Irgendwo hatten wir diese Links schon einmal:
Werteverfall oder taktisches Mittel?
PDF:
Fairneß und ihr Verständnis im sportlichen
Wettkampf oder: Die Moral des “fairen Fouls”
Gunter A. Pilz
Aussagen:
"Das ist reine Zeitverschwendung und nicht die ideale Vorbereitung
auf einen ernsthaften Wettkampf, wenn ich meinem Gegenspieler die
Hand drücken und ihm viel Glück wünschen muß. Wir sind Profis,
da ist diese Friedensidee eine Heuchelei”
(Der schottische Abwehrspieler Colin Hendry über das von der UEFA vorgeschriebene
Begrüßungsritual vor einem Spiel)
"Unter Fairneß verstehe ich, daß man nur bedingt foult, nicht mit
Ansicht, nur im Interesse des Erfolgs" (Mittelfeldspieler 13 Jahre)
"Fairneß ist, hart und mit Tricks zu spielen, wenn es sein muss. Das
darf aber nicht öfter passieren, sonst kann man es nicht mehr Fairneß
nennen" (Mittelfeldspieler 13 Jahre)
Der Sportverein kann somit als Sozialisations- und/oder Selektionsagentur der erfolgssportlichen Handlungsmoral des 'fairen Fouls', als Schule der Unfairneß interpretiert werden. Aussagen von jugendlichen Fußballspielern belegen dies.
"Fairneß bedeutet für mich, nur unfair spielen, wenn es nötig ist."
"Unter Fairneß verstehe ich kein unnötiges Foul, wenn's nicht anders geht, muß
fair gefoult werden."
"Unter Fairneß verstehe ich, einen Gegenspieler fair zu foulen."
"Fairneß heißt, fair spielen und wenn es sein muß, foulen."
"Fairneß ist, einen Spieler nicht ohne Grund zu foulen. In einem wichtigen und
hart umkämpften Spiel muß man oft zum Wohl der Mannschaft konsequent zur
Sache gehen. Dabei aber keine unfairen Fouls begehen."