Beiträge von TW-Trainer

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    Eine konkrete Herangehensweise wurde nicht gelehrt.


    @schimi
    Danke für diesen Hinweis!
    Zwar kann man z.B. bei Ralf Peter eine umfangreiche Beschreibung zur Umstellung auf das ballorientierte Spiel finden. Aber ohne entsprechende praktische Erfahrungen ist es eine Umstellung schwierig. Nicht umsonst siedelt der DFB diesen Inhalt der Trainerausbildung im Leistungsbereich an. Ansonsten stimme ich den meisten Schreibern zu, das eine Umstellung auf dieses Spielsystem seine Zeit braucht.


    Leider macht sich der Irrglaube breit, man könne das mal eben so nebenbei machen. Hier kann jedoch der Glaube allein das Wissen darüber nicht ersetzen!


    Ein wenig Schmunzeln mußte ich bei der Beschreibung des "modernen vernünftigen Libero", weil ich mir versucht habe, den unmodernen und unvernünftigen Libero" vorzustellen! (Stets läuft man doch in Gefahr, falls verstanden zu werden, obwohl man doch nur das Richtige meinte!)

    @solohope


    Ih kenne auch solche Mädchen, die bei den Jungen mitspielen und nicht in der 1. B-Juniorinnen-Bundesliga. Drei Gründe kommen besonders häufig vor. Zum Einen, weil die Chemie zwischen den Trainern und Spielerinnen nicht stimmt. Manchmal liegen die Ursachen hierfür schon Jahre zurück, aber keiner will auf den Anderen zugehen. Und zum Anderen gibts eine stark abweichende Leistungsbeurteilung zwischen Trainer und Spieler. Es gibt auch nur in ein paar Vereinen Internatsplätze für Mädchen, weshalb das mit den Mädchen-Gastfamilien eher nur in der Papierform funktioniert. Ein Fahrdienst funktioniert nur in einem bestimmten Radius zum Trainingsstützpunkt. D.h. wenn der Aufwand fürs Training und den Spielen für die Eltern nicht zu schaffen ist und das Mädchen Schule und Fussball nicht in Einklang bringen kann, so muß sie auf einen Teilnahme verzichten.


    Natürlich hast du recht, dss auch heute noch jedem talentierten Mädchen auf den Weg gegeben wird, solange wie möglich bei den Jungen mitzuspielen. Aus diesen Teams werden auch heute noch die meisten telentierten Mädchen gescoutet. Allerdings gibts nun einmal biologische Gründe, warum es ab einem bestimmten Alter immer weniger Sinn macht, als Mädchen im Jungenteam zu spielen. Durch die rasche Zunahme an Muskelkraft und Körperlänge sind die Jungen dann in der Lage schneller mit Ball zu sprinten als die gleichaltrigen Mädchen. Auch kommen einige Jungen höher mit dem Kopf als eine Torhüterin mit ihren Armen recken kann. Wenn Mädchen nur noch von Fehlern der Jungen profitieren, sollten sie in die für sie geeignete Mädchen- oder Frauenliga wechseln.


    Du hast sicher recht, dass auch die Entfernung eine Rolle gespielt hat, aber das war nicht der wichtigste Grund! Es gab zunächst eine Festlegung der Startplätze pro Verband. Diese orientierte sich an der Anzahl der Damenteams pro Verband in der 1. Bundesliga. Weil damals nur VFL Wolfsburg in der 1. Bundesliga spielte, erhielt der NFV zunächst nur einen Starterplatz. Kurios war jedoch, dass Wolfsburg sich nur dann an einer Teilnahme für die B-Juniorinnen-Bundesliga zeigte, wenn die Rahmenbedingungen ihren Vorstellungen entsprechend angepaßt würden. Hinzu kam, dass es beim NFV seinerzeit noch gar keinen sportlichen Unterbau gab, sodass die Nachhaltigkeit des Niveau`s nicht gewährleistet werden konnte. So wurde zunächst die B-Juniorinnen-Niedersachsenliga eingeführt. Sie sollte gleichzeitig die Qualifikationsliga (analog Regionalliga in NRW) sein. Aber nicht nur hier gab es Veränderungen, sondern auch in anderen Bereichen der Rahmenbedingungen. Denn man hatte ohne genauere Kenntnisse der Materie einfach die Rahmenbedingungen der Jungen auf die im Mädchenfussball übertragen. So auch die Anzahl der überdachten Sitzplätze bei den Spielen und so auch bei den Intenatsplätzen, die in Gastfamilien-Optionen umgewandelt wurden. Man könnte sich noch eine ganze Reihe von Veränderungen anführen, aber das interessiert vermutlich dann nur Insider!


    Aber es war nicht allein Wolfsburg, sondern es gab viele Vereine, die ihr Interesse an bestimmte Bedingungen stellten, wodurch letzendlich das, was wir heute haben, entstanden ist. Weil die B-Juniorinnnen-Bundesliga noch eine junge Liga ist, ist mit Veränderungen in den nächsten Jahren zu rechnen.


    Natürlich hast du recht, dass die Leistungsunterschiede bei den Mädchen und Frauen in den obersten Ligen noch einmal größer ist als bei den Jungen und Männern. Dies ist im wesentlichen der geringeren Leistungsdichte geschuldet. Eine der Ursachen hierfür ist sicher auch die in weiten Teilen brachliegende Mädchenförderung. Das fängt schon im Verein an, wo Einladungen für die Mädchen-Auswahl aus Desinteresse von den Vereinsverantwortlichen häufig in den Papierkorb geworfen werden, während mit Einladungen an Jungen des Vereins geprahlt wird. Wenn allerdings der DFB für eine Nationalspielerin eine Prämie an dessen Jugendverein ausschüttet, so hält jeder Heimatverein gern die Hände auf.


    Sicher gibts eine Reihe von Ungereichtigkeiten auch im obersten Leistungslevel. Aber die gibts bei den Jungen und Männern deshalb noch häufiger, weil hier die Wahl einer Alternative kaum ins Gewicht fällt. Denn dort gibts viele auf gleichem Leistungsniveau.
    Allerdings ist zu beobachten, dass vermehrt ausländische Spielerinnen in deutschen Teams kämpfen, weil der Fussball dort noch nicht die Schritte wie in Deutschland gemacht hat.


    Es sind auch nicht die Systeme, die gut oder schlecht sind, sondern immer nur Menschen, die sie bestimmen. Allerdings sind die Entscheidungswege bei den Mädchen und Frauen noch etwas kürzer als im männlichen Bereich. Jedoch greift leider auch hier immer stärker der DFB ein, sodass die kleineren Vereine immer weniger Chancen haben, weil sie die Bedingungen nicht erfüllen können.


    Wenn du mehr wissen möchtest, bitte per PN

    Das ist ein sehr guter Hinweis!


    Aus Angst, irgendetwas wichtiges zu vergessen, wird meist viel zu viel erzählt!


    Einfache, klare Formulierungen helfen beim Informationstransport. Um Mißverständnisse zu vermeiden, bitte ausschließlich die Begriffe zu verwenden, die die Trainingsgruppe bereits vermittelt wurden. Kommen neue Elemente mit neuen Fachbegriffen hinzu, sollte der jeweilige Fachbegriffs kurz erklärt werden.


    Hier stolpere ich über einen Begriff: Was meinst du "von außen attackieren"? (Früher wurde unter attackieren auch der Angriff verstanden! Heute wird attackierten mit einem bestimmten Defensivverhalten in Verbindung gebracht!)


    Vor einigen Jahren wurde in der Trainerausbildung erklärt, dass alles "Falsche" sofort zu korrigieren sei. Heute ist man zur Einsicht der spielerischen Vermittlung gelangt. Spielen heißt in diesem Zusammenhang zunächst einmal Fehler zu machen und daraus selbst zu lernen. Der Trainer unterbricht erst dann, wenn er erkennt, dass ein Spieler oder eine Gruppe ohne seine Hilfe nicht weiterkommt. Durch diese Methode gelingt es leichter, zufällige richtige oder falsche Aktionen von Generellen zu unterscheiden.


    Ein Übungsleiter ist kein Spieltunterbrecher, sondern ein Spielbegleiter!

    Marco84


    Ich bin gleich über mehrere Dinge gestolpert.


    1. In deinem Nick steht: Trainer B-Junioren (unterste Liga)
    2. Trainingsschwerpunkte im gruppentaktischen Verhalten


    Wie paßt das zusammen?


    Bist du der einzige Trainer in eurer Mannschaft? Wenn ja, was machen die anderen Spieler, während du mit einzelnen Teilen deines Teams gruppentaktisches Verhalten in bestimmten Situationen übst?


    Unter Bestrafung verstehe ich etwas anderes, als wenn du mit Provokationsregeln und Zielvorgaben arbeitest. Ein paar Liegestütz mögen bei den Einen vorwiegend Arm- und die Anderen besonders ihr Gesichtslachmuskeln traineren. Noch interessanter könnt`s werden, wenn die Angreifer durch ein vorgegebenes zeitliches Limit nicht zum Torabschluß kommen und sie nun zur Belustigung der cleveren Abwehrspieler einige Liegestütz machen müssen.


    Unter einer Bestrafung verstehe ich etwas anderes. Sie beruht meistens darauf, dass sich der Trainer in seiner Arbeit gestört fühlt oder vielleicht nur schlecht gelaunt ist und sich nicht anders zu helfen weil, als zur Aufrechterhaltung von Disziplin und Ordnung irgendwelche Strafen zu verhängen, über die nur er einen nützlichen Zusammenhang mit dem Fussball herstellt. Wenn du hier im Forum ein bißchen surfst, wirst du bestimmt fündig werden.


    Ob dein Training die Erwartungen deiner Spieler erfüllt, kann von Außen schwerlich beurteilt werden.


    Allerdings braucht ein Trainerneuling einige Zeit, bis er:
    - zum Niveau in der Trainingsgruppe die passenden Übungen und Spielformen in größerer Auswahl zu den einzelnen Schwerpunkten finden muß,
    - komplexe Übungen und Spielformen zunächst kurz erklärt und die richtigen Impulse kennt, um sie "in Gang" zu bringen,
    - die Erführung für die Entscheidung besitzt, wann man eine Übung unterbrochen und korrigiert werden sollte,
    - die Erfahrung hat, wann der Schwierigkeitsgrad (einfacher, schwerer bwz. vom Bekannten zum Unbekannten) verändert wird,
    - das richtige Timing findet, ab wann Konzentration und Kraft nachläßt und eine Regenerationspause sinnvoll ist


    Bedenke: Auch Übungsleiter (Trainer) müssen Üben! Aber das ist doch gerade das Schöne daran, nur nur seine Spieler, sondern auch sich selbst weiterentwickeln zu können!

    Wenn man den Frauenprofifussball über einen längeren Zeitraum beobachtet hat, dann gab es immer seltener B-Juniorinnen, die den Sprung ins Profiteam auf Anhieb geschafft haben. Mehr oder weniger aus der Not heraus geboren war dann die DFB-Auflage, dass die Juniorinnen zusätzlich in einer Jungenmannschaft spielen sollten. Das passte jedoch längst nicht immer, denn die jeweilige Liga interessierte den DFB nicht. Da könnte es passieren, dass das eine Mädchen in einer Gurkentruppe kaum gefordert wurde und ein anderes Mädchen in der C-Junioren-Landesliga total überfordert meistens auf der Reservebank platz nahm. Weil es vorher gar keine Mädchenleistungs-Ligen in einigen Verbänden gab, spielten die B-Juniorinnen von Turbine Potsdam in der C-Junioren-Brandenburg-Liga und waren bei der Gründung der B-Juniorinnen-Bundesliga deshalb skeptisch, ob die Anforderungen erfüllt werden.


    Richtig ist sicher auch, dass es noch keine absolut ausgeglichene Leistungsliga ist. Aber wo gibts die schon? Anfangs sollte es lediglich eine zweigeteilte Liga werden. Man war davon ausgegangen, dass aufgrund des Anforderungsprofils sich ohnehin nicht so viele Vereine dafür interessierten. Bei der 2-Teilung wäre die Leistungsqualität vermutlich etwas ausgewogener gewesen? Aber mit der Herabsetzungen der Anforderungen und der 3 Teilung können nun auch talentierte Mädchen auf höchstem Niveau gefördert werden, deren Heimatorte sonst zu weit vom nächsten B-Juniorinnen-Bundesligaverein entfernt gewesen wären. Doch selbst bei der aktuellen Konstellation trainieren die Mädchen teilweise zusätzlich im Heimatverein, weil die Fahrt zum eigentlichen Trainingsort sehr weit ist.


    Man kann das alles gar nicht mit den Jungen vergleichen. Schon allein deshalb nicht, weil der Etat für die Mädchen um ein vielfaches geringer ist als bei den Jungen. Gäbe es den DFB-Zuschuß nicht, so müßten einige Clubs auf eine Teilnahme verzichten.


    Mit der Einführung der B-Juniorinnen-Bundesliga hat es auch einen sportlichen Unterbau gegeben, den es in einigen Verbänden vorher gar nicht gab.


    Über diese Veränderungen wird es in den kommenden Jahren weitaus mehr in der Jugend gut ausgebildete Mädchen für den Profi- und Leistungsfussball geben, als nach dem vorherigen Modell.


    Zum Schluß möchte ich noch etwas zur Kaderzusammenstellung sagen. Die ist nicht immer leicht, aber letzendlich müssen die Nationaltrainerinnen dafür die Verantwortung tragen. Wer meint, es besser machen zu können, der ist herzlich eingeladen. Denn gerade im Mädchen- und Frauenbereich braucht es noch viel mehr engagierte und fachlich gut ausgebildete Kräfte als die derzeit zur Verfügung stehen. Eine Tür zu öffnen, etwas hinein zu rufen und die Tür ganz schnell wieder zu schließen, davon gibts leider mehr als genug! So denke ich, kann ein Lahm als gestandener Profi noch eher ertragen als ein junges Mädchen, für die sich eine ihr noch unbekannte Welt öffnet.

    Günter


    1. Ich habe von der Fluktuation der Kinder- und Jugentrainer gesprochen (nicht von den Kinder- und Jugendspieler)
    Aber auch die Spielerfluktuation war damals deitlich geringer. Die Gründe mögen vielschichtig sein. Bei uns gab es viele Lehrer als Trainer. Sie brachten durch ihre pädagogische Ausbildung bereits einen Teil der Trainerfähigkeiten mit. Andererseits waren wir durch den Straßenfussball nicht so sehr von denTrainingsinhalten abhänggig. Hinzu kam, dass es den unteren Jugendbereich noch gar nicht gab. D.h. man wußte eigentlich schon, dass man Spaß am Fussball hatte und brauchte das nicht mehr auszuprobieren. Der Einfluß von Eltern war geringer, denn die hatten weder die Zeit noch verfügten sie über die Mobilität, um sich als Zuschauer ins Geschehen einzumischen. Die Autorität hatte der Trainer, weil er ein Erwachsener war. Trotzdem gabs Gute und Schlechte! Es war eher Improvisation gefragt. So war man stolz auf sein erstes Trikot mit einer Nummer drauf. Da war man nicht mehr Irgendwer, weil es diese Nr. in dieser Mannschaft nur einmal gab. Das Tricot bekam man mit nach Hause und Mutter wusch und flickte es, bis es irgendwann zu klein wurde und es ein Größeres gab.


    2. Trainer sollen in den Vorstand
    Hier habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht, dass die meisten Trainer kein Interesse an Vorstandsarbeit haben. Sicher wäre es besser, aber wer nun einmal daran kein Interesse zur Vorstandsarbeit hat, den kann man dazu auch nicht zwingen.
    Aber wenn denn die Vorständler für alle Mannschaft zuständig sind, dann wäre es doch auch ihre Aufgabe, die ihnen anvertrauten Maßnahmen nach bestem Wissen und Gewissen auszuführen, wozu denn auch ein offenes Ohr für die Probleme im Jugendbereich gehörten. Ansonsten setzt er die Zukunft des Vereins aufs Spiel. Ich sehe es also zum Teil wie du, dass auch die Trainer selbst einen Bringschuld tragen, indem sie sich die Mühe machen, sich an die Verantwortlichen im Verein wenden, aber auch als Holschuld des Vorstands, der für die Belange des gesamten Vereins (und nicht nur der 1. Seniorenmannschaft) verantwortlich sieht.


    Ich habe jedoch leider auch die Erfahrung gemacht, dass sich Trainer, sobald sie in Vorstandsverantwortung gewählt wurden, sehr rasch in ihren Ansichten gewandelt haben. Hier ist scheinbar die Versuchung der erlangten Macht auch sehr groß bei der Bemessung von Prioritäten, sodass die Jugendinteressen nach und nach weniger vertreten werden. Nicht umsonst gibts bei den größeren Vereinen Jugendvorstände!


    Eine Gleichgewichtung der Interessen wird es vermutlich nur dann geben, wenn die Existenz des Vereins unmittelbar bedroht ist. Dieses versuchen die kleinen Vereine momentan noch durch die Bildung von Spielgemeinschaften hinaus zu zögern. Aber die ersten Spielgemeinschaften im Seniorenbereich deuten darauf hin, dass es schon kurz vor der Schließung einer der Teilnehmer ist.

    soccerbook


    Vielen, lieben Dank für die sensible Beschreibung deiner Realität. Aber wohlmöglich gehen viele Trainer nicht so klug in ihr erstes Engagement, weil sie sich nicht aus eigenem Antrieb informieren, sondern auf Informationen warten, die dann meistens ausbleiben.


    Ich glaube Karl hat das Motiv des Desinteresses mit unatraktivem Job schon ganz gut umschrieben. Denn wer seinen Jugendtrainern die Zielvorgabe gibt, die Kinder sollen nur irgendwie im Verein bleiben, entledigt sich der Verantwortung für spätere Austritte. Andre beschreibt in seinen Gedankengängen, wie man den Jugendtrainerjob atraktiver gestalten könnte. Günter glaubt, das es kaum möglich sei, irgendetwas an bestehenden Verhältnissen zu verändern.


    Die hohe Fluktuation dieser KInder- und Jugend-Trainer kann als Zeichen der Unzufriedenheit mangelhafter Ziele und Rahmenbedingungen gedeutet werden. Es steht zu vermuten, dass sich deshalb immer weniger Interessierte für diesen Job finden lassen, wenn der Trainerjob für diesen Bereich nicht deutlich aufgewertet wird.


    So kann nicht der demografische Wandel, sondern auch der Interessenswandel bei den Trainern zu einer Kettenreaktion im Vereinssterbens bei den kleinen Dorfvereine führen. Denn, weil die Zahl der Kinder und infrage kommenden Trainer sehr überschaubar ist, darf man sich besonders dort keine Fehleinschätzungen der Situation (bzw. Desinteresse für die Situation) erlauben.


    Daraus läßt sich ableiten, dass der Jugendfussball eine deutliche Aufwertung bedarf, denn sonst besteht die Gefahr, dass die Schere der Aufmerksamkeit zwischen dem "Aushängeschild des Vereins" und dem Rest noch größer wird.


    Weil jedoch gerade die kleinen, beschaubaren Dorfvereine die größten Gestaltungsmöglichkeiten bieten, braucht es engagierte Menschen mit kreativen Ideen mit Interesse an der praktischen Umsetzung..


    soccerbook: Wenn du mit diesem Engagement weitermachst, dann wirst du vermutlich so viel Spaß daran entwickeln, dass du (im Gegensatz zu den meisten Trainern) Angebote aus größeren Vereinen bekommen wirst. Denn statt nach Tausend Ausreden zu suchen, warum sich die bestehenden Verhältnisse sich nicht ändern lassen, hast du dich mit den wenigen Dingen beschäftigt, für die sich ein Engagement lohnt. Im jetzigen Verein kann die Gefahr bestehen, als Lückenfüller zu dienen. Aber selbst dann, wenn du dich dazu entscheidest, im Dorfverein zu bleiben, weil auch der Zeitaufwand für andere Aufgaben zu groß wäre, werden sich deine Jungs weiterhin auf eine gute Ausbildung, in der sie eigene Erkenntnisse gewinnen dürfen, freuen können.


    Womit wir beim Ausgangspunkt der Diskussion angelangt wären: Es besteht kein Anlaß zur Zucht, jedoch gibt es genügend Gründe für eine sinnvolle Freizeitgestaltung, in der der Spaß am Fussball zunächst das Maß der Dinge für alle Beteiligten ist. Später kann für Spieler, wie auch für Trainer aus dem Spaß am Fussball auch der Spaß an der eigenen und kollektiven Leistung wachsen. Doch dieser Gedanke wächst in jedem selbst!

    Liebe Trainerkollegen und Trainerkolleginnen


    Wer die U 20 WM der Frauen aufmerksam verfolgt, dem wird nicht entgangen sein, in welcher Weise sich auch der Fussball unterhalb der Frauen-Nationalmannschaft positiv verändert hat. Mit einem Altersdurchschnitt von gerade einmal 18 Jahren zeigt das DFB-Team bereits einen bemerkenswerten Fussball. Aber natürlich fehlt es noch an Cleverness. Man muß hierbei jedoch bedenken, dass erst ab der U 17 überhaupt Leistungsfussball gespielt wird und die Mädchen nach den B-Junioren direkt in die Frauenligen wechseln.


    Es zeigt sich aber auch, dass nach der Einführung der B-Juniorinnen-Bundesliga brachliegendes Leistungspotenzial geweckt werden konnte. Besonders deutlich ist dies bei den Spielerinnen aus dem NFV-Verband zu erkennen, in der sich gleich 4 Spielerinnen fürs Team qualifizieren konnten. Denn beim NFV gab es vorher gar keinen Mädchenliga-Leistungsfussball. Man konnte sich für die Bezirksliga an- oder abmelden, mehr nicht!


    Zwar reichte es gestern gegen Brasilien nicht zum 7 : 1 wie bei den Männern, aber beim 5 : 1 demonstrierten unsere Mädels, warum auch in Zukunft mit ihnen selbst auf internationaler Bühne zu rechnen ist.


    Auch dem Trainerteam gebührt besonderes Lob. Denn anders wie bei den Jungen, ist die Leistungsdichte bei den Mädchen nicht so groß. Hier ist die Detailarbeit in der Zusammenführung der Mannschaftsteile aus den Stärken und Schwächen der Einzelspielerinnen immer eine besondere Herausforderung. Jedoch zeigt sich aufgrund der guten Jugendausbildung auf Leistungsebene, dass die Mädchen durchaus in der Lage sind, ihre Aufgaben auch auf unterschiedlichen Positionen gut zu interpretieren und taktische Trainervorgaben zumindest in den meisten Aktionen gut auszuführen.


    Die Mädels haben gestern als Gruppenerste vor den USA, China und Brasilien das Viertelfinale erreicht. und werden am 17. auf den Gastgeber Kanada treffen. Drücken wir Ihnen die Daumen!

    @Gorginho


    Erst einmal vielen Dank für das Hineinstellen des Sportgerichtsbeschlusses. Wenn man mal bedenkt, dass sie Sportgerichte aus Laien zusammen setzt, dann scheinen bei euch die Leute besonders häufig "Richterin Selesch" zu schauen. Unsere Bayrischen Kollegen haben vermutlich ihre Forumulierungen aus der Serie "Königlich Bayrisches Amtsgericht"?


    Womit ich nur sagen möchte, dass man zwar über die semiprofessionellen Formulierungen schmunzeln mag, aber der Inhalt der Verhandlung leider bitterernst ist und eine Tätlichkeit eines Trainers u.U. besser bei einem Amtsgericht aufgehoben wäre. Dies erschließt sich auch im Strafmaß. Denn wer meint, ein Trainer würde sein Verhalten nur deshalb ändern, weil er ein einer Traineraus- oder fortbildung teilgenommen hat, der mag sich täuschen. Denn weil diese Ausbildung nach wie vor recht praxisfern erfolgt, entstehen dort gar keine Drucksituation, wie bei den Punktspielen im Verein.


    Weil wir uns gerade in einem anderen Thread mit dem Thema: Trainerausbildung beschäftigen. Auch für diese Fälle wäre eine vom Trainer/Verein zu tagende Geführ eines Trainerausbilders ("Bewährungshelfers") nützlich, ihn dort wo er die Hilfe benötigt, zu unterstützen.


    Leider gibts jedoch auch in den Vereinen zu wenig Interesse an sinnvoller Trainerunterstützung, weshalb Trainer viel zu häufig als Hauptverantwortliche direkt ins "kalte Wasser" geworfen werden, statt sie als Ko-Trainer den Job zunächst einmal kennenlernen zu lassen.


    Hierbei wirkt sich auch das, was Andre bereits angesprochen hat, besonders negativ aus. Denn gäbe es eine Aufwandsentschädigung für die Jugendtrainer, so wäre vielleicht auch der ein oder andere erfahrene Jugendtrainer bereit, seine unerfahrenen Kollegen vor Ort zu unterstützen.


    Natürlich zeigt auch dieses Beispiel, dass die KIFU-Regeln notwendige Pflaster für existierende Probleme beinhaltet, jedoch letzendlich die Probleme nur durch die Einsicht der Menschen selbst gelöst werden können. Besonders dort, wo sich Interessesnkonflikte von der Straße auf die Sportplätze verlagern muß jedoch schon allein aus Gewaltpräventationsgründen heraus auch von verschiedenen Seiten eine Unterstützung erfolgen.


    Denn der Kinder-Fussballplatz eignet sich nicht als Bewährungsgelände für die Probleme Erwachsener, sie gibt sie lediglich an die nächste Generation weiter!

    Marcello und maulwurf pauli


    Erst mal Asche über mein Haupt. Die hab`ich tatsächlich übersehen! Jetzt würde es nur noch der Wunsch an die Kristiallkugel eine zweite Stimme, die mit diesen Internas vertraut ist, zu Wort kommen zu lassen, um nach den fehlenden Infos das Puzzle zu vervollständigen und sich ein Blick zu machen, ob die Kritik berechtigt war/ist?

    Dirk coeverfan


    Nachdem Andre ein paar gute Gedanken hineingebracht hatte, verdankt die Diskussion in diesem Thema besonders dir eine Anhebung.


    Ich war es eigentlich schon leid, mit unserem aktuellen "Dauer-Allthema-Diskutierer" über Dinge, die sich scheinbar aussehalb seines Einflußreiches abspielen, zu diskutieren. Denn wer sich etwas gar nicht vorstellen kann, für den mag es schwer an etwas Anderes als die eigenen Erfahrungen zu glauben.


    @uzu
    Leider bedienen sich Werbung und Politik gerne Begriffe, die sich positiv eingeprägt haben, um sie für eigene Zwecke "umzuparken". Wer wählt oder kauft, der ist eigentlich noch nicht glücklich und für derlei positve markierte Begriffe besonders anfällig.


    Beim Begriff "fördern und fordern" meint mit "fordern" die Herausforderung gemeint. Gezielte Trainerimpulse, die Förderung von Risikobereitschaft in einem partnerschaftlichen Umgang sollen die selbständigen Entscheidungen fördern.


    Wer als Trainer davor Angst hat, dass sich ein Kind nicht der Meinung seines Trainers, egal ob es seine andere Meinung sagt oder es durch das Fernbleiben einer Trainingseinheit oder einem Spiel zeigt, der sollte sich lieber ein anderes Hobby suchen.


    Strafen oder/und Druck, gleich welcher Art sind immer ein Ausdruck von Überforderung und Hilflosigkeit. Sie haben auf unseren Sportplätzen deshalb nichts zu suchen, sondern sollten durch Einweisung und Ausbildung ersetzt werden.


    Wenn dies beobachtet wird, ist Mut und Courage gefragt, langläufiges und kaum hinterfragtes, negatives Verhalten transparent machen und Angebote für sinnvolle Veränderungen anzubieten.

    Günter


    Dein Opa war ein Berufspessimist oder?


    Das Ausbildungsmonopol des DFB und seiner Verbände ist kein Zölibat!


    Eine Privatisierung hat es in den vergangenen Jahrzehnten schon in einer ganzren Reihe von Bereichen gegeben. Privatschulen gibts auch schon sehr lange. Der vermeintliche Status Quo ins Chaos ist jedoch fast immer ausgeblieben! Sollte dies nicht zu denken geben?


    Es liegt kein zwingendes Argument vor, warum der DFB auf ewige Zeiten einen Anspruch auf ein Ausbildungsmonopol haben sollte. Gerade, weil der DFB immer mehr ein Interessensvertreter der Elite geworden ist, hat es eine zunehmende Entfremdung in den Nachwuchsbereich sowie dem Breitensport gegeben.


    Die unglückliche Transferregelung zeigt, wie wenig Interesse und praktische Erfahrungen hier von Seiten des DFB eingeflossen sind. Kurios ist ferner, dass es zwar beim DFB selbstverständlich ist, dass TW-Trainer im Profi- und Leistungsbereich ohne Ausbildungsnachweis tätig sind, jedoch aufgrund fehlender Mannschaftstrainerlizenzen nicht an den Fortbildungen auf Leistungsniveau beim DFB oder den Verbänden teilnehmen dürfen. Also wenn da nicht der "DFB-Amstschimmel" wichert? Leider gibts auch kein Controlling in der Lizenz-Ausbildung. Da gibt der eine Verantwortliche einem Behinderten Fussballfachmann die Chance, eine Leistungslizenz zu erwerben. Ein Anderer verlangt als Voraussetzung zum Erwerb der Breitensportlizenz besondere Fitness und sportliche Fähigkeiten, obwohl es dort gar keine Prüfung der Präsentationsfähigkeit gibt! Man könnte die Liste der Merkwürdigkeiten, um die sich beim DFB niemand kümmert, noch deutlich länger werden lassen.


    Wenn also der DFB nicht bereit ist, sein teilweise "verbeamtetes System" zu reorganisieren, dann sollten private Unternehmen die sich ergebenen Marktlücken besetzen dürfen.


    Verzögerungen in der Einführung kann es lediglich im Anerkennungsverfahren geben. Weil jedoch immer häufiger auch UEFA-Vereinheitlichungen berücksichtigt werden, kann man sich von den privaten und halbprivaten Ausbildungssystemen der Nachbarländer bedienen.

    @Zoldiak


    Vielen Dank für deinen Hinweis, der mich an einen Punkt, den ich noch vergessen hatte, erinnert


    Praxisnahe Trainerausbildung
    Zwar hat der DFB bereits einen erfolgreichen Test mit einer praxisnahen Trainerausbildung (hierbei findet ein Teil der Ausbildung im Verein und bei der Mannschaft des Trainers statt) abgeschlossen. Doch wurde dieses Modell abgelehnt, weil man zu wenig Trainerausbilder habe, um so ein flächendeckendes Angebot zu schaffen. Auch hier könnten Privat-Unternehmen die praxisnahe Trainerausbildung realisieren, da sie auf den Bedarf vor Ort schneller erkennen und die Nachfrage flexilber abdecken können.

    Günter


    Zunächst einmal deine Antwort an Gringo war richtig, denn es kommt nicht auf die Richtung an, aus der der Ball vom Spieler zum Torwart gespielt wird, sondern lediglich, ob der Pass ohne Gegnerdruck in voller Absicht gespielt wurde. Die Ausnahmen resultieren aus den Regeln auf der 1. Seite. Die Rückpassregel wurde zwecks Vermeidung von Spielverzögerungen durch permanente Rückpässe zum Torwart eingeführt. Kurios daran ist jedoch, dass man seinerzeit nicht davon ausging, dass ein Abwehrspieler auch noch mit anderen Körperteilen als dem Fuß den Ball zu seinem Keeper gezielt zurück passen kann, weshalb man diese aus der Rückpassregel raus genommen hat. Zu vermuten ist, dass man sonst eine höhere Quote an Selbsttoren befürchtete, was dann eventuelle Gegner der Rückpassregel auf den Plan gerufen hätte. (So ganz abwägig ist das ja nicht! Denn in den unteren Ligen wird seltener zum Torwart zurück gepaßt. Warum wohl?)


    Meine Frage an den Obmann, wie sehr man sich auf die Regelkenntnisse der Schiedsrichter verlassen könnte, kommentierte er so: "Jede Liga bekommt die Schiedsrichter, die es verdient"! Damit wollte er zum Ausdruck bringen, dass zunächst einmal die sportliche Qualifikation für höhere Ligen erreicht werden müsse, bevor man sich über Schiedsrichterleistungen unterhält, denn diese entsprechen nach seiner Ansicht der Durchschnittsleistung der jeweiligen Liga.


    Wenn also in den unteren Ligen Spieler und Trainer nicht regelsicher sind, dann darf man vermuten, dass es auch die Schiedsrichter nicht sind! Aber was soll man sich dann über Entscheidungen streiten, wenn niemand dabei ist, der im Zweifelsfall die Regelsicherheit besitzt?


    Der einzig kritische Punkt scheint die Unparteilichkeit in den Entscheidungen zu sein. Hierzu gab es eine ehrliche Antwort: "Schiedsrichter sind im Privatleben ganz normale Menschen, die Sympathien und Antipathien besitzen!" Sie werden ausgebildet, nach Regeln zu entscheiden. Ob das dann immer gelingt, das ist eine andere Frage? Aber welcher Trainer, Spieler oder Fan kann bei seinen Entscheidungen die Sympathie fürs eigene Team außer Acht lassen? Sehen wir die Dinge nicht manchmal gern so, wie wir sie sehen wollen?


    Nicht für alle Unsitten sind Schiedsrichter verantwortlich. Dazu gehört es, denn Ball beim Freistoß ein paar Meter weiter zum Tor zu legen, um in eine günstigere Schußposition zu gelangen. Dazu gehört es ferner, das die Mauer, sobald ihnen der Schiedsrichter den Rücken zudreht, einige Meter weiter zum Schützen vorrückt. Statt dies jeweils als Regelwidrigkeit zu ahnden und sich dabei in Diskussionen mit den Beteiligten einzulassen, wurde das "Freistoß-Spray" eingeführt.


    Der Obmann hielt dies für eine Notlösung, denn besser wäre die Einsicht der Trainer, ihre Spieler nicht zu derlei Regelwidrigkeiten zu animieren. Für ihn sei es nicht verwunderlich, dass die häufigsten Verstöße bei Freistößen und Einwürfen von den Teams gemacht werden, bei der ihr Trainer sich gern über negative Schiedsrichterleistungen ausläßt!


    Doch selbst, wenn ein Schiedsrichter Besonderes leistet, gelingt ihm selten der Ruhm eines Spieler oder Trainers. Auch verdient selbst ein Profischiedsrichter einen Bruchteil dessen! Manchmal kann es sogar, wie im Falle des italienischen Weltklasse-Schiedsrichters Colina passieren, dass sich die Presse über seine Glatze amüsiert, wenn ihnen gerade nichts besseres einfällt.


    Mein Plädoyer für die Schiedsrichterleistungen mag ungewöhnlich sein. Aber vielleicht resultiert es daraus, das man die Verärgerung durch vermeintliche Benachteiligung als besonders schlimm empfindet, während man die Vorteile von Regelauslegungen fürs eigene Team als Nebensächlichkeit abhakt? Wenn wir also über Schiedsrichter richten, sollten wir das eigene Interesse daran nicht ausser Acht lassen. Wenn also der "Heimschiedsrichter" erwartet wird und einen neutraler Schiedsrichter kommt, gibt es dann einen Grund, sich darüber aufzuregen?

    TW-Trainer


    Bin kein lizensierter Schiedsrichter, konnte aber jetzt drei solche befragen. Sie sind alle der Meinung, esvware kein Rückpass, da nicht willentlich und das Spiel müsse weiterlaufen. Ich hoffe, das lässt du jetzt gelten, da ich schon sehr gespannt bin.


    Ups, das hatte ich doch tatsächlich übersehen. Da wollen wir die Mühen von @paulwurf-mauli, der zumindest Schiedsrichter befragt hat, mal gelten lassen!


    Also die 3 befragten Schiedsrichter haben sich regelsicher erwiesen. Auch die Begründung ist korrekt. Denn ein am Boden liegender Spieler, der aus kurzer Distanz einen Ball abbekommt, kann wohl schwerlich einen präzisen Rückpaß spielen. Von einer Bedrängung durch den Gegner kann nicht gesprochen werden, weil sich der Abwehrspieler nicht in Ballbesitz befunden hat. Auch spielt es keine Rolle, ob der Torwart oder der Spieler näher an der Torlinie befunden hat.


    Im Spiel hat der Schiedsrichter allerdings einen indirekten Freistoß wegen Unerlaubter Rückgabe gepfiffen. Aber das war noch nicht alles Als sich der Torwart in die Mitte seiner plazierten Mauer stellte und mit der Freigabe durch den Ballkontakt des Gegners nach vorn in Richtung Ball stürmte, hat der Schiedsrichter den Freistoß wiederholen lassen, das sich nach seiner Meinung der Torwart zu früh bewegt habe. O.K. dann kann man geben, wenn man zu dieser Meinung kommt. Jedoch dann zuzulassen, dass der Freistoß von der 5 - Meter-Linie einige Meter weiter nach hinten verlegt wird, um durch diesen günstigeren Schußwinkel mehr Trefferfläche zu haben, ist schon wirklich übel!


    Das Spiel wurde durch diese Fehlentscheidungen leider entschieden und führte für das eine Team sogar zum Abstieg aus der Liga, was natürlich besonders bitter ist.


    Wohlgemerkt es handelte sich aum ein Spiel im Leistungsfussball und ein dafür lizensiertes Schiedsrichtergespann. Leider war kein Schiedsrichterbeobachter dort. Jedoch wurde Beschwerde eingereicht. Denn er überstimmte einige Male die Entscheidungen seiner Asistenten in recht einseitiger Weise. Da der "werte Kollege" bereits einige Spieler auf seine Weise entschieden hatte, wurde er zurück gestuft. Schiedsrichter sind eben auch nur Menschen, die ihren Emotionen manchmal zu viel Raum geben.


    Ich hoffe, die Torlinientechnik entwickelt sich weiter, sodass vielleicht in ein paar Jahren sogar elektronische Hilfsmittel für spielentscheidende Situaitonen zur Verfügung stehen. Denn wir sind alle nur Menschen, irren uns ständig, sodass die "Tatsachen-Entscheidung" irgendwann zumindest dort in die Tonne gehört, wo Jobs daran hängen. Ich habe immer ein gutes Verhältnis zu Schiedsrichtern gehabt, sie häufig sogar in Schutz genommen. Aber solche Siege und auch Niederlagen braucht nun niemand! Habe mich mal mit einem Schiedsrichter-Obmann darüber unterhalten. Der sieht es natürlich nicht so tragisch und meint: genau wie ein Spieler während des Spiels übt und Fehlentscheidungen trifft, macht es ein Schiedsrichter auch! Mal hat er einen Guten Tag und mal einen Schlechten!

    fak


    Auch heute findet man noch Mixformen. D.h. da spielt ein Libero je nach Situation mal vor und mal hinter einer Kette. Dies rührt zum einen aus der Angst der Trainer, dass einer aus der Kette nicht aufpaßt und bei einer hochstehenden Kette ein Abseits aufhebt, Schiedsrichter eine vermeintliche Abseitssituation nicht richtig erkennen bzw. bewerten. Weil gleichzeitig besonders hoher Wert an den Klassenerhalt gelegt wird, findet man dort bei etwas schwächeren Jahrgängen derlei Mischformen.


    Ferner entdeckt man beim 4 : 3 : 3 System beider Teams soetwas wie eine Pärchenbildung, bei der sich häufig Zweikämpfe entwickeln. Je nach dem, welche Option fürs Spiel gewählt wurde, wird der Libero (Spieler ohne Gegenspieler) mehr im offensiven oder mehr im defensiven Bereich plaziert.


    Unabhängig vom favorisierten Spielsystem gibt es im Strafraum häufig gegnerorientierte Spielsituationen.


    Selbst, wenn es der Wunsch ist, bei eigenem Ballbesitz Zweikämpfe zu vermeiden und ggf. nur beim Torabschluß ins 1 gegen 1 zu gehen, gibt es selbst in der 1. Bundesliga genügend Duelle auf dem Platz, weshalb das 1 : 1 Verhalten auch in Zukunft ein Ausbildungsthema bleiben wird.


    Das ballorieniterte Spielsystem bedarf eines größeren Zeitaufwands und erfordert eine umfangreichere Ausbildung des Trainers. Im Breitensportbereich sehe ich lediglich in Ausnahmen eine Chance, wenn der Trainer das dafür notwendige Wissen mitbringt, der dafür erforderliche Trainingszeitraum zur Verfügung steht und es der ausdrückliche Wunsch von Mannschaft und Trainer ist, so spielen zu wollen.


    Weil jedoch das ballorientierte Spiel einfacher zu erlernen ist, bietet es sich für den Breitensportbereich an und kann dort durchaus alles Akteuren sehr viel Spaß machen.

    @addi


    1. Dann frag doch bitte gleich mal deine Kristallkugel, welcher Verein mit seinen 1. Senioren in der 3. Bundesliga kickt und die 2. Senioren in der Kreisliga spielen?
    2. Und wenn du schon mal dabei bist, dann frag doch gleich einmal deine Kugel, warum sich die Senioren aus der 3. Bundesliga mit die Zuschauereinnahmen aus dem Damen-Pokalspiels bedienen mußten?


    Weil aber hier noch gar kein normales Statement erfolgt ist, darf man davon ausgehen, dass uns da jemand verhornepipeln will! (Wäre ja nicht das erste mal!)

    Günter


    Unter "Vereinsmeier" verstehe ich Leute, die "kein Zuhause haben" und den meisten Besuchern der Sportanlagen eher auf den Senkel gehen, sodass sich kaum jemand über den Kontakt mit ihnen freut. Da sie meist ihren festen Platz am an der Theke oder dem Stammtisch haben, allenfalls stark alkoliisiert über den Weg laufen, gibt es nicht so häufig unfreiwilligen Kontakt mit ihnen. Für Stammtischparolen sind sie immer gut, wenn das Aushängeschild des Vereins (1. Senioren) spielt und man ausnahmsweise mal vom Stammplatz auf den Tribünenstammplatz wechselt.


    Ich meine vielmehr, dass man den Verein so gestalten sollte, dass sich 3 Generationen (Kinder, Eltern, Großeltern) darin wohlfühlen. Dieser Wunsch korrespondiert natürlich auch mit dem Eventcharakter, wie es z.B. die Fussballcamps seit Jahren vorleben und ihre Existenzberechtigung darin finden.


    Dazu muß der Fussball sich ein stückweit mehr Hobbycharakter haben und nicht als einziger Grund gelten, warum ein Stadion besucht wird. So, wie es @uze bei seinem Hobby beschrieb. Man gießt die Pflanzen, freut sich, wenn sie wachsen und erntet sie. So würde ich es zunächst als ein Ideenwettbewerb ansehen, den Verein gesellschaftsfähig zu gestalten, dabei viele Menschen für das Engagement und die Mitgestaltung gewinnen, aber mit dem zufrieden sein, was bei jedem Event an Feedback geerntet wird. Beim Hobby darf das Ergebnis nicht allein im Mittelpunkt stehen. Denn man lebt nicht davon, man möchte lediglich seine Freude daran haben.


    Vereinsmeier nehmen sich selbst besonders wichtig, weshalb ihre Aussagen mit geringem Gültigkeitswert als "Stammtischparolen" bezeichnet werden. Für sie gibts nur die Ansicht: Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns! Wenn aber ein Verein nicht mehr als nur eine Meinung verträgt, dann können sich dort keine Menschen mit unterschiedlichen Ansichten aus unterschiedlichen Kulturen wohlfühlen.


    Fussball konnte einmal unterschiedliche Gesellschaftsschichten und Kulturen verbinden. Heute hat man das Gefühl, es wird weitaus mehr Wert auf trennende Elemente gelegt. Indem jeder irgendwelche Beispiele hierfür aus seinem privaten Umfeld kennt, werden diese Thesen bewiesen. Doch das sind nicht die Dinge, die wir brauchen.


    Wir brauchen den Verein, der sein Herz an seine Mitglieder, dessen Freunde und Gäste verschenkt!

    INDIAN und janram


    Weil es sich lediglich um einen Entwurf einer neuen Struktur für die Trainerausbildung handelt würde ich warten, bis eine endgültige Fassung daraus geworden ist.


    Ich vermute, dass die Vereinsrealität auch nach der neuen Fassung ähnlich wie heute sein wird. D.h. in Ballungsgebieten wird man das große Angebot von lizensierten Trainern nutzen, während man es in anderen Gebieten nicht so genau nimmt. Bei den Mädchen und Frauen wird man aufgrund des akuten Trainermangels auch weiterhin bis in den obersten Amateurbereich hinein auf Trainerlizenzen verzichten.


    Es pendelt sich eben vielfach zwischen Trainer-Angebot und Nachfrage ein.



    Zertifizierte Privatunternehmen für die Trainerausbildung zulassen
    Damit Angebot und Nachfrage insgesamt an Qualität gewinnt, würde ich mir mir den Zugang von zertifizierten Privatunternehmen in der Trainerausbildung wünschen. Einheitlich sollte sicherlich das Prüfungsverfahren sein. Das heutige Ausbildungsmonopol des DFB und der Verbänden würde durch den Zuwachs der privaten Trainerausbildung nur dann provitieren, wenn sie aus dem Handlungsbedarf auch einen Handlungszwang (zur schnelleren Anpassung an akutelle Tendenzen) erkennt.
    Für den interessierten Trainer wäre das zusätzliche Angebot in jedem Falle ein größerer Nutzen. So könnte ich mir auch vorstellen, dass Priviat-Unternehmen das E-Learning sehr viel schneller umzusetzen in der Lage sind, als es der DFB-Ozeanriese sein würde. Aber auch andere Themen, bei denen sich der DFB schwertut (z.B. Mannschaftsführung, Elterncoaching), könnten private Unternehmen angepasstere Angebote schaffen.


    Würdigung von praktischer Trainerarbeit
    Neben der größeren Angebotsvielfalt würde ich mir (ähnlich wie das "Meisterstudium") eine größere Anerkennung von praktischen Trainererfahrungen wünschen. Wenn es denn schon eine Reihe sehr guter Trainer ohne die Lizenzen in der jeweils aktiven Liga gibt, dann sollte ihre Arbeit auch entsprechend gewürdigt werden. Was heute stillschweigend geduldet wird, bräuchte dann nicht mehr "versteckt" werden, sondern würde seine offizielle Anerkennung finden. Denn Trainer, die bereits jahrelang bewiesen haben, dass sie es genauso gut wie ihre Kollegen können, müssen sich dafür nicht schämen.


    Regelmäßige Staffel-Treffen der Trainer
    Praxiserfahrungen kann man sehr gut im Kreise von Kollegen sammeln. Dazu braucht es Gelegenheiten. Mir würde es jedoch gefallen, wenn sich die Trainer der jeweiligen Staffeln nicht nur am Staffeltag, sondern auch in mehreren Terminen in lockerer Athmosphäre treffen würden, um so gegenseitig von ihren Erfahrungen zu profitieren. Hinzu käme, dass man sich besser kennenlernt und in eventuellen kritischen Situationen besser gemeinsam miteinander arbeitet. Bei Kollegen, die sich gut kennen, dürften Agressionen nicht so leicht entzündbar sein, bzw. die Gemüter rasch wieder abkühlen.


    Veränderung des Fussballs im Freizeitangebot
    Dass sich das Freizeitangebot im Fussball verändern muß, dass hat auch Ralf Klohr in seinem KIFU-Konzept eindrucksvoll bewiesen. Nur, wenn man gemeinsam (DFB, Verbände, Vereine) Strukturen für ein auf die heutige Jugend angepasstes Freizeitangebot schafft, wird man die Kinder und Jugendlichen von Morgen für diesen Sport auf Dauer gewinnen können. Private Fussballchamps haben bereits bewiesen, dass der Eventcharakter sich viel eher den Wünschen von Kindern und ihren Eltern spiegelt. Eine größere Flexibilität in der Trainerausbildung wäre wünschenswert. Dann besteht eine gute Chance, dass der frühere Trainer als "Steißtrommler und Vereinsmeier" durch einen "Partner und Impulsgeber" im Sport ersetzt wird.