Beiträge von TW-Trainer

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    @don
    Bei der Definitionsabgrenzung zum Berufsfussballspieler gibt es gar keine Probleme. (Bei den Profis muß man sich im Fussball keine Gedanken darüber machen, dass die vor dem Trainng noch bei "Penny" vorbeifahren müssen!)


    Aber es geht hier gar nicht um den Dorfverein, obwohl es mittlerweile auch hier Senioren-Breitensporttrainer mit monatlich 4-stelligen Entgelten gibt! Es geht um die Vereine im Leistungssport. Dort gibt es u.a. Hilfskräfte und/oder junge Spieler mit umfangreichem zeitlichen Aufwand und einem Entgelt von unter 8,50 € die Stunde. Hier behaupten die Arbeitgeber, keine finanziellen Mittel für eine bessere Entlohnung zu besitzen. Was letzendlich heißt: die Kalkulation ist auf "Naht" geschneidert und an einer Aufwertung dieser Kräfte besteht weder vom Vorstand noch den Sponsoren ein Interesse! Hier ist die Vergleichbarkeit zu anderen Wirtschaftszweigen gegeben, weshalb der politische Wille per Gesetz die handelnden Personen dazu zwingt, sich gesetzeskonform zu verhalten.

    siebener
    Wahrscheinlich hast du recht! Ich habe mich häufig von dieser Form des Fussballs abgewendet, weil ich damit nichts anfangen konnte.


    Aber man sollte dort, wo es negative Auffälligkeiten gibt, sich verstärkt um eine Umwandlung in Freizeitligen bemühen, damit der Fussball erhalten bleibt, ihm jedoch die Schärfe über den Kampf um Meisterschaften genommen wird.


    Günter
    Auch ich bin davon überzeugt, dass man das Gewaltpotenzial nicht dadurch reduziert, in denen man den Spielern selbst die Verantwortung über nicht spielentscheidende Situationen überläßt. Auch ich empfinde es langsam schon nervig, dass ausschließlich die negativen Momente des Sports in den unteren Ligen dargestellt werden. Nur einfach wegdiskutieren kann man sie nicht, geht es doch hier um die Gesundheit der Akteure. Daraus resultiert ja mein Vorschlag einen geänderten Rahmen um diese untersten Ligen zu schaffen. Das geht aber wohl kaum, wenn man nur ein Pffaster inform von Miteintscheidungen bei unwichtigen Fragen verteilt.


    Macht doch dann bitte bessere Vorschläge als Ralf und ich, als lediglich unsere Vorschläge zu kritisieren!

    @
    Wenn da, was da in den untersten Liga im Seniorenbereich kaum noch etwas mit Fussball zu tun hat, warum braucht man denn dafür überhaupt Schiedsrichter?
    Heutzutage spielen dort Spieler und Schiedsrichter, die nicht regelsicher sind! Wen wundert es da, wenn es zum Streit kommt? Das ist doch ein Käfig voller Affen! (Sorry, ich wollte die Affen nicht beleidigen, weil doch ihr Erbgut unserem fast identisch ist!)


    Warum wandelt man diese unterste Liga nicht einfach in Freizeitliga um, in der ausschließlich Freundschaftsspiele ausgetragen werden? Ist doch das Risiko von Tätlichkeiten beim Kampf um Tore, Punkte und Meisterschaften viel zu hoch?


    Wer in dieser Liga kickt oder pfeift, der hat doch kaum irgendwelche sportlichen Ambitionen, außer ein paar vergnügliche Stunden mit dem Fussball! Wer auf Gegner trifft, die andere Vorstellungen davon haben, kann unverzüglich den Rasen wieder verlassen und kann sich später in beruhigter Athmosphäre über die Details zur Weigerung des Weiterspielens unterhalten.

    @don



    Interessant finde ich die Definition des Ehrenamts beim DFB: Lt. Grindel: Von einer "ehrenamtlichen Tätigkeit" sei immer dann auszugehen, wenn sie nicht von der Erwartung einer adäquaten finanziellen Gegenleistung, sondern von dem Willen geprägt sei, sich für das Gemeinwohl einzusetzen.


    Es stellt sich die Frage: Kann man von einem auswärtigen Trainer oder Spieler als Hauptmotivation für seine Aktivitäten noch von der Befriedigung eines Allgemeinwohls ausgehen oder spielen hier die Erwartung adäquater finanzieller Gegenleistungen die wesentliche Rolle? Wenn man diese Frage dahingehend beantwortet, dass er ohne die finanzielle Gegenleistung vermutlich im Heimatverein geblieben wäre, weil er dort ein höheres Interesse zur Förderung des Allgemeinwohles gehabt hätte, dann bekommen u.U. selbst im Breitensport tätige, auswärtige Spieler und Trainer Probleme. Da wäre es vielleicht besser gewesen auf Basis von tatsächlich gezahlten Entgelten bzw. Aufwandsentschädigungen ein Ehrenamt zu beschreiben. Die Begründung der Vertragsbindung zur Vermeidung eines Wechsels zur Winterpause ist jedenfalls sehr dünn!


    Der normale Dorfverein wird vermutlich auch weiterhin unbehelligt von unangenehmen Fragen zum Ehrenamt bleiben. Anders kann es jedoch zukünftig im Leistungsbereich ausschauen, wo höhere Entgelte gezahlt werden und dabei nicht immer klar ist, ob es sich hierbei um Mindestlohnbereiche handelt, für die dann ggf. Sozialabgaben zu zahlen sind oder ob es sich bei der Finanzierung um Werbungskosten, die dann steuerlich anders zu bewerten sind, handelt?


    Ich weiß nicht, ob der DFB beim Ringen um eine gute Lösung den Vereinen mit dieser Definition des Ehrenamtes wirklich einen Gefallen getan hat?

    Manndecker und thomasg


    Erst einmal vielen Dank für eure Beiträge. Ich denke für den Breitensportbereich bin ich voll bei euch! Hierbei geht es meist darum, überhaupt eine Person fürs Torwarttraining zu finden. Welche sportliche Vergangenheit dieser Torwarttrainer hat, spielt eigentlich gar keine Rolle.


    Jedoch gibt es eine Grauzone zwischen dem Breitensport und dem Leistungsbereich. Ferner ist es das Bestreben vieler Vereine sich kontinuierlich auch in der Trainerauswahl besser aufzustellen. Ein TW-Trainer ist hier in den letzten Jahren zum Standard geworden, weshalb man sich schon ein paar Gedanken darüber machen sollte.


    Was soll der Torwart leisten können?
    Wenn die Hauptaufgabe des Torwarts darin besteht Tore zu verhindern, bedarf es eines umfangreichen Stellungsspiels. Denn danach erhöht sich der Erfolg seiner Abwehraktion. Weil jedoch selbst dann das Tor noch viel zu groß wäre, gehört insbesondere die zentral agierenden Defensivspieler als festen Bestandteil für diesen Aufgabenschwerpunkt dazu. Denn auch sie sorgen durch ihre Interaktion mit dem Keeper zur erfolgreichen Torvereitelung. Weil das schnelle, wie sichere Umschaltspiel im ballorientierten Spielsystem eine immer wichtigere Rolle spielt, haben die offensiven Aufgaben des Torwarts in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Denn wer wirklich erfolgreich sein will, der freut sich erst dann, wenn nicht nur hinten die Null steht, sondern wenn vorne auch Tore erzielt werden. Fehler bei der Spieleröffnung und dem Aufbau werden unbarmherzig bestraft, sodass manchmal 2 - 3 Szenen über den Spielverlauf entscheiden!


    Welcher Torwarttrainer wäre dafür geeignet?
    Jemand, der seine Erfahrungen weitergibt oder jemand, der sich von eigenen Erfahrungen löst, um sich vorbehaltlos den Zielen des modernen Fussballs zu widmen? Schwierig zu beantworten, nicht wahr? So hab ich mal einen Ex-Bundesliga-Keeper gebeten, sich für ein Trainingsspiel in den Kasten zu stellen. In der Tat orientierte sich dieser gleich an die Torlinie. Bei Rückpässen hatte er mit dem linken Fuß deutlich weniger Paßpräzision. Doch wäre so eine Istaufnahme wahrscheinlich nicht fair, denn dann müßte man sein Verhalten mit einem Torwarttrainer als Quereinsteiger vergleichen. Der würde vermutlich sehr viel besser "im Raum" spielen, es dafür jedoch an entsprechend erfolgreichen 1 : 1 Abwehrreaktionen mangeln lassen. Da würde man ja Äpfel mit Birnen vergleichen. Dennoch stellt sich die Frage, ob Wissen oder Können zu einem höheren Erfahrungsschatz führt? Inwieweit ist die Analyse- und Kommunikationsfähigkeit von Bedeutung? Wie sieht es mit der Stressbewältigung aus?


    Haben sich die Schwerpunkte im Fussball verändert?
    Wer glaubt, dass man beim Fussball vom "Kopf in den Fuss" spielt, der würde aufgrund des deutlich erhöhten Anteils von Hirnleistungen einen Schwerpunkt beim Intellekt des Trainers suchen. Danach wäre es eine Kombination aus Interesse und rasche Auffassungsgabe von komplexen Prozessen. Für die Auffassungsgabe gibt es bereits im Schul- und Studienbereich ausreichend Referenzen. Für den Fussball sind diese Qualifikationen noch weitgehend unbekannt. So wird erst ab der Fussballlehrer-Lizenz eine Fachhochschulreife verlangt. Da stellt sich die Frage, ob nicht ab dem Leistungsfussball der Schwerpunkt der Traineraufgaben in Theorie und Praxis ebenfalls im pädagogischen Bereich liegt? Und wenn dem so ist, müßte sich dann auch das Spieler-/Torhüterprofil ändern? (Hans Meyer, der frühere Trainer von Borussia Mönchengladbach äußerte sich dazu einmal: "wenn meine Spieler nicht so gut Fussballspielen könnten, dann müßte wohl die Hälfte unter einer Brücke schlafen"! Aber die selbe Person merkte über die Trainerposition an: "im Fussball baut man dir schnell ein Denkmal, aber genauso schnell pinkelt man es an!")


    Die Kompetenzfrage
    Schließlich ist auch noch die Frage zu klären, wo es Aufgabenüberschneidungen und Kompetenzschwerpunkte gibt? Wer deutet in der Analyse jeweilige Fehler im Defensiv- bzw. TW-Bereich? Und ist diese Kompetenz gleichbedeutend mit derr Verantwortlichkeit für die Verbesserung der Fähigkeiten?
    1. Soll der Mannschaftstrainer oder der Torwarttrainer den Stammkeeper bestimmen?
    2. Soll der Mannschafts- oder der Torwarttrainer die Defensive trainieren?


    Zwangsläufig gelangt man zur Frage der höheren fachlichen Kompetenz und Verantwortlichkeit? Wo soll sie getrennt, wo vereinigt werden?


    Im Profibereich genießen die Torwarttrainer ein hohes Ansehen. Wäre es von Vorteil, dass auch im darunterliegenden Bereich eine Reihe von Vorteilen entstehen könnten, wenn hier ebenfalls Kompetenzen festgelegt würden?


    Über weitere Meinungsäußerungen zum Torwarttrainerprofil würde ich mich sehr freuen!

    Hatte mich aufgrund des ersten Zeitungsbeitrags gewundert, dass das Recht auf Freizügigkeit ( § 45 ) auch für Bürger ausserhalb der EU gilt? Jedoch hatte der argentinische Jugendspieler auch einen italienischen Pass, weshalb das EU-Recht auch auf ihn zutrifft. Weitere Details findet man in der Kommentierung des "Bosman-Urteils".


    Bemerkenswert ist in der Urteilssprechung ferner, dass das OLG eine pauschalisierte Abgeltung von Ausbildungskosten ebenfalls für nichtig hält. Demnach dürften lediglich die tatsächlichen Kosten für die Ausbildung als Basis gelten.


    Inwieweit das Urteil bzw. die Berufung vom der BGH ebenfalls Einfluß auf den Ablösestreit im Fall von Toni Kroos haben wird, bleibt abzuwarten. Denn auch hier pochen die Ausbildungsvereine Hansa Rostock und Greifswalder SV auf die FIFA-Formel = 0,25 % der Ablösesumme pro Jahr zwischen dem 12. und 23 Lebensjahr als Ausbildungsentschädigung. Sinn und Zweck dieser Regelung war eigentlich die Nachwuchsförderung, weshalb die Gelder nicht zum Stopfen von Finanzlöchern, sondern ausschließlich dem Nachwuchsbereich zugute kommen sollen. Da gilt es zu klären, inwieweit tatsächliche Kosten und eine tatsächliche Nachwuchsförderung gewährleistet werden können? Auch der DFB gibt Geld für die Nachwuchsförderung in den Vereinen. So erhält der Jugendausbildungsverein Geld für Jugend-Nationalspieler. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass ein Verein Geld für ein Mädchen bekommt, obwohl es den Mädchen-Fussballbereich bereits stillgelegt hat!


    Egal, wie das Urteil des BGH ausfallen wird, in jedem Falle ist damit zu rechnen, dass die bisherigen pauschalen Regelungen verfeinert werden müssen. Hierbei sind verfassungsmäßig gewährte Grundrechte zu berücksichtigen, da sie in jedem Falle über die finanziellen Belange zu stehen haben. Ob nachzuweisende Ausbildungsentschädigungen die bisherigen Pauschalzahlungen ersetzen werden, wird vermutlich nicht Kern des Urteils werden, könnte jedoch zu einem daraus resultierenden Streitpunkt werden. Denn es geht hier um viel Geld, manchmal sogar um sehr viel Geld!

    Günter
    Glaubst du im Ernst, dass dort auch nur 1 Spieler für 250,- € unter Profibedingungen als Vertragsamateur arbeitet? Es ist doch wohl eher so, dass diese jungen Leute mit einem sehr hohen Anteil an erfolgsabhängigen Details geködert werden, die nach der Mindestlohnregelung zu einem festen Bestandteil werden würden. Wenn man jedoch rechnet, dass ein Unternehmer ca. 1,5 % seines Jahresumsatzes in die Werbung pumpt, würde diese Form des Sponsorings für ihn unatraktiv werden, da er durch die Erhöhung des Spielerfixum an Einflußmacht verliert! Auch würden die größtenteils auslegbaren mündlichen Versprechungen der Sponsoren ihre Wirkung erst dann erlangen, wenn sie in ein planbares Vereinsvermögen einfließen. Denn heute ich kaum noch erkennbar, was vom Verein und was direkt vom Sponsor bezahlt wird! So kam es in der Vergangenheit immer wieder vor, dass aufgrund von nicht eingehaltenen Zukunftsversprechungen Spieler über einen längeren Zeitraum nicht mehr ihren Mindestbedarf für den normalen Alltag bestreiten konnten.


    Ob allein der Mindestlohn dazu beiträgt, dass die Zahl der Insolvenzen unterhalb der Profiligen abnimmt, muß abgewartet werden. Zumindest sollte die Einsicht der Beteiligten hinzukommen, zukünftig ihre Spieler als Partner und nicht als Spielzeug zur Befriedigung persönlicher Eitelkeiten zu sehen. Denn gerade dieses (schlechte) Vorbild für beim Dorfverein zu unerwünchten Nachmach-Effekten!

    Günter
    Wie wäre denn deine Meinung dazu?


    Karl


    Fussballamateur plus Berufsausbildung
    Zwar trifft die Veränderung vornehmlich den Bereich der Vertragsamateure und somit den Bereich unterhalb den Profiligen. Hier wäre es sicherlich besser, wenn die Finanzkonzepte nicht mehr nur "auf Naht" gemacht würden, sondern durch mittel- und langfristige Konzepte ausgetauscht würden. So könnte eine zweigleissige Ausbildung (Fussball und Beruf) für die Spieler eine deutlich sichere Zukunft bringen, als unter fast Vollprofibedingungen und geringer Entlohnung ein hohes Risiko zu tragen. Denn leider schaffen die meisten von ihnen den Sprung in den Berufsfussball nicht. Da wäre das Angebot einer Berufsausbildung in Kombination mit dem Vereinswechsel zumindest für die Dauer der Ausbildung ein geringeres Risiko für beide Seiten! Ein Teil der Talente zieht sogar eine solide Berufsausbildung einer möglichen Fussballkarriere ab, weil ihnen das Risiko des Scheiterns im Fussball zu hoch ist.


    Ich finde es O.K:, wenn man das Thema nicht immer nur aus der Sicht der Vereine, Verbände und des DFB, sondern auch einmal aus der Sicht der Spieler sieht! Denn für deren Risiken hat sich bislang kaum jemand interessiert!

    Liebe Trainerkollegen,


    zwischen den Feiertagen entwickelte sich eine recht hitzige Diskussion über das Anforderungsprofil eines guten Torwarttrainers. Ziemlich überrascht war ich von der These, dass ein ehemaliger Keeper sich nicht ohne Weiteres als Torwarttrainer eignet, weil der ehemalige Torwart:
    1. aufgrund seines Alters lediglich über fachlich überholtes Wissen bei der TW-Ausbildung verfügt
    2. in der Regel mit dem Ball am Fuß kaum etwas anzufangen weiß (weil er es in seiner Ausbildung nicht gelernt hat)
    3. der frühere Torwart seine eigenen Fehler bei der Präsentation an den Nachwuchs weitergibt (was dann wohlmöglich später von einem Kollegen korrigiert werden muß)
    4. der ehe Torwart die Rolle des Angreifers nicht selbst kennengelernt hat und sie nur unzureichend im Training simulieren kann


    Demnach wäre der ideale TW-Trainer ein Quereinsteiger. Um seine Torleute zu fordern, müßte er:
    1. die beidfüssige Schußtechniken soweit verfügen,
    2. die beidarmige Wurftechniken soweit verfügen,
    3. die beidfüssige Dribblingtechniken soweit verfügen,
    dass er gleichzeitig die Aktion/Rekation des Keepers beurteilen kann.


    Ferner müßte der ideale TW-Trainer zur Förderung seiner Torleute:
    1. individual-, gruppen- und mannschaftstaktische Kenntnisse für defensiven und offensiven Aufgaben eines modernen Torwarts besitzen
    2. Dual-analytische Fähigkeiten besitzt, um die jeweils bestmögliche Lernmethodik mit den Nachwuchs-Torleuten zu entwickeln.


    Nach der Überzeugung eines Diskussionsteilnehmers wäre ein ehemaliger Offensivspieler am besten dafür geeignet, da er besonders viele Kenntnisse in den Angriffstechniken verfügt. Danach wären die Grundlagen der TW-Technik relativ einfach zu erlernen und es gäbe in der Verfeinerung der Fähigkeiten ein großes Anforderungsprofil, was ein normaler, ehemaliger Torwart nicht zu leisten im Stande wäre, weil die große Gefahr bestände, dass er ausschließlich seine Erfahrungen weitergibt.


    Wie ist eure Meinung dazu? Sollte man weiterhin Ex-Keeper als TW-Trainer suchen oder sich verstärkt auf die Suche nach Quereinsteigern machen?

    Liebe Trainerkollegen,


    wie für fast alle Führungskräfte, kommt Weihnachten und Neujahr immer überraschend, so dass sich kaum jemand schnell genug darauf einstellen kann, was sich aus der 5 am Ende des Jahres sonst noch so verändert!


    "Die Welt" hat sich des Thema`s "Mindestlohn" und ihre Auswirkungen auf den Fussball angenommen. Mit dem Klicken auf den Link: http://m.welt.de/sport/fussbal…hen-Fussball-bedroht.html
    wird umfassend über den Status X informiert.
    Da fragt sich doch der Fussballbegeisterte: "Ja sind den die Politiker noch ganz bei Sinnen"? Wollen die jetzt bei jedem Sponsor, der den Rest zu den 250,- € gibt, wissen woher das Schwarzgeld kommt? Soll jetzt nicht nur jeder Vereinsvorsitzende, sondern auch jeder Schatzmeister über jeden Cent, der irgendwie reinfliegt und gleich wieder ausgegeben wird, Beischeid wissen und dem Finanzamt Auskunft geben können? Soll wohlmöglich auch die Ehrenamtsregel mit den "Scheinspenden", über die viele Vereine ihre Jugendtrainer bezahlen, ebenfalls zu Opfer fallen? Da wurde bislang ja noch nicht mal gemeckert, wenn das Vereinsbudget sich ausschließlich über die Jugendtrainer-Scheinspenden finanziert wurde!


    Warum nicht alles beim Alten belassen, wo die Finanzämter doch gar kein Personal haben, um jeden Provinz-Kreisklassenverein zu überprüfen?


    Klar steht, jetzt gehts den Fussballvereinen nicht wirklich an den Kragen. Denn wird sind nicht nur die besten Autobauer, wir sind auch Fussballweltmeister. Deshalb werden rasch weitere Ausnahmeregelungen kommen oder was meint ihr?

    Gordinho


    Ja, ich habe es schon richtig verstanden. Ich finde es sogar gut, dass ihr beim Wechselwunsch das Gespräch mit den Eltern und dem Kind sucht und als Ergebnis auch einen sofortigen Wechsel nicht ausschließt! Wichtig für mich ist jedoch nicht nur das klärende Gespräch und der eventuell danach entstehende Wechsel, sondern auch die gute Aufnahme bei einer Rückkehr. Wie bereits geschildert, scheitern die meisten irgendwann im Jugendbereich, weil sie sich nicht wie gewünscht weiterentwickeln und/oder die stetig wachsenden Anforderungen nicht mehr erfüllen wollen oder können. Denn viele Jungs und deren Eltern trauen sich nicht zurück, weil der Abschied alles Andere als harmonisch verlief. Deshalb sollte m.E. nicht nur die Option des sofortigen Wechsels, sondern auch die der sofortigen Rückkehr in den Heimatverein möglich sein.

    Günter


    Ich finde "Sir Alex" hat hier mit seiner Kritik am nachlässigen Passspiel durchaus recht, wenn er anmerkt, dass diese Defizite dann vom Trainer als nicht so schlimm beurteilt werden, wenn der Futsal-Ball derlei Fehler vernachlässigt. Der Außenspann-Stoß wird dann zur Einbahnstraße in der Fussballtechnik, wenn der Trainer nicht von Anfang an auf ein beidfüssiges Paßspiel achten. Natürlich kann man vieles auch später noch nachholen, auch die Beidfüssigkeit! Aber ohne die Einsicht auf die Notwendigkeit eines präzisen, sauberen Kurzpaßspiel mit beiden Füßen fehlt eine wichtige Einsicht! Belegen läßt sie sich allerdings nicht, solange ca. 99 % aller Seniorenspieler im Breitensport lediglich "einfüssig" sind und selbst der einfüssige Seniorenspieler im Leistungsfussball noch häufig die Zeit bekommt, durch geschicktes Umlaufen die Zeit für einen Schritt mehr zu erhalten. So mag der Wunsch als Vater des Gedankens mitspielen, allen Kindern das beidfüssige Fussballspiel zu vermitteln. Man kann am einfüssigen Passspiel Gefallen finden, aber beidfüssiges Passspiel macht einfach noch mehr Spaß. Die Beurteilung nach Effektivität fängt für mich erst im Leistungsfussball an!

    Für einen Sylvesterscherz mögen einige Leser im Norddeutschen Raum das Urteil des Oberlandesgericht Bremen gehalten haben, welches das derzeit gelten Recht auf Ausbildungsentschädigung der FIFA (und des DFB) für nichtig erklärte, weil es gegen den § 45 "Recht auf Freizügigkeit" verstößt!


    Aufgrund der weitreichenden Bedeutung dieses Urteils hat das OLG Bremen die Revision am Bundesgerichtshof zugelassen. Sollte diese das Urteil bestätigen, würde vermutlich nicht nur das System der Ausbildungsentschädigung, sondern auch das System der Spielersperre bei Vereinswechsel kippen, da auch dies das Recht auf Freizügigkeit des Ortes unzulässigerweise einschränken würde.


    Warum die DFB-Justiziare nicht schon früher tätig wurden, statt sich allein auf die Rechtsprechung von Sportgerichten und falschen Anträgen (z.B. über die Höhe der Ausbildungsentschädigung) einiger, drittklassiger Anwälte auszuruhen, bleibt wohl für alle ein Rätzel.


    Sollte es so kommen, dass der Knebel der Ausbildungsentschädigung und Spielersperre als Hebel gegen den einzelnen Jugendspieler wegfällt, wird der Nachwuchssport in vielfacher Weise davon profitieren, denn:
    1. Durch die bisherige "Kannregelung" von Sperre und Ausbildungsentschädigung gab es ohnehin keine Allgemeingültigkeit zur Rechtsanwendung dieser Regeln
    2. Die Jagd nach F und E-Jugendspieler wird geringer, weil es nunmehr keinen Grund mehr gibt, die Ausbildungsentschädigung durch einen früheren Transfer zu umgehen
    3. Die Vereine werden nunmehr gezwungen, sich intensiver um "geeignete und gut ausgebildete Jugendtrainer" zu kümmern, weil ihnen die bisherigen Druckmittel von Sperre/Ausbildungsentschädigung nicht mehr zur Verfügung stehen.
    Planungssicherheit bietet also nur eine gute Jugendabteilung, die beim Konkurrenzkampf zwischen Vereinsangebot und Spielernachfrage gut aufgestellt ist und bleibt!
    4. Der Breitensport wird besonders von der neuen Regelung profitieren, da viele Spieler, die den Abwerbeversprechungen der größeren Vereine vertraut, jedoch dort keine mittelfristige Ausbildung erkennen konnten, unverzüglich wieder zu ihren
    Heimatvereinen zurück kehren können (was bislang nur mit ausdrücklicher Genehmigung möglich war)
    5. Die Regeländerung käme dem Wunsch von Kindern und Jugendlichen besser nach, sich dort ausprobieren zu können, wo sie es wollen und ihre Entscheidung jederzeit wieder rückgängig zu machen. Auch gibt sie den fussballunerfahrenen
    Eltern die Möglichkeit, im Falle einer festgestellten Täuschung zum Wohle des Kindes unverzüglich handeln zu können, ohne das das Kind sein Hobby unterbrechen muß.


    Weitere Infos könnt ihr im als Anlage beigefügten Zeitungsausschnitt nachlesen.

    @open


    Weder, noch! Außerdem habe ich keine generelle Aussage getroffen, sondern lediglich gewichtet! Neu ist meine Einstellung zu den NLZ-Bereichen von der Bambini- bis einschl. D-Jugend ebenfalls nicht. Auch wird er, bis auf einen, der dort selbst tätig ist, weitestgehend von Trainerkollegen aus dem Leistungsfussball bestätigt!

    Gordinho


    Zunächst einmal vielen Dank für deine Beiträge! Zwar ist dein Verein in einer Großstadt, weshalb sicher nicht alles auf ländliche Vereine zu übertragen ist. Was mir jedoch besonders gut gefällt, ist deine klare Art, Entscheidungen zu treffen.


    Natürlich ist ein Wechsel in der E-Jugend häufig zu früh, aber wie erklärt man das den Eltern? Zumal ja die 1. Seniorenmannschaft in der Regionalliga spielt und sich daraus nicht zwangsläufig eine Aussagekraft für deren E-Jugend-Arbeit ableiten läßt? Man könnte sogar vermuten, dass der Verein stark verschuldet ist und deshalb kaum Geld für die Jugendförderung hat? Weil ab der D-Jugend eine Ablöse fällig ist, sollte man sie doch besser kostenlos schon in der E-Jugend aus den umliegenden Vereinen holen?



    Was liegt näher, als sofort zu handeln, wenn die Eltern ein Gespräch mit dir verweigern, um sich auch mal die andere Seite der Medaille anzuhören?


    "Reisende" sollte man schließlich nicht aufhalten und eine von außen in die Mannschaft bzw. die Eltern hinein getragene Unruhe ist ebenfalls nicht förderlich für die Jugendarbeit.


    Soll doch das Kind sofort wechseln, statt bis zum Sommer zu warten. Wenn es der neue Verein ernst meint, dann müßte ja für sie auch ein Vorteil im sofortigen Wechsel liegen?


    Ich kann einem sofortigen Wechsel durchaus Vorteile abgewinnen, jedoch mit einer sofortigen Rückkehrklausel. Denn falls die Erwartung im abgeworbenen Verein doch nicht erfüllt werden, sollte eine Rückkehr ebenfalls ohne viel Aufhebens möglich sein!.
    Diese Möglichkeit erscheint mir angesichts einer fehlenden neutralen Beratungsstelle für die Eltern und Kinder der Wechselwilligen als gute Chance, die theoretischen Aussagen mit den tatsächlichen Realitäten abzugleichen. Denn sonst könnte der Eindruck erweckt werden, man habe sich vom Kind ausschließlich aufgrund schwacher Leistungen wieder getrennt! Bei jedem Auszubildenden, jedem Berufstätigen gibt es eine Probezeit, bei der sich beide Parteien ohne besondere Begründung wieder voneinander trennen können. Warum soll man die Entscheidungsfreiheit beim Fussball besonders einschränken? Noch dazu, wo es sich nicht um einen potenziellen Profi handelt, sondern auf einen E-Jugend-Spieler, für den man noch gar keine zuverlässige Erfolgsprognose stellen kann, weil die entsprechenden Leistungsschritte noch in ferner Zukunft liegen?


    Denn Kinder sollten die Chance haben, sich auszuprobieren. Weil sie jedoch die Konsequenz ihres Handelns noch nicht gänzlich überschauen und den Eltern oftmals fundierte Kenntnisse in diesem Bereich fehlen, sollte ein freundlicher Abschied und eine ebenso freundliche Begrüßung bei der Rückkehr ein besseres Mittel als der Sieg der Bürokratie sein!


    Falls du oder ein anderer Leser bereits Erfahrungen mit einem sofortigen Wechselangebot gemacht haben, würdet ich mich über entsprechende Erfahrungsberichte freuen.

    Pep_1971


    Auch ich habe so meine gewissen Probleme damit, dich richtig zu verstehen? Wenn du der Überzeugung bist, dass es vollkommen genügt, entsprechende Utensilien mit zum Training zu bringen, dann muß auch ich deine Erwartungen dämpfen. Denn dazu ist die Koordination ein viel zu komplexes Thema, die uns über den gesamten Jugendbereich bis in den jüngeren Erwachsenenbereich begleitet. Ein Trainng ohne Inhalte aus der Koordination ist deshalb gar nicht vorstellbar.


    Ich sehe es eher so, dass der Ball als Zentrum für den Erwerb von Koordinationsfähigkeiten hervorragend geeignet ist, weil er Kopf und Glieder gleichermaßen anregt! Sofern es keine besseren Alternativen gibt, sollte die Trainingszeit dazu genutzt werden, sich mit der runden Kugel auf Abenteuerreisen mit der Mannschaft zu machen. Ein weiteres, wesentliches Element ist das begleitende Verständnis, als die Kommunikationsfähigkeit des Trainers. Für die "Kleinen" gehören Märchen und Geschichten zur individuellen Wahrnehmungswelt, bei den älteren Kindern und Jugendlichen gilt es ebenfalls die Bedeutung der Worte entsprechend der Lebenserfahrungen anzupassen.


    Für die feinmotorische Ausbildung können unterschiedliche Trainingsutensilien eine sehr gute Unterstützung leisten. Denn selbst, wenn nur der Fuß die Richtung des Balles verändert, ist es doch der gesamte Körper, bzw. bestimmte Nervenreize, die die entsprechenden Muskeln für die entsprechenden Aufgaben einsetzen.


    Für den praktischen Einsatz empfehle ich jedoch: weniger ist häufig mehr und macht es nicht zu kompliziert! Denn wenn zu viel Zeit draufgeht, um die jeweiligen Utensilien auf- und abzubauen oder zu erklären, dann bleibt zu wenig Zeit zum spielen. Wer allein trainert, der sollte sich vorher Gedanken machen, wie er mit möglichst wenig Umbauten auskommt.

    Günter
    Der DFB möchte nicht alle Details regeln, weil es häufig regionale Gründe gibt, davon abzuweichen. Warum man allerdings bei den Ballgrößen und Gewichten in den Verbänden unterschiedliche Regeln freigibt, erschließt sich auch meiner Kenntnis?


    Überdies schließe ich mich der Meinung an, dass ein E-Jugend-Meisterschaftsentscheidung von Vereinsmannschaften auf Landesebene grober Unfug ist und allenfalls einen Eventcharakter haben sollte Was passieren kann, wenn es keine ausreichenden Rahmenbedingungen hat, man zudem unterschiedliche Regelauffassungen hat, wurde nachvollziehbar beschrieben.


    Zwar können wir als Außenstehende nicht beurteilen, wie es gewesen ist! Aber weil auch das mit zum Fussball gehört, sollte es (möglichst sachlich) diskutiert werden. Schon allein deshalb, damit es sich nicht wiederholt!

    Günter


    Ich denke mal, viele User hier können sich nicht den Unterschied des "pseudo-professionellen" Umgangs mit Kindern im unteren Jugendbereich eines NLZ vorstellen?


    1. Auswahl des Trainertyps
    Typisches Merkmal des gewünschten Trainertyps ist seine Durchsetzungsfähigkeit und den unbedingten Willen zum Siegen. Bei den Mitteln ist man da nicht so wählerisch. Das Training wie auch die Spiele kann man sich wie Unterrichtsstunden vorstellen. Allerdings nicht wie moderne, sondern eher wie die früheren Drillmethoden, bei denen der Fussballlehrer wie ein Derwisch dann alles kommentiert, wenn das Team auf der Verliererstraße steht. In der Halbzeitpause wird zunächst das Team, aber insbesondere einzelne Spieler nieder gemacht. D.h. die Halbzeitpause wird zur Gehirnwäsche genutzt: Dabei gibt es den Trainertyp: je lauter desto besser und den Fiesling, der seine Position dazu ausnutzt, um den Jungs Gemeinheiten (".. unser Muttersöhnchen hat mal wieder ..." . Weil es gerade in diesen NLZ besonders ehrgeizige Eltern gibt, werden derlei Charaktermerkmale dieser Trainer häufig gutgeheißen. Hinzu kommt, dass alle glauben, wenn nicht sofort etwas Gravierendes und Dramatisches geschieht, dann ist alles gelaufen!


    2. Zusammenstellung der Mannschaft
    Weil das NLZ mit seinen Namen locken kann, wird das Beste des Jahrgangs aus den umliegenden Vereinen abgeworben. Und weil man lieber sofort, als später gewinnen will, nimmt man sich am besten Spieler des älteren Jahrgangs, die in den ersten Monaten des Jahres geboren sind. Damit hat man gleich mehrere Vorteile für sich.
    1. Man profitiert von der guten Ausbildung in anderen Vereinen
    2. Man hat nur Spieler, die den meisten anderen Gegnern aufgrund ihres Alters geistig und körperlich ein Stück voraus sind
    3. Man schwächt durch die Abwerbung der Leistungsträger die Teams, gegen die man anschließend spielt


    Problematisch wird es jedoch, wenn man in Turnieren gegen:
    1. gegnerische Teams mit ausserordentlich talentierten bzw. jahrgangserfahrenen Trainern besetzt sind, weshalb sie einen schnelleren Entwicklungsprozeß im Team gewährleisten können
    2. andere Vereine bzw. NLZ ihre Teams nach den unter Pkt. 2 beschriebenen Methoden zusammenstellen


    Während in den normalen Dorfvereinen in der E-Jugend der Erfolg eines Trainers schon deshalb nicht allein über den Tabellenrang definiert wird, weil es meistens sowieso keine Alternative für diesen Trainer gibt, kann man das NLZ vielfach auch als Haifischbecken für junge, aber besonders ehrgeizige Trainer beschreiben. Dort sollte man nicht allzuhäufig verlieren. Und wenn, dann sollte die siegreichen Gegner schon aus Vereinen stammen, die selbst einen großen Namen tragen. Obwohl der untere Jugendbereich eigentlich dazu dienen soll, den Spielern Spaß am Fussball zu vermitteln, werden dem Trainer darüberhinaus Saisonziele vermittelt, die man von ihm erwartet. Erreicht er diese nicht und gibt es keinen besonderen Hinderungsgrund, dann wird auch er durch einen ehrgeizigeren Kollegen ausgetauscht.


    Mit mittelfristigen Ausbildungszielen hat dies nur am Rande etwas zu tun, weil es hier auch unter den Spielern ein stetig wiederholender Selektionsprozeß gibt. Kommt ein Besserer (zum Probetraining), fliegt ein Schlechterer raus. Der ständig nervöse Daumen wird meistens von den Vorgesetzten als positives Merkmal von Entscheidungsfreude angesehen. Sollte nach dem Trainerwechsel ein noch geringerer Erfolg eintreten, wird eben noch mal gewechselt, bis der Trainer die Vorstellungen erfüllt. Eine Kontinuität für die Trainerausbildung ist dort aufgrund der kurzfristigen Ziele nicht zu erwarten. Im Gegenteil: es wird erwartet, dass man sein Privatleben dem Fussball unterordnet. Nur die wenigsten durchstehen diese Tortur und dem Druck, sich innerhalb kürzester Zeit weiterentwickeln zu müssen, um noch erfolgreicher und siegreicher zu sein als die Trainerkonkurrenten. Hinterfragt werden weder die Methoden der NLZ noch das Interesse der Trainer an einer eigenen Fortentwicklung unter diesen Bedingungen.


    Wer es gut mit sich meint und dauerhaft Spaß an der Trainerarbeit erwartet, der sollte sich am besten gar nicht für einen Job im unteren Jugendbereich eines NLZ antun. Denn die entscheidenden Phasen der Weiterentwicklung finden erst im mittleren und oberen Jugendbereich statt. Erst dort gibt es Ausbildungsziele und eine kontinuierliche Förderung der Trainer wie der Spieler mit zuverlässigen und altersgrechten Rahmenbedingungen.


    Zum Vergleich bieten die Verbände und der DFB für diesen Altersbereich (beginnend ab der F-Jugend in der Kreisauswahl) zusätzliche Fördermaßnahmen an, die das Ziel einer Ausbildung besitzen und bei denen die Ergebnisse lediglich mittelfristige Bedeutung haben. Zusätzlich werden diese Trainer kontinuierlich geschult und deren Arbeit überwacht. So kann sichergestellt werden, dass nicht kurzfristige Saisonziele eine höhere Priorität erlangen als die Ausbildung. Wenn dort hervorragende Trainer einen besonders guten Job machen, dannn stehen ihre Teams wiederholt in den Vergleichswettbewerben der Verbände und des DFB wiederholt sehr weit oben, sodass hier kein Widerspruch zwischen Sieg und guter Trainerarbeit vorliegt.


    Wie bei den Spielern sollten die Lehrjahre junger, ehrgeiziger Trainer besser im Heimatverein stattfinden. Wenn man dann genügend Erfahrungen gesammelt hat und der Spaß an den Aufgaben stetig zugenommen hat, mit einer soliden Traineraus- und fortbildung gekoppelt ist, dann sollte man sich bei den umliegenden NLZ bewerben.


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    Wie bereits angedeutet, scheint es dem Thread-Ersteller weniger um die Halbzeitansprache generell zu gehen, sondern wie man diese günstige Gelegenheit nutzen kann, um eine drohende Niederlage zu vermeiden. Hierbei wird er vermutlich besreits seine Enttäuschung erkannt haben, dass man die Dinge, die man nicht trainiert hat, auch im Spiel nicht erwarten kann. Bei den Kindern spielt sich wie bei den Erwachsenen auch der Fussball im Kopf ab, aber sie sind noch weniger dressiert und reagieren auf das Palaver ihrer Trainer höchstunterschiedlich. Jedoch dürfte bei den meisten Kinder eines E-Jugend-Teams das Androhen von härteren Maßnahmen wohl eher die Angst vor Fehlern die Leistungen in der zweiten Halbzeit mindern. Es sei denn, man fordert sie zu unfairem Spiel ("... der Ball darf vorbei, aber der Gegner nicht ..., ... Foul ist nur, wenn der Schiedsrichter pfeift ..., ... beim Aus immer sofort den Ball schnappen und nur dann abgeben, wenn der Schiri es sagt ..") auf! Wer als Trainer aber nicht mehr auf der Pfanne hat, als das, der sollte sich besser ein Hobby suchen, für das er besser geeignet ist!


    Wenn man seinem Team während der Halbzeitpause etwas Gutes tun will, dann nutzt man die Zeit zur Regeneration, um sich in der zweiten Halbzeit wieder voll aufs Spiel konzentrieren kann. Eine Aufmunterung kann man mit 2 - 3 einfachen, klaren Hinweisen fürs Team und/oder einzelnen Spielern kombinieren. Weil jedoch nicht das gesprochene Wort, sondern die Mimik und Gestik das "fotografische Gedächnis" anspircht, sollte die positive Grundstimmung vom Trainer auf seine Mannschaft transportiert werden.


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    Antizyklische Mannschaftsführung
    Wenn man das Training als Zeit zum Üben (vermitteln und verfeinern von Fähigkeiten) versteht und das Spiel als Möglichkeit die im Training erworbenen Fähigkeiten auszuprobieren, dann ergeben sich daraus relativ klare Zeiträume für bestimmte Traineraufgaben. D.h. im Training gilt es zu erklären und im Spiel gilt es die Details zu beobachten, um den kontinuierlichen Entwicklungsprozeß seiner Spieler effektiv zu begleiten. Diese Aufgabe ist schon deshalb eine außerordentlich große Herausforderung, weil sie jedes Spiel anders entwickelt. Wer jedoch Spaß daran hat mit allen möglichen Überraschungen konfroniert zu werden, der wird den Trainerjob lieben. Wer Überraschungen hasst, weil er ein Perfektionist ist, der wird zumindest im Kinder- und Jugendfussball nicht auf seine Kosten kommen.


    Leider, das fällt mir auch hier im Forum auf, wird viel zu wenig über den Spaß der Trainer gesprochen, denn die Freude daran setzt viel mehr Kräfte am Erfolg frei, als die Angst vom dem Mißerfolg!


    Man kann aus Niederlagen nicht sehr viele Schlüsse als Trainer wie als Spieler gewinnen. Außer der Erkenntnis, dass vieles von dem, was man sich vorgenommen hat, nicht funktioniert hat, bleibt kaum etwas Nützliches hängen. Hier besteht die Aufgabe des Trainers darin, das Selbstvertrauen seiner Spieler zu stärken und die noch nicht im Spiel zuverlässigen Abläufe im Training mit geeignenten Schwerpunkten zu üben.
    Hingegen gibt es nach Siegen deutlich mehr Erkenntnisse, wenn sie gegen Gegner auf "Augenhöhe" erzielt wurden. Hierbei kann man seinen Spielern verdeutlichen, was erfolgreich war und auch zukünftig unter bestimmten Bedingungen sein wird! Hier ergibt sich zwangsläufig Möglichkeiten, sein Team effektiv und schnell weiterzuentwickeln.
    Wer noch auf seinen Erfolg wartet, der sollte die Zeit der Ruhe und Muße nutzen, um sich zunächst ein stückweit von seinen aktuellen Sorgen und Nöten zu distanzieren und einen größeren und sich besseren Überblick auf die Vergangenheit und Gegenwert verschaffen. Denn nur dann, wenn er die Details erkennt, die weiter optimiert werden können, kann er gemeinsam mit seinen Partnern erfolgreicher sein.

    @open
    Dass die Blödzeitung nachlegt, weiß es sonst langweilig wird, ist doch klar! Andererseits sollte es Ulli mit etwas mehr Humor nehmen. Da haben schon berühmtere Leute als er wegen geringerer Vergehen im Knast gesessen. Einige haben sich dort ein Denkmal setzen lassen, um ihre Zeit im Knast für die Nachwelt sichtbar zu halten. Es sind letzendlich alles Menschen, die Fehler machen! Die Großen gehen jedoch eher selten in den Bau, was sicher auch Ulli wurmen mag. Aber wer ihn kennt, wird sicher nicht lange darauf warten müssen, bis ihm Namen von Personen einfallen, denen er nicht über den Weg traut! Ob er dabei vor Politikern zurückschreckt, darf bezweifelt werden. Wartet nur, wenn er erst wieder Draußen ist! Allerdings, wer sich mit der Blödzeitung anlegt, kann schnell zum Blödmann werden. Das mußte schon Wulff spüren. Obwohl ihm schließlich so gut wie nichts nachgewiesen werden konnte, hat man sein öffentliches wie privates Leben ruiniert!