Das freut mich, dass wir dir weiterhelfen konnten. Ich denke mal, es ist nicht immer in jeder Sitution möglich den Spielern (z.B. bei einer Klatsche) noch klar zu machen, dass sie etwas für sich mitnehmen konnten und von besseren Gegnern zu lernen, wenn doch von den eigenen Vorsätzen kaum etwas ungesetzt werden konnte. Hier ist es aber wichtig, beim nächsten Training die positiven Akzente zu setzen, indenen jeder Spieler spürt, dass er dadurch etwas Neues gelernt hat oder sich bei etwas Bekannten verbessern konnte.


    Aber auch wir Trainer können im Laufe der Saison dazu beitragen, dass bei jedem einzelnen Spieler eine für ihn selbst wahrnehmbare Verbesserung eintritt. Denn was nützt der erste Tabellenplatz, wenn dabei immer nur die Besten spielen durften? Was nützt das ganze Lob, wenn man in der falschen Liga spielt bzw. weil das Trainng nicht der Liga entspricht?



    Diese Lernplateaus zu erkennenbund zu bedienen ist für mich key und nicht so leicht.

    Allzu häufige Wiederholungen führen nicht nur zur Monotonie, es werden bewußt wahrgenommene Bewegungsabläufe gelangen ins Unterbewußtsein (Automatisierung). Weil jedoch die Anfordernungen im Laufe der Zeit komplexer werden, können eingeschleifte Prozesse zur Stagnation führen. Dies ist dann auch der Grund, warum jahrlang in den NLZ trainierte Spieler plötzlich von "Spätentwicklern" in relativ kurzer Zeit sportlich überholt werden können.
    Unbewußte Handlungen benötigen weniger geistige Arbeit als die Herausforderung für die jeweilige Situation neue, selbst noch unbekannte Lösungen zu suchen und dadurch die Fähigkeiten kreativ zu erweitern. Inwieweit dieser Entwicklungsprozeß möglich ist, liegt weitgehend am Trainer. Denn je mehr technische und taktische Vorgaben bereits in der Phase gemacht werden, je weniger wird über selbständig zu erarbeitende Lösungen nachgedacht. Denn es wird nur noch versucht möglichst präzise das nachzumachen, was der Trainer zuvor verlangt hat. Kommt noch das Risiko hinzu im Rahmen wiederkehrender Selektionen "aussortiert" zu werden, verringert sich die Zahl der Spieler, die nicht stagnieren um die Quote der besonders stressresistenten Spieler. Daraus resulitert die Aussage von gestandenen Profis: "in meiner Jugend gab es viele Spieler mit mehr Talent. Aber ich habe mich durchgesetzt!"


    Leider wissen wir zu wenig über den Fussball, weshalb man eine Stagnation erst dann feststellt, wenn sie bereits deutlich sichtbar eingetreten ist. Präventiv kann man es damit probieren, jeden Spieler zunächst einmal als ganzen Menschen zu aktzeptieren, anstatt ihn auf bestimmte Fähigkeiten (z.B. Schnelligkeit, Dribbling, Übersicht, usw.) zu reduzieren und ihm eine bestimmte Position vorzugeben. Gerade dieses "Einschleifen" durch Reduktion des Individuums auf bestimmte Fähigkeiten kann dazu führen, dass eine Stagnation eintritt, weil sich eine Angst vor neuen Herausforderungen (auf anderen Positionen bzw. anderen Aufgaben) entsteht.

    @let1612


    Danke für den Link, der einmal mehr aufzeigt, dass eine Kontrolle der finanziellen Mittel des Vereins durch Mitglieder immer weniger möglich erscheint.


    Hier das entsprechende Zitat:


    "Die Altlasten aus der Vergangenheit sind schlichtweg nicht mehr zu stemmen, zudem gibt es viele Fragen finanzieller Art, wenn man sich die Unterlagen und Vereinbarungen von damals anschaut, da muss man schon vermuten, dass sich der eine oder andere auf Kosten des Vereins bereichert hat", ....


    Ich glaube, dass ist meistens nur die halbe Wahrheit. Denn häufig steckt der Verantwortliche mit einem Sponsor unter einer Decke, der den Verein nach Gutsherrenart führt, damit die Vertuschung möglichst lange unentdeckt bleibt?


    Leider haben manche Vereine nichts aus ihren Fehlern gelernt und probieren es weiterhin mit der "Känguruh-Methode" (mit leerem Beutel große Sprünge machen) und versuchen durch allerlei Versprechungen und Vertuschung neue Sponsoren zu gewinnen. Natürlich wird sich kaum Geschäftsmann als Sponsor bereit erklären, in diesen Verein Gelder hinein zu pumpen, die schon deshalb verpuffen, weil damit ausschließlich Altlasten beglichen werden sollen!


    Hier hilft, wenn überhaupt nur noch eine Radikal-Kur in der ein mittelfristiger Plan erstellt wird, wie man den Verein wieder auf gesunde Beine stellt. Ein zentraler Punkt dabei ist, dass alle Mitglieder wieder gleiche Rechte erlangen, damit die zur Verfügung stehenden Mittel nach den Wünschen der Mehrheit in langfristige Projekte investiert werden. Denn in die Insolvenz gehen fast immer die Vereine, die auf kurzfristige Projekte setzen, die schnell vor die Wand gefahren werden können, sodass kein Rettungsanker mehr zu finden ist. Diese "Traumschlösser" platzen manchmal schon zur Saisonhälfte, wenn die sportlichen Ziele deutlich vom finanziellen Aufwand abweichen.


    Für einen Neuanfang gehören auch realistische Mitgliedsbeiträge und ein vernünftiges Konzept, die sich nicht nur an die Gegenwart, sondern vor allen Dingen an die Zukunft des gesamten Vereins orientiert.


    Die Leidtragenden solcher Insolvenzen sind fast immer nur die normalen Mitglieder. Denn die Söldner und Funktionäre zischen bereits vor der Vereinslequidierung zum nächsten Verein weiter.

    Übrigens habe ich früher auch manchem Stürmer geholfen, in dem ich ihm mal die Verhaltens- und Sichtweisen eines Torhüters erklärt habe. Das war oft recht interessant, weil die Stürmer dadurch öfter mal den Torhütern einen Gedankenschritt voraus waren...

    Auch das ist ein Nutzen für die gesamte Mannschaft, wenn Angreifer gemeinsam mit dem Keeper typische Angriffssituationen auf diese Weise spielnah trainieren.


    Je nach Schwerpunkt des Trainings kann der Co-Trainer mal als Mannschafts- und mal als TW-Trainer fungieren und nützliche Tipps zur Lösung in der jeweiligen Situation geben. Dabei erfährt jeweils der Torwart die Sicht des Angreifers und der Angreifer sammelt Erfahrungen aus dem Torwartverhalten.


    Habe schon gehört, dass solche Angreifer, die durch Anleitung des Co-Trainers (in Doppelfunktion) ins Partnertraining mit dem Keeper gegangen sind, innerhalb eines halben Jahres sehr große Leistungssprünge gemacht haben und aufgrund ihrer deutlich höheren Torjägergefahr ehrere Ligen überspringen konnten.


    Kannst du uns auch darüber noch ein paar Detail-Infos über deine Erfahrungen geben?

    @BigMacWilli


    Ist schon O.K., weil zur Selbsteinschätzung Stärken und Schwächen gehören.


    In den generellen Fähigkeiten eines Torwarttrainers, seine Keeper auch emotional zu erreichen, gebe ich dir recht! Voraussetzung dafür ist jedoch ein Vertrauensverhältnis. Denn gerade im mentalen Bereich sind sonst Fortschritte kaum möglich. Aber genauso, wie der Torwart sich im Detail bei seinen Trainer erkennen will, weshalb er gerne zum TW-Training kommt, benötigt auch der Spieler eine persönliche Ansprache. Bislang war man davon ausgegangen, dass dies (mit Ausnahme des Keepers) ausschließlich die Aufgabe des Chefcoaches sei. Das Feedback des Co-Trainers läßt sich jedoch schon in der Trainingsarbeit auch mit dem traditionellen Co-Trainer gar nicht vermeiden.


    Wichtig ist auch beim TW-Trainer als Co-Trainer, das er mit seinen Fähigkeiten den Coach ergänzt, profitieren alle davon.


    Hast du schon mal eine Situation erlebt, in der es unterschiedliche Sichtweisen zur Beurteilung eines Spiels, bzw. spielentscheidender Situationen zwischen dir und dem Coach gab? Wenn ja, wie seit ihr damit umgegangen?

    Der Sportpsychologe hat uns geraten die Schwierigen Situationen nicht zu vermeiden , sonder gezielt zu suchen.

    Damit gehe ich konform, weil man Probleme nicht dadurch löst, indem man vor ihnen wegrennt. Allerdings sollte man gerade bei Kindern die "Rosskur" vermeiden, sondern Schritt für Schritt die Ängste lösen, sodass sie ihren Fussball wieder in vollen Zügen genießen kann.


    Deine Tochter ist leider viel zu schnell die Karriereleiter emphor gestiegen und hat jetzt davor Angst abzustürzen. Deshalb kann sie sich jeweils nur sehr kurz über Auszeichnungen freuen, weil danach schon wieder Ängste in ihr hochkochen, ob ihre Leistungen von anderen akzeptiert werden und sie sich in diesem Tempo weiterentwickeln kann. Sie ist ein stückweit übers Ziel hinaus geschossen, ohne das ihr es wirklich bemerkt habt und muß jetzt dort wieder eingefangen werden, wo ihre Hilflosigkeit mit der Situation richtig umgehen zu können, zur Abschottung gegenüber der Außenwelt begonnen hat.


    Leider verstehen viele Trainer nicht, dass sie nicht nur den Körper eines Spielers, sondern auch seine Seele bekommen. Gerade die Zerbrechlichkeit eines sehr unvollständigen Selbstbewußtseins gilt es in einer angstfreien Umgebung die nötige Harmonie zu verleihen, damit daraus "starke" Kinder werden können. Weil aber Eltern die wesentliche Rolle in der Entwicklungsunterstützung zukommt, müssen auch sie versuchen ihr Kind nicht allein aufgrund besonderer Merkmale zu beurteilen, sondern gemeinsam mit ihr aus den Schwächen viele Stärken entwickeln.


    Eltern wie Trainern eilt leider manchmal der Ruf voraus anhand von Stichtagsanalysen voreilige Prognosen zu erstellen, die entweder Euphorie oder Frust als Ergebnis haben, anstatt in einer genaueren Bewertung die bereits vorhandenen Fähigkeit sowie die Unsicherheitsfaktoren in einer breiteren Range zu sehen.


    Es ist keine einfache Aufgabe für euch - aber gemeinsam ist es zu schaffen. Ich drücke euch die Daumen das es klappt!

    @BigMacWilli


    Wäre ich Vereinsverantwortlicher, ich würde dich sofort holen, weil du unserer Fussballzeit um Jahre voraus bist!


    Ich glaube, die meisten lesen bei diesem Thema deshalb mit, weil es für sie Neuland ist Ja sogar so neu, als das selbst die Denkzentrale beim DFB noch im Dunkeln tappt, weil sie diesen Trainerweg (Torwarttrainer als Co-Trainer) noch gar nicht für sich erkannt hat und an der "Inselkompetenz"-Ausbildungsprogramm für Trainer festhält, anstatt interdisziplinäre Schnittstellen in den Traineraufgaben von Co- und Torwarttrainer richtig zu deuten.


    Deshalb komme ich noch einmal kurz auf die Fragestellung zurück: Was nützen allein die Fähigkeiten als Torwarttrainer, wenn man lediglich einen Teil seines Stellungsspiels simulieren, anstatt erleben kann und was nüttz der Mannschaftstrainer, wenn er fast gar nichts vom Stellungspiel des Torwarts versteht? Beide kommen bei ihrer Anaylse auf unterschiedliche Ergebnissen, weil sie es nur aus ihrer Warte beobachten können und mit der Sichtweiese ihres Partners nicht korrespondieren können. Übrig bleibt dabei ein Teil, der im ungewissen bleibt und deshalb von Spiel zu Spiel den Trainerstab überraschen kann, weil man darauf keine Antworten finden kann, weil man lediglich über eine "Inselkompetenz" verfügt!


    Man probiert zwar durch den Videoanalysten eine Brücke zu schaffen, indem man anhand von Bilder in die Detailarbeit geht. Wenn man aber die Bilder nicht vollständig versteht, wie will man zu richtigen Antworten gelangen?


    Aus den vorgenannten Gründen bin ich davon überzeugt, dass man im Trainerstab nicht mehr den Co-Trainer als Backup, als Asisstenz- Detail-Trainer oder Konkurrenz-Spielebeobachter haben wird, sondern eine Kombination aus Co- und TW-Trainer genau dieses Aufgabengebiet ausfüllen wird. Insbesondere bei der Spielebeobachtung der Konkurrenz bedarf es eines umfrangreichesn Wissens zur Auswertung von Stärken und Schwächen in den jeweiligen Schlüsselsituationen vom gegnerischen und dem eigenen Tor.


    Aus deiner fehlenden Antwort auf meinen Kommentar bezüglich der Mannschaftsansprache gehe ich mal davon aus, dass du noch nicht die Gelegenheit hattest, dort in aktiver Rolle mitzuwirken?


    Ober kannst du auch hier schon über Erfahrungen in der gemeinsamen Kabinenansprache vor dem Spiel und der gemeinsamen Spielanalyse mit der Mannschaft berichten?

    Ich denke aber trotzdem, dass durch Wettkämpfe solche KO-Runden Situationen nur schwer simulieren lassen.

    Wenn es dir gelingt, zwischen dir und dem Team sowie untereinander ein gutes Vertrauensverhältnis aufzubauen, dann werdet ihr euch gegenseitig auch in den Spielformen des Trainings pushen. Der Trainer hat hierbei eines sehr großen Einfluß, insbesondere ist er für ein abwechslungsreiches Training verantwortlich, in der die Kinder viel erleben können und durch Trainer oder Kameradenlob an Selbstvertrauen gewinnen.
    Gerade in der menthalen Untestützung der Mannschaft ist noch viel Luft nach oben!



    Wenn ich dann in den Wettkämpfen mit Bestrafungen für die Verlierermannschaft spiele (z.B. das Verliererteam sammelt alle Sachen ein), wecke ich ja auch eher wieder die Angst zu verlieren als die Lust zu gewinnen.

    Genau das wurde vor Jahren aber in der Trainerausbildung gepredigt, denn es entsprach dem damaligen Denkmuster nicht nur zu gewinnen, sondern gleichzeitig den Verlierer zu dominieren, indem man von vornherein einen Zwang auferlebt, die Niederlage in Form von Untertänigkeit auszubaden.


    Dabei genügt es vollkommen auch die Leistungen des Gegners als fairer Sportsmann zu respektieren. Denn das Schöne im Fussball ist ja, dass man nach einer Niederlage direkt schon das nächste Spiel gewinnen kann, wenn man richtig damit umzugehen weiß!


    Es ist demnach möglich richtig bzw. falsch mit Siegen und Niederlagen umzugehen. Dabei spielt der Trainer ebenfalls eine große Rolle. Eine Möglichkeit (bei älteren Jahrgängen) ist das antizyklische Führen. In der gemeinsamen Spielanalyse nach einer Niederlage stellt man die Dinge hervor, die gut geklappt haben. Das, was noch nicht so gut geklappt hat, kann man fürs nächste Spiel seiner Mannschaft als Herausforderung darstellen und ihnen dabei sehr viel Mut zusprechen, damit evl. verloren gegangenens Selbstvertrauen wieder aufgebaut wird. Sehr helfen wird hierbei an den Teamgedanken zu appellieren, damit jeder weiß, wenn mir mal was mißlingt helfen mir meine Mannschaftskameraden. Typische Übung: Spieler bilden einen Kreis - um einen Spieler im Zentrum - Spieler macht sich steif, schließt die Augen und läßt sich nach hinten fallen - Mitspieler stützen ihn ab, sodass er nicht hinfallen kann." Hat das Team sehr leicht gewinnen können, so wird diese Leistungen ein wenig dezenter gelobt, während die Dinge, die noch nicht so gut funktioniert haben, in den Fokus gelangen. Es genügt jedoch nicht allein die Defizite anzusprechen, sondern es benötigt klare Infos, wie man es besser machen kann. Hierbei fällt sofort auf, dass die Verbesserung komplexer Bewegungsabläufe nur ein Thema fürs nächste Training sein kann, weil es dazu Theorie mit Praxis braucht.


    Kennt man eine Mannschaft noch nicht oder ist man Trainerneuling, kann es von Vorteil sein, vor der Schilderung seiner Eindrücke einfach die Kinder nach ihren Erlebnissen im Spiel zu fragen. Je jünger die Kinder sind, je mehr positive Antworten erhält man und je älter das Team, desto größer wird die Bandbreite an Input für den Trainer. Dies hängt insbesondere vom Grad der Selbsteinschätzung ab. Es gibt Spieler, die sehen ihre Leistungen sehr viel besser als sie Außenstehende wahrnehmen und natürlich gibt es auch Spieler, die ihre Leistungen viel zu kritisch sehen. Die schwierige Aufgabe eines Trainer besteht nun darin, aus den unterschiedlichen Charakteren in einer Mannschaft ein Team zu formen, welches mit hoher Motivation den Spaß am Fussball erleben möchte und ihrer Trainer als unersetzbaren Helfer betrachten. Dabei ist es möglich auch bei Niederlagen Antworten zu finden, anstatt sie durch Verdrängung lösen zu wollen.


    Die menthale Unterstützung durch den Trainer ist dabei der Faktor, ob eine Mannschaft über sich hinauswachsen kann oder kaum über den Langeweile-Faktor hinaus kommt, weil Monotonie und Spielertadel den größten Raum im Training und Wettkampf einnimmt.

    Wenn früher eine Jugendmannschaft aus 15 Kindern bestand und sich heute mit 10 Spielern gerade so über Wasser hält, bedeutet das nicht einen einzigen Trainer weniger Bedarf. Und die Zahl Leute, die bereit sind Ehrenämter zu übernehmen, sinkt auch konstant.

    Danke für die nähere Erläuterung. Denn ich hatte die Zahlen im Kopf, nach der jährlich in sehr vielen Gebieten weniger Mannschaften beim Verband angemeldet werden, weshalb dann auch weniger Trainer benötigt würden.


    Die Beobachtung, dass heute weniger Bereitschaft zur Übernahme eines Ehrenamts da ist, teile ich. Aber dann kann natürlich zum Teil auch an der Geringschätzung im Jugendbereich liegen. Ferner soll aus dem Mangel an ehrenamtlichen Mitarbeitern der Trainer andere Aufgaben (z.B. Betreuer, Koordinator) mit erledigen. Ferner erwarten Eltern und Kinder eine gute Trainerausbildung und -fortbildung, weil sie sich ansonsten für eine andere Freizeitgestaltung entscheiden.


    Man mag es gern so sehen, als dass mit dem Vereinseintritt auch weitere Aufgaben (z.B. Bewirtung, Einsätze zur Sportanlangen-Verschönerung) übernehmen, aber das kann auch zu einem Eintritts- oder Austritts-"Killer" werden, wenn Eltern das Fussballangebot mit anderen Freizeitaktivitäten vergleichen. Der Elfenbeinturm, auf dem sich der Fussball noch vor Jahren sah, brökelt immer mehr. Man kann sich das Glück heute sol eicht auch in der virituellen Welt holen. Ob das so gut ist, das sei mal dahin gestellt, aber man kann es bei seinen Überlegungen nicht ignorieren!

    Deine Frage, ob es soetwas wie Lust am gewinnen gibt, läßt sich ganz klar mit Ja beantworten.


    Jedoch muß man in der psychologischen Belastung verschiedene Differenzierungen vornehmen, wie:


    1. psychologische Belastung der Spieler
    a. allgemeine Definition
    - Lebenserfahrung (Alter, soziales Umfeld)
    - Charakter (ängstlich, selbstbewußt)


    b. spezifische Definiton
    - Grad der Eigenmotivation zur Sporart
    - Stammspieler, Reservespieler
    - Liga-Zugehörigkeit
    - Tabellenrang (Abstiegs-, Aufstiegsplatz)


    c. situationsbezogene Definition
    - selbst auferlegter Leistungsdruck
    - von außen (Trainer, Eltern, Mannschaftskameraden, Gegner) hinein getragener Leistungsdruck


    2. psychologische Belastung der Trainer


    Generell läßt sich ein Team leichter über die Steuerung von Lob motivieren. Denn weil jeder gern gelobt werden möchte, kann hier die Voraussetzung in der Risikobereitschaft, Mut und Wille zur körperlichen Anstrengung sehr gut gelenkt werden. Auch läßt sich bei fairem und partnerschaftlichem Umgang ein belastbares Vertrauensverhältnis gewinnen, so das jeder Spieler das Ergebnis und seine Leistung besser einzuordnen versteht.


    Warnen möchte ich jedoch vor den Gefahren einer Übermotivation, bei der die natürlichen Ängste, die vor unkalkulierbaren Risiken schützen gänzlich außer Acht gelassen werden. Von einer Übermotivation läßt sich sprechen, wenn dem Team Eigenschaften und Fähigkeiten "angedichtet" werden, die nicht existieren. Hierbei tritt nach anfänglicher Euphoorie zunächst eine Ernüchterung und darauf die Frustration (vom Trainer verar...t worden zu sein) ein.


    Ähnlich negative Folgen kann das Verhalten eines "staatlichen Bedenkenträgers" erzeugen, der vor-, während und nach dem Spiel eine lange Liste von möglichen Gefahren auflistet, egal ob seine Mannschaft für gewöhnlich diese Fehler macht oder nicht.


    Eine weitere Variante ist das System aus Lob und Tadel. Unabhängig von den Signalen der Spieler wird nach eigenem Ermessen während des Spiels gelobt und getadelt. Je nach Intensivität kann sogar der Eindruck erweckt werden, der Trainer wäre nun in seiner eigenen Welt, sodass er eine Interaktion zu den gelobten oder getadelten Spielern gar nicht aufnehmen könnte.


    Der Grad der psychischen Belastbarkeit läßt sich meist an der Körpersprache des beteiligten Spielers/Trainers (gesenkter Kopf bis breite Brust) erkennen. Jedoch gibt es unterschiedliche Ausdrucksformen von Frustration bis Euphorie.


    Nun stellt sich die Frage, wie man sich auf das Spiel vorbereiten kann, um den Spielern und sich selbst die Lust zum Gewinnen zu geben. Dazu sollte man sich einen Masterplan machen, indem eine Handlungsbeschreibung von typischen Situationen abgelegt ist. Auf diese Weise hat man einen "roten Faden" fürs Spiel und gerät nicht so leicht in Unruhe, die sich dann auf die Mannschaft überträgt. (Hierzu ein typisches Beispiel, was jeder schon mal miterlebt hat: weil der Spielverlauf nicht den Erwartungen des Trainers entspricht, fängt er an laut über den Schiedsrichter zu meckern. Kurz darauf beginnen auch die Spieler die Schiedsrichterentscheidungen gegen sie zu kritiisieren. Binnen weniger Minuten kann so die Mannschaft ihren "roten Faden" verlieren. Man war zwar das bessere Team, aber es kehrte allgemeine Ratlosigkeit ein, sodass der Gegner am Ende die Punkte sehr leicht mitgenommen konnte.)

    @BigMacWilli


    Ich wünsch dir schon mal viel Erfolg bei deinen neuen Aufgaben.


    Der besondere Vorteil deiner Wissenskombination liegt darin, dass du die Trainingsschwerpunkte sehr viel bei der Spielbeobachtung präziser erkennen und trainieren kannst, weil du weißt, welche Elemente mit dem Torwart allein und welche besser gemeinsam mit der Mannschaft trainiert werden können.


    Weiterhin wichtig wäre, dass der Co-Trainer und Torwarttrainer einen Teil der Mannschaftsansprache und Spielanalyse übernimmt. Nämlich genau den, den verantwortlich trainiert. Denn hier wäre der Chefcoach lediglich Mittler, weshalb nicht alle Botschaften die gewünschten Empfänger finden würden.


    Wäre sicher für deinen neuen Verein toll, wenn dir interessierte Leute über die Schulter schauen dürften. Denn das bekommt man sonst so leicht nirgendwo in dieser Form zu sehen!


    @nero
    Klar sind die Vereine, in denen die Torwartausbildung ein Schattendasein fristet selbst dann darüber froh, wenn sich ein früherer Torwart findet, der sein vor Jahrzehnten erworbenes Wissen weiter gibt. Ja man ist sogar froh darüber, wenn sich irgendjemand findet, der für den Torwart die "Ballmaschine " macht.


    Für diese Torleute empfielt sich eine Torwartschule, die eine systematische, ganzjährige TW-Ausbildung anbietet. Leider gibt es davon in Deutschland nicht sehr viele, weshalb man teilweise längere Fahrtstrecken inkauf nehmen muß.

    @Karl


    Da sprichst du vielen Leuten aus der Seele.


    Denn die Mentalität, "was nichts kostet, ist eben auch nichts wert", scheint weit verbreitet zu sein.


    Als nach dem 2. Weltkrieg viele Vereine gegründet oder wiederbelebt wurden, war es kaum möglich, seinen Alltag autonom zu gestalten, weil man auf "Nachbarschaftshilfe" angewiesen war. Hier ist die Nachbarschafthilfe weitgehend nicht mehr nötig, weshalb sich auch das Bild zur Bereitschaft von ehrenamtlicher und kostenloser Tätigkeit weitgehend verändert hat. Aber auch die gut wirtschaftenden Vereine stehen sich heute sehr viel besser da, als noch vor Jahren.
    Jedoch sieht man in den kleineren und mittleren Vereinen die Gefahr einer rapiden Kostenerhöhung, sobald eine Aufwandsentschädigung für Jugendtrainer eingeführt wird. Hierzu kommt, dass durch das Doppelengagement (Eltern/Trainer) eine hohe Stressresitenz erzeugt wird, sodass man diesen Trainern sogar Aufgaben (z.B. selbst Sponsor für Tricotsatz besorgen, Kinder zu den Auswärtsspielen fahren), das gar keine Veranlassung gesehen wird, unaufgefordert Geld für eine höhere Wertanmutung zu zahlen. Nicht zu ergessen auch der Anteil der Trainer, der darin eine Art von Stressbewältigung von Problemen im Beruf oder der Familie sieht und hier ein relativ freies Betätigungsfeld für sich entdeckt.


    Ohne ein auf die heutigen Bedürfnisse zugeschnittenes Konzept mit entsprechender Kontrolle ist das kaum zu realisieren!


    Erschwerend kommt hinzu, das sich im Seniorenbereich Kostenschraube immer schneller dreht, bei der nur noch der Verein seine sportlichen Ziele erreicht, der bereit ist dafür Söldner zu bezahlen. Natürlich liegen diese Fehler in der Vergangenheit, weil man den eigenen Nachwuchs vernachlässigt hat und gemeint hat, die Talente wachsen auf den Bäumen. Wer kurzfristig etwas ändern will, der kommt beim Neuanfang häufig nicht um einen Ligaabstieg herum.


    Ein Riesenproblem dabei ist schon mal der besonders niedirge Mitgliedsbeitrag, der in vielen Vereinen seit Jahren kaum erhöht wird, weil es sich auch nicht über eine höhere Qualität des Vereinsangebots für den Nachwuchsbereich rechtfertigen läßt.


    Andererseits befürchtet man einen Massenaustritt, wenn man ohne entsprechend höherwertige Vereinsangebote den Mitgliedsbeitrag erhöht. Weil jedoch z.B. kommunale Vereinsförderungen fast immer mitgliederabhängig gezahlt werden, lassen sich über einen höheren Mitgliederbestand dank niedriger Beiträge mehr Einnahmen erwirtschaften. Auch beim Verteilungsschlüssel für DFB-Zuschüsse von lizensierten Trainern im Verein stellt man sich besser, je mehr Mitglieder der Verein hat. Schließlich aber wertet die große Mitgliederzahl für Außenstehende immer auch das Image des Vereins auf.


    Weil der Mitgliedsbeitrag im Verhältnis zu anderen Einnahmen, insbesondere Sponsorengelder einen immer geringeren Anteil einnimmt, wird man die Vereinsverantwortlichen kaum dazu bewegen können, ihre Nachwuchstrainer für ihre ehrenamtliche Tätigkeit angemessen zu entschädigen.


    Es gibt jedoch eine Reihe von Varianten, u.a. auch die, dass im Mitgliedsbeitrag ein Anteil als durchlaufender Posten enthalten ist, weil er auf das Konto des Trainers (als Aufwandsentschädigung für seine privaten Kosten für den Verein) weitergeleitet wird. Hier werden jedoch als Voraussetzung meist Trainerlizenzen verlangt, aufgrund dessen für eine höhere Ausbildungsqualität argumentiert wird. Ein wenig "Erfindergeist" des Machbaren gehört dazu, wenn man etwas zum Besseren bewegen möchte.

    @Das_Huhn


    Mathe war schon immer meine große Schwäche! Deshalb hab ich nicht kapiert, warum über 50 Jugendtrainer fehlen, wenn doch viel zu wenig Kinder noch Fussball spielen?


    Ansonsten sehe ich es auch als wichtig an, die Eltern mit ins Boot zu holen. Ein früherer User ( Günter) meinte mal, man dürfte seine Trainerposition dazu ausnutzen, um gleich mal durch Strafmaßnahmen Kinder wie Eltern "einzunorden", anstatt eine Konsensebene zu suchen.
    Allerdings kann es durchaus auch mal "beratungsresistente" Eltern geben, wo man sich leider auch vom Kind im Team trennen muß, damit die gewünschten Rahmenbedingungen erzielt werden. Denn trifft kann keine Entscheidung, so kann es passieren, dass dannach gleich mehrere andere Spieler aufhören oder den Verein wechseln wollen.


    Eltern sind jedoch nicht nur für den Fahrdienst wichtig, sondern sie können in nahezu allen Bereichen des Fussballs eine nützliche Unterstützung bewirken. Ein Trainer, der hin und wieder den Zweck seiner Hinweise an die Spieler auch den Eltern erläutern, wird deshalb mehr Verständnis finden und eine gute Kommunikationsebene schaffen. Legt er keinen Wert auf die Infos an Eltern, so werden sie diese eine parallele Kommunikationsebene suchen, in der über den Trainer gesprochen wird. Meist ist es dann auch schon zu spät, wenn mit dem Trainer gesprochen wird.


    Klar spielen die Jahrgangszahlen für den Verein eine Rolle. Aber die Aufgabe zur Gewinnung neuer Mitglieder sollte auf viele Schultern verteilt nicht vernachlässigt werden. Denn Kinder haben heute mehr Freizeitgestaltungsmöglichkeiten (leider auch sehr viel Bewegungsarmut), weshalb der Fussballverein nicht mehr die "Elfenbeinturm-Stellung" früherer Tage besitzt. Die Kinder wollen umworben werden, um ihre Neugier zu wecken. Diese Neugier darf jedoch nicht enttäuscht werden, in denen man mit ihnen einen Fussball für kleine Erwachsene, sondern einen Kinderfussball mit sehr viel Spaß im Mittelpunkt von Allem praktiziert.

    @Constantin


    Wenn du deinen Torwart gut aufs Spiel vorbereiten möchtest, dann brauchst du nur auf 3 Dinge zu achten:


    1. Ballgewöhnungsphase
    Das kannst du in etwa mit dem "Warmmachen" vergleichen. D.h. du gibst dem Torwart einfache Aufgaben mit dem Ball (z.B. Ball hochwerfen und fangen). Er sollte sich dabei entweder frei im Raum bewegen oder in eine Richtung laufen. Wenn du 2 Keeper hast, dann mach eben ein paar Partner-Ballgewöhnungsübungen (z.B. Partner laufen in eine bestimmte Richtung und werfen sich den Ball zu). Der erste, einfache Teil soll lediglich ein wenig vom "Alltag" ablenken, während der 2. Teil ein wenig die Konzentration auf die kommenden Aufgaben richten soll. Hier kann man z.B. den Keeper die Aufgabe stellen, den Ball mit einer Hand zu fangen oder schon ein wenig Zeitdruck und Ballgewöhnung kombinieren (z.B. 2 Bälle gleichzeitig hochwerfen und fangen). Hast du 2 Keeper, dann kannst du jeweils 2 Bälle gleichzeitig zuwerfen lassen.
    Natürlich gibt es noch ein paar hundert Möglichkeiten mehr. Es sollen lediglich Beispiele genannt werden, an denen man sich orientieren kann.


    2. Routine und Sicherheit für typische Defensiv- und Offensivszenen schaffen
    Als typische Defensivaufgaben kann man mit dem Keeper in das Aufnehmen flacher Bälle sowie das Fangen halbhoher und hoher Bälle starten. Der TW soll den Ball nicht einfach nur zurück werfen, sondern als Offensivaufgabe entweder Rollen, seitlich oder über Kopf präzise zurück werfen. Neben der "Handarbeit", die je nach Leistungsfähigkeit des Keepers eine größere Schwierigkeitsbreite erreichen kann, ist auch die "Fussarbeit", also Ballverarbeitung für einen mitspielenden Keeper ein Standardelement. Hier kann man zunächst einen Ball zirkulieren lassen und den Schwierigkeitsgrad erhöhen, in dem 2 Bälle gleichzeitig zirkuliert werden sollen. Hierbei wird der Keeper aufgefordert, den rechten wie den linken Fuß zum zurückpassen einzusetzen. (Er würde es sonst auch nicht hinbekommen, wenn er nur einen Fuß benutzt).
    Natürlich gibt es auch hier jede Menge Übungen, die je nach Leistungslevel eine Routine-Sicherheit für die kommenden Aufgaben schaffen soll. Wichtig ist, dass es sich hierbei um Szenen handelt, die häufig im Spiel vorkommen. (Mal ein Beispiel, was man nicht braucht: der Torwart sitzt auf dem Boden und der Trainer wirft im Bälle zu. Im Spiel sollte ein Torwart nicht in sitzender Position auf einen Ball warten. Deshalb eignet sich diese Übung nicht für die Wettkampfvorbereitung)


    3. Mentale Vorbereitung
    Für die Stufen 1. und 2. sollte man nicht ständig wechselnde Aufgaben, sondern solche Inhalten bereithalten, die der Torwart gut bewältigen können. Denn eine Wettkampfvorbereitung ist keine Expierimentierphase, in der er neue Fähigkeiten erwerben soll. Das würde ihn eher verunsichern. Wichtig zur Konzentrationsvorbereitung ist aber auch, dass alles in Ruhe abläuft und der Torwart nicht abgelenkt wird. In kurzen "Trinkpausen" kann man dem Keeper 2 - 3 Aufgaben mitgeben, auf die er im Spiel besonders achten soll.


    3.1. Umgang mit Nervösität
    Eigentlich sollte nach dem Programm gar keine Nervösität mehr vorhanden sein. Vielmehr soll sich der Keeper auf die kommenden Aufgaben freuen. Sollte es dennoch vorkommen, fragt man ihn, was ihn heute besonders beunruhigt. Fast immer kann der Trainer eine positive Antwort darauf geben. Es gibt jedoch auch typische Formen von Nervösität. Bei "Anfangsnervösität" sagt man dem Keeper, dass diese Nervösität sowieso nach den ersten Minuten oder dem 1. Ballkontakt weg ist. Bei vermuteter länger andauernder Nervösität bittet man den Keeper sich an eine Siutation zu erinnern, die er vorher als schwierig empfand, jedoch meisterlich gelöst hat.


    4. Abschluß der Vorbereitung und Wettkampfbeginn
    Als Symbol für den Abschluß der Wettkampfvorbereitung sollte man ihm in 1 - 2 Sätzen Glück und Spaß fürs Spiel wünschen.


    5. Zeitrahmen
    Das Aufwärmen sollte 10 - 15 Minuten dauern. (je nach Alter steigert sich die Zeit auf ca. 30 Minuten)


    Sonstiges:
    1. Nach längeren Auswärts-Fahrten
    Zerrungen oder Muskelverhärtungen kommen in dieser Altersgruppe eigentlich nicht vor. Dennoch kann es nach längerer Fahrt von Vorteil sein, wenn der Keeper zunächst seinen Kreislauf ein wenig in Schwung bringt, indem er im Torraum seitlich langsam startend immer mehr Tempo aufnimmt und die letzten 20 Meter sprintet. Die Anstrenung ist dann O.K., wenn der Keeper nach 20 - 30 Sekunden soweit regeniert hat, dass es mit einfachen Ballgewöhnungsübungen losgehen kann.



    2. Torschuß als Mannschaftsübung
    Der Torschuß als Mannschaftsübung gehört nicht zum Aufwärmprogramm des Torwarts, sondern der Spieler. Dies sollte man seinem Keeper auch so erklären. Zwar lobt fast kein Torwart seinen Schützen, wenn er besonders plaziert erfolgreich ist, dennoch soll der Keeper sich keineswegs dadurch verunsichern lassen.
    Hat man mehrere Keeper, dann sollte man nach ca. 5 Torschüssen den Torwart wechseln. Hat man einen Keeper, dann gibt man ihm die Info, dass er sich die Bälle aussuchen soll, die er gerne erfolgreich abwehren möchte, damit er nicht zu sehr ermüdet und seine Entscheidung weitere Bälle abwehren zu können, verliert. Sollte er dennoch ermüdet sein, bittet man ihn bis zum 5-er vorzurücken, um dann die meisten Bälle in Körpernähe abwehren zu können. Aber es ist nicht geplant, dass der Keeper sein Team dadurch nervös macht, dass er sämtliche Bälle erfolgreich abwehrt. Auch ist nicht geplant, dass er zu Beginn nach jedem Ball hechtet, rasch ermüdet und Mannschaft wie Trainer dadurch nervös macht, weil er aufgrund starker Ermüdung keinen Ball mehr bekommt. Gerade dieser Teil macht vielen Torleuten Probleme, weil Mannschaftstrainer häufig zu wenig Hintergrundwissen über die Möglichkeiten des Torwarts in dieser Phase besitzen. Auch ist die Distanz zum Tor von signivikanter Bedeutung. Ist die Distanz zu groß, langweilt sich der Keeper und es schwindet ein Teil der Konzentration aus dem Aufwärmprogramm wieder. Ist die Abschlußdistanz zu kurz, ist der Torwart häufig chancenlos. Deshalb hassen manche Keeper den Torschuß als Mannschaftsübung.


    3. Warum kein Dehnen oder Stretchen?
    Zunächst einmal sollte dieser Bereich ausschließlich von Fachpersonal (z.B. Physiotherapeuten) aus medizinischer Notwendigkeit (z.B. Rückenprobleme) durchgeführt werden. Fussballtypische Denbewegungen macht der Keeper im Aufwärmprogramm, sodass sie seeriert gar keinen Sinn machen.


    4. Aufwärmen als Unterstützung.
    Das Aufwärmen des Torwarts vor dem Wettkampf ist ein wichtiges Element, weil auch der Keeper eine gute Unterstützung benötigt, um im Spiel erfolgreich zu sein. Durch ein effektives Aufwärmen kann die Torwartleistung im Spiel deutlich gesteigert werden. Wenn dann die "Null" am Ende des Spiels steht und der Torwart zum Held avanciert hat, dann darf sich auch der Trainer, die ihn so exelent darauf vorbereitet hat, ein stückweit darüber freuen.


    5. Was macht ein Trainer, wenn es trotz gutem Routineprogramm im Spiel nicht klappt?
    Diese grundsätzliche Frage sollte einmal geklärt werden, damit man sich darüber nicht von Spiel zu Spiel unterhalten muß. Generell sollte nichts ins Spiel hineingerufen werden, damit sich der Torwart voll und ganz auf seine Aufgaben im Spiel konzentrieren kann. Was noch nicht sicher klappt wird notiert und in die nächste Trainingseinheit integriert. Wenn jedoch durch einfachste Fehler gleich in der Anfangsphase des Spiels mehrere Gegentore kassiert werden, dann ist der Keeper natürlich stark verunsichert. Er benötigt 2 einfache Coaching-Hinweise. Erstens soll er sich nicht aus der Ruhe bringen lassen (Konzentration wieder hoch halten), zweitens soll er sich an den korrekten Bewegungsablauf (Nennung) aus der Routine erinnern. Je nach Torwarttyp kann der Trainer das Signal (z.B. Achselzucken) oder sehr unruhiges Verhalten statt Positionsanpassung erkennen.


    6. Kommunikation über "Torwart-Sprache"
    Im TW-Training und dem Aufwärmprogramm wird dem Torwart eine "Torwartsprache" vermittelt. Es handelt sich hierbei um Definitionen für korrekte Bewegungsabläufe. Selbst, wenn der Torwart in einem Spiel sehr wenig zu tun hat, sollte man ihn dann zur eigenständigen Bewegung auffordern, wenn er bei kaltem Wetter zu lange auf einer Position ("Zuschauermodus") verharrt.


    Sollte für den einen oder anderen nun der Eindruck entstanden sein, dass er selbst damit überfordert wäre, so kann ich ihm entgegen: genauso wie sich ein Kind irgendwann für die Torwartposition interessiert, startet auch eurer Ehrgeiz mit dem Interesse an Torwarttrainer-Aufgaben. Denn sobald ihr erkennt, welche Vorteile dadurch entstehen wird der Wunsch darüber mehr zu erfahren geweckt werden.


    Viel Spaß dabei!

    @totog


    Waren es Punktspiele, von denen du sprichst oder waren es Freundschaftsspiele oder Turniere, wo man nach FPL-Regeln spielte?


    Doch unabhängig vom Fachwissen erkennt man das wahre Gesicht eines Trainers nicht im Rande von Siegen, sondern während drohender Niederlagen bzw. unmittelbar danach.



    Es macht wenig Sinn hier zwischen NLZ-Trainer und Anderen zu unterscheiden. Denn unterschiedliches Fachwissen läßt sich nicht gänzlich vom Charkater trennen.


    Die FPL versucht etwas mehr Ruhe in den unteren Jugendbereich zu bringen. Andere Ziele kann sie erst ereichen, wenn es darüber hinaus mehrheitsfähige Konzepte gibt, in der Ausbildung weniger durch Unterwerfung eines "scharfem Leistungsdrucks" erfolgt, sondern auf Basis von freiwillig erbrachter Leistungen in einem angstfreien Umfeld. Das aktuelle Problem dabei ist jedoch, solange sich immer genügend Talente durch Leistungsdruck für höchste Ansprüche qualifizieren können wird man nicht wissen, ob es mehr werden, wenn man sie nach anderer Methode ausbildet.

    Ich sehe hier auch keinen Zusammenhang zwischen FPL und Turnierrunden? In den FPL Regeln, das sind ja nur 3stk, ist nirgends aufgeführt das es keinen Erfolg geben darf.

    Ja, es ist erlaubt zu gewinnen, aber verboten gegen bestimmte Gegner zu verlieren. (siehe dazu die Kommentar von @Chris und @Don Quijote)


    Aber die FPL wird allein daran nichts ändern können. Denn sie für alle Kinder, Trainer und Eltern der genannten Altersgruppen konzipiert, nicht aber für die Mannschaften bestimmter Bundesligavereine.

    @BigMacWilli


    Top-Beitrag!!! Denn es wird hierbei deutlich, dass der Torwart und die Mannschaft so ausgebildet werden müssen, als das sie zu einer Einheit verschmelzen. Das kann jedoch nur ein Trainer, der die Torwartaufgaben weitaus umfassender als Teil der Defensive versteht. Es genügt nicht mehr, dem Keeper die technischen Fähigkeiten zu vermitteln, sondern sie müssen spielnah im Team allen Beteiligten vermittelt werden.
    Genau die von dir angesprochenen Fähigkeit in der Personalunion von Mannschafts- und Torwarttrainer können für Mannschaft und Torwart eine bessere Abstimmung sicherstellen. Auch kann er durch seine Detailfokossierung dem Chefcoach wie dem Team wichtige taktische Hinweise für den kommenden Gegner geben sowie einen wertvollen Beitrag bei der Spielanalyse geben.


    Diese strickte Trennung von Mannschaftstrainer und Torwarttrainer hat bei uns dazu geführt, dass immer mehr ausländische Keeper in die Bundesligateams wechseln. Ich gehe mit dir einer Meinung, dass uns da die Schweiz und Österreich uns weit voraus sind. Allerdings bin ich mir sicher, dass auch die Niederlande und Belgien in den kommenden Jahren hinzu kommen werden. Ich durfte mich vor Jahren mit dem Schweizer Modell auseinander setzen und hab schon da gesagt, dass es um Meilen unserem Ausbildungssystem von Mannschaft und Torwart voraus ist.


    Die Torwarttrainer-Ausbildung wird selbst in der DFB-Zentrale für einen Running-Gag verstanden. Weil man die helfenden Hände aus dem Profibereich ausschlug paßt nicht mal das Anforderungsprofil. Als man sich in Brüssel traf, um über ein europaweites Ausbildungsprojekt zu beraten, gab es auf deutscher Seite nur Redner und keine Zuhörer. Kopfschütteln erntete man auch, als jedes Land seine Torwarttrainer-Teilnehmer stellen wollte und Deutschland deshalb niemand dorthin entstandte, weil niemand die geforderte (alte) B-Lizenz für Mannschaftstrainer besaß!


    Das aktuelle Torwarttrainer-Ausbildung unter der Leitung des DFB wird nicht von den Vereinen anerkannt. Daran wird sich nichts ändern, wenn es kein neues Konzept gibt, in der wesentliche Punkte geändert werden. Denn die derzeit verliehende sehr teurer erkaufte Urkunde ist nicht mal das Papier wert. Für mich ist das rausgeworfenes Geld, denn die eingefleischten Torwarttrainer lernen dort nichts, was sie nicht schon kennen und die Anderen gehen mit unzureichendem Wissen wieder nach Hause.


    Ich kenne einige Modelle, in der Torwarttrainer gleichzeitig Co-Trainer sind. In allen Fällen gab es eine positive Mannschaftsentwicklung, weshalb ich deine Erfahrungen teile.


    Leider muß ich auch die Qualität des TW-Trainings auf den DFB-Stützpunkten bestätigen. Das Schlimme dabei ist, man sucht sich Torwarttalente aus, um sie dort entweder gar nicht oder häufig von ungeeignetem Personal trainieren zu lassen. Wenn es nicht in den Vereinen sehr gute Torwarttrainer gäbe, dann hätten wir längst ein großes Problem.


    Ja, es ist wohl so, wie du sagst: Der DFB würde eher für den Einpeitscher eines Ultrablocks in der Bundesliga Geld locker machen, als für ein vernünftiges Ausbildungssystem für Torwarttrainer.


    Ich bin froh, dass es wenigstens in den Vereinen sehr gute Ausbilder gibt, die sich DFB-unabhängig permanent weiterbilden. Leider hat der Breitensport davon noch zu wenig. Allerdings wurden auch in der Vergangenheit die Errungenschaften aus dem Profibereich in den Amateurbereich herunter gebrochen. So will jeder Verein heutzutage mit "Kette" spielen lassen.


    Für Nachwuchs-Torwarttalente, die in der Auswahl und im Heimatverein keine ausreichende Ausbildung erhalten, gibt es Torwartschulen, die nicht wie Camps arbeiten, sondern eine kontinuierliche Ausbildung anbieten. Besonderes Glück hat man, wenn dort Torwarttrainer arbeiten, die ebenfalls über gute Erfahrungen als Mannschaftstrainer verfügen. Denn hier können sie neben Technik und TW-Taktik auch umfangreiches Wissen über die defensiven und offensiven Aufgaben erwerben. Das ist wichtig, weil die Aufgaben des Keepers als mitspielender Torwart defensiv und offensiv im Mannschaftsgefüge zum Ausbildungsspektrum gehören sollten.


    Wer also unter den interessierten Lesern ein solches Wissen erwerben will, der hat 2 Möglichkeiten: entweder nimmt er an einer Lizenzausbildung in einem der genannten Nachbarländer teil. Die erworbene Lizenz wird zwar vom DFB nicht anerkannt, hat dafür aber einen durchaus bedeutenden Wert für die Vereine. Oder er sucht sich einen Verein, wo der Torwarttrainer gleichzeitig der Co-Trainer ist und lernt dort sehr praxisnah.
    Eine dritte Möglichkeit der TW-Trainerausbildung über den DFB sehe ich nur, wenn sie sich am Standard der vorgenannten Länder anpaßt und das vorhandene Know-How aus den Profivereinen bündelt.


    Wenngleich ich über ähnliche Modelle wie von @BigMacWilli fast nur Gutes gehört habe, würde ich mich auch über Erfahrungsberichte freuen, wo der Co-Trainer gleichzeitig zum Torwarttrainer gemacht wurde.