Beiträge von Follkao

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    Manchmal versuchen Trainer, ihre Kompetenzen weit zu überschreiten...
    Ich kenne es so, dass nach ein paar Wochen schnuppern die Vereinsmitgliedschaft notwendig ist.
    Nach welcher Zeit das ist, entscheidet aber nicht der Trainer, sondern der Vorstand des Vereins.
    Könnte es sein, dass Du Deinen kleinen "Verein im Verein" gerne so behalten möchtest wie er ist?


    Meine Einstellung dazu lautet - Wer sich in die Mannschaft integriert wird Aufgenommen. ( Eltern und Kind )Damit bin ich logisch nicht konform mit dem Verein , der jedes Mitglied sofort aufnehmen würde.
    Möchte eine funktionierende Gemeinschaft nicht sprengen/riskieren für einen Papa , der alle anderen Eltern ignoriert.

    Woran machst Du das eigentlich fest? Er fragt nach 2 Wochen, wie es weitergeht und Du unterstellst ihm, dass er die anderen Eltern ignoriert? Geht es eigentlich um den Fußball der Kinder oder um die Freizeitgestaltung der Eltern?

    Ich habe nicht gesagt, dass hier alles gut gelaufen ist. Ich habe allerdings angeregt, sich auch mal die Sichtweise des Gegenübers anzueignen.

    Entscheidungen in Gutsherrnart, wie leider häufig zu beobachten, führen jedoch sicherlich nicht zum nötigen Rückhalt zu den entwickelten Lösungen.

    Ich habe durchaus Erfahrungen damit, Eltern Problemstellungen zu erklären und in die Lösung einzubeziehen und das auch im großen Stil - also über mehrere Mannschaftsgrößen hinweg.
    Meine -natürlich nicht repräsentative- Beobachtung ist, dass ca. 10-15% der Eltern an einer Lösung für alle interessiert sind. 85-90% der Eltern sind nur an der (nach ihrer Meinung) besten Lösung für ihr eigenes Kind interessiert. Das ist natürlich generell verständlich - Vereine funktionieren so aber nicht.
    Nachdem ich diese Erfahrung mehrfach gemacht habe (einmal hat sie mir meine wohlverdiente Sommerpause gekostet), hat das zu einem Überdenken meines ehrenamtlichen Engagements geführt. Wenn andere nur den Vorteil ihrer eigenen Kinder sehen, kann ich das ja auch. Das würde heißen, dass ich den Ballsack an den Nagel hänge, meine Funktion in der Jugenleitung beende und mich an den Spielen meiner eigenen Kinder erfreue.
    Allein schon die Formulierung, dass ein Spieler "geopfert" wird, zeigt doch, wie hier auch nur an einen Spieler gedacht wird. Offensichtlich ist die Übermittlung der Lösung vollkomen schlecht gelaufen. Darüber müssen wir gar nicht diskutieren. Aber wenn die eine Seite schlecht kommuniziert und die andere Seite nur den eigenen Sohn/Bruder sieht, liegt die Verantwortung nicht alleine in der schlechten Kommunikation...

    Ja, in diesem Verein läuft vermutlich einiges schief. Von außen betrachtet wird man es ohne Partner nicht mehr hinbekommen. Mit Weitsicht hätte man diese Entscheidung schon längst getroffen.


    Aber betrachten wir auch mal die andere Seite:
    Die Verantwortlichen sitzen zusammen und suchen nach Lösungen. Man findet eine Variante, mit der man es wohl noch einmal alleine schaffen kann. Dafür ist es natürlich notwendig, dass alle bereit sind, diesen Weg mitzugehen.

    Habe ihm gesagt das ich es nicht in Ordnung finde, wenn die vorhanden Spieler dann so ,,geopfert'' werden, gerade für einen TW ist das natürlich dramatisch.

    ...und dann kommt da der Bruder (!) eines Spielers und beschwert sich, sein Bruder würde geopfert. Das wird einem an den Kopf geworfen, nachdem man in zahlreichen Besprechnungen einen Weg gefunden hatte, auch diesem Jungen eine Spielmöglichkeit im Heimatverein zu bieten.
    Einfach mal drüber nachdenken...

    Daraufhin ist er ausgerastet und hat den Brüllaffen makiert.

    Nein, das entschuldigt nicht den Brüllaffen. Aber es erklärt ihn. Wahrscheinlich wurde dieses Problem bei den Verantwortlichen während der kompletten Sommerpause hin- und hergewälzt.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass es einen 11-Jährigen gibt, der nicht FIFA auf der Konsole spielt. Insofern sollte ihnen die Abseitsregel schon vertraut sein.
    Das Problem ist also nicht die Regel an sich, sondern sie auf den Platz zu bringen.
    Ich würde Spielformen im 3:3 bis max. 5:5 machen. Jeweils 2 Minitore außen auf den Grundlinien und konsequent jede Abseitsposition abpfeifen. Ziel der Tore außen wäre es, auf beiden Seiten Entscheidungssituationen zu ermöglichen.

    Meine Tochter spielt in einer E1-Junioren-Mannschaft (nur 2007er Jungs) und gehört dort zu den besten, sticht aber nicht raus. Außerdem spielt sie in einer E-Juniorinnen-Mannschaft (Jahrgang 2007 - 2009), wo sie mit Abstand die beste Spielerin ist.

    Genau das meine ich. Natürlich ist es schön für sie, auch in einer Mädchenmannschaft zu spielen. Fußballerisch wird sie in ihrer Jungenvereinsmannschaft aber mehr gefordert als in einer Mädchenkreisauswahl.

    Im Wesentlichen kann ich auch für unsere Region die Ausführungen von @fak bestätigen.
    Zwei Punkte habe ich aber noch zu ergänzen:

    • Gerade für Mädchen, die ansonsten in Jugenmannschaften spielen, ist es schön, auch mal in einer Mädchenmannschaft zu spielen, die ihr fußballerisches Niveau hat. Das ist im eigenen Verein ja oft nicht gegeben.
      Für Mädchen, die aus ihrer Jungenmannschaft schon herausstechen, macht die Mädchenauswahl auf Kreisebene dagegen fußballerisch keinen Sinn.
    • Wenn man zu einer Sichtung geht, muss man auch damit umgehen können, wenn man nicht genommen wird. Nicht jeder Sichter/Auswahltrainer überbringt diese Nachricht geschickt... Man muss also auch mit persönlichen Enttäuschungen klarkommen. Wenn das (noch) nicht der Fall ist, würde ich ein Jahr warten.

    Klar, ist das alles in dem Alter nicht leicht.. aber zu meiner Jugendzeit (die auch noch nicht so lange her ist) gab es sowas nur begrenzt...
    wohl auch, weil mittlerweile die Eltern oftmals bereits ab der D/C-Jugend nicht mehr mit im Boot sitzen und die Hand über so etwas halten.

    Umgekehrt wird ein Schuh draus.
    Weil die Eltern sich in in E/D/C um alles kümmern, lernen sie nicht, ihre Termine selbst auf dem Schirm zu haben. Eigenverantwortung lernt man nicht automatisch in der Nacht von C- zu B-Jugend. Damit muss eher angefangen werden.

    Es geht uns einfach nichts an, warum jemand nicht zum Training kommt.
    Deswegen erwarte ich auch von niemandem, dass er sich entschuldigt sondern nur, dass er sich abmeldet.
    Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, die Kinder sich selbst abmelden zu lassen. Die Kinder sollen lernen, ihre Termine selbst auf dem Schirm zu haben. Natürlich benötigen sie dabei zunächst noch Unterstützung. Mit 10/11 Jahren am Ende der E-Jugend sollten sie das aber selbst hinbekommen.
    "Fußball ist Euer Ding - nicht das Ding Eurer Eltern. Also kümmert Euch auch selbst drum." Diese Aussage finden auch E-Kinder einleuchtend.
    Ich mache in den letzten Jahren mehr und mehr die Erfahrung, dass Eltern diese Vorgehensweise befremdlich finden. Sie möchten ihren Kindern doch so gern alles abnehmen... Z.B. die Entscheidung, ob heute am Training teilgenommen wird oder nicht...

    wurde zur Zahlung einer Strafe verdonnert und der Verein in Haftung genommen.

    Der Verband macht das so, weil er ggü. dem Trainer keine Handhabe hat. Der Trainer ist selbst kein Mitglied des Verbandes. Evtl. ist er nicht einmal Mitglied des Vereins. Also zieht der Verband Strafen aufgrund eines Fehlverhaltens durch Verantwortliche eines Vereins immer vom Verein ein.
    Der Verband bestraft also nicht den Trainer, sondern den Verein.
    Kann der Verein das an den Trainer weitergeben? Wollt Ihr das überhaupt? Wärt Ihr bereit für 250 € ein Gericht zu bemühen? Könnt Ihr ausschließen, dass ein anderer Verantwortlicher davon wusste? Könnt Ihr beweisen, dass Ihr den Trainer über die korrekte Vorgehensweise informiert habt? Wurde vielleicht in ähnlichen Fällen (von anderen Personen) identisch gehandelt, ohne dass es aufgefallen ist?
    Würde er noch bei Euch sein, könntet Ihr das evtl. von seiner Aufwandsentschädigung einbehalten. Aber so muss sich das realistisch betrachtet der Verein ans Bein binden.

    Wenn diese Aussage von Eltern kommt, hast Du zunächst keine Chance.
    Es ist nicht weiter verwerflich, mal keine Lust zu haben. Geht mir manchmal auch so. Wenn ein Kind das äußert, ist es aber Aufgabe der Eltern, Dinge wie Mannschaftsgeist, Verlässlichkeit und Überwinden des inneren Schweinehundes einzufordern. Geben die Eltern diese Botschaft aber einfach als Kurier weiter, weißt Du schon, wer Chef in der Familie ist...
    Kleiner Tipp: Vor der Saison mit den Kindern vereinbaren, dass sie sich selbst bei Dir abmelden. In der E-Jugend können die das durchaus. Eine Ansage wie "Fußball ist Euer Ding und nicht das Ding Eurer Eltern. Also kümmert Euch auch selbst drum." klingt auch für einen 9/10-Jährigen einleuchtend.

    Und wenn man schon ein gutes Team beieinander hat, muss man schauen, wie man das zusammenhält. Und da kann man halt nicht einfach mitten in der Saison den vereinsinternen Wechsel des besten Spielers zulassen, wenn dies absehbar zum Zusammenbruch des Teams führt, sondern man hätte einen Kompromiss anstreben müssen (z.B. weitere Einbeziehung des Spielers zu den 4 schwierigsten Spielen in der Saison).


    Die Kinder wollen ja weiterhin Fußball spielen, nur halt in einem Verein, wo sie auch ab und zu mal einen Pokal in der Hand halten. In der Halle haben wir das sogar geschafft, aber das hat halt nicht genügt, um die Stimmung wirklich positiver zu gestalten.


    Was mich wirklich erstaunt ist, wie wenig Wert die Kinder darauf legen, mit ihren Klassenkameraden zusammen in einem Team zu spielen. Das spielt bei den Wechselabsichten nur eine ganz untergeordnete Rolle.

    Für all diese Argumente könnte ich Beispiele anbringen, die sie belegen und widerlegen.
    Deine Beobachtungen kann man also nicht als allgemeingültig erklären. Die Stimmung, die Du hier beschreibst, wächst normalerweise auf einem Boden, der von Trainer/Verein/Elternschaft in diese Richtung gedüngt wird. Es gibt genug Mannschaften, die keine Meisterschaften und Pokale gewinnen und trotzdem nicht auseinanderfallen.
    Ich habe in den letzten Jahren genug Mannschaften gesehen, bei denen im Kinderfußball entsprechend erfolgsorientiert (im Sinne der Ergebnisse) gehandelt wurde. Mit Vereinswechseln und allem drum und dran. Du erziehst Dir die Elternschaft damit in genau die Richtung, die Du hier monierst.


    Wenn man eine halbe Mannschaftsstärke F1 and und eine habe E3, würfelt man beide zur E3 zusammen. Alternative: F1 und E3 beide schließen.

    Wenn's eine E3 gibt, muss es ja wohl auch E1 und E2 geben. Gibt also noch andere Alternativen.

    Wie die Aussichten dazu sind, muss jeder selbst entscheiden. Die entsprechenden Spielklassen hatte ich ja oben dazu geschrieben.

    Meinst Du, dass die Spielklassen der Senioren da wirklich eine Rolle spielen? Sind es nicht eher die Spielklassen der Jugendmannschaften, die einen Wechsel interessant machen? Es gibt immer wieder Vereine, die im Jugendbereich hohe Spielklassen bieten können, im Seniorenbereich aber nicht. Zu diesen Vereinen wechseln Jugendliche durchaus. Im umgekehrten Fall bekommt man das eher selten zu sehen.

    ich kenn das. Vor allem wenn's um terminliche Dinge geht. Letztens Freundschaftsspiel vereinbart, und da wir 16 Kinder in der Mannschaft haben das gleich mal 2, damit alle spielen können (spielen 4+1). So war zumindest der Plan...


    Ich extra zweimal in der Gruppe bei den Eltern gefragt wer Zeit hat und um Zusage gebeten, geantwortet haben 7 von 16
    Ich dann natürlich eines der beiden Spiele nicht fixiert, und was war am Spieltag? Da standen Fan plötzlich ALLE auf der Matte

    Ich würde an Deiner Stelle anders vorgehen. Wenn Du um Zusage bittest (!), bringst Du da ein Stück weit Beliebigkeit ein.
    Termin mitteilen - fertig. In der WhatsApp-Gruppe kannst Du sehen, wer es gelesen hat. Wer sich dann nicht abmeldet, ist eingeplant.
    So gehe ich seit Jahren vor. Anwesenheit ist der Normalfall und muss somit nicht bestätigt werden.
    Ausnahme sind nur sehr kurzfristige Termine - z.B. kurfristiges Einspringen bei einem Turnier, weil der Veranstalter Absagen hatte.

    Der Trainer von diesem Stützpunkt hat mir letztens eröffnet ,dass Sie einfach nicht gut genug ist weil sie nicht auf dem Level der besten Jungs spielt.

    In welchem Landesverband seid Ihr zu Hause?
    Die DFB-Stützpunktförderung gibt es in den meisten Verbänden erst ab der U12. Isofern kannst Du in den meisten E-Jugend-Kreisauswahlen nicht dieselbe Trainerqualität erwarten wie in den Stützpunkten ab U12. Trotzdem liegt er insofern richtig, dass die stärksten Mädchen in diesem Alter mit den stärksten Jungs oft (noch) mithalten können. Körperlich haben Mädchen in diesem Alter oft eher sogar Vorteile gegenüber gleichaltrigen Jungs. In der Persönlichkeitsentwicklung sind sie ihnen meistens 1 - 2 Jahre voraus.
    Gibt es bei Euch eine Mädchenkreisauswahl? Dort würde man sie vermutlich anders sehen.


    Dagegen sagen die Trainer von der Landesauswahl Mädchen , dass sie bei ihr sehr großes Potential sehen.

    Das bestätigt meine obige Vermutung.
    Trotzdem auch hier: Welcher Verband hat in der E-Jugend eine Landesauswahl? Hier bei uns starten die Sichtungen dafür in der U13...


    Auf Grund dieser sehr unterschiedlichen Aussagen suche irgendwie die Orientierung in welche Richtung es in Zukunft gehen könnte . Mir ist schon lange klar ,dass Mädchen anders Fußball spielen. Wenn ein Mädchen also nicht auf dem Niveau der besten Jungs spielt ,ist das ein ein Indiz dafür wie gut Sie tatsächlich ist ? Oder vergleiche ich hier verschiedene Dinge ?

    Das kann Dir keiner sagen. Für jede Variante könnte Dir jemand Beispiele geben. Es gibt z.B. sogar Juniorennationalspielerinnen, die nie bei den Jungs gespielt haben...
    Es ist immer gut, viele Meinungen einzuholen. Grundsätzlich ist Deine Tochter auf dem Radar des Fördersystems.


    Ja , unsere Tochter ist sehr jung und mann kann noch nicht einschätzen wie es weiter geht.

    ...und deswegen ist Gelassenheit angesagt. Die Fördersysteme werden sie auch in zwei Jahren noch finden.


    Aber ... ab nächstes Jahr geht sie in eine Schule wo sehr viel Leistung verlangt wird . Es wird definitiv weniger Zeit für den Fußball bleiben.

    Hat mit Fußball nichts zu tun - aber: Wenn eine Schule bzw. Schulform einem Kind/Jugendlichen keine Zeit mehr für Hobbys lässt, sollte man darüber nachdenken, ob man die richtige Schule bzw. Schulform gewählt hat.


    Das Leben besteht nicht nur aus Fußball - aber auch nicht nur aus Schule.

    @Ersatzbank
    Ohne die Regelungen in Bayern zu kennen, vermute ich, dass es dabei um eine Regelung zum Probetraining geht. Dabei ist es ja so, dass Du in dem betreffenden Verein (noch) kein Mitglied bist. Wenn der Verein, in dem Du Mitglied bist, der Teilnahme schriftlich zustimmt, ist das schon wieder o.k.
    Hintergrund ist die Sportunfallversicherung, die an Deine Vereinsmitgliedschaft gekoppelt ist.
    Folgende Konstellation ist hier gang und gäbe: Student ist unter der Woche am Sudienort und am Wochenende im Heimatort. Kann somit maximal freitags zu Hause trainieren. Trainiert dann unter der Woche bei einem Verein am Studienort mit und spielt am Wochenende beim Heimatverein. Für den Verein am Studienort hat der Student keine Spielberechtigung; ist einfach nur Vereinsmitglied. Diese Konstellation würde der BFV damit ja verbieten.