Beiträge von eisloewe62

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    Zu den vorher gesagten, klar ist auch, das den Jungs die 1. Mannschaft in der ich auch spiel, die im Viertel über allen steht, ein schlechtes Vorbild ist mit ihren 7 Spielabbrüchen in einer Spielrunde mit etlichen Polizeieinsätzen.

    Und diese Mannschaft nimmt noch am Spielbetrieb teil?
    Woher sollen denn die Jungs etwas lernen, wenn die Männermannschaft mit schlechtem Beispiel vorangeht?



    ...
    Schau mal, wir haben angefangen in der "wilden" Debütsaison, mit 121 gelben Karten und 41 Platzverwerweisen und 5 Spielabbrüchen in einer Spielrunde also in 24 Spielen ...
    In der 2. Saison, wo wir uns auf bestimmte Regeln geeinigt haben am Platz und sportlich bereits deutlich besser lief, lief es diziplinarisch mit nur noch ca 100 gelben und knapp 20 roten Karten schon deutlich besser... Außerdem wurden nur noch 2 Spiele abgebrochen...
    In der 3. Saison also der jetzigen konnten wir dann den größten Fortschrifft erzielen, in dem wir in den 12 Spielen nur noch bei ca 30 Karten liegen, und glaube die Anzahl der direkten Platzverweisen bei 4 oder 5 liegt, dadurch kein einziger wegen Tätlichkeit oder Beleidigung..Und bis auf den einen sehr unglücklich verlaufenen Abbruch wo ich in einem Artikel vorher genauer geschildert hab nix großes vorfiel.
    ...



    Wir reden hier aber schon von Fußball der A/B-Jugend in einem geordneten Ligen-Spielebetrieb und nicht von Leibesübungen auf dem Bolzplatz, oder?
    Das nennst du *nix großes vorfiel*


    Ich sage dir ganz offen: Wenn eine Mannschaft wie deine in unserer Liga spielen würde, bekäme ich Probleme mit den Eltern meiner Jungs.
    Weil sie dann nämlich befürchten müssten, dass sie ihre Jungs nach den Spielen im Krankenhaus abholen müssten.


    noch ein letzter Nachtrag:
    Bei uns wurde ein C-Spieler vom verband für 8 Spiele gesperrt, weil er nach dem Spiel einen Gegner, der ihn provoziert hatte, in den Magen geschlagen hat. Unser Spieler war erstmals aufgefallen, die Liga hat 7 Mannschaften (damit beträgt die Sperre eine halbe Sasion!). Der Spieler musste zusätzlich eine Stellungnahme verfassen.
    Wenn ich lese, wieviel KArten ihr so bekommt und euer Verband auch nur annähernd straft, dürftet ihr
    1. Pleite sein
    2. gar keine Spieler mehr haben


    Ich verstehe nicht, dass Mannschaften darunter leiden sollen, weil wir in Deutschland den Fußball als Sozialtherapie entdeckt haben.
    Das hat nix mit Spießbürgertum o.ä. zu tun, sondern euer Verien ganz allein verstößt massiv gegen die Regeln sportlicher Fairness und gegen Fairplay.

    Hallo Bremer,


    ja das kenne ich sehr gut, war selbst ein Jahr Übungsleiter einer D3. Einfach ist keine Entscheidung, und ohne Eltern geht schon mal gar nichts. Vielleicht geht es dir dann wie mir, da sagen einem Väter, dass sie es sehr gut finden, dass ihre Jungs Sport treiben und es gar nicht so wichtig ist, in welcher Mannschaft sie spielen. Ich würde paar mehr Punkte sehen wollen:


    - Gibt es Spieler, die befreundet sind und gerne in einer Mannschaft spielen oder überhaupt deshalb spielen, weil ihre Freunde spielen?


    - Gibt es Spieler, die nicht unbedingt den Ehrgeiz haben, besser zu werden, die einfach nur einen Ausgleich zur Schule suchen?


    - Ggibt es die Möglichkeit/das Entgegenkommen der Eltern, die Situation zu beschreiben und Verständnis zu erwecken.


    - Kann man dann die D2/D3 annähernd gleich stark besetzen und im Training öfter kleine Spiele D2/D3 ansetzen.


    - Gibt es die Möglichkeit, Spieler *rotieren* zu lassen.



    Bei mir war es dann so, dass ich nach dem 1 Jahr sehen konnte, dass die Jungs in der D3 z.T. mehr gelernt haben und sehr gern zum Training kamen. Sprich, eine D3 darf und soll nie als Sammelbecken der Schwächeren/Undisziplinierten abgehen.


    Jungs, die das Training stören oder meinen, sie wären die *Stars* in der D2 (D1) belassen, sie nicht als Stammspieler setzen, häufiger auswechseln.


    Kein allheilmittel, nur paar Ideen.


    Grüße


    el62

    Ich finde es generell problematisch, wenn Ganztagesschulen SPORT anbieten, der auch vereinsmäßig betrieben werden kann. Warum? Nun, weil diese Kinder dann den Vereinen fehlen. Es geht hier wohlgemerkt um Breitensportvereine und Grundschüler(innen) nicht um Leistungszentren. De facto entsteht eine Konkurrenz zu Vereinen in den Ortsteilen. Diese Diskussion wird übrigens so geführt, nicht von uns Übungsleitern, sondern in diskussionen von Ortsgruppen/räten vs. Stadt/Land.


    Mein Ansatz wäre da eher, dass die Sport-AGs der Schule in Vereinen stattfinden und di eKinder an den Tagen trotzdem *Ganztagsschüler* bleiben. Aber hier beißen sich vermutliche Kompetenzen, und die Budgets/Vorgaben/irgendwelche Regeln werden das verhindern.



    Zu deiner Frage:


    Wenn ich mir überlege, dass ich als Vereinsmitglied und Übnungsleiter 5€/Monat Beitrag zahle und 1x jährlich 120€ bekomme, was mache ich da eigentlich falsch? ;)

    Wei sieht denn die Realität aus: Oftmals 1 Übungslieiter, der kümmert sich um:


    - Schiedsrichter


    - Gegner


    - Getränke


    - Protokoll


    - stellt Tore auf.


    Bei uns (D) machen sich die Jungs locker in Gruppen warm, ein Spielr wird von mir bestimmt, der den Torwart einschießt. Vielelicht denken zu viele, dass ein TEAM von Betreuern, Mannschaftsleitern *angestellt* ist. Wenn es dann bei dem threaderöffner um Eltenr geht, die auch sonst zu allem ihren senf geben, sollten sie sich doch direkt als Vereisnmitgleid anmelden und den Titel *Mannschaftsbetreuer* bekommen. Für mich ist das immer ein zeichen, das Leute denken, in dieser Gesellschaft müsste aber auch alles organisiert werden und kosten darf das natürlich nichts...

    Jetzt ist es aber so, dass ich extrem viel Zeit in diese C-Jugend investiere, nebenbei selber bei den Aktiven spiele und in 10 Tagen meine Abiturprüfungen beginnen. Aus diesem Grund empfinde ich diese Entscheidung der Eltern als eine Unverschämtheit, eine Frechheit und eine Missachtung meiner Leistung als Trainer.


    Hier schreibt ein 18 (20)-jähriger! Bei allen Antworten wird übersehen, dass damit ein Jugendlicher mit der Mutter zu reden versucht. Ich hätte als Vorschlag an den jungen Trainer: Versuche, euren Jugendleiter anzusprechen (der vielleicht etwas älter ist als du) oder einen Vater/Mutter, zu dem du Vertrauen hast und die wiederum mit der Mutter des Spielers *gut können*.. Selbst wenn du der Argumentation der Vorredner folgst, eine Mutter reagiert evtl. anders, wenn der Trainer etwas älter ist. Das ist keine Überheblichkeit oder Arroganz dir gegenüber, aber manchmal haben wir Älteren auch etwas mehr Erfahrung darin, und vielleicht überdenkt sie ihr Verbot ja noch mal, wenn sie von einem Erwachsenen angesprochen wird.


    Uwe, alles richtig, aber irgendwo *akademisch*. Wir Übungsleiter sind i.d.R. keine Sozialpädagogen sondern reden und argumentieren geradeheraus. In der Praxis läuft es doch eher so, wie Sebastian das gemacht hat. Ich hätts auch so getan.

    Im Stadtverband Dresden wird selbst in der untersten Stadtklasse der Schiedsrichter zu Punkt/Pokalspielen vom Stadtverband angesetzt. Und diese werden bewertet. Die Schiedsrichter in der D-Jugend sind meist nur 2-3 Jahre älter, extrem ehrgeizig und selbstkritisch. Es ist üblich, dass man sich als Trainer zur HZ kurz mit dem Schiedsrichter unterhält und ihm die eigene Sicht darlegt.



    Und die von dir, Uwe, geschilderte Situation ist so extrem, dass ich dann als Trainer


    1. ausflippen würde


    2. mit dem Co-Trainer/eigene Eltern mich abgestimmt hätte und das Spiel abgebrochen hätte, d.h. di eMannschaft vom Feld genommen.


    Oder aber (bitte nicht als Beleidigung auffassen) war dir das Ergebnis doch so wichtig, dass du das 2:3 noch in einen Sieg wenden woltest und du die Gefahr für die Gesundheit deiner Jungs unterschätzt hast? Das ist doch für uns immer die Frage, ist es noch *normaler* Kampf und einsatz oder bereits BEWUSSTES *Spiel ohne Grenzen*? Wenn der gegnerishce trainer seine Jungs bei Fouls nicht mal ermahnt, dann kann man nicht mehr von Einsatz sprechen.


    ---


    Aber in diesem Spiel wurden meine Jungs die ganze Zeit von den gegnerischen Spielern auf übelste beschimpft, gefoult usw. Wiederholt wurden Spieler von mir umgekrätscht, mit den Händen zu Boden gezogen. Als ich den Schiedsrichter darauf hinwieß das der Gegner immer nur von hinten in die Beine meiner Spieler ging, meinte dieser nur, es wurde ja der Ball gespielt. Trotzdem kammen wir noch auf 3:2 heran (das war auch der Endstand).


    ---


    Wie oft muss das denn *wiederholt* werden, bis man als Trainer sagt: Es reicht, scheißegal, wie das Ergebnis aussieht? Das brutale Foul konntest du nicht ahnen, oder doch?

    Leider müssen wir im Kinder- und Jugendfussball offensichtlich damit leben, dass vielen Idioten Ergebnisse wichtiger sind als die Vermittlung von Fairness sowie altersgerechte fussballerische Ausbildung. Man kann nur versuchen, bei konkreten Anlässen auf die Verantwortlichen der kick-and-rush-Bolzertruppen sowie die Schiris einzuwirken (was zumeist ergebnislos ist) oder sich in Extremfällen beim Staffelleiter bzw. Verband beschweren.


    Ich weiß nicht, warum die Ergebnisse *unwichtig* sind? Wer eine Mannschaft für einen Liga-Spielbetrieb anmeldet, öffnet sich auch dem Wettkampf. Da gehören für uns auch Siege/Niederlagen dazu. Und wir trainieren auch Zweikampfverhalten in Spielformen. Fußball ist nunmal auch ein Wettbewerb.


    Zu den Schiedsrichtern: Mein höchster Respekt vor 13-16jährigen, die D-Jugendspiele pfeifen und sich ärgern über eigene Fehler. Ich spreche hier von den angesetzten Schiedsrichtern der untersten Stadtklasse in Dresden.


    Von Schreiben oder Beschwerden bei Verbänden halte ich nichts. Was man als Trainer/Übungslieter nicht während/nach einem Spiel mit dem *gegnerischen* Trainer bespricht, das kann auch nicht nachträglich *korrigiert* werden. Denn was sollte dann geschehen? Was erwarte ich von einem Verband, wenn der trainer des Gegners so ein *Idiot* ist? Fußball wird nie ohne Blessuren, blaue Flecke, Siege, Niederlagen gehen. Und eigentlich ist es doch genau das, was wir brauchen, oder? Wichtig ist, dass NACH dem Spiel ein shakehands stattfindet, das gemeinsame Elfmeterschießen/Auslaufen praktiziert wird und sich die Jungs fair verabschieden, auch wenn sie sich vielleicht vorher *bekämpft* haben.


    Threaderöffner: Ich möchte deinen Frust nicht ins Lächerliche ziehen, hast du den Beitrag sofort geschrieben oder dich nach dem Ereignis auch mal mit beteiligten unterhalten können? Ich sage ganz offen, dass ich selbst sehr impulsiv reagiere und mich immer wieder zwingen muss, eigene Emotionen dann *runterzufahren*. Meist gelingt das auch ;)

    Die Situation ist nicht nur auf dem Dorf so. Ich verstehe ja sowieso nicht, warum man im Nachwuchs an einer sturen Auf/Abstiegsregel festhält (jedenfalls bei uns im Stadtverband Dresden). Ein starker Jahrgang steigt oftmals auf, geht dann altersmäßig hoch, fängt wieder unten an usw. Und danach kommt ein schwächerer Jahrgang, der sich dank des Aufstiegs Klatschen abholt.
    Konsequente Jahrgangsligen unter Mitnahme der Auf/Abstiege, zumindest für diejenigen Vereine, die ab der E (D) dies wünschen, o.k. anderes Thema.

    Ich habe auch eine D3, in der die *nicht so starken* Spieler teilnehmen. Grund bei uns ist aber, dass mit dem Wechsel in die C man dann sofort 4-5 Spieler/Mannschaft mehr benötigt. (D1 ist JG 96, D2 JG 97)
    Wie versuche ich, Defizite, die ganz ähnlich sind, zu beheben?
    Zunächst fast alle Übungen mit Ball, einzeln oder paarweise. Ferner gehen wir über zu Spielformen 4 gg. 4 oder 3 gg. 3, mit max. 4 Ballberührungen, zu Übungen mit Medizinbällen /Art Feldball/.
    Dann eben auch Passübungen mit/ohne Verteidigung, immer mit Torabschluß.
    Leider sind wir Übungsleitermäßig nich timmer so gut dran, dass wir separats Torwarttraining anbieten können, also müssen Übungen zwangsläufig den Torwart einbeziehen.

    Wi elasse ich spielen?
    zunächst hatte ich ein 3-2-2 probiert, aber da war veil zu wenig Astimmung und Druck nach vorn entstanden. Es ist einfach noch zu schwer, dass MF/Sturm Posiitonen wechseln udn die Halbpositionen auch ausfüllen.
    seit 1-2 spielen also eine 3-3-1 System, das ist zum einen im Abwehrverhalten eine bessere Variante, zum anderen sind lauffreudige Spieler da besser aufgehoben.

    Was ich immer wieder im abwehrverhalten *predige*: abwürfe, abschläge IMMER über die Außenpositionen, Abspiele in der eigenen Hälfte *durch die Mitte* sollen unterbunden werden. Natürlich treten fehler imme rwieder auf, dafür spielen wir auch Stadtklasse. Aber so ganz allmählich siehst du auch Verbesserungen, da werden die Bälle eben auf dne Aussenbahnen nach vorn gepasst, dann wird da sgesamte Spielfeld genutzt.
    Ich habe übrigens auch den ein oder anderen Spieler, der etwas viel Gewicht mitbringt. Hier halte ich es so, dass ich sehr viel öfter mit Lob auch für kleinere Aktionen arbeite, du glaubst gar nicht, wie sich gerade diese Spieler dann anstrengen.

    TRPietro
    ...
    Dann musst Du mal mit dem Vorstand darüber reden, ob man dieses Team, weiterhin so weit Oben laufen lassen möchte. Ich muss ehrlich gestehen, dass die von Dir genannten Resultate voll darauf hinweisen, dass Ihr überfordert seid und diese Ueberlegung sicher gemacht werden sollte.
    ...

    Wie soll das denn IN der Saison gehen? Zumindest bei uns führt kein Weg dahin.
    Wir haben jetzt das gegenteil, dass 2 Mannschaften meist zweistellig gewinnen, weil Anträge auf Höherstufung abgelehnt werden.


    bcefferen,
    Danke für die Passage
    ...
    Gegen die Überflieger-Team´s ist es im Prinzip doch völlig egal wie hoch ihr verliert, weil alle anderen Team´s dagegen doch auch verlieren werden.
    ...

    Manchmal sind da wir Übungsleiter viel bedrückter als die Jungs, die motivieren sich selber viel schneller und haben viel weniger Probleme mit hohen niederlagen, so kommt mir das vor.

    Ich stimme Hattabi zu, das Ganze wirkt hier wie ein Fake oder eine Veralberung ;)

    Falls es dies nicht ist, Pate, die *großen* Vereine betreiben alle auch Öffentlichkeitsarbeit, und wenn du bereits in der A spielst, solltest du auch bissel Ahnung von den Gegebenheiten im Fußball haben. Überlege, ob du besser bist als Spieler 1-2 Jahrgänge über dir. Wenn du diese Frage nicht mit Ja beantworten kannst, würde ich an deiner Stelle dem Versuch nicht allzu viele Erfolgschnacen einräumen.

    Aber deine Erklärung, du spielst Kreisliga und würdest gerne zu einer großen Mannschaft wechseln, klingt doch sehr nach falscher Einschätzung der eigenen Leistungen.

    Zitat:


    bcefferen schrieb am 18.09.2008 10:23
    Hochklassig spielende Teams haben wichtigere Dinge als sich um eigentlich selbstverständliche Umgangsformen zu kümmern.




    Das hat nichts damit zu tun, ob ich hochklassig spiele oder nicht. Komischerweise gibt es derzeit Sperren wegen rassistischer Beleidigungen. Natürlcih sehen das die Jungs, wird ja von der Presse breitgetratscht.
    Ein afrikaner wird dann schon mal im Jugendbereich als *Kohle* beschimpft, ohne dass der Schiedsrichter eingreift. Der Trainer wechselt nicht etwa aus, sondern grinst sich einen. Die vielen, kleinen Dinge im Alltag setzen sich im Fußball fort.
    Umgangsformen sind immer und überall ein Thema. Leider eben nicht selbstverständlich, weil zu selten vorgelebt von den *Stars*. Denkmäler wie Kahn mit seinen Ausrastern, oder Stinkefinger wie Effenberg, mediale Auswüchse bis hin zu Beleidigungen ganzer Mannschaften (Stichwort deutsch eRumpelfußballer), brutale Fouls, unsportliches Verhalten, die ganze Palette sehen die Jungs Tag für Tag. Und dann sollen sie Umgangsformen beherzigen?
    Trainierst du ein katholisches Mädchenpensionat ;)

    Ich denke, wir Übungsleiter können nicht die Defizite der Erziehung beheben, aber wir können versuchen, den Jungs paar wichtige Dinge vorzuleben.
    Übrigens sehr schön auf dieser Seite beschrieben.
    Ordnung, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Fairness, Freundlichkeit, ...
    Gehört doch irgendwie dazu, denn wirklich große Fußballer zeichnen sich später auch durch bestimmte charakterliche Eigenschaften aus, nicht nur, dass sie einen Ball 10m geradeaus spielen können.

    Andre, es ist offenbar fast überall ähnlich. Du schreibst es sehr krass, aber ich bin mittlerweile da schon wieder relativ ruhig. Gut, ich hatte selber berufsbedingt fast 20 Jahre Pause, vielleicht auch zuviele Illusionen beim *Comeback* ;)
    Da ich selber aber 2 Kinder habe, die ein Gymnasium besuchen, sehe ich auch, dass Fußball im Breitensportbereich (darum gehts bei uns) nicht die 1.Geige spielt. Ich wäre da als Vater auch konsequent (Schule geht vor), jedoch würde ich versuchen, dass der Junge die Spiele am Wochenende besucht. ich kann als Übungsleiter damit leben, dass an Trainingstagen auch mal nur 5-7 Jungs da sind. Umso intensiver kann ich 3 gg. 3 spielen oder mal längere Übungen trainieren. Nur, ich bleibe dabei, egal ob Leitsungssport oder Breitensport, Mannschaft heißt eben auch Verlässlichkeit und Bereitschaft, die 16-20 Spiele am Wochenende zu besuchen. Und vo rallem, dei Jungs zu entschuldigen, aber wenn selbst das nicht passiert, dann darf ich schon fragen, ob das Interesse gegeben ist.

    Meine Meinung
    Fußball soll Volkssport bleiben und auch Jungen/Mädchen aus sozial schwachen Familien offenstehen. Wenn das nicht mehr geht, haben wir gesellschaftlich/vereinsmäßig aber auch so gut wie alles falsch gemacht.
    Bei uns werden 8€/Monat (Jugendbereich) gezahlt.

    Fahrten zu Spielen werden privat organisiert, und fürs Wäschewaschen gibts einen Plan. Das funktioniert wohl bis zur D, bei älteren Jahrgängen schwindet die Bereitschaft der Eltern, die Kinder zu Spielen zu begleiten.
    Letzte Saison wurden Trainingsanzüge/Regenjacken angeschafft. Der Verein gab 30€ und derselbe Betrag wurde von den Eltern eingenommen. Einige Spieler bestellten keine Anzüge, ich vermute mal, nicht aus Geiz, sondern weil einfach diese Ausgaben bereits die Budgets der Familien nicht hergeben.
    Es ist leider so, und daher:
    Zu billig -- NEIN!

    P.S.: Ich rede hier von einem Verein, in dessen Umgebung durch High-Tech-Ansiedlung großer Firmen nahezu 70% der Menschen in Eigentumswohnungen/Häusern wohnen. Die Karossen vieler Eltern zeugen nicht gerade von Armut.

    Die Spielzeit von 2x30 Minuten ohne eine entsprechende Kondition zu spielen, halte ich für überaus sportlich.
    André, meinst du, dass Kinder dies quasi *von allein können*?
    Ich muss da mal widersprechen, beim Radfahren fahren sie mir immer erstmal davon. Nach einer gewissen Zeit werden sie einfach langsamer und sind dann richtig kaputt. Ähnlich auch beim Fussball. Hängt evtl. damit zusammen, dass Kinder ihre Kraft nicht einteilen und immer *volle Pulle* spielen?
    D.h. doch auch, es muss Trainingsformen geben, die neben *Spielformen mit Ball und Koordination* (Zitat wuggmann) auch dazu führen, dass D-Spieler ab Minute 45 noch Kraft haben.
    Nicht falsch verstehen, ich führe keine Konditionsbolzerei durch. Aber gerade nach den Ferien legen wir schon Wert darauf, dass auch mal intensiveres Lauftraining (aber auch das immer mit Ballführen, Passen, Dribblings) durchgeführt wird.

    Danke für eure Meinungen.
    Bei einer einmaligen Sache hätte ich gar nichts gesagt, aber durch Kenntnis der Familien kann ich sicher abwägen, ob wirklich Interesse am Fussball besteht oder ob der Junge nur geht, weil seine Freunde auch gehen und man ansonsten *nach Lust und Laune* entscheidet. Und das macht natürlich die Sache nicht einfacher. Zumal ich die Familie gut kenne und unser Sohn in derselben Mannschaft spielt und beide befreundet sind. also schon 'ne gehörige Portion Enttäuschung dabei war.

    Wogegen ich mich aber wehren würde, wenn diese Spieler dann *nur in der 3.Mannschaft spielen sollten*. Finde ich ein schlechtes Zeichen den zuverlässigen Spielern dieser Mannschaften gegenüber. Deshalb in solchen Fällen dann eben Wechselspieler oder auch mal keine Einladung (vorausgesetzt, man hat genügend Spieler, was bei uns eben nicht der Fall ist). Daher auch mein Ärger, denn letztlich fuhr ich mit kleiner Besetzung und dementsprechend fiel das Ergebnis aus. ;(

    Zitat:


    wuggman schrieb am 07.09.2008 20:28
    Hatte keinen Bock alle Statements zu lesen und tu meine Meinung einfach so kund:
    Laufen im Wald für D-Jugendliche ist der größe Schwachsinn. Spielformen mit Ball und Koordination sind die Zauberworte




    Kann ich so nicht unterstreichen. Wir haben an unserem Vereinsgelände einen klienen wald incl. einem sehr breiten steilen Hang. Normalerweise trainiere ich dort mit D-Jugend nicht, jedoch mussten wir aufgrund angesetzter Spiele kürzlich mal weichen. Da gab es eben kleinere Läufe 10-15 min, gymnastische Übungen 10-15 min und anschließend Sprinttraining an besagtem Hang 15min maximal.

    Komischerweise hat das den Jngen Spaß gemacht!
    Ist das nicht bei aller Kritik von reinem Konditionstraining ein Pro-Argument?

    Hallo,
    mich würde mal eure Meinung zu folgender Thematik interessieren:

    Eine Spielermutti teilt mir mit, dass ihr Sohn am Wochenende lieber mit seinem kleinen Bruder spielt, anstatt zum Spiel zu kommen. Sie findet dass auch gut, da sie so Luft hat für dringende Arbeiten. Nachdem ich ihr sagte, dass dies sehr kurzfristig sei (ich erfuhr durch Zufall davon, sonst hätte ich ohne Wissen um das Warum dagestanden), meinte sie, dass es nun so sei. Meine Entgegnung, dass die Mannschaft dann evtl. nicht mal vollzählig wäre, interessierte sie auch nicht. Irgendwann platzte mir der Kragen und ich empfahl ihr, für ihren Sohn doch lieber keine Mannschaftssportart zu wählen. Mir ist da erstmal egal, ob der Verein damit ein Mitglied verliert, Eltern, die ihre Kinder aufgrund fehlender Ganztagsangebote in Schulen in Sportvereine schicken, aber die Wochenenden lieber *in Familie* verbringen, sind in meinen Augen nicht gerade hilfreich für unseren Sport.
    Ich sehe eben auch, dass man in der Woche viele Kinder betreut, das Training nicht immer effektiv ist, am Wochenende aber gibt es diverse Ausreden.

    Nun bin ich erst seit kurzem wieder *im Geschäft*, habe fast 2 Jahrzehnte pausiert. Bin ich altmodisch oder ist es heute anders? Die Spiele am Wochenende waren für mich immer ein MUSS, wurde ich nicht eingesetzt oder ausgewechselt (damals gabs ja noch nicht die Wechsel wie heute), tat das weh.
    Mich würde interessieren, ob ihr ähnlich eerfahrungen gemacht habt und wie ihr mit solchen Trainer-Spielereltern-Konflikten umgeht.

    Danke und Grüße
    el62