Beiträge von trainer2005

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    Im Jugendbereich gibt es bei uns -soweit ich weiss- bis zur C Jugend die Regel, ...man kann vier Auswechselspieler so oft ein.-und auswechseln wie man will. Ab der B, meine ich, ist es strenger, ...man kann vier einwechseln, aber nicht so oft man will.
    (...)
    -mal eine Regeländerung schriftlich auf den Weg zu bringen, wo man das Wechselkontingent verändert. Vielleicht sollten 5/6/7 Spieler so oft wie möglich eingewechselt werden können und ab der B oder A Jugend auch die Begrenzung von Auswechslungen ausgesetzt werden (zumindest im Breitensport). Diese Maßnahme deshalb, weil man ja eine größere Mannschaft hätte und allen gerecht werden will, wenn sie denn alle zum Training kamen und es gut läuft.


    Bei uns dürfen ab der C vier Spieler ein-, aber nicht wieder ausgewechselt werden. Wohlwissend der Sinnlosigkeit dieser Regel hatte ich vor zwei-drei Wochen unseren KFV-Jugendausschussvorsitzenden angeschrieben und um Regeländerung - ähnlich wie von Andre beschrieben - gebeten. Keine Reaktion, bis heute, nicht mal der Maileingang wurde bestätigt. Auf diese "Reaktion" hin schrieb ich den Jugendausschussvorsitzenden unseres Landesverbandes an (weil die Jugendordnung ja vom Landesverband generiert ist), den "Rest" von Jugendausschuss im "CC". Auch hier: Bislang keine Reaktion. Der Fisch fängt halt am Kopf an....


    Hinsichtlich der Wechselspieler halte ich es so, dass derjenige, der in der Woche vorm Spiel nicht beim Training war, ob entschuldigt oder nicht, erst einmal unten bleibt. Haben mehrere gefehlt, entscheide ich danach, wer am wenigsten gefehlt hatte und stelle danach auf. Sollte ich keine 8 Spieler zusammen bekommen (ich rede von einer D), die beim Training waren, gehe ich danach, wie die Trainingsbeteiligung "in der letzten Zeit" war. Wenn ich Spieler wegen ihrer mangelnden Trainingsbeteiligung (vorerst 10 Minuten) unten lasse, begründe ich dies in der Mannschaftsbesprechung.


    Mit ein oder zwei Leuten weniger als "Erziehungsmethode", wie Chris es beschreibt, musste ich bislang noch nicht antreten. Mindestens einmal die Woche sind sie eigentlich immer da. Angemahnt hatte ich es jedoch bereits mehrfach...würde das aber nur als allerletzte Option ansehen, aber eben auch nicht ausschließen.

    So viel Zeit habe ich gar nicht, um alle meine Fehler aufzuzählen...letztlich vieles von dem, was hier bereits erwähnt wurde und mit Gewinndenken im unteren Jugendbereich zu tun hat...ich hätte dazu x-Beispiele.


    Mein letzter großer Fehler ist mir aber erst vorgestern passiert...als ich meinem Sohn auf dessen Frage hin aufzählte, wer in unserem Team beim letzten Spiel besonders gut agiert hatte. Er kam in meiner Aufzählung nicht vor, obwohl er als "Lauffauler" für seine Verhältnisse viel gelaufen war und sich in den "Dienst der Mannschaft" gestellt hatte. Ich hob zwei Spieler besonders hervor, die aber "nur" das abriefen, was sie auch sonst tun, was aber durchaus "überdurchschnittlich" ist, und merkte nicht, dass er auf dem Rücksitz unseres Autos immer kleiner wurde. Meine Frau wies mich dann mehr als direkt auf diesen Umstand hin, sie faltete mich quasi zusammen. Der Richtigkeit dieser Kritik bewusst, versuchte ich nun, das Ruder rumzureissen, nur waren meine "Aufmunterungen" zu spät gekommen bzw. unglaubwürdig, wie mein Sohn meinte...


    Letztens stritt ich mich mit ihm beim Nachhauseweg um eine Zwistigkeit unsererseits beim Training und er meinte letztlich, ich würde ihn ständig kritisieren, nie loben, während ich das bei allen anderen genau umgekehrt machen würde...er hätte "bald keine Lust mehr"...."weil das immer schlimmer wird".


    Ich glaube, ich muss mich diesbezüglich um 180° drehen, um nicht in ein paar Wochen an dieser Stelle meinen dann wohl "größten Fehler" eingestehen zu müssen.

    "Toll", wie sich so ein Thread entwicklen kann! Von der Frage, was man zu einem m.E. angemessenen Rauswurf eines Pubertierenden meint ist man über die "Androhung" "psychologische Analysen" und "geistiger Tiefflüge" mittlerweile zu einem "Politik-Thread" gekommen! Unterstellungen, Verdächtigungen und Beschuldigungen inclusive...mein durchaus vorhandener schwarzer Humor ist voll auf sein Kosten gekommen!


    Allerdings sagt mir mein sachliches Denken (das meinem Sinn für bösen Humor leicht überlegen ist!), dass man sich hier, wie Uwe schon sagt, einfach mal wieder auf "den Faden" besinnen sollte, wohl wissend, dass hier einige Leute mitlesen!


    joergstgt: Deine Recherchen bringens auf den Punkt! Jedes andere Urteil wäre ein Witz gewesen! Im Übrigen ist der Begründung des Gerichts nicht hinzuzufügen...


    Doppelpost: Leg nicht jedes Wort auf die Goldwaage...auch wenn dir hier so mancher "suspekt" erscheint! Andere hier meinten, du sollst aus einer Mücke keinen Elefanten machen - auch dem schließe ich mich an. TRPietro hat gesagt, dass er dem Jungen am liebsten den Kopf abgerissen haben WÜRDE. War im Übrigen auch mein allererster Gedanke! Nur denken heißt ja nicht gleich tun. Andre's und Siebener's Statement's haben es inhaltlich auf den Punkt gebracht, wie ich meine.


    TRPietro, clubfan: Wir haben uns alle lieb!


    Manne: Bei vielen Sachen, die du von dir gibtst, muss ich wirklich Schmunzeln (mein "böser" Humor). Bei mir kommt vieles auch so an, wie du's mit deiner provozierenden Art gemeint hast...weil ich ähnlich gestrickt bin....hinsichtlich des Humors, den ich nur privat gebrauche, weil man mich dort anhand meiner nonverbalen Art entsprechend einordnen kann. Das können viele hier im Forum bei dir nicht, wenngleich einige Beiträge deinerseits wirklich gut sind und sachlichen Verstand aufweisen. Was ich sagen will ist: Versuch einfach hier im Forum mal weniger zweideutig zu agieren (wenngleich das deiner Art entspricht)...an Rammstein kommst du eh nicht ran. ;)

    Tom, generell finde ich die Idee gut...wenngleich ich nicht wirklich das "Schweizer System" erklären könnte (war mir irgendwann zu kompliziert, aber da git's wohl eine spezielle Turniersoftware). Verstanden habe ich allerdings, dass anhand erzielter Ergebnisse (interner Tabellenstände) sich die Begegnungen ergeben, so dass sich weitgehend Gegner "auf Augenhöhe" gegenüberstehen. Deshalb ist der Gedanke von dir lobenswert!


    Aber Du hast natürlcih Recht. Dieses System setzt auf Flexibilität in den Vereinen. Wenn Du da irgendwo ne Schlaftablette hast, dann wird's schwierig. Obgleich das auch bei unserem gegenwärtigen System der Fall ist.


    Und genau da liegt der "wunde Punkt"! Ich hatte schon einmal an anderer Stelle gemutmaßt, dass es noch seine Zeit braucht, bis alle "Herr der Technik" werden - viele werden es gar nicht erst versuchen. Das braucht m.E. noch mindestens 10 Jahre, bis die letzte "Schlaftablette" erwacht ist bzw. geschluckt wurde. Oder man zwingt die Vereine zum Gebrauch des Turniersystems...aber leider trennt man sich zumindest in unserem KFV nicht gern von alten Gewohnheiten. Diese Erfahrung durfte ich bereits machen...


    Insofern: Gedanken in Watte wickeln und in 10 Jahren nochmal rausholen, dann sind die Chancen zur Umsetzung besser! ;)

    Also, damit hier nichts in den "falschen Hals" kommt: Die Ausgangsfrage bezog sich auf einen SAISONplan. Darauf antwortete Andre sinngemäß, dass, wenn man die AusbildungsZIELE der jeweiligen Altersklasse kennt, sich ja eigentlich "nur" nach denen ausrichten braucht. Ein SAISONplan sei demzufolge unnötig...weil er sowieso mit den Alterszielen vorgegeben ist.


    So habe ich es verstanden und mich deshalb der Meinung von Andre angeschlossen. Und ich bleibe dabei, dass ich einen "Jahrestrainingsplan" nicht benötige. Wer das dennoch tut - bitteschön...ist ja nicht völlig daneben, ich halte das aber für aufwendig und nicht unbedingt notwendig (uneffektiv). Wie Karl schon sagte: "Den Ausbildungsstand (der) Kinder kennen nur wir! Und deshalb halte ich mich an den Ausbildungszielen, dem Ausbildungsstand und nutze das Internetportal des DFB.


    Was ich natürlich, wie alle anderen auch, tue, ist, dass ich Skizzen nutze (Ausdruck vom DFB) bzw. auch mal das Fachbuch mitnehme. Ohne konkrete Vorbereitung geht es natürlich nicht!


    Manne, hinsichtlich deiner akribischen Trainingsvorbereitung: RESPEKT! Und das ist jetzt nicht ironisch genmeint!

    Trainer2005


    Meine Kernaussage ist einfach nur,


    Minis, F und E, keine Tabellen, kein Gewinndruck, Ergebnis sollte mir als Trainer egal sein, deshalb auch keine Anweisung auf, ..."Wir fahren den Bus vors Tor".


    Klar, hatte das auch so verstanden, wollte aber das eigentliche Thema im Fokus behalten.


    Trainer2005


    Ich habe keinen der beiden von dir angeführten Trainer bezichtigt, hier etwas falsch zu machen.


    Ich auch nicht! Aber ich kann verstehen, dass du dich, als "gebranntes Forumkind", hier besser absicherst. :thumbup:

    Andre, genau so ist das!


    Ich habe ebenfalls noch nie einen selbst erstellten Trainingsplan erarbeitet, gebraucht oder benutzt. Mein "Trainingsplan" ist zumeist, wie du schon sagst, der vom DFB-online. Da schaue ich mir neben gekaufter Fachliteratur bestimmte Übungen heraus, wo ich meine, Defizite erkannt zu haben und fertig ist das.


    Natürlich achte ich dabei auf eine gesunde Mischung/Abwechslung aus altersbedingten fußballerischen Zielen und Inhalten, um den Spass dabei nicht aus den Augen zu verlieren. Oft schaue ich mir die Trainingseinheiten erst wenige Stunden vor dem Training an...na und?! Kriegt doch keiner mit! ;)

    Hier treffen wohl wiedermal Welten aufeinander. Meine Vorredner sind genau die Trainerkollegen, mit denen ich in bestimmten Fragen immer "anecke". Würden sich Leute wie Trainer2005, Ranwie usw. nun hierzu äussern, bin ich mir ziemlich sicher, dass sie -heute- ihr Team vielleicht eher offensiv auflaufen lassen.


    Andre, bis zu deiner "Aufforderung" hatte ich zwar meine Meinung zu diesem Thema, wollte mich aber zurückhalten. Naja, da dich meine Meinung offensichtlich interessiert, schreibe ich sie einfach mal...


    Ich muss voranstellen, dass ich mich in die Lage von Scouser 100%ig versetzen kann, denn mein Team drängt die Gegner zumeist auch in deren Hälfte und veranlasst diese dazu, ihren Strafraum zu verbarrikadieren. In diesem Jahr ist das nicht ganz so schlimm, da wir mit größtenteils 98ern zumeist gegen ältere Teams spielen, die nicht immer hinten drin stehen...Andre, deshalb habe ich eigentlich nie/kaum defensiv spielen lassen, weil unsere Stärken ganz klar im Offensivspiel liegen. Nur bei den drei, vier Spielen pro Saison, wo es wirklich eng wurde, habe ich auch auf notwendige Abwehrarbeit hingewiesen, ohne Mauerfußball zu fordern - auch nicht im Zuge meines Ergebnisdenkens...das sollte mit erzielten Toren "gefördert" werden. 8)


    Somit war es zu 90% so, wie von Scouser beschrieben: Der Gegner versuchte durch Mauern weniger Tore zu bekommen. Mal gelang denen das, oft aber nicht. Auch ich konnte nicht verstehen, wie ein E-Trainer bei hoch und weit weggedonnerten Bällen, was ja Zeit brachte, belobigte und meinte, dass dies ganz toll sei. Kinder auf Antifußball zu trimmen, halte ich generell für schwachsinnig. Andererseits kann ich die Art und Weise solcher Teams auch verstehen! Sicherlich haben die Trainer und Kinder vorrangig ein "gutes" Resultat im Kopf....und 0:4 ist auf dem Papier natürlich besser, als 0:7. Am Ende war es bestimmt AUCH das, was mich ärgerte: Dass derartiges Tun und Weggebolze mit einem teils besserem Ergebnis belohnt wurde (und wir "im schlimmsten Fall" eben nicht so hoch gewannen, wie "geplant").


    Die größten Probleme hatten wir mit denjenigen, die keine/n Angst/Respekt zeigten und die gegen uns die notwendige "ideale Mischung" aus konsequenter Verteidigung und gefährlichem Konterfußball hinbekommen haben - wie TuB92 das schon beschrieben hatte. Hinsichtlich der Ausbildung im Kinder- und Jugendfußball sollte dies wohl auch der Grundgedanke sein, jeder sollte mit möglichst fußballerischen Mitteln Paroli bieten und dies in den Fokus setzen (wobei SINNVOLLES Verteidigen eben auch dazu gehört). Animation zu Bolzereien und Zeitspiel gehört m.E. nicht in den Kinder- und Jugendfußball, auch nicht dann, wenn man einem haushoch überlegenen Gegner gegenüber steht!


    Dennoch musst du, Scouser, letztlich mit dieser Spielweise anderer Teams leben, was wollen die auch tun, wenn sie's nie anders gelehrt bekommen haben und (deshalb) grenzenlos überfordert sind?! Sieh es als Herausforderung, ändern kannst du's eh nicht! Und vielleicht solltest du auch mal mit einem 4:0 zufrieden sein...

    Ich find es eine riesen Sauerei was abläuft mit Sperren im Jugendbetrieb und hab das etliche mal durchgemacht.


    Ich finde, die Sperren sind schon berechtigt. Damit soll das ständige Wechseln während der Saison unterbunden werden.
    Sonst könnte doch jeder jederzeit wechseln und die Vereine können gar nicht mehr richtig planen.


    Hatte ich mir ehrlich gesagt noch keine genaueren Gedanken zu gemacht, weil ich mit Wechselfristen erst zweimal konfrontiert wurde. Da beide Spieler umzugsbedingt zu uns wechselten, gab es keine Sperren und auch keine Probleme. Naja, und die drei Kinder, die zu anderen gingen, wechselten in der sperrfreien Zeit...sie hätten meine Zustimmung aber auch erhalten - sie konnten letztlich nichts dafür, dass deren Eltern ihre Probleme auf dem Rücken der Jungs ausgetragen haben.


    Das Argument von clubfan mit der Planung zieht m.E. nicht wirklich, da ich glaube, dass kein Kind oder Elternteil von vornherein mit dem Gedanken spielt, den Verein "nach Belieben" wechseln zu wollen. Vielmehr sollten sich die Vereine das Ziel setzen, alle "zufrieden zu stellen" und die Kinder zu halten. Letztlich kann man überzeugte Wechselwillige auch mit der Sperrfrist nicht umbewegen.


    Wenn sich beide Vereine einig sind und dem Wechsel zustimmen, dann kann man sicherlich eine einvermehmliche Lösung finden.
    Entscheidend ist der Eintrag des abmeldenden Vereins im zurückzugebenden Spielerpass ...


    So könnte man das tun, aber bei uns ist das EINGANGSDATUM bei der Passstelle entscheidend. Ab da beginnt die Sperrfrist zu laufen.


    Bei uns sind die Wechselfristen bei ja - 1Monat ; bei nein - 3Monate.


    Ist bei uns in Sachsen-Anhalt altersmäßig gestaffelt. Im Großen und Ganzen ist es so, dass Kinder unterhalb der D bei Zustimmung 1 Monat und bei Nichtzustimmung 2 Monate Sperre außerhalb der "sperrfreien" Wechselzeiten erhalten. Ab der D müssen die Kinder abweichend davon 3 Monate bei Nichtzustimmung warten, bis sie spielberechtigt sind.


    Ich denke, man folgt damit dem Ansatz, dass Kinder ab der D weitgehend selbständig entscheiden können, was sie wollen und sich auch über die etwaigen Konsequenzen bewusst sind. Andererseits müssten das den Eltern der wechselwilligen Kids unterhalb der D auch bewusst sein...


    was ich aber genau so bescheuert finde,die wechselfristen zwischen e1 und e2.


    JEIN...ist m.E. letztlich eine "Geschmacks-/Gesinnungsfrage". Erfolgsorientierte Trainer benutzen die "Option" eines zweiten Teams gern, um entsprechende Ergebnisse zu erzielen (ich mache jetzt nicht wieder das "große Fass" auf). Andererseits spricht nichts dagegen, bei wirklichen Notlagen, wie du schon sagst, entsprechend aufzufüllen. Dennoch - und ich spreche da aus Erfahrung - nutzen einige bei uns gern die erstgenannte "Option" - in diesem Fall finde ich die Beschränkung sehr gut...zum Schutz derer, die dann zuschauen "dürfen".


    1. darfst du als Trainer Einsicht in die Pässe des Gegners nehmen.
    2. darfst du als Trainer vom Schiedsrichter eine Passkontrolle verlangen um genau das zu verhindern: Einsatz unter falschem Namen


    Bei uns ist es genau so, wie Manne das schon sagte: Beanstandung durch die Verantwortlichen im Spielformular, Verweis an den Schiedsrichter und das Spiel wird dennoch angespiffen. Etwaige Nachverhandlung erfolgt später beim Sportgericht. Sonst könnte ja jeder, dem es gerade recht ist, ein Spiel blockieren, auch bei banalen "Verdächtigungen".


    Mein Mann war dort zu einem Hallenturnier mit der D-Jugend , dort mußten alle Mannschaften der Reihe nachantreten ,und ich meine auch antreten und dort wurde bei ejeder Mannschaft eine Passkontrolle durchgeführt.


    In Bayern ist das so üblich...naja, Ansichtssache...wir hier im Osten sind doch vor >20 Jahren auch noch "angetreten"...beim Sportunterricht und sonstigen Veranstaltungen. Zumindest beim Sport hat das ja nicht geschadet. ;)

    Danke für eure "Glückwünsche"! Ja, es hat mich schon etwas Überwindung gekostet, aber nicht in der Sache selbst. Es ist schon nicht einfach, sich vor zumeist wildfremden "Fußballexperten" zu outen und zu sagen, dass vieles von dem, was man über Jahre - aus gutem Glauben - getan hat nicht im Sinne des KiFu war. Aber letztlich ist es, so glaube ich, genau das gewesen, was das Ganze glaubwürdig hat machen lassen.


    Die Staffelleiter der unteren Altersklassen kennen mich und meine Einstellung eigentlich über Jahre....haben "meine Erfolge" in Form einiger Meisterschaften, Pokalgewinne etc. hautnah miterlebt und dies, so denke ich, für gut befunden. Teils habe ich die Ellenbogen ausgefahren, um Spiele zu verlegen oder Termine zu erhalten, wo ich auf mein volles Stammpersonal zurückgreifen konnte...um die Spiele zu gewinnen. All das machte das Ganze an diesem Tag zusätzlich peinlich....zudem waren da einige Trainer, die mich von meiner "besten Seite" kennengelernt haben...ich glaube, ich konnte da kaum Aufschauen.


    War mir aber auch egal, weil ich nunmehr von der anderen Seite des KiFu überzeugt bin und zunehmend sehe, dass hier vieles, ja fast alles, falsch läuft, was nur falsch laufen kann! Und wenn ich Probleme sehe, spreche ich diese nunmal an....wodurch ich mir nicht immer Freunde mache.


    Gestern hatten wir in unserem Verein Nachwuchssitzung..."meine" erste Nachwuchssitzung. Ich habe dort all unseren Trainern davon berichtet und auf diese Fehler hingewiesen...dass diese auch bei uns gemacht werden....dass sie demnächst ein zu diskutierendes Nachwuchskonzept meinerseits zugestellt bekommen, in dem all das steht....was wir ZUSAMMEN anpassen und beschließen müssen....wonach wir ab sofort zu handeln haben. Vorab habe ich den Entwurf unserem neuen Abteilungsleiter gesendet - auch er trägt dieses voll mit und sagte das auch so...wenngleich damit natürlich auch Probleme aufkommen werden (generelles Umdenken). Aber die anwesenden Trainer vermittelten mir den Eindruck, dass ich damit richtig liege und dass sich was ändern muss.


    Deshalb bin ich überzeugt, dass es zumindest in meinem Verein im KiFu aufwärts geht. Uns so lange ich Verbesserungen sehe, werde ich auch nicht locker lassen.

    Ich kann all das, was Andre sagt, nur unterstreichen!


    Mein Torwart - nicht unbedingt die "Sportskanone" - steht seit der F im Tor, inzwischen fünf Jahre. Ich habe vor allem wegen Unwissenheit diesen nie ins Feld rotieren lassen. Auch beim Training habe ich ihn vorrangig Torhüterübungen machen lassen, wenngleich er auch (mal) Feldspielerübungen machen durfte. Ergebnis: Auf der Linie gut, beim Herauslaufen naja, Ballbehandlung (Abspiel mit Fuß, Abstöße) schwach. Da hat er mir des öfteren Nerven gekostet, was aber letztlich meiner damaligen Unwissenheit/Ungeduld/Ergebnisorientierung geschuldet war.


    Auch dessen Trainer in der letzten Saison stellte ihn zumeist ins Tor, obwohl er immer wieder mal anfragte, beim Training auch mal draußen spielen zu dürfen. Dadurch stellte sich bei ihm offensichtliche Lustlosigkeit ein...und ich hatte so meine Befürchtungen für diese Saison, wo er altersbedingt wieder in mein Team, nunmehr D, rückte.


    Inzwischen hatte ich aber einiges dazugelernt, auch durch dieses Forum, und stellte dessen fußballerische Ausbildung in den Vordergrund. Beim Training stelle ich ihn ausbildungstechnisch nunmehr fast mit den anderen gleich und lasse ihn viele (fast alle) Übungen und Spiele so mitmachen, als wäre er Feldspieler. Uns siehe da: Neben einer sichtbaren fußballerischen Verbesserung in all den von Andre genannten Punkten erhielt ich statt eines eher lustlosen Torhüters einen nunmehr motivierten Keeper, der ganz offensichtlich Spaß am Fußball hat. Das hätte ich vor dieser Saison kaum für möglich gehalten und letztlich ist es das, was ich durch das stark veränderte Training dieses Jungen erreichen wollte.

    Ich hab's getan! Die Mail an den kompletten Jugendvorstand unseres KFV ist raus, zudem an den Präsidenten im "CC".


    Sobald ich Antwort erhalten habe, werde ich an dieser Stelle posten...wenngleich mir der Glaube an einen positiven Ausgang fehlt.


    Letzten Freitag war Nachwuchsleitersitzung unseres KFV, an der ich in selbiger Funktion teilnahm. Im Vorfeld hatte mir der Vorsitzende des Jugendausschusses per Mail bestätigt, sich dem "Thema" (also meiner Mail) anzunehmen. In der Eröffnungsrede belobigte man sich selbst bzw. den tollen E-Jahrgang, was für "leistungsstarke Teams es vor allem bei den E-Junioren" doch gäbe und woran DAS wohl liege (man wollte wohl die Toptrainer loben, wobei der Vortragende eben einen solchen im eigenen Verein hat)! Auch im Landesmaßstab könne man sich nun sehen lassen! Und das müsse man doch gutheißen und fördern!


    Der KFV hat zudem meinen Vorschlag aufgegriffen, die Staffeln nach der regionalbezogenen Hinrunde leistungsgetreu zuzuordnen. Dabei hat man zwei Modelle zur Auswahl und zur Diskussion gestellt:


    Modell 1: Neueinteilung ALLER Teams nach den Platzierungen der Hinrunde
    Also Plätze 1 und 2 aller Staffel - bei uns vier - spielen per Hin- und Rückspiel gegeneinander...Plätze 3 und vier gegeneinander usw.


    Modell 2: Neueinteilung nur der BEIDEN ERSTPLATZIERTEN je Staffel per Hin- und Rückspiel -> "Meisterrunde"
    Alle anderen, d.h. von Platz 3 bis zum Letzten der jeweiligen Staffel sollen in einer "normalen Rückrunde" aus regionalen Gesichtspunkten in einer Staffel belieben.


    Befürwortet wurden beide Modelle - je nach Argumentation. Ich habe natürlich für Modell 1 plädiert und dies auch damit begründet, dass Modell 2 eben nicht dem "Leistungsprinzip" folge...regionale Gesichtspunkte sollte man dem Motivationsgedanken der Kinder nachordnen.


    Zudem merkte ich an, dass ich es zwar begrüße, dass man meinen Vorschlag aufgegriffen hat, aber den Gedanken nicht zu Ende geführt hat. Naja...und jetzt kam mein "Auftritt"...zwar mit teils flattriger Stimme, aber immerhin: Tabellanabschaffung im unteren Jugendbereich...leistungsorientierte Trainer...keine Rotation...."Schwache" spielen kaum....Ergebnisse vor Ausbildung. "Und 'leistungsstarke E-Junioren' haben wir nur deshalb, weil die betreffenden Trainer dies alles tun...und damit vieles falsch machen, so wie ich es getan habe!" ...als "Antwort" auf die "Frage" der Eröffnungsrede.


    Der Saal (es waren schätzungsweise 60-70 Personen anwesend) wurde immer ruhiger, kein Laut war mehr zu hören....offensichtlich war das, was ich zu vermelden hatte, etwas, was zum Nachdenken anregte bzw. wie von einem anderen Stern wirkte. Einige in meiner Nähe sitzende jüngere Vertreter - so Anfang, Mitte 30 - nickten zustimmend zu...andere guckten fragend bzw. verwirrt: Was will DER? Wie krank ist DAS/DER denn?! Einige von denen, die mich und mein bisheriges Tun kannten, konnten es wohl nicht so richtig fassen/einordnen. Der macht doch Witze, oder...nee, der meint das ernst! ...so ungefähr....mein Eindruck.



    Auszüge aus der "Debatte"


    Jetzt die Gegenargumente und meine Antworten (sinngemäß): "Aber Kinder wollen sich doch in Tabellen sehen!" "Nein! WIR TRAINER wollen sie dort sehen, die Kinder interessiert das NULL! Wenn ICH das meinen Jungs nicht ständig erzählt hätte, hätten die nicht einmal gewusst, dass es ein Tabelle gibt!"


    "Unsere Kinder wollen aber die Platzierungen, die sind absolut motiviert, das waren die schon immer!" "Gegen GEWINNEN WOLLEN seitens der Kinder spricht doch nichts!"


    "Ich habe meist keine Wechselspieler, schön für dich, dass du so viele Kinder zur Verfügung hast, für mich kommt das sowieso nicht in Frage!" "Offensichtlich hast du mein Anliegen nicht verstanden!"


    Staffelleiter G: "Vor zwei Jahren, als es noch Tabellen in der G gab, war es wirklich so, dass teils chaotische Verhältnisse vorlagen, zumeist wegen der Trainer. Seit der Abschaffung ist es wesentlich besser geworden, ja es sind wirklich tolle Festtage! Man sollte perspektivisch darüber nachdenken, die Tabellen in der E und F abzuschaffen!" Wumm, hat gesessen! Der Staffelleiter G bestätigt mich in dem, was ich sagte! Falls du, Michael T. das hier liest: Ich danke dir dafür! Im Übrigen hatte ich irgendwo im Forum "gemutmasst", dass selbst die G bei uns in Tabellen geführt wird...ist wohl doch nicht so, allerdings werden die Ergebnisse in der Presse veröffentlich...


    PRÄSIDENT KFV: "Ja, dazu rät seit neuestem auch der DFB....allerdings muss ich sagen, dass wir uns einer Leistungsgesellschaft befinden und wir die Kinder frühzeitig darauf vorbereiten sollten, mit Tabellen!" "Leistungsgesellschaft?! Bei 7- und 8-Jährigen?! Was bei einer G-Jugend gut ist, soll bei der F-Jugend schlecht sein?! Das glaube ich aber nicht!"


    Diskussionsleiter des KFV: "Wir sollten uns von anderen Sportarten abheben, besser sein als die anderen. Das erreichen wir, indem wir uns im Leistungsprinzip messen, mit Tabellen! Damit soll's beendet sein." Fertig war er und damit die Diskussion - das nennt man bei uns Demokratie...jeder darf was sagen, aber nicht mehr, als es nötig ist, etwas NICHT zu verändern bzw. es so zu lassen, wie es ist und schon immer so war. Klasse!



    Fazit: 2:1 für die "Tradition"


    Letztlich war mein Eindruck, dass man vor allem bei den Älteren (>50) nicht gewillt ist, Neues Denken zuzulassen...oder nur soweit, wie es mit alten Traditionen nicht bricht. Deshalb wird man einem der beiden Modelle folgen (immerhin haben wir dann doch eine tolle Meisterrunde!). Leider wurde der Gedanken durch einflussreiche Seilschaften im KFV geblockt...2:0 für die Tradition. Das schient das größte Problem zu sein - wenn man die dort "oben" nicht überzeugt/abwählt, passiert nichts bzw. wenig.


    Bei der jüngeren Generation hatte ich den Eindruck, dass man mir in vielen Dingen zustimmte, dass über Änderungen nachgedacht werden muss, dass vieles im KiFu daneben läuft. Zumindest habe ich aber zum Nachdenken angeregt (vielleicht auch bei den "Alteingeschworenen") und teils Befürworter im Jugendvorstand (Staffelleiter G) finden können...2:1 - Anschlusstreffer durch Neue Philosophie.


    Ich werde keine Gelegenheit auslassen, auch weiterhin auf die Diskrepanzen im KiFu in unserem KFV hinzuweisen, auch wenn mich viele dort für bescheuert gehalten haben mögen....steter Tropfen höhlt den Stein!

    Auf der DFB Fachtagungin Hannover stellte Matthias Sammer "zur Unterstützung einer altersgerechten Entwicklung" zwei Modelle für die D-Jugend heraus: 7 gegen 7 auf halbem Spielfeld und 9 gegen 9 von 16er zu 16er.


    Sammer meinte dazu: „Die Entwicklung der Spieler ist entscheidend. In dieser Altersklasse durchlaufen die Talente verschiedene Entwicklungsphasen. Diese Spielformen tragen der Komplexität des Fußballs Rechnung. Sie bringen eine höhere Anzahl von Ballkontakten, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination werden geschult. Zudem ergeben sich mehr Eins-gegen-Eins-Situationen. Spielpositionen werden nicht zu früh festgelegt. Und das wichtigste für die Persönlichkeitsentwicklung unserer Nachwuchsspieler: Die Spielfreude wird gesteigert.“


    Ob das nun verbindlich für alle Verbände sein wird, kann ich nicht sagen - wir in Sachsen-Anhalt spielen ohnehin das 7 vs. 7-Modell (+Torhüter). Das hat man letztens auch auf einer Schulung des FSA LSA befürwortet. Demnach wird es für uns wohl keinerlei Einschnitte geben. Ich denke, dass sich die Verbände (demnächst) zwischen diesen Modellen entscheiden dürfen...

    Im Endeffekt lässt sich das Reinrufen nicht standardisieren (nur alle 3,75 Minuten oder nur Phrasen aus einem vorgegebenen Katalog). Sowas ist völliger Quatsch.


    Insofern ist es für mich auch eine Art von Ventil, welches mir hilft, mit Leidenschaft dabei zu sein, ohne einem Emotionsstau zu erliegen ;)
    Ich meine, wir freuen uns doch alle wie ein Schnitzel, wenn wir ein tolles Spiel unserer Jungs sehen. Wenn sie das anwenden, was sie bei uns gelernt haben.
    Aber ein tolles Spiel heißt nicht um jeden Preis zu gewinnen.


    "Katalog" ist gut...


    "Ventil" trifft es wohl...bei mir zumindest...


    ...verstehe, was du meinst und bin grundsätzlich bei dir!

    Gut, dann schalten wir jetzt alle unseren Verstand aus und öffnen uns gänzlich und vollkommen der Lehre des DFB.
    Ommmmm


    Ich kaufe übrigens ein E ;)


    Ja, das ist problematisch, das viele hier dem DFB blind vertrauen. Hab selber eben schlechte Erfahrungen damit gemacht und daher einen großteil der DFB-Lehre als Heuchelei abgestempelt, die auch den Kindern schaden könnte.


    Ich sage nur, man soll nicht alles und jedes blind übernehmen.


    Tom, Fussi...ich wusste, dass ich da mit meiner Aussage wieder einige hinter dem Ofen hervor hole...nur so kommen wir in der Sache weiter! :thumbup:


    Zu euren Aussagen, man (ich) solle dem DFB nicht in allem "blind vertrauen": Tue ich nicht in allen Dingen, aber solange es niemanden gibt, der das, was der DFB und dessen EXPERTEN erarbeitet haben wiederlegt, werde ich versuchen, dies weitgehend umzusetzen...wobei ich mich auch auf meinen gesunden Menschenverstand verlasse. Im Übrigen hat der DFB nichts davon gesagt, wie oft man korrigieren sollte, sondern nur, dass dies möglichst wenig geschehen sollte....im Umkehrschluss heißt dies: Auslegungssache - wie ihr bereits festgestellt habt.


    Nun meinte ich, dass alle zwei Minuten reinrufen i.S.d. DFB und auch nach meinem persönlichen Empfinden wohl eher zu viel sei(n könnte). Habe ich so vom Schreibtisch weg formuliert....und am Wochenende an mir SELBST überprüft. Da spielten wir mit unserer D ein Testspiel auf Kleinfeld gegen die eigene C. Letztlich trat genau das ein, wie ich mich bereits zuvor eingeschätzt hatte...das Spiel lief in Halbzeit eins bestens...wir führten nach einer Viertelstunde 3:0...ich "wenig" korrigiert....aber dennoch alle "gefühlten" zwei Minuten am "sprechen" (Lob inclusive). Zum Ende der ersten Hälfte und in HZ 2 setzte die C (im Schnitt zwei Jahre älter) ihre körperliche Überlegenheit ein, was logischerweise zu Fehlern unsererseits führte. Ich fast minütlich am korrigieren...letztlich 3:4 verloren. Fazit: Obwohl ich krampfhaft versuchte, mich an den Vorgaben des DFB (und den Inhalten dieses Forums) zu halten, habe ich es für MEIN EMPFINDEN nicht annähernd so hinbekommen, wie ich es mir eigenlich vorgenommen/gewünscht hatte.


    Bleibt immer noch die Frage: War das jetzt zuviel reingequasselt? Ich sage: JA, weil ich nicht alles hätte ansprechen müssen, von dem, was ich angesprochen habe. Dass dies und das falsch war, wussten meine Jungs in dem Moment auch selber - da hätte ich mir einiges sparen können...habe ich aber nicht hinbekommen. Dennoch meine ich, dass gut 2/3 letztlich okay war, im Sine der Ausbildung und des DFB.


    Es ist doch eigentlich schnurz-piep-egal, ob einer nun gar nichts oder 40 Mal was sagt. Es kommt auf das 'Was' und das 'Wie' an.
    Wenn Hänschen zum 27. Mal im Abseits steht, dann werde ich ihm sagen, dass wir die Abseitsregel für dieses Spiel nicht für ihn ändern werden. Und wenn mein Torwart Max zum x-ten Mal den Ball mit dem Fuß klärt, dann werde ich ihn an die Benutzung seiner Hände erinnern.


    Im Grunde stimme ich dir zu...auf das WAS und WIE kommt es an...vornehmlich, aber m.E. auch auf das WIE OFT. Bezogen auf dein Beispiel: Dein Torwart weiss doch selber...auch nach dem "x-ten Fußabwehr", dass dies nicht das Nonplusultra ist, auch ohne dein x-tes Zutun (im Übrigen sage ich das meinem Torhüter auch immer wieder...beim Training!). Ich für mich habe gemerkt, dass sich nach der dritten/vierten Korrektur (Kritik) an demselben Spieler dies eher negativ auswirkt...letztlich wird's für den Betroffenen nervig und demotivierend, er verliert neben dem Selbstvertrauen auch seinen Spass....und ich meine Stimme und die wenigen verbleibenden Haare.


    Deshalb meine ich, dass es eben auch eine Frage des WIE-OFT-Korrigierens ist. Ich selber muss mich diesbezüglich zurücknehmen, wie ich finde. Letztlich müssen und können wir uns hier aber auch nicht auf "Zahlen" einigen (weil nicht vom DFB "festgelegt" ;) ), das muss jeder für sich beantworten.


    Also insgesamt mindestens 20-25mal reingerufen und korrigiert?! Ist zwar Auslegungssache und ich möchte jetzt auch nicht kleinteilig werden, aber hochgerechnet alle zwei Minuten ist m.E. etwas zuuuu viel, gemessen an dem, was der DFB beschreibt.

    Hey Andre, bin zufällig auf große Teile deines Musterbriefes beim TuS Höhenhaus gestoßen...nur so zur Info! Es lohnt sich also doch manchmal, beharrlich zu sein - der Schneeball verbreitet sich, wie du siehst! :thumbup:


    An den "Einsteller" des Musterbriefes: Gut gemacht!

    Rosario...was soll ich dir raten? Weitermachen und aus diesen Vorkommnissen Schlüsse ziehen...daraus lernen und zusammenrücken...als Team. Ich denke, dass es manchmal besser ist, mit Sanktionen Grenzen aufzuzeigen. Offensichtlich ist es bei euch soweit...schlecht für euer Team, vielleicht aber auch der letzte Schritt, um zu zeigen, dass gewisse Dinge in unserer Gesellschaft nicht zu akzeptieren sind.


    Ich bin in einer ähnlichen Situation...mit meiner D. Ich habe da einen - schnell, dribbel- und schussstark....Torjäger - der hat jetzt auch ein paar Wochen "Zu-Hause-JVA" bekommen...von seiner Mutter. Ständig Probleme in der Schule und auch in seiner Freizeit. Kommt den Lehrern und seiner Mutter blöde, schwänzt, prügelt sich immer wieder mal, lernt nicht...ist kurz vor der Schulsuspendierung, raucht (was der Mutter stinkt, ich aber für das kleinste der genannten Übel halte), hängt mit den falschen Leuten ab...dreht bereits "kleine Dinger"...so die "Vorstufe" zur JVA...Jugendamt war schon zu Besuch.


    Ich habe mit ihm vor ein paar Wochen erst ausführlich drüber gesprochen und ihm klar gemacht, dass die Leute, die letztlich im Knast gelandet sind, genau so angefangen haben und er sich bessern solle. Keine Chance...er bekommt es (vor allem wegen falscher Erziehung und den falschen Kontakten) nicht hin...hat aber auch einen "eingeschränkten" IQ. Jetzt hat die Mutter die Schnauze voll und sperrt in quasi ein...bringt ihn zur und holt ihn von der Schule...permanente Kontrolle. Dazu Fußballverbot für die nächsten Wochen...bis eindeutige Besserungen zu sehen sind. Damit trifft sie ihn (und mich) an seiner empfindlichsten Stelle...sieht dies als letzte Chance. Gestern habe ich mit ihr drüber gesprochen und meinte, dass ich dies unterstütze, solange er eine Chance bekommt, bei Verbesserungen auch mit Fußball belobigt zu werden. Wer nicht hört, muss halt fühlen!


    Auch er wird uns - wie deine Spieler dir - unheimlich fehlen. Wir werden und müssen ihn aber ersetzen - die anderen werden sich noch mehr ins Zeug legen müssen, noch mehr als TEAM auftreten. Das ist m.E. DER positive Effekt, den ich mir erhoffe - neben der erzieherischen Wirkung des Jungen (und als "abschreckendes" Beispiel für mein Team).

    TRPietro, Andre - grundsätzlich habt ihr mit dem, was ihr sagt, recht. Über den tatsächlichen Inhalt der Anweisungen, also ob nun "Nimm deinen Mann!" oder wie ich es mache "Gegenspieler!" (oder "Jeder hat einen Gegenspieler!") brauchen wir uns, denke ich, nicht auszulassen. Wichtig ist, wie TRPietro eigentlich andeutet, dass die Kinder/ Jugendlichen das, was man damit erreichen will/muss, auch verstehen. Sicherlich ist es bei einer F besser, den Betreffenden über ein "Frage-Antwort-Spiel" am Seitenrand auf seinen "Fehler" hinzuweisen.


    Festzuhalten bleibt: WENIGE kurze, prägnante, motivierende, kind-/altersgerechte Anweisungen zur Förderung des Lerneffekts sind WÄHREND DES SPIELS erlaubt und auch notwendig!


    ...oder nicht? :rolleyes:


    PS: Da sich die Diskussion nunmehr den Meinungen von Andtrai, DSV, Manne und anderen deutlich angenähert hat, vermisse ich irgendwie deren Zutun! Wie sieht's aus...aufgegeben? :S