Günter,
dein Zitat liest sich zwar ganz nett, passt hier aber gar nicht und eignet sich als Argument gegen die Einführung des kindgerechten Fußballs nicht.
mahlzeit,
doch, das was günter schreibt eignet sich sehr gut vieles hier zu beschreiben und trifft es auch.
es gibt das abgedroschene wort vom 'verschlimmbessern' und genau das wird hier teilweise gemacht.
es wird durch das herausgeben von "neuen" verhaltensregeln (die ja im grunde genommen nicht so neu sind, denn sich ordentlich zu seinem gegenüber zu verhalten hat mehr was mit vernünftiger erziehung zu tun, als mit spezieller fußballregel) versucht etwas zu kaschieren ohne die ursachen zu erkennen, bzw an 'die wurzel des übels' heranzugehen.
die frage, welche man sich doch stellen muss ist, ob es einen signifikanten anstieg von verfehlungen im kinderfußball gab und wenn ja, warum?
was hat dazu geführt, das es zu "massiven problemen im kindersport", wie uwe schrieb, kam?
ist es nur eine selektive wahrnehmung, oder belegbar das der kifu heute viel schlimmer sit, als vor vielleicht 20 oder 30jahren?
warum klappt es in manchen gegenden besser als in anderen und vor allem worin unterscheiden sich die gegenden?
Ich würde es aber andererseits sehr begrüßen, wenn Du und andere hier zumindest in Erwägung ziehen, dass dies eben nicht überall der Fall ist. Dieses Subjektive zielt ja auch ein wenig in die Richtung ob man vieles nicht einfach zu dramatisch sieht. Ist nicht von der Hand zu weisen. Was mich betrifft kann ich jedoch sagen, dass ich nach über 20 Jahren als Jugendtrainer schon einiges erlebt habe und daher über vieles hinweg sehen kann. Aber auch meine Beobachtungen und diesbezügliche Einschätzungen sind subjektiv, keine Frage.
ich ziehe es ja in erwägung

es geht mir auch nicht darum etwas zu beschönigen, oder an die 'heile welt' zu glauben, jedoch bin ich skeptisch was den weg aus diesem beschriebenen dilemma betrifft.
ich bin immernoch der überzeugung, denn das ist mein persönliches erleben, dass das gros der fußballspiele (auch der kinderfußballspiele) in einem vernünftigen rahmen abläuft. und um es mal bildlich darzustellen, bin ich überzeugt, das wir immernoch eine "normalverteilung der vorkommnisfunktion" im kifu haben (ich hoffe ihr könnt euch noch an eure schulzeit und die gaußsche glockenkurve erinnern
) und das die schwerwiegenden vorkommnisse nur ausreißer sind (die man auch NIE auf null bringen kann), welche aber sehr stark in den fokus geraten.
aber anstatt diese "aussreisser" konsequent zu entfernen (ich denke da auch grade an die krassen beispiele von uzunbacak und von steini), denn diese möglichkeiten haben ja schiedsrichter und/oder turnierleitung auch heute schon (runterstellen und anschließend vor'm sportgericht verhandeln), wird gesagt "bitte liebe trainer zeigt verantwortung, seit bitte vorbild, vertragt euch, seit leise und lieb zueinander wenn ihr gemiensam an der linie steht, kaffe trinkt und den weitentfernten eltern doch mal zur abwechslung zuwinkt..........." 
jedoch stehen immer noch die gleichen 'ausrasterkollegen' (die es mehr, oder weniger oft gibt) an den linien................jetzt nur noch mit der möglichkeit intensiver ins geschehen eingreifen zu können.
also ich persönlich hätte da keinen bock drauf.
es hat schon immer gewinndenken und erfolgsorientierung, auch im kifu, gegeben, es wurde früher 'gedrillt' und 'fremdgesteuert' und das wohl alles in einem sehr viel größeren ausmaß als in den letzten jahren und heute, es gibt immer mehr fundierte trainingsmethoden und erkenntnisse und alles scheint sich weiterzuentwickeln und TROTZDEM werden die probleme im kindersport immer größer???!!! ...........passt irgendwie nicht zusammen
also irgendeine 'stellschraube' scheint da wohl noch zu fehlen und das reine einführen neuer regeln/vorgaben kann doch nicht die lösung sein um das in den griff zu bekommen.
gruss