Beiträge von Holler

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    Ich finde Deine Übeschrift "Verein im Verein" recht passend: es gibt Vereine (Andre seiner ist wohl so einer), wo sich viele viele Kinder in vielen Teams tummeln, es bedarf immer wieder einer Sortierung, Koordinierung, man muss zusammen arbeiten. Klappt mal gut, mal weniger. Dann gibt es die Vereine, wo jedes Team für sich arbeitet (mein Team ist so eines). Die anderen Trainer interessieren sich nicht sonderlich für die Trainingsmethoden anderer, und da wir recht unterschiedlich unterwegs sind, aht sich auch jeder mit dieser Situation abgefunden. ABER: Wir sind ein Verein, wo es für jede Alterstufe nur ein Team gibt. Daher bedarf es auch zum Beispiel keiner Sortierung. Bei Euch ist es problematisch, da Ihr ja mehrere Teams bilden müsst. Aus Deiner Beschreibung heraus würde ich sagen, bist Du solch ein Trainer, der problemlos sein Team am Laufen hält und dafür nicht auf Unterstützung angewiesen bist. Von daher würde ich versuchen Klarheit herzustellen, wie die Zusammenarbeit aussehen soll zukünftig: gibt es klare Einteilungen, mit denen Ihr leben und weiterarbeiten könnt? Oder muss eine Zusammenarbeit stattfinden, da immer neu sortiert werden soll? Für ersteres würde ich sagen, arbeite in Ruhe mit Deinem Team weiter, "lass die Leute reden.." á la Ärzte. Für den zweiten Fall ist Deine Diplomatie gefragt: Klarstellen würde ich es auf jeden Fall, auf volle Konfrontation gehend werden aber sicher mindestens die Kinder die Verlierer sein, denn wie Du schon anmerkst, die beiden Trainer werden sicher nicht plötzlich vernünftig und alles ist gut.

    Um Bewertungen innerhalb einer Mannschaft vornehmen zu können müsste man entweder mit festen Tests arbeiten, um für die Absolvierung Ergebnisse zu ermitteln oder aber mit Daumenwerten arbeiten. Ersteres macht nur Sinn, wenn ich wirklich etwas mit den Ergebnissen anfange, zum Beispiel im Auswahlbereich, wo sortiert wird. Nur "Interessehalber" Tests durchzuführen, dafür ist die Trainingszeit zu schade. Daumenwerte kann ich auch aus dem "Alltag" heraus vergeben, wenn ich mein Team kenne, ansonsten warte ich, BIS ich es kenne ;) Für ein "normales" Team sind Daumenwerte denke ich auch ausreichend, denn man wird sein Training nicht auf 0,5 Prozentpunkte hin ausrichten.

    Die zweite Möglichkeit besteht darin, sich an den zuständigen Stützpunktkoordinator (kann man unter www.nfv.de finden) zu wenden.

    Der Stützpunktkoordinator hat damit nichts zu tun, denn hier handelt es sich um Mädchenförderung in der Kreisauswahl, das sind völlig andere Ansprechpartner.

    Mein Tip an der Stelle ist wie so oft: Geduld. Biete im Training immer mal wieder kleine Übungsformen oder noch besser Spielformen an, in denen man auch den Kopf benutzt. Je öfter die Kids den Kopf benutzt haben, umso sicherer werden sie damit sein. Und ohne dass Du speziell intensives Kopfballtraining anbietest, wirst Du den einen oder anderen Kopfball Deiner Spieler sehen. Wenn Du dann im richtigen Moment auch noch entsprechend lobst, dann wird es schon irgendwann klappen. Ich habe das so gemacht und so ab der D-Jugend hatten wir gute Kopfballspieler (natürlich nicht alle), vielleicht bist Du ein wenig später dran, aber wie gesagt: Geduld.

    Eine wieder mal interessante Diskussion im Grundsatz wie einige in der letzten Zeit, leider schaffe ich es zeitlich im Moment nur, ab und an mal "reinzuhüpfen" im Trainertalk ;(


    Den Ansatz überhaupt, diesen Horrorergebnisse durch eine Umstellung des Systems Herr zu werden, finde ich gut, Andre. Aber auch ich glaube, dass dies nicht umsetzbar ist. Ich greife mal ein paar Punkte auf, die mir im Kopf hängen geblieben sind:


    1. Selbst Spiele organisieren: Wenn ich einige Trainer bei uns sehe, die sind kaum in der Lage, den geregelten Punktspielbetrieb mit der einen oder anderen Spielverlegung zu organisieren. Ergebnis des von Dir vorgeschlagenen Systems: Die Teams solcher Trainer werden einfach weniger Spiele haben, weil der Trainer es nicht schafft, Gegner Zeitpunkt und Platz zu organisieren.


    2. Staffelleiter teilen nach den Ergebnissen der Vorsaison und einigen anderen Kriterien ein: Meine Frau ist bei uns Staffelleiterin, und ich denke eine recht engagierte. Wenn ich sehe, was sie so an Arbeit auf dem Tisch hat, um all die Teams ihrer Staffeln ordentlich am Laufen zu halten, das ist schon eine Menge. Ihr glaubt gar nicht, was manche Teams bzw. Trainer oder auch Jugendleiter so für Ideen über die Saison haben, was sie wie durchführen :rolleyes: . Gerade um die Zeitpunkte herum zu Beginn und Ende der Staffeln. Wenn sie jetzt auch noch vor Erstellen des Spielplans mit all den Dingen, die da berücksichtigt werden müssen, wer zum Beispiel wann wo wie spielen kann und will, beigehen soll und mehrere Punkte wie Vorsaison "auswerten" muss, um die Einteilung vorzunehmen, dann müssen meine Jungs und ich auf uns allein gestellt überleben ;( ^^ .


    Bei uns haben sie dieses Jahr das erste mal seit ich glaube 10-15 Jahren wieder die Qualistaffeln eingeführt, wo wir mit 5-6 Teams eine Hin- und Rückrunde spielen und danach wird dann für das Frühjahr neu gemischt (jeweils die ersten drei der Stafeln kommen zusammen in "Leistungsstaffeln"). Das ist wie ich finde ein guter Weg. Wenn man dann im Herbst halt auf die Murmel bekommt, dann findet man sich im Frühjahr unter seinesgleichen wieder und alles ist gut, wenn man dementsprechend erfolgreich gespielt hat trifft man eben auf ebenso erfolgreiche ;) . Das Problem sind aber eh -und das haben ja schon einige angemerkt- die Spezies der "Erfolgstrainer". Das einfachste oder beste wäre, man könnte diese endlich davon überzeugen, dass man da letztendlich SpielPARTNER auf der anderen Spielhälfte hat, ohne die man selbst ja gar nicht spielen könnte. Mit ein bißchen Respekt diesen gegenüber könnte fast jeder Trainer doch dafür sorgen, dass diese Horrorergebnisse gar nicht erst zustande kommen. Mal ein Spiel 10:0 verlieren, ok das kann mal vorkommen, aber wenn ein Team in fünf Spielen schon 1xx : x Tore hat, DASS MÜSSTE DOCH NICHT SEIN :thumbdown: X( . Wenn da ein wenig mehr Einsicht herrschen würde, dann bräuchte man einige der -natürlich interessanten - Grundsatzdiskussionen hier gar nicht führen.

    Ich werde zukünftig keine Fragen dieser Art mehr stellen. ;)

    Bitte Nö :| Ich bin bei diesem Thema ja nur einer der "stillen Mitleser" gewesen, aber auch wenn ich nichts dazu schreibe denke ich bei so etwas oft darüber nach, wie es bei mir läuft, hinterfrage also etwas, was ich ohne Fragen dieser Art nicht immer tun würde. Ich wäre also bei Fragen dieser Art immer wenigstens dankbarer Mitleser ;)

    knapp daneben, Pfosten,Latte: klingt einfach nach ein wenig Ungenauigkeit. Was tun? Ganz einfach: im Training immer wieder Übungen anbieten, wo sie spielnah, also aus der Spielübung heraus, viel auf Tor schießen. Ansonsten das "Problem" als solches nicht als Problem durchgehen lassen, sondern als Punkt, wo man sich noch ein wenig verbessern kann. Was Du dafür nur benötigst ist halt Geduld. Ich weiß nicht, ob Du die hast, denn die Frage geht wie viele dieser Art immer in die Richtung "das eine fehlt uns zum Gewinnen, was kann ich jetzt ganz schnell tun, damit es klappt und wir gewinnen".

    Hat mir sehr gut gefallen, der Text. Vielleicht sollte man für so etwas eine eigene Rubrik bei Soccerdrills machen zur Verbreitung, zusammen mit Andre's Text zur goldenen Ananas ^^ Du hast schon recht, Fussball kann soviel Spass machen, auch wenn man keine "Siegertruppe" hat. Jeder Topf hat seinen Deckel, und die Jungs haben in Dir wohl ihren Deckel gefunden :thumbup: Es gibt sicher viele Mannschaften wie Deine, aber zu oft wollen die Trainer trotzdem auf Biegen und Brechen Sieger daraus machen, ohne die eigentlich vielfach möglichen Erfolge zu sehen, die Weiterentwicklung des einzelnen lässt sich halt nicht so einfach in der Zeitung abbilden wie ein Siegerergebnis..

    Für diese Dummheit würde ich ihm sogar noch eine weitere Strafe (Materialdienst) aufbrummen, damit er und alle anderen verstehen das sie sich solche Dinge mit dir nicht erlauben können bzw. mit den Konsequenzen daraus leben müssen.

    Ich denke auch, völlig richtig gehandelt. Ich würde aber auch gar nicht mehr davon machen. Er hat Mist gemacht, durfte dafür nicht spielen, fertig. So zeigst Du als Trainer eine ganz konsequente Handlungsweise, und das werden auch C-Jugendliche so erkennen und merken, ok so etwas sollte man mit Dir als Trainer nicht tun. Mit weiteren Erklärungen oder Maßregelungen holst Du das Thema eventuell aus dieser konsequenten Sichtweise heraus und stellst das Thema ein Stück weit der Diskussion. Die Diskussion wird wahrscheinlich in die richtige Richtung gehen, aber die Sicht auf die Konsequenz "Mist machen => nicht spielen" verwässert. Lässt Du Deine Handlungsweise einfach so stehen, wird die Wirkung auf die Jungs glaube ich stärker sein.

    Hier läuft etwas grundverkehrt, und das sollte grundsätzlich geklärt werden. So wie es sich anhört habt Ihr einfach auf Breitensportebene Kinder nach Leistung eingeteilt, was ja gut ist so. Es kann doch aber nicht sein, dass Duffy als Trainer jetzt schon um den Verbleib der Spieler kämpfen muss, quasi gegenüber den Eltern argumentieren muss, was gut oder mies läuft. Wenn das Training des anderen Trainers um ein vielfaches besser ist und die Eltern aus dem Wissen in die andere Mannschaft wollen, dann musst auch Du, Duffy, Dich hinterfragen, wie das zu ändern ist. Wenn ein Trainer aus Erfolgsdenken (ich glaube nicht, dass es dem anderen Trainer um die Förderung der Talente geht) immer wieder die besten je nach Wochenleistung zusammenstellen will, sozusagen eine Auswahl innerhalb einer Breitensport-F, dann läuft es aber verkehrt. Wenn dann der Jugendvorstand dies auch noch zulässt, dann würde mir als Trainer auch der Rückhalt fehlen, ich wäre genau so sauer/enttäuscht wie Duffy, denn wie soll da etwas entstehen können?

    Leider erhielten die Torschützen in den letzten Jahren nie genügend Zuspruch. Oftmals wurden die Anspieler in den Himmel gelobt und der Torschütze wurde sich selbst überlassen. Ich habe es bis vor 5 Jahren leider genau so gehandhabt. Die Folge davon ist doch, dass sich kaum noch Kinder und Erwachsene finden, die selbstbewusst, entschlossen, risiokbereit und mutig den Weg zum Tor bzw. den Abschluss suchen. Die Spieler schieben den Ball lieber 10 Mal vorm Tor hin und her, sie wurden und werden für das Abspiel ja immer gelobt, statt den finalen Schuss selbst anzusetzen.


    Das kann ich an der Stelle aber nicht ganz mit meinen Erfahrungen bestätigen: immer wieder sehe ich auch, dass das Kind, was von guter Vorarbeit profitierte, jubelnde Ehrenrunden dreht und gefeiert wird und der gute Vorarbeiter hinten runterfällt. Wiederum eine Erfahrung, die ich gemacht habe (vor allem im Mädchenbereich) ist, dass viel zu oft das kreative Einzelspiel dem Mannschaftsspiel untergeordnet wird, Passen statt Dribbeln. Und wenn mal eine dabei ist, die wirklich auf dem Weg zum Tor das 1:1 sucht, dann wird sie bei dem ersten Ballverlust gleich "eingenordet", dass sie doch passen muss. Dadurch kommt natürlich der Effekt zustande, den Du beschreibst.


    Zitat

    Wenn er 4 Todsichere nicht versenkt hat, ist es doch dein ureigener Job als Trainer zu erkennen, woran es lag.
    Du solltest es ihm im Training durch geeignete Spiel- und Übungsformen ermöglichen, sein noch nicht perfektes Torschussverhalten zu verbessern.


    So sollte es sein :thumbup: Dadurch, dass man ihm vorhält, wieviele er hätte machen müssen, wird er nicht besser beim nächsten mal. Du solltest nur als Trainer die vergebenen Chancen unter den Tisch fallen lassen, was Du ja mit Dirk seinem Verhaltensvorschlag auch nicht tun würdest, trotz Lob für die drei Tore ;) Und mit einem Spieler in der höheren Altersklasse Leistungsfussball kann man sicher auch den Bedarf an Verbesserung auf dem Gebiet besprechen, ohne Tadel.

    Die Idee finde ich recht gut, ist immer schön wenn sich jemand Gedanken um solche Dinge macht. Ich würde aber befürchten, dass es sich abnutzt, wenn man es wirklich jedes Mal macht, ich würde es vielleicht immer mal wieder, aber unregelmäßig machen.


    Was mir als Frage einfällt: Wenn immer etwas über den rechten Nebenmann (egal wie, feste Reihenfolge halt) gesagt wird, und der nächste "zu lobende" eine gar nicht so tolle Trainingseinheit abgeliefert hat, zum Beispiel faul war, so etwas merken die Jungs in dem Alter ja doch schon. Wird dann trotzdem etwas positives gesagt, auch wenn es eigentlich nicht viel gibt? Klingt ja auch doof, wenn man sagt, "ich fand es positiv bei Dir, dass Du heute pünktlich warst", nur um etwas positives zu sagen ;) :D

    Gerade als meine Kids noch jünger waren habe ich immer wieder festgestellt, wie die Hirarchie bei den Jungs gesetzt ist: Das gewichtigste Wort hat der Lehrer, dann kommt der Trainer, dann eine Zeit lang nichts.. und dann die Eltern :D


    Soll heißen, Du als Trainer kannst schon etwas bewegen, die Kinder schauen zu Dir herauf, und es ist etwas anderes, ob Du sagst, Schuhe sollen geputzt werden oder ob es die Eltern sagen. Damit kann man hier und da arbeiten, wenn Du zu bestimmten Themen etwas zu den Jungs sagst, dann ist die Chnace groß, dass Du sie erreichst. Aber wir sind Trainer, allenfalls Hobbypsychologen, und irgendwo hört dann auch die Zuständigkeit auf. Zum Thema Schule würde ich vielleicht mit den Kids einzeln auch mal über schulische Leistungen sprechen (am besten in Absprache mit den Eltern), vielleicht kannst Du ja z.B. schulischen Ehrgeiz wecken, was die Eltern nicht vermögen, aber ein Einwirken zum Beispiel durch Nichteinsetzen wegen schulischer Leistungen geht m.M.n. zu weit. Wie einige schon schrieben, wir sind dazu da, Fussball mit Spass zu vermitteln, man kann vielleicht mal "mithelfen" sie aufs Leben vorzubereiten, aber bitte im Rahmen. Das vorleben/einfordern gewisser sozialer Regeln ist da an der Stelle schon ein großer Schritt.

    Ihr seid nicht viele, dann auch noch "durchwachsen" besetzt", wer hat denn das Ziel Aufstieg ausgegeben? Ein Ziel definieren heißt noch lange nicht, dass es auch erreichbar ist. Ich denke auch, dass man jetzt nicht den entscheidenden Hinweis (stell das System um auf x-x-x; mach folgende Übung im Training; oder oder oder) geben kann, womit Dein/Euer Ziel erreicht wird. Und mit zu hoch gesteckten Zielen kommt ganz schnell auch durch "Nichterreichen" Frustration auf, der Spass bleibt auf der Strecke, und dann ist die Saison, im schlimmsten Fall das Team hin. Will man das nur wegen zu ergeiziger Ziele?

    Holler, denkst du, dass er durch das Kapitänsamt sich mehr in den Dienst der Mannschaft stellt, als wenn ein anderer Kapitän wäre?


    Ja ich denke schon. Vorher war er halt sehr "ich-bezogen", jetzt hatte er die Binde bekommen und ich habe ihn mit in die Verantwortung genommen, so dass klar war, dass er nicht alleine die Binde am Spieltag tragen darf, und er hat es angenommen. Aber Du kannst denke ich bei so ziemlich jedem Spieler etwas mit der Binde erreichen, sei es als "Belohnung", wodurch der Spieler 20cm größer wird ;) oder aber zum in-die-Pflicht-nehmen, wie ich es bei meinem Spieler genutzt habe. Deswegen finde ich es ja so schade, wenn einfach der, der sowieso der beste Spieler ist, dafür -und nur dafür- von seinemTrainer auch noch die Binde erhält, am besten auch noch mit der Begründung vor der Mannschaft, weil er halt der beste ist :wacko: Kommt oft genug vor.

    Hat der Trainer nicht vielleicht auch gemeint, dass man Training ruhig mal sausen lässt wegen Schule, wenn zuviel auf dem Zettel steht? Das hätte nichts mit Fussball wegnehmen zu tun. Bei meinem Team ist es auch so, dass zwei Spieler nur noch einmal die Woche kontinuierlich kommen und andere sich mal sporadisch abmelden, weil morgen eine wichtige Arbeit ansteht. Auch lass ich meinen Sohn (spielt bei mir im Team) schon mal nachkommen oder ganz zu Hause, wenn Schule ansteht. Bei uns in der Mannschaft war es schon immer so, dass Schule vorgeht. Wenn Schule fertig, dann geht auch Training. Die Chance ist halt wesentlich größer, mit dem in der Schule gelernten Geld zu verdienen als wie mit Fussball ;) .

    Bei uns wird ja wie gesagt im zweiten Jahr gewählt. Aber auch oder gerade durch das wählen kann mal der sozial nicht gerade kompetenteste, aber von seinen Eltern mit den besten Klamotten ausgestatteste Spieler Kapitän werden. Bei uns war es so, dass zwar ein guter Fussballer gewählt wurde, der aber auch gerne mal über seine Mitspieler gemeckert hat, was mir für einen Kapitän gar überhaupt nicht gefällt. Ich habe ihn dann in die Pflicht genommen, ihn immer wieder auf seine Vorbildfunktion hingewiesen, und er hat in der letzten Saison -vielleicht mit ein wenig "Startschwierigkeiten"- einen vorbildlichen Kapitän abgegeben.

    kommt darauf an, was Du mit Sinn meinst: Auf meiner Suche nach talentierten Mädchen für die Auswahl finde ich oft stärkere Mädchen in den Junioren-Teams. Diese Mädchen haben sich die ganze Zeit bei den Jungs "durchgebissen", was ihrer fussballerischen Entwicklung förderlich war. Wenn es darum geht, eine Mannschaft zusammen zu setzen und zu halten, dann kann es für die Mädchen natürlich auch Sinn machen, in einem reinen Juniorinnen-Team zu spielen. Dafür müsstest Du aber bei Euch abklären, ob es in den unteren Jahrgängen bereits Mädchen-Staffeln gibt oder ob sie z.B. als Mädchen-Team bei den Jungs mitspielen müssten.



    PS: Ich habe Dir zu einem anderen Thema mal eine PN geschickt, hast Du sie eigentlich bekommen? Hast zumindestens nicht drauf reagiert..

    Ihr habt jetzt ganz viel über Grundsätzlichkeiten diskutiert, unter dem Strich kommt für mich in Sachen Kapitän ganz oft der Eindruck auf "der stärkste Spieler trägt auch die Binde", hier nur ansatzweise herauszulesen, weil begründet mit Einsatzbereitschaft usw., in der Praxis einfach oft zu sehen. Ich bleibe dabei, einen guten Spieler brauche ich nicht unbedingt auch noch mit der Binde zu belohnen (klar, ich kanns machen), einen etwas schwächeren Spieler mal mit der Binde zu beglücken löst meist noch größere Motivationsschübe aus als wie es bei dem eh guten Spieler der Fall wäre. Natürlich auch klar, es darf keiner sein, der nur Quatsch macht, begründen können sollte ich es schon..