Passive: 18 €/a
Aktive: 72 €/a
Familien: 156 €/a
Bei drei aktiven Kindern spart man also 60€ pro Jahr.
Passive: 18 €/a
Aktive: 72 €/a
Familien: 156 €/a
Bei drei aktiven Kindern spart man also 60€ pro Jahr.
trotzdem ist eine beitragserhöhung um größenordnung noch lange nicht drin, wir haben zb familien, die haben drei, oder vier kinder bei uns, da läppert sich ganz schön was zusammen.
Da gibt es aber Möglichkeiten. Wir haben Familienmitgliedschaften, die sich ab der dritten aktiven Person schon wirklich richtig lohnen.
aber ein weg zur finanzierung ist natürlich, dass man erfolgreich ist. man hat mehr aufmerksamkeit durch andere vereine, und wird im umfeld anders wahr genommen. damit sagt dann auch der eine, oder andere mal "hier habt ihr etwas für eure tolle nachwuchsarbeit".
Tja, da ist dann aber die Frage mit dem Huhn und dem Ei. "Tolle Nachwuchsarbeit" ohne Geld ist nicht so einfach. Und es bleibt in dieser Hinsicht vor allem das Problem, dass eine gut funktionierende Jugend-Abteilung eher als völlig selbstverständlich betrachtet wird. Lob gibt es dafür kaum, schon eher Schelte, wenn mal etwas nicht 100%ig funzt.
Andre, Dein Vorschlag für ein sozial verträgliches Beitragssystem in allen Ehren, aber ich glaube nicht, dass das durchsetzbar ist. Was geht den Fußballverein an, was ich verdiene? Bei aller Liebe, ich bin gerne bereit mehr zu bezahlen, aber ich werde sicher nicht meinen Steuerbescheid vorlegen. An der Stelle wäre ich raus.
Ich denke auch nicht, dass ein Beitrag in der Größenordnung von 30€ pro Monat nicht realisierbar ist, aber die 6€ können es auch nicht sein. Wenn ich mir unsere Kostensituation im Jugendbereich anschaue, so ist ganz offensichtlich, dass die älteren Mannschaften mehr Kosten verursachen. Demnach müssten sie auch einen höheren Beitrag bezahlen. Das sollte den Eltern auch vermitteln werden können. Ich bin auch der Meinung, dass man den Eltern im Gespräch durchaus klar machen kann, wie wenig sie eigentlich im Vergleich zu anderen Freizeitaktivitäten ihrer Kinder bezahlen und welche Folgen dieser geringe Beitrag für die Übungsleitersituation hat. Das könnte man Mannschaft für Mannschaft abarbeiten und so die Stimmung schaffen, die man braucht.
Der ein oder andere wird vermutlich trotzdem zu einem Nachbarverein gehen, ABER welche Leute sind das? Das sind ganz sicher nicht die Eltern der talentierten oder begeisterten Spieler, denn unser Ansatz ist ja, die Beiträge zu erhöhen, um die Qualität zu verbessern. Also werden diese Leute auch mehrheitlich dabei bleiben. Wer geht, sind eher die, die sich nicht wirklich interessieren. Ist das ein Verlust? Vielleicht, aber es kann auch eine Chance sein. Wenn man nachher statt 40 Kindern in der F nur noch 30 hat, die aber dafür alle mit Begeisterung bei der Sache sind und deren Eltern dahinter stehen, ist das sicher nicht verkehrt, zumal man keine Übungsleiter für Mannschaften "verschleißt", deren Kinder eigentlich gar nicht wollen.
Eine Erhöhung sollte nur die Aktiven betreffen und es MUSS gewährleistet sein, dass die zusätzlichen Mittel auch zweckgebunden eingesetzt werden. Ferner müssen Maßnahmen zum Erreichen der mit der Erhöhung angestrebten Ziele auch für die Eltern zeitnah ersichtlich sind, wenngleich den Eltern auch klar gemacht werden muss, dass ein Wandel nicht von jetzt auf gleich machbar ist.
Auf soziale Härtefälle muss man natürlich auch Antworten haben. Andererseits stelle ich mir vor, dass man über ein Spendenmodell von besser verdienenden einen Extra-Obolus einsammeln könnte. Ein Förderverein wäre gut, macht aber wieder eine Menge Aufwand. Das muss sich dann schon wirklich lohnen. Sponsoren wären eine weitere Möglichkeit. Es gab schon Überlegungen von einzelnen Eltern, einen Trainer auf 400€ Basis im eigenen Unternehmen anzustellen. Auch das finde ich recht kreativ.
Auch würde ich Neumitglieder generell nur noch Bankeinzug als Zahlungsmöglichkeit anbieten. So entfällt das hinterher rennen hinter den Beiträgen.
Chris: ich bin auch sehr gespannt, wie das aus geht. Bitte halte mich auf dem Laufenden!
Ich bin bei uns im Verein normales Erwachsenenmitglied. Dafür zahle ich 42 Euro im Halbjahr.
Dabei bin ich seit 18 Jahren Jugendtrainer und bekomme nichts dafür. Also zahle ich für meine Arbeit die ich leiste auch noch Beitrag.
Das ist bei uns übrigens auch so. Übungsleiter müssen Vereinsmitglied sein und demnach auch einen Beitrag zahlen. Früher war das sogar ein voller Beitrag, heute nur noch der eines passiven Mitglieds. Allerdings sind die meisten Übungsleiter auch noch irgendwie im Verein aktiv. Bei denen, die wirklich nur als Übungsleiter tätig sind, ist das allerdings (berechtigterweise) immer mal wieder Diskussionspunkt. Das macht die Rekrutierung von ehrenamtlichem Personal natürlich auch nicht gerade leichter...
Wir haben gestern abend in unserer monatlichen Abteilungsleiterrunde mal wieder über das Thema Qualifizierung/Bezahlung der Übungsleiter gesprochen. Klar ist, dass wir zu wenig gut ausgebildete Jugendtrainer in den eigenen Reihen haben, uns aber auch nicht leisten können gute Leute "einzukaufen". Unabhängig von der Frage, wie man das vorhandene Personal weiter bilden kann, brachte uns das auf das Thema Mitgliedsbeitrag. Bei uns zahlt ein Jugendspieler 72,- Euro pro Jahr, also 6,- Euro pro Monat. Bei 2mal die Woche Training plus Spiel sind das 16 bis 18 Stunden im Monat und damit etwa 35 Cent pro Stunde, für die ein Kind bei uns Spaß haben kann. Außer in der Nase bohren kann ich mir nichts vorstellen, dass auch nur annähernd so billig ist. Dennoch gibt es Eltern die selbst diesen Beitrag noch zu hoch finden und dabei teilweise noch einen völlig unrealistischen Anspruch an die Ausbildung ihrer Kinder haben.
Wir haben eine Karate-Abteilung, die derzeit großen Zulauf hat. Dort zahlen die Eltern, manchmal sind es sogar die gleichen, zusätzlich zum Vereinsbeitrag 19,- pro Monat für ebenfalls zweimal Training die Woche. Sie tun das ohne mit der Wimper zu zucken und finden das völlig angemessen. Dabei sind die Übungsgruppen i.d.R. deutlich größer als eine Fußball-Jugendmannschaft. Von intensiverem Training kann da also auch keine Rede sein. Der Übungsleiter ist allerdings ein Profi, der sein Geld nur mit Karate verdient, insofern ist da zumindest ein Qualitätsunterschied zu den meisten Jugendtrainern. Stundenpreise für andere Sportarten oder z.B. Musikschulen liegen ebenfalls weit über dem, was Eltern für Fußball bereits sind zu zahlen. Die Diskrepanz ist bemerkenswert und zeigt mit welcher Wertigkeit das Fußballtraining von vielen angesehen wird. Dabei geben manche Eltern wiederum stattliche Summen für völlig unnütze Fußballschulen aus. Vermutlich hängt die Geringschätzung damit zusammen, das viele Eltern annehmen, dass ein Karatetraining nur wenige Spezialisten, ein Fußballtraining aber jeder (sie selbst eingeschlossen) machen könnten.
Die holländische Mutter eines F-Jugendspielers hat mir mal erzählt, in Holland sei es völlig normal 50,- Euro im Monat für einen Fußballverein zu bezahlen. Sicherlich darf man dann als Eltern auch qualifiziertere Ausbilder erwarten. Andererseits kann sich ein Verein das dann auch leisten. Wir denken derzeit darüber nach, ob wir die Beiträge anheben sollen. Die Frage ist zum einen, welche Beitragshöhe ist sinnvoll und angemessen? Und zum anderen, wie erreicht man, dass Eltern das, was sie bekommen mehr zu schätzen wissen. Ich denke, kaum einer macht sich einen Kopf darüber, was er normalerweise für 35 Cent pro Stunde erwarten kann und was er im Fußballverein dafür geboten bekommt.
Nachtrag: Übrigens erwarten die wenigsten Eltern, die ihre Kinder zur Musikschule, zum Eishockey, zum Ballet, in die Reitschule oder sonst wohin schicken, dass sie dort zu einem Ausnahmetalent gemacht werden, das später mit diesem Hobby Millionen verdient. Bei Fußballeltern ist das ja praktisch erstmal standard. ![]()
Bei uns im Kreis sind die Tabellen unterhalb der E schon seit einigen Jahren abgeschafft. Wie man hört, ist die Mehrzahl der Vereine damit zufrieden und äußert sich über die "Folgen" positiv. Zuletzt gab es immer wieder Gerüchte, dass in absehbarer Zeit auch die Tabellen in der E-Jugend fallen sollen. Offizielles habe ich dazu aber noch nicht gehört.
...zudem stelle ich fest, dass wir vom eigentlichen Thema dieses Threads weit abgekommen sind!
![]()
Ist nicht schlimm, dazu war ja bereits alles gesagt.. ![]()
TIPPS für KINDER FUSSBALL
von Bischops/Gerads vom MEYER&MEYER VERLAG
trifft genau in's schwarze
So, nachdem ich mich wieder einigermaßen beruhigt habe, ein kurzer Kommentar zu dem Buch. Ich habe die ersten 9 Kapitel gelesen (ab Kapitel 10 geht es um einzelne Übungseinheiten). Es enthält jeweils kurze Abschnitte, die im wesentlichen auch auf den Punkt kommen. Es liest sich daher leicht und schnell. In vielen Punkten ist das Buch sicher brauchbar, es enthält aber auch Sätze, die fragwürdig sind und die mich letztlich zu dem Schluss kommen lassen, dass es leider nicht genau ins Schwarze trifft. Zumindest nicht für Trainer von F- und E-Jugendmannschaften. Hier auf die schnelle ein paar Dinge, die mir aufgefallen sind:
"Natürlich muss sich die Mannschaftsaufstellung an der Leistung orientieren. Doch der Trainer erklärt vor der gesamten Mannschaft, weshalb die Mannschaft heute mit dieser Aufstellung in den Wettkampf geht und weshalb diese Position von diesem Spieler abgedeckt wird."
Diesen Satz möchte ich meinen F- und E-Jugendtrainern so ganz sicher nicht mit auf den Weg geben.
"Bei der Mannschaftsaufstellung können für den Trainer natürlich Konflikte entstehen. [...] So entsteht die Frage, ob der Sohn, dessen Vater die Mannschaft immer mit Fahrgelegenheit versorgt, heute wieder nicht mitspielen soll, weil seine Leistungen nicht ausreichen....
Das geht gar nicht.
"Aufgrund gemachter Erkenntnisse kann es notwendig sein, Umstellungen vorzunehmen [...]. Eine Ein- bzw. Auswechslung kann durch verschiedene Geschehnisse notwendig werden."
Das klingt nun wirklich nicht so, als gehörten Wechsel zum normalen Spielgeschehen und als bekämen alle Spieler die gleiche Spielzeit, sondern vielmehr danach, als wären Einwechslungen vom Spielgeschehen abhängig zu machen. Im übrigen findet sich nirgends ein Hinweis darauf, dass alle Kinder halbwegs gleich viel zum Einsatz kommen sollen. Der Autor spricht auch immer wieder von "den Auswechselspielern". "Hat die Mannschaft einen Sieg errungen, gratuliert der Trainer allen Spielern, auch den Auswechselspielern..."
Das klingt nicht nach Gleichbehandlung.
"Als Trainer möchte er natürlich eine gute Mannschaft auf das Feld schicken, jeden Spieler mit seiner Aufgabe vertraut machen, ihm seine Wettkampfrolle verdeutlichen und das Ein- und Auswechseln mit Begründungen vornehmen, die für die Kinder verständlich sind."
Aus hier wieder der Verweis auf Gründe für eine Einwechslung.
Insgesamt ist das Buch nicht schlecht. Es steht viel gutes und richtiges darin und in den meisten Punkten deckt es sich mit den hier vertretenen Meinungen zum KiFu. Zum Thema gleichmäßige Spielzeiten bzw. Ein- und Auswechslungen äußert sich der Autor aus meiner Sicht sehr fragwürdig, zumindest aber missverständlich.
Als Einführung und Leitfaden für Anfänger im Trainerjob, ist es aber durchaus geeignet, wenngleich ich die oben genannten Punkt nicht unkommentiert würden lasse.
Das wäre doch mal eine Aufgabe für meine Nachwuchstrainer: "Ihr lest jetzt alle diese Buch und nächste Woche sagt Ihr mir, welche Aussagen uns nicht gefallen und warum?" ![]()
Jap, ich habe den Film kürzlich erst wieder gesehen und diese Dinge fielen mir auch sofort auf. Ich habe schon ein bisschen schmunzeln müssen, vor allem darüber, dass ich beim ersten Anschauen des Films vor ein paar Jahren überhaupt nichts dergleichen bemerkt habt....
DJK, ich war gerade dabei mich mit Deinen Beiträgen anzufreunden, aber das hier macht mich echt fuchsig. Du scheinst ja die Weißheit mit Löffeln gefressen zu haben und Deinen Schreibstil finde ich ein wenig überheblich!
hinten spielst du mit einer Reihe von 3 spieler.spielst du etwa mit libero????
Nein, wie kommst Du nur darauf?
was ist eine reihe?schon einmal im supermarkt an der kasse angestanden.da stehst du in einer reihe.du schaust deinem vordermann ins genick.
Klugscheißer! Sorry, aber außer Dir wusste wohl jeder, was gemeint war. Solche Kommentare sind wirklich überflüssig und nur dazu geeignet andere aufzuregen. Zumindest das ist Dir gelungen. Glückwunsch!
meine mannschaft spielt in zonen.2 def. spieler links und rechts.einen 6 er vor der abwehr ( der ist schon ein kleiner Spielmacher ) je einen flügelspieler auf beiden seiten offensiv, und einen stoßstürmer in der mitte.die außenspieler ( def. u. off wechseln ).seitenwechsel machen wir eher selten.da muß ich noch dran arbeiten.
Oh, mit 6er vor der Abwehr, Stoßstürmer. Klingt ja toll...
Nur noch mal zur Einordnung: wir sprechen von F- und E-Jugend, oder?
Im Prinzip spielen wir (F-Jugend) auch so ABER...
- ich bestimme keinen 6er oder Stoßstürmer, genauso wenig wie ich einen Libero oder letzten Mann bestimme. Die Kinder bekommen lediglich die Aufgabe vorne links, hinten rechts, hinten mitte usw. zu spielen. Weitere spieltaktische Anweisungen zu den Positionen gibt es keine.
- da wir stark rotieren, spielen die Kinder z.B. auch alle mal auf der zentralen defensiven Position. Jedes Kind interpretiert dabei die Rolle ein wenig anders. Der eine neigt eher zum Libero, der andere eher zum 6er vor der Abwehr, der nächste spielt auf einer Linie mit den Außenverteidigern. Dabei haben die Kinder auch alle unterschiedlichen Drang nach vorne. Einer macht aus der Position den Spielaufbau, andere sichern lieber ab usw.
Ich lasse die Kinder so spielen, wie sie eben spielen. Generell gibt es nur die Anweisung, dass die Abwehrreihe bei eigenem Angriff mit aufrückt und die Lücke schließt, um bei Ballverlust nicht zu weit weg zu sein. Die Abwehrspieler sollen sich auch mit in den Angriff einschalten, was sie mal mehr mal weniger tun, je nach personeller Besetzung der Positionen. Dabei sollen sie sich allerdings absprechen, was mal funktioniert und mal nicht.
Wir haben sehr unterschiedlich Spielertypen in der Mannschaft. Da gibt es die technisch versierten, die schneller Dauerläufer, die Langsamen, die robusten und rustikalen, die Grobmotoriker, die Selbstbewußten, die Zögerlichen, die Egoisten, die Mannschaftsdienlichen usw. sowie diverse Kombination dieser Typen. Wenn ich einen klassischen 6er spielen will, der auch noch das Spiel machen soll, dann habe ich davon genau einen in der Mannschaft. Also kann ich den auf der Position festlegen oder den anderen Spielern eine Rolle aufbürden, mit der sie nicht klar kommen. Beides halte ich in einer F (und auch in der E) für völlig unangebracht.
Wechselst Du denn Deinen 6er auch regelmäßig oder spielt da immer der gleiche Spieler? Es liest sich jedenfalls so. Und Du hast "Außenspieler", die Du nur von vorne nach hinten wechseln, aber nicht zentral oder auf der anderen Seite spielen läßt? Ey, und Du erzählst mir was von modernem Fußball??
Klar, ich kauf nicht gleich ein ganzes Paket, bevor ich es gelesen habe. ![]()
Mein Appell an dich: Fang sofort damit an - von heute auf morgen bekommst du das eh nicht hin! Aber umso eher, desto besser für deine Jungs!
Jap, das wäre auch meine Empfehlung. Ob Du nun heute in die Diskussion mit den Eltern gehst oder erst morgen, spielt doch im Grunde keine Rolle. Die Winterpause ist sogar eigentlich dafür prädestiniert, weil eh nicht so viel läuft, die Eltern aber, im Gegensatz zu den Sommerferien, alle da sind. Unterlagen hast Du auch, also immer ran.
Beim Elternabend das Prinzip erklären, die Vorteile herausstellen, den Eltern Dein Dokument mit nach Hause geben und ihr Vertrauen in Dich einfordern. Wenn Ihr ein gutes Verhältnis habt, werden sie Dich auch machen lassen. Bis zum Sommer kannst Du dann schon mal Erfahrungen sammeln und auch die Eltern werden die Erfolge beobachten können.
Andre, ehrlich, ich bezweifle ernsthaft, dass diese Maßnahme auch nur die geringste Kleinigkeit am Denken des Vaters ändern wird. Nie und nimmer. Du meinst, die anderen würden sich befreien und der Vater würde einsehen, dass es auch ohne seinen Sohn geht? Ich glaube das nicht, sondern fürchte eher, dass das nach hinten losgeht und der Glauben an die "Unersetzbarkeit" damit eher noch zementiert wird.
Ich kenne ein Mädchen aus dem Jahrgang 2000. Sie hat gesundheitliche Problem und ist auch nicht sonderlich spielstark. Eine Sondergenehmigung hat sie aber nicht bekommen, obwohl sie in einer E-Jugend keine Chance hätte. Also fährt sie mit zu den Spielen der F2, die von ihrer älteren Schwester betreut wird, und darf da auch ab und zu mitspielen. Das wird natürlich vorher mit dem Gegner abgesprochen und ist eigentlich auch nie Problem. Welche versichungstechnischen Probleme das aufwirft, weiß ich nicht. Allerdings ist das alles höchst inoffiziell, da das Mädchen halt keine Spielberechtigung für die F-Jugend hat. Für Deinen Sohn ist das aber sicher keine sinnvolle Lösung.
Ich glaube auch nicht, dass es damit getan ist, das Kind ins Tor zu stellen. Man kann ihn ja schließlich nicht den Rest der Saison dahin verbannen. Und warum sollten ein oder zwei Spiele im Tor sein Verhalten im Feld ändern? Das halte ich für ausgeschlossen. Ich deute die Situation auch anders als Du. Wie Alice es darstellt, ist er doch deutlich stärker als der Rest. Es geht ja auch nicht darum, einem Konflikt aus dem Weg zu gehen, sondern darum für alle Kinder in dieser Mannschaft die beste Lösung zu finden. Wenn man ein Kind in der Mannschaft hat, dass alle anderen dominiert, gibt es nur die Möglichkeit es zu disziplinieren oder es aus der Mannschaft zu entfernen. Wenn das Kind dann nachweislich in einer höheren Mannschaft gut mitspielen kann, spricht für mich mehr für einen Wechsel als für Disziplinarmaßnahmen. Konflikt ist auch nicht immer die beste Lösung. Wie gesagt, wenn der Junge in eine Mannschaft kommt, wo er zum "Fußvolk" gehört, wird er von ganz alleine sein Verhalten ändern (müssen).
Es gibt die Möglichkeit eine Sondergenehmigung zu erwirken, allerdings wird eine solche meines Wissens nur bei gesundheitlichen Problemen erteilt, die einen Einsatz in der dem Alter entsprechenden Jugend unmöglich machen. Wenn Dein Sohn gesund ist, kannst Du das knicken, dann wird er in die E-Jugend müssen. Da kann der Jugendleiter auch nichts machen. Du solltest ihn darauf vorbereiten. Wenn er wirklich gerne Fußball spielt, wird er trotzdem dabei bleiben. Wenn möglich, würde ich empfehlen, dass er die Kinder, mit denen er im nächsten Jahr zusammen spielen wird, jetzt schon kennen lernt.
TIPPS für KINDER FUSSBALL
von Bischops/Gerads vom MEYER&MEYER VERLAG
Ich habe zwar schon einige Bücher zu dem Thema, werde mir aber auch dieses bestellen. Der günstige Preis würde es jedenfalls möglich machen, davon ein halbes Dutzend anzuschaffen und es den Betreuern der F- und E-Jugend als Pflichtlektüre an die Hand zu geben.
Also dem Vater würde es nicht gefallen...
Ein Grund mehr, es zu tun. ![]()
Ist es in der G-Jugend noch Pflicht, später Mitglied der Nationalmannschaft zu werden, begnügt man sich ab der F-Jugend mit einem Stammplatz in der 1. Bundesliga.
Wie recht Du doch hast.
2. Die Kinder gewinnen....
Tolles Beispiel. Den Mut haben wir bisher noch nicht gehabt, obwohl wir wissen, dass es insbesondere bei den Bambini reichlich Kinder gibt, die eigentlich gar keine Lust auf Fußball haben. Das werde ich mir auf jeden Fall merken.
