@FB
Wenn ihr keine Talente verschwenden wollt, warum wehrt ihr euch so gegen einen größeren Sichtungszeitraum und gegen ein über den gesamten Jugendzeitraum entwickeltes Konzept, in der alle Jugendtrainer eng eingebunden sind?
Da gibt es eine Reihe von gemeinsamen Entscheidungen zu treffen!
1. Für welches Alter und für welchen Radius um den Trainingsort soll gesichtet werden?
2. Sollen die Talenten zunächst noch im Heimatverein verbleiben und zusätzlich bei euch ein Fördertraining erhalten?
3. Sollen sich beide Seiten (Trainer - Spieler) einander besser beschnuppern können (nicht jeder der kann, will auch und nicht jeder, der will, kann auch!)
4. Eltern-Kinder-Coaching: um Mißverständnisse bereits vor der Einigung über eine Jugenförderung mit altersgerechter Entwicklungsunterstützung getroffen werden!
5. Sollen Trainer an einer Aus- und Fortbildung für sämtliche Altersklassen (und nicht nur für eine bestimmte Altersgruppe) teilnehmen?
Die Vorteile wären:
1. Es gibt keinen nervösen Daumen mehr bei "Wackelkandidaten" (wer bleibt und wer geht, entscheidet und verantwortet das gesamte Trainerteam)
2. Aufgrund geringerer Schwankungen durch kontinierliche Ausbildung über den gesamten Jugendzeitraum können mehr Talente sich für höchste Ansprüche empfehlen
3. Die Fluktuaion bei Trainern und Spielern dürfte mit Abnahme des täglichen Leistungs- (und Versagens)druck geringer werden, weil man gemeinsame Ziele hat, auf die sich jeder verlassen kann
4. Kontinuierliche Jugendarbeit auf höchstem Niveau ist die beste Werbung für Spieler sowie interessierte Vereine, wodurch die finanzielle Basis (eher als über Sponorenherrschaft) sichergestellt werden kann
Der Nachteil ist:
1. Die Ausbildung der Trainer könnte etwas länger dauern und teurer werden
2. Selbst ein höheres Ausbildungsniveau gibt keine Erfolgsgarantie, nur eine etwas höhere Wahrscheinlichkeit
Ich habe mich vor ca. 1 1/2 Jahren mit Vertretern des Schweizer Fussball-Nationalstabs über deren Ideen unterhalten. Dabei kamen sehr viele gute Gedanken ans Tageslicht! Warum tut man sich bei der praktischen Umsetzuung so schwer und verfolgt weiterhin mehr traditionellen Methoden? Gerade ein kleines Land sollte doch flexibler sein?
Ihr Vereine seit es doch, die die Nationalspieler machen!
