Beiträge von DSV

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    du hast drei möglichkeiten


    1. dein training ist soooo toll, das sich alle darum reissen um teilzunehmen ;)
    2. du machst ihnen klar, das die, welche unentschuldigt fehlen, und/oder nicht ordentlich mitmachen am wochenende nicht spielen (notfalls auch mit mannschafftsabmeldung drohen)
    3. du zeigst verständnis und versuchst in einzel/gruppengesprächen herauszubekommen, was bei den kids im kopf abgeht und warum sie nicht kommen, bzw lustlos sind (in einem anderen beitrag stand ja heute schon was über schulische belastung usw usf)


    und nein, ich erreiche es auch nicht, das alle immer zum training kommen, aber ich freue mich, wenn ich 80% erreiche und die auch halbwegs mitziehen.

    mahlzeit,


    das kommt auf die physischen möglichkeiten deiner kids an. versuchs doch mal mit einer staffellung. in gegnerischen hälfte und bis x,xxmeter vorm eigenen tor lässt du sie den raum decken und ab einer linie auf dem hallenboden, die du den jungs vorher zeigst, sollen sie direkt am gegenspieler sein.



    hat bei meinen 'ehemals kleinen' schon ganz gut geklappt und haut auch jetzt bei den größeren noch hin.


    gruß

    hallo nina,



    eine kurzfristig anzuwendende möglichkeit ist, das du die grüppchen, die du bei den jungs ausgemacht hast dardurch aufbrichst, das DU die jungs bei gruppenübungen einfach so einteilst, das sie sich neu finden müssen.


    mache viele gruppenübungen, bei denen die verantwortung in den gruppen immer wieder neu verteilt-quasi einen wechselnden "übungsverantwortlichen" benennen. manchmal hilft soetwas schon ein wenig.


    ansonsten versuche einmal dinge ausserhalb des fußballs mit den jungs zu machen, da du ja noch nicht so viel älter bist, sollte es dir ja nicht schwer fallen, dabei das richtige auszusuchen. eine gute sache sind zb in den kletterwald zu gehen, oder auch mal beim schützenverein in der umgebung vorbei schauen und mit den leuten dort einen 'konzentrationsnachmittag" machen.


    es gibt im netz auch viele anregungen, für 'mannschaftsvertrauensübungen'.


    gruß



    ps: es ist auch nicht ungewöhnlich, das die c-jugend etwas schrierig ist.

    Für mich wäre eher die "ultimative Lösung", den ganzen Betonköpfen mal einzuhämmern, das heutzutage kleinere Vereine eben zwingend fusionieren müssen, um auf lange Sicht zu überleben. Das Gros der Fusionsblockierer sind immerhin ältere Semester, die in einer Zeit aufwuchsen, wo der Vereinssport noch einen ganz anderen Stellenwert genoss als heutzutage.


    kann ich so nicht mitgehen. mit der fusion von vereinen unterschiedlicher dörfer/gemeinden bleibt auch immer die identifikation mit dem ort auf der strecke! wenn die dörfer aneinanderhängen, also ortausgangsschild des einen, der ortseingang des anderen ist, da mag das noch gehen-in flächenkreisen wo zwischen den dörfern 10km und mehr liegen, da fällt das einfach lach.


    was wir wollen, das ist ja eine bessere besetzung/ beteidigung am ehrenamt, bzw. am gesellschaftlich/dörflichen leben und das geht damit doch noch stärker verloren.


    "Ein Teufelskreis...." ich weiß ;)

    guenter


    ich bin ja voll und ganz auf deiner linie ;), sehe jedoch die problematik verstärkt in den jahrgängen ab der d-jugend.
    die eltern, welche bei den kleinen mitarbeiten, bleiben doch meist auch nur dem verein erhalten, wenn die kids wenigstens die stufe bis zur c-jugend schaffen und die arbeit losgelöst vom kind erfolgt.


    ich hatte dich nur so verstanden, dass du die zukunft der vereine hauptsächlich im bereich des kifu siehst.

    den reinen Ausbildungsgedanken, den wir Trainer ja gerne haben, etwas zurückschrauben, stattdessen Förderung der Mannschaftsgemeinschaft unter Einbeziehung der Elternschaft.. Dies würde auch den Kinderfussball weitervoran bringen. Er wäre einfacher rüberzubringen, wenn nicht mehr die leistungsmässige Entwicklung jedes Einzelnen und der Mannschaft so im Vordergrund stünde .

    soweit, sogut................ ich sehe das problem auch weniger bei den kleinen kids, die meist sowieso noch von den eltern umhergefahren werden und noch halbwegs freizeit haben. in dem alter haben viele vereine auch noch zulauf und viele kinder. aber wo bleiben die kinder so ab der d-jugend aufwärts??? man bekommt zwar den einstieg in einen verein oft über die kleinen kinder, aber die sicherung des vereinslebens beginnt doch meist wenn sie älter sind.

    hallo,


    wie schon in anderen beiträgen rege erörtert wird, stehen uns große veränderungen im vereinsbereich ins haus.
    wie's der zufall so will, hatte ich heute folgendes in meinem dfb-postfach.


    "........

    28. Januar 2013

    Liebe Fußballfreunde,


    der Amateurfußball-Kongress im letzten Jahr in Kassel hat uns gezeigt, dass in den kommenden Jahren etliche
    Herausforderungen auf die vielen tausend Amateurvereine an der Basis warten.


    In den unterschiedlichen Entwicklungen liegen aber auch Chancen. Nutzen Sie diese Entwicklungen und machen
    Sie Ihren Verein fit für die Zukunft. Der DFB als Dachverband des Deutschen Fußballs möchte Sie dabei
    unterstützen, diese Herausforderungen anzunehmen.


    Deshalb haben wir mit der „Online-Vereinsberatung“ einen neuen Bereich auf unserer Homepage geschaffen, in
    dem Sie schnell und unkompliziert Hilfestellungen und Tipps zur Vereinsführung bekommen. Neben Texten und
    Downloads finden Sie hier auch Online-Seminare, in denen Experten des DFB zu Themen der Vereinsführung
    referieren.


    Dazu haben Sie in der „Online-Vereinsberatung“ die Möglichkeit, individuelle Fragen an den DFB zu stellen.
    Sie haben Probleme mit der Satzung, bei der Organisation der Mitgliederversammlung oder bei der
    Sponsorensuche? Schreiben Sie uns, wir beantworten Ihre Anfrage.


    Mit der „Online-Vereinsberatung“ haben wir einen kurzfristigen Einstieg in ein füruns sehr wichtiges
    Themenfeld geschafft. Unser Ziel ist es, diesen Service kontinuierlich auszubauen und mit attraktiven Inhalten zu
    füllen.



    Vielen Dank für Ihre Mitarbeit.
    Ihr Wolfgang Niersbach


    ........................................."



    was meint ihr dazu?

    ;) wir bilden onlinevereine und spielen nur noch vernetzt fußball auf dem bildschirm. mit der technischen entwicklung kommt man vielleicht auch dahin, das man sich vor seinem monitor wieder bewegen muss :thumbup:

    moin,moin


    das schulfußballmodell sehe ich nicht als alternative, maximal als ergänzung zum vereinssport.


    der größte grund der dem entgegenspricht ist unser besch..... schulsystem. eine weitere kommentierung unterlasse ich dazu mal lieber.


    ausserdem sehe ich darin nur eine verlagerung des problems, aber nicht dessen lösung. in den schulen ist kaum raum für sportliche betätigung im rahmen des unterrichts und nach dem unterricht sind die probleme die gleichen wie im verein-die kinder haben keine zeit dafür. in den regionen, in denen eh schon schulsterben herrscht, wurden und werden schulen zusammen gelegt und die kids werden im besten fall per bus oft über eine stunde durch die gegend gekarrt................ und diese busse fahren halt ohne rücksicht auf mögliche arbeitsgemeinschaften.


    in sachen finanzen kann ich nicht zustimmen. wenn man eine möglichkeit ergattert in einer schule eine wahlpflichtstunde fußball anzubieten, so ist die 'aufwandsentschädigung' so klein, das du nicht einmal die fahrkosten raus hast. das man sich dafür frei nehmen müsste, davon mal ganz zu schweigen. alternativ müsstest du als "hauptamtlicher honorartrainer" von schule zu schule tingeln.......sofern genug schulen in deinem einzugsbereich vorhanden sind.


    es gab (gibt?) auch eine dfb-initiative zur lehrerausbildung und fortbildung im rahmen von 'team2011'. ich weiß aber nicht, in wieweit das über ag's nachher auch in den schulen umgesetzt wird.


    wir haben seit jahren eine kooperation mit zwei schulen, jedoch abweichend vom eigentlichen dfb-konzept, wonach in den schulen separate ag's angeboten werden sollen, bieten wir den kindern das training bei uns mit an, da in den schulen einfach auch zu wenige kids für eine trainingsgruppe zusammen kamen. was wir direkt mit der schule machen sind gemeinsame turniere und veranstaltungen.


    gruß

    Von Pauschalheilmitteln und allgemeingültigen Rezepten halte ich in diesem Zusammenhang wendig. Es gilt von denen zu lernen, die es besser machen. Wer versucht, das was er nicht endgültig verstanden hat, zu kopieren, der wird rasch Schiffbruch erleiden, weil er die Ursachen und Wechselwirkungen (noch) nicht kennt.

    vielleicht hilft aber manchmal auch nur das pauschalisieren, um sich nicht in details zu verlieren und wirklich mal einen großen schritt zu machen.............selbst auf die gefahr hin, das einige ihre 'komfortzone' verlassen müssen.

    was hattest du denn für eine verletzung?


    die info darüber ist sehr wichtig, denn zb macht man ein anderes aufbauprogramm nach einem mittelfußbruch als nach einem kreuzbandriss.


    gruß

    @7heby


    ich habe mir ein altes volleyballnetz besorgt, ziehe das einfach auf zwei slalomstangen (glaube die sind so 1,60hoch) und spanne alles mit geweils vier schnüren zur seite ab. das spielfeld markiere ich einfach mit flachen hütchen - je nach dem was ich erreichen will, mache ich es länger oder kürzer. mit der grundgröße richte ich mich nach dem volleyballfeld also 9x9m pro feld.


    zeitaufwand vor'm training ca 5min.
    spielen lasse ich mit unterschiedlichen bällen, leichte kinderbälle, oder volleybälle wenn ich speziell den kopfball trainieren möchte und normale bälle, wenn der schwerpunkt auf der fußarbeit liegt.


    gruß

    Karl


    du hast sicher recht, aber auch für "den rest" gilt: 'fußball ist ein mannschaftssport' und selbst für reduzierte mannschaftsstärken benötigst du die entsprechenden leute.
    sogar für finanzstärkere vereine wird es schwer auf dauer in bisherigen strukturen zu überleben.


    beispiel:
    bei uns im fußballkreis wird aus kindermangel in der c-jugend noch auf kleinfeld gekickt mit einer spielstärke von 1:5 bzw 1:6 und trotzdem kommen grade einmal 10 mannschaften zusammen --- auf einer fläche, die größer als das saarland ist!


    in der a/b jungend spielt man inzwischen wieder auf großfeld, nachdem man einige jahre nur von 16ner zu 16ner mit 1:7 spielte. jetzige spielstärke min. 1:8 und trotzdem bekommen nicht alle teams ihre mannschaften voll. selbst aus benachbarten fußballkreisen spielen mannschaften bei uns mit, da es dort erst gar keine a-jugend mehr gibt. was das für den nachfolgenden männerbereich bedeutet brauche ich wohl nicht erläutern :(


    fahrzeiten für alle mannschaften, von der f-jugend bis zur a/b-jugend, bis zu 1,5stunden sind keine seltenheit. die kommen jedoch nicht durch stau und berufsverkehr, sondern durch die großen entfernungen, zustande.


    fazit:


    mit dem schulsterben auf dem lande sezte auch das vereinssterben ein. zuerst gingen die nachwuchsabteilungen den bach runter und nach und nach auch die vereine selbst.


    halbwegs praktikable lösungen bieten momentan nur nachwuchsspielgemeinschaften - helfen würden jedoch auch finanzspritzen durch den dfb, landkreis, das land um beispielsweise die möglichkeit einzuräumen die wenigen kinder aus den umliegenden dörfern zum sport zu holen.


    gruß

    soundsoviel für sport, mehr nicht. eine mannschaftskasse ist damit zb. nicht abgedeckt oder die abschlussfahrt.

    von so dingen wie mannschaftskasse, oder fahrten spreche ich dabei noch nicht einmal. wir füllen nur immer bestätigungen für das grundsicherungsamt aus und dann bekommen die eltern die fälligen 35euro jahresbeitrag zurück.


    leider bekommt man aber bei uns als migrant auch keine schülerjobs oder nur sehr schwer.


    ;) leider bekommt man bei uns nicht nur als als migrant oder schüler keinen job, sondern auch sonst ist es schwer überhaupt eine stelle zu finden ;)

    mahlzeit


    ich bin der meinung, das dies ganz klar eine gesellschaftliche entwicklung ist, der auch nicht mit höheren beiträgen, geldern für die trainer, oder anzustrebender 'professionalisierung des breitensports' beizukommen ist.


    wenn ich mir die entwicklung der letzten jahre betrachte, so kommt doch in den ländlichen vereinen die zunehmende 'landflucht' immer mehr zum tragen. da die kassen überall sehr knapp gefüllt - besser gesagt fast überall leer - sind, wird doch versucht, immer mehr aufgaben über ehrenamtliche arbeiten abzuwickeln. die anzahl der leute, die ehrenamtlich tätig werden können ist aber recht begrenzt, wenn man bedenkt, dass die, die überhaupt arbeit haben oft mehrere stunden arbeitsweg auf sich nehmen müssen. wo soll da noch die motivation und die zeit herkommen, um "aufgaben zum gemeinwohl" wahrzunehmen?
    wer keine arbeit hat, ist oft so deprimiert, das es schwer fällt sich zu solchen tätigkeiten durchzuringen - sollte sich doch jemand durchringen und sich richtig reinhängen, so bekommt er ärger mit dem amt, weil er ja nicht mehr die volle zeit für den "arbeitsmarkt", oder "maßnahmen" zur verfügung steht................


    den lösungsansatz, den andre brachte, das die leute doch dann einfach für "für die dienstleistung vereinssport" bezahlen sollten kann ich auch nicht unterstützen, da oft trotz arbeit einfach kaum geld übrig bleibt. grade die ehemals "mittelschicht" genannte gruppe geht doch dabei ziemlich in die knie...........

    höhere beiträge kollidieren meiner meinung ja mit steigenden sozialhilfe empfänger.


    fußball ist bei uns immer noch "proletensport", was für die einfachen leute, die auch gerne sport für kinder hätten

    hier möchte ich widersprechen, denn grade die leute, die geld vom amt bekommen sind da im vorteil, da sie den beitrag für ihre kids auf antrag wieder zurückbekommen können (quasi kann dir als verein nichts besseres passieren, wenn du deine beiträge pünktlich bekommen möchtest ;) ).


    Ok, Ironie: im Wohnzimmer könnten Eltern Kinder ungehindert und sicher kicken lassen, aber sonst? Auf der Straße wohl besser nicht, freie Wiesen gibt's kaum noch wo, der werbeträchtige DFB-Bolzplatz, den es bei uns immerhin gibt, ist spätestens ab 16.00 Uhr von Jugendlichen zwischen 16 und 19 belegt, die dann den 7- oder 9-jährigen großzügig anbieten, dass sie ja mitspielen können...

    wenn ich so durch die gegend fahre kann ich feststellen, das auf jedem noch so kleinen dorf ein bolzplatz oder 'gemeindefußballplatz' entstanden ist, oder wenigstens ein tor steht, von dem wir früher nur träumen konnten............ leider sind die meisten ungenutzt, da schlicht die kids im dorf fehlen, oder aber den ganzen tag durch die gegend fahren, um zur schule zu kommen.
    das die größeren über die kleineren bestimmen -wenn denn schon mal fußball gespielt wird- wer mitspielt und wer nicht, das ist doch nichts neues und ungewöhnliches, scheint aber heute irgendwie mit unserem oft übertriebenen "gerechtigkeitssinn" zu kollidieren. ;)


    sollte der "dienstleistungsgedanke" noch weiter in den vereinssport einzug halten, so geht das eindeutig zu lasten der kleinen und mittleren vereine, da die bindung zum verein dann hauptsächlich nur noch über den bezahlten beitrag besteht - wollen wir das wirklich???


    wenn es gelänge den jungen menschen in der region, in der sie aufgewachsen sind und wo sie fußball gespielt haben, eine schulausbildung und eine einkömmliche arbeit zu gewährleisten, so hätten wir auch nicht das problem, das die "ehrenamtler" nach und nach aussterben.
    da der nachwuchs notgedrungen abwandern muß, bleibt zwangsläufig auch niemand für die vereinsarbeit übrig.


    zumindest in unserer ländlichen region ist das das größte problem, noch mit großem abstand vor dem problem des angewandten kifu und diverser möglicher vereins- und ausbildungskonzepte.


    gruß