Beiträge von TW-Trainer

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    @coeverfan
    Prima Beitrag. Lob als Methode zu standardisieren, das scheint leider noch längst nicht bei allen Erwachsenen angekommen zu sein. Denn Lob wird selbst im unteren Jugendfussball mit der Einzelleistung im Vergleich zur Mannschaft, ja sogar im Vergleich mit der gegnerischen Mannschaft in Verbindung gebracht.


    Derlei Leistungsgedanken stoßen deshalb auf, weil sich hier die Verantwortlichen nicht einmal die Mühe machen, die Welt aus Kinderaugen zu sehen.


    Zwangsläufig führen diese falschen Leistungsgedanken zu einer viel zu frühen Positionsfestlegung, weil jeder Spieler immer dort spielen soll, wo er nach Meinung des Trainers am besten ist. Ich sehe es leider auch immer wieder bei den Torleuten, die viel zu früh zu Stammtorhütern erklärt werden. Kommen sie in einen neuen Jahrgang, dann sind sie quasi schon zur Ersatzbank verdonnert, weil ihre spielerischen Fähigkeiten sich immer weiter von denen ihrer Mannschaftskollegen entfernen.


    Leider gibts bis heute wenig Vorbilder, bei denen es anders gelaufen wäre. Ja, selbst ein Manuel Neuer würde vermutlich als Feldspieler bei einer Bezirksligamannschaft auf der Ersatzbank sitzen müssen, weil seine Fähigekiten auf anderen Positionen kaum während der Jugendzeit trainiert wurde.


    Die Ansätze dieser einseitigen Ausbildung liegen im falschen Leistungsansatz im unteren Jugendfussball. Langfristig können nur dann die richtigen Impulse gesetzt werden, wenn Lob mit der Initiative zum Erlernen des Fussballs unmittelbar gekoppelt wird. Darüber darf es auch keine zwei verschiedenen Meinungen geben, wie Coevers Beitrag eindrucksvoll dokumentiert.

    Karl
    "KK" meint vermutlich den § 1631, der im Jahr 2000 novelliert wurde, wonach Kinder vor körperlicher und seelischer Unversehrtheit geschützt werden sollen. Es ist hier jedoch eine schwierige Beurteilung der Situation, denn einerseits sind die Eltern verantwortlich und andererseits handelt es sich um einen freiwilligen Vereinsbeitritt, der jederzeit mit sofortlger Wirkung aufgelöst werden kann. Selbst, wenn die Beitrittsgebühren noch weiterlauten, eine Anwesenheitspflicht leited sich nicht automatisch durch den Vereinsbeitritt ab.


    Statt jedoch Geldstrafen auszusprechen, sollten die Sportgerichte einschlägig bekannt gewordene Vereine zukünftig alternativ eine Verpflichtung zur besseren Trainerschulung-/ausbildung auferleben. Wer beim Führerschein auf Probe einen Unfall baut, darf ja auch zur kostenpflichtigen Nachschulung und seine Probezeit wird von 2 auf 4 Jahre verlängert. Warum glaubt man, das beim Nachwuchsfussball keine besondere Aufmerksamkeit erforderlich ist. Handelt es sich doch hierbei ebenfalls um Trainerneulinge "auf Probe"!


    Sonst wird lediglich die Szene beurteilt und bestraft, nicht jedoch das vorherige Versagen, wodurch diese Szene erst möglich wurde. In gutgeführten Vereinen gibt es solche Fälle nicht, weil präventive Maßnahmen ergriffen werden. Wenn Trainer (wie hier) versagen, so tragen auch ihre Vereine eine Teilschuld!

    Günter


    Abschlußspiel ist für mich weder Belohnung noch Strafe, sondern fester Bestandteil jeder Trainingseinheit!


    Die Basis dafür sehe ich im partnerschaftlichem Umgang, geruhend auf gegenseitigen Respekt im Verein. Alle Beteiligten sind freiwillig dort, weshalb alles kann, aber nichts muß!


    Wenn man weiß, wie schwer manchem die Übungen fallen und sich insgeheim alles schon aufs Abschlußspiel freuen, dann sollte man diesen festen Bestandteil jeder Trainingseinheit nicht nach eigenem Gutdünken infrage stellen.


    Wenn das Abschlußspiel nicht fester Bestandteil wäre, sondern Vorausetzungen zu erfüllen gäbe, dann müßten diese ja von beiden Parteien erfüllt werden.


    Wenn also der Trainer Mist baut (z.B. unpünktlich, falsche Übungen wählt, telefoniert, raucht, usw.), müßten ja die Kids augenbilcklich die Übung abbrechen und sofort zum Abschlußspiel kommen, egal was der Trainer dann dazu meint! Weil das ja so gut wie nie der Fall ist, sollte klar sein, das der Trainer den Altersunterschied oder sein Traineramt nicht dazu mißbrauchen sollte, um nach Gutdünken Belohnung und Bestrafung auszusprechen. Weil wir aber alle Menschen sind und die Tagesform nicht immer ausreicht, um eine Horde wilder Kids gut durchs Training zu führen, ist das sicherlich keine einfache Aufgabe!

    @DaddinZockn
    Mit der Variation der Spielfelds (je nach Trainingsschwerpunkt) kannst du das Spiel in die Tiefe oder Breite fördern.


    Hier mal ein paar Beispiele:
    1. Abschlußspiel mit Trainingsschwerpunkt: schnelles Umschalten nach Ballgewinn durch Vertikalpässe
    Úm nach Balleroberung sofort Raumgewinn zu erzielen, sollen Querpässe vermieden werden. Dazu wird das Spielfeld mit Hütchen eng und tief markiert.


    2. Spielaufbau über die AußenbahnenUm nach Balleroberung das Spiel über die Außenbahnen aufzubauen, sollte das Spielfeld breit, aber nicht tief gemacht werden.


    3. Spielfeld mit 1 Tor und 2 kleinen Kontertoren"Mit dieser Spielfeldvariation lassen sich einige Schwerpunkte im Abschlußspiel fördern. z.B. Abwehr ./. Angriff, wobei die Abwehr auf die Kontertore spielt.


    4. Spielfeld in 3 Sektoren aufteilenUm die unterschiedlichen Aufgaben der Balleroberung, des Spielaufbaus und der Angriffseinleitung ballorientiert zu unterstützen, kann man das Spielfeld in 3 Sektoren einteilen. Nicht erlaubt sind dabei Gepöhle über 2 Sektoren.


    5. Spielfeldmitte markierenUm die Kreativität von überraschenden Angriffen bei "hochstehenden Gegnern" zu trainieren, kann man die Spielfeldmitte (jeweils ca. 15 m von der Mittefeldlinie) mit Hütchen markieren. Aufgabe der ballführenden Mannschaft ist es nun per schnellem, präszisen Passspiel unter Ausnutzung der Spielfeldbreite einen günstigen Moment herauszuspielen, in der ein Mitspieler den Paß in die Tiefe erlaufen kann. Ihm das nur ein in seiner Nähe befindlicher Abwehrspieler folgen. Bis zum Torabschluß hat der Angreifer nach dem Überqueren der gegnerischen Abwehrlinie insgesamt 10 Sekunen Zeit.
    Achtung! Im Breitensport wären die meisten Teams bei dieser Variante überfordert! Sie eigentlich sich deshalb eher für den Leistungsbereich!


    Die Spielfeldgröße sollte sich ebenfalls an der Anzahl der Trainingsteilnehmer orientieren. Für Traineranfänger gilt zunächst die Regel: je kleiner die Gruppe, je kleiner das Spielfeld und umgekehrt! Hat man sich ein wenig verschätzt, nimmt man einfach die Hütchen und macht damit das Spielfeld größer oder kleiner. Dazu muß man nicht einmal das Spiel unterbrechen.


    Neben der Spielfeldgröße ist jedoch die Trainerunterstützung beim Abschlußspiel von besonderer Bedeutung: Denn wie in einem anderen Thread bereits diskutiert, gibt das Abschlußspiel für den Trainer weiteren Aufschluß. Aber nur dann, wenn er sich auch richtig verhält.


    Wer beim Abschlußspiel außer ein gelegentliches Lob für besondere Leistungen ins Spiel hineinruft, der erkennt nicht:
    - inwieweit die Übungen von der Mannschaft verstehen und technisch wie taktisch bereits umsetzbar sind
    - kann nicht zufällig richtige oder falsche Entscheidungen unterscheiden, weil er es durch Kommandos vorweg nimmt
    - hemmt die Entwicklung der Spielintelligenz seiner Spieler, weil er ihnen die Möglichkeit der freien Entscheidung der Spieler nimmt


    Entwicklung von Spielintelligenz
    Zwar wird dies schon in einem anderen Thema diskutiert. Ich möchte es jedoch gerne erweitern, weshalb es gerade auch hierher paßt. Die Entwicklung von Spielintelligenz findet in einer permanenten Interaktion zwischen Spielern sowie Spieler und Trainer statt. Blockiert eine Stelle die Interaktion, kann Spielintelligenz nur stark eingeschränkt stattfinden. Auf den Trainer bezogen heißt das: ist er zu blöd oder von Ehrgeiz zerfressen, um zu verstehen, was für eine Alters- und Leistungsgruppe er vor sich hat, so wird er im schlimmsten Fall für die Zeit (vor seinem Rauswurf) auf die ihm anvertrauten Spieler Druck ausüben, die meist zur Abstimmung mit den Füßen (Vereinswechsel) und/oder Dropout führt.


    Das Abschlußspiel ist die Generalprobe fürs nächste Spiel. Gerade, weil sich jedes Spiel anders entwickelt, sollte der Trainer nicht ins Spiel hineinrufen. Seine Anmerkungen könnten beim nachfolgenden Wettstreit in ähnlicher Situation schon wieder ad adsurdum geführt werden, weil hier andere Lösungen bessere Antworten auf die Aufgaben gewesen wären. Lösungen selbständig zu erarbeiten ist zwar ein langer Weg, aber der Trainer sollte sich disziplinieren, wann er der Kümmerer, der Lehrer, der Coach und der Partner ist. Denn so, wie auch seine Trainingsmitglieder einen langen Weg gehen, wird auch der Weg des Trainers immer länger mit der Entwicklung seiner spezifischen Fähigkeiten.

    Auch, wenn der Bericht bereits ein paar Jahre alt ist, zeigt er, wie überflüssigt allzufrüh konkretisierte Gedanken über spätere Erfolgsmöglichkeiten sind. Mit dem Wissen, dass die entscheidenden Jahre noch weit weg sind, sollte man die frühe Fussballjugend genießen und genießen lassen.


    Gerade die ehrliche Antwort, sich nach Beendigung der eigenen Karriere sowie einiger Jahre in der Nachwuchsförderung noch unsicher zu sein und sich immer wieder in seinen Prognosen zu irren zeigt die Kompetenz und den Unterschied zu den nicht seriös arbeitenden Verantwortlichen des Fussballs. Genau das habe ich gemeint, als ich mir einen Eindruck über die die Ideen der nationalen Schweizer Nachwuchsförderung machen durfte. Shakiri und Andere zeigen immer wieder, dass es sich lohnt, sich intensiv für die Nachwuchsförderung zu engagieren. Dieser über allen Maßen positive Eindruck über den Schweizer Fussball im Leistungs- und Profibereich läßt sich auch nicht durch ein paar Schwarze Schafe, die es überall auf der Welt gibt, trüben.


    Natürlich ist die Beschreibung der Talentsuche nur ein Puzzlestück, weil erst der jahrelange gemeinsame Spaß am Fussball zum Spaß an der Leistung des jungen Sportlers führen kann. Und auch dann sind es keine Automatismen, sondern viele mögliche Wege bis zur Entscheidung Profi zu werden und auch Profi zu sein.


    Ein Patentrezept für den Erfolg hat niemand. Jedoch kommt es immer mal wieder vor, dass mehr Talente sich für höchste Ansprüche empfehlen können. Hier lohnt die Analyse. Denn warum sich noch länger mit dem Guten zu beschäftigen, wenn es längst etwas Besseres gibt?

    Günter
    Ich stimme dir im Großen und Ganzen bei. Man darf nach Einführung neuer Regeln nicht erwarten, dass sie sofort von den Menschen verstanden wird.


    Im konkreten Fall wurde aus einer Mücke ein Elefant, weil die Trainer beider Vereine scheinbar in der Situation überfordert waren, sodass die noch unerfahreneren Eltern die Szene dominierten. Denn:
    1. hätte sich der Trainer um das verletzte Kind gekümmert, wäre die Mutter vermutlich nicht auf den Platz gerannt (das hat wohl nichts mit dem Abstand zum Spielfeld zu tun, sondern um Übernahme von Verantwortung)
    2. hätten die Trainer gemeinsam einschreiten können, als die Mutter den Platz nicht verlassen wollte (die FPL sieht vor, dass die Trainer gemeinsam entscheiden, um das Spiel fortzusetzen)


    Fazit: Trainer haben ihre Aufgaben hier ungenügend wahrgenommen.


    Verbesserung: Wie auch hier wieder zu erkennen ist, fehlt unerfahrenen Trainern mit und ohne Lizenz das Wissen zur Konfliktprävention und Steuerung. Es wird dringend Zeit, diesen Trainern im Verein oder der Lizenzausbildung das nötige Rüstzeug beim Coaching von Kindern und deren Eltern zu vermitteln, um solche Fälle zukünftig effektiver vermeiden zu können.


    Noch ein letztes Wort: Wer sich jedoch das Bild zum Zeitungsbeitrag anschaut, braucht den Text eigentlich kaum noch zu lesen. Einfach nur peinlich! Wäre es die Blöd-Zeitung, so hätte man nichts anderes erwartet, aber von einer Tagespresse erwartet der Leser doch sachlich vorgetragene Informationen, um sich selbst ein Bild zu machen.

    Steini
    Prima Beitrag! (Obwohl "FB" jetzt vermutlich sagen würde, Steini weiß selbst wie gut er ist, lobe ich ihn trotzdem! :D )


    Planung als "Roter Faden" ist für die Saison und sogar für jedes einzelne Training wichtig, aber man sollte bereit sein davon abzuweichen, wenn es wünschenswert ist! So kann man je nach Leistungsstand Techniken und Taktiken nachholen, aber auch vorziehen, wenn es zum Leistungsstand passt. Wenn man bei einer Trainingseinheit erkennt, dass ein Großteil der Trainingsgruppe z.B. einer neuen Technik oder Taktik ganz nah ist, so kann man über die geplanten Minuten hinaus noch etwas Zeit dranhängen. Andererseits kann man eine Übung verkürzen, wenn sie trotz angepaßter Vereinfachung bei einer neu übernommenen Mannschaft noch zu schwierig ist.


    Leider funktioniert bei mir das Forum momentan nicht richtig, weshalb ich ein ähnliches Thema, bei der ein Trainer nach Ansicht seines Betreuers oder der Betreuerin deren Tochter nicht genügend lobt. Natürlich hat "KK" recht, wenn er sagt, jeder Mensch lobt anders und jeder Mensch reagiert anders auf Lob. Zur Meinung von "FB", in dem man nur mit autoritärer Erziehung, die kein Extra-Lob vorsieht, zu erfolgreichen Fussballspielern gelangt, sage ich besser nichts! Nur soviel: wenn z.B. die beiden "Bayern-Sensibelchen" Ribery und Robben nicht permanent vom Trainer, dem Verein oder den Medien ihre Streicheleinheiten bekommen hätten, wäre die Bayern vermutlich erst am letzten Spieltag Meister geworden.

    Kicknrush


    Wenn Training die Fähigkeiten nicht verbessert, dann soltle man die Kinder wieder wie früher im Straßenfussball, einfach spielen lassen. Es gibt jedoch Rahmenbedingungen, die sich günstig, wie auch ungünstig auswirken können. Dazu gibts hier im Forum und in der Fachlektüre umfangreiche Informationen.


    Günter
    Weil sich Fähigkeiten permanent entwickeln, bei einigen sogar überproportional, gibt es auch auf den Dörfern immer wieder neue Talente. Leider gibt es nicht genug Scouts, so das viele dieser Talente durchs Raster fallen, denn Eltern oder Heimatvereintrainer können meist nicht abschätzen, was möglich wäre, wenn das Talent unter Leistungsbedingungen gefördert würde.
    Ob man den eigenen Trainern im unteren Jugendbereich nicht traut und deshalb lieber auswärtige Spieler nimmt, läßt sich schwerlich sagen. In jedem Fall spielt die Hoffnung auf noch nicht ausgereiztes und später nutzbares Potenzial immer eine gewisse Rolle!


    @alle
    Weil die Talent-Fähigkeiten keine Abhängigkeit mit dem Geburtsort noch mit dem Geburtsdatum eingehen, kann man auch keine diesbezügliche Erfolgsprognose geben. In jedem Fall ist es absoluter Blödsinn, zu glauben, bei einem 6 oder 7-jährigen Kind würde sich die Leistung durch ein anderes Training wesentlich verbessern. Dazu sollte es schon etwa doppelt so alt sein, um überhaupt die körperlichen und geistigen Voraussetzungen mitzubringen, zielorientiertes Leistungstraining mitmachen zu können. Frühere, konstant abrufbare Leistungen sind nur zum Nachteil des Kindes möglich. Weder das Körperskelett und der Muskelapparat noch die Psyche sind dafür schon ausreichend ausgestattet. Eltern, die es dulden, dass ihre Kinder für von Ehrgeiz zerfressenen Trainern und falschen Imageansprüchen der Vereine mißbraucht werden, machen sich genauso schuldig an ihren Kindern. Wer solche unseriösen Angebote bekommt, sollte nicht einfach blindlinks alles glauben, sondern Rat bei kompetenten Personen suchen.
    Hier hat ein Vater für sein Kind einen Rat gesucht und nach meiner Meinung die richtige Entscheidung getroffen. Denn Vereine, die das Interesse des Kindes in den Mittelpunkt stellen, versuchen erst gar nicht, die Eltern oder das Kind unter Entscheidungszeitdruck zu setzen!

    Günter


    Genau deshalb, weil ich wie viele hier nicht viel Ahnung vom Breitensport haben, haben wir doch etwas gemeinsam :thumbup:


    Mir kam es darauf an, die Erfolgsmethode des dosierten Lobens als Ersatz zur Kritik vorzustellen. Die Kritik, noch dazu von Trainern in der Entwicklungsphase verleitet zu sehr dazu, die Spieler per Kommando über das Spielfeld zu dirigieren. Man glaubt, so lernen sie es vielleicht, wundert sich jedoch, warum die meisten beim nächsten Spiel schon wieder alles vergessen haben oder erst gar nicht zum Training kommen? Wer jedoch im Trainng keinen Zusammenhang zwischen Aktion und dem Verständnis dafür herleiten kann, der wird so schnell nicht erfahren, dass die Kinder nur das nachgemacht haben, was ihnen ihre Trainer per Kommando erzählt haben. Verständnis zu erlangen ist jedoch das, was uns im wesentlichen von anderen Tieren unterscheidet.


    Wer sich um konstruktive Kritik bemüht, wird sicherlich durch Erfahrung erfolgreicher werden. Aber aufgrund des häufigen Altersunterschieds zwischen Trainer und Spielern können sich Mißverständnisse ergeben. Werden Fragen nicht gestellt, sondern lediglich Aussagen in Form konstruktiver Kritik auf der Erwachsenenebene geführt, so wird der Spieler mit seinem Problem zunächst allein gelassen wird und versucht sich danach im Gespräch mit Eltern oder Freunden einen Reim daraus zu machen. Die Ergebnisse der nicht stattgefundenen Dialoge zwischen Trainer und Spieler sind häufig nicht zielführend.


    Weil man Autorität nicht kraft Traineramt von den Kindern ab der mittleren Jugend bekommt, sondern sich zunächst einmal über Vertrauen erarbeiten muß, hat man es sehr viel leichter, sich über dosiertes Lob an diese neue Herausforderung heran zu machen.


    Vielleicht können einige Leser noch nicht so viel mit "dosiertem Lob" anfangen, deshalb hier ein paar Eselsbrücken für diese Methode:


    1. Wer lobt, ohne das eine besondere Leistung erfolgt, der macht das Lob und auch sich unglaubwürdig!
    2. Wer nicht zeitnah lobt, der darf nicht mit Erkenntnissen des Gelobten oder der Gruppe hoffen.
    3. Wer zu selten lobt und den Grund des Lobes zu hoch hängt, der kann es auch gleich sein lassen. Es kommt für alle überraschend und zufällig, sodass den Spielern der Bezug zur Qualität der Leistung fehlt.
    4. Wer lobt, gibt Mut und Selbstvertrauen weiter etwas zu riskieren, um wieder gelobt zu werden. Wer nichts riskiert und keine Fehler machen darf, der kann sich auch nicht weiterentwickeln.
    5. Wer als Trainer kein Lob von seinen Spielern bekommt, der sollte sich fragen, ob er richtig dosiert lobt?


    "Dosiertes Lob" wirkt unabhängig vom Alter und Geschlecht!

    maitre999


    Einen Plan davon zu haben, ein Spiel erfolgreich zu gestalten, ist sinnvoll. Aber man soll es nicht übertreiben. Dies gilt besnders im Breitensportbereich, wo der Spaß immer an höchster Stelle stehen soll. Es gibt jedoch auch eine Reihe von Faktoren, die man in der ersten Phase des gegenseitigen Beschnupperns zwischen Spieler und Trainer noch gar nicht kennt, wie:


    1. Welche Stärken und Schwächen haben die neu hinzu gekommenen Spieler (Trainer holt die Spieler auf ihrem Leistungsstand ab)?
    2. Welche Möglichkeiten der Unterstützung kann ich als Trainer leisten?
    3. Welche Erfahrungen bringen wir als Trainerteam mit?
    4. Welche Erwartungen haben die Beteiligten (Spieler, Eltern, Trainer, Verein)?


    Gerade die letzte Frage ist entscheidend, denn wenn die gegenseitigen Erwartungen nicht erkennbar sind, dann ist Frust vorprogrammiert! Gerade im unteren Jugendbereich ist die Fluktuation bei den Spielern und Trainern besonders hoch, weil die gegenseitigen Erwartungen zu weit auseinander liegen.


    Die weiteren Möglichkeiten hängen wesentlich von der Qualität des Trainings bzw. der Trainer ab. Kinder in diesem Alter wollen sich ausprobieren. Finden sie ein interessantes und abwechselungsreiches Training und Trainer, die über Lob (statt Kritik) den Draht zu den Kindern finden, so steigt die Wertigkeit des Fussballs und mit ihr die Teilnahme. Dann wollen weder Kinder noch Eltern diese Erlebnisse beim Training und den Spielen verpassen. Dosierter Umgang mit Lob beinhaltet Kritik. Denn, wenn der Eine für seine Aktion Trainerlob bekommt, der Andere jedoch nicht, dann wird deutlich, was das Bessere war. Allerdings wird bei dieser Methode vermieden, dass ein Spieler vor versammelter Mannschaft kraft Traineramt erniedrigt wird.


    Dem Trainngs- und Spielbetrieb sind natürliche Grenzen gesetzt. Die können in der Berufstätigkeit der Eltern, Trainer, sowie dem Schulbesuch des Kindes zu finden sein. Ferner können auch die Rahmenbedingungen im Verein (Trainingszeiten) Einschränkungen verursachen.


    Bevor man sich ein abschließendes Urteil über einen Spieler bildet, sollte man das soziale Umfeld ein wenig kennen. Mein Tipp: lieber eine Frage mehr stellen, statt zu grübeln und sich im stillen Kämmerlein ein Urteil zu bilden! Denn konfrontiert man seinen Gesprächpartner gleich mit einem Urteil, dann vergibt man die Chance der Überzeugung. Denn der Gesprächspartner fühlt er sich (ungerechtfertigt) angegriffen. Jemand, der schon "in einer Ecke gedrängt wird" oder auf den "Boden liegt", der kann wohl eine freie Entscheidung finden, zu der er auch noch am Tag danach steht.


    Eigentlich habe ich vom Breitensport sehr wenig Ahnung! Ich sage mir jedoch, dass die Kinder und der Eltern ja aus dem Breitensport ihre Erfahrungen gesammelt haben müssen. Deshalb sind es auch die Trainer der Heimatvereine, die später einmal die Nationalspieler und alles darunter machen. Ihr seit deshalb so wichtig, weil andere Trainer von eurer guten Arbeit profitieren.

    Obwohl ich allein schon bei der Vorstellung Gänsehaut bekomme, werden vermutlich die Niederlande und Deutschland floppen! Genauso wird es mit ihren Nationaltrainern sein, wobei die Niederländer bereits vorgesorgt, ihrem Bondscoach nur einen bis zur WM gültigen Vertrag gegeben haben.


    Beide Trainer haben es nicht leicht. Bei den Niederländern ist es aufgrund der Ausbildung das Problem, dass zu viel auf individuelle Entwicklung und zu wenig auf gruppen- und mannschaftstaktische Entwicklung gearbeitet wird. So bekommt man keine Mannschaft, in der Abwehr, Mittelfeld und Angriff ineinander greifen.


    Jurgi wird`s schwer haben, weil seine Spieler derzeit mit stark voneinander abweichenden Taktiken spielen. Weil ein Gutteil der Leistungsträger noch nicht wieder in Form ist, werden diese Schwächen kaum durch die individuelle Qualität kompensiert werden. Die jungen Spieler werden es noch nicht richten können. Das zeigen die jüngsten Vergleiche unserer U - Nationalmannschaften.


    Viel lieber würde ich mich an die Vorstellung gewöhnen, beide Teams im Finale zu sehen. Aber dort sehe ich mit Spanien und dem Gastgeberland Brasilien andere Kandidaten.


    Hoffentlich bleibt alles ruhig und friedlich?!

    Günter


    Worin siehst du den Widerspruch im Punkt b? Nicht, das ich auf etwas antworte, was dir klar ist!


    Die körperliche, wie geistige Reneneration ist enorm wichtig, weil sie die Voraussetzungen für reproduzierbare Leistungen schafft! In dem Maße, in dem das Spiel intensiver wurde, sind auch die Ansprüche an die Regeneration gestiegen. Der Bereich der körperlichen Konditionierung wurde dem Konditionstraining Rechnung getragen. Jedoch ist die geistige Regeneration genauso wichtig.


    Mal ein praktisches Beispiel:


    Der FC Twente Enschede verbietet seinen deutschen Nachwuchstalenten gleichzeitig am Sport-Leistungskurs des Gymnasiums teilzunehmen, weil durch durch den gleichzeitigen Vereins- und Schulsport eine Regeneration nach ihrer Überzeugung nicht mehr gewährleistet ist. Bevor jetzt Kritiker gleich "Schweinerrei" rufen: Natürlich könen diese Teilnehmer später trotzdem Sport studieren, wenn sie es denn einer Profikarriere vorziehen oder daran anschließen möchten.


    Einige Fachleute beschreiben die Regeneration als den entscheidenden Faktor, nach dem Leistungsanforderungen im Spitzenbereich erfüllt werden können. Ich weiß aber nicht, ob wir uns hier wirklich soweit in die Materie vertiefen sollten, da vermutlich die Masse der User wenig bis gar keinen Kontakt mit dem Thema Regeneration im Spitzen- und Profisport haben?

    @All


    Leichtes Aufatmen, das dieses interessante Thema doch wieder einen fruchtbaren Nährboden bekommen hat.


    Hier wurde der Einfluß des/der Trainer und Vereine auf den Werdegang genannt. Das stimmt natürlich! Weil aber der Einfluß zwischen 10 und 90 % liegen kann, ist diese Aussage noch recht oberflächlich. Zielführend finde ich die Aussage von Brechstange, dem aufgefallen ist, dass hochtalentierte Talente urplötzlich stagnieren und von Anderen "normalen Talenten" überholt werden. Dieses Phänomen tritt häufiger auf! Das hat eine Reihe von Gründen:
    Die kontinuierliche Leistungssteigerung über Jahre ist schwierig. Dies läßt sich am besten in den unterschiedlichen Phasen beschreiben:


    a. Erste Phase des Wechsels in den Nachwuchs-Leistungsfussball
    Wechselt ein Talent schon früh in den Leistungsbereich, so wirkt sich das Training zunächst als "Befreiung von der Last mit normalen Spielern zu spielen" stark leistungsfördernd auf, weil man beim Training, wie den Spielen gefordert wird. In dieser Phase wird aus Spaß am Fussball auch Spaß an der eigenen Leistung


    b. Zweite Phase der Gewöhnung an die Nachwuchs-Leistungsfussball (wenn Leistung selbstverständlich wird)
    Zwar gibt es auf dem Papier ein Jugendkonzept, aber kaum ein Trainer hält sich daran. Weil nun (fast) jeder Trainer seine eigenen Vorstellungen von erfolgreichem Fussball hat, gibts bei den jungen, intelligenten Spielern nach der ersten Phase der Neugierde auch Wiederstände, die sich hemmend bis blockierend auf die weitere Leistungsentwicklung auswirken. Monotonie kehrt ein, weil alles durchgeplant ist. Das Privatleben in Eigenregie findet kaum noch statt. Die eigenen, gestiegenen Ansprüche werden immer weniger gerfüllt. Angenehme Überraschungen werden immer seltener. (Manche A-Jugend-Spieler in den BuLi-Vereinen schon 10 oder mehr Vereine hinter sich!)


    c. Dritte Phase Wenn Spaß durch Leistung ersetzt wird.
    Je näher das Ziel: Berufsfussballer zu werden rückt, desto weniger verspürt manch ein Spieler den Spaß und die Vorfreude aufs Training. Ja, es gibt Phasen, in denen man den inneren Schweinehund überwinden muß, weil nach vermeintlich schwacher Leistung und einigen Patzern im letzten Punktspiel Ärger droht. Es besteht die Bedrohung, bei den nächsten Spielen auf der Reservebank zu sitzen. Ja, es kann sogar sein, dass man in der nächsten Saison nicht mehr mit mir plant!


    d. Vierte Phase: Existenzangst und Dropout
    Zunächst von Anderen und dann im erheblichen Maße sich selbst einem Leistungsdruck immer perfekt funktionieren zu müssen, ausgesetzt, werden die Fortschritte immer geringer. Hinzu kommen Sportverletzungen, weil die Unterschiede immer geringer werden und man über einen höheren Körpereinsatz auch ein höheres Verletzungsrisiko eingeht.
    Jetzt tauchen frische Talente, die bislang noch nie richtig gefordert wurden, als Konkurrenten auf. Anfangs noch belächelt, entwickeln sie sich besonders stark in der ersten Saison. Genau richtig für Trainer mit Ambitionen. Denn die möchte gerne am Beispiel "frischer Kräfte" zeigen, wie gut ihre Unterstützung wirkt. Von den früh besonders hoch gehandelten Talenten bleibt jetzt ein Teil deshalb auf der Strecke, weil sie bislang immer in der ersten Reihe standen und sich nach ihrem ersten negativen Trainerfeedback nicht mehr erholen. Außenstehende bemerken die Vielzahl der vorzeitigen Beendigung der Spielerkarrieren nur dann, wenn es in ihrem persönlichen Umfeld geschieht, Ansonsten wird in der Öffentlichkeit nur von den Helden berichtet, die es geschafft haben!

    @FB


    Hast recht! Sorry, das warst ja nicht du, sondern KK!


    Die Ausnahme-Talente entdeckt man rasch, aber bei den Anderen wirds schwierig! Aber seblst bei den Ausnahmetalenten ist`s so, dass sie später von anderen, denen man weniger zugetraut hätte, überholt werden. Es ist ja auch nicht so, wie KK behauptet, dass da nur eitle Fazkes hochnäsig durch die Gegend laufen, um achtungslosen Eltern und Kindern eins auszuwischen. Denn es werden regelmäßig Statistiken über die DFB-Eliteförderung gemacht. Zumindest ist man flächendeckend soweit, gut ausgebildete Trainer auf den Stützpunkten arbeiten zu lassen. Das es immer noch Optimierungsmöglichkeiten gibt, sei unbestritten. Ähnlich ist es in den NLZ! Wenn dort nur sinnlos Geld verbrannt würde und immer noch "fertige Spieler" aus dem Ausland fürs Profiteam eingekauft werden müßten, würde das Ausbildungssystem sicherlich generell infrage gestellt.


    Aber das war jetzt eigentlich gar nicht das Thema, sondern die Beschreibung von individuellen Werdegängen. Hoffentlich trauen sich nach dem zwischenzeitlichen "verbalen Gemetzel" überhaupt noch Leute? Wenn ja, dann bemüht euch bitte jetzt um etwas mehr Respekt!

    Günter


    Ich meinte auch nicht dich, denn als "Alter Hase" wirst du sicherlich selten vor solche Situationen gestellt werden. Ich meinte den jungen Traienerkollegen, der sich keinen anderen Rat mehr wußte, als das Trainer abzubrechen und hier im Forum nach Hilfe und Rat gesucht hat.


    Denn vor Situationen werden die meisten "Neutrainer" für diese Altersgruppen gestellt. Statt das Training abzubrechen, wird weitaus häufiger zur "verbalen Keule" gegriffen, d.h. der "anvertraute Sünder" wird vor der versammelten Mannschaft angebrüllt und erniedrigt. Dem Trainer mag sich im Nachhinein vielleicht sogar noch mieser fühlen als seinen Kids!


    Ralf Klohr hat vor einiger Zeit den Vorschlag, die Trainer ohne Ausbildung nur solche Mannschaften anzuvertrauen, die lediglich Freundschaftsspiele bestreiten. So kann man den vermeintlichen Erfolgsdruck von Trainer und Kinder nehmen.


    Sicherlich würde ich mir auch wünschen, in der Lizenzausbildung Inhalte zu verändern. So könnte man den Anteil des Eigenkönnen, bei dem angehende Trainer Fussballspielen, zusammenschrumpfen lassen. Dafür aber das Coaching und die Konfliktsteuerung etwas intensiver behandeln. Was meint ihr?

    Dieses Thema soll Werdegänge aufzeigen, sowohl positve, wie negative, um denen, die Entscheidungen treffen müssen für ihre Kinder eine Hilfestellung geben, damit sie wissen was auf sie zukommen kann sowohl so oder so, und nicht nur auf die Aussagen von Person angewiesen sind, die nur eine Sichtweise haben. wie das bei dir zutrifft.


    Günter
    Auch, wenn ich häufig anderer Meinung als FB bin. Er hat recht, wenn er sagt, es wird auf Basis von 1 - 2 Beobachtungen (Sichtungen) selektiert. Danach erfolgt eine Talentverwaltung. Dazu passend auch den Bericht von KK, der mit dem Sportlehrer seines Sohnes spricht. Ob nun dieser Lehrer den Sohn ins Schulteam aufgenommen hat, um den Weg des geringsten Widerstands zu gehen oder ob er vom Vater oder Sohn überzeugt werden konnte, bleibt sicherlich dahin gestellt. Wichtig dabei ist, dass es glaubhafte Schicksale sind!


    Mir liegt sogar ein Video vor, bei dem ein DFB-Koordinator und seine Sichter bei der Jahrgangsendsichtung demonstrativ wegschauen, weil sie ihre Wahl bereits vorab getroffen haben und sich erst gar nicht mit weiteren Kandidaten beschäftigen wollen. Auch das sind Realtitäten. Nicht ohne Hintergrund habe ich die Sichtungs-Stichtagsmethode angeprangert, gerade im Zusammenhang mit dem RAE-Effekt, aber auch aus der eigenen langjährigen Erfahrungen, den gemeinsamen Weg mit den Kindern zu gehen, statt ihren Weg bis ins Detail standardisieren zu wollen. Wäre es nicht die vielen Erfolge damit, ich würde mich damit nicht aus dem Fenster lehnen. Dennoch weiß ich nicht genau, woran es liegt, dass es sich häufig positiv auswirkt. Der Hauptgrund ist sicherlich, dass ich nicht genug von Fussball verstehe, aber sicherlich auch, das ich nicht genug von anderen Menschen verstehe. Dennoch selektiere ich, freue mich über einen guten Werdegang und leide mit, wenn die Entwicklung stagniert oder sogar rückläufig ist.


    Wenn nicht genügend ehemalige und aktive Spieler bzw. deren Eltern Schicksale beschreiben, ist es gut, wenn ihre Heimattrainer die unterschiedlichen Werdegänge beschreiben. Den jeweiligen Bericht als gut oder schlecht, glaubwürdig oder eben nicht zu beurteilen, das soll jeder für sich entscheiden!


    Würde es ohnehin als angenehmer empfinden, etwas respektvoller miteinander umzugehen! Sonst gehen wertvolle Beitragsinhalte zu leicht unter!

    @addi


    Wie aus den Kommentaren ersichtlich, hat auch der Trainer Fehler gemacht, weil:Eckballtraining für C3 vom Schwierigkeitsgrad zu hoch war und er dies nicht rechtzeitig erkannt hat.


    Woran läßt sich das erkennen?
    1. Die Streuung der Bälle ist so groß, das kaum ein Ball in das Zielgebiet gelangt
    2. Die Technik der (meisten) Spieler reicht nicht für eine Direktabnahme und einen erfolgreichen Torabschluß aus


    Man kann die Übung vereinfachen, indem man die Distanz verkürzt (z.B. von der 16-er Ecke schießen lassen) und/oder den Ball ins Zielgebiet werfen läßt. Natürlich werden jetzt die Kritiker sagen: "aber das ist doch nicht spielnah"! Sie haben selbstverständlich recht! Aber wie häufig werden in den unteren C-Jugend-Spielklassen Eckballtore durch Direktabnahme erzielt? Wenn man meint, das im Training des unteren Breitensports machen zu müssen, dann sollte man den Schwierigkeitsgrad so wählen, das reale Erfolgschancen bestehen.


    Ein Trainer, der auch eigene Fehler eingesteht zeigt, dass die eigentliche Schwäche der menschlichen Unzulänglichkeit auch eine Stärke sein kann, wenn man sie seinen Mitmenschen zeigt. Denn dann entsteht das Gefühl, als Partner auch ernst genommen zu werden.


    Einem Trainer, den es lediglich darauf ankommt, die Schwächen der Anderen zu kritisieren, wird dann nicht mehr ernst genommen, wenn er den selbst verbockten Mist nicht auch zugibt.


    Fazit 1: Übung war nicht O.K. und Handy rausholen auch nicht! Fehler in ruhiger Athmosphäre ansprechen, dabei als Erwachsener den Anfang machen und daraus lernen.
    Fazit 2: Kein Training verläuft so, wie man es sich vorstellt. Deshalb ist es wichtig, sich variabel an die Situation anzupassen. Ein Trainingsplan sollte lediglich ein roter Faden sein, von dem man ggf. abweicht,
    wenn es sinnvoll ist.
    Fazit 3: wenn die Trainingsgruppe Spaß hat, dann hat es der Trainer auch; die gegenseitige Wertschätzung und der partnerschaftliche Umgang ist wesentliche Voraussetzung dafür
    Fazit 4: die Kinder wollen in ihrer Freizeit nicht den "miesen Pauker", der mit Druck das letzte Quentchen an Leistungen heraus holt, sondern einen Coach, der ihnen hilft in ihrer Freiheit gemeinsam Spaß am Fussball
    zu haben

    MichaMittelfeld


    Fragen sollten sicherlich erlaubt sein, wenn man hier und dort den Sinn nicht versteht. Aber durch die Anzahl der Beschreibung individueller Entwicklungswege kann der Leser sehr viele Informationen für sich mitnehmen.


    Günter
    Genau darum geht es, um die sachliche Beschreibung von Einzelschicksalen. Denn so, wie es 1000 Wege zum Erfolg geben kann, kann es eine Reihe von Sackgassen geben, wenn falsche Erwartungen geweckt werden. Für die Leser ist es ferner wichtig, seriöse Arbeit von denen der "Schwarzen Schafen" leichter zu unterscheiden. Denn fast alle Eltern und Trainer wollen für ihre Kids nur das Beste!


    @FB
    Ich weiß noch nicht einmal, was du geschrieben hast, weil ich in dem Zeitraum gar nicht im Netz war. Deshalb weiß ich auch nicht, warum deine Beiträge gelöscht wurdfen. Vielleicht kann Uwe das ja aufklären?


    Aber vielleicht solltest du dich ja auch mal an die eigene Nase fassen? Denn deine Beiträge werden deinem selbst gewählten Nick des "Lügenbaron Münchhausen" immer ähnlicher. Im Gegensatz zu Münchhausen, über dessen Geschichten man sich amüsierte, versuchst du dich aber mit allen möglichen Leuten hier anzulegen. Weil dir deine Schlagfertigkeit manchmal im Wege steht, wenn deine Antworten wie aus der Pistole geschossen kommen, hätte ich mir gewünscht, dass du die Argumente anderer User mit ein wenig mehr Musse in die Waagschale deiner Wertung legst! Aber natürlich mußt du das selbst wissen, denn es ist ja nur ein Rat!

    @DaddinZockn


    Prima Beitrag finde ich!


    Aber es gehört auch eine Portion Trainererfahrung dazu, zu erkennen, dass die Übung für den Einen zu schwierig und für den Anderen zu leicht ist! Gerade bei einer C 3 können die Leistungsunterschiede deutlich sein und die Ursachen dafür vielfältig. Wenn man schon ca. 2 Jahre braucht, um für eine "normale Mannschaft" genügend Erfahrungen zu sammeln, dann braucht es zur Analyse und bestmöglichen Anpassung des Schwierigkeitsgrads einer nicht homogenen Mannschaft noch einmal 1 Jahr. Nicht nur Spieler brauchen Geduld, auch die Trainer sollten sich diese Zeit gönnen, um sich an ihre Aufgaben zu gewöhnen.


    Wenn du die Würfe einigermaßen hinbekommst, dann heißt das noch lange nicht, dass es deine Jungs auch können. Weil du deine Übung leicht verändert hast, einen Ansporn durch den Wetbewerb gegeben hast, bekam die Übung neuen Schwung. Sie machte den Jungs sichtlich Freude und sie werden ihre im Training erzielten Fortschritte schon bald beim Spiel ausprobieren wollen.


    Über weitere Vorschläge würde sich der Autor dieses Beitrags sicherlich freuen!

    Liebe Trainerkollegen,


    ich denke wir sind uns einig, dass eine Verkettung unglücklicher Umstände zum Trainingsabbruch geführt hat. Schlimmer wäre gewesen, wenn die Situation weiterhin eskaliert wäre und größerer Schaden entstanden wäre. Natürlich darf auch der Trainer mal einen schlechten Tag haben oder aus Zeitnot nicht das passende Trainingsthema gefunden haben. Aber gilt nicht auch die gleiche Toleranz gegenüber den Jugendlichen?


    Was mich jedoch überrascht hat, war die Annahme, dass nach 3 Platzrunden als Strafe ein Sinneswandel beim Spieler eintreten soll? Steht nicht zu vermuten, das durch Bestrafung Wut oder Frust gegenüber dem Trainer wächst? Was meint ihr? Welche Alternativen wären denkbar, um solche Situationen erst gar nicht entstehen zu lassen?