hier ist mal noch ein erfahrungsbericht
http://training-wissen.dfb.de/index.php?id=500014&tx_dfbnews_pi1[showUid]=225&tx_dfbnews_pi4[cat]=9
der link funktioniert nicht richtig, darum hier der text:
"......
14.12.2012 10:27 Vereinsmanagement
Wichtiger als Vereinsinteressen
Für alle ein Gewinn: Jugendspielgemeinschaften © philippka
Für alle ein Gewinn: Jugendspielgemeinschaften
(Von Silke Wentingmann-Kowarik; aus der Zeitschrift „Brandenburgische Fußball-Nachrichten“)
Nichts ist für einen leidenschaftlichen Fußballer, egal welchen Alters, schlimmer, als nicht Fußball spielen zu können. Aber nicht, weil eine verletzungsbedingte Pause eingelegt werden muss, sondern, weil es einfach keine passende Mannschaft für die entsprechende Altersklasse gibt... „Zu wenige Kinder/Jugendliche“ heißt meist die Begründung.
Soll man diese Tatsache hinnehmen? Darüber, was zu tun ist, machen sich vielerorts Menschen Gedanken. Die Eltern, weil das Kind seinen Sport aufgibt und noch mehr Zeit vor dem PC oder dem Fernsehgerät sitzt. Das Kind selbst, weil es plötzlich so viel Freizeit hat und die Verantwortlichen im Verein, weil sie die Zukunft gefährdet sehen...
Welcher Weg führt aus dem Schlamassel? Die Zielstellung steht schnell fest — den Kindern das Fußballspielen zu ermöglichen. Woher aber Kinder nehmen, wenn keine da sind? Was liegt da näher, als den benachbarten Verein anzufragen — der übrigens sicher ein ähnliches Problem hat. Verstehen Sie das jetzt nicht als Aufforderung, die Jugend „abzuwerben“, sondern als Aufforderung zu konstruktiver Zusammenarbeit im Sinne der Kinder, die in eine Spielgemeinschaft münden kann. Denn: Spielgemeinschaften sind Zweckgemeinschaften.
Eigene Befindlichkeiten hinten anstellen
Eine „Milchmädchenrechnung“ verdeutlicht, wie man auf die nötige Personalstärke von 100 Prozent kommt: Verein A hat 60 Prozent, Verein B kann die fehlenden 40 Prozent aufbringen. Perfekt! Perfekt und passend aber nur dann, wenn sich beide Partner bewusst sind, worum es geht. Nämlich darum, den Kindern ihr Hobby zu ermöglichen. Dabei muss jeder Partner seine Befindlichkeiten hinten anstellen.
Viele Dinge wollen bei der Organisation einer Spielgemeinschaft unter einen Hut gebracht werden: Wer trainiert die Mannschaft? Wo trainiert die Mannschaft? Wo finden Punktspiele statt? Wie heißt die Spielgemeinschaft? Alles Fragen, die im Vorfeld zu klären sind, denn Querelen in der laufenden Spielzeit sind nicht förderlich. Der Fußball-Landesverband Brandenburg zum Beispiel behandelt die Gründung recht unbürokratisch:
„Über die Zulassung von Spielgemeinschaften entscheidet der jeweilige Jugendausschuss“, heißt es in der Jugendspielordnung § 10 (2). Um eine reibungslose Saisonvorbereitung zu gewährleisten, sollten Anträge bis zum 15. Juni gestellt werden. Dass dieses Mittel bestens funktioniert, beweisen die unzähligen Spielgemeinschaften, die bereits am Spielbetrieb teilnehmen.
"Wir als Verbandsjugendausschuss sehen die Gründung von Jugendfördervereinen zum Einen als Mittel, den Spielbetrieb in allen Jahrgängen nachhaltig zu stärken, im Besonderen aber als positive Maßnahme im Sinne eines leistungsorientierten Nachwuchsfußballs. Das Bestreben von Vereinen unseres Landesverbandes zu solchen Kooperationen unterstützen wir deshalb ausdrücklich", erzählt Uwe Blaschke, Vorsitzender des FLB-Jugendausschusses.
Vor- und Nachteile
Gespräche mit Vereinsvertretern bieten Einblicke und legen Vor- und Nachteile offen. Für Volker Peter, Trainer beim FSV Grün-Weiß Niemegk im Fußballkreis Westhavelland, ist diese Form, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, eine probate Lösung. Die C- und D-Junioren der SG Treuenbrietzen/Niemegk/Bardenitz sind bereits in ihrer zweiten Spielzeit.
Vor der Gründung besprachen die verantwortlichen, wo das Training und die Spiele stattfinden können. Anschließend hatten Kinder und Eltern die Gelegenheit, sich kennenzulernen. „Unsere Erfahrungen sind super. Zur Halbserie wird der Spielort gewechselt und der Trainingsort alle 14 Tage“, berichtet Volker Peter, der gleichzeitig Mitglied des FLB-Jugendausschusses ist.
Von der Spielgemeinschaft profitieren alle Vereine. Die Treuenbrietzener nutzen die Flutlichtanlage in Niemegk, welche sich wiederum auf den Kick in der bestens präparierten Halle in Treuenbrietzen freuen. Es ist ein Geben und Nehmen, bei dem es vor allem auf gegenseitiges Vertrauen ankommt. ............"