Bondscoach, um auf Deine Hauptfragen einzugehen:
Nein, ich glaube nicht, dass es ein grundsätzliches Problem ist, gutes Elternhaus=weniger Leistungsbereitschaft. Es ist glaube ich nur ein wenig schwerer, "wohlbehütete" Kinder von etwas so richtig zu überzeugen, da die Eltern sich auch immer auf Augenhöhe befinden wollen und Deine Arbeit begleiten, notfalls auch mit "Korrekturen" gegenüber den Kindern, was denen natürlich die Sache nicht leichter macht. Ich habe auch solche Eltern, und die Arbeit mit ihnen hat mich geprägt. Ich habe nämlich immer den Dialog gesucht und auch versucht, die Eltern zu überzeugen und mit ins Boot zu holen, was beileibe nicht immer einfach war. Aber es hat sich gelohnt, denn es hat Vertrauen aufgebaut. Da wird alles von den Eltern auf die Goldwaage gelegt, aber -und dass meinte ich in einem meiner vorherigen Postings- wenn Du 100%tig von Deiner Vorgehensweise überzeugt bist, dann kannst Du es auch vertreten, und dann werden auch sie es akzeptieren. Es dauert bei solchen Kindern dann vielleicht ein wenig länger, da gebe ich Dir recht, aber ob es so bleibt, kannst Du als Trainer sehr wohl beeinflussen. Wenn Du aber die Konfrontation suchst, dann verliert nur einer, nämlich das Kind!
Zu Deinem Beispiel mit dem Jungen, der sich von seinem Gegenspieler löst: Er wird sich irgendetwas dabei gedacht haben, loszulaufen (seltenst verhält sich ein E-Jugendlicher absichtlich falsch, obwohl er es besser kann). Es ihm zu erklären, warum dass in der Situation nicht die beste Lösung ist, das ist Deine Aufgabe. Erklärt man es positiv (erklären was man hätte machen können, nicht erklären, was falsch war), klappt es in der Regel ja auch. Manchmal muss man es aber auch Papa erklären. Ist zwar nicht unsere vordergründige Aufgabe, aber Du hast es schwer, dass der Junge es verinnerlicht, wenn Papa ihm etwas anderes sagt, denn dann muss er sich für einen entscheiden, und ich weiß nicht, ob er so viel Vertrauen zu Dir hat, dass Du es sein wirst.
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Da müssten wir jetzt vielleicht unterscheiden vom Jahrgang her. Ein B-Jugendlicher kauft sich seine Karte meist, wissend das ein Punktspiel anliegt, selbst um Bundesligafussball zu schauen. Da würde ich es auch so sehen, dass er da sich zu entscheiden hat, selber spielen oder gucken. Wenn ein E-Jugendlicher ins Stadion fährt, weil Papi eine Karte gekauft hat, dann würde ich natürlich nicht das Spiel verlegen (es sei denn, ich habe aus anderen Gründen, krank etc. zu wenig Spieler), ihn aber auch nicht beim nächsten Mal strafversetzen auf die Bank. Das meinte ich mit Maßhalten.
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Ich bin bis hierhin ja nur lesendes Mitglied dieses Beitrages gewesen, aber es sind teilweise Inhalte, wo ich dann auch gerne meinen Senf zugeben möchte.
Grundsätzlich: Unser Auftrag, den wir als Trainer angenommen haben, lautet ja in den allermeisten Fällen, dass wir Kinder in unsere Obhut bekommen haben, die gerne diesem Sport nachgehen möchten. Das ganze mit Regeln und Inhalten zu füllen liegt in unseren Händen, die Arbeit von Koordinatoren hier und da mit einbezogen. Ich denke eine Mannschaft entwickelt sich, was die Einstellung zum eigenen Sport angeht. Wie wichtig eine Teilnahme ist bzw. aus welchen Gründen man "ruhigen Gewissens" eine Teilnahme abmeldet, da haben alle Beteiligten ihre Meinung, und die kennt man dann in der Regel voneinander. Letztendlich entscheidend ist der Trainer, ohne Frage. Aber wir sollten hierbei nicht vergessen, dass es immer noch Kinder sind, die da ihrem Hobby nachgehen. Natürlich sollte man als Trainer gewisse Regeln und Grundsätze aufstellen und auch durchsetzen, aber das ist alles eine Frage des Maßes. Wenn sich jemand abmelden würde, weil "es Heute zu hause so lecker Butterkuchen gibt", dann würde ich mir auch meinen Teil denken. Wenn dieser Spieler solch eine Einstellung zu dem Thema hat, die ich nicht teile, dann kann ich mit ihm darüber reden, aber letztendlich muss ich sie akzeptieren (sicher auch manchmal kopfschüttelnd). Es würde sich auch bei mir auf die Spielzeit auswirken, aber nicht als Strafe, sondern aus Gründen der Fairness gegenüber denen, die trainiert haben, weil es für mich eben kein Grund ist, die Jungs beim Training "im Stich zu lassen". Andere Gründe wären für mich absolut akzeptabel, zum Beispiel Karten für ein Bundesligaspiel. Dann erwarte ich aber auch, das sie mir dies rechtzeitig mitteilen, damit ich das Spiel ggf. frühzeitig verschieben kann (ein Vorverlegen ist bei uns bis zwei Wochen vor dem eigentlichen Spieltermin kostenlos).
Das Verhalten von Eltern gegenüber uns Trainern ist sicher hier und da auch nicht in Ordnung, vor allem, wenn sie nicht dahinter stehen, was ihr Kind da macht. Man braucht sicher nicht alles auszudiskutieren. Solange ich klare Grundsätze verfolge und diese auch vor allen vertreten kann, ist denke ich alles in Ordnung, wenn dann jemand damit Probleme hat, dann sind es seine Probleme. Aber wir als Trainer sind auch diejenigen, die besonnen damit umgehen können sollten, ich weiß, ist nicht immer einfach, zähle ich aber durchaus zu den Fähigkeiten, die ein Trainer ruhig haben darf/sollte. Beleidigen brauchen wir uns nun wirklich nicht lassen, anders herum haben aber natürlich auch die Eltern einen gewissen Anspruch auf die Verlässlichkeit z.B. in Punkto Trainingszeiten. Wir überziehen ja auch schon mal, weil es gerade so eine Spass macht, aber dann entschärfe ich das auch gleich, indem ich auf die Eltern zugehe und es kurz erkläre, wenn sie auf die Kids warten, hatte noch keine, die nicht Verständnis zeigten. Man muss halt versuchen, mit seiner Einstellung zu überzeugen, einfach Überdrücken macht in der Regel nur Stress. -
Tolle Sache, da kann man jede Menge Spass haben. Wir haben damals unter anderem kleine Wettkämpfe gemacht, wo die Eltern ran mussten gegen die Kids. Fussball spielen ging nicht so gut, da bin ich schnell von ab gegangen, weil manche Väter leider nicht in der Lage waren, ihre Schußstärke zu regulieren (Grobmotoriker
), was mir für die kleinen zu gefährlich war. Aber die Kinder lachen sich einen, wenn Du die Eltern koordinative Aufgaben gegen die Kleinen druchführen lässt, evt. mit diversen Handicaps. -
Zunächst würde ich mal sagen, aus den Gründen, warum wir das alles machen, nämlich weil die Kinder Fussball spielen sollen, hast Du ALLES richtig gemacht. Du lässt sogar Deine Jungs ohne Coach spielen, nur damit das Spiel stattfinden kann. Deine Schilderung lässt keinen Zweifel an Deinem Versuch, das Spiel okjektiv zu leiten. Soviel dazu.
Selbst bei einem angesetzten Schiedsrichter ist aber leider immer wieder zu sehen, dass Eltern UND Trainer nicht objektiv an die Sache gehen. Da werden cm-Entscheidungen, ob der Ball ganz über der Seitenaußenlinie war, als "glasklare Fehlentscheidung" bemeckert, selbst bei alles entscheidenden Situationen Höhe Mittellinie im Irgendwo
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Ich glaube, manche sind so gefangen in ihrem Ehrgeiz, die merken es einfach wirklich nicht, was für einen Unsinn sie da von sich geben. Man müsste das ganze auf Video aufnehmen, es ihnen hinterher zeigen und auf Einsicht hoffen. Du kannst also in so einer Situation nur verlieren! Das einzige, was manchmal hilft, ist relativ früh auf die Meckerer zugehen, ihnen die Pfeife hinhalten und anbieten, selbst zu pfeifen, hilft aber auch nur in den wenigsten Fällen. -
hey Andre, vielleicht hast Du recht und man resiginiert zu früh! Kurz auf meine Umgebung nochmal eingegangen (will ja Thoms Thread nicht zu meinem machen
Wir sind nur ein kleiner reiner Dorffussballverein, also auch ein reiner Fussballvereinsvorstand, der keine Jugendabteilung, sondern nur einen Jugendleiter vorhält. Innerhalb dieses Vorstandes gilt eben die Meinung "Hauptsache das Boot geht nicht unter" und solange es eben schwimmt gibt es auch keinen Bedarf und keinen Wille, schon mal ein wenig weiter zu denken. Wir haben wie schon gesagt aber noch einigermaßen Glück insofern, dass es Probleme wie Rauchen, Alkohol, Müll sowie Pöbeln am Rand usw. bei uns eigentlich nicht gibt, dass war ja ein großer Teil des aufgemachten Themas. Wir hatten höchstens mal ein G-Turnier (mein kleiner spielte dort), wo die Trainer und Papas sich am Sonntag Vormittag eine Kiste Bier mitgebracht haben
) Unser jetziger Jugendleiter (war da nur Papa) fand das ganz ok, weil ist ja toll für die Stimmung untereinander, zusammen auch mal ab und zu ein Bier trinken. Ich habe da sehr deutlich gemacht, wie daneben es war, und beim Trainer hat es wenigstens zum Nachdenken angeregt. Aber jetzt schweife ich schon wieder ab, was ich eigentlich schreiben wollte, das Problem bei uns ist wie bei viiiieeelen anderen auch, dass einfach der Gewinn des Punktspiels am Wochenende das alles entscheidende Maß ist. Solange das so ist, wirst Du zwar viele interessante Dinge auf die Beine stellen können, solange es aber nicht das Gefühl erzeugt, einen Zweck für eben beschriebenes Ziel zu erfüllen, bzw. einige ihre Zielsetzung nicht überdenken, solange wird sich an der "Ausbildung" der Kids nichts ändern.
Noch kurz etwas spezielles gefragt: Du schreibst von einem beach-soccer-Turnier, was man machen könnte. Wir haben ein Bach-Volleyball-Feld an der Schule nebenan, aber ich mag es im Sommer nur sehr wenig und dann mit einem schlechten Bauchgefühl nutzen, da ich immer Angst um die Zehen der Jungs habe, wenn sie Barfuss aufeinander losgehen, obwohl ich weiß, das es Spass macht. Mache ich mir da zu viele Sorgen?
Edit: Futsal hat auch mein Interesse geweckt, der Ball ist geordert und das ganze wird im Hallentraining integriert, mal sehen, in welchem Rahmen. Mit unserem Kreisjugendobmann habe ich mal telefoniert, dass Thema ist im Kreis mangels Interesse der Vereine sehr schnell wieder ad acta gelegt worden, von Verbandsseite wird da also bei uns nichts kommen. Mal sehen, ob man da was machen kann, ein leeres Feld bedeutet ja auch jede Menge Raum zum Austoben..
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Meine Jungs machen auch aus jedem Duschen eine Orgie. Aber es gibt für mich und sie jeweils einen Grundsatz:
Für mich - ich bin zufrieden, DASS SIE DUSCHEN!
Für sie - solange es im Rahmen bleibt, also keiner gestört wird (wenn in der Halle TT-Punktspieltag ist, geht so laut natürlich nicht) und natürlich nichts kaputt geht, ist alles in Ordnung.
Disziplin muss sein, aber bitte doch nur in einem Rahmen, wie es auch Sinn macht. Ob die Jungs schnell, still und brav duschen oder laut und lange, was sollte mich daran stören?! Wie schon jemand vor mir schrieb sollte, wenn ein Elternteil die Zeit bemängelt, die sein Kind duscht, das sollte ein Thema in der Familie sein. Am Ende möchten die Eltern noch, dass Du Einfluss nimmst, wieviel Shampoo das Kind benutzt. Ich bin froh, wenn die Jungs Spaß am Duschen haben, und die Zeit, die ich aufwenden muss, weil ich erst als letzter aus der Kabine gehe, dass ist mein Beitrag dazu, dass sie duschen. Zur Disziplin gehört für mich aber, dass -wenn es zu laut wird, weil eben z.B. andere in der Halle sind und gestört werden- ich den Jungs dass auch kurz zu verstehen gebe und erwarte, dass sie dann entsprechend darauf reagieren, also die Lautstärke ein wenig runterfahren.
Edit: Wurde vielleicht nicht so deutlich, ein Zerstören von Inventar ist ein absolutes no-go und muss von Dir mit der Truppe entsprechend aufgearbeitet werden. -
Zitat:
Andre schrieb am 01.11.2008 00:03
Holler, wenn ihr noch keine Koordinatoren habt, dann führt sie doch ein. Einen davon machst dann Du, ist doch klar, oder?! Der Koordinator ist kein Posten, wo nur Koordiniert wird, das ist mehr, jedenfalls für mich. Du bist Mitglied des Jugendvorstandes und dort werden die Dinge gelenkt und angeschoben und besprochen und diskutiert. Nur reden reicht nicht, sich ärgern auch nicht, man muß ins Boot und rudern.
Hätte ich grundsätzlich sogar Lust zu. Wir sind aber ein kleiner Dorfverein, wo die meisten froh sind (inklusive Vorstand), wenn das Boot nicht untergeht. Wenn ich dann mal in die Richtung gehe, dass man zusammen rudern könnte, dann stoße ich schnell auf desinteresse. Es hat einfach keiner Lust, sich mit mehr zu beschäftigen. Ich hatte ja schon mal in einem meiner Beiträge geschrieben, dass man froh sein muss, überhaupt genügend Leute zu haben, die sich um die Kinder kümmern. Den Zustand haben wir glücklicherweise. Hier aber noch zusammen Ideen entwickeln stellt sich aufgrund der Bereitschaft eines jeden, daran teilzunehmen, als sehr schwierig bis unmöglich dar, leider. Dazu kommt eben das Problem, dass es für einen sagen wir mal nicht so genau hinschauenden ja gar keinen Bedarf gibt, etwas zu ändern, ein Beispiel: Unsere E hat teilweise Jungs, die gar nicht mal so schlecht sind. Im Training findet aber technisch nicht viel statt, Laufen ist Trumpf
Sie haben die E dann in der Kreisklasse anstatt trotz der einigermaßen guten Jungs in der Kreisliga zu meldne (die beiden Varianten gibt es bei uns). Ergebnis: gegen teilweise wirklich schwache Jungs gewinnen sie, stehen in der Tabelle weit oben (derzeit Tabellenführer). Und dann kommt da so einer mit 'ner Trainerlizenz und will etwas davon erzählen, dass anstelle von Laufen (was ja den einen oder anderen Punkt gebracht hat) andere technische Dinge im Vordergrund stehen sollten?!? Du merkst sicher, geht gar nicht. Sie werden es vielleicht später einmal merken, was die Jungs verpasst haben, aber selbst da bin ich mir nicht sicher. -
Und durch die Aufstellung 2:2 spielt das alles an den Abwehrspielern vorbei?!?
Wir machen so etwas ähnliches auch schon mal, aber aus anderem Grund: Die Jungs vollziehen so schon mal komplexe Vorgaben an ihre Umsetzugssfähigkeit, und wenn so etwas dann läuft haben sie auch noch ihren Spass daran. Für mich steht dann im Vordergrund die Technik, Ballan- und Mitnahme hoher Ball, Doppelpass-Spiel etc. Das verklicker ich den Jungs dann aber immer erst hinterher
Wenn Deine Jungs gut drauf sind, dann lassen sie den Ball von ganz alleine solche Wege laufen - sofern sie dazu in der Lage sind. -
In der Halle sind in erster Linie technische Fertigkeiten gefragt, das ist denke ich unbestreitbarer Grundsatz. Der kleine Raum und der schnelle Ball stellen hohe Anfoderungen, die man nicht in erster Linie mit einstudierten Automatismen meistert. Ich benutze an der Stelle gerne den Begriff "Handlungsfähigkeit". Wenn Deine Jungs am Ball so gut sind, dass sie jederzeit in der Lage sind, die auf sie zukommenden Spielsituationen zu meistern. Das stellt für mich in erster Linie hohe Anforderungen an ihre Technik. Was nützt es ihnen, wenn sie eine Lösung vor Augen haben (zum Beispiel sich aus einer Bedrängnissituation mit direktpass-Spiel zu befreien) wenn sie technisch nicht in der Lage zum Direktpass sind.
Ein bestimmter Spielzug kann durchaus auch mal die Lösung sein. Ich würde aber an Deiner Stelle nicht zuviel Augenmerk auf einstudierte Spielzüge setzen, sondern vielleicht den einen oder anderen Spielzug anbieten (kann auch durchaus mal Spaß machen), ihnen aber die Entscheidung selbst überlassen diesen anzuwenden. Wenn sie an der richtigen Stelle den richtigen Spielzug wählen zur Problemlösung (von selbst), dann hast Du etwas in Richtung Spielwitz gewonnen.
Hierzu benötigt eine Mannschaft aber auch die Bereitschaft, zu laufen, den die schönsten Pässe und Spielzüge kannst Du immer nur spielen, wenn auch jemand mitdenkt und sich in Position läuft. Anstelle eines einstudierten Spielzuges würde ich es lieber variabler halten und vielleicht mit den Spielern eher Lösungsvarianten erarbeiten, z.B. Spiel anhalten und die Jungs fragen, was besonders die ohne Ball machen können, um diese bestimmte Situation zu lösen. -
Na, Du willst doch wohl nicht zum Glücksspiel animieren?!?



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Zitat:
Big Bopper schrieb am 31.10.2008 11:55
Die letzten Jugendleiter, die ich kennen gelernt habe, kümmern sich, wenn überhaupt, ausschließlich um die Kontakte zum Verband (Sitzungen, Pässe usw.). Was sportlich abläuft ist denen völlig egal, solange keine massiven Klagen kommen. Und je kleiner die Kids, desto weniger Interesse an irgendwas...
Genau so sieht es leider aus. Eine Gruppe von Trainern zusammen zu stellen, die alle die gleichen Ziele verfolgen ist wohl eher schwer bis unmöglich. Also bräuchte man jemanden, der den Hut aufnimmt und LEITET. Wenn wir in unserer Betreuersitzung Termine durchsprechen, dann haben wir schon viel geschafft
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Als der neue Jugendleiter seinen Job angetreten hat, war seine Aussage "Ich will Euch keinesfalls in Euer Training reinreden, das läuft schon so". Leider misst er dieses "läuft schon so" wahrscheinlich an der Zahl der Teilnehmer, an der Trainingsarbeit kann er es nicht gemessen haben. Die wenigsten Trainer (jednfalls bei uns) haben Lust, sich regelmäßig auszutauschen. Sie wenden Zeit X für Fussball auf und gut. Für das Bier nach der Sitzung haben die meisten sogar noch Zeit, aber bitte nicht über Trainingsmethoden oder so reden, man könnte ja feststellen, dass man vielleicht was ändern könnte, was wieder zur Folge hätte, dass man mehr Zeit investieren muss.
Anders herum muss man froh sein, wenn man genügend "Deppen" wie uns zur Verfügung hat, und solange es sich an den meisten Punkten (Verhalten im Training/am Platz, Umgang mit den Kids usw.) normal verhält, dann muss man das wohl auch manchmal so hinnehmen. Die meisten merken ja nichtmal, was sie da versäumen..
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Also zuerst mal gehe ich bei der Begrüßung einmal mit den Jungs durch, wer abgemeldet ist. Daraus ergibt sich natürlich dann, wer evt. fehlt und nicht abgemeldet ist. Dadurch merken die Kinder aber schon, dass es ein wichtiger Punkt ist.
Zum Thema Strafen: War eigentlich nie so richtig nötig. Als es mal losging, dass vereinzelt jemand nicht abgemeldet war, habe ich es den Jungs nochmal verdeutlicht, was es für mich für eine Arbeit ist, das Training vernünftig zu planen. Ich habe dann mal gesagt, dass dies genau so ist, als wenn ich einfach mal seinen Ball beim nächsten Mal zu Hause lasse (zur Erklärung: Jeder hat bei uns seinen eigenen Ball mit Nummer, die ich alle immer mit nach Hause schleppe. Wer abgemeldet ist, dessen Ball kann ich natürlich zu Hause lassen). In diesem Fall habe ich dann angekündigt, wenn einer unabgemeldet nicht kommt, dann packe ich seinen Ball einfach für das nächste Mal aus dem Ballsack, hab ja keine Lust, ihn wieder umsonst mitzuschleppen. Ist bis jetzt aber nicht vorgekommen..
Bei einer A-Jugend ist es natürlich etwas anderes, das sind ja quasi Erwachsen. Da könnte schon mal der Kabinendienst herhalten oder es hat auch Konsequenzen auf die Aufstellung (wobei das ja alle trifft, weil Du evt. etwas umstellen musst). Vielleicht gibt es ja auch etwas, was man mit einem Augenzwinkern überdrücken kann, Ausklopfen aller Schuhe nach dem Training oder so. Der Leher unseres Juniors hat etwas nettes eingeführt, um dem Handyklingeln während des Unterrichts entgegen zu wirken: Jeder, dessen Handy klingelt, muss zum nächsten Mal Kuchen mitbringen. Ergebnis: Jedes mal wenn ein Handy klingelt, rufen alle anderen "Kuchen, Kuchen..". Nette Sache, aber wohl nix für eine A-Jugend.. -
Es ist mir für meine Trainingsplanung sogar extrem wichtig, wer teilnimmt. Es ist für mich aber auch ganz interessant, warum jemand absagt.
Ich bilde mir einfach ein, dass das, was wir Woche für Woche uns im Training erarbeiten, auch einen gewissen Nährwert hat. Insofern bin ich natürlich auch an einer guten Trainingsbeteiligung interessiert. Es sollte also auch schon ein Grund vorhanden sein, nicht zu kommen. Bei der Arbeit, die in einer vernünftigen Trainingsplanung steckt, bin ich doch nicht bereit, ein Forum zu bieten für möglichst unkomplizierte Absagen. Alle Beteiligten wissen um den Stellenwert des Trainings und handeln auch so (gute Trainingsbeteiligung, frühstmögliche Absage -persönlich- bei Nichtkönnen usw.). Das machen sie, weil ich sie durch meine Einstellung zu dem Thema überzeugt habe, nicht weil sie sonst irgendwelche Strafmaßnahmen zu fürchten haben. Das ist in meinen Augen auch das Ziel. Wenn Spieler aufgrund der Anforderung, sich persönlich abzumelden, einfach unabgemeldet nicht erscheinen, dann liegt das Problem in meinen Augen nicht in der Form der Abmeldung.
Wenn bei uns mal einer so gar keine Lust hat, weil seine Freundin ihn ins Kino schleppen will oder sonst irgendetwas, dann ist es auch so, dass sind Kinder, die verdienen kein Geld damit, dass sie kicken. Soviel vertrauter Umgang gehört aber zu einem Mannschaftssport, dass man sich dann wenigstens eben melden kann. -
Ich gehe mal davon aus, dass es um eine ältere Spielerin geht. Irgendwann kristallisiert es sich ja heraus, auf welcher Position ein Spieler am besten aufgrund seiner Stärken und Schwächen aufgehoben ist (sollte bei meinen Jungs noch ein Weilchen dauern, ich rede wieder aus der Theorie). Die Kunst liegt dann natürlich darin, dass der Trainer diese Position erkennt, was dort laut Deiner Beschreibung ja schief läuft.
Es gibt ja immer die Grundsatzdisskusion, ob ein Trainer mit seiner Mannschaft mitgehen oder in einem Altersabschnitt verbleiben sollte. Es gibt für beide Varianten ein Für und Wider, fachlich oder auch einfach nur menschlich. Ein Pro für das Verweilen eines Trainers ist die eventuelle "Positionsblindheit", d.h. der Trainer erkennt nur die Stärken auf der Position, wo er den Spieler schon immer gesehen hat. Ein anderer Trainer sieht den Spieler vielleicht mit ganz anderen Augen und erkennt, dass er woanders noch wesentlich besser aufgehoben ist.
In Deinem Fall scheint es ja aber auch gar nicht eine Entscheidung aufgrund sportlicher Entwicklung zu sein, sondern der Trainer versucht sein Idealbild von großen Verteidigern umzusetzen, gegen alle "fürs und widers". Das spricht nicht gerade für ihn, aber einer von Euch, ich weiß nicht ob Du oder BB oder jemand ganz anders, hat mal in einem anderen Thema davon gesprochen, dass man die anderen nicht "missionieren" braucht. Dieser Satz hat mir sehr geholfen. Ich könnte manchmal einfach nur meinen Kopf in die Wand drücken, wenn ich sehe, wie manche bei uns arbeiten. Nachdem ich diesen Spruch so mitgenommen habe hat mein Ehrgeiz, mit der einen oder anderen Trainerunart bei uns aufzuräumen, stark abgenommen. Seid ich diesen Kampf gegen Windmühlen nahezu aufgegeben habe, kann ich manchmal sogar schmunzeln, wenn ich über den Platz gehe, bevor ich dann wieder in mich weine aufgrund des Trainingsprogramms, was da gerade abläuft..
Also: Einfach nur ärgerlich, wenn so eine unzufriedene Spielerin produziert wird.. -
Also ich hätte Zaungast jetzt so verstanden, dass wir beim Spekulieren, wer als nächster geht, Gründe mit angeben sollten, warum wir der Meinung sind. So nach dem Motto "Trainer x ist meiner Meinung nach der nächste, weil er ständig auf dem Parplatz seines Präsidenten parkt und dieser sich beim DSF vehement gegen eine Trainerdisskusion ausspricht" (meist ja das erste Zeichen)
Klar hast Du recht, bcefferen, die Gründe werden am Ende immer die gleichen sein, that's business.. -
Ja - weg vom Positionsdenken
Klingt jetzt im ersten Step vielleicht komisch für Dich, aber in vielen Threads haben wir schon hier darüber gesprochen, dass in dem Alter nicht das Halten von Positionen wichtig ist und schon gar nicht Trainingszeit dafür aufgebracht werden sollte, sondern Fussballtechnik gefragt ist. Mein Vorschlag: lass sie möglichst einfach spielen (z.B. 3-3), dann können sich alle an der Vorwärtsbewegung sowie der Rückwärtsbewegung beteiligen.
Ich habe es bei meinen Jungs mal so zusammengefasst: "Ihr solltet schneller sein als der Gegner, und Ihr solltet vor allem besser mit dem Ball umgehen können als der Gegner" (da haben wir mal zusammen über unseren Fussball philosophiert
). "Ihr müsst besser Eure Position halten als der Gegner" passt da irgendwie nicht rein, gell?!
denn was muss ein Mittelfeldspieler bei Dir alles beachten, wenn er zu zweit im Mittelfeld agieren soll, vor ihm noch zwei, hinter ihm noch zwei, dass ist meist schon zuviel. -
Ertappt, ich bin entlarvt
Natürlich ist es eine Strafe. Du kommst auch in der Erziehung oder beim Disziplinieren (klingt nicht so wuchtig wie Erziehen) nicht ohne Strafen aus, bestimmtes Verhalten muss auch Konsequenzen nach sich ziehen, d.h. ich verhalte mich nicht richtig, also muss ich auch die Konsequenzen daraus akzeptieren.
Mit meiner Aussage, dass Du über Strafen null Respekt erhältst, ging es mir darum, dass die Kinder Dich nicht mehr respektieren, je mehr Du sie "bestrafst". Respekt holst Du Dir auf andere Weise, das hat für mich etwas mit Anerkennung zu tun. Kein Kind würde sagen "Respekt, wie er uns Heute wieder bestraft hat"
Also bitte nicht die ganze Zeit Liegstützen machen lassen, weil die Kids den Trainer nicht akzeptieren, dass muss man anders lösen..Zitat:
Meist ist es so, dass Du die Kids über Motivation bekommst. Wenn Sie Lust haben, dann machen sie auch meist mit. Natürlich gibt es immer mal welche, die gerne den Clown machen. Aber die kann man oft auch anders in den Griff bekommen als wie mit Strafen. Wenn Dein Training vom Ablauf her "funktioniert", Spass macht und die Kinder merken, Du verstehst etwas davon, was Du da machst, dann sollte sich das eine oder andere Problem von selbst lösen. -
Wir wollen daraus ja keine Endlosschleife machen, aber für den Elternabend möchte ich Dir noch eine Empfehlung aussprechen: Es ist immer gut und wichtig, die Eltern mit im Boot zu haben und den Kontakt zu pflegen. Ihr solltet aber vorher für Euch als Trainer Eure Richtung geplant haben, sonst kann es Dir passieren, dass die Eltern zu sehr Einfluss nehmen wollen, was dann letztendlich die Trainerarbeit auch wieder behindert. Ich würde mir meine Gedanken machen, was ich evt. von den Eltern an Mithilfe gerne hätte und ihnen dies vortragen. Wenn Du aber die Eltern quasi einfach nur um Mithilfe bittest, weil es irgendwie alles nicht so klappt wie gewünscht, dann kann bei den Eltern im schlechtesten Fall der Eindruck entstehen, dass Ihr "den Laden nicht im Griff habt" und Eltern übertreiben dann gerne mal beim "Unter-die-Arme-greifen". Also am besten vorher selber Lösungen erarbeiten, den Eltern vorstellen und ggf. genau definierte Unterstützung für Eure Ideen einfordern/erbitten. Je mehr man die Eltern in die Arbeit integriert hat, umso schwerer kann es sonst nämlich sein, evt. mal eine Entscheidung zu treffen, die getroffen werden muss. Aber nicht falsch verstehen, wie gesagt die Eltern mit uns Boot zu holen ist grundsätzlich eine gute Sache.
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Man könnte jetzt mal Überlegungen anstellen, warum ein Spieler nach durchschnittlich 12 Jahren aufhört, wobei es darüber bestimmt auch irgendwo eine Statistik gibt. Dann findet sich evt. auch ein Ansatzpunkt, solche Spieler länger zu binden. Wenn ich aber überlege, aus welchen Gründen unsere Jugendlichen nicht weiter machen, dann kommt man imer auf die selben Gründe:
- aufgrund fehlender Lust bzw. anders gelagerter Interessen
- Umstellung aufs Arbeitsleben, dadurch weniger Freizeit
- Wegzug aufgrund von Studium oder Arbeit
Ich glaube nicht, dass man da viel dran ändern kann, höchtens versuchen die Spieler frühzeitig an den Verein zu binden. Aber das versucht man in der Regel sowieso schon immer, da wird man jetzt aufgrund der Statistik nicht bahnbrechend mehr binden können..
