Beiträge von Ranwie

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    Hehe, Andre, Holler, ja das kann ich alles auch gut nachvollziehen. Zum Glück sitz ich sowieso den ganzen Tag in meinem Home-Office. Das ist meine Frau schon gewöhnt. Auch daran, dass ich inzwischen echt viel über Fußball rede. Früher war es nur die Mannschaft von meinem Sohn, jetzt ist es heute Übungsleitersitzung, morgen Vorstandsitzung, dann Elternabend für die Bambini, Krisensitzung mit den Betreuern der F2, Turnierorga zum Jubiläum, neue Vereinsfarben usw. Meine Frau darf sich alles anhören, was sie zumeist auch geduldig tut. Naja, ich hör mir ja auch an, was wieder "Spannendes" im Ganztag der Grundschule passiert ist. ;)


    Gestern Turnier der E2, wo der Freund von meinem Sohn spielt. Wir wollten sowieso gucken fahren, aber in aller Ruhe, so ab 10:00 Uhr. Um 8:15 kommt eine SMS vom E2-Trainer "haben zu wenig Leute, wenn Dein Sohn will, kann er mitspielen". Ich denke nur "auweia, als 2001er unter 99ern", Sohn freut sich aber kaputt, Frau lächert nur müde. Hektisches Zusammensuchen der Klamotten. Hat ja geschneit in der Nacht, können nur langsam fahren, sind aber spät dran. Schienbeinschoner? Wo sind die blöden Dinger? Dreimal ins Regal geguckt, nix gefunden. Sämtliche Sporttaschen durchsucht. Nix. Schon wieder übelste Befürchtungen. Wo haben wir die wieder liegen gelassen? Frau aus dem Bett geholt "Weißt Du vielleicht, wo die Schoner sind?". Frau seufzt wieder. "Warte, ich komm." Kommt runter, guckt ins Regal und sagt "da sind sie doch". Stimmt. Tunnelblick. Nix gesehen. Immerhin war ich vorher schon mit dem Hund raus, da kann sie nicht meckern wegen der Schoner. Eben schnell das Auto freimachen. Sohn muss noch aufs Klo. Auto frei gemacht, komm wieder rein. Wo ist Sohn? Wohl noch aufm Klo, denke ich. Von wegen. Liegt im Wohnzimmer und spielt mit Lego. "Ey, mach hin." Abfahrt. Straßen sind frei. Wir kommen trotzdem zu spät. Das erste Spiel läuft schon. Gegen Bayer Uerdingen III steht es schon 1:6. Na toll. Gucke mir unsere Jungs an. Die Besten fehlen, aber alle Nicht-Fußballer sind da, dazu ein E1-Spieler, der in den letzten Wochen 10 Kilo zugenommen hat und mein Sohn als vermutlich jüngster in der Halle. Lol, das kann ja was werden. Und das wurde es auch. Alle Spiele verloren, 10. Platz. Eltern nehmen es mit Humor, der Trainer muss es noch weg kauen, die Kinder haben es im Auto schon vergessen. Um 16:00 wieder zu hause. Ein großartiger Sonntag. Immerhin auf der Tribüne Gelegenheit gehabt mit eine paar Eltern zu sprechen und einen Kontakt zu Bayer Uerdingen gemacht für eine Freundschaftsspiel. Hat sich doch gelohnt. Meint auch meine Frau - glaube ich. Heute morgen aufgestanden. Mist, schon wieder Schnee. Wir wollen doch spielen am Wochenende. Ein Blick auf wetter.com. "Super, ab Donnerstag soll es tauen, da ist der Kunstrasen wieder frei", sag ich meiner Frau. "Ja, das ist das wichtigste", sagt sie schmunzelnd. "Allerdings", bestätige ich...

    Rosario, wie Du selbst geschrieben hast, ist Respekt für Euch das Wichtigste. Diesen Respekt werdet Ihr von Euren Gegner nie bekommen, wenn Ihr Euch immer wieder provozieren lasst. Andre hat schon Recht. Ihr solltet versuchen Eure Regeln weiter auszubauen. Nie zuschlagen, Provokationen ignorieren, Beleidigungen einstecken. Das zeigt Stärke und damit verdient Ihre Euch den Respekt. Die ewig Dummen, die Euch mit ihren Sprüchen beleidigen und provozieren, werden erst damit aufhören, wenn sie sehen, dass es an Euch abprallt. Für uns ist das natürlich leichter zu schreiben, als es für Euch ist, das auf dem Platz zu ertragen. Dennoch solltet Ihr das versuchen. Wenn es Euch erst einmal gelingt, ein Spiel durchzustehen, ohne auszurasten, werdet Ihr sehen, wie gut das tut. Jeder muss dabei auf den anderen aufpassen. Ihr kennt Euch gut, seht die Signale, wenn einer kurz vor'm Austicken steht. Also helft Euch gegenseitig. Dazu gehört natürlich auch, dass Ihr Euch selber sportlich fair verhaltet, den Gegner nicht provoziert und Schiedsrichterentscheidungen hinnehmt, auch wenn sie mal gegen Euch laufen. Sportlich scheint ihr ja in der Lage zu sein, Euch durchzusetzen. Wenn Ihr den Aufstieg schafft, warten möglicherweise auch andere Gegner auf Euch, von weiter weg, die nicht so voreingenommen sind.

    Es ist sicher ein schwieriges Thema, je nachdem auf welcher "Seite" man steht. Das Abwerben generell als ethisch verwerflich zu betrachten, hallte ich für falsch. Für mich sind zwei Dinge entscheidend: die Art und Weise, wie es geschieht und die Perspektive, die der einzelne Spieler hier und da hat. Einen überdurchschnittlichen Spieler wird man in einem kleinen Verein ohnehin nicht halten können. Damit muss man sich abfinden. Bei uns im Kreis gibt es einige Vereine, deren Jugendmannschaften höherklassiger spielen als wir. Die Ambition dort zu spielen haben wir auch und es wird nicht gerade leichter, wenn uns gute Spieler verlassen. Dennoch ist es hier in den allermeisten Fällen so, dass diese Spieler von ihren Schulfreunden abgeworben werden und nicht von den anderen Vereinen. Gerade bei die Gymnasiasten, die aus verschiedenen Gemeinden in wenigen Schulen zusammen kommen, ist das an der Tagesordnung. Dagegen kann man nicht viel machen, außer sein eigenes "Angebot" zu verbessern. Denn letztlich läuft es immer wieder darauf hinaus, dass die Spieler dahin gehen, wo sie die bessere Perspektive sehen, wo sie sich wohler fühlen oder einfach mehr Spaß haben.


    Es gibt hier ein interessantes Kooperationsmodell zwischen einem Bundesligisten und einem kleineren Verein mit guter Jugendarbeit. Dieser kleinere Verein gibt von sich aus seine guten Spieler an den Bundesligisten ab und sichtet nebenbei auch im Umkreis für diesen. Im Gegenzug wird den Spielern, die es beim Bundesligisten nicht schaffen, nahe gelegt, zu diesem kleineren Verein zu wechseln, da sie dort gute Bedingungen haben und weiter "im Blick" bleiben. Im Umkreis weiß man inzwischen natürlich, dass dieser Verein ein "Sprungbrett" sein kann, so dass dieser regen Zulauf hat. Eine win-win-Situation für beide Vereine, allerdings natürlich nur singulär umsetzbar.


    Aber jetzt mal Butter bei die Fische: Ich bin zwar Trainer und Jugendleiter, aber auch Vater eines Spielers. Stellen wir uns die Situation vor, dass mein eigener Sohn von einem anderen Verein angesprochen wird. Wie reagiere ich da? Als Jugendleiter "muss" ich das nach Meinung einiger generell abweisen, weil man versucht, einen guten Spieler abzuwerben. Als Vater muss ich das aber erstmal wohlwollend im Sinne meines Sohnes betrachten und prüfen. Was bekommt er, wenn er wechselt, was verliert er und vor allem, was will er eigentlich? Welchen Chancen, welche Risiken bestehen bei einem Wechsel? Was geschieht, wenn ich meinem Sohn unterm Strich dann dazu raten muss, zu wechseln? Verhalte ich mich dann unloyal meinem Verein gegenüber? Wohl kaum. Eher objektiv im Sinne des Spielers, oder?


    Was ich aber meinem eigenen Sohn zugestehe, darf ich doch anderen Spielern nicht verwehren. Ich finde es dabei nur wichtig, offen zu reden. Dem Spieler keine Horrorszenarien aufzumalen, nach dem Motto "da sitzt Du eh nur auf der Bank", ihm aber auch ehrlich zu sagen, welche Chancen man für ihn sieht und was man von dem Angebot hält. Es gehört natürlich auch dazu, dass man im Vorfeld klar macht, dass man über entsprechende "Angebote" informiert werden möchte, um eben dieses Gespräch führen zu können. Ich glaube, das sowohl Eltern als auch Spieler merken und zu schätzen wissen, wenn man es ehrlich mit ihnen meint. Es ist ja immer auch ein Risiko in einen neuen Verein zu wechseln, weil man dort zumeist die handelnden Personen nicht kennt. Ein ehrliches offenes Gespräch hält einen Spieler eher als Blockadehaltung, Sperren und Drohungen.


    Wir haben hier öfter im Vorstandskreis darüber diskutiert, wie es sein kann, dass Spieler zum Verein xy wechseln, der noch kleiner ist als wir. Es gibt (fast) immer rationale Gründe für einen Wechsel. Wenn Spieler einen Verein verlassen, hat irgendwer etwas falsch gemacht oder irgendjemand anderes hat eben etwas richtig oder besser gemacht. Die einzige Möglichkeit Spieler auf Dauer zu halten, ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem sie einfach bleiben wollen. Punkt.

    Kreative Ideen und das Finanzamt sind so eine Sache. Ich betreibe ein Internetportal, in dem Unternehmen der Branche Bannerwerbung machen. Meine Idee war, einem Unternehmen aus meiner Region und meiner Branche als Gegenleistung für einen Trikotsatz neben der "Trikotwerbung" auch noch ein kostenloses Banner auf unserer Seite anzubieten. Damit wollte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Trikots für meine Jungs und einen Testkunden, der möglicherweise später auch mal kostenpflichtig wirbt. Sicher kreativ, fiskalisch aber bedenklich, da solche Gegengeschäfte ohne Rechnung nicht zulässig sind. Wenn der Fiskus das spitz kriegt, zahle ich die Umsatzsteuer auf den Bannerlistenpreis nach. :( Insofern habe ich die Idee bisher nicht weiter verfolgt.


    Die Grundidee von Gegengeschäften gleich welcher Art halte ich aber für eine Option.

    Auch für uns ist dieses Thema sehr aktuell.


    Unser Dorf hat knapp 8.000 Einwohner. Unsere Senioren sind in den letzten Jahren recht erfolgreich gewesen und von der Kreisliga B bis in die Spitzengruppe der Bezirksklasse aufgestiegen. Ein Aufstieg in die Landesliga ist gewünscht. Der Unterbau stimmt insoweit, dass die 2. Mannschaft Kreisliga A spielt und die dritte mit ziemlicher Sicherheit in die Kreisliga B aufsteigen wird. Finanziert wird der Seniorenbetrieb maßgeblich durch einen privaten Förderverein.


    Im Juniorenbereich sieht es wesentlich schlechter aus. Wir haben zwar 15 Jugendmannschaften (A, B, C, D1, D2, E1-E3, F1-F3, G, Mädchen: U17, U15, U13), aber keine einzige davon spielt Leistungsklasse. Die Folge ist, das gute Spieler in den älteren Jahrgängen oft zu Nachbarvereinen wechseln. Die Quote der Jugendspieler, die es in die erste Mannschaft geschafft haben, ist dementsprechend gering. Der Grund dafür ist aus meiner Sicht, dass der Verein in den vergangenen Jahren sein Augenmerk zu sehr auf den Seniorenbereich gelegt und den Jugendbereich vernachlässigt bzw. sich selbst überlassen hat. Es gab keine führende Hand und auch kaum Austausch zwischen den einzelnen Mannschaften und den Jugendtrainern. Jeder machte mehr oder weniger sein eigenes Ding.


    Allerdings hat der Vorstand mittlerweile begriffen, dass es so nicht weiter gehen kann und bemüht sich jetzt viel mehr um den Jugendbereich. Mittlerweile hat sich die Kommunikation unter den Jugendtrainern deutlich verbessert. Die Bereitschaft an einem Strang zu ziehen und sich gegenseitig zu helfen ist gewachsen. Mannschaften wandern nicht mehr unverändert von den Bambini bis in die D-Jugend. Wir teilen schon ab der F die Mannschaften nach Spielstärke ein. Dazu werden Sichtungstrainings gemacht, bei denen alle betroffenen und auch Trainer anderer Mannschaften anwesend sind. Die Kinder werden dann gemeinschaftlich beurteilt und in Mannschaften eingeteilt. Die Gruppen werden so recht homogen und wir haben damit bis jetzt gute Erfahrungen gemacht.


    Derzeit arbeiten wir an einem übergreifenden Konzept für den Jugendbereich, der auch die Punkte enthält, die trainer2005 aufgelistet hat. Dies aufzustellen und organisatorisch umzusetzen, wird meine Aufgabe in den nächsten Jahren sein. Wir sehen uns daher zwar am noch am Anfang, aber auf einem ganz guten Weg. Zumindest wissen wir schon mal, wo wir hinwollen. ;) Was uns allerdings immer noch fehlt, ist ein Jugendkoordinator, der den Prozess auf der sportlichen Seite begleiten kann. Ein weiterer Engpaß sind qualifizierte Jugendtrainer. An beiden Baustellen arbeiten wir.

    Unser Kreis (Kleve/Geldern) ist ebenfalls recht groß, vor allem in der Nord-Süd-Ausdehnung. Von Wachtendonk, ganz im Süden, bis Kranenburg, ganz im Norden, sind es etwa 50 km und man braucht über Land eine gute Stunde. Allerdings ist der gesamte Kreise wegen der potenziell großen Entfernungen im Juniorenbereich in einen Nord- (34 Vereine) und einen Südkreis (23 Vereine) unterteilt. Die Quali und auch die Endrunde wird nicht übergreifend gespielt. Es gibt dann auch später je eine "Meisterrunde" für den Nord- und einen für den Südkreis. Die maximale Fahrzeit beträgt daher etwa 30 min. Was die Fahrzeit angeht, sehe ich da auch keine großen Unterschiede zu denen in einer größeren Stadt, nur die Strecken sind etwas länger. Aber wer auf dem Land wohnt, ist das ja gewohnt.


    Bei den F-Junioren war es bisher so, dass wir im Südkreis 2 Staffeln für die 1er-Teams hatten und diese auch noch einmal geografisch in Nord und Süd eingeteilt waren. So traf man immer nur auf die gleichen Teams aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Jetzt hat unser Staffelleiter diese beiden 1er-Staffeln für die Rückrunde nach Spielstärke durchmischt, d.h. wir müssen etwas weiter fahren (max. 30 min.), haben aber dafür andere und passendere Gegner. Das ist eine gute Sache.


    Was Turniere angeht, nehme ich mir schon die Freiheit auch mal ein wenig weiter weg zu gehen, um einfach mal andere Mannschaften zu sehen. 45-60 min. Fahrzeit ist für mich in der F aber auch das Maximum für ein Turnier. Die Eltern, die in der Mehrzahl mit Fußball nichts am Kopf haben, haben sich bisher noch nie beschwert.

    Wie es auf die Tagesordnung kam, weiß ich nicht, aber es gab schon länger Gerüchte, dass sich etwas ändern wird. Scheinbar hat es immer wieder Anfragen von Mannschaften gegeben, in andere Gruppen zu kommen, weil sie jede Woche verhauen werden. Das war aber mit dem bisherigen System nicht möglich, wegen der Tabellen.


    Jetzt soll eine Qualirunde gespielt werden und danach eine Neueinteilung nach Spielstärke vorgenommen werden. Nur die stärksten Teams sollen danach in einer Gruppe mit Tabelle eine Art "Meisterrunde" spielen, wohingegen alle anderen Mannschaften in Staffeln eingeteilt werden, die ohne Tabellen weiter spielen, damit weitere Umverteilungen möglich sind. Krasse Leistungsunterschiede sollen so vermieden werden. Details gibt es noch keine, Vorschläge können gemacht werden. Da bin ich gerade bei... ;)

    Andre als Verbandsfuzzi wär sicher der Alptraum vieler Jugendtrainer. :D Aber so abwegig finde ich das gar nicht und ich glaube auch nicht, dass er da Probleme mit seiner Meinung bekäme. Wir hatten heute Jugendleitertagung. Ab der kommenden Saison sollen die Tabellen in der E teilweise abgeschafft werden. Erstaunlicherweise hielten sich die Proteste in Grenzen. Einer hat sich dann doch getraut und das zu erwartende "naja, da werden die Kinder aber unglücklich sein, weil Ihnen die Herausforderung fehlt" von sich gegeben. Ich hätte beinahe laut gelacht, weil es so klar war, dass das kommt. Unser Kreisjugendobmann hat das aber mit dem Hinweis darauf, dass in F und E ja wohl der Spaß im Vordergrund stünde, schnell und konsequent abgebügelt. Und was der kann, kann Andre doch schon lange. :thumbup:

    Unser Kreisjugendvorstand hat heute auf der Jugendleitertagung bekannt gegeben, dass es in der kommenden Saison Änderungen bei der E-Jugend geben wird. Es soll ein Qualirunde gespielt werden und danach eine Neueinteilung nach Spielstärke geben. Nur die stärksten Teams sollen danach in einer Gruppe mit Tabelle spielen, wohingegen alle anderen Mannschaften in Staffeln eingeteilt werden, die ohne Tabellen weiter spielen, damit weitere Umverteilungen möglich sind. Krasse Leistungsunterschiede sollen so vermieden werden. Details gibt es noch keine, Vorschläge können gemacht werden. Da kommt mein geplantes Schreiben ja wie gerufen... :]

    Hier bei uns gibt es für F-Jugend-Turnier eine ganz klare Vorgabe: max. 10 min. Spielzeit pro Spiel, Turnierdauer max. 4 Stunden.


    40 min. Gesamtspielzeit zu überschreiten finde ich allerdings nicht schlimm, da man in der Halle ja meistens weniger als 6 Feldspieler einsetzt, also viel wechseln kann und die Kinder sich in den Wartezeiten auch schnell wieder erholen. Wartezeiten von 60 min. finde ich hingegen völlig inakzeptabel. Wie hatten letzten Samstag auch so ein Turnier. 12 Teams in zwei Gruppen a 6 in einer Halle. Gesamtturnierdauer über 6 Stunden, bei 50. min Spielzeit pro Team. Das ist ziemlich ätzend.

    Hmm was meinst Du...? Haben sie abgekürzt oder hat die Schule die Sponsoren beschissen...? :D


    Natürlich habe ich nicht mitgezählt. Ich habe nur die Anzahl der Runden gem. Sponsorenauswertung mit der Distanz multipliziert ?(

    Tja, bei den vielen Runden, die sie wohl haben laufen müssen, kann man ja beim Zählen leicht durcheinander kommen. Als Sponsor hätte ich allerdings so eine Rechnung auch nicht aufgemacht. ;)

    Ach so, den Top-Läufer und Top-Fußballer könnte ich zu absolut jeder Sportart schicken. Auch zur Leichtathletik. Er wäre überall überdurchschnittlich.

    Kann ich so unterschreiben, zumindest was Ballsportarten und Leichtathletik betrifft. Zuletzt haben wir die Jungs in der Halle zum Aufwärmen Basketball spielen lassen. Die guten Fußballer waren auch da die Besten. War ein spannendes Spiel, am Ende der 10 Minuten stand es 2:0. :thumbup:

    Beim Sponsorenlauf in der Schule haben fast alle innerhalb 1 Stunde 14 - 16 km gelaufen.

    Äh, da kann aber was nicht ganz stimmen. Mein Sohn ist letztes Jahr als U8 die 800m in 3:11 gelaufen und war damit eine halbe Runde schneller als der Zweite, der auch bei uns im Team spielt und weder langsam noch konditionsschwach ist. Bei U8 (und auch noch bei U9) sind die 4 min für 1000m eine echte Schallgrenze. Nur die richtig guten Läufer schaffen es, darunter zu bleiben. Um 15 km/h zu laufen, müssten die Kinder dieses Tempo aber eine Stunde lang durchhalten. Das ist ausgeschlossen. Wenn es einer von Deinen Spielern schafft, schickst Du ihn besser gleich zur Leichtathletik. ;)

    Tomminator: ich versteh nicht ganz, was Du damit sagen willst? Gerade dann, wenn der Torwart keine weiten Abschläge hinbekommt, ist es doch allemal besser den Ball kurz und gezielt an einen Feldspieler abzugeben und z.B. nicht nach vorne sondern zur Seite heraus zu spielen. Wenn man so einen Spieler im Tor stehen hat, dann müssen die Feldspieler eben auch entsprechend lernen ihm zu helfen.


    Von einer solchen 3:3 Regelung halte ich gar nichts. Da die G- und F-Spielfelder i.d.R. nicht markiert sind, gibt es normalerweise keine Linie, an der sich die Kinder orientieren können. Da bist Du als Schiedsrichter ständig damit beschäftigt bei jedem Abstoß das Spiel zu unterbrechen und die Spieler in ihre Hälfte zu schicken, was die Nettospielzeit enorm reduziert. Du musst die Kinder vermutlich einzeln hinter diese imaginäre Linie führen. Tust Du das nicht peinlich genau und es fällt dann ein Tor, gibt es gleich ein Riesenpalaver. Außerdem sind Handball und Fußball auch nicht wirklich vergleichbar. Beim Handball spielt sich das meiste um die jeweiligen Wurfkreise ab, ein ausgeprägtes Mittelfeldspiel wie beim Fußball gibt es nicht. Der zweite große Unterschied ist die Ballkontrolle, die den Kindern beim Werfen bzw. Fangen leichter fällt als beim Schießen bzw. Stoppen. Es genügen also zumeist auch leicht drei "Hyänen", um die Abwehr unter Druck zu setzen. Insofern bringt es wenig 3 Spieler hinter die Mittellinie zu verbannen, zumal das Fußballfeld viel zu groß, dass sich alle Feldspieler des betroffenen Torwarts so weit zurück ziehen, dass sie anspielbar sind.

    Interessantes Statement! Das habe ich so noch nie betrachtet. Kann allerdings daran liegen, dass die Spieler, die wir im Tor einsetzen, alle so ihre Probleme mit weiten Abschlägen haben. Zudem ist die Spieleröffnung hoch und weit durch die Mitte auch längst nicht immer besonders erfolgreich, denn gegnerische Mannschaften stellen sich doch recht schnell auf weite Abschläge ein.


    Dennoch, ist der Ansatz den Ball bevorzugt kurz und gezielt ins Spiel zu bringen sicherlich gut, sowohl für das Spielverständnis des Torwarts als auch für das der Feldspieler. Dazu gehört aber auch, dass man seinen Feldspielern das zielgerichtete und Spiel eröffnende Freilaufen und Anbieten und die nachfolgende Spieleröffnung näher bringt. Der Torwart muss die Möglichkeit haben, zwischen kurzen und langen Abwürfen zu variieren. Außerdem muss er in der Lage sein, einen Flachabstoß zwar nicht unbedingt hoch und weit, aber zumindest halbwegs zielgenau auszuführen. Technisch guten Feldspielern mit guten Spielverständnis fällt es leicht das Spiel als Torwart so zu eröffnen, während der Spieler, der immer nur im Tor spielt, damit wesentlich mehr Probleme hat. Ein weiterer Grund auch auf der Torwartposition regelmäßig zu rotieren.


    Allerdings muss der Torwart auch hin und wieder mal einen langen Abstoß aus der Hand schlagen dürfen, da sich sonst der Gegner zu leicht darauf einstellen kann und man u.U. nicht mehr aus der eigenen Hälfte heraus kommt.

    Ich glaube auch nicht, dass man Übungsleiter wirklich jemals angemessen bezahlen kann. Kleine Aufwandsentschädigungen sind ohnehin nur ein Tropfen auf den sprichwörtlichen heißen Stein und letztlich keine große Motivation. Für mich persönlich ist bei der Frage, ob ich ein Traineramt ausüben möchte, entscheidend, wie viel Spaß ich dabei habe. Meine Meinung ist, dass es mehr Spaß macht, wenn ich besser qualifiziert bin. Ich habe mehr Erfolg mit der Mannschaft, bringe die einzelnen Spieler weiter, die Trainingsgestaltung fällt mir leichter, der Umgang mit den Eltern ist aus der Position des Qualifizierten leichter usw. Ich habe Trainerkollegen, bei denen ich nicht weiß, wie sie ihre eigene Situation ertragen. Kaum Ahnung, was sie da tun, falsches Training, daher unzufriedene und aufmüpfige Spieler und Eltern. Grausam. Qualifizierung ist die einzige Lösung, um motivierte Leute langfristig bei der Stange zu halten und Einsteigern den Einstieg zu erleichtern.


    Die meisten Trainer werden dabei aber alleine gelassen. Man bekommt eine Info über den Lehrgang xy mit der Botschaft "wer Interesse hat, soll sich anmelden." So läuft bzw. lief das zumindest bei uns. Meiner Meinung nach liegt die Lösung darin, im Verein jemanden zu haben, der die Übungsleiter systematisch nach ihrem jeweiligen Bedarf und ihren zeitlichen Möglichkeiten schult und Neulinge an die Hand nimmt. Dazu muss sich dieser "Supervisor" natürlich das Training, die Mannschaften und einzelne Spieler ansehen. Er muss einen Überblick über den gesamten Jugendbereich haben und auch die Probleme in den einzelnen Mannschaften kennen, um gezielt daran arbeiten zu können. Der Zeitaufwand und die geforderte Qualifikation an eine solche Person ist hoch und daher kostet so jemand einfach Geld. Dafür reichen, zumindest bei uns, die Beiträge im Moment nicht aus. Aber wie schon gesagt, wissen wir auch, dass wir erst die Qualität schaffen müssen, bevor wir an die Beiträge gehen.

    Feinde wohl kaum, Kritiker sicher. ;)


    Mit Viererkette ist hier in diesem Thread eine Viererabwehrkette gemeint, nichts anderes. Eine Viererkette im Mittelfeld, von der Du sprichst, hätte ganz andere Aufgaben. Du hast bei Deiner Aufstellung ja auch noch zwei Mann dahinter stehen. Daher nenne ich es Augenwischerei, wenn Du sagst, dass Du so die Kinder an eine Viererabwehrkette heranführst. Nur weil 4 Kinder im Mittelfeld halbwegs auf einer Linie spielen, hat das nichts mit Viererkette zu tun, auch nicht mit einer Vorform.


    Die Frage war, ab wann machte eine Viererkette Sinn. Dazu äußere ich mich mangels Erfahrung in den entsprechenden Altersklassen nicht. Klar ist aber, dass sie ganz sicher erst Sinn macht, wenn 11 Spieler in einer Mannschaft stehen. Ich sehe auch keine sinnvolle Möglichkeit in 7er- oder 8er-Mannschaften eine Art "Vorform" zu spielen.