Beiträge von TW-Trainer

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    Ich würde


    1. stetig wiederkehrend mit der Leiter arbeiten
    2. darauf aufbauend Wettkämpfe Frau gegen Frau erzeugen, wo die Geschwindigkeit immer unterschwellig Ziel und anwesend ist...
    3. ich würde darüber nachdenken, ob es Sinn macht, ihnen auch zu zeigen, dass beim Antritt das Vorfußlaufen einen Vorteil hat und ihnen das Beweisen und klar machen, das jeder das versuchen kann und sie über machbare Übungen dazu zu bewegen, über die Theorie des Wissens und Erlernten die Praxis über Erfahrung zu ergründen.
    4. stimmt der Laufstiel dürften sich schnell -so mein Eindruck- auch schneller Verbesserungen bei der Technik zum Pass und Torschuss ergeben.

    @Andre, wenn du meinen Rat willst, dann lass es lieber! Aus der Tierwelt würde mir da lediglich der Vergleich zu einem Elefanten im Porzellanladen einfallen. Ich hoffe, du bist jetzt nicht eingeschnappt?


    Wenn Männer als Frauentrainer akzeptiert werden wollen, dann sollten sie zunächst einmal beobachten, wie Frauen Fussball spielen möchten, anstatt ihnen gleich zu Beginn zu erzählen, wie sie wie Männer spielen sollen.


    Als Beispiel unterschiedlicher Wahrnehmung möchte ich den Konkurrenzkampf im Frauenfussball beschreiben. Konkurrenz im Team ist allenfalls im Frauen-Profibereich ein Thema, darunter würde das eher zum Zickenkrieg und zur Bildung von Grüppchen im Team kommen.


    Einem Männerteam kann man notfalls als Verein einen Trainer "verkaufen", den sie sich nicht wünschen. Bei einem Frauenteam würde sehr rasch eine neative Reaktion darauf erfolgen. Entweder löst sich die Mannschaft binnen kurzer Zeit auf oder die Spielerinnen suchen sich selbst hinter dem Rücken des Trainers und Vereins einen nach ihrer Meinung geeigneteren Trainer.


    Vielleicht solltest du dir doch mal dies wissenschaftliche Arbeit anschauen?

    zhb.tu-dortmund.de/wilkesmann/…_publi/Frauenfussball.pdf

    Es überschneidet sich oft mit meinen eigenen Trainingszeiten als Spieler, daher habe ich meinen "Cheftrainer" schon informiert, aufhören zu wollen. Daher: Nein, weiterbringen tut es mich dort nicht.

    Was ist, wenn die Trainingszeiten im neuen Verein aufgrund von Terminüberschneidungen deiner Spieler so gemacht werden müssen, dass es sich wieder mit deinen Spielterminen überschneidet? In welcher Liga spielst du selbst und wie häufig ist euer Training?
    Ich denke mal, es ist verdammt schwer, gleichzeitig als verantwortlicher Trainer ein Team zu übernehmen und gleichzeitig selbst noch zu spielen.


    Warum bringt dich der Erfahrungsaustausch in der Bezirksliga im jetzigen Verein nicht weiter, zumal du noch gar keine Trainerausbildung mit Lizenzprüfung abgeschlossen hast?



    Naja, offensichtlich stört es nicht, sonst wäre man ja nicht auf mich zugekommen.

    Der Wunschkandidat hatte ja schon abgesagt, weshalb man dich eher als zweite Wahl sieht! Dieser Gesichtspunkt kann nach Übernahme des Trainerjobs wichtig sein, weil der Rückhalt bei den Verantwortlichen beim Wunschkandidatine meistens höher ist, wenn es nicht gleich klappt.



    Aber ich denke, wer in der B-Jugend ganz oben mitspielt, sollte in der A-Jugend zumindest mithalten können.

    Der Unterschied zwischen C-Jugendbezirksliga zu B-Jugendkreisliga ist nicht so groß wie der zwischen B-Jugend-Kreisliga und A-Jugendkreisliga. Das mag mit der größeren Anzahl der Mannschaften in der C und B-Jugend zusammen hängen, sodass das Niveau nicht besonders hoch ist. Zur A-Jugend hin trennt sich die Spreu vom Weizen, weil hier fast nur noch Spieler auf dem Platz stehen, die sich selbst als konkurrenzfähig einschätzen. Der Dicke Paule hat sich dann meist schon ein neues Hobby ausgesucht.


    Bei den Teams im älteren Jahrgang der A-Jugend-Kreisliga wird deutlich dynamischer gespielt. Auch gibts Unterschiede im Körpereinsatz und der individuellen Schußkraft, sodass hier vermehrt auch aus der Distanz erfolgreiche Torabschlüsse gelingen. Bis sich eine Mannschaft, die gerade aus der B-Jugend-Kreisliga daran gewöhnt hat, kann die Saison schnell rum sein.


    Ich will damit sagen, ich würde mich nicht darauf verlassen, dass die Mannschaftsstärke eines B-Jugend-Kreismeisters schon allein ausreicht, um in der A-Jugend-Kreisliga zu bestehen. Dazu braucht es schon noch einen guten Trainer.



    Wer will, findet Wege, sich fortzubilden.

    Da stimme ich dir zu! Allerdings hängt der Fortschritt davon ab, ob man lange oder kürzere Wege wählt. Sich allein aus Medien ausreichende Informationen zu beschaffen, um als Trainer seiner Mannschaft moderne Spielsysteme zu vermitteln, das wird schwierig. Es es doch schon schwer genug, trotz Praxiserfahrungen im Detail Fehler zu erkennen und Möglichkeiten zur erfolgreichen Korrektur einzuleiten.


    Wir Torwarttrainer sind aufgrund eines fehlenden Lizenzausbildungsangebots seit vielen Jahren mehr oder weniger Autodidakten. Das ist vermutlich einer der Hauptgründe, warum wir uns gegenseitig mit großem Respekt begegnen. Denn jeder Torwarttrainer kennt und weiß etwas, was die anderen gerne lernen möchten. Da wäre es dumm, ihnen nicht zuzuhören. Andererseits funktioniert die DFB-TW-Trainerausbildung gerade deshalb nicht, weil dort "gestandene Torwarttrainer", "ehemalige und aktive Torhüter" und "Mannschaftstrainer" in einen Topf geworfen werden, sodass hierbei für keine der 3 Gruppen große Bildungsfortschritte erzielt werden können. Solange es keine bessere Ausbildungschance gibt, braucht man als Torwarttrainer zwischen 3 und 5 Jahren, um ein qualitativ hochwertiges Torwarttraining machen zu können. Vorher ist man allenfalls eine "Ballmaschine", die den Torleuten die Bälle um die Ohren haut, ohne sagen zu können, wie sie von nicht korrekten zu korreten Bewegungsabläufen und Torwarttaktiken gelangen.


    Die Aufgaben als Mannschaftstrainer sind hingegen noch komplexer. Da helfen zwar die Erfahrungen als aktiver Spieler. Aber es ist noch ein himmelweiter Unterschied, ob man selbst trainiert wird oder eine Mannschaft trainieren soll.


    Dennoch gebe ich dir recht! Jeder sollte seinen eigenen Weg gehen und es macht keinen Sinn allzulange einen erfahrenden Traienr an seiner Seite zu haben, der jeden Stein aus dem Weg räumt und dafür sogt, dass man nicht in ein Fettnäpfchen tritt. Nach ca. 2 Jahren wird es Zeit, seinen eigenen Weg zu gehen. Dann ist es von Vorteil neben der Praxis im Verein seine Trainerlizenz zu machen. Wer meint, die Medien seien ein guter Ersatz, der wird ein wenig länger brauchen, aber hoffentlich nicht die Flinte gleich ins Korn werfen, wenn z.B. Video-Clips von europäischen Spitzenclubs nicht gleich bei der eigenen Dorfmannschaft klappen.

    Aber ihr habt grundsätzlich schon recht, dass man sich über die grundsätzliche Ausrichtung in den nächsten Jahren schon vorher beraten sollte. Wenn die Spieler bislang nur Manndeckung kennen und auch im Herrenbereich wieder eingetrichtert bekommen, könnte es vielleicht sogar eher schaden, in der A-Jugend kurzzeitig auf modernen Fußball umstellen zu wollen.


    Wenn man weiß, wie es geht, dann kann man selbst 9 - 10 jährigen Kindern in 20 Minuten die ersten Grundelemente des ballorientierten Spiels vermitteln. Man wird erstaunt sein, wie schnell die das lernen und in Spielformen umsetzen können. Je später die Umstellung erfolgt, je schwieriger wird es. Denn jemannd, der 10 - 15 Jahre lang sich bei jedem Spiel einen Gegenspieler gesucht und dem 90 Minuten lang hinterher gerannt ist, für den wird es sehr schwer werrden, sich umzustellen. Allerdings überwiegt bei den meisten die Neugier, eine attraktive Mannschaftstaktik kennen zu lernen. Die Erwartung dabei ist, dass man damit erfolgreich in Wettbewerben ist, was eine entsprechend große Kenntnis des Trainers voraussetzt.


    Warum glaubst du also, wird es den A-Jugendlichen schaden, wenn sie ihre Fähigkeiten erweitern? Selbst auf Kreisebene gibt es immer mehr Senioren-Mannschaften, die auf ein ballorientiertes Spielsystem umstellen. Dafür braucht es gut ausgebildete Talente aus der Jugend!


    Ich weiß nicht, ob ich einen Trainerjob übernehmen würde, wenn man von mir verlangt, einen Fussball von Gestern trainieren zu lassen?

    Ich meine doch, dass man als "bloße" Eltern reichlich viel inkompetente Kritik loswerden kann. Erstmal nachmachen und dann konstruktiv mitarbeiten ist da eher meine Philosophie.

    Auf Kritik reagiert wohl jeder Mensch anders! Aber als Trainer sollte man gut damit umgehen lernen. Beides lernt man in der Trainerausbildung leider nicht. Genauso ist es mit dem Improvisationstalent, denn fast nie läuft es so, wie man es erwartet hat.


    Es sind aber die Kinder, die dir deine Mühe um ein vielfaches zurück geben, wenn sie erkennen, wie sehr du dich um sie kümmerst.


    Ein Bambini-Trainer ist in erster Linie ein Kümmerer, der Kinder trostet und ihnen Mut macht.


    Ja, ich weiß, es gibt diese Bambini-Trainerteams, von denen einer neben dem Tor steht und der andere die Linie rauf und runter rennt und dabei permanent ins Spiel hineinruft. Es mögen auch Eltern im Publikum sein, die das toll finden. Aber mit Bambini-Fussball aus Sicht der Kinder hat das nichts zu tun, weil es trotz allerlei Siege eher zur Verunsicherung der Kinder führt.


    Auch das lernt man nicht unbedingt in der Lizenz-Ausbildung, sondern erst durch eigene Erfahrungen.


    Wenn man ohne oder mit Trainerlizenz erst mal aufgrund fehlender Erfahrungen in Fettnäpfchen tritt das ist doch fast egal. Denn auch mit Lizenz braucht man normalerweise 2 Jahre (Naturtalente ausgenommen), um sich einigermaßen sicher im Trainerjob zu bewegen.


    Sollte man sich nach dieser Zeit zu einer Trainerlizenz entscheiden, so bringt man bereits die nötigen Erfahrungen mit, um die in der Ausbildung vermittelten Fähigkeiten besser zu verstehen. (Das war dir ja auch an einem Trainer aufgefallen, der nach seiner Lizenz ein besseres Training gemacht hatte.)

    Ich möchte ab Sommer 2017 unsere Bambinis übernehmen und dazu natürlich einen Trainerschein machen. Mein Verein würde den sowohl dezentral als auch zentral bezahlen. Meine Handicaps sind

    Mal unabhängig von deinen Handycaps spricht doch nichts dagegen, wenn du zunächst einmal in den Trainerjob hinein schnupperst, um zunächst einmal festzustellen, ob es dir genügend Spaß macht?


    Es ist immer schade, wenn man die wenige gemeinsame Freizeit nicht miteinander verbringen kann, weshalb man sich zunächst einmal umschauen sollte, welche Alternativen es gibt?


    Egal, ob du nun eine C-Lizenz zentral oder dezentral erwerben möchtest, ist der für dich primär interessante Bambini-Bereich nach ein paar Tagen abgehandelt. Danach geht es in anderen Altersbereiche (F, E, D, C, B, A-Jugend).


    Wenn du dir mal z.B. auf der DFB-Homepage die Beschreibung des Bambini-Bereichs anschaust, dann wird dir auffallen, dass es hier noch keine Trainer im eigentlichen Sinne braucht, weil noch kein Fussballtraining gemacht wird, sondern Bewegungsspiele mit und ohne Ball, für das du als Erzieherin bereits sehr gute Voraussetzungen mitbringst.


    Wenn der Spaß für die neuen Vereinsaufgaben groß genug ist, dann hast du in einem Jahr immer noch die Möglichkeit zum Erwerb der C-Lizenz.
    Sofern es deine knappe Freizeit erlaubt, kannst du bereits jetzt bei den aktuellen Bambini-Verantwortlichen hospitieren und dir hier im Forum in den Bambini-Themen weiteres Hintergrundwissen aneignen.


    Sollte der Verein auf eine C-Lizenz bestehen, dann würde ich in deiner Stelle erst einmal abwarten, bis mehr Freizeit zur Verfügung steht.

    @Spieler-papa


    Besonders im Fussball wird sehr vieles unreflektiert übernommen, weshalb ich nicht so arg mit den Leuten ins Gericht gehen würde, die hier lediglich das wiedergeben, was sie gehört und aufgeschnappt haben.


    Es gibt schon eine sehr lange, manchmal sogar groteske Diskussion darüber, dass Frauenfussball kein richtiger Fussball sei. Wer mehr darüber wissen möchte, dem sei folgender Link empfohlen: http://www.zhb.tu-dortmund.de/…_publi/Frauenfussball.pdf


    Nachfolgend ein paar Kommentare daraus, die hoffentlich neugierig machen:


    "
    Der holländische Psychologe Fred J.J. Buytendijk verfasst eine Studie, die den Frauenfußballgegnern als Argumentationsbasis dient. In seiner Arbeit behauptet Buytendijk, Frauen seien von Natur aus nicht für Fußball geeignet, da Fußballspielen eine Demonstration der Männlichkeit darstelle und somit der Frau wesensfremd sei. Er unterscheidet das aggressive Männliche vom adaptiven Weiblichen, wobei das Treten spezfisch männlich sei. Ob das Getreten werden weiblich ist, lässt er offen, wobei das Nicht - Treten unbedingt weiblich sei. Dazu kommen sportmedizinische Bedenken, die beispielsweise der Mediziner Albert Zapp vorbringt: Frauen würden zu X-Beinen neigen, die sie anatomisch am Ballspiel hindern und der empfindliche weibliche Körper könne durch das grobe Fußballspiel verletzt und die Gebärfähigkeit vermindert werden."


    Selbst als der DFB sein O.K. zur Gründung von Frauenteams gab, stellte man allerlei Forderungen dazu auf:


    "Funktionäre und Medien kritisieren die neue Entwicklung und bekommen teilweise Unterstützung von Medizinern, die einen Brustpanzer für Frauen einführen wollen und auf mögliche Schäden der Gebärmutter aufmerksam machen. So lässt der DFB die Gründung von Frauenmannschaften zu und genehmigt die Aufnahme eines Spielbetriebs, der aber besonderen Auflagen unterliegt. Frauen dürfen nur von März bis Oktober und bei guter Witterung spielen, es müssen kleinere Jugendbälle verwendet werden und Stollenschuhe sind verboten. Anfangs gibt es Überlegungen, ob man dem, als zart und schwach dargestellten, Frauenkörper besondere Auszeiten zugestehen müsse. „So sollte ein Verlassen des Spielfelds nicht angezeigt werden müssen aus Rücksicht auf das Schamgefühl der Frauen, die jederzeit von
    ‘irgendwelchen körperlichen Behinderungen’ heimgesucht werden könnten.“ Darüber hinaus befürchtet man Schwierigkeiten mit der Abseitsregelung. Die Frage ist, ob Frauen mit unterschiedlich großem Brustumfang, wenn sie auf gleicher Höhe stehen auch gleich bewertet werden sollen, oder ob eine größere Oberweite zu einem früheren Abseits führt. Zusätzlich wird wegen der schwächeren Kondition die Spielzeit auf 2 mal 30 Minuten verkürzt. In den Jahren nach der Einführung wird die Spieldauer in klenen Schritten erhöht, bis schließlich in der Saison 1993/94 das 90-minütige Spiel erlaubt wird."


    Leider gibt es einen sehr großen Rückstand an wissenschaftlichen Untersuchungen, weshalb auch diese Arbeit mache Fragen offen läßt, wie auch das Publikumsverhalten:


    "Die Fußballer eines Teams tragen gleiche Trikots und kurze Hosen mit Kniestrümpfen. Die gegnerische Mannschaft unterscheidet sich deutlich durch die Farbe des Trikots. Die einheitliche Kleidung und Abzeichen für vorangegangene Erfolge erinnern an das Militär. Die Fußballer treten nach dem Ball oder spielen ihn mit dem Kopf. Das Berühren mit den Händen ist im Fußball nicht erlaubt. Dadurch entsteht
    das typische Bewegungsbild. Wird ein Gegenspieler absichtlich getreten oder zum Stürzen gebracht, handelt es sich um ein Foul. Das Foul ist vom Schiedsrichter mit einer Sanktion belegt. In diesem Zusammenhang ist die „Schwalbe“, ein vorgetäuschtes Foul, interessant, da es den Inszenierungscharakter des Spiels unterstreicht. Das Foul und die darauf folgende Sanktion ist neben dem Schießen eines Tors das dramatischste Ereignis im Fußball. Darauf reagiert das Publikum sehr stark. Die Fußballer kämpfen, stürzen, schießen oder foulen und beschweren sich laufend theatralisch über die angeblich unfairen
    Entscheidungen des Schiedsgerichts. Auch diese Vorgänge sind ritualisiert. Dabei werden sie von ihren Fans begleitet und unterstützt. Das theatralische Spielerverhalten ist neben den Aktionen der Fans elementar für das Großereignis Fußball. Die Zuschauer wollen von den Spielern unterhalten werden. Die Fußballer sollen aggressiv und offensiv spielen, um ein dynamisches, aber auch dramatisches Spiel zu liefern. Die Analyse des Publikum und Spielerverhalten zeigt Fußball als eine Inszenierung und stellt es dem Frauenfußball als Sportart gegenüber. Es ist jedoch nicht der Anspruch dieser Arbeit dem Fußball den Sportcharakter abzusprechen. Die Inszenierungstendenzen sind lediglich eine zusätzliche Eigenschaft von Fußball, die dem Frauenfußball fehlt. Der kurze Abschnitt über Frauenfußball beschreibt die Abläufe im Frauenfußball wobei deutlich wird, dass der Unterschied nicht aus der geringeren Schnellkraft oder Stärke der Frauen resultiert. Vielmehr bietet der Fußball zusätzlich Raum für Theatralik und Dramatik."


    Die Verfasserin kommt zum Schluß, dass Männerfussball für Zuschauer einen Inszenierungscharakter besitzt. Rüde Fouls, Treten, Schwalben sind jedoch dem Frauenfussball fern. Aber schaut selbst mal hinein .. es lohnt sich!

    Mittlerweile habe ich vom aktuellen Trainer erfahren, dass er gerne eine Einheit zum Schwerpunkt Kraft/Ausdauer haben möchte.

    Tja, irgendwie komme ich zu einem ähnlichen Fazit wie @Revilo. Kraft/Ausdauer wird im modernen Training nebenbei mit Technik und Taktik trainiert. Es sei denn, es wären in diesem Team besoders große Defizite vorhanden, die einen anderen Schwerpunkt rechtfertigen könnten.

    Mein potentiell neues Team spielt momentan noch B-Jugend-Kreisliga und rückt im Sommer geschlossen in die A-Jugend auf. Ich habe bis zum September eine A-Jugend-Kreisliga-Mannschaft trainiert. Nach hohen Niederlagen haben wir uns aufgelöst. Seit Ende September bin ich Co-Trainer einer B-Jugend-Bezirksliga-Mannschaft.

    Das is in der Tat eine sehr seltsame Konstellation. Wie haben denn die Verantwortlichen des pontenziellen Vereins darauf reagiert? Denn hohe Niederlagen und Mannschaftsauflösung sind ja nicht gerade eine Werbung für einen neuen Verein?


    Wenn die B-Jugend-Kreisliga-Mannschaft geschlossen in die A-Jugend-Kreisliga aufrückt, besteht dann nicht gleich wieder die Gefahr hoher Niederlagen oder?


    Der jetzige Trainer scheint ja trotz limitierter taktischer Fähigkeiten ein hohes Vertrauen in diesem Verein zu haben? Sonst würde man ihn wohl nicht zum Trainer der 1. Seniorenmannschaft machen.


    Taktisch sehe ich mich eigentlich besser als manche B-Lizenz-Inhaber, die ich kenne.

    Das mag durchaus so sein! Theorie und Praxis können auseinander liegen. Aber woher stammt dein taktisches Wissen?


    Also das Verhalten der Viererkette habe ich hier in dem Thread nur als Gedankenspiel eingeworfen und entkräftet, weil ich gruppen- oder gar mannschaftstaktisch nichts trainieren kann, wenn ich das übliche Spielsystem oder die Grundordnung gar nicht kenne.

    Das Spielsystem ließe sich leicht herausfinden, indem man fragt. Durch ein paar kleine Spielformen kann man relativ schnell herauszufinden, welche Kenntnisse bereits in der Praxis umgesetzt werden können.


    Ich würde in deiner Stelle noch eine Saison als Co-Trainer beim aktuellen Verein dranzuhängen. Du bist noch jung, nichts drängt dich in ein unkalkulierbares Wagnis zu rennen. Diese Zeit würde ich nutzen, um eine B-Trainerlizenz zu machen, wenn du Lust auf Leistungsfussball hast.

    DFB verweigert die Anerkennung des OLG-Urteils, wonach pauschale Ausbildungsentschädigung ungültig ist.


    "Der DFB-Vizepräsident plädiert dafür, dass der weltweite Sport einheitliche und autonome Regelungen von oben nach unten brauche. Also von FIFA an DFB an Landesverbandsebene, die dann für die Klubs gültig seien. OLG und BGH hatten damit argumentiert, dass in der NFV-Satzung kein Passus über einen Zwangsabstieg vorhanden sei und Wilhelmshaven kein Mitglied der FIFA, sondern nur des NFV, der wiederum des DFB und dieser wiederum der FIFA. Dass der Passus in der NFV-Satzung fehlte, "war ein Fehler", räumte Koch ein, wehrte sich aber auch: "Nicht Bremer Landrecht kann ausschlaggebend sein für den Weltsport, sondern international einheitliche Regeln. Und da steht die FIFA an oberster Stelle." Link: http://www.kicker.de/news/fuss…l-vor-gericht-wieder.html



    Der DFB-Vizepräsident Koch sieht sich nach wie vor im Recht, wonach kein ordentliches Gericht dem Fussball Regeln vorzuschreiben hätte. Irgendwie erinnert das Ganze schon fast an die "Reichsbürger", die sich ebenfalls weigern die Gesetze unseres Staates anzuerkennen?


    Grotesk wird es dann, wenn man meint Gründe gefunden zu haben, warum der SV Wilhelmshaven auch ohne Zwangsabstiegsankündigung sportich abgestiegen wäre? So habe man nach der Verkündung mehr Punkte geholt als zuvor. Verschwiegen wird dabei wohlweißlich, als dass es schon vor Saisonstart einen Punktabzug wegen Nichtzahlung der Aufwandsentschädigung gab. Verschwiegen wurde auch, dass den Spielern keine Folgeverträge für die Regionalliga mehr möglich waren und sie sich durch sportliche Leistungen neuen Vereinen empfehlen wollten. Wie man unter diesen Umständen um den Meistertitel kämpfen soll und die Gegner damit rechnen müssen, dass deren Punkte nachträglich annuliert werden, erschließt sich nicht in der weiteren Begründung?


    Der SV Wilhelmshaven hat vorsorglich Klage wegen Rückstufung in die Regionalliga angekündigt. Man wird sich wohl vor Gericht wiedersehen. Gespannt sein kann man allerdings, vor welchem Gericht?


    Peinlich ist die Sache allemal! Da nützt es auch nichts, wenn man meint, die deutschen Vereine seien bei der Einforderung der Aufwandsentschädigung an ausländische Vereine häufiger die Gläubiger. Es mag allenfalls als weiteren Hinweis verstanden werden, nachdem auch in anderen Länder nach deren Recht und Gesetz gehandelt wird, die sich dann nicht mit denen der FIFA und dem DFB deckt.

    @Taktiker95


    Ich lese da zwischen den Zeilen widersprüchliches, die du uns vielleicht ein wenig erklären solltest?


    Zunächst einmal geht aus deinem Beitrag nicht hervor, in welcher Liga du momentan als Trainer unterwegs bist und in welcher Liga dein neues A-Jugend-Team spielt?


    Wenn der Verein einem Trainer ein Angebot macht, dann kennen ihn die Verantwortlichen in aller Regel genügend, sodass ein Probetraining für Trainer unüblich wäre. Anders kann es jedoch aussehen, wenn sich der dort unbekannte Trainer bewirbt und bei den Verantwortlichen gewisse Zweifel an seinen Fähigkeiten kommen, so dass sie sich erst einmal ein Bild von ihm machen wollen.


    Wie ich aus deinen weiteren Anmerkungen lese, hat man sich mit dir auch über Trainingsinhalte unterhalten und möchte u.a. wissen, wie es mit deinen taktischen Kenntnissen (...Verhalten der Viererkette ...) ausschaut?


    Ich denke mal, die Verantwortlichen möchten dann auch das im Training sehen, was sie dir vorgeschlagen haben! Also: Warmmachen, Technikübungen, technisch-taktische Spielformen und ein Abschlußspiel. Weil bei einem sehr jungen Trainer auch mal Nervösität der Grund von besonderer Schweigsamkeit oder auch Geschwätzigkeit sein kann, will man dir eine zweite Chance geben, damit das Team und die Vereinsverantwortlichen deien "Trainerhandschrift" erkennen können.


    Vielleicht sind sie ja beim letzten A-Jugend-Trainer nur deshalb auf die Nase gefallen, weil sie einen weitgehend unbekannten Trainer geholt haben, der die Erwartungen enttäuscht hat? Vielleicht hatte der Vorgänger sogar eine Trainerlizenz, aber die Chemie zwischen ihm und der Mannschaft paßte einfach nicht?


    Die Vereinsverantwortlichen werden ja Begründungen zu ihren Trainerbedinungen gegeben haben!


    Also ein paar Infos brauchen wir schon noch, um nicht allein die "Glaskugel" sprechen zu lassen.

    @Andre
    Fussball ist für die Mädchen im allgemeinen nicht die Volkssportart wie bei den Jungen. Allerdings kann man sich erst dann ein gutes Bild über die Fähigkeiten von D-Jugend-Mädchen machen, wenn man die Besten des Jahrgangs gesehen hat. Die aber spielen häufig bei den Jungen, sind dort sogar manchmal Leistungsträger und ja, man mag es nicht glauben, rennen ihnen teilweise sogar davon.


    Früher hat man gemeint, die talentierten Mädchen müßten unbedingt bei den Jungen mitspielen, weil sie nur dort den "wahren" Fussball erlernen könnten. Mitlerweile ist auch die Mädchen-Auswahlarbeit besser geworden, aber es gibt immer noch deutliche Unterschiede in der Qualität der Förderung


    Wissen sollte man auch, dass es gerade zu Beginn der Pubertät, die ja bei den Mädchen etwas früher beginnt, manchen gar nicht recht ist, wenn ihnen Jungen allzusehr auf die Pelle rücken und dann lieber unter sich spielen. Werden sie dort kaum gefordert, dann sieht der Laie manchmal den Unterschied nicht.


    Selbstverständlich kommt es zur objektiven Beurteilung der Fähigkeiten auch auf den gewählten Vergleich an. Wenn ich mir z.B. ein Seniorenspiel auf Kreisebene anschaue und sehen muß, wie in einer Szene der Erste über den Ball tritt, der Zweite in den Rasen und der Dritte über den Ball fällt, dann sollte hier ein Trainer schon leidensfähig sein. Schaue ich mir zum Vergleich ein Frauenspiel aus der 1. und 2. Bundesliga an, komme ich taktisch fast immer auf meine Kosten, selbst dann, wenn sie nicht so schnell wie die Herren. Hier paßt auch der Vergleich sehr gut, denn Esel gelten als besonders schlaue Tiere, die nur das machen, was sie selbst wollen, während man Pferden nachgesagt, sie würden bis zum Umfallen rennen ohne nachzudenken.


    Jeder sollte sich den Fussball aussuchen, der ihm am besten gefällt. Wichtig ist aber nicht, wer die meisten Zuschauer bekommt, sondern wie viel Spaß die Aktiven beim Fussball erleben?

    Das ist wohl sehr unterschiedlich. Bildung ist Ländersache. Auch ist erst ab der B-Lizenz der DFB verantwortlich. Teamleiter und C-Lizenz können die Verbände erteilen.


    Es gibt teilweise preislich günstigere Sportausbildungen an den Uni`s! Manchmal ist es auch eine Kooperation zwischen dem Lizenzbereich einer Sportart und der Uni.


    Ich würde mich einfach an deiner Uni (Fakultät Sport) schlau machen, ob und welche Lizenz du dort machen kannst.

    Ich glaube das Problem einer Fernlehre wäre in diesem Bereich wirklich, dass viele Praxiseinheiten sinnvoll sind.

    Da hast du vollkommen recht. Man kann nur die dazu gehörige Theorie per E-Learning vermitteln.


    Wenn Torhüter gar kein Aufwärmtraining bekommen, dann sind sie schon froh darüber, dass sich überhaupt jemand um sie kümmert. Man kann da zunächst einmal auch als TW-Trainer nicht viel verkehrt machen.


    Allerdings stellt die TW-Trainer-Ausbildung andere Anforderungen. Hier soll der Interessent umfangreiche Fähigkeiten und Kenntnisse erwerben, durch die er in die Lage versetzt wird Torhüter systematisch auszubilden.


    Zu den Video`s im Internet habe ich leider eine andere Meinung. Da wird sehr viel "Altbackenes" gezeigt. Es hat in den letzten 3 - 5 Jahren eine enorme Veränderung im Torwartanforderungsprofil stattgefunden, die dort sehr wenig zu finden sind.


    Auch beim TW-Trainer ist es so, dass er nur dann nützlich für die Mannschaft und den Verein tätig sein kann, wenn er über umfangreiches aktuelles Wissen und Fähigkeiten verfügt.


    Wenn du dir mal die Beiträge von @BicMacWilli dazu anschaust, dann sollte klar werden, als dass nicht mal eben in 1 Woche eine seriöse TW-Trainer-Ausbildung stattfinden kann, wie es aktuell im DFB-Konzept vorhanden ist.


    Allerdings wird die Zeit für die Konzeptentwicklung immer knapper. Denn es drängen immer mehr ausländische Keeper in den deutschen Fussball. Viele überragende deutsche Keeper bei uns sind schon älter und ihr Karriereende ist in Sicht! Hinzu kommt, dass es junge deutsche Keeper ins Ausland zieht, wo sie sich bessere Entwicklungschancen versprechen.


    Wir werden ein wachsendes Torwartproblem bekommen, weil die Leistungsdichte nicht nur aufgrund des demografischen Wandels immer geringer wird, sondern weil es kein Konzept in der Eliteförderung gibt. Die wenigen NLZ können immer nur ein paar Keeper ausbilden. Ferner leiden auch sie unter dem Mangel an einer ausreichenden Zahl von qualifizierten TW-Trainern.


    Hab dazu mal ne Frage auch an andere Trainer:


    1. Wer, wie und wann wird die Torwartanalyse gemacht, die für den Keeper ein geeignetes Feedback bildet, in welchem Stadium und mit welchem Tempo er sich entwickelt?
    2. Werden die Fehler lediglich angesprochen oder auch zeitnah durch geeignete Übungen an den Verbesserungen trainiert?
    3. Werden die Ergebnisse mit Trainerkollegen ausgetauscht?

    @open-minded


    Vielen Dank für den Link. Wieder mal vorbildlich von den Bayern, denn die Talentsichtung soll ja kein "Buch mit sieben Siegeln sein", sondern für alle Interessierte die gewünschten Informationen liefern, damit auch sie zu dem Schluß kommen, dass hier jeder eine faire Chance bekommt. Allerdings ist das mit der Fairness so eine Sache. Zum einen wird keine Entwicklung, sondern eine mit Zufälligkeiten behaftete Stichtag-Sichtung vorgenommen. Zum anderen ist nicht sichergestellt, dass die 3 - 5 % der Talente eines Jahrgangs daran teilnehmen? Denn wenn die Mitteilung über die Vereinsleitung (statt über die Tageszeitung) läuft, so liegt es im Ermessen der Verantwortlichen, ob sie ihre Talente zur Sichtung schicken?


    Allerdings scheinen die Unterlagen wohl nicht überall mehr aktuell zu sein. Auch werfen sie ein paar Fragen auf.


    1. Förderung talentierter Mädchen
    Es gibt mittlerweile auch DFB-Stützpunkte für Mädchen. Denn die Erfahrungen haben gezeigt, dass die Förderung in gemischten Gruppen während der Pubertätsphase nicht immer zu den wünschenswerten Zielen geführt hat. Eine bessere Absprache unter den Stützpunkttrainern für Jungen und Mädchen hat mitgeholfen, die Situation in der Mädchen-Talentförderung zu verbessern.


    2. Mangel an qualifizierten Talentsichtern und Neulingen
    Manchmal gibt es ein personelles Problem, wenn die Stützpunkttrainer durch Sichter ergänzt werden, die selbst nicht die nötige Kompetenz besitzen. Allerdings ist die Sichtung so organisiert, dass jeder Sichter alle Spieler sieht, sodass auch andere Sichter eine Beurteilung finden können. Das letzte Wort hat der für diesen Jahrgang verantwortliche Stützpunkttrainer. Leider gibt es eine zu hohe Fluktuation unter den Stützpunkttrainern (sind als Vereinstrainer begehrt oder sehen ihre Rolle als Zwischenlösung für ihre Karriere), weshalb Neulinge manchmal noch nicht genügend Erfahrungen in der Sichtung besitzen.


    3. Benotungssystem
    Wie auch schon @Sir Alex im Zusammenhang mit der NLZ-Talentsichtung begründet hat, ist eine sehr grobe Einteilung nicht unbedingt förderlich, um zwischen den Talenten mit ähnlichen Fähigkeiten eine Gewichtung zu erlangen. Teilweise seltsam ist allerdings die inhaltliche Beschreibung der Fähigkeiten: (Beispiel für Note 5: Mangelhafte Passqualität; kein korrektes Anspiel in den richtigen Fuß; keine flüssige Bewegung von der Ballan- bzw. - mitnahme bis hin zum Abspiel; mangelndes bis kein Tempo beim Fordern des Balls bis hin zum Abspiel; mangelhafte Dribbelqualität unter hohem Tempo; unsichere Anwendung überwiegend einbeinig) Auch die (statischen) Übungen bringen da wenig Aufschluß, denn erst bei höherem Tempo trennt sich die Spreu vom Weizen.


    4. Übungen:
    Ich denke mal, dass es zwischenzeitlich andere Übungen hierfür gibt, weil:
    - Ballmitnahme = Paßgeber aus dem Stand mit zu wenig Balldruck, weshalb der Paßnehmer dem Ball entgegen gegen soll. (Besser aus der Bewegung: Paß mit richtigem Druck in Laufrichtung)


    - 1 gegen 1 mit Wandspieler: Übung startet mit Fehlpaß zum Gegner (Rollentausch kann sinnvoll sein, wenn spielnah)


    - Torwarttraining:
    a. Hier geht nicht hervor, welche Kompetenz der TW-Trainer besitzen muß, weshalb die Wert seiner Beurteilung fraglich ist?
    b. Warum 2 Torleute (statt 3 oder 4 oder soviel, wie sich an Talenten angemeldet haben?)
    c. Warum nur ein paar Defensiv-Aktionen an der Torlinie (wie soll man dabei die Fähigkeiten im Stellungsspiel und den offensiven Aufgaben testen?)
    d. Bild deutet an, das der Keeper aus dem Stand mit wenig Körperspannung seitlich und schräg nach hinten (siehe ballferne Beinstellung und Blickrichtung) springt, anstatt sich über die Fußspitze (soll in Ballrichtung zeigen) mit hoher Körperspannung abzudrücken, um Druck auf den Ball auszuüben, in dem man ihn vor (statt über) dem Körper fängt und sichert.


    - Passen und Dribbling: Übung startet asu dem Stand mit einem Paß mit zu geringem Balldruck, der ein Spiel langsam macht (Ball sollte direkt mit richtigem Druck in gewünschte Richtung gepaßt werden)
    - zu lange Wartezeite (besser mehr Stationen aufbauen, damit anhand von Wiederholungen, damit negative oder positive Zufälligkeiten ausgeschlossen werden)


    - 1 gegen 1 nach Ballmitnahme: Hier wird bereits eine spielfremde Situation im Text aufmerksam gemacht: Sollte in der Gruppe kein Torhüter eingeteilt bzw. vorhanden sein, wechseln sich Feldspieler im Tor als Torhüter ab.(d.h. steht ein TW zur Verfügung, so wird er sich in dieser Situation den Deckungsschatten zum Vordermann bilden, um sich den Ball genau in dem Moment zu schnappen, in dem der Angreifer den Ball am Verteidiger vorbei legt. Steht nur ein Mannschaftspieler zur Verfügung, wird der sich als "Schießbudenfigur" auf der Torlinie positionieren. Der Erfolg des Angreifers (Dribbling und erfolgreicher Torabschluß) oder des Abwehrspielers (erfolgreiche Verteidigung mit Keeper) gemessen werden soll, dann sollte die Protagonisten dafür zur Verfügung stehen, um die Übung spielnah zu gestalten.


    5 Spielformen
    Genau wie bei den Übungen können die Spielformen nicht den gewünschten Aufschluß bilden, weil die Spieler aus sehr unterschiedlichen Heimatvereinsmannschaften kommen. So kennen manche Spieler die Übungen und Spielformen am Stichtag bereits, während andere sie zunächst einmal noch verstehen und ausprobieren müssen. Da braucht man sich nicht unbedingt die Frage stellen, warum es bei der Talentauswahl bestimmte Vereine häufiger, andere seltener Talente zum Stückpunkt schaffen?


    Aber man sollte auch nicht immer das Haar in der Suppe suchen, weil sich die Talentförderung auch weiterentwickelt.


    Die Hinweise erfolgten nur deshalb, damit Trainer in ihren Heimatvereinen die Übungen und Spielformen nicht einfach übernehmen, sondern sich zunächst einmal mit den jeweiligen Hintergründen vertraut machen, um daraus ein für ihre Alters- und Leistungsgruppe gutes Sichtungskonzept zu entwickeln.

    Nur kurz ein paar Anmerkungen:

    Hier meine Meinung:


    Zu 1. Die Teameinschätzung ist zwar wichtig, weil sich hierbei meist ein besseres Gesamtleistungsbild ergibt. Weil die Talente möglichst den gesamten Ausbildungsweg gehen sollen, ist auch die Meinung der anderen Trainer wichtig. Wenn sich daraus kein einhelliges Bild ergibt, dann sollte der aktuell verantwortliche Trainer das letzte Wort haben.


    Zu 2. Eine verfeinerte Mess-Skala hilft die Leistungen präziser zu bestimmen. Dennoch können in einer Mannschaftssportart Unsicherheiten bestehen, die von der jeweiligen Stärke des Gegners bestimmt werden. Ist der Gegenspieler sehr schnell, so wird meine Schnelligkeit vermutlich nur mittelmäßig eingeschätzt. Es braucht also auch die Erfahrung, die Messresultate gut analysieren zu können.


    Zu 3: Ich brauche für ein Team Spieler mit unterschiedlichen Fahigkeiten, die zu einer Mannschaft geformt werden. Das sehe ich genauso!


    Zu 4 und 5. Das sehe ich ähnlich. Auch ich würde einen Zeitraum zur Beobachtung einer Entwicklung einer Stichtagsmessung vorziehen. Problem bei der Spielbeobachtung in anderen Heimatvereinen kann aber sein, dass das Team evl. mehrere Ligen tiefer spielt, sodass das beobachtete Talent ohne besondere Anstrengung dominieren kann, aber im NLZ aus eine deutlich bessere Konkurrenz trifft. Um diesen Faktor zu neutralisieren, würde ich die Talente gern 1 - 2 mal mtl. für ein halbes Jahr zu Fördermaßnahmen ins NLZ holen, um ihre Entwicklung in diesem Zeitraum beobachten zu können.


    Zu 6: Sehe ich sehr ähnlich. Auch ich würde zunächst einmal 4 : 4 Spiele machen, bei denen die Teams jeweils gemixed werden. Größere Gruppen bergen nicht nur das Risiko, dass dort Spieler dabei nicht so zeigen, dass man sie ausreichend bewerten kann.


    Sonstiges: Weil man beim Spiel 4 : 4 aufgrund des begrenten Spielfelds nicht alle Situationen simulieren kann, bieten sich zusätzliche Test an, in denen Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit gemessen werden können. Ein sehr wichtiger Faktor ist die Mentalität des Spielers, die sich am besten in unterschiedlichen Situationen und Umgebungen beobachten läßt. D.h. hier sollten die Erfahrungen aus Spielbeobachtung im Heimatverein mit denen der Sichtungsmaßnahmen abgeglichen werden.


    Wenn sich Trainer und Mannschaft im Leistungsfussball bewege, dann ist eine Sichtung sinnvoll, weil man häufig nicht genug Talente im Heimatverein hat.


    Ich hoffe, du kannst nun mit diesen Informationen eure Sichtung eröffnnen oder verbessern und wünsche dir viel Erfolgdabei.

    @Larius
    Erst einmal vielen Dank!


    zu 1. Lehrvideo zur Ausbildungsunterstützung
    Ich finde die Idee, dass der DFB über Lehrvideos zu dir "nach Hause kommt" super! Denn beim "E-Learning" kann jeder Teilnehmr sich seine Zeit einteilen und seine Lerngeschwindigkeit selbst bestimmen. Es gibt seit vielen Jahren "Fernschulen" und sogar eine "Fern-Universität", weshalb man sagen kann, dass dieses Konzept wirklich funktioniert!


    Problem ist jedoch: solange es nicht eimal einen groben Rahmen, also auch keine normierten Ausbildungsinhalte gibt, ist es schwierig Lehrvideos zu erstellen, die die gesamte Breite der Ausbildung abdecken. Das wenige, was es gibt, bezieht sich meist auf die Verfeinerung von Fähigkeiten. Dabei weiß jeder TW-Trainer nach 3 Übungseinheiten, dass es ganz etwas anderes ist, ob ein Manuel Neuer nach dem Ball hechtet oder ein 12 jähriges Kind diesen Bewegungsablauf erst einmal erlernen will.
    Hinzu kommt, dass der DFB nach wie vor von TW-Trainingseinheiten ohne Mannschaftsbeteiligung ausgeht. Aber irgendwo muß man ja mal einen Anfang machen. Notfalls auf Lehrvideos von Kollegen im Ausland zugreifen und syncron übersetzen.


    E-Learning liegt schon seit Jahren beim DFB in der Schublade - wird Zeit, dass es mal "ausgegraben" wird!


    Zu 2: Konzeptüberarbeitung
    Ja, da hast du schon recht. Dazu sollte sich der DFB zunächst einmal Gedanken darüber machen, wer ihre Klientel ist und für sie passende Angebote machen. Sonst bekommt man diese Leute nicht auf die Schulbank. Man ist jedoch den umgekehrten Weg gegangen und hat auf Basis der Mannschaftstrainer-Lizenzausbildung ein Konzept für die Torwarttrainerausbildung entwickelt. Das ist in weiten Teilen der Torwarttrainer auf Unverständnis gestoßen. Wenn es bereits im Ende der Ausbildungspyramide nicht paßt, wie soll man dann ein gutes Ausbildungsfundament dafür entwickeln? (Ich muß zwar nicht Fahrradfahren lernen, um später einen Führerschein zu machen, aber es erleichtert es mir, mit ein wenig mehr Tempo als ein Fussgänger mich sicher im Verkehr zu verhalten.)


    Zu 3: Kompetenzen eines Ausbilders
    Offen für Verbesserungen und den Auszubildenen zuhören, das kann eigentlich Jeder! Dennoch kommen die Interessierten primär, um ihr eigenes Fachwissen zu verbessern, weshalb sich die Frage nach den belegbaren Kompetenzen der Ausbilder orientiert. Glaubst du, dass es ausreicht, wenn dort Ausbilder tätig sind, die ihre eigenen Erfahrungen von vor 20 Jähen weitergeben und dazu eine Mannshaftstrainerlizenz haben (ohne eine Mannschaft eigenverantwortlich trainiert zu haben) oder sollten es eher "aktive Torwarttrainer" sein, die wie @BicMacWilli über entsprechende Erfahrungen im Leistungsfussball und über ein sehr breites akutelles Wissen rund um die Torwartaufgaben im Einzel-Gruppen oder auch Mannschaftstraining verfügen?


    Ich würde mich freuen, wenn auch noch weitere Interessierte aus unterschiedlichen Bereichen des Fussballs sich hier zu Wort melden!

    Bei möglichen Schirifehlern den Hampelmann vorzuturnen zeigt, dass er sich und seine Emotionen nicht im Griff hat. Er weiß ja, dass der Schiri nicht plötzlich einlenkt mit der Begründung, der Klopp hätte es ganz anders gesehen...

    Das hast du Recht! Profis taugen beim zweiten Blick kaum als Vorbilder für KInder oder Kindertrainer! Die Erwartungshaltung im Profifussball ist ja auch eine ganz Andere als im Kinderfussball.

    Ich denke, wenn du zwischen den Zeilen liest und nicht jeden Satz auf die Goldwaage legen möchtest, kannst du schon gute Schlüsse daraus ziehen.

    Das kann man aus einem Horoskop auch, denn die Sätze sind so gebildet, als dass sich möglichst Viele damit identifizieren können.



    Ob man anhand von Kloppos Grimassen am Rande drohenden Niederlagen oder Schiedsrichterentscheidungen gegen sein Team erkennen kann, was er sonst so predigt, darf bezweifelt werden?


    Aber er ist ohne Zweifel ein Ausnahme-Trainer, der die besonderen Vorteile eines schnellen Umschaltspiel hervorragend umzusetzen versteht. Allerdings braucht er dazu nicht nur die richtigen Spieler, sondern jeder Spieler seine Zeit, bis er den Trainerwillen umzusetzen weiß. Ich würde mir wünschen, wir hätten mehr von seinem Kaliber! Dann bräuchten die Manager nicht so häufig betonen, dass sie voll hinter dem Trainer stehen, um ihn kurz darauf zu feuern.


    Ich sehe in der Kommunikation unter Erwachsenen deutliche Unterschiede zu der von Erwachsenen gegenüber Kindern.


    Bei der Vermittlung von Werten (z.B. Demut) ist es m.E. wichtig, dass diese immer im Einklang mit den Eltern des Kindes erfolgen.

    @Don Quijote


    Hast du die Beiträge wirklich gelesen? ich meine Kloppo ist zwar ein Guter. Aber wir wissen doch alle, wie schnell man einem Trainer ein Denkmal setzt, um anschließend daran zu pinkeln!


    Es geht hier um die mentale Unterstützung von Kindern, nicht von erwachsenen Profis! Ein Kind geht doch nicht ins Autohaus, um sich dort ein viel zu teures Auto zu bestellen. Einem Kind vor versammelter Mannschaft einen Spiegel vorzuhalten, wenn es mit einer neuen Frisur kommt, um dann zu sagen, dass es besser durch Leistung auffallen soll, das bringt im Kinderfussball gar nichts - bzw. kann ungewollt zu Ängsten führen.


    Wie auch ich immer wieder sage, gibt es unterschiedlich arbeitende NLZ. Wenn du glaubt, im NLZ deines Sohnes würde anders gearbeitet, dann freuen wir uns alle gerne auf deine Beschreibungen.

    m 3 gegen 3 oder auch 4 gegen 4 kann sich keiner verstecken.

    Wer den Fussball geil findet, der versteckt sich nicht! Warum auch? Aber man kann sich aufgrund häufigerer Ballkontakte ein besseres Bild machen, wenn man sie im 4 : 4 spielen läßt und die Teams immer wieder neu mixed.


    Aber die Rahmenbedingungen für eine Sichtung sollten Spielern wie Trainern schon klar sein? D.h. es muß ein Grund vorliegen, warum eine Sichtung durchgeführt wird? Wenn es lediglich darum geht, auf Kreisebene eine Masse von Spielern auf mehrere Teams zu verteilen, dann kann man sich die Sichtung m.E. schenken, weil es hier meist darum geht, die Freunde miteinander kicken zu lassen. Die sich daraus ergebenden Stärken und Schwächen ergeben, was als 1., 2. oder 3. Mannschaft angemeldet wird.


    Ein großes Problem bei der Sichtung tritt jedoch fast immer auf, wenn die Sichter (ohne entsprechende Lizenzausbildung und Trainererfahrungen) nicht über ausreichende Fähigkeiten besitzen, um die Leistungen einzelner Spieler einigermaßen beurteilen zu können? Da kann es nicht wundern, wenn die Sichtungsergebnisse für Dritte wie ein Buch mit "sieben Siegeln" erscheinen und eigentlich mehr Schaden als Nutzen und den Spielern und interessierten Eltern angerichtet wird.


    Welche Rahmenbedingungen gibt es bei eurer Sichtung:


    1. Für welche Ligen soll gesichtet werden?
    2. Welche Trainerqualifikationen besitzen die Sichter?