Beiträge von TW-Trainer

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    Rasenschach


    Zwar habe ich in der Tat das "JL" überlesen. Anhand der Schilderungen mußte ich jedoch davon ausgehen, das du diese Aufgaben nicht betreust. Durch deine Erklärung, dass du den Job erst seit 1 Monat machst, wird dies ersichtlich. Ergänzt wird das Bild dadurch, dass du der einzige Trainer mit Lizenz im Verein bist und in der Ausbildung die Inhalte altersgerechtes Kinderfussballs vermittelt bekommen hast.


    Wir Älteren haben früher zwar (fast) täglich mit Freunden mangels alternativen Freizeitangebots auf der Straße Fussball gespielt, aber dies entspricht sicherlich nicht dem Aufwand von Eltern und Kindern für ein 3x wöchentliches Vereinstraining. Sollte dann noch für einige Kinder die Kreisauswahl hinzu kommen, besteht die Gefahr, dass sich schon viel zu früh sehr viel nur um den Fussball dreht. Zwar wird der Fussball gern als zweitschönste Nebensache der Welt beschrieben, aber es sollte gerade in dem Alter, wo sich Kinder erst einmal ausprobieren wollen, genügend Zeit für die Entwicklung weiterer Talente da sein. Denn nicht jedes Kind, das von seinen Eltern zum Fussball geschickt wird, wird diesen Sport als lebenslanges Hobby für sich entdecken. Das gilt es bei all der persönlichen Begeisterung für die "sportliche Früherziehung" zu berücksichtigen.


    Die Bolzplatz-Idee des DFB und auch die Soccercordplätze entstammen dem Wunsch, das durch den in unserer Zeit nicht mehr möglichen Straßenfussball wenigstens eine Voraussetzung zu schaffen, auch außerhalb des Vereins Fussball zu spielen. Kinder, die nur beim Training und den Spielen kicken, haben es die Trainer schwerer, den Fussball zu erlernen.


    Doch in der E-Jugend geht es um die Vermittlung von Basisfähigkeiten. In der Begründung des Kollegen zum 3 x wöchentlichen Training sind jedoch Elemente enthalten, die nicht altersgerecht sind. Das hast du ja selbst auch erkannt. Hier ist die Grenze, wo sich vermeintlich lobenswerte Eigeninitiative (aus fachlicher Unkenntnis heraus) in Streit mit Eltern , Kindern und Kollegen verkehren kann!


    Zwar bist du wohl der einzige ausgebildete Trainer im Verein. Aber der gesunde Menschenverstand sollte helfen, dieses Vorhaben wieder in normale Bahnen zu lenken.


    Ich denke auch, du bist auf dem richtigen Weg, wenn ihr euch als Trainer-Team versteht. Denn wenn alle wissen, was sie warum zu tun haben, dann wird es besser klappen, als wenn es allein ums Durchsetzen von Verordnungen geht. Vereinsarbeit im Ehrenamt kann nur funktionieren, wenn man auch von dem überzeugt ist, was man macht. Wenn dann mal ein Kollege auf Abwegen ist, dann solle man zusehen, dass man ihn schnellstmöglich wieder einfängt, damit kein Schaden zurückbleibt.

    Günter


    Derzeit regiert eine fanatische Minderheit an Trainern und Eltern den unteren Jugendbereich. Sie ekelt nicht nur Kinder und Jungschiedsrichter an, sie wirft allgemein ein schlechtes Licht auf den Fussball.


    Die Einführung der FPL ist längst überfällig. Sie wird nicht alle Probleme lösen können und schon gar nicht sofort. Es wird ein langer und teiweise steiniger Weg werden, denn leider gibt es auch in den Köpfen der Verantwortlichen noch zu viele Schwarze Schafe. So will ich gar nicht verhehlen, dass bis in die oberste Spitze des DFB hinein Leute am Ruder sind, denen die die FPL als "Pussie-Fussball" bezeichnen und weiterhin Blut und Ehre auf dem Rasen verteidigt sehen wollen. Weil das so ist, konnte es auch nur über Einführung von der Basis heraus geben. Es ist jedoch außerordentlich gut verlaufen, dass sich die Wissenschaft dieses Thema`s angenommen hat und die Presse die Einführung teilweise sehr gut unterstützt.


    Die FPL wendet sich deshalb nicht an die Pessimisten mit ihren Tausend Gründen, die dagegen sprechen etwas Neues zu wagen. Sie wendet sich an die Optimisten (Fussballbeklopten wie wir), die den Kindern dort ihren Fussball wieder zurück geben wollen, wo es nötig ist.


    Wenn wir schon beim Start der FPL nach jedem Haar in der Suppe suchen, dann werfen selbst diejenigen das Handtuch, die von den Grundideen überzeugt sind.


    Wollen wir, dass eine kleine Minderheit von Dummköpfen und von Ehrgeiz zerfressenen Trainer und Eltern weiterhin bestimmt, wie hier Kinderfussball gespielt wird?


    Wenn wir uns für einen altersgerechten Kinderfussball einsetzen, dann können wir den nicht umsonst haben. Denn dann müssen wir uns überall dort für die Kinder einsetzen, wo es notwendig ist. Dann müssen Menschen, die ihre privaten Interessen über denen der Kinder stellen, entweder Einsicht zeigen oder von den Sportplätzen verschwinden.


    Konkret heißt das, dass es überall dort, wo die FPL noch nicht funktioniert, einen Informationsbedarf gibt. Denn dort scheinen die Gründe der Veränderungen offensichtlich noch unverstanden zu sein. Dafür seit ihr alle zuständig. Denn ihr braucht nicht abzuwarten, bis von irgendeiner übergeordneten Stelle eine Anordnung kommt. (Das mag in Deutschland besonders schwierig zu sein. Nicht umsonst meinte seiner Zeit Karl Marx: wenn in Deutschland eine Revolution beginnen soll, dann geht man zuerst einmal zum Bahnhof und kauft sich eine Bahnsteigkarte!)


    tobn hat nachvollziehbar begründet, dass die Nachhaltigkeit der FPL-Regeln durch die Trainerfluktuation im unteren Jugendbereich in Gefahr geraten kann. Hier sind weitere Nachbesserungen nötig. Zum einen muß generell in den Vereinen daran gearbeitet werden, das sich über die Qualitätsverbesserung in der Trainerausbildung die Fluktuation deutlich reduziert wird. Und zum anderen müssen die FPL-Regeln fester Bestandteil bei der Einweisung neuer Trainer in den Vereinen sowie den Staffeltagen werden.

    Rasenschach


    Diese Situation stellt leider noch den Standard vieler Vereine da, wo übereifrige, aber mit wenig Fachkenntnis ausgestattete Trainer am Werk sind.


    Folgende Optionen könnten sich daraus ergeben:


    1. Du versuchst deinen Kollegen zu überzeugen
    Das kann gelingen, wenn du deine Fragen so stellst, dass er selbst auf die Idee kommt, dass seine Ziele doch noch nicht für den unteren Jugendbereich geeignet sind. Es wird scheitern, wenn du ihm sagst, was er nach deiner Ansicht zu tun und zu lassen hat.


    2. Der Jugendleiter unterhält sich mit deinem Kollegen
    Wenn es, wie scheinbar auch bei euch, kein Jugendkonzept gibt, dann muß der Jugendleiter immer dann eingreifen, wenn etwas aus dem Ruder gerät. Hier soll eine E-Jugend nach der wöchentlichen Trainingsintensität einer B-Jugend-Landesliga-Mannschaft trainiert werden. Er kann ihm klar und unmißverständlich erklären, dass sich dies nicht mit den Vereinszielen denkt. Sollte er daran weiter festhalten wollen, werde man sich um einen anderen Trainer für dieses Team bemühen.


    3. Eltern sprechen mit Trainerkollegen
    Weil sich die Ziele des Kollegen vermutlich nicht mit denen der Eltern decken, werden ggf. sich Eltern mit dem Trainer darüber unterhalten, um die Gründe zu erfahren und ihre Erwartungen darlegen.


    4. Kinder entscheiden "mit den Füßen"
    Zunächst wird die Trainings- und Spielbeteiligung sinken. Es wird dann zaghafte Versuche der Kinder geben, ihrem Trainer zu erklären, dass sie das so nicht wollen. Reagiert dieser dann nicht, werden einige Kinder mit/ohne Elternunterstützung zu dir kommen, um wieder normal zu trainieren und zu spielen. Es kann sein, dass sie bei Ablehnung des Mannschaftswechsel den Verein wechseln. Möglich ist auch, dass sie dann ganz mit dem Fussball aufhören.


    Fazit: Wenn ein Trainer altersgerechte Ziele nicht kennt oder sie ignoriert, haben, Trainerkollegen, Jugendleiter, Eltern und Kinder haben die Möglichkeit im Dialog an die Einsicht und Korrektur der Ziele zu appellieren, Im Sinne der Interessensgruppen eines Vereins sollten rasch Änderungen herbeigeführt werden. Im konreten Fall erscheint es sinnvoll, wenn du mit dem Jugendleiter Kontakt aufnimmst, damit dieser sich kurzfristig mit dem E 1 Trainer trifft, um rasch Klarheit zu schaffen. Entweder wird der E 1 Trainer es nach dem Gespräch einsehen oder der Jugendleiter kommt zum Entschluß, sich nach einem geeigneten Trainerkandidaten umzuschauen.

    Günter


    Deine Skepsis, dass es ohne Schiedsrichter im Fussball nicht geht, hast du ja schon bei den ersten Gedanken an die FPL vorgetragen. Würde man jedoch deinen Gedankengang zuende bringen, so müßte es überall dort, wo man im Wettbewerb um Leistungen kämpft, einen neutralen Schiedsrichter geben. Das würde in der Konsequenz zu einer nachhaligen Unmündigkeit führen, mögliche Konflikte miteinander auszutragen, um zum Schluß einen Kompromiß zu finden.


    Wer nicht den Mut hat, miteinander zu reden und nach den Vereinbarungen miteinander zu handeln, der will doch letzendlich Macht über den Anderen gewinnen? Aber hat das dann noch etwas mit dem Fairnessgedanken des Sports zu tun. Denn wenn wir unseren Gegner nur dann achten, wenn uns andernfalls Strafen drohen, dann ist es ja gar keine ehrliche Freiwilligkeit mehr!


    Welche Alternative, als die Verantwortung zu übernehmen, gibt es denn sonst? Findest du es nicht schlimm, dass man bei Kindern, die eigentlich doch nur miteinander spielen wollen, einen Schiedsrichter braucht, der sie vor den durch Erwachsene angestachelten Feindseeligkeiten schützen muß?


    In der Nachwuchsförderung wird schon lange und fast ausschließlich ohne Schiedsrichter gespielt. Es bedarf dazu lediglich kurzer Erklärungen gegenüber den Eltern, das die Kinder nur dadurch Verantwortung erlernen können, wenn sie auch selbst entscheiden dürfen. Die Auswahltrainer werden deshalb nur dann eingreifen, wenn man sich mal nicht einig ist. Das aber passiert sehr selten!


    Ich glaube das Gewaltphänomen läßt sich nicht durch die Funktion eines Schiedsrichters lösen. Denn es handelt sich im unteren Jugendbereich um Trainer und Zuschauer, die nur in Ausnahmefällen regelkundig genug sind, um eine faire von einer unfairen Aktion unterscheiden zu können. (In einem anderen Thread habe ich eine Regel-Aufgabe zum Rückpass gestellt. Was glaubst du, warum sich kaum Trainer und gar kein Schiedsrichter zu Wort gemeldet haben?) Schon deshalb nicht, weil der Schiedsrichter sehr selten nach einer Niederlage als neutral beurteilt wird. Ein Schiedsrichter kann auch nicht wirklich neutral sein, denn auch er irrt schließlich ständig.


    Die FPL ist nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Sie ist im unteren Jugendbereich notwendig geworden, damit der Kinderfussball nicht durch schlechtes Benehmen von Erwachsenen zerstört wird. Die Beispiele aus Köln zeigen, wie notwendig es ist.

    Günter


    Mich ärgert es wahnsinnig, dass der "Gaucho-Tanz" von den Medien so hochgekocht wird. Für mich sind es Exzesse in der Pressearbeit, bei der die Fussballspieler zunächst zu Helden krönt werden, dadurch unfehlbar werden sollen, um sie schließlich für falsche politische Botschaften medial abzuschlachten. Man muß sich nur einmal die Auswahl der Bilder dazu anschauen! Nun unsere Nationalmannschaft in die Schmuddelecke von Neo-Nazies zu stellen, ich weiß ich was das soll? Ich glaube, das die argentinischen Spieler die deutsche Botschaft des Trostes sehr wohl verstanden haben und nicht im Traum daran denken, im "Gaucho-Tanz" mehr als ein bißchen Spott zu sehen.


    Die deutschen Jungs haben auf dem Rasen phantastisches geleistet. Dafür verdienen sie unseren Respekt! Deshalb dürfen sie sich freuen und mit dem WM-Titel mit ihren Fans gemeinsam feiern. Die Feierlichkeiten haben von der Spontanität gelebt. Denn ich glaube nicht, dass auch nur ein Spieler darunter ist, der beim "Gaucho-Tanz" politische Absichten hatten. Die sind hinein interpretiert worden. Wie sonst ließen sich die vielen sozialen Engagements, die diese Profis ganz nebenbei und selbstverständlich neben ihrem anstrengenden Beruf absolvieren.


    Ich denke, es ist an der Zeit, dass Niersback klar Stellung bezieht. Natürlich wäre es ebenfalls sinnvoll, sich für den in der Tat mißlungenen "Gaucho-Tanz" im Namen der Nationalmannschaft bei den Argentinieren zu entschuldigen. Aber dann sollte man auch wieder zur Tagesordnung übergehen. Sonst muß man wohlmöglich nach dem nächsten WM-Titel das "Deutsche Fernsehbalett" stellvertretend für die WM-Elf auf die Fanbühne nach Berlin senden!

    Natürlich darf die Begeisterung der Nationalmannschaft emotional sein. Die Choregrafie einiger Jungs war auch witzig und mußte auch gar nicht professioneller sein! Aber auf den Spott gegenüber den zweitplazierten Argentiniern hätte man schon verzichten können. Wer es bis ins Finale geschafft hat, der darf ebenfalls stolz sein! Doch es ist lediglich ein Haar in der Suppe, mehr nicht!


    Jedoch glaube ich, dass nicht die Bilder mit dem teilweise verlegenen Rumgehampele in Erinnerung bleiben, denn es sind Fussballer und keine Bühnenprofis!


    Jedoch werden sicherlich vielen Menschen vor den Fernsehern die Szenen, die sich unmittelbar nach dem Schlußpfiff abspielten, ins Gedächnis prägen. Es waren die Bilder, wie man sich nach hartem Kampf bis zur Erschöpfung die Hände reichte zum Zeichen der gegenseitigen Anerkennung, die des Sieges und die des Trostes gereicht hat.

    Bei uns im WFV gibt es eine Torspieler-Trainer Lizenz.


    Hierzu heißt es auf dem angegebenen Link: http://www.wuerttfv.de/#Wiki::Article/show/id=4416


    "Der Württembergische Fußball-Verband bietet eine Torspieler-Trainerausbildung auf der Basis der Trainer-C Breitenfußball Lizenz! Partner der Torspielerausbildung ist die Firma Reusch."


    Ausbilden darf Jeder! Eine Lizenz darf jedoch ausschließlich dem DFB erteilen. Die Lizenz bezieht sich ausschließlich auf die C-Breitensport Mannschaftstrainer-Lizenz und nicht auf die Torwarttrainer-Ausbildung.


    Auch der Hinweis, dass es "noch" keine Torwarttrainer-Lizenz gibt, ist nicht zielführend. Es sei denn, der DFB kann sich dazu durchringen, zunächst einmal das Anforderungsprofil des 3-stufigen Modells auf diese Klientel auszurichten. Aber die scheint der DFB gar nicht zu kennen. Denn beim bisherigen Profil melden sich in der Hauptsache die falschen Adressaten (Mannschaftstrainer ohne spezielle Vorkenntnisse im TW-Trainerbereich) zur Ausbildung. Doch die sind nach 1 Woche Ausbildung genauso schlau sind wie zu vor? Das beklagen zwar die DFB-Ausbilder auch, aber geändert hat sich bei den Zugangsvoraussetzungen noch nichts!


    Eine Torwarttrainer-Lizenz wird es auf absehbare Zeit in Deutschland nicht geben, weil derzeit elementare Dinge zwischen den Vereinen, Verbänden und dem DFB noch ungeklärt sind. Die Torwarttrainer im Profi- und Leistungsbereich denken unter den derzeitigen Kriterien gar nicht daran, sich dafür noch mal auf die Schulbank zu setzen. Auch besitzen sie in den Vereinen höhes Ansehen, was sich nicht zuletzt auch dadurch dokumentiert, dass wir schon seit vielen Jahren Torwartrainer auf Weltniveau haben.


    Zwar wünschen sich Alle auch die Torwarttrainer eine standardierste Ausbildung, um den hohen Aufwand für die autodidatische Ausbildung besser zu kompensieren, doch braucht es scheinbar beim DFB neue Fachleute in den Entscheidungsgremien. Denn das aktuelle Modell ist bis auf die erste Stufe nicht viel mehr als ein schlechter Witz!

    Liebe Trainerfreunde,


    noch liegen wir im Siegestaumel um den WM-Gewinn, da hat die UEFA flugs aus dem besonders guten Abschneiden der europäischen Lander eine "UEFA Nations League" aus dem Hut gezaubert. Diese League soll als Ersatz für innereuropäsiche Test- und Freundschaftsspiele ein fester Rahmenplan werden.


    Weitere Details: http://de.uefa.com/community/news/newsid=2079612.html



    Jurgi Löw glaubt damit leben zu können, sieht jedoch Schwierigkeiten bei der Termingestaltung.


    Den Bossen für die wirtschaftliche Vermarkung incl. dem UEFA-Chef geht es darum, den Fussball zukünftig noch besser zu vermarkten. Das Argument: "die verdienen viel Geld, da brauchen die keine Pause"! In Deutschland ist man hingegen skeptisch. Zwar versteht man, dass die kleineren und mittleren Länder den nationalen Fussball nicht so gut vermarkten können, jedoch wünscht sich z.B. Jurgi Löw weiterhin die besten Gegner aus aller Welt.
    Doch die Vereine, Spieler und Trainer wurden bei dieser Debatte gar nicht gefragt. Denn hier gab es gleich einmal den Einwand, wie bei fast jeder Abstellung für die Nationalmannschaft, einer zu hohen körperlichen Belastung ihrer Spieler (verbunden mit einem erhöhten Verletzungsrisiko)!


    Natürlich sieht man in Bayern, wo die Sonne 1 Minute früher aufgeht, als z.B. beim VFL Wolfsburg, das Ganze lockerer. Denn egal, ob jetzt 12 FC Bayern-Spieler an der WM teilnahmen oder 7 davon in der Siegermannschaft standen, ein bißchen mehr Konkurrenz zwischen den Top-Vereinsmannschaften und den Nationalteams könnte nicht schaden. Statt ihre Stars rotieren lassen zu müssen, soll in beiden Ligen damit Geld verdient werden.


    Am Ende würde man aufgrund der zu hohen individuellen Belastungen der Spieler einen A und B-Kader für die jeweiligen Ligen zur Verfügung stellen, meint Kloppo.


    Bei den Wölfen ist man sich nicht so richtig einig, was man davon halten soll und befürchtet eher, das ein weiterer internationaler Wettbewerb den Fussball inflationieren könnte.


    Wie ist eure Meinung dazu?

    Pfeffernuss


    Wer sich so sehr für den Fussball interessiert, dass er bei seiner autodidaktischen Weiterbildung sogar über den Tellerrand hinausschauend mit ausländischer Lektüre auseinander setzt, der sollte nicht an dieser Stelle seiner Trainerentwicklung stehen bleiben, sondern den nächsten Schritt wagen. Dazu zählt im praktischen Bereich die Übernahme von älteren Jugendmannschaften und im theoretischen Bereich die Erweiterung der Fachkenntnisse in der Trainerfortbildung.


    Dabei gilt es sich die Frage zu stellen, was erwarte ich von der Trainerlizenz und welches sollen meine nächsten Schritte nach dem Erwerb der Lizenz sein?


    Zu Beginn der Trainerkarriere muß man meist nicht viel überlegen, weil sie am Interesse des Kindes für den Fussball gekoppelt ist. Nach einiger Zeit ist es normal, dass der Fussball eine unterschiedliche Priorität bekommt. Dann wird es Zeit, dass jeder "sein Ding" machen sollte, damit seine Erwartungen erfüllt werden.


    Weil ca. 2/3 der C-Breitensport und der C-Leistungslizenz identisch sind, solltest du dir überlegen, welchen weiteren Trainerweg (Breitensport oder Leistungsfussball) du einschlagen möchtest? Wenn dir die Unterschiede noch nicht so bewußt sind, dann sollte man das zunächst einmal für sich herausfinden.


    Sofern es bei euch keine Jugendteams gibt, die Bezirksliga und höher spielen, solltest du dir das Vorbereitungsprogramm (Training, Testspiele) von nahegelegenen Leistungsvereinen in deiner Umgebung anschauen.
    empfehle ich dir einfach mal, an den nun beginnenden Vorbereitungen im Jugend-Leistungsfussball ein Vereinen in der Nachbarschaft. Diese Eindrücke solltest du mit denen aus deinem Heimatverein vergleichen und für dich entscheiden, was dir mehr Spaß machen würde.


    So, wie ich das sehe, stellt sich für dich weniger die Frage nach einer weiteren Trainerfortbildung. Vielmehr stellt sich die Frage, für welchen Trainerweg du dich entscheidest? Dann klärt sich auch die Frage der richtigen Lizenzausbildung.


    Egal, ob man sich für eine C-Breitensport- oder Leistungslizenz entscheidet. Es kommen nur solche Ausbilder zum Einsatz, die eine Trainer-Leistungslizenz besitzen. Eine Ausnahme gibts leider noch! Das sind die TW-Trainer. Denn dafür gibts noch keine Lizenz-Ausbildung. Wie Zodiak schon sagte, ist die Qualität natürlich von den Ausbildern abhängig.


    Da du jedoch der niederländischen Sprache mächtig bist, kannst du dort eine TW-Trainerlizenz erwerben. Im Gegensatz zu Deutschland, wo kurioserweise eine Mannschaftstrainerlizenz erwartet wird, um an einer inhaltlich noch gar nicht ausgereiften TW-Trainer-Leistungsausbildung teilnehmen zu dürfen, gibts in den Niederlanden keine Zugangsbeschränkung. Dafür jedoch Inhalte, die bereits in Theorie und Praxis durchaus mit den guten Werten in den deutschen Leistungs- und Profinachwuchsbereichen zu vergleichen sind. Allerdings ist der Spaß über die halb privat und halb über den Niederländischen Fussballverband organisierten Ausbildung nicht ganz billig.

    Gordinho


    Auch ich bin erschrocken über deine Beschreibungen! Jedoch bin ich auch dankbar dafür, dass auch einmal über Grenzfälle berichtet wird. Denn die sollten bei aller Freude über wachsende Einsicht nicht unter den Tisch fallen.


    Was sind nach deiner Meinung die Auslöser des unfairen Verhaltens der Kinder?


    1. Sind es die großen Unterschiede im Leistungsvermögen der Teams, der einige Kinder dazu treibt, den Gegner nicht nur mit fairen Mittel am Torerfolg zu hindern?
    2. Sind es die Erwachsenen, die Druck ins Spiel bringen, weil sie glauben, Schiedsrichter-Ersatz spielen zu müssen?
    3. Verhalten sich die Kinder so, wie es ihre Eltern/Trainer erwarten oder werden sie sogar von Ihnen zu unfairem Spiel ("Auge um Auge, Zahn um Zahn") aufgefordert?
    4. Was ist es sonst ...?

    @open minded


    Wenn Politiker oder Sponsoren den Reportern die Fragen an die Fussballstars diktieren, dann sollte es öfter solche Reaktionen geben, wie die von Thomas Müller. Wenn also Seehuber glaubt, das es eine Differenzierung zwischen den deutschen und den bayrischen Weltmeistern (die nur zufällig auch ein bißchen Deutsche sind) braucht, dann sollte es genau diese Antwort: "...dess interessiert mieinen Scheißdreck! Weltmaster san mir ..." geben. Nicht die Politiker, sondern die Sportler haben es verdient, im Mittelpunkt zu stehen! Aber Trittbrettfahrer gibts eben überall.


    Ich find es O.K., wenn jeder Heimatverein seine Weltmeister ehrt! Aber bitte dort, wo sie für die Erfolge im Verein hart gearbeitet haben.

    Zunächst einmal war es sicherlich eine geschickt angebrachte Werbebotschaft von Wolfgang Niersbach, im Augenblick des größten Triumpfes der gesamten Basis in Deutschland zu sagen, dass es ja sie sind, die die späteren Nationalspieler in ihre Vereine aufnehmen und dort die ersten Schritte des Fussballs vermitteln.


    Entgegen der Meinung vieler, dass der DFB resitent gegen Vorschläge aus der Basis ist, bin ich anderer Meinung. Die aus der Basis stammende Idee und Realiserung des KIFU ist bestes Beispiel dafür. Jedoch bin ich vollkommen bei euch, wenn es um die Realisierung und um eine effektive Unterstützung dabei geht. Hier möchte ich mal das "DFB-Mobil" als Negativ-Beispiel anführen. Eigentlich war es gedacht, um Trainern ohne Lizenz dazu zu bringen, sich über Kurzseminare und Lizenzausbildungen fortzubilden. Leider ist es jedoch als eine Art Ersatz-Ausbildung bei den Tainern im Basisbereich angekommen. Hier hat man eine gute Idee in den Sand gesetzt, weil ein Controlling fehlte.


    Weil die Verantwortung beim DFB jedoch auf sehr viel Köpfe verteilt ist, handelt es sich um einen recht trägen Entscheidungsapparat (vergleichbar mit dem 40 km langen Bremsweg eines Supertankers vor der Einfahrt in den Hafen). Deshalb würde ich mir eine größere Bündelung der Verantwortlichkeit wünschen und damit einhergehend auch ein besseres Controlling.

    MichaMittelfeld


    Das Problem ist vermutlich, dass Roger und sein Kollege sehr unterschiedliche Ansichten über den Fussball haben. Erschwerend könnte sein, dass der Eine meint, er wäre der Bessere, weil er ja eine Liga höher trainiert. Im unteren Jugendbereich spielt jedoch die Ligazugehörigkeit eine untergeordnete Rolle, weil es ohnehin nur gegen die Nachbarvereine gespielt wird und die Spielstärke der Liga unvorhersehbar schwanken kann.


    Normalerweise kommentierte ich die Beiträge von KK nicht. So will ich gar nicht viel über das wieder mal durch viel Halbwissen "Zusammengereimte" sagen. Ein Trainer hat alters- und leistungsbezogen unterschiedliche Aufgaben und dafür auch eine unterschiedliche Ausbildung. Wie gut das Ganze funktioniert, hängt von sehr vielen Faktoren (auch solche, die der Trainer selbst gar nicht beeinflussen kann) ab. Wäre das anders, dann wäre die Trainerfluktuation in der 1. Bundesliga wie auch darunter deutlich geringer. Aber vielleicht irren wir uns alle und es gibt noch einen Zweiten, der übers Wasser gehen kann?


    Es wäre eigentlich besser, wenn sich die Trainer im unteren Jugendbereich gemeinsam mit dem Jugendleiter vor jeder Saison an einen Tisch setzen, um sich über grundlegene Fragen einig zu werden. Dies ist auch im Interesse der Kinder und Eltern, wenn alle Trainer die gleiche Sprache sprechen und einheitliche Ideen in die Tat umgesetzt werden. Dort, wo es diese Konzept-Meeting nicht gibt, kann es häufiger zu Einzelfall-Diskussionen führen, weil es kein Muster gibt, anhand man hier eine von allen Trainern mitgetragene Linie ableiten könnte.


    Deshalb wäre mein Rat an Roger gemeinsam mit dem Trainrekollegen und dem Jugendleiter eine Initiative zu starten, gemeinsame Ziele zu erkennen und zu verfolgen. Dadurch rücken die Kinder wieder in den Mittelpunkt und laufen nicht (mehr) Gefahr zwischen die Fronten unterschiedlicher Trainerinteressen zu geraten.

    Daniel78


    Wie du schon schreibst, gibt es bei euch keine 2-jährige Kreisauswahl. Das ist schon mal der erste Unterschied. Kein Unterschied besteht jedoch darin, dass scheinbar auch bei euch nur solche Spieler gesichtet werden, die auch von den Vereinen dafür entsandt werden. Zwar sieht das DFB-Konzept vor, dass die Stützpunkttrainer immer auf den aktuellen Leistungsstand in ihrem Gebiet im Bilde sein sollen, dass ist jedoch schon deshalb schon häufig reine Theorie, weil die Stützpunkttrainer in den meisten Fällen weitere Traineraufgaben haben und Spieler eher zufällig, statt durch systematisches Scouting auffallen. Natürlich sollte es eine Durchgängigkeit geben, aber meistens ist es eine Talentverwaltung. Denn nur in Ausnahmefällen erscheinen in späteren Zeitpunkten Trainer mit Talenten. Das hat viele Ursachen. Meistens sind die Stützpunkttrainer für die "normalen Heimattrainer" irgendwelche Exoten, die zu bestimmten Terminen mal auftrauchen. Ähnlich ist es mit Talenten, die zum Sichtungszeitpunkt aus unterschiedlichen Gründen nicht an der Stützpunktsichtung teilnehmen können. Es kann doch kein gutes System sein, wenn ein Talent nur durch einen Zufall (Stützpunkttrainer und Trainer der Gastmannschaft eines Punktspiels kannten sich) ein Tipp gegeben wird. Das Talent hatte wegen einer Verletzung nicht an der Talentsichtung teilnehmen können. Der Heimattrainer konnte oder wollte das Talentpotenzial nicht richtig einschätzen. Die Eltern waren Fussball-Laien. Um es kurz zu machen: das Kind durfte nur aufgrund dieses Zufalls nach ca. 1 2/2-jähriger Förderung unlängst beim DFB vorspielte. Wenn es um die Eliteförderung gehen soll, dann darf es doch kein Zufall sein, ob diese Talente durchs Raster fallen oder nicht.


    Was vom Talentstandard aus den DFB-Stützpunkt zu halten ist, wurde bereits in anderen Themen begründet. Dort hieß es: die Talentqualität wird zu hoch angesetzt, woraus sich auch die letzendlich geringe Quote zusammen setzt. Die Auswahl der Talente ist ja auch deshalb so schwierig, weil nicht nur die 2 - 4 besonders hoch veranlagten Talente gesichtet, sondern bis zur Mannschaftstärke aufgefüllt wird. In wenigen Ausnahmen mag dies durch eine spätere, besonders günstige Entwicklung begründet sein. Aber in den meisten Fällen ist es fürs Trainingsniveau nicht günstig, wenn Übungen und Spielformen immer wieder deshalb nicht funktionieren, weil Spieler aus Sympathie-, statt aus Leistungsgründen dort aufgenommen werden. Gerade diese Spieler sind es dann auch, die wenig Spaß am Fördertraining erleben, weil es für sie zu schwierig ist. Zusätzlich haben sie das Gefühl, auch im Verein besonders im Fokus zu stehen. "Der muß doch das Tor machen. Der Spiel doch in der Auswahl", heißt es da oft. Die Zahl der aufgenommenen Talente sollte sich nach der Anzahl der Kinder orientieren, die den gewünschten Talentmerkmalen entsprechen. Man kann besser mit mehreren Jahrgängen gleichzeitig trainieren, als mit einem "aufgefüllten Jahrgang"! Gerade die Kleingruppen bieten die Möglichkeit, auf jeden Einzelnen besser eingehen zu können. Ein weiteres Thema ist sicherlich die immer noch nicht vorhandenen Torwarttrainer. (Kurios ist, dass man sich bereits Torleute aussucht, diese jedoch aufgrund fehlendes Personals und eines fehlendes Budgets keine Ausbildung erhalten!)


    Zwar gibts die Stützpunkttrainer-Fortbildungen, aber von einer Konzept-Ausbildung ist das noch ein gutes Stück entfernt.


    So ist zu beobachten, dass je nach Heimat des Stützpunkttrainers auch die Talente vermehrt aus diesem Gebiet stammen. Wechselt der Stützpunkttrainer, kommen auch die Talente aus anderen Gebieten. Allerdings gibt es hiervon auch Ausnahmen, die jedoch meist dann eintreten, wenn die Auswahltrainer ausschließlich mit dieser Aufgabe betraut sind und aufgrund mehrjähriger Erfahrungen ihr Zuständigkeitsgebiet bereits besser kennen. Denn sonst trifft man sich gelegentlich, aber jeder macht seinen Krempel!


    Unstrittig ist das Fördertraining ansich. Jedoch sollte es zu denken geben, dass Spieler, die gar nicht oder nur kurz auf den Stützpunkten spielten, ab der B-Jugend verstärkt die Plätze in den Vereinen einnehmen, die eigentlich durch die Frühförderung der Talente ihre Dominanz finden sollten. Natürlich kann das vorkommen, aber es erklärt sich nicht allein durch eine spätere Entwicklung. Es erklärt sich auch dadurch von Schwächen des aktuellen Systems, in der es kein aktives Scouting gibt. Obwohl die Teilnahme am Sparkassencup eigentlich eine Pflichtveranstaltung ist, nehmen nur ca. 30 % aller Jahrgangsspieler daran teil. Eine weitere wesentliche Schwäche ist die Übertragung der Verantwortung an die Vereine, selbständig über die Talentmerkmale zu entscheiden, weil ja nur die Spieler entsandt werden sollen, die nach Meinung der Heimattrainer über genügend Talentpotenzial verfügen.


    Wenn du selbst Stützpunkttrainer bist, dann kennst du sicher auch die nicht endenwollenden Diskussionen darüber, was nun die wichtigsten und was die weniger wichtigen Talentmerkmale sind!


    Im wesentlichen hängt die Qualität der Stützpunktarbeit von den dort tätigen Trainern ab. Dort, wo man sich die Klinke in die Hand gbit, kommt meist nicht viel Gutes dabei heraus. Weil jedoch meist der "Fisch am Kopf anfängt zu stinken", liegt es auch em DFB-Koordinator, der aufgrund seiner Auswahl, Unterstützung und Kontrolle sein Zuständigkeitsgebiet aktiv steuern oder aber auch nur verwalten kann. Leider reagiert der DFB hier besonders träge bei der Wahl geeigneter Kandidaten, wenn DFB-Koordinatoren trotz vermehrter Kritik immer noch in Amt und Würden sind.


    Die deutsche Eliteförderung ist ein Meilenstein gegenüber dem Zeitraum vor 2000. Aber es gibt noch zu große Lücken in der Druchgängigkeit der Kommunikation von der DFB-Zentrale bis nach Unten und dementsprechend zu wenig Kontrolle darüber, ob flächendeckend aus neutraler Leistungsbewertung die gewünschten Talente eine Förderung erhalten. Ich würde mir wünschen, dass aufgrund der Impulse durch die gewonne WM noch mehr Aufmerksamkeit den heimischen Talenten zu schenken. Da ist noch einiges an Luft nach oben vorhanden, wie ich aus meinen Beobachtungen in der Talentförderung unserer Nachbarländer erkennen konnte. Ich denke, es war kein Zufall, dass die Niederlande, Belgien und die Schweiz im Vergleich zum vorhandenen Potenzial aus den aktiven Spielern eine besonders gute Rolle gespielt haben.

    der den besseren Torwart hat. Der gegnerische Keeper mal ein Elfmeterkiller gewesen sein. (Aber das kann Neuer auch!!! Doch der kann eben noch mehr!)


    Aber, wenn man ehrlich ist, haben auch Jurgis Buben einige Male "Dusel" gehabt. Denn der Gegner hatte unsere Defensive gut analysiert. Insbesondere in der 1. Halbzeit nutzten Messi und Co. ihre Schnelligkeitsvorteile. So war Neuer bereits in einer Szene bereits geschlagen (sah dabei auch gar nicht gut aus), als der Ball von der Torlinie zwischen 2 gegnerischen Angreifern hindurch erfolgreich geklärt werden konnte. Dann gab`s da noch den "Partisanenkopfball" von Kroos auf den Fuss des freisthenden gegnerischen Angreifers. Auch der Lupferversuch scheiterte knapp neben dem Tor. Zum Glück gab es zur Halbzeitpause die Korrekturen, weshalb unsere Defensive immer besser arbeitete und die Offensive zum Schluß wieder mehr Akzente setzen konnte.


    Ein paar Prozente Respekt galten jedoch Neuer, der sich insbesondere im Algerienspiel einen Sonderbonus verdiente. Es ist ja nicht so, dass auch andere Keeper sich schon daran probiert haben, mehr Raum zu verteidigen. Nur standen sie mal zu tief, mal stimmte das Timing nicht, mal reichte die Springgeschwindigkeit nicht und mal reichte die beidfüssige Technik oder die Kopfballtechnik nicht zur erfolgreichen Abwehr. So zeugt es von besonderem Mut, das Neuer trotz seiner negativen Erfahrung und Schulterverletzung sich nicht schonte und "jetzt erst recht" allen und insbesondere sich beweisen wollte, dass er das "drauf hat"!


    Man kann sich nur weiterentwickeln, wenn man den Mut zum Risiko hat. Selbst dann, wenn man mal damit auf die Nase (bzw. Schulter) gefallen ist. Doch wußte Neuer ganz genau, dass er mit Weidenfäller und Zieler 2 Stellvertreter von besonderer Klasse hat, um dieses Risiko eingehen zu dürfen.

    MichaMittelfeld


    Ein guter Trainer zu sein, dass ist sicher nicht leicht. Denn die individuelle Fähigkeiten zu einer Mannschaft zu formen, ist dann nicht einfach, wenn man kein homogenes Team hat. Das ist fast in jeder Mannschaft im unteren Jugendberich so. Hinzu kommt, dass jedes Kin eine andere Ansprache benötigt. Worauf es am besten reagiert, gilt es heraus zu finden. Wer all das ignoriert und nach Schema F ausbildet, der wird nie erfahren, was möglich gewesen wäre, wenn er jedes Kind dort abholt, wo es gerade steht.


    Wichtig ist es zunächst alle Spieler "in der Breite" auszubilden, statt zu früh eine Positionsausbildung zu betreiben. (Es wird ja auch in der Schule zunächst der Standard vermittelt und erst in einer späteren Phase erfolgt die Spezialisierung.) Jedoch besitzt man als Trainer einen Spielraum, indem man dem Begabten etwas schwierigere Aufgaben stellt. Für`s Spiel wäre es hier sogar wichtig, dem Begabten Mut zuzusprechen, durch seine Leistungen dem Spiel seinen Stempel aufzusetzen.


    Weil wir Trainer in aller Regel nicht schon dafür ausgebildet sind, können wir analog unserer Funktion als Familienvater lediglich unser Bestes geben und das ist für den Breitensportbereich meistens gut genug! Denn wir wachsen durch unsere Herausforderungen.


    Leider gibt es gerade im unteren Jugendbereich besonders viele "Ergebnistrainer", woraus sich auch erklärt, dass sie sich Spieler für bestimmte Positionen holen. Das habe ich so relativ klar in der Beschreibung von Roger lesen können und deshalb als Antwort gegeben, dass vermutlich der Trainer der falsche Ausbildung für diesen Jungen ist. Denn häufig geht mit einem erfolgreichen Dribbling ein besonderes Bewegungstalent einher. Dieses gilt es zu fördern, statt es durch rigide Maßnahmen auszubremsen.


    Ich denke, Roger möchte sich gerne mit seinem Trainerkollegen über diesen Spieler unterhalten und ist hier im Forum auf der Suche nach Argumenten?

    MichaMittelfeld


    Warum so gereizt? Es darf doch unter Trainern durchaus unterschiedliche Ansichten geben? Oder bist du gerade in einer ähnlichen Situation, weshalb du bei diesem Thema eine bestimmte Postion einnimmst?


    Natürlich kennen wir bei solchen Beiträgen immer nur eine Seite und haben selten ein vollständiges Bild. Es liegt jedoch am Beitragsverfasser, ob ihm "Schulterklopfer" lieber sind als eine detailierte Betrachtung der Situation, di unter Umständen auch zu einem Umdenken führen kann.

    Mein Fazit zum gestrigen Spiel ist recht kurz:


    Der beste Angriff hat gegen die beste Abwehr gewonnen!


    (Jedoch mit einer Einschränkung: wir hatten mit Neuer den besten Keeper hatten. Er dann den Unterschied ausgemacht hat, wenn es darauf ankam. Denn, wer gestern genau hingeschaut hat, der hat den kleinen Torwartfehler des argentinischen Keepers gesehen. Ja, der Ball war haltbar, hätte er die Situation etwas früher erkannt, die Distanz zum Schützen reduziert und die Torfläche dadurch verkleinert.
    Neuer hat für die meisten Laien unter uns in der WM einige Dinge gemacht, die im ersten Moment verrückt aussahen. Jedoch bei näherer Betrachtung wurden weitere Optionen aufgezeigt, wie ein moderner Torwart Druck auf den Ball ausüben kann. Diese Form des taktischen Verhaltens wurde bislang im wesentlichen den Feldspielern vorbehalten. Er hat die Torwartrolle in dieser Frage jedoch ein gutes Stück weiterentwickelt.
    Das eigentlich sensationelle für ich mich ist es jedoch, dass er ein Teil dieser Qualitäten erst zu einem Zeitpunkt erlernt hat, als er bereits ein Weltklasse-Keeper war. Denn jeder Trainer weiß, wie schwer es ist, bereits automatisierte Abläufen zu verändern!)


    Doch für mich ist ganz Fussballdeutschland Sieger. Wie lange haben wir auf den WM-Titel warten müssen und wie oft sind wir dabei kurz vor dem Ziel gescheitert. Endlich ist es geschafft. Ich bin einfach nur happy :thumbup: !
    Nun beginnt eine spannende Phase, was Alles daraus werden wird!