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    ja, ich finde schon, dass wir uns sehr viel damit verschenken, das wir potenziale die da sind nicht nutzen und ich finde auch, das mit unserem sport einiges nicht stimmt---grade in bezug auf 'anspruch und wirklichkeit'.


    wenn man sich hier durch die themen liest ist doch eine hauptaussage, dass wir viel zu wenige gut ausgebildete trainer haben, oder das sich zu wenige trainer weiterbilden.
    jedoch wird vielen willigen der weg durch übertriebene anforderungen verbaut---es ist immernoch hobbyfußball.
    für die meisten ist es berufung und nicht beruf!
    wenn da aus einem ganzen lehrgang von 40 nur drei leute durchkommen, dann stimmt da wohl was in der konzeption nicht. wenn wir für die breite masse der vereine, die im großen und ganzen kaum 'echten leistungsfußball' spielen nur topleute, oder halt die 'elite' zulassen (wollen), müssen wir uns nicht wundern, wenn es nicht genug ausgebildete trainer gibt. jemand hatte geschrieben, dass es ihm 2x die kreuzbänder zerlegt hat und er deshalb nicht mehr so in topform ist (und damit ist er mit sicherheit kein einzelfall). warum vergibt man als verband/dfb leichtfertig die möglichkeit, einem erfahrenen fußballer, der gerne sein wissen als trainer weitergeben möchte, die c-lizenz zu machen und damit sein wissen zu vergrößern???


    und an der stelle komme ich nocheinmal auf dich paul, deine beiträge glänzen ja oft mit einer, wie mir scheint, recht guten (sport)theoretischen grundlagenausbildung und deiner möglichkeit diese fakten allgemeinverstänlich gut wiederzugeben. meinst du, das wäre dir in dieser form nicht mehr möglich, wenn du aus gesundheitlichen gründen keinen triathlon mehr absolvieren, oder kein fußball mehr spielen könntest? wenn du fehler, die du bei den kids (oder auch den männern) erkennst, richtig analysierst und ihnen dann den weg zeigst das abzustellen, meinst du, das geht nur, wenn man das auch noch bis ins kleinste vor/mitmachen kann?


    ich bin der meinung man sollte für eine c-lizenz die hauptsächlich im breitensport zum einsatz kommt nicht maßstäbe des 'gehobenen' fußballs ansetzen. es muß eine wissensvermittlung die über die der stufe c-breitenfußball entschieden hinausgeht vorhanden sein, aber den teilnehmern eine gewisse "wettkampffitness" abzuverlangen, das geht wohl übers ziel hinaus.

    @ paul


    ich finde deine einstellung recht überheblich - aber vielleicht kommst auch du irgendwann an den punkt, wo du nicht mehr so kannst, wie du vielleicht möchtest.


    ich kenne sehr viele trainer, die ihre "knochen dem (fußball)sport geopfert" haben und bei denen es halt nicht damit getan ist "einfach ein wenig mehr sport" zu machen, weil es einfach nicht mehr geht. den trainerkollegen bleibt die weiterbildung/qualifizierung schlicht verwehrt und das ist ungenutztes potenzial.


    wahrscheinlich wir es aus diesem grund auch keine onlinefortbildung (die hier ja schon des öfteren gewünscht/angeregt wurde) geben.

    Michel


    sicher hat man die BERECHTIGUNG bis zur 6. liga zu trainieren, aber wieviele haben denn die MÖGLICHKEIT???


    hier im forum wird soviel über ungebildete/ungeeignete trainer geschimpft und disskutiert, doch sind es genau diese dinge wie "elite beim c-schein", die vor weiterbildung "schützen". klar gibt es den breitenfußballschein, doch wenn man sich mit 35,40 oder 50 weiterbilden möchte, um auch den fußball den unteren ligen besser zu machen, da werden die leute auf grund der physis aussortiert.
    ich muß wissen wie es geht, aber ich muß nicht mehr 90 minuten durchspielen können. dank neuer medialer möglichkeiten kann man grade bei trainerlehrgängen viel im theoretischen bereich durcharbeiten, ohne jede übung mit/vormachen zu können. was sagt es über die trainerfähigkeiten aus, wenn jemand noch 50x im strengen wechsel jonglieren, oder 3000m unter 15min laufen kann, oder was weiß ich, was es da für übungen gibt? nicht viel!
    ich denke als trainer kommt es bei ganz vielen dingen mehr auf die geistigen fähigkeiten, als auf das reine praktische fußballerische können an---grade, wenn es in den leistungsbereich geht.



    gruß

    mahlzeit,


    ob sowas im sinne des erfinders ist??? also ich bin da sehr skeptisch. "elite........" ich glaube da sind wohl leute zu lehrgangsleitern gemacht worden, die in einer andern welt leben. von den c-lizenzinhabern wird wohl kaum einer seinen lebensunterhalt damit verdienen und von daher finde ich diese einstellung schon sehr übertrieben. in der endkonsequenz haben wir dadurch nachher wieder mehr trainer, die auf eine ausbildung verzichten und trotzdem die kids trainieren. damit ist doch wirklich niemandem geholfen, oder?



    gruß

    FRAGE:


    was machen eigentlich diejenigen, die auf Grund ihrer (Fußball)sportlichen Vergangenheit eine gewisse "sportinvalidität' erreicht haben? Ist für diese Gruppe die C-Lizenz (oder höher) in unerreichbare Ferne gerückt, wenn sie z.B. mit kaputten Knien kein Fußball mehr spielen können, und wenn da, wie beschrieben, die Praxis Schwerpunkt ist, es den Leuten kaum noch möglich ist die Übungen Leistungsgerecht auszuführen?
    Das heißt ja nicht, dass sie den Kids deshalb Übungen nicht erklären, oder 'langsam demonstrieren' können. Gehen uns die Erfahrungen und das Wissen dieser Leute verloren? Wie wurde das denn bei euch gehandhabt?



    Gruß

    mahlzeit,



    bei uns wird 1:6 (manchmal auch 1:5 da wir nur wenige kids haben) auf kleinfeld (halbfeld) gespielt und ich empfinde das als sehr altersentsprechend. es entsteht meist ein recht schnelles spiel mit vielen aktionen für jeden einzelnen spieler. es kann sich eigentlich kaum einer verstekcken ;).
    auch wenn ja überall viele 1:1 aktionen gefordert werden, kommt man auf dem kleinfeld meist nur durch schnelles gutes abspiel und guten spielaufbau zum erfolg, da an sonsten der platz zu gering ist und immer 'irgendwie ein fuß dazwischen ist' wenn viel 'gefummelt' wird. durch die 'mittellinienregel für abstöße/abwürfe' müssen auch alle immer viel in bewegung sein und entwickeln dadurch ein gutes spielverständnis. eigentlich die besten voraussetzungen, um ab der c-jugend den übergang auf's großfeld 'geistig und körperlich' gut hinzubekommen.
    wenn bei uns die kreisauswahl auf großfeld, oder verkürztem großfeld spielt, stelle ich fest, das die meisten mit dem großfeld doch noch überfordert sind.


    also ich find d-jugend auf kleinfeld mit 1:6 optimal.



    gruß

    nabend,


    was ich echt zum brechen finde, ist diese 'scheinheiligkeit' die im umlauf ist. irgend jemand hatte vor einigen beiträgen aus der dfb-ausbildungsrichtlinie unter anderem zum thema vorbild zitiert. jetzt googelt doch nur mal kurz, in wievielen kreisen und ländern der kreis und/oder landespokal nun offiziell "krombacher pokal" heißt.


    ihr könnt euch hier noch so sehr die 'argumentative kante' geben, solange vom dfb auf grund von kohle (die nur in ganz kleinen dosen wirklich bei den kreisen ankommt) die VORBILDFUNKTION VERKAUFT wird, kann wohl getrost auf den sportplätzen dieser republik geraucht und gesoffen werden :( ----und das finde ich absolut schade!


    ich weiß, vorbild fängt im kleinen an, sollte aber vor dem großen und ganzen auf keinen fall halt machen -- im gegenteil !




    gruß von einem nichtraucher ;)

    schönen wochenanfang,


    ich denke, man sollte auch hier nicht so sehr verallgemeinern. nicht alle trainer, die auf großfeld nicht mit kette spielen lassen, sind ewig gestrig, oder uninteressiert. das gleiche gilt für die taktik(tafel) im nachwuchsbereich.
    ich benutze eine tafel eigentlich in allen altersklassen und sei es bei den kleinen nur dafür um schnell zu veranschaulichen, wie ein spielfeld aussieht ;) und ab der e-jugend, wo ein jeder zu spielbeginn aufgestellt ist. das ist sehr praktisch, da viele kids besser "sehen als hören" ;) .


    es hängt wie bei vielen anderen dingen auch sehr stark davon ab, was ich an kids zur verfügung habe. sind sie technisch und geistig nicht so beschlagen, so muß ich einfache spielformen wählen, dazu kann auch schon mal die manndeckung, oder auch das klassische spiel mit lebero, oder auch mal das spiel 'weit nach vorn und hinterher' gehören. spiele ich mit den jungs auf landesebene kann und muß ich anders spielen lassen, als auf kleinfeld in der kreisklasse.


    Toto


    "......Eines muss ich aber ganz offen zugeben: mir juckts auch in den Fingern
    ! Ich würde mich ebenfalls zu gerne daran versuchen auf
    ballorientiertes Spiel mit Viererkette u. Raumdeckung umzustellen.
    Auch, wenn ich den Ausbildungszielen des DFB vertraue und das
    eigentlich noch nicht vorgesehen ist. Da packt mich dann einfach der
    Ehrgeiz. Nicht zu verwechseln mit Gewinndenken.
    ......."


    ich finde schade, dass du dich schon in einer art "vorweggenommenem gehorsam" ;) für mögliche gewinne entschuldigst --- es ist doch völlig in ordnung, das du den jungs, wenn sie soweit sind, das beibringen möchtest, damit sie einen VORTEIL ihrem gegner gegenüber haben und das spiel gewinnen. es geht im wettkampf nunmal ums gewinnen! solange das mit fairen sportlichen mitteln geschieht, finde ich das völlig in ordnung.


    also versuche ihnen das mal beizubringen, und berichte mal über deine erfolge/mnisserfolge dabei---würde sicher nicht nur mich interessieren.


    gruß


    ps: wenn man sich das spiel vom weltmeister puyol angeschaut hat, könnte man es fast als die moderne form des liberos bezeichnen :D

    @ andre



    wenn alle kleinen vereine so vorgehen würden wie du es beschreibst, dann hätten wir in den ländlichen gegenden keine fußballvereine (max. vielleicht noch wenige männermannschaften), aber keine nachwuchsmannschaften mehr.


    die frage. die sich bei den meisten vereinen in erster linie stellt ist, ob man überhaupt einen trainer bekommt, und in zweiter linie erst in wie weit er super ausgebildet und nach richtlinien arbeitet. ---das kann man nun gut finden, oder auch nicht. es ist die realität.


    aber dieses thema hatten wir ja schon des öfteren.


    gruß

    moin kuddel



    der eine oder andere wird dich hier schon zerlegen, aber mach dir nix draus--es herrscht ja meinungsfreiheit :) ;)



    gruß und viel spaß im forum


    dsv

    @ uwe


    warum alles, was mein training besser macht beim dfb was kosten muß, das ist mir auch nicht klar (von den internetmöglichkeiten mal abgesehen).
    warum alles nur auf kommerz aus ist sowieso nicht---aber nicht umsonst ist der dfb wohl eines der größten wirtschaftsunternehmen der brd. ;)


    ich würde mir auch wünschen, das jeder verein dirkt vom dfb profitiert, denn ich glaube das jeder euro, der in die kleinen vereine gesteckt wird dem dfb zig-fach zurückkommt (und nicht nur dem dfb, sondern der ganzen gesellschaft, da ja WIR--selbst die 'schlechten trainer' --- aktive jugendarbeit leisten und dadurch einen sehr hohen beitrag für die nachhaltigkeit unserer gesellschft beitragen!)


    wenn ich immer lese, oder höre, wie viele tausend, oder manchmal hunderttausend euro in irgendwelche kampangen, oder projekte gesteckt werden, die die meisten gar nicht erreicht, könnte ich brechen. da würde ich das "gießkannenprinzip" bevorzugen und mehr geld für die kleinen und mittleren vereine ausgeben, da es dort oft besser, wenn auch nicht so öffentlichkeitswirksam, angelegt ist.


    gruß

    guter beitrag uwe, trifft es ziemlich genau


    welche schlußfolgerungen ziehst du für dich daraus?

    so wie alex das beschreibt ist das super und sicher auch das ziel eines jeden trainierenden. jedoch konnte ich schon feststellen, dass das alles nicht viel nützt, wenn du ein, oder zwei "erziehungsresistente" kinder in der mannschaft hast. kinder die an keinem ball, hütchen oder gar mitspieler vorbeigehen können ohne gegenzutreten, oder sonstirgendwie in 'interaktion' zu treten.


    wenn du relativ gleichstarke motivierte kinder in einer gruppe trainierst, hast du immer den vorteil, das du kleine gruppen einteilen kannst, in denen dann auch gut und selbstständig trainiert wird.


    mußt du unterschiedlich starke kids "unter einen hut" bringen, klappt das leider nicht so gut. du mußt den kindern gerecht werden und unterschiedlich erklären und unterschiedliche übungen heraussuchen, dh es gibt immer zeiten, in denen ein teil der kinder allein ihre übungen machen müssen----was dann leider nicht immer mit der nötigen intensität und genauigkeit geschieht, da die wenigsten vereine zwei, oder mehr trainer für eine altersklasse haben (grade in den kleinen vereinen, die ja auch das "sammelbecken" der unterschiedlichst motivierten und talentierten kinder sind steht meist nur ein trainer allein da).


    sicher ist es mit der konsequenz auch so eine sache, wenn ich regeln aufstelle, muß ich sie auch durchsetzten können, drohe ich mit sperre, bei fehlverhalten, muß ich mir auch im klaren sein, das dann die ganze mannschaft nicht antreten kann, da oft kaum genug spieler da sind, um die truppe überhaupt voll zu bekommen. ergo, ich trete nicht an aus "diziplinarischen massnahmen" und zahle als verein noch strafe.


    irgendwie kommt man bei allem immer wieder darauf, das alles mit der anzahl der kinder im verein steht und fällt und so wie der demographische wandel und die 'landflucht' von statten geht, wird die kinderzahl wohl noch 'ne weile weiter fallen und die probleme größer werden. :|


    prinzipiell bin ich aber ein fan von klaren regeln und deren durchsetzung---auch wenn man damit oft als "(zu)streng" abgestempelt wird.


    gruß

    dank euch,


    da werde ich mal bei unserem landesverband anrufen und nach ner antwort suchen.


    auf jeden fall finde ich dieses ganze 'umhergehandel mit den kids" zum brechen.


    wenn wir bezahlen müssen, muß ich mir also die kohle wieder reinholen, wenn von uns ein spieler geht, da wir es nicht so dicke haben. ob das im sinne des erfinders war/ist ???