Beiträge von oTTo

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    Ich würde das anders beschreiben. Narziss verliebte sich doch in sein eigenes Spiegelbild - wenn ich in der Schule richtig aufgepasst habe. Somit würde ich sagen, dass der Trainer sich eher selbst verwirklichen will - meist weil er selbst nichts im Fußballleben auf die Reihe gekriegt hat. Ich kenne Trainer, die haben hoch gespielt und nicht so hoch. Aus beiden Kategorien gibt es erfolgsorientierte und die, die es nicht sind. Ich würde ausgeprägten Narzissmuss nicht grade als 100%iges Indiez für negatives Verhalten den anvertrauten Kindern gegenüber sehen. Narzissmuss kann sich in ganz vielen verschiedenen Situationen zeigen. Mein Auto - mein Haus - mein Boot ist zum Beispiel eine Form davon. Andere haben ganz aussergewöhnliche Klamotten oder oder oder. Und zurück zum alten Griechen Narziss. Er liebte das was man nicht haben kann und da kann ich keinen Zusammenhang zum Kinderfussball feststellen

    zu diesen Einstellungen bedarf es natürlich einer längeren Vorbereitung und Überzeugungsarbeit durch viele gemeinsame Gespräche.


    Sowas ähnliches hatte ich auch mal probiert - allerdings aus späterer Sicht aber völlig falsch angefangen. Ich war mir sicher, dass ich Überzeugungsarbeit geliefert habe, was aber nicht so war. Heute lache ich zum Glück mit dem Kind drüber. Man muss das wirklich mehr als gut vorbereiten. Chapeau Günter

    Ich halte es für besser einen Trainer zu haben, der nicht kind-/altersgerecht trainiert als gar keinen Trainer.


    1. Die Kinder bewegen sich
    2. Die Kinder sind an der frischen Luft
    3. Die Kinder erlenten Mannschaftsgeist
    4. Der Verein hat Nachwuchs
    5. Die Kinder sind schon mal an der Verein gebunden - dieser hat ja auch die Möglichkeit den Trainer zur Ausbildung zu schicken.
    6. Auch Erwachsene lernen dazu


    Im Notfall kann man den Trainer ja immer noch rauswerfen und die Mannschaft abmelden.

    Was ist schlimmer?
    Ein Kindertrainer, der die Philosophie Kinderfußball nicht verstanden hat und die Kinder trotzdem trainiert oder kein Trainer?


    Ich würde mich über Antworten freuen.


    Kein Trainer ist schlimmer. Natürlich nur, wenn er es nicht zu sehr übertreibt. So können die Kinder sich bewegen und sind mit Freunden an der frischen Luft. Alternativ gibt es natürlich andere Sportarten aber wir möchten die Kinder natürlich beim Fußball haben.

    ....muß ich sagen....dass das eine wahnsinns Sache ist, das die mal alle an einem Strang zogen. Ist doch klasse und läßt auf weitere gute Zusammenarbeit hoffen.


    Prinzipiell ist der Förderalismus ja eine feine Sache. Allerdings sollten bei wichtigen und guten Entscheidungen die Verbände gemeinsam an einem Strang ziehen. Das ist leider nicht immer so. z.B. D-Jugen 9er. Die Verbände haben dem wohl nur zugestimmt, da in den Vereinen immer mehr Probleme vorherschen, eine 11er Mannschaft zusammen zu bekommen. Die Entscheidung beruht weniger auf neuen Erkenntnissen der Jugendausbildung, als auf die e.g. Probleme. Nicht umsonst sprießen Die Spielgemeinschaften nur so aus dem Boden.


    Leider, so denke ich, werden die Vereine mit den erfolgreichen Mannschaften leichter überleben als die, die kindgerecht ausbilden (Sicherlich muss das eine das andere nicht ausschließen - ich formuliere hier trotzdem mal nur schwarz und weiß). Wie geht es weiter? Erfolgsorienterte Trainer bilden oft fasch aus, haben aber gegenüber dem Vorstand Leistung erbracht. Der Verein steht gut da und kann auch in den oberen Jugenden evtl. sogar mehrere Mannschaften melden, da Kinder aus anderen Vereinen zu diesen wechseln. Diese Verein haben beim Verband auch eine größere Lobby und blockieren gute und wichtige Entscheidungen, die für einen kleinen, wenig erfolgreicher Dorfverein sehr wichtig wären.

    duffy wir haben in unserem Verein einen, der will nur trainieren und nicht spielen. Er ist das glücklichste Kind, wenn er beim Training dabei ist. Er könnte auch Spielen, lehnt dieser aber ab. Manchmal ist er beim Spiel Zuschauer dabei und ist glüchlich, wenn "sein" Team gewinnt. Das ist in unserem Verein aber auch ein absolutes Ausnahmekind. Alle anderen wollen und dürfen auch spielen.

    Ich kenne das noch aus der unteren G, da gab es alleinstehende Mütter, die waren froh mal das Kind für 2 Stunden loszusein. Es gab davon mehrere. Allerdings hat jedes dieser Kinder auch aufgehört zu spielen, weil es einfach keine Lust hatte => da sind wir beim oft größten Problem -- ELTERN --
    Diese Kinder habe ich ja quasi auch nur betreut und irgendwie versucht zum Fußball zu bringen. Also von diesem Gesichtspunkt aus ist es wohl eine Mischung aus Ausbilder und Kinderbetreuer.


    U und A geht bitte fair miteinander um, das fordere ich auch von meinen Spielern

    Der Bub, der ist immer wieder aber nicht immer da, kann keinen Fußball spielen, hat keine Lust eigentlich, irgendwas zu lernen, sondern will nur die Freunde treffen und mit denen was anderes spielen, während wir trainieren. Seine Mutter hat mir gesagt, dass ihr Mann mit dem Sohn nie Fußball spielen würde oder üben würde, auf die Frage "Warum?", hatte sie keine Antwort gehabt, nur mit Schultern gezuckt. Der Junge ist nicht zuverlässig, kommt spät, wird nicht rechtzeitig abgeholt, kommt aber immer wieder zum Einsatz, wie das Mädle.


    Das ist sehr interessant. Sind wir auch für Kinder da, die gar nicht spielen wollen? Ich unterstelle jetzt mal, dass dein Mädl und der Junge eigentlich gar nicht wollen. Sollen wir Fußball ausbilden oder nur zur Kinderbetreuung da sein? Die einen ausbilden, die anderen mit durchziehen? Training für alle, Spiele nur für die Interessierten? Eine ganz schwere Frage, die ich mir da jetzt stelle.

    Als ich wesentlich erfolgsorientierter war, da habe ich die Spieler vorher so eingeteilt, dass immer 2 draussen waren. Das habe ich vorher bestimmt. Und weil ich ja ein Fuchs bin, saßen die "schlechtesten" im Halbfinale mehr oder weniger zufällig draussen. Das war auf eine Weise fair, da sich die Kinder nicht als "schlecht" gefühlt haben. Letztes Wochenende hat im entscheidenden Spiel mein aller schlechtester das Siegtor geschossen. Früher hätte er auf der Bank gesessen. Ich habe im letzten Jahr sehr viel hinzugelernt.

    Leider ist es sehr oft so, dass ständiger Mißerfolg eine Mannschaft kaputt macht. Im Idealfall sollte man die Spieler nach Leistung auf mehrere Mannschaften verteilen und dann entsprechend in der für sie jeweils richtigen Staffel melden. Leider gibt es auf dem Dorf oft zu wenig Spieler, so dass man gar keine weitere Mannschaft melden kann. Ich denke die Eltern spielen hierbei ein ganz große Rolle. Wenn die mitziehen, dann kann man auch ständig verlieren und fällt nicht auseinander.

    Macht es Sinn, im Sommer ab und zu mal barfuß zu trainieren? Ich habe mal so die Theorie im Kopf, dass die Kinder dadurch ein besseres Ballgefühl bekommen. Klar gibt es auch Gefahren durch kleine Steine auf dem Rasen etc., die es zu bedenken gibt. Hat jemand von euch das schon mal gemacht und bringt das etwas?

    @ Tom durch Veränderung unserer Staffelsysteme können wir aber doch nur verhindern, dass die Ergebnisse dauerhaft zu hoch ausfallen, was natürlich schon mal ein großer Vorteil wäre. Allerdings wird es immer wieder mal Spiele geben, bei denen einer vollkommen unterlegen ist. Was für ein System schlägst du vor?

    Wir hatten in der G mal 18-0 geführt. Ich hatte schon ganz lange die vermeindlich schlechtesten auf dem Platz. 5 Mann rief ich zur Besprechung gleichzeitig an die Seite. Der Gegner hatte nun die gro0e Chance ein Tor zu schiessen. Leider trafen sie nicht oder unser Torspieler hielt alles. Da konnte ich dann auch nichts mehr machen. Das war für mich eine ganz doofe Situation. Am Ende hiess es 24 oder 25 zu Null innerhalb von 40 Minuten Spielzeit. Das hatte gar keinen Spaß mehr gemacht. Angriff - Tor - Angriff - Tor..... Mir war es sehr peinlich, wenn sich unsere Eltern über jedes Tor gefreut haben, wenn auch nicht so stark wie bei einem Siegtor kurz vor Schluß.