Beiträge von Zw3rG

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    Eben nicht jeder möchte da so gläsern sein wie du. Es gibt sowas wie den Datenschutz und der ist bei einer öffentlichen Einrichtung eher garantiert als bei einem x-beliebigen Verein. Die Auflagen sind da ganz andere. Auch wenn ich jetzt nicht jegliche öffentliche Einrichtung in Schutz nehmen möchte, was das Befolgen unserer Datenschutzgesetze (die im übrigen noch viel zu lasch sind) angeht. Da läuft auch manches schief. Aber dann gibts auch ordentlich auf die Finger, wenn es einer merkt. Das Einkommen ist nunmal ein recht sensibles Datum, dass ich beim Finanzamt im Allgemeinen für recht gut aufgehoben halte. Das wäre nicht der Fall, wenn es auf irgendeinem Heim-PC in einer Excel-Datei der Vereinsmitglieder schlummert.
    Andererseits teile ich deine Bedenken ohne eine EStErklärung nicht die sozialverträglichen Beiträge erheben zu können.
    Da besteht auch ein gewisser Unterschied zwischen einem Kindergartenplatz, den ich unbedingt brauche und daher eher gewogen bin mein Gehalt mitzuteilen, und einem Sportverein, der selibges von mir verlangt. Sich da einen anderen Verein zu suchen, der so etwas nicht verlangt, mag der leichtere Weg sein.

    Eine erhebliche Beitragssteigerung bringt einige Effekte mit sich, sowohl positiver als auch negativer Art: Es werden weniger Kinder angemeldet, schlicht und ergreifend, weil es teurer ist. Es spielt eben nicht jedes Kind Golf, es hat nicht jedes Kund seine Reitstunden. Wenn diese Aktivitäten günstiger wären, würden sie auch mehr Kinder betreiben. Beim Fußball bring ich meine Kleinen einfach mal zum Platz hin, Ausrüstung für einen Fußballer ist vergleichsweise günstig und der Beitrag ist quasi nichts. Die Einstiegshürde ist niedriger beim Fußball. Ein Grund warum wir die mitgliedstärkste Sportart sind.
    Ein positiver Effekt ist aber, dass wenn diese einmal überwunden ist, dass der Dropout mitunter etwas schwieriger ist. Da überlegen Eltern es sich zweimal, ob sie es zulassen, dass der Kleine zigmal die Hobbys wechselt (Ok, manche sind da schmerzfrei und zahlen alles, aber sicher nicht die Mehrheit!). Bei dem Jugendlichen momentan, wenn er im B-/C-Jugend Alter aufhört, wurden ein Duzend Fußballschuhe und ein paar Euro für Mitgliedsbeiträge investiert, kein so großer Verlust wie wenn plötzlich das teure Golfset in der Ecke liegt.

    Eine schönes Thema mit vielen unterschiedlichen Eindrücken.
    Der Vergleich ist zwar ganz nett zu lesen, aber keinesfalls draf man hier pauschalisieren.
    Jeder Verein hat ein anderes Angebot (Abteilungen), eine andere Beitragszahlerstruktur (aktive/passive, Familien ...) und natürlich eine andere Größe, von lokalen Begebenheiten mal ganz abgesehen. Ein Verein in Hamburg-Niendorf mag etwas anders aussehen als ein Verein im LK Altötting in Bayern. Daher Vorsicht mit Pauschalvorschlägen.

    Wenn ich hier lese, was für Beiträge genommen werden, muss ich doch unsere auch mal beisteuern:
    Bei uns zahlen Jugendliche 30€ (unter 15J) bzw. 36€ pro Jahr!! Wir liegen mit unseren Beiträgen kreisweit am unteren Ende und das im Westen ;)
    Da liegt noch viel ungenutztes Potential brach :rolleyes:
    Aber ich erinnere mich noch an die letzte GV, wo es eine Beitragserhöhung um 50Cent gab. Da proben einige schon fast den Aufstand!
    Einige hier bringen es recht gut auf den Punkt und der Meinung bin ich auch: wir sind zu billig!
    Was mich ebenso stört wie viele von euch, ist diese Geringschätzung, die dem Fußball beigemessen wird. Denn für 5€/Monat erwarten die Eltern mehr von uns als für die 50€/Monat bei der Musikschule. Eben dieser Glaube vieler Eltern, dass sie das Traineramt auch eben selbst übernehmen können ist Ursache für diese Geringschätzung. Aber mit Radikalschritten erreicht man wenig.
    Die Vereine müssen die Ansprüche an ihre Jugendtrainer erhöhen, das aber auch entsprechend entlohnen. Gleichzeitig müssen Eltern die verbesserte Ausbildungsqualität auch mit mehr Beitrag zu würdigen wissen. Da muss man mit Konzepten und guten Leuten glänzen und diese Geringschätzung revidieren, damit der Wert, der unserer Arbeit beigemessen, steigt.
    Wenn ich dann sehe, was der Senioren-Trainer der ersten Mannschaft bekommt, dann ist das so viel wie alle restlichen Trainer zusammen! Solche Ungleichgewichte zeigen doch, wie wenig wert Jugendtrainerarbeit ist!

    Ich spiele deshalb gerne zu Hause, weil

    • ich da die Räumlichkeiten habe, so wie ich sie brauche (Kabine in vernünftiger Größe, vernünftige Duschen etc.), das ist auswärts nicht immer der Fall
    • ich nicht mein Material mitschleppen muss (Bälle, Leibchen, Hütchen etc.), sondern alles vor Ort ist
    • bei unseren Heimspielen immer wesentlich mehr Zuschauer am Platz sind, als das auswärts auch vom Gegner der Fall ist
    • die Fahrerei flach fällt

    Wobei ich das aus der Sicht eines C-Jugend Trainers sehe. Bei einer F-Jugend sieht das etwas anders aus: Spielvorbereitung weniger intensiv, F-Jugendliche duschen zumeist nicht, die Eltern sind quasi immer dabei und das von jedem Spieler ...

    Und schon wieder ein Tabellenabschaff-Thread ;)
    Naja, bei uns gibts unterhalb der E-Jugend ebenfalls keine Tabellen mehr, sondern nur Findungsrunden / Hauptrunden (FLVW-Kreis-1). Tabellen haben nur die Staffelleiter selbst, die dann nach der Halbserie die Gruppierungen neueinteilen.
    Das mit den Spielfesten ist noch nicht bis zu uns vorgedrungen. Wie lange dauert so ein Spielfest bei euch denn so? Was mich stören würde ist, dass man nur 2x zu Hause spielen kann.

    Bei den allgemeineren Dingen (Verteidigen in Unter/Überzahl, zu zweit/zu dritt ...) trainieren alle auf wechselnden Positionen. Auch bei speziellen Übungen zur Viererkette lasse ich in gewissen Abständen die Positionen wechseln. Da das Konzept 4er-Kette kein reines Abwehrkonzept ist, müssen alle es beherrschen. Nur wenn ich konkret eine Spielsituation trainieren lasse, die sich aus einem Spiel ergeben hat und Fehler gemacht wurden z.B. Verhalten der Kette bei hohem Diagonalball aus dem MF, spielen meine Jungs auf den Positionen, auf denen sie auch im Spiel zu finden sind, um gezielter korrigieren zu können.

    Habe mal meinen Schiedsrichterlehrwart befragt, seine Antwort:

    Zitat

    Grundsätzlich sind für den Spielschluß die allgemeinen Fußballregeln (z.B. u.a.: Dauer des Spiels / Regel 7) maßgeblich,
    sofern nicht vom Ausrichter des jeweiligen Turnier diesbezüglich abweichende Turnierbestimmungen herausgegeben wurden.
    Sofern mit den Mannschaften vereinbart bzw. den Teams vorab bekanntgegeben wurde, dass die Schlusssirene das Spiel beendet, so kann das Tor in der von Ihnen geschilderten Situation (der Ball überschreitet die Torlinie nach der Schlusssirene / keine positive Entscheidung im Sinne der Regel 10 mehr möglich) nicht mehr anerkannt werden.
    In den Fällen, bei denen der Schlusspfiff durch den SR erfolgt, wäre genauso zu entscheiden; wobei der SR das Spiel höchstwahrscheinlich nicht während eines Schusses auf das Tor beenden wird.

    Finde ich ne super Idee. Mich nervt es auch ständig diese Turnierberichte zu lesen von einem F3-Jugend-Turnier, wo nur Platzierungen und Ergebnisse runtergeleiert werden und die Trainer zitiert werden, wie wichtig ihnen doch der errungene 1. Platz war (Es lebe die goldene Honigmelone :thumbup: !).
    Unsere lokalen Sport-Redakteure, so wie ich sie kenne, würden sich nie trauen so einen Bericht zu bringen, wie ihn Andre schreibt. Da kämen gleich so Sprüche wie: "Wir sind nicht die Bild-Zeitung, das ist kein ernst zu nehmender Bericht blablabla".

    Wenn der Schuss vor dem Schlusspfiff oder der Schlusssirene abgegeben wird, dann gilt das Tor, denn die Wirkung des Balles ist abzuwarten.

    Erzählt hat mir auch schonmal jemand sowas, allerdings find ich dafür keinen Beweis in den hiesigen Fußballregeln.
    Hattabi: Kannst du das belegen?

    Eben das ist nicht so, dass das jeder weiß. Es gibt bei uns immer mal wieder Trainerfortbildungen. Da schauen isb. die Trainer, die das noch nicht so lange machen, z.B. Väter, die ihren Sohnemann ein Jahr in der F-Jugend trainieren, ganz verdutzt, wenn der Referent darauf hinweist, doch bitte bis zur E-Jugend kein gezieltes Kopfballtraining zu machen, schon gar nicht mit Lederbällen. Genau hier liegt oft das Problem: vieles wird nicht aus Absicht falsch gemacht, sondern schlicht aus Unwissenheit. Viele sind dann im nachhinein ungemein froh, wenn sie solche Tipps bekommen.

    Ich hoffe der BL-Profi hat beim Kopfballtraining entsprechende Softbälle verwendet. Da haben mir zwei A-Lizenz-Inhaber übereinstimmend gesagt, dass sowas in diesem Alter (F- und G-Jugend!!!) an Körperverletzung grenzt (Stichwort: Schädeldecke in diesem Altern noch nicht komplett verwachsen!), wenn man es explizit in diesem Alter trainiert und keine entsprechend leichten Bälle hat.

    Wir haben in der C-Jugend auch einen festen Kapitän. Allerdings lege ich mich von Jahrgang zu Jahrgang jedes mal neu fest, ob ich ihn bestimme oder wählen lasse. Manchmal ist es so, dass es abzusehen ist, wer gewählt wird und wenn dieser in meinen Augen passt, dann lasse ich wählen, ansonsten bestimme ich einen geeigneten. Allerdings ist derjenige auch nicht Kapitän für die gesamte Saison. Oft wird dann zur Halbserie neu gewählt/bestimmt.

    Zitat

    Ich erwarte nicht, dass jeder Spieler zu seinem Geburtstag die ganze Mannschaft einläd. Ich erwarte aber, dass
    die Jungs sich auf dem Platz der Gemeinschaft unterordnen. Und da kommen wir Trainer ins Spiel.

    Ich sehe das ähnlich wie Tom. Wir Trainer stehen da in der Pflicht für ein gewisses Mannschaftsklima zu sorgen, gerade im Jugendbereich. Habe in dieser Saison da auch mit einigen Querelen zu kämpfen, weil das Klima der Jungs untereinander nicht so ist, wie es sein sollte (Stichwort Mobbing, gegenseitiger Respekt). Da muss man als Trainer viel Zeit investieren in Gespräche mit der Mannschaft, Einzelgespräche, in Events außerhalb des Platzes, um eben diesen notwendigen Zusammenhalt zu stärken. Das ist oft ein mühsamer Prozess, der vor allem eins braucht: Zeit. Die muss man ihnen lassen, aber immer wieder darauf hindrängen, dass es ein Stück weit besser wird. Ich sehe mich da auch ein Stück weit als Erzieher und nicht als reinen Trainer, der nur versucht fußballerische Fähigkeiten zu vermitteln.

    Danke für die kleine Auflockerung :P
    Ich glaube ein Thread, in dem recht intensiv über Missbrauch diskutiert wird, reicht. Da brauch es jetzt nicht noch 10 andere. Wie sich dort gezeigt hat, gehen die Meinungen bisweilen stark auseinander.

    Es kommt drauf an wie weit die Umzugsorte voneinander entfernt liegen und ob ein Verbleib im Alt-Verein zumutbar wäre. Hatte schonmal solch einen Fall, der einiges an Bürokratie erfordert hat.

    Um eine ständige Hin- und Herwechselei zu verhindern. Allerdings sind die Regelungen mitunter nicht glücklich, wenns zum Fälle wie Umzug etc. geht. Da ist dann schon etwas Bürokratie notwendig.

    Bei uns in der Nähe ist der SC Preußen Münster der höchstspielende Verein, was die Jugend angeht. Die Altersstruktur dort geht genau mit dem einher, was die Studie belegt und wurde mir vom ehemaligen Jugendkoordinator eindeutig so bestätigt. Der Grund liegt ganz einfach im Erfolgsdruck. Gerade im B-C-Jugendbereich denkt man leider oft kurzfristiger und vertraut auf die körperlich weiter entwickelten Spieler des Januars. Interessanterweise ist bei uns die gleiche Situation zu beobachten. Über die Jahre sind die Spieler, die im Jugendbereich den Sprung zu höherklassigen Mannschaften geschafft haben (Wechsel meist im C-Jugendalter) ebenfalls im ersten Quartal geboren. Zufall? :rolleyes:

    Die Profivereine scouten nicht in großem Umfang im F-Jugend-Bereich wie sie es später in DCBA-Jugend tun. Daher ist der Kreis an Spielern zu Beginn kleiner und damit auch die Wahrscheinlichkeit die richtig guten zu haben als im späteren Stadium, wo die Spieler über Stützpunkte in die Leistungszentren etc. kommen.