Beiträge von TW-Trainer

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    @alle
    Was glaubt ihr: wieviel % der Trainer von Bambini bis einschließlich D-Jugend stellen ihre Mannschaft immer so auf, das sie das Spiel gewinnen. Dazu findet man meist folgende Konstellationen:
    1. Sohn des Trainers bietet das Gerüst, der Rest der Mannschaft hat Statistenaufgaben
    2. oder 1 schneller, treffsicherer Angreifer und einen zuverlässigen Abwehrspieler (Verteidiger oder Torwart)
    3. jeder spielt da, wo er lt. Trainer seine höchsten Fähigkeiten besitzt
    4. den jahrgangsjüngeren Spielern bzw. deren Eltern wird gesagt, dass sie in der nächsten Saison mehr Spielzeiten bekommen und jetzt vom Zuschauen lernen sollen


    Wie häufig ist erkennbar, dass die Ausbildung als Ziel in den Jugendkonzepten enthalten ist und auch gelebt wird? Hinzu kommt, dass sich insbesondere unerfahrene Trainer in einem Spannungsfeld zwischen Eltern, Verein und Mannschaftserfolg fühlen und sich selbst hohen Druck aussetzen, gewinnen zu müssen und dabei Maßnahmen ergreifen, die die Siegchancen erhöhen.


    Ich denke, wenn ihr eure Beobachten vor euch ehrlich beantwortet, dann dürfte noch viel Luft nach oben im Kinderfussball vorhanden sein. (Übrigens: obwohl die positionsbezogene Ausbildung in den Profivereinen erst ab den B-Junioren beginnt, gibt`s noch genügend Auswahl- und Leistungstrainer, die es schon früher machen und dabei moderne Entwicklungserkenntnisse zugunsten eines persönlichen Erfolgsdenken in den Wind schreiben!)


    Ich denke mal, dass hinkebein schon auf dem richtigen Weg ist, dass er eigene Fehler erkannt hat und hier auch schon einige gute Tipps bekommen hat. Bei der Frage, inwieweit die Eltern in die Aktivitäten eingebunden sein sollten, gab es jedoch unterschiedliche Wortmeldungen. Die einen meinten, man solle die in den jeweiligen Mannschaftsaufstellungen vorhandene Rotation einfach mal machen und sich bei Meinungsverschiedenheit auch nicht ins Handwerk pfuschen lassen, während die anderen das Coaching der Eltern als Teil der Traineraufgaben ansehen.


    Ich glaube die Gruppe der Trainer, die das Elterncoaching einbeziehen möchten , werden auf Dauer weniger Streß mit dieser Interessensgruppe haben. Allerdings gehört schon ein wenig Trainererfahrung hinzu, um nicht nur seiner Mannschaft, sondern auch dessen Eltern für alle wichtigen Fragen nachvollziehbare Entscheidungsbegründungen geben zu können. Wie weit dies geschieht, hängt aber auch vom jeweiligen Interesse der Eltern ab. Aber es geschieht dabei nicht selten, dass Eltern ein Interesse für den Fussball dadurch erst entwickeln und zunächst als Betreuer und später sogar als Trainer gewonnen werden können. Wie die ihren ersten Trainerjob übernehmen, dann können sie schon auf ein größeres Hintergrundwissen zurückgreifen, als ein Coach, den man einfach ins kalte Wasser wirft! Aber selbst dann, wenn keine Aufgaben im Verein von diesen Eltern wahrgenommen werden, fördert das Wissen im Fussball auch das Verständnis, so dass die Gefahr von Ausschreitungen durch derlei Präventionsmaßnahmen gemindert wird.


    Bitte nehmt euch auch die Zeit, die ihr braucht, um diese Aufgaben einigermaßen bewältigen zu können. Wer nicht an Wunder glaubt, der sollte ca. 2 Jahre dafür einkalkulieren.

    Zodiak


    Ja, da hast du wohl recht! Es sollte der Ehrgeiz eines jeden Trainers sein, seine Mannschaft in allen Bereichen vorwärts zu bringen. Nur was, wenn vielleicht nur 1 - 2 aus dem Kader überhaupt kapieren, wozu ein Überzahlspiel gut ist und was, wenn das der Trainer auch nicht vermitteln kann? Wir haben es hier mit Breitensport zu tun, wo man die Ansprüche schon aufgrund der geringeren Trainingshäufigkeit und des meist auch geringeren Ausbildungsgrad der Trainer deutlich zurück schrauben muß?


    Ich versuche es mal ein wenig anders beschreiben! Woche für Woche nehmen in Deutschland eine Reihe von Vater-Trainern als Zuschauer am Fördertraining ihrer Kinder teil. Dabei sieht sehr vieles ganz einfach aus, weil die Trainer es gelernt und mit entsprechender Erfahrung prima umsetzen können und weil es sich bei den Kindern um Talente handelt. Also probieren sie es mit ihrer Heimatmannschaft auch und stellen frustriert fest, man funktioniert einfach nicht! Schon bei der Auftaktbewegung für den ersten Paß vom TW zum Abwehrspieler kapiert kaum jemand, wozu er zunächst nach vorn und dann wieder zurück laufen soll. Klappt das einmal, dann gelingt der Rückpaß nicht, weil der Ball verspringt. Ein ähnliches Problem kann beim TW auftauchen, wenn dieser bislang nur den "Torlinien-Schnapper" spielen durfte und kaum Erfahrungen im Paßspiel hat.


    Wenn die Versuche lediglich Zufallserfolge bringen, kann es dann zuverlässige Erfolgserlebnisse geben? Wohl kaum! Deshalb bekommt der Auswahltrainer nicht selten das Feedback von den Heimattrainern seiner Talente: bei uns funktioniert das einfach nicht!


    Samalelu
    Ich will die Leistungen deiner Mädels gar nicht gar nicht schmälern, zumal ich sie ja gar nicht kenne. Ich möchte jedoch zu bedenken geben, dass diese Spielzüge sich eher nicht für eine durchschnittliche D-Juniorinnen-Mannschaft eignet, weil hierbei individuelle technische und taktische Fertigkeiten vorausgesetzt werden, die man noch nicht erwarten darf. Aber du kannst es ausprobieren und uns gerne deine Erfahrungen dabei beschreiben.

    @Zoldiak


    Das Video (gibt auch noch in leicht abewandelten Varianten) ist prima, aber eher etwas für den Leistungsfussball. Sogar eine Senioren-Kreisliga-Mannschaft mit hohem Durchschnittsalter könnte vor großen Problemen gestellt werden, weil die Handlungsschnelligkeit und Balltechnik vermutlich nicht ausreicht, sodaß es der Ball spätestens nach dem 2 oder 3. Paß beim Gegner landet!


    Wenn man bedenkt, dass bei den D-Mädchen ein Teil gerade erst mit dem Fussball angefangen hat, dann sollte man sich noch eher auf technische und individual-taktische Ausbildung bemühen und gruppen- wie mannschaftstaktische Schulung auf später verschieben.
    Denn diese Anfängerinnen können noch keinen Ball mitnehmen, weil er ihnen häuifg verspricht. Sie können noch nicht mit dem Ball dribbeln, weil sie die Technik der engen Ballführung noch nicht kennen.
    Sie können noch keinen präzisen Paß spielen, weil sie es noch nicht gelernt haben mit dem Innenspann zu passen.


    Es handelt sich in der Masse der Anfängerinnen um "Bodenscanner", d.h. sie sehen den Ball, ihre eigenen Füße, aber weder die Mitspielerin noch die Gegnerinnen. Die Video-Taktik nachzuspielen würde eher einer Zirkusdarbietung ähneln, als dass die Mädels später in einem Spiel soetwas anwenden könnten.


    Sie müssen zunächst das Einmal Eins des Fussballs erlernen!

    Dani2


    Ob sie fürs Fussballspielen günstige Anlagen besitzt, wenn sie ständig so "verpeilt" durch die Gegend läuft, weiß ich auch nicht so recht!


    Wenn`s nicht besser wird, müßt ihr sie zu "Voice of Germany" schicken! Da wurde zuletzt eine Kandidatin, die auch verpeilt dreinschaute fast noch Siegerin!

    MichaMittelfeld


    Vielen Dank für deinen Hinweis, den man auch unter dem häufig ghörten Satz eines Mannschaftstrainers: "... den Ball muß der Torwart haben .." zusammenfassen könnte.


    Ein noch wichtierer Hinweis ist der, dass der TW-Trainer gar nicht den Wunsch hat, eine Mannschaft zu trainieren, weshalb man nicht zwangsläufig geeignete Personen allein im Mannschaftstrainerstab findet! Vermutllich sogar die Ausnahme?


    Jedoch kann für die Mannschaft einschließlich des Keepers nur dann eine gute Entwicklung erwartet werden, wenn ein gegenseitiges Vertrauen zwischen Mannschafts- und Torwartrainer vorhanden ist. Die TW-Trainer genießen im Profibereich großes Ansehen, weshalb der Chefcoach häufig mit seinem Trainerstab den Verein wechsel. Aber im Leistungsbereich fängt es schon an mit der unterschiedlichen Leistungsentwicklung und im Breitensport hört man leider ein gleichermaßen für Torwart und für den TW-Trainer erdrückendes Torschlage-Argument: ""Was soll man schon verlangen .. wenn doch der TW-Trainer längst nicht die Ahnung hat wie ich als Mannschaftstrainer ... da muß man schon nehmen, was kommt ...".


    Gehören diese Argumente aus den Reihen von Mannschaftstrainern, die von Mitleid bis Wut eine weite Skala haben, zum modernen Breitensport-Fussball? Vielleicht schon, denn wenn bei zwei gleichstarken Mannschaften fast immer die mit dem besseren Torwart gewinnt, sollte man sich die Sache schon etwas genauer betrachten? Denn genauso, wie sich nicht eine x-beliebige Person als Mannschaftstrainer eignet, könnte es ja auch bestimmte Eigenschaften bei einem erfolgreichen TW-Trainer geben?

    Dani2


    Ich empfehle euch dringend an einer Ausbildung für Mädchen- und Frauenmannschaften in eurem Verband teilzunehmen. Denn bei den Mädchen ist die Leistungsstreuung sehr viel größer als bei den Jungen, weil Mädchen häufig erst später, bzw. in unterschiedlichen Altersstufen mit dem Fussball anfangen. In der Ausbildung lernt ihr auf die großen Unterschiede einzugehen und für alle Spielerinnen interessante Trainingseinheiten zu gestalten.

    Günter


    Felix Magath scheint hier im Forum ebenfalls mitgelesen zu haben. Er hat sich wohl gedacht: wenn mich keiner mehr haben will, dann kaufe ich mich eben ein. Nun erwarb 1 % des insolvenzbedrohten Clubs der Glasgow Rangers und erwartet dort den Posten des Technischen Leiters!

    @open minded


    Ja, das hast du recht! Ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen Trainer und Keeper ist immer wichtig. Beide motivieren sich gegenseitig, wobei sicher die Motivation vom TW-Trainer an seinen Keeper überwiegt. Vertraut der Kepper den Fähigkeiten seines TW-Trainers nicht, dann wird es ihm wohl kaum gelingen, über sich hinaus zu wachsen.
    Man könnte die Entwicklung dieses Vertrauensverhältnisses in 4 Phasen gliedern:
    1. Phase: TW-Trainer und Keeper lernen sich kennen, gegenseitige Stärken und Schwächen werden grob wahrgenommen
    2. Phase: TW-Trainer erkennt durch präszise Beobachtung die technischen, taktischen und mentalen Fähigkeiten des Keepers kennen
    2.a. Phase: er holt sich Bestätigungen seiner Wahrnehmungen durch diverse TW-Übungen ein, um einen gemeinsamen Lernweg zu skizzieren
    3. Phase: TW-Trainer vermittelt systematisch Basisfähigkeiten und erläutert ihre praktische Anwendung im Spiel
    4. Phase: TW-Trainer analysiert sichere wie noch unsichere TW-Aktionen und bindet die Fähigkeitsoptimierung in sein Trainingsprogramm ein


    Während dieser Phasen ist der TW-Trainer immer auch Ansprechpartner für den Mannschaftstrainer. Denn idealerweise bindet der TW-Trainer für die Aufarbeitung diverser, fehlerbehafteter Defensivaktionen Angreifer wie Verteidiger ein, denn die Abwehr besteht ja nicht nur aus dem Torwart. Gerade bei tornahen Aktionen während Standards solll gewährleistet werden, dass der Keeper nur einen Teil der Torfläche abdecken muß, weil der andere Teil durch seine Abwehr abgedeckt wird. Gelingt dies nicht gut, so ist der gegnersiche Torerfolg sehr wahrscheinlich.


    Das Profil des Torwarts hat sich in den vergangenen Jahren sehr gewandelt. Er ist nicht mehr der mutige Einzelkämpfer, der sich mit hohem Verletzungsrisiko in einen Pulk stürzt, um sich den Ball zu greifen, sondern der Abwehrspieler, der die Fäden zieht und kleinere Fehler seiner Vorderleute auszugleichen versucht. Je perfekter er dies macht, je weniger torgefährliche Situationen entstehen.


    Wer sich mit dem TW-Training beschäftigt, der beschäftigt sich weniger mit gegnerischen und eigenen Chancen. Denn die wird es in jedem Spiel geben, weshalb sie sich kaum verhindern lassen. Vielmehr beschäftigt er sich mit dem Verhindern von gegnerischen und dem Gestalten von eigenen Großchancen. Denn dabei ist der Torerfolg sehr viel wahrscheinlicher. Insofern nimmt der Anteil des taktischen Wissens beim TW-Trainer und seinen Schützlingen exponential mit den den Anforderungen der jeweiligen Liga zu.


    Wenn sich also das Anforderungsprofil des Torwarts geändert hat, inwieweit wirkt es sich auf das Anforderungsprofil des TW-Trainers aus?


    Wenn man sich einmal den idealen TW-Trainer für eure Mannschaft vorstellt; wie hoch sollten die %-Anteile für:
    1. persönlichen Erfahrungen als ehemaliger Torwart für die Aufgaben des TW-Trainers
    2. aktuelles Taktikwissen
    3. Analysefähigkeit
    4. Kommunikationsfähigkeit
    5. Spaß an der Aufgabe


    sein?

    Günter


    Du warst eigentlich gar nicht gemeint, sondern der Beitragsersteller bzw. Dirk! Vielliecht hätte ich noch dazu schreiben sollen, dass die spielnahen Varianten für ein Balljonglieren von Nutzen sein könnte, ein wenig später z.B. bei dem Volleyschuß oder Seit- bzw. Fallrückzieher dran kommen?


    Natürlich kann man auch erfahren, was das Kind zuhause macht, wenn es sich nicht beobachtet fühlt, aber vor allen Dingen die Bewegungsspiele während der "Tummelphase", wo es ohne Vorgaben seiner Phansasie freien Lauf lassen kann.

    teejay


    Frauen-Torwarttrainer sind in vielen Regionen Deutschlands Exoten. Wenn man einen trifft, kann man sich ziemlich sicher sein, dass der seinen Job aus Leidenschaft macht und dabei gern auf Geld und Ruhm verzichtet!


    Je nach Leistungsliga des TW-Trainers kann es von besonderer Bedeutung sein, die Schwächen des gegnersichen TW für eigene Stärken umzuwandeln oder die Schwächen des eigenen Keepers bestmöglich vor dem Gegner zu verbergen..


    Aber es ging ja in der Kernfrage darum, was einen guten TW-Trainer ausmacht? Was kann er erlernen, was sollte er bereits bei der Übernahme der Aufgaben mitbringen?


    Mehrfach erwähnt wurde, dass man im Breitensport keine große Auswahl hat und froh darüber ist, wenn sich jemand dazu bereit erklärt. Wie er nach der Übernahme der Aufgaben Begeisterung bei seinen Keepern auslösen kann, dazu gab es noch keine Wortbeiträge.


    Desweiteren fehlt es noch an Informationen für TW-Trainer, die gerne höherklassig trainerien. Sollte der schon Erfolge vorweisen können! Wenn ja, welche?


    Reichen die Erfolge als ehemaliger Keeper oder sollte er bereits Erfolge als Torwarttrainer vorweisen können?


    Wenn der persönliche Erfolg zum Anforderungsprofil gehört, wie ist er messbar? (Sind die TW-Trainerleistungen schon deshalb schlecht, weil das Team abgestiegen ist oder tragt hierfür der Chefcoach die Hauptverantwortung? Ist auf der anderen Seite ein TW-Trainer deshalb erfolgreich, weil die Mannschaft die Liga klar dominiert hat?)


    Mit welchen Faktoren kann man den Erfolg eines Torwarttrainers messen?
    1. Schnittstelle zwischen Torwart, Mannschaft, anderen Spezialtrainern und Chefcoach
    2. Summe der relevanten und reproduzierbaren technischen und taktischen Fähigkeiten seiner ausgebildeten Keeper
    3. Anzahl der Keeper, die sich für höhere Aufgaben empfehlen konnten
    4. absolute Erfolgsquote = %-Satz der Keeper, die sich für höhere Aufgaben empfehlen konnten


    Gerade, weil alle Ansätze einer Erfolgsbeurteilung in eine Nebelwand verschwinden und kaum präzise, wie dauerhaft gültige Ergebnisse zu ermöglichen scheinen, möchte ich euch gerne dazu einladen, durch eure Erlebnisse und Erfahrungen mitzuhelfen, ein besseres Bild über einen "guten TW-Trainer" zu gewinnen!

    siebener
    Verstehe! Um diesen Zeitraum herum gab es auch eine große Nachfrage nach Kunstrasenplätzen. Übrigens auch bei unseren niederländischen Nachbarn. Dort wurde die finanzielle Unterstützung jedoch an bestimmte Bedingungen geknüpft und dann mit einer dauerhaften Unterstützung weiterhin begleitet.


    Mit den Wahlversprechen ist das immer so eine Sache! Denn hinterher kann der Gewählte selbst entscheiden, ob er das Versprechen einlößt oder auch nicht? So ist es mit allen Versprechungen auf die Zukunft. Da lohnt schon mal der Blick darauf, wie wahrscheinlich man darauf vertrauen kann, eine dauerhafte Verbesserung zu erhalten. (Übrigens ist das gar nicht mal so schwer, wenn man z.B. bei einem Interview immer prima Antworten auf alte Themen, aber unpräzise Entgegnungen auf aktuelles Geschehen hört. Hier enttarnt sich der Berufslügner meist sehr schnell vom allgemeinwohlfördernden Mitglied der Gesellschaft)


    In diesem Forum findet man genügend Hinweise darauf, wie der Einzelne durch Übernahme von Verantwortung auf eine positive Veränderung einwirken kann. Selbst wenn der Eindruck entsteht, ist wären noch viel zu wenig, hindert es dich nicht daran, in deinem privaten Umfeld, also in deiner Mannschaft bei den Spielen für Ruhe einzutreten. Auch solltest du deinen Einfluß geltend machen, damit Zwischenfälle geahndet werden und geeignete Präventivmaßnahmen getroffen werden. Zu warten, bis von Oben alles geregelt wird, nein das braucht man nicht. Denn so alt wird kein Mensch. Wie man mit kleinen Schritten genauso gut ans Ziel gelangen kann, dass wird in der "Kaizen-Methode" nachvollziehbar beschrieben.

    @onkel


    Also da gibt es schon kleine Unterschiede zwischen den Möglichkeiten eines Vater oder Trainervaters und einem Hauptsponsor des Vereins. Der Vater oder Trainervater erwartet vielleicht einen Vorteil seines Kindes im Team, der Mäzen den unbedingten Gehorsam der Vereinsspitze.


    Ich finde die klaren Äußerungen dazu von Gordinho und TRPietro zum Thema deshalb bemerkenswert, weil sie für mich Ausdruck von Chrakterstärke sind. Denn im Gegensatz zu Günter, würde ich Eltern, die sich gegen die Entscheidungen des Jugendleiters solidarisieren und nach den Möglichkeiten ihrer Kinder Ausschau halten, nicht als Chliquenwirtschaft bezeichnen. Diese Seilschaften, die wirklich große Schäden im Verein anrichten, die findet man doch eher in den oberen Funktionärsbereichen!

    Dirk


    Ich muß dir beipflichten, kann nicht einmal eine Altersstufe nennen, in der das beliebige Jongieren eines Balles zu einem spielnahen Training gehört! Oder weiß jemand von euch, in welcher Situation das besonders lange Balljonglieren im Spiel von Vorteil wäre?


    Bei den Kleinen geht es darum, den Ball oder etwas Ähnliches in Abenteuergeschichten einzubinden (wie auch im Video ersichtlich). Ganz nebenbei erfinden die Kleinen für sich die einfachsten Formen der Ballbehandlung, indem sie registrieren, was ihnen Spaß macht und was nicht! Um den Spaß zu steigern, probieren sie ständig etwas Neues aus. Um den Erfindungsgeist der Bambinies anzuregen, können die Übungsleiter dafür Impulse geben.


    Wer wissen will, was die kleinen Kinder gerne machen, der braucht ihnen nur zuzuschauen, während sie sich nicht beobachtet fühlen!

    siebener
    Natürlich kenne ich die Internas in eurem Verein nicht. Aber Kunstrasen statt Asche hört sich nicht unbedingt nach "klammen Kassen" an. Wer sich einen Mercedes kauft, sollte damit rechnen, dass die Unterhaltskosten (Versicherung, Steuern, Sprit usw.) etwas höher sind wie bei einem Kleinwagen oder? Wenn man sich dann das Geld dafür von einem Sponsor holt, der nach der Zeitungsabbildung bei der Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes seinen Werbezweck erfüllt sieht, der kann hart auf den Boden der Realität fallen. Man sollte meinen, die Naivität der Vereinsbosse wäre so groß nicht. Allerdings ist der Durst nach Ruhm und Ehre scheinbar so groß, dass man alle Vorsichtsmaßnahmen in den Wind schlägt. Beispiele über Vereinsinsolvenzen nach dem Verlust eines Hauptsponsors gibt es zu Genüge.


    Eine weitaus gesundere Finanzierungsbasis hat man durch das Bemühen um eine Vielzahl kleinerer Sponsoren. Denn bricht hierbei ein Sponsor weg, dann ist der Schaden nicht so groß und es ist wesentlich leichter, einen Ersatz dafür zu finden. Ferner besteht ein wesentlicher Vorteil bei dieser Methode darin, dass ein kleiner Sponsor keine Möglichkeit besitzt, die Vereinsziele zu manipulieren. Weil das jedoch mehr Zeit und weniger Geld einbringt, ist die Methode nicht unbedingt beliebt.


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    Das Thema: Umgang mit Täter und Opfern ist sicher weitaus deffiziler. Ich wollte mit meinem Hinweis auf vorhandene gerichtliche Instanzendarauf aufmerksam machen, dass man nicht davon ausgehen darf, dass hier das Faustrecht des jeweils Stärkeren gilt! Jedoch erweckt es manchmal den Anschein, dass die Opfer zu kurz kommen, weil man sich zu wenig mit ihnen beschäftigt. Dies zeigt einmal mehr die Diskussion darum, ob Schiedsrichter manchmal "Freiwild" von Spielern und Zuschauern werden!
    Ein wesentliches Problem sehe ich bei der Täter- und Opferbeurteilung darin, dass die Richter nur selten aus der sozialen Schicht von Tätern und Opfern stammen und über etwas richten sollen, für das es ihnen an sozialem Hintergrund fehlt. Die Idee, zusätzlich Schöffen als "Ehrenamtliche Helfer" einzusetzen, trifft hierbei auf gutem Boden. Jedoch sind diese ehrenamtlichen Schöffen juristische Laien und verstehen deshalb nicht ganz, warum nicht ihr persönliches Gerechtigkeitsgefühl Basis des Urteils ist, sondern lediglich die praktische Anwendung der Gesetze.


    Jedoch erweckt die Thematik auf mich den Eindruck, dass mit der Unabhängigkeit durch eine verbesserte soziale Absicherung auch eine Anonymität im privaten Umfeld eingekehrt ist. Man braucht den Nachbarn nicht mehr als Hilfe, weil man genügend Mittel besitzt, um sich selbst zu helfen. Ja, man gewinnt das Gefühl, nicht einmal das Schicksal des Nachbarn ist noch wichtig! Denn man blickt allzugern durch die Brille des Voyeurs auf das Geschehen, freut oder entrüstet sich nur kurz, schiebt das Ereignis dann in eine Schublade. Denn weil nichts so alt ist wie die Zeitung von gestern, geht man lieber den bequemen Weg und erklärt: "stürmt ruhig ihr auf den Gegner, ich verstecke mich einstweilen hinter einen Baum"!


    Denn immer, bevor es auf oder neben dem Rasen eskaliert, gibt es eine für Jedermann erkennbare Vorstufe, wo Menschen einfach wegschauen. Man muß sich die Frage gefallen lassen, ob man sich selbst in der Rolle des Täters sehen möchte, den niemand aufhält oder in der Rolle des Opfers, dem niemand zur Hilfe eilt? Dabei ist es einfach, kleine Schritte zu gehen und es kostet sehr viel Mut und Courage noch zu handeln, wenn es schon fast zu spät ist.

    Jason2012


    Ein Mensch, der sich wiederholt negativ äußert, will in erster Linie ernst genommen werden. Fragen können helfen, sich selbst ein Bild über die Gründe zu machen. Dabei ist nicht der Wortlaut, sondern der Sinn seiner Zweifel zu ergründen. Wo man sich auch dann noch kein konkretes Bild machen kann, können Freunde dieser Person Antworten auf offene Fragen geben. Versucht man es ohne Fragen zu ergründen, kann es passieren, dass man Menschen mit bestimmten (Vor-)Urteilen belegt, in bestimmte Schubladen steckt und sein eigenes Bild über alles Fremde verengt bleibt.


    Ein Kind legt jedoch noch weitgehend in seiner kleinen Welt. Da sein Erfahrungsschatz noch sehr begrenzt ist, kann es manchmal die Gründe seines Ungücks ("Schwarz") wie Glücks ("Weiß"), sowie den Wandel zwischen diesen emothionalen Phasen nicht beschreiben. Allgemein wird dies auch als Laune beschrieben.


    Etwas Anderes ist es jedoch, wenn eine Person eine Verantwortung für eine Gruppe von Kindern trägt und hier eines der Kinder sich sehr abnormal verhält.. Hier sind in aller erster Linie die Eltern die engsten Vertrauenspersonen und nicht der Trainer! D.h. die Eltern haben den Willen des KIndes zu ergründen und sollte er mit dem Hobby Fussball kollidieren, den Trainer davon in Kenntnis zu setzen.


    Es könnte gut sein, dass sich als Ergebnis der elterlichen Bemühungen herausstellt, dass sich das Kind unterfordert fühlt? Aber genausogut kann es sein, dass das Kind (trotz guter Fussballfähigkeiten) keinen Bock mehr auf Fussball hat!

    siebener


    Geld bringt nur dann einen Nutzen, wenn es richtig investiert wird. Das ist im Verein nicht anders!


    Man löst die Probleme nicht, indem Täter für ewig wegsperrt und den Opfern ein Denkmal setzt. Sie sind beide Bestandteile unserer Gesellschaft und bedürfen ihrer Unterstützung auf angemessene Weise. Ob eine Tat angemessen bestraft und die Opfer angemessen unterstützt werden, dafür gibt es eine Einzelbeurteilung in den jeweils zuständigen Gerichten. Natürlich mögen auch dort Menschen zu milde mit den Tätern oder sich unzureichend für die Opfer einsetzen. Dafür bedarf es einer Kontrolle, zu der aiuch jeder Bürger aufgerufen. Leider funktioniert unser Stellvertreter-Wahlsystem nicht immer so, wie wir es wünschen. Wegschauen ist aber fast immer die schlechteste Möglichkeit! Dann lieber 10 x mit einer persönlichen Niederlage leben, um ein mal zu gewinnen, damit man sich noch im Spiegel erkennt. Aber die Angst vor dem Verlieren, erstickt oft den Mut und die Lust auf das Gewinnen!


    Mir kommt es vor, als ob man euch immer wieder erzählt hat, dass bei Veränderungen (z.B. Erhöhung der Mitgliedsbeiträge, Sponsorensuche ohne gleichzeitige Einflußnahme auf die Entscheidungssteuerung) apriori der Verein ruiniert wäre! Vielleicht es es nach der Reduzierung der Möglichkeiten ja auch nur der Ballast, denn man all die Jahre erduldet hat? Wie gesagt, das Allgemeinwohl ist nicht der Bilanzsumme abhängig, sondern orientiert sich am Grad der Zufriedenheit seiner Mitglieder!

    TRPietro


    Ich glaube, ein Stück "Schweizer Basisdemokratie" wurde uns sehr gut tun. Denn so läßt sich manches sehr viel einfacher regeln. Denn wie du nachlesen konntest, steht und fällt hier so mancher Verein durch das Wohlwollen des Sponsors. Das zieht sich mitterlweile über den Profi- und Leistungsfussball hinein in den Breitensport! Mancherorts sagt man gar nicht mal mehr: "ich gehe meinen Verein" schauen, sondern man nennt gleich den Namen des Sponsors, dem dieser Verein gehört und der damit machen kann, was er will!


    Schon deshalb kann des Ratschlags letzter Schluß nicht der Wechsel des Sohnes oder des Großteils einer Mannschaft in einen anderen Verein sein. Denn dort kann es nicht anders sein. Wenn man etwas ändern möchte, dann kann dies nur dadurch gelingen, in dem man mehr Verantwortung übernimmt, statt nur in der Fluch davor sein Heil zu suchen.


    D.h. man muß sich zunächst damit anfreunden, das Problem eine zeitlang auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, um sich entweder ins Trainer-, Jugendleiter- Vorstandsamt des Heimatvereins wählen zu lassen. Denn eine persönliche Einflußnahme (als Urform einer Basisdemokratie) lassen sich die Dinge sehr viel einfacher regulieren. Denn dadurch verändert sich die Rolle vom Bittsteller zum Entscheider!


    Doch wie bereits eingewandt, sind auch Trainerväter und andere Entscheider, deren Kinder aktiv im Verein spielen, nicht ganz vorurteilslos!


    (Hab da so einen Fall in Erinnerung, wo ein Jugendleiter seinen Neffen unbedingt ins Team der A 1 bringen wollte. Dazu suchte er sich einen Trainer aus, der ihm dies versprach. Das Resultat der schlechten Trainerwahl war: die halbe Mannschaft, darunter auch Leistungsträger verließ das Team zur Winterpause, die andere Hälfte trainierte zur Rückserie mit den Senioren und der Trainer wurde nach der Saison gefeuert! Der sportliche Schaden war groß, weil der Verein seinen Schwerpunkt auf die Ausbildung eigener Talente legte. Der Jugendleiter war jedoch durch die Sponsorseilschaft abgesichert und leitete die Geschicke noch eine zeit weiter, bis er still und leise ersetzt wurde. Fazit: nicht immer kann man sich alles durch Geld kaufen. Es muß auch gut investiert sein!)

    Willi


    Vielen Dank für deinen Beitrag, in dem du ebenfalls die gängige Methode der Halbzeitansprache beschrebt. Ich habe scheinbar bei meiner Beschreibung dessen, was sich leider auch Woche für Woche in den Kabinen während der Halbzeitpause abspielt, einigen Usern, die sich wiedererkannten, zu sehr auf die Füße getreten.


    Günter
    Schon im ersten Teil von "ROM" besteht die Schwierigkeit für den Trainer darin, selbst einmal "runterzukommen"! Aber gerade das ist notwendig, damit nach der körperlichen und geistigen Regenerationsphase überhaupt die Aufmerksamkeit im Team zu erreichen. Wer gleich losdonnert, damit er ja nichts vergißt, der wird vermutlich schon kurz nach dem Wiederbeginn feststellen, dass sich nichts geändert hat.


    Häufig ist weniger auch mehr! D.h. man sollte lediglich die 2 - 3 wichtigsten Punkte kurz und klar und durch Mimik unterstützt ansprechen. Leider kommt es jedoch auch vor, dass sich ein Trainer in Rage redet mit dem Ergebnis, dass seine Zuhörer es zunächst mit der Angst zu tun bekommen. Hier fehlt das Element der sachlichen Anaylse. Es ist somit nicht zur Motivation geeignet!


    Seine Worte so zu wählen, dass sie 10-jährige verstehen, dass ist sicher für manchen Trainer ein großes Problem. Insbesondere, wenn er keine gleichaltrigen Kinder hat.


    Diese Altersgruppe spricht besonders gut auf spielerisches Erlernen an, wozu mein Hinweis auf den Verzicht einer weiteren Unterrichtsstunde durch einen zu hohen Übungsanteil nach Trainervorgaben erfolgte. Spielerisches Erlernen heißt hier, die Aufgaben nur grob zu beschreiben und lediglich dort zu helfen, wo der/die Spieler nicht weiterkommen. Diese Methode steht im Gegensatz zur früheren Methode der generellen Korrektur von Details, die gerade in dieser Altersstufe dazu führte, dass Kinder zu wenig Mut zum Risiko entwickeln konnten. Ohne ein (fehlerbehaftetes) Risiko ist die dauerhafte Entwicklung gefährdet. Besonders Problem ist, dass Trainer aufgrund fehlender Erfahrungen in späteren Altersstufen keine Vergleichsmöglichkeiten besitzen und somit die aktuellen Leistungen einen "Ewigkeitseffekt" besitzen. Sie wissen also nicht genau, wie sich was weiterentwickeln wird und welchen Einfluß sie darauf an welcher Stelle nehmen können. Manche Trainer glauben deshalb, dass sie im Spiel das nachholen können, was im Training nicht geübt und gespielt wurde! D.h. ist definieren nicht das Training als Schwerpunkt ihrer Aufgaben, sondern nur das Spiel! Endet dies mit einer Niederlage, so kann es passieren, dass man mit seinem Latein am Ende zu sein glaubt!


    Leider habe auch ich den selben Eindruck wie Willi, dass es in DFB-Online zu wenige moderne, altersgerechte Trainngseinheiten gibt, die sich durch spielerische Elemente auszeichnen. Hier fehlt es noch an Ausgewogenheit zwischen Fordern und Fördern in der Altersstufe. Jedoch möchte der DFB hier Anregungen geben und es dem Trainer vor Ort überlassen, die Inhalte individuell auf den Leistungsstand seines Teams anzupassen. Das erfordert aber viel Übung und Erfahrung! Deshalb schließe ich mich gerne dem Wunsch von Willi an, noch mehr Übungen und Spielformen auf DFB Online ins Internet zu stellen.

    siebener


    Aus gutem Grund basiert unser Rechtssystem nicht auf Strafe als Rache, sondern auf Strafe als Möglichkeit der Rehabilitation. Durch eine entgültige Entfernung des/der Übeltäter wird ihnen die Möglichkeit etwas aus ihren Taten zu lernen genommen. D.h. taucht ein entgültig gesperrter Spieler nicht mehr als Spieler, sondern als Zuschauer auf, so wird er sich aufgrund der nicht gewonnenen Einsichten wieder genauso verhalten und er wird sein Verhalten an seine Kinder weitergeben.


    Es geht m.E. darum, dort wo etwas außer Kontrolle zu geraten scheint, Alternativen zu entwickeln und dabei Überzeugungsarbeit zu leisten. Denn nur durch gewachsenes Verständnis aller Beteiligten wird man weitere Freunde des fairen Fussballs gewinnen und für eine Nachhaltigkeit einer höheren Qualität des Sports sorgen können. Nicht durch Strafen, die wohlmöglich vielfach noch als ungerechtfertigt empfunden werden. Denn Strafen allein verlieren durch ihre Wiederholung ohnehin an Bedeutung, weshalb sie allein nicht einmal als Abschreckung mehr dienen.


    Ich denke mal, das Günter nicht ganz Unrecht hat, dass mit der Einführung der Fairplay-Regeln zumindest die Chance auf einen besseren Einstieg in den Fussball ermöglicht wird. Doch es müssen sich entsprechende Maßnahmen beim Übergang in den E-Jugendbereich anschließen, sonst besteht die Gefahr, dass die Fairness an Bedeutung verliert. Eine weitere Alternative zur Verbesserung einer gleichbleibenden Qualität der Sportregeln besteht darin, auf die Eltern dieser Spieler einzuwirken, die sich wie bereits von Pedro87 zu einem guten Teil in den unteren Seniorenligen aufhalten. Hierfür zu sensibilisieren und zu werben mag zu einem gewissen Grade durch "reisserische Aufmachung von besonders brutalen Geschehnissen" geschehen. Kommt dadurch etwas in Gang, dann besteht die Möglichkeit, auf dieser "Welle reitend" eine breitere Masse für Veränderungen zu begeistern.


    Es geht deshalb nicht um die Einzelentscheidungen eines Schiedsrichters, die mal richtig und mal falsch sein mag! Es geht darum, die negativen Einflüsse des Basisfussballs zu korrigieren.


    Unzufriedenheiten können auch aus den negativen Auswirkungen von Sponoreneinfluß ergeben. Wie in einem anderen Thread ein Vater beschrieb, entscheidet dort ein Sponsor über das Stammspielrecht seines Sohnes. Was zunächst im Kleinen vielleicht noch als Überreation eines besorgten Vaters abgetan wird, mündet jedoch in die Einsicht, dass man sich mit Geld auch für bedeutendere Entscheidungsbefugnisse in den Dorfverein hineinkaufen kann. Dies hat zwar dazu geführt, dass die Stadionanlagen immer schöner geworden sind. Aber zu welchem Preis, wenn man doch dadurch auch eine zusätzliche Abhänigkeit eingeht? Was interessiert einen Sponsor die Spieler-, Mannschafts- oder Vereinssperre? Kann er sich doch von einen auf den anderen Tag in einen anderen Verein hineinkaufen! Über Auf- und Abstiege entscheidet längst nicht mehr der Sport, sondern die finanziellen Möglichkeiten! Durch den Fall "Hoyzer" wurde sogar der Beweis angetreten, dass Schiedsrichter und Spieler sich als Morionetten mißbrauchen lassen.


    Zumindest im Dorfverein könnte man wieder andere Wege gehen, in denen man klare Regeln für eine finanzielle Unterstützung stellt. Dabei muß durch eine ausreichende Transparenz gewährleistet werden, dass man sich durch die Unterstützung keinen Einfluß in die Steuerung des Vereins erwirbt. Deshalb wird die Veränderung nicht die Masse der "Kleinsponsoren" treffen, sondern sich an die "Schwarzen Schafe" richten. Der Hauptsponsor kann als Vereinsmitglied an den Sitzungen teilnehmen.


    Weil der Dorfverein seine Existenz der Förderung des Allgemeinwohles verdankt, soll auch die finanzielle Unterstützung des Ehrenamtes neu geregelt werden. Danach dürfen diese Zuwendungen lediglich auf Basis tatsächlich entstandener Aufwendungen, die im Einzelfall nachzuweisen sind, erfolgen. Ggf. sollten die Zuwendungen der Vereine mit den Komunen und Verbänden neu geregelt werden, wenn sich ein zusätzlicher Kapitalbedarf nachweisen läßt.


    Wie bereits in früheren Beiträgen diskutiert sind in den Dorfvereinen die Mitgliederbeiträge teilweise noch auf dem Stand von vor Jahrzehnten. Auf eine Erhöhung wurde vielfach verzichtet, um die Hemmschwelle für einen Vereinseintritt möglichst niedrig und die für einen Austritt möglichst hoch zu halten. Ferner hätte man für eine Mitgliedsbeitragserhöhung Argumente benötigt. Weil man jedoch im Kern nichts ändern wollte und es vor allen Dingen keine Unruhe darüber geben soll, dass ein Großteil der Ausgaben ausschließlich die 1. Seniorenmannschaft betrifft, blieb es dabei. Man wird jedoch bei einer Modernisierung der Vereinsstrukturen und Verbesserung des Freizeitangebots nicht umhin kommen, auch die Mitglieder finanziell daran zu beteiligen. Gerade die rückläufigen Kinderzahlen sowie die Zunahme der Mobilität bieten kaum eine Alternative zur Verbesserung ihrer Möglichkeiten im Einzugsbereich des Vereins.


    Was ich damit sagen möchte ist, das man sich bei der Veränderung nicht allein auf 2 - 3 Maßnahmen (Sperre des Übeltäters) auf eine Besserung verlassen kann, weil es sich hierbei lediglich um die Regelung von Einzelfällen geht. Denn weil es sich hierbei auch um eine Verbesserung von Rahmenbedingungen handelt, müssen auch andere Faktoren, die großen Einfluß nehmen können, Berücksichtigung finden.

    Pedro


    Wenn dem so ist, dann bitte ich um Entschuldigung!


    Mir ging es nicht darum, die Masse der friedlichen Spieler, Trainer und Zuschauer in eine Schublade zu stecken, sondern um dort, wo Schiedsrichter und Spieler scheinbar besonders gefährdet sind, Alternativen anzubieten. Denn wo es zur Zufriedenheit aller Beteiligten funktioniert, da braucht man ja keine Änderungen.