Beiträge von Holler

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    Mal zwei Beispiele, warum Kinder zu dick sind:


    Zu oft vor dem Computer anstatt draußen an der Luft bewegen - Wer müsste seine Kinder öfter mal rausschicken, anstatt sie vor dem Computer oder dem Fernseher zu parken? Die Eltern! Ist ja so herrlich ruhig dann.


    Zu viel Süßes anstatt vernünftige Ernährung - Wer müsste dafür sorgen, dass im Einkaufskorb neben den ganzen Süßigkeiten mal mehr Obst liegt? Die Eltern! Eine Milchschnitte in die Hand drücken ist halt einfacher als wie einen leckeren Obstteller hinzustellen.


    Die wenigsten Eltern warten wahrscheinlich darauf, das wir Trainer sie auf dieses "Fehlverhalten ihrerseits" hinweisen und werden es dementsprechend dankbar aufnehmen, wenn wir es doch tun. Die Kinder direkt darauf anzusprechen halte ich für sehr heikel, weil es eben doch nicht ohne ist, wenn man ein Kind auf einen solchen "Makel" aufmerksam macht. Bei uns im Verein fällt mir nur ein Kind ein, was mir zu dick erscheint, Papa ist sehr kräftig gebaut, insofern wohl Veranlagung, und das Kind ist allgemein recht Bewegungsfaul. Ich kann mir nicht vorstellen, dort aufzulaufen und darauf hinzuweisen, ich befürchte, das wäre unserem guten Verhältnis nicht zuträglich..

    Je kleiner die Jungs sind, umso wichtiger finde ich es, wenn der Spruch sich an die eigene Stärke richtet und nicht den Gegner schwach machen soll, also das mit dem killen hätte ich meinen Jungs untersagt.


    Wir haben uns unseren Spruch bei einer älteren Jugend "abgekupfert" :P :


    Alle stehen im Kreis, Arme über die Schultern, dann fangen alle an, mit den Füssen zu trippeln, also quasi auf der Stelle zu laufen.


    Kapitän: "Schneller!"


    Spieler: "noch schneller!"


    Kapitän: "nach rechts!"


    Spieler: "Alle nach rechts!" (dann trippelt der Kreis rechts herum)


    Kapitän: "nach links!"


    Spieler: "Alle nach links!" (dann trippelt der Kreis links herum)


    Kapitän: "Wir sind ein..!"


    Spieler: "Team!" Dabei geht der Kreis mit den Händen nach oben auseinander. Klingt sehr aufwendig, macht aber Riesenkrawall und puscht ungemein :D

    Ich habe für meine Jungs schon mal in eine ähnliche Richtung gedacht, allerdings nicht um direkt z.B. die Schnelligkeit zu verbessern, sondern weil zwei meiner Jungs derart komisch laufen, so dass ich daran gedacht habe, dass man vielleicht aus der Richtung der Leichtatlethik mit den richtigen Tips koordinativ daran etwas ändern kann. Ich hatte mir das so vorgestellt, dass ein Trainer aus der Leichtatlethik vielleicht mal mit der Truppe eine Einheit macht und auf solche Dinge eingeht. Ich habe aber dummerweise bisher keinen gefunden, der sich da rantraut, es scheint -wie ich seitdem aus mehreren Ecken gehört habe- gar nicht so einfach zu sein, da die richtigen Korrekturen zu geben. Das gibt mir einerseits recht, dass ich mir das selbst auch nicht zugetraut habe, ist aber andersherum schade, weil ich wie gesagt bisher keinen geeigneten gefunden habe.

    Ein paar Fragezeichen habe ich da noch über mir ?( :


    beim "Chaos"-Training teilst Du jeweils feste Paare (Spieler und Gegenspieler) ein, die parallel mit den anderen Paaren im selben Feld auf zwei Tore spielen? Wie verhält sich da der Keeper, bekommt der teilweise mehrere Bälle auf Tor?


    Beim Spiel 4 gegen 4 plus drei variable Spieler, wie verhalten sich die drei Variablen, sind die immer den verteidigenden Spielern zugeordnet? Wenn ja, wie verhalten die sich bei Ballgewinn durch einen der variablen Spieler?


    Mag keiner mitüberlegen und mir die Fragezeichen nehmen? :S

    Ich habe mich irgendwann entschieden, bestimmte Bewegungen (z.B. eben die Moves, die bei den Coerverideos zu sehen sind), immer mal wieder im Warmmachen einzubauen, das Training allgemein sieht dann eher ganzheitlich aus. Dabei versuche ich die Meßlatte bewusst recht hoch zu legen, d. h. die Korrekturen fallen schon sehr detailliert aus. Ich mache diese Korrekturen dann aber vor allen, so dass jeder, der dazu in der Lage ist, diese auch umsetzen kann. Man braucht sich aber nichts vorzumachen, ich weiß beim Korrigieren schon, dass es an einigen auch einfach vorbeirauscht :S . Einer erwähnte die Schlagzahl: Coerver setzt ja auf die intensive Wiederholung. Nichts anderes tut Dein Talent, wenn es "privat" viel mit Ball am Fuss unterwegs ist: Es schult die Ballkoordination immer und immer wieder. Meine Kinder haben ein Jugendtor im Garten, und gerade der Große hat dort immer und immer wieder gekickt, mal mit mir, mal mit Freunden, und ganz oft eben auch alleine. Das merkt man ihm auch an, er hat sich fussballerisch sehr gut entwickelt, er hat aber eben auch Talent mitgebracht. Ich habe noch einen Spieler im Team, der ist fast jeden Tag mit dem Ball unterwegs, trotzdem gerade mal -wenn überhaupt- fussballerischer Durchschnitt, was ich sehr schade für ihn finde, denn er ist ein Spieler, wie man ihn vom Typ her und von der Einstellung her in jedem Team gerne hat, er wird es wohl aber zu keiner großen Karriere bringen. Also ich denke, wenn Dein Spieler viel Fussball spielt, eben auch neben dem Training, und dann auch noch Talent hat, dann brauchst Du ihm kein Extratraining geben in dem Alter, aber Du solltest ihm mit Deinem Training alle Möglichkeiten geben.

    Das Problem sehe ich eigentlich darin, dass Ihr oder eben Euer Vorsitzender Euch entschlossen habt, höherklassig zu spielen, und nun loslaufen wollt, um Spieler "zu werben". Keiner kann Euch sagen, ob es was wird. Die Folge kann sein, Ihr habt Spieler geworben mit dieser Zielsetzung, am Ende waren es aber zu wenig, der Trainerstab war nicht in der Lage, entsprechendes zusammen zu fügen, oder oder oder. Würde mich ein Spieler jetzt ansprechen, weil er von Euch geworben werden soll, so würde ich ihm wohl eher abraten, weil er verlässt sein Umfeld nur Aufgrund Eurer Absichtserklärung, ohne abschätzen zu können, ob es was vernünftiges wird. Um nicht falsch verstanden zu werden, ich hätte kein Problem damit, wenn ein Spieler uns verlässt, um höherklassig zu spielen (war halt bisher nur einmal der Fall, wo ein Spieler ein Probetraining bei einem Bundesligisten absolviert hat). Ich würde ihm dann aber empfehlen, es dort zu versuchen, wo die entsprechende Qualität auch jetzt schon vorhanden ist. Euch würde ich empfehlen, das ganze ein wenig langfristiger zu planen, entsprechende Trainer zu installieren (vielleicht bist Du ja solch einer, kann ich nicht beurteilen), und dann etwas aufzubauen, ansonsten spielt Ihr mit dem Talent der Kinder.

    Mit einer zu frühen Vorstellung gibt man eigentlich nur die Möglichkeit, dass sich alle über das Gehörte unterhalten können, was durchaus eben eine wie von bcefferen angemerkte Unruhe erzeugen kann. Meiner Meinung nach macht das nur Sinn, wenn man mit der Vorstellung ein Signalwirkung setzen will, wenn man z.B. einen schon als erfolgreich bekannten Trainer vorstellt, um zu zeigen, "seht mal, wer hier in Zukunft für uns arbeitet". Für die Spieler ist es viel wichtiger, beim Amtsantritt "gut auszusehen", also von Anfang an Kompetenz, guten Umgang und die nötige Portion Autorität aufzuzeigen. Hier überzeugt man dann am besten durchs "Machen", mit ein paar kurzen einleitenden Worten, aber ohne die großen Reden.

    Ein Torwart ist außerhalb des Strafraumes als Feldspieler zu behandeln. Absichtliches Handspiel ist laut Regelwerk ganz klar mit einer gelben Karte zu ahnden, wird daurch eine klare Torchance vereitelt, dann ist es rot. Somit ist das einzige, was ein wenig schwammig ist, die klare Torchance: Wenn z.B. der Spieler durch ist und zwei Feldspieler stehen auf der Torlinie, ist es dann eine klare Torchance? Wenn die Frage der Torchance geklärt ist, dann ist definitiv auch die Farbe der Karte geklärt, das hat dann auch nichts mit Auslegungssache o.ä. zu tun.

    Hi Mic, das war mir soweit schon bewusst, meine Frau ist dementsprechend beruflich unterwegs und ich habe schon manchen Tapeverband von ihr zu schätzen gewusst :P


    Ich bleibe aber dabei: willst Du, nachdem der Physio es Dir mal gezeigt hat, einem Deiner C-Jugendspieler einen Tapeverband anlegen, damit er trotz Blessuren spielfähig ist? Ich denke, wir sollten nur Kids einsetzen, die auch wirklich komplett gesund sind..

    Kann man sich aber von "freikaufen", die Anzahl der zu meldenden Schiedsrichter hängt von der Anzahl der Herren-Teams ab, für jeden Schiedsrichter, den man zu wenig meldet, zahlt man Strafe (mir schwirrt irgendwas von 75,- Euro im Kopf, bin mir aber nicht sicher). Will damit nur sagen, es geht auch ohne..

    Also wenn man nicht gerade einen Physio eh als aktives Mitglied im Verein hat halte ich das ganze für schwer realisierbar. Ein Physio hat in der Regel genug in der Praxis zu tun, so dass er schon sehr interessiert sein muss, um zusätzliche Zeit für lau im Verein zu verbringen. Genaue Vorstellungen, was gemacht werden soll/kann, können a evt. ein Feld aufmachen, wo man regelmäßig dran arbeiten kann. Die Antwort steht aber noch aus, ich kann mir z.B. keinen Sinn darin vorstellen, dass ein Physio z.B. uns das Tapen o.ä. zeigt, welchen Jugendspieler wollt Ihr tapen, damit er dann angeschlagen aufläuft? Eine Schulung über Sportverletzungen hat damals ein Physio bei unserem Trainerlehrgang gemacht, das war sehr interessant, so etwas halte ich auch für sinnvoll, aber das bedarf keine Erweiterung des Trainerstabs, hierfür könnte man z.B. einen Termin einmal im Jahr (Saisonanfang?) festlegen.


    Faktor Werbung: Werbung für sich macht so jemand meist, indem er ein hochklassigeres Team der Region "betreut", da ist ein kleiner Jugendverein -breitenorientiert- wohl nicht die Hausnummer.


    @ Uwe: Du hast ja angemerkt, dass die Kids gar nicht früh genug an einen Physio geraten können, denkst Du dabei an regelmäßige Übungen im Training oder woran?

    Warum sollte das nicht gehen?? Irgendwo müssen die III. und IV. Mannschaften in den unteren Klassen ja herkommen, diese Vereine haben dann ja meistens ;) auch eine erste und zweite Mannschaft..

    Das klingt gut, aber wie soll die Zusammenarbeit genau aussehen? Soll der Physio regelmäßig im Training mit den Spielern/innen arbeiten, soll er das Team bei Spielen begleiten? Welche Möglichkeiten gibt es da, die sinnvoll wären?

    Ein paar Fragezeichen habe ich da noch über mir ?( :


    beim "Chaos"-Training teilst Du jeweils feste Paare (Spieler und Gegenspieler) ein, die parallel mit den anderen Paaren im selben Feld auf zwei Tore spielen? Wie verhält sich da der Keeper, bekommt der teilweise mehrere Bälle auf Tor?


    Beim Spiel 4 gegen 4 plus drei variable Spieler, wie verhalten sich die drei Variablen, sind die immer den verteidigenden Spielern zugeordnet? Wenn ja, wie verhalten die sich bei Ballgewinn durch einen der variablen Spieler?


    Alles in allem klingt das ganze für mich sehr interessant, ich muss nur noch die Fragezeichen wegbekommen.. :rolleyes: :D

    Dem kann ich mich nur anschließen: wir gehen nächste Saison aufs Großfeld und ich wäre bei der Raute jetzt nicht unbedingt auf den Gedanken gekommen, dass es hochkompliziert ist. Das zeigt mir, dass da wohl doch wieder mehr dahinter steckt als wie ich bisher gedacht habe. Einen kleinen Tip in der Richtung oder vielleicht einen Hinweis auf entsprechende Literatur würde ich auch dankbar aufnehmen, auch wenn es ein wenig am Thema vorbeigeht..

    Tschuldigung, aber wenn man ein klein wenig verfolgt, was sich gerade aktuell hier im Forum tut in Bezug auf "erfolgsorientiert" und "altersgerechtes Training", um nur zwei Begriffe zu nennen, dann kommt man glaube ich ganz schnell auf ein deutliches NEIN!

    Das ist schon lustig, überall wird bemängelt, dass die Kinder ausbleiben, Spielgemeinschaften müssen gegründet werden, um spielfähige Mannschaften stellen zu können, und hier wird jetzt darüber diskutiert, ob man Kinder ablehnt oder vielleicht aus Beitragsgründen aufnimmt :huh:


    Also dass Kinder angenommen werden und der Verein dabei das "€" in den Augen hat kann ich mir nicht so recht vorstellen. Wenn ich als Verein nicht in der Lage bin, z.B. aufgrund von zu wenigen Trainern, Kinder vernünftig zu betreuen, dann kann ich sie nicht unterbringen, Fakt. Ich kann mich ja auch nicht im Turnverein für Judo anmelden, wenn es gar keine Judogruppe gibt. Insofern spricht für mich auch nichts dagegen, wenn ich dies so kommuniziere und einen Aufnahmestop durchführe. Eng wird es nur, wenn ich sortiere, den einen nehme ich, weil er kann ja schon Fussball spielen, den anderen nehme ich nicht mit dem Argument, Gruppen sind voll. Einen ähnlichen Fall hatten wir hier vor geraumer Zeit mal diskutiert, da ging es glaube ich um ein Mädchen.

    Also Chris, für jemanden, der für sich in Anspruch nimmt, das Thema nicht umsetzen zu können, suuuper Beitrag :thumbup: :D


    Zwei Dinge möchte ich nun aber doch beitragen, ich war bisher ja nur lesendes Mitglied dieses Themas. Wenn ich die Mutter des ersten Videos mit einem Fussballtrainer vergleiche, dann trifft besonders ihr Satz zu, dass man das ja 1000mal geübt hat. Viele Trainer messen sich selbst bzw. lassen sich messen an dem, was sie den Kids beigebracht haben. Bringen die Kinder im Spiel nicht die gewünschte Leistung, so fühlen sich diese Trainer im Stich gelassen, weil er hat es ihnen doch besser beigebracht hat (Punkt 1). Spielt ein Kind mit Lego, so haben die Eltern es ihm a) nicht unbedingt antrainiert (Woche für Woche zum LEGO-Trainingsplatz gefahren) und b) sind sie nicht dabei, wenn die Kinder spielen. Also ist es egal, wenn es "nicht so gut baut". Beim Sport kommt bei manchen schon eine Art fremd-Schämen für das eigene Kind auf, wenn es nicht die Leistung bringt oder "patzt", und es wird unter Druck gesetzt, schließlich soll es ja nicht das eigene Kind sein, was das Spiel verhaut (Punkt 2). Problem ist, dass beides weit verbreitet ist. Überlegt mal, wieviele Mannschaften Euch einfallen, wo Ihr ein positives Verhalten nach den hier besprochenen Kriterien sehen könnt. Um eine Leistung eines Trainers wirklich beurteilen zu können muss man sehen, was für Kinder er hat und was er mit ihnen macht bzw. wie er mit ihnen umgeht. Dazu bedarf es schon genaueres Hinsehen. Da ist der Blick auf die Tabelle schon einfacher. Daraus resultierend braucht ein Trainer eine gewisse Selbstsicherheit, um sich nicht dem Ergebnisdruck unterzuordnen. Ich weiß, dass ich sie nicht immer hatte, was mich Heute echt stört.


    Diese Videos sind echt klasse und gehen in genau die richtige Richtung, die sollte es wirklich vom DFB geben und sie müssten zur besten Länderspielsendezeit im Fernsehen laufen, um möglichst viele zu erreichen.

    ich spiele mit einer d-jugend und das 3-3 system passt ganz gut. kopfballspiel wird bei mir noch nicht speziell trainiert.
    aber eine sache hakt bei deiner einschätzung, wenn der gegenerische stürmer hochgeht und den ball mit dem kopf spielt, so kann es der abwehrspieler doch auch, oder?


    Nein, da hast Du natürlich recht, der Abwehrspieler darf es natürlich auch :rolleyes: :D . Aber wenn bei einer A-Jugend-Mannschaft übermäßig viele Gegentore durch Eckbälle fallen (und das ist dann ja oft durch Kopfballspiel begünstigt), KÖNNEN es denn die Abwehrspieler richtig? Das war die Frage, die ich in den Raum gestellt habe, von mir zum Beispiel weiß ich, dass ich es nicht kann ;( .


    Und bevor ein Auschrei durch die Trainergemeinde geht: Nein, wir trainieren nicht regelmäßig Kopfball, ich streue nur immer wieder ein kleines Spielchen ein, um ihnen die Angst vor dem Kopfball zu nehmen :)