Samstag, 22.08.
Irgendwie freue ich mich drauf, nicht irgendwie, eigentlich eher tierisch. Aber ich weiss, dass jetzt erstmal eine harte Zeit für mich anbrechen wird. Auf dem weg zum mitlerweile gut bekannten Sportzentrum gehe ich mal meine Aufgaben durch.. 2 Vordiplomsprüfungen, 1 Praktikum, mein eigener Fussball, meine Jugend und dazu noch die Ausbildung und ja, letztenendes die Prüfung zum Trainer C-Breitenfussball. Ob ich mich hier doch verhoben habe? Naja, jetzt ists zu spät. Augen zu und durch.
Spätestens bei der Ankunft am Sportzentrum weichen alle Sorgen, ich freue mich die ganzen bekannten Gesichter zu sehen. Es ist früh, viertel vor 9, das heißt erstmal noch 'ne Zigarette und ein Red Bull (ich trinke keinen Kaffee, das ist quasi mein Ersatz ;)), wie immer freundlich begrüßt, mitlerweile kennt man sich ja doch ganz gut. Den ein oder anderen hat man in der "Sommerpause" auch mal auf diversen Festen getroffen und auch mal geprostet.
Im Seminarraum stellen sich erstmal 3 neue vor. Sie hatten den Teamleiter Kinder zentral gemacht, und möchten die Lizenz jetzt dezentral komplettieren.
Naja, es geht also weiter. Neues Profil, neue Philosophie, also wird ersteinmal die Philosophie des Jugendfussballs durchgekaut. Man legt hier offensichtlich deutlich mehr Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung, denn es gibt eigens Folien zum "Jugendtrainerprofil". Ansonsten auch nicht viel neues, den Spaß am Fussball fördern? Ist doch glaube ich das Ziel jedes Trainers. Auch zur Bewegungswelt der Jugendlichen gibt es wieder einiges zu hören, diese "alternativen Angebote", die es früher angeblich nicht gab (zu meiner Zeit schon, deshalb angeblich ;)), wie Skateboards, Kickroller oder BMX.
Auch streng nach System geht es demnach weiter mit den D-Junioren, deren körperlichen und seelischen Eigenschaften. Hier wird auch deutlich: jetzt geht's auch fussballerisch ans Eingemachte. Das Spielen Spielen und nochmal Spielen ist vorbei, sie sind jetzt im goldenen Lernalter, also einer Phase, in der sie sehr schnell sehr viel lernen, sowohl technisch als taktisch, und diese Zeit gilt es optimal zu nutzen. Das bedeutet für uns als Trainer auch, mehr in die Technik der Kids korrigierend einzugreifen.
Und wie sollte es anders sein, wir ziehen uns um und bekommen mal eine Mustertrainingseinheit ab. Wie schon beschrieben, geprägt durch viel technik, viele Korrekturen aber trotzdem jeder Menge Spaß. Die Grundparadigmen bleiben die gleichen, alle am Ball, alle in Bewegung und der Spaß steht trotz allem im Vordergrund.
Da ich einige Tage im Verzug bin, spare ich mich die detailierte Beschreibung der Trainingseinheit.
Anschließend geht es duschen. Noch einige Terminliche Probleme und eine Hiobsbotschaft: Wir schreiben die Klausur schon nächsten Freitag. Vorgezogen wurde das ganze, damit die Prüfer Zeit genug haben, sie bis zur Lehrprobe und der Vortrages zu korrigieren. Puh, das wird stressig. Aber immerhin, der erste Tag ist schon vorbei, wir gehen noch in den benachbarten Biergarten ne Cola trinken, und dann ab nach Hause.