Beiträge von Uwe

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    Ein taktisches Foul passiert immer unter der direkten Beobachtung des Schiedsrichters. Da wird nichts gelogen noch betrogen.


    Die Verantwortung liegt doch nicht beim Schiedsrichter, du hast den Kindern doch beigebracht zu foulen. Es wird versucht zu betrügen, in der Hoffnung der Schiedsrichter sieht es nicht. Du bringst es den Kindern bei und wenn der Schiedsrichter es nicht sieht, ist er der Buhmann. Du hast ja mal geschrieben, dass du ein Befürworter der FPL bist, die gibt es ja auch noch in der E-Jugend. Schön für dich, denn da gibt es dann keinen Schiedsrichter, da sind taktische Fouls natürlich ein Highlight.

    Zur Erinnerung: Wir sprechen hier von der E, resp. einer U11!

    Ich wollte schon darauf hinweisen, aber deine anderen Postings machen das nicht unbedingt deutlich und ich wollte dich nicht falsch verstehen. Das macht das Ganze ja nicht besser, es macht es richtig schlimm. Fußball ist immer noch Körperkontakt und Kampf .. da stimme ich dir zu, sehe aber deshalb keinen Grund mit Kindern das Foulspielen zu trainieren. Ich habe meinen Kindern beigebracht, dass schummeln bzw. und betrügen bei einem Spiel moralisch verwerflich ist.
    Es ist möglich, dass man deshalb auch mal ein Spiel mehr verliert, aber es ist ein gutes Gefühl.

    Das ist moralisch vielleicht verwerflich, aber legal völlig in Ordnung. Es wird keine einzige Regel umgangen: Foul -> Freistoß. ..............Und da ist der Schiedsrichter auch im Jugendfußball gefordert, und zwar bei jedem einzelnen Zweikampf.


    Vielleicht moralisch verwerflich aber legal ...., sollen wir das so den Kindern erklären? Der Schiedsrichter ist gefordert? Ich denke, als Trainer darf man diese Verantwortung nicht so einfach abgeben und genau deshalb ist das Spielen ohne Schiedsrichter im Kinderfußball so wichtig. Verantwortung übernehmen, das müssen die Kinder und der Trainer lernen. Den Kindern zu lehren, wie sie geschickt foulen, die Regeln damit beugen und den Schiedsrichter reinlegen, ist pädagogisch nicht zu verantworten. Andre hat es schon geschrieben, der Erziehungsauftrag ist ein anderer.

    Taktische Fouls sind eine besondere Form des Zweikampfs mit Fokus auf mentaler Stärke. Sie müssen sowohl als Angreifer(passiv) wie als Verteidiger(aktiv) geübt werden.


    Na, denn habe ich dich wohl wirklich verstanden, denn jetzt heißt es "Ich glaube das hast du was verstanden. Das was wir lehren sind keine Fouls in dem Sinne dass sie als Foul gepfiffen werden". Es sind also keine Fouls in dem Sinne ... der Sinn belibt mir verschlossen. Gibt es das faire Foul?

    FB,


    hier kommen wir nicht zueinander, du versuchst das Lehren von absichtlichen Foulspielen zu legalisieren und immer wieder mit der Begründung Verletzungen vermeiden zu wollen.
    Die Wahrheit ist doch eine ganz andere: Es geht darum sich in wichtigen Momenten Vorteile zu schaffen, in dem die Regeln umgangen werden, es werden zusätliche "clevere" Folus provoziert. Einen Lehrinhalt "so foule ich richtig" gibt es in keinem Ausbildungskonzept für den Kinderfußball.


    Deine Frage an die Spieler: "Was macht ihr wenn ihr gefoult werdet ?" werden sie richtig beantworten, wenn sie es vorher richtig gelernt haben, diese Diskussionen kennt jeder Trainer. Argumentiert er mit deinen Worten und dabei bleibe ich, sollte er besser eine Profimannschaft trainieren, aber keine Kinder.


    Ausnahmen gibt es immer, aber hier die "Blutgrätsche" als Tagesgeschäft verkaufen zu wollen, halte ich für reichlich übertrieben. Lehre den Kindern, die Blutgrätsche nicht einzusetzen, aber bitte nicht als Alternative andere Fouls.

    Und wie sieht die Alternative aus ? Ja genau - die Kids foulen trotzdem. Aber unkontrolliert. Ah ja - und sie werden trotzdem gefoult und haben eine kaputte Archillessehne weil sei keine Ahnung haben wie man sich beim Angriff von hinten verhällt.

    Die Alternative wäre also, den Kindern das kontrollierte Foulen zu lehren, damit weniger Verletzungen vorkommen. Ganz ehrlich .... ich halte dieses Argument für vorgeschoben.


    Du hast doch geschrieben "Es gibt da Tricks wo man wann den Gegner nur ganz kurz berührt um ihn aus dem Konzept zu bringen (Kampfsportarten lassen grüssen", das hat mit deinem obigen Argument Verletzungen zu vermeiden nichts zu tun. Ganz im Gegenteil, es kommt zu zusätzlichen Fouls die Verletzungen erzeugen, wenn es mit dem "ganz kurz berührt" mal nicht so klappt.


    Das es unfair ist, hast du selbst geschrieben, du lehrst also bewusst Unfairness:
    "Wenn man das so liest tönt es nach unfair. Da es in der Regel beide Mannschaften anwenden, gleicht sich das wieder aus."

    Es ist also am Schiedsrichter, diese Unart (genau wie das Zeitspiel) konsequent zu unterbinden.

    Stimmt, bei den Profis. Der Kinderfußball und so verstehe ich dich, hat damit aber gar nichts zu tun, hier ist der Trainer verantwortlich. Wir können doch den Kindern nicht unsportliches Verhalten antrainieren und dann vom Schiedsrichter verlangen, dass er es unterbindet. Kinderfußball und Profifußball sind völlig verschiedene Welten. Erst wenn wir das begreifen, kann Kinderfußball wirklich kindgerecht sein. Viele meinen ja immer noch, wir bereiten die Kinder mit dem Fußball aufs Leben vor, Ellenbogengesellschaft etc., , dazu gehört dann wohl auch, die Regeln zu umgehen.


    Günter, ich stimme dir voll zu: Wer Kindern lehrt, Regeln nicht einzuhalten und sie auffordert dies so geschickt zu machen, dass sie nicht erwischt werden, hat im Kinderfußball nichts verloren. Zweikämpfe mit der entsprechender Härte ja, aber nicht mit absichtlich versteckten Fouls.

    Taktische Fouls sind eine besondere Form des Zweikampfs mit Fokus auf mentaler Stärke. Sie müssen sowohl als Angreifer(passiv) wie als Verteidiger(aktiv) geübt werden.

    Ich zitiere dazu mal Ralf Klohr: Es geht heute oft nicht mehr darum die Regeln einzuhalten, sondern darum, sich nicht erwischen zu lassen.
    Das ist so wie beim "Mensch ärgere dich nicht", es ist eine Kunst sich nicht beim Schummeln erwischen zu lassen, gleicht sich ja alles wieder aus. Nein, dafür habe ich kein Verständnis.


    Die Videos waren übrigens Aprilscherze vor einem Jahr.



    paulwurf_mauli, da warst du wohl schneller ;)

    Die NichtJederKannMitmachen Veranstaltungen wurden nicht explizit angesprochen, dort kann man mit dem Erfolgsdruck wohl besser umgehen, so meinst du das wohl, obwohl ich das dort auch schon anders gesehen habe. .
    Bei den nicht leistunsgorientierten Veranstaltungen gibt es auch Erfolgsdruck, der sich durchaus aufbauen kann, nicht jeder kann damit vernünftig umgehen.

    Bei Dutt stimme ich Dir zu, jedoch bei Sammer nicht. Der hat den Job 6 Jahre gemacht und war vorher als Trainer ja nicht so erfolglos, dass er dort nicht andere Möglichkeiten gehabt hätte.

    Wenn man für den Sportdirektor einen Trainer holt, dann ist doch klar, dass der eigentlich nur auf den Posten des Nationaltrainers scharf ist.

    Zwanziger hat es doch gesagt, wenn Klinsmann erfolglos gewesen wäre, wollte man Sammer sofort, noch während der WM 2006 aus dem Hut ziehen. In der Zeit vor der WM sah es für Klinsmann ja auch nicht gut aus, vielleicht hat da jemand spekuliert ... man weiß es nicht ;) Zwanziger war ja dafür bekannt, dass er gerne und viel geredet und jedes Fettnäpfchen mitgenommen hat.

    Kompetenzgerangel gab es nur auf dieser Ebene und nicht in der Breitensportjugendarbeit.

    Günter, schöne Argumente und dieser Satz könnte auch bedeuten, dass die Schwerpunkte in der bisherigen Arbeit des Sportdirektors wöanders lagen.


    FB, es geht um einen Verband mit mehr als 6 Mio. Mitglieder, für die bisher ein Sportdirektor verantwortlich war. Hier nur zwischen konzeptioneller Aufbauarbeit und dem Bundestrainer zu unterscheiden wäre Stillstand, denn das haben wir schon. Wenn sich dann die konzeptionelle Aufbauarbeit auf den Elitebereich konzentriert, bleibt einiges auf der Strecke. Der Nationaltrainer kümmert sich um seinen Kader, der Sportdirektor um die U-Teams, jetzt suchen wir noch einen für weitere 6 Mio Mitglieder ;-), denn die kommen noch viel zu kurz. Diese letzte Aufgabe ist für ehemalige Profis aber eher langweilig, weil sie damit nicht im Rampenlicht stehen.


    Löw:
    Sportdirektor .... eine Vielzahl von Aufgaben gehabt: Breitensport, Trainerausbildung, Jugendarbeit, Verbandsarbeit. Ich weiß nicht, ob man diese Säulen, die relativ autark sind, künftig nicht separat aufstellt....
    .... Er plädierte deshalb dafür, "den Fußball in unserem Elitebereich zu konzentrieren. Das heißt die U-Mannschaften, eine Philosophie zu transportieren und durchgängig zu machen, Schulungen der Trainer, Ausbildung, Analysen, Personalentscheidungen in den U-Bereichen ....


    Sammer schaltet sich deshalb in die Diskussion ein, weil er mit Löw noch eine "Rechnung" offen hat, er wurde in seiner Macht als Sportdirektor heftig beschnitten. Löw kontert, er möchte sich in seinem Kompetenzbereich (Nationalmannschaft, U21) nicht reinreden lassen und fordert deshalb eine Abgrenzung. Bierhoff bringt wieder den Namen Peters ins Gespräch. Alle meinen nicht den Breitensport, letztendlich ist das Machgerangel.

    Nein, die glauben schon ans eigene Konzept, vielleicht kam das falsch rüber.


    Es geht nur um die Funktionen des Sportdirektors, die völlig überladen erscheint. Wenn Löw meint, er solle sich nur um die Elite kümmern, dann müssen die anderen Aufgaben, eben auch der Breitensport, von anderen Personen übernommen werden. Dann ist der Job des Sportdirektors wesentlich interessanter für Personen wie Sammer, Dutt, Kahn, Lehmann usw..


    Zwanziger hat in seinem Buch ja auch beschrieben, dass ein wichtiger Grund für die Entscheidung für Sammer damals war, jemanden im Haus zu haben, der bei Kilnsmann-versagen die Nationalmannschaft sofort übernehmen kann und das Kompetenzgerangel zwischen Sammer und Löw ist ja auch bekannt. Ob Leute wie Sammer oder Dutt dann damit glücklich sind, sich auch noch um den Schulsport kümmern zu müssen, dahinter steht mindestens ein Fragezeichen. Der DFB scheint jetzt die Rolle des Sportdirektors neu zu überdenken, vielleicht können wir dann endlich zwischen Eliteförderung und Breitensport unterscheiden, auch in den Finanzierungen.


    Andre, ich finde es nicht egal, ob Oma Piepenbrink über dem Ausbildungskonzept steht. Der Posten muss schon gut besetzt sein, es soll ja kein Stillstand herrschen. Wir sollten auch nicht das "Elitekonzept" mit dem Ausbildungskonzept für Vereine und Basistrainer in einen Topf werfen. Niemand will an diesen Konzepten Rufschädigung betreiben. Wenn Scholl, Kahn .... über die großartige DFB-Ausbildung reden, dann meinen sie die Konzepte der U-Mannschaften, im Breitensport kennen die sich weniger aus, jeder E-Jugend-Trainer glaubt aber, er wäre gemeint. Was wir brauchen ist eine ganz klare Trennung zwischen Elite und Breite, damit die Unterschiede wirklich mal deutlich werden, insbesondere beim Geld.

    Karl, stimmt, aber er meint das wohl anders als du glaubst.
    Der Sportdirektor darf sich um alles kümmern und dazu gehört auch der Breitenfußball und genau das wollen und wollten diese Leute nicht. Löw sagt das deutlicher (Quelle: Stern.de):


    Bundestrainer Joachim Löw hat sich in der hitzigen Debatte um den künftigen DFB-Sportdirektor erstmals klar positioniert. "Man sollte sich vielleicht auf den Fußball in unserem Elitebereich konzentrieren", mahnte Löw in Miami.

    Robin Dutt hatte als Nachfolger von Matthias Sammer eine sehr kurze Amtszeit und jetzt herrscht Unruhe:


    ... Den weiteren Äußerungen der DFB-Vertreter ist auch zu entnehmen, dass sie nicht genau wissen, wonach sie suchen. Es scheint, als hätte der Verband keine genaue Vorstellung davon, was ein Sportdirektor können muss und was er tun darf und soll. In der Pressemitteilung schreibt der DFB, dass er "das Portfolio für einen Sportdirektor nochmals sorgfältig überprüfen" werde. Reinhard Rauball, der Vorsitzende der Deutschen Fußball Liga, sagt: "Für diese Position muss ein neues Anforderungsprofil geschaffen werden...."

    Hier der ganze Artikel:
    Dafür braucht der DFB einen Sportdirektor


    Es geht aber noch schlimmer. Matthias Sammer sagte: „Die Position muss in Zukunft viel höher angesiedelt werden, denn einen guten Idioten werden sie nicht mehr finden.“


    Die Bild, wer sonst, machte daraus: Wer wird der neue DFB-„Idiot“? ;)


    Auf Spiegel-Online liest sich das schon anders, aber nicht besser: Deutscher Fußball-Bund: Sammer verteidigt Posten des Sportdirektors

    Günter,


    das liest sich schon viel besser, ich habe dich wie fast immer falsch verstanden. Ich halte aber nicht immer was von Kompromissen, man schafft sich damit zwar keine Gegner, verändert oft aber auch nichts. Das Schlimme ist, dass jeder diese Dinge so auslegt, dass er sich in seinem Handeln bestätigt fühlt. Die meisten Argumente, bis auf "Kinder wollen auch gewinnen", beschreiben die Probleme der Eltern und der Trainer und haben mit den Kindern nichts zu tun. kaiser franz schreibt es doch "Verliert man ständig, hat man die Eltern an der Backe", wer aber Rotation wirklich spielen will steht das durch, vermittelt das den Eltern oder er verbiegt sich und weicht von seinen Prinzipien ab. Vielleicht wird aber manchmal auch das Argument "Eltern" vorgeschoben, damit man für sich selbst einen Grund hat, die Rotation aufzuweichen. DeBiber könnte bei dem beschriebene Vater ja auch eine Ausnahme machen, dann hat er Ruhe. Ich hoffe, er steht das durch.


    Es stimmt aber, wenn ich die "Rotation" nach den Bedürfnissen der Eltern ausrichte, habe ich als Trainer ein leichteres Leben. Die Rotation im Kinderfußball haben ja auch nicht wir Deutschen erfunden, GC hat das schon geschrieben und wir sollten aufhören, ständig Dinge aufzuweichen und die Kinder als Argument vorzuschieben, bei Tabellen, bei Siegen, bei der FPL .... Im Zweifel freuen sich Kinder über das 1:10 und haben wegen des einen Tores das Spiel gewonnen und wenn es kurz vor Schluss fällt, haben sie es den anderen aber gezeigt. Oder der Trainer lobt ein Kind, das sitzt und macht richtig stolz, unabhängig vom Spielergebnis.


    Können wir den Kindern die Freude über einen Sieg, aber auch die Freude über das 1:10. Andre beschreibt das immer wieder sehr schön: als Trainer will ich auch gewinnen, ich darf aber niemals mein Handeln danach ausrichten.


    koeppchen, schön beschrieben, der Erfolg wird von den Erwachsenen definiert und bei Misserfolg sind es nicht die Kinder, die hinwerfen. Das Klima wird versaut und wer hat daran Schuld, die KInder?

    Wie soll ein Kind denn lernen, das das ganze Leben ein Streben nach Erfolg ist...


    ... mit Sicherheit nicht beim Fußballspiel. Der Fußball hat nicht die Aufgabe, die Kinder auf die Ellenbogengesellschaft vorzubereiten, es ist nur ein Spiel. Ein Kind wird auch ohne Fußball wissen, dass es sich in der Schuie, Beruf etc. anstrengen muss.


    FB, natürlich müssen wir den Begriff "Erfolg" definieren, das ist nicht neu und ist hier auch schon mehrfach geschehen und deshalb bin ich so verwundert. Natürlich beschreibt auch der DFB, dass Erfolg im Kinderfußball nicht an Siegen zu messen ist, so wird es sogar gelehrt. Nicht nur bei Eltern und Kinder wird Erfolg im Fussball individuell verschieden sein, wobei das bei den Kindern vom Einfluss der Erwachsnen abhängt, gerade Trainer definieren "Erfolg" oft nur in eine Richtung. Günter hat den Erfolg ja hier u.a. definiert und das ist nicht abstrakt, denn er meint die Spielergebnisse:
    Kinder brauchen Erfolge, (und hier meine ich nicht nur die Verbesserung irgendeiner Schusstechnik, sondern Spielergebnisse), nichts ist motivierender wie Erfolge.


    Nehmen wir den Vater, den DeBiber beschreibt. Günters Sätze die ich zitiert hatte, sind Wasser auf seine Mühlen und DeBiber kann Rotation etc. nennen, er steht mit diesen Argumenten mit dem Gesicht zur Wand. Oder galubt hier jemand, die Sätze helfen DeBiber bei der Diskussion mit dem Vater? Sind das Tipps, die DeBiber mit ins Gespräch nehmen soll?