Beiträge von Uwe

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    Realität ist, wir sind eine Leistungsgesellschaft, daran wird jeder ob groß oder klein gemessen, im Beruf, im Sport etc.


    Die Kinder darauf nicht vorzubereiten fände ich schlecht.


    Das macht mich fertig, ich kann es fast nicht glauben.
    Als Pädagoge solltest du es eigentlich besser wissen. Um nochmal die Schule zu bemühen: selbst hier sollte im Kindesalter der Spaß im Vordergrund stehen, alles Andere ist aus der Mottenkiste der Pädagogik. Es fehlen mir noch einige andere Sprüche (..hat uns auch nicht geschadet usw.). Tut mir leid, ich bin bitter enttäuscht. Solche Argumente vorzuschieben, um irgendwelche Erwartungen und Erfolge einzuhalten, haben mit Kindersport nichts zu tun.


    Auch die anderen Bemerkungen......, ich hör besser auf.

    Ja, wir sollten die Schärfe aus der Diskussion nehmen.


    Wenn hier immer wieder die Schule (Zensuren, Leistungsdruck, Hochbegabtenförderung) als Maßstab der Ausbildung im Fußball herangeführt wir, ist dies der völlig falsche Weg.
    Das Schulsystem ist in Europa höchstens Mittelmaß und viele Dinge funktionieren schon deshalb nicht. In einigen Ländern wurden die Zensuren bis teilweise zur achten Klasse abgeschafft. Der Erfolg gibt diesen Ländern recht.


    Weshalb das DFB-Ausbildungskonzept trotzdem dieses Steinzeit-Schubladensystem vorgibt, ist mir ein Rätsel. Natürlich kann nicht jeder 8jährige gleich behandelt werden oder was ist mit z.B. mit Späteinsteigern? Unterforderung ist genauso schlecht, wie Überforderung.


    Unser Schulsystem lehrt auch streng nach Lehrplan und es funktioniert nicht.


    Dirk, ich bin mir sicher, du wirst nicht jedes Kind immer gleich beschäftigen. Es gibt Kinder die können schon einen schwereren Move ausführen als andere Kinder. Das sollen sie dann auch und eventuell können sie anderen Kindern beim Üben der leichteren Moves helfen und unterstützen. Ähnlich funktioniert das in anderen Schulsystemen, es gibt Kinder die lösen schwerere Mathe-Aufgaben, oder helfen den Klassenkameraden. "Schwerer" kann dabei bedeuten, nicht 5+5 sondern 156+56. Der Grundatz bleibt (+), der Inhalt wird schwerer.


    Ich vermute (hoffe), das Fußball-Ausbildungssystem gilt nur als Orientierungshilfe für Trainer, denn wichtig sind die Grundsätze, die dort aufgeführt werden. Hierzu gehört der Spaß am Sport und die freie Entfaltung der Kinder, die Förderung der individuellen Fähigkeiten bleibt dabei leider häufig auf der Strecke. Wahrscheinlich ist eine mutige Reform in Deutschland gar nicht umsetzbar, weil es noch gewaltig an den Grundsätzen krankt.


    Ein ganz klarer Grundsatz und da darf es keine zwei Meinungen geben: es gibt keinen Grund, die individuellen Förderung dem Erfolg im Kinderfußball unterzuordnen.


    Insofern stimme ich Kübler zu, denn es gibt Gründe vom Ausbildungskonzept abzuweichen, aber nur in der individuellen Förderung. Es ist nur völlig verkehrt abzuweichen, um nicht mehr das einzelne Kind zu fördern, sondern ein erfolgreiches Team zu präsentieren. Gerade hier haben die "Profiklubs" eine Vorbildfunktion für die Basis.

    Ich kann leider keinen Namen nennen und auch keine Email-Adresse (Datenschutz).


    Ein User hat eingestellt eine Benachrichtigung per Email zu erhalten, wenn zu einem Thema neue Beiträge geschrieben zu werden. Funktioniert auch, aber leider ist sein Email-Postfach voll und das System sendet mit ständig eine Nachricht per Email. Ich würde ja eine private Nachricht schreiben, aber damit erhalte ich nur noch mehr Mails, wenn der User sich hier nicht einloggt.


    Das Email-Postfach ist bei web.de. Von dort bekomme ich auch immer viele Newsletter zurück, weil die Postfächer ständig voll sind.

    Hallo Willi,


    unser Forum kann mehr, was es nicht immer besser macht. ;(


    HAUPTSEITE:


    Wenn du von der Hauptseite auf einen letzten Beitrag klickst, springt er zum letzten von dir ungelesenen Beitrag. Beim Wechsel des Computers kann das durchaus die erste Seite eines Themas mit 10 Seiten sein. Damit soll erreicht werden, dass du sämtliche neuen Beiträge zu einem Thema liest, die du noch nicht kennst.
    Es ist natürlich ein Unterschied, ob man angemeldet ist oder nicht.


    THEMENSEITE:


    Klickst du zum Beispiel ins Forum "Spielbetrieb", erscheint dort die Auflistung sämtlicher Themen. Wenn du dort auf den letzten Beitrag klickst, landest du dort auch.


    Ich komme zwischenzeitlich damit ganz gut zurecht und als kleiner Tipp: dauerhaft angemeldet zu sein lässt das Problem verschwinden, weil du dann ständig mit der "Willi-Speicherung" im Forum unterwegs bist. Dauerhaft angemeldete User verschwinden nach einiger Zeit der Inaktivität aus der User-Online Liste.
    Wer nicht in der User-Online Liste erscheinen möchte, kann im privaten Bereich den "Geist-Modus" einschalten. So wird man nicht gesehen und kann von anderen PC-Arbeitsplätzen wunderbar mit seinen Speicherungen surfen und springt immer zum letzten ungelesenen Beitrag, zusätzliche Klicks entfallen dann.

    Vom Schweizer Fußballverband gibt es zum Thema eine PDF-Datei:


    Kinder- und Jugendschutz im Fußball


    Kleiner Auszug, ist schon ganz schön heftig:


    "Leider kommt es vor, dass Trainer in Fussballvereinen Kinder und Jugendliche
    ausbeuten und missbrauchen. Dagegen muss mit vereinten Kräften angegangen
    werden. Andererseits sind Trainer Vertrauenspersonen und können helfen,
    Kinder und Jugendliche vor Übergriffen zu schützen. Kinder und Jugendliche
    brauchen Erwachsene, die ihnen Sicherheit und Schutz bieten. Die vorliegende
    Schrift will Vereinen, besonders Trainern helfen, stets zum Wohle des Kindes
    und Jugendlichen zu handeln und Fehlhandlungen und Übergriffe im Sport zu
    vermeiden."

    Genau, wenn die Spieler in ihrer Entwicklung weiter sind, kannst du in der Auflistung natürlich schwerer anfangen. Es macht aber auch keinen Sinn komplexer zu beginnen, wenn beim Rückwärtslauf noch Verletzungsgefahr besteht. Dies ist unabhängig von Altersklassen. Gegnerdruck bedeutet übrigens auch Zeitdruck.


    Das Problem ist, "Koordination" genau zu definieren. Eigentlich gehören sämtliche Übungsformen dazu. Schon "Pass rechts - Lauf links" gehört zu den koordinativen Fähigkeiten, dabei hat sich schon so mancher Spieler verlaufen.
    Wichtig scheint mir das Bewusstsein spezielle Fähigkeiten trainieren zu wollen und dann die richtigen Übungen dazu rauszusuchen. Deshalb hat der Begriff "Koordination" und die entsprechende Einteilung seine Berechtigung.

    Das ist wohl nicht richtig rübergekommen. Das Modell der „Koordinativen Fähigkeiten“ gab es damals eben nicht in Deutschland, nur in Einzelfällen wurde es angeboten. Andere Länder waren uns weit voraus und durch die Misserfolge in den Neunziger fand zwangsweise ein Umdenken statt.
    Das Erlernen von koordinativen Fähigkeiten fand Einzug ins Training. Ich bin mir nicht sicher aber ich glaube, viele wussten gar nicht, was "Koordination" bedeutet. Wer in der Zeit offizielle Trainerlehrgänge besucht hat, kann das bestätigen.


    Darum ging es mir bei dem Link auch nicht und Ich glaube , es ist nicht wirklich wichtig. Wenn du die nächsten Seiten klickst, wird der Begriff "Koordination" näher erläutert und auch die Unterschiede der verschiedenen koordinativen Fähigkeiten werden deutlich. Auf der letzten Seite ist mit zwei Grafiken der sinnvolle Aufbau von leicht bis schwer dargestellt.

    Woran liegt das? An der Unsicherheit der Trainer?


    Der Begriff "Koordinationstraining" ist nur schwer zu fassen. Er beinhaltet viele verschiedene Trainingsformen und eigentlich sind der "Vorwärtslauf" und das richtige Timing beim Hochspringen zum Kopfball schon koordinative Fähigkeiten. Dieser Begriff umfasst viele Trainingsmöglichkeiten und viele Trainer bieten Koordinationstraining an, ohne es zu wissen. So entsteht natürlich eine gewisse Unsicherheit. Welche koordinative Fähigkeiten intensiv geschult werden müssen, ist individuell dem Ausbildungsstand der Kinder anzupassen. Je früher, desto besser.


    Eine theoretische Zusammenfaung der unterschiedlichen Begriffe gibt es hier:


    Koordinationstraining im Fußball


    Unter


    Ballgefühl


    findest du typische Ballkoordinationsübungen, die nicht immer fußballspezifisch sein müssen.

    Hallo Kometer,


    sollte jetzt funktionieren, lag an deinen privaten EInstellungen.
    Falls noch Probleme auftreten, bitte eine Mail an webmaster@trainertalk senden.


    Gruß
    Uwe

    Die Schweiz gewann alle 7 Spiele. Geschlagen wurden u. A.: Nigeria, Kolumbien, Italien, Deutschland und Brasilien.


    Langsam werden mir die Schweizer unheimlich. Herzlichen Glückwunsch!

    Es ist sehr angenehm zu lesen, wie hier mit dem Tod Robert Enkes umgegangen wird, leider ist das nicht überall so. Es ist jetzt aber nicht die Zeit, darüber zu schreiben.


    Niemand von uns kannte Robert Enke wirklich, nicht einmal sein engster Freundeskreis. Wir haben einen tollen Fußballer verloren, der uns immer in guter Erinnerung bleiben wird.
    Irgendwie gehörte er zu uns, zu uns Fußballern und deshalb macht uns der Tod so betroffen und fassungslos. Wir haben hier beim Trainertalk das Thema „Nehmen wir Fußball zu ernst?“ Die Antwort haben wir spätestens jetzt erhalten.


    Ich zitiere hier einen Kommentar bei den „11Freunden“, dem ich mich anschließen möchte:


    Mein herzlichstes Beileid gilt dem Verein, den Team-Kameraden, den Verwandten und Freunden...und ganz besonders seiner kleinen Familie! Möge sie die Kraft haben dieses dunkle Kapitel zu überstehen und einen Weg finden "weiter zu machen"!!!


    Rest in Peace ...

    Leider fehlt mir auch die Zeit, mich hier häufiger zu äußern, manchmal brennt es richtig in den Fingern. Mit diesen Diskussionen wird mehr ausgelöst, als hier zu erkennen ist.
    Ich erhalte täglich Mails, die sich mit dem Thema "kindgerechter Fußball" beschäftigen. Leider ist nicht jeder bereit an einer "öffentlichen" Diskussion teilzuehmen. Die Stimmung ist, ich würde mal schätzen 50:50, bezogen auf den Status Quo (keine Tabellen, Rotation usw.).


    Dieses Thema geht viel weiter und ist deshalb so wichtig. Wir schreiben hier über eine Vision und ich wäre schon froh, wenn die bestehenden DFB-Vorgaben überall umgesetzt werden und noch wichtiger, in den Köpfen der Verantwortlichen ankommen. Das wir selbst davon noch weit entfernt sind, sollten unbestritten sein.


    Ich hatte schon mehrmals erwähnt, dass mir die Ideen des DFB nicht weit genug gehen und dies nie konkretisiert, weil nichtmal die guten Ansätze konsequent durchgesetzt werden. Wenn man beim googeln immer noch auf inoffizielle Meisterschaften trifft und selbst Kreise nicht davor zurückschrecken frage ich mich, warum diese Veranstalter nicht bestraft werden, denn für jeden kleinen Mist gibt es Strafen und diese schlimmen Zustände werden geduldet.


    Jetzt aber zu den Visionen:


    - Abschaffung der Tabellen und der Altersklassen bis einschl. mindestens E-Jugend. Durch die Abschaffung der Altersklassen können Kinder nach ihrem Leistungsstand gefördert werden. Der Leistungsstand wird ständig durch gut ausgebildete Trainer beobachtet und so können Korrekturen vorgenommen werden. Die straffe Einteilung nach Altersklassen ist nur eine Kopie unseres maroden Schulsystems und passt nicht in die Zeit. Andere machen uns das vor und werden in der Förderung der Kinder, nicht nur im Fußball, uns noch viele Jahre um Längen schlagen.
    Zur Abschaffung der Tabellen schreibe ich nichts mehr, da sind sich hier (fast) Alle einig.


    - In der Saison sollten Spiele beobachtet werden und bei Fehlverhalten die entsprechenden Personen darauf hingewiesen werden. Spieltage der Kinder können als "Silent Day" ausgerufen werden, um mal eine Idee aus den USA aufzugreifen.


    - Die Idee der Installation einer Freundschaftsspielbörse gefällt mir gut und könnte durch Turniere unterstützt werden. Bei den Turnieren würde ich die Mannschaft als Sieger erklären, die die wenigsten Fouls begangen hat o.ä., da gibt es viele Möglichkeiten.


    Das ist natürlich ein riesiger Aufwand und erfordert entsprechendes "Personal". An dieser Stelle könnte ich auf mehrere Themen beim Trainertalk verweisen, wo über Geld geschrieben wird. Letztendlich ist es eine Kopfsache und keine Geldfrage. Ich wünsche mir mehr Mut für wirkliche Reformen. Leider wird dies, auch weil man jeden Trainer benötigt, nicht passieren. Niemand wird sich trauen, auch mal durchzugreifen.


    Auf der anderen Seite kann nur über das Erarbeiten von passenden Konzepten eine Veränderung stattfinden. Ein "geht nicht", "zu zeitintensiv" oder anderen Argumente sind mir nicht genug, weil sich noch niemand wirklich Gedanken darüber gemacht, wie sowas funktionieren könnte.



    Visionen sind gut, aber Ziele sollten sein:


    Konsequente Umsetzung der DFB-Vorgaben, ohne Rücksichten, zum Wohle der Kinder. Kein sammlen von Beitragszahlern, denn es geht um viel mehr. Kann keine kindgerechte Betreuung angeboten werden, muss man eben seine Mitgliederzahlen nach unten korrigieren und entsprechende Ausbildungen intensiver betreiben. Trainer im Kinderfußball sind nicht nur dafür da, Mitglieder zu sammeln und dann Talente ab der D-Jugend in den Stützpunkten abzuliefern. Es sind keine Animateure für die Zukunft des Fußballs, sie tragen eine große Verantwortung für die Entwicklung von Kindern.


    Im ersten Schritt sollten sich die Verantwortlichen vor Saisonstart zusammensetzen und über eine Umsetzung des "kindgerechten Fußballs" diskutieren. Vor der Diskussion sollte ein Fachmann darüber referieren, was "kindgerechter Fußball" ist und was man von den Vereinen und Trainern hierzu erwartet, ohne wenn und aber. Wer dann nicht mitziehen kann oder will, muss es eben lassen.

    Kleiner Spaß:


    Der Text wurde schon mehrfach von Besuchern in verschiedene Sprachen übersetzt und man könnte einiges sogar im Ausland verstehen, hätte ich bei der speziellen Wortwahl nicht unbedingt vermutet. Sonst bekomme ich bei Texten immer wieder Nachfragen zum Verständnis, bei der "Goldenen Ananas" bisher nicht. Ich habe mal einen Teil im Google-Übersetzer eingegeben.


    Original:
    Naja, mein Trainerkollege und die anderen Eltern gegenüber an der Seitenauslinie hatten offensichtlich die gleichen Probleme wie wir, ...sie wollten auch gewinnen ...................


    Englisch:
    Well, my fellow coaches and other parents in relation to the sidelines apparently had the same problems as we are, ... they wanted to win also ... and we, we left on the bend and not break and so we gave ... so rather ... I, maestro of the divine football, head coach of the F 2, the infallibility ... Monster and the tactics of my patrons, the parents ... ... everything we can to ensure this. Herein, we have been real champions! Referees were most vilest insults opponents, so the crumbs of 1.2 o and 6 to 8 years old got their fat away regularly, of the very finest.

    Bericht auf einer Homepage über eine Stadtmeisterschaft im Juni 2009, Altersklasse Bambini:


    In den beiden ersten Spielen gab es zuweilen unangenehme Auseinandersetzungen mit generischen Zuschauern und dem Schiri.
    (Ich habe mich dieses Mal ganz rausgehalten... das fiel mir zwar schwer, aber es war besser)
    Insgesamt sieht man bei diesen Vergleichen (im spielerischen) wo wir stehen, und woran wir in der nächsten Saison arbeiten müssen.
    Ich denke wir befinden uns, fußballerisch und als Mannschaft, im oberen Drittel im Stadt- und Kreisgebiet.


    Andre, da ging es nicht um "Die goldene Ananas", sondern um die Stadtmeisterschaft.

    Leider stimmt das, was TRPietro schreibt.
    Das Regelwerk ist so, wie es ist. Es ist eine FIFA-Regel und daran muss sich der DFB halten. Den Satz von Theo Zwanziger: "Kein Mädchen soll dem Fußball verloren gehen, weil es ein Kopftuch trägt.", sollen Schiedsrichter, Trainer, Eltern und Kinder irgendwie umsetzen, ohne das die Regel es hergibt. Man könnte auch versuchen die Regel zu ändern und damit wäre das Problem vom Tisch.


    Das es auch anders geht beweist:


    DFB protestiert offiziell gegen FIFA-Beschluss
    .....die neue Trikot-Regel des Weltverbandes FIFA, wonach die Spieler der Nationalteams keine festen Rückennummern mehr tragen dürfen, hat bei den Fans und Beteiligten großes Befremden ausgelöst......


    Es gibt also die Möglichkeit etwas zu unternehmen, gerade für die Mädchen, die den ersten großen Schritt zur Integration bereits gemeistert haben und am Vereinssport teilnehmen wollen und dürfen. Wenn wir jetzt wegen eines Kopftuches einem Mädchen den Zugang zum Fußball verwehren, dann ist das ein riesiger Rückschritt für dieses Mädchen und das kann nicht unser Ziel sein.

    Ich stimme siebener zu und "Schwachsinn" ist ein bißchen heftig, nur weil man anderer Meinung ist.


    Die Aufgabe des Fußballs ist u.a. die Integration und sogar der DFB hat das auf seine Fahne geschrieben. Die DFB-Integrationsbeauftragte ist Gül Keskinler. Leider findet man vom DFB und das ist oft so, nur Sätze wie: "Integration ist ein wechselseitiger Prozess, das heißt, dass jeder einen Beitrag leisten muss."


    Oder im Juli 2008: "Der BFV-Präsident, als DFB-Vizepräsident für Recht- und Satzungsfragen zuständig, wird die Diskussion um die Zulassung von Kopftüchern bei Fußballspielen in den nächsten Monaten weiter führen."


    Genauer wird unser Präsident, veröffentlicht auf Sueddeutsche.de:


    Theo Zwanziger stellt klar: "Kein Mädchen soll dem Fußball verloren gehen, weil es ein Kopftuch trägt." Legt man den demografischen Wandel zu Grunde, dürften Sportverbände wie der DFB bald auch im Leistungssport auf Migrantinnen angewiesen sein. Sportartikelhersteller haben reagiert und moderne, sichere Kopftücher, so genannte Tschadors, in ihr Sortiment aufgenommen.


    Klingt gut, hilft in der Praxis aber nicht weiter, denn eine Regländerung ist notwendig. Der DFB bezieht sich dabei auf die FIFA und damit ist Ruhe.


    Mädchen, die ein Kopftuch tragen müssen, haben überhaupt nur eine Chance in den Fußball aufgenommen zu werden: wir lassen sie so spielen. Nur so können sie einen kleinen Schritt integriert werden, denn: Mädchen spielen Fußball und sollen sich nicht in ihre vier Wände zurückziehen und aufs öffentliche Leben verzichten müssen. Diese Mädchen haben keine Wahl und der große Unterschied ist: zum Tragen eines Kreuzes wird niemand gezwungen. Die Teinahme am Vereinssport ist der erste Schritt, wer weiß welcher der Nächste ist?


    Es handelt sich um die Integration von Kindern, die nicht selbst entscheiden können und da sollten wir uns überlegen, ob wir durch Verbot die Eltern oder das Kind bestrafen. Für ein Mädchen mit Kopftuch könnte der Fußball der erste große Schritt zur integration sein.


    Es wird niemanden geschadet, auch das Regelwerk wird es überleben und es ist eine Chance für die Mädchen.

    Zu den Hütchen: Rufe blau, wenn Du rot meinst. ;)


    "Kopfarbeit" sollte in vielen Übungen verpackt sein. Unter Belastung (Kondition,Übungsstress, Spiel) nicht kopflos zu agieren, ist wichtig um Spielsituationen erfolgreich abzuschließen. Man sollte schon in jungen Jahren damit anfangen, aber Du schilderst ja, oft passiert das nicht.


    Im Prinzip gehört jeder Übungsablauf dazu, der komplexer ist und indem die Aufagben der Spieler sich während des Ablaufes ändern. Nehme ein einfaches Rechteck: Pass links, laufen nach rechts und umgekehrt, schon müssen die Spieler Kopfarbeit leisten. Wechseln diese Aufgaben sich im Ablauf auch noch ab: erst Pass links, dann nach rechts laufen und auf der nächsten Position umgekehrt, wird es noch schwieriger. Wenn dann noch ein Torschuss und eine Rolle vorwärts hinzukommen, gehts richtig los.


    Insbesondere in der Rubrik "Passen" bei Soccerdrills befinden sich einige Übungen, die sich dafür eignen, ich habe mal drei beispielhaft herausgesucht:


    1.


    Ralativ einfach und am Ende könnte man noch einen Torschuss einbauen. Versuche es einmal mit sehr kurzen Abständen, dann wird es schwerer. Die Spieler stehen immer vor dem Problem, welche Seite anspielbar ist. Wenn Du dann noch jedem Anpieler und Läufer einen Ball gibts, wirds spannend bei den Pässen. On Top tauschen die Spieler noch "fliegend" die Positionen mit den Anspielern.


    Link zur Übung: Concentration





    2.


    In dieser Übung wechseln sich Langpass, Kurzpass und der Pass ins Zentrum ab. wenn Du dann noch ständig die Anspieler im Zentrum ständig austauscht, kommen noch weitere Aufgaben hinzu. Je weniger Spieler, desto intensiver.


    Link zur Übung: Doppelpass - Kombi




    3.


    Zwischenzeilich ein Klassiker und in mehreren Büchern enthalten. Diese Übung wird aufbauend durchgeführt. Ich habe sie in verschiedenen Altersklassen (männlich + weiblich, D bis Senioren) trainieren lassen, die größten Probelme hatten die Herren. In den Abständen kann variiert werden. Je enger die Spieler zusammenstehen, desto schwieriger wird es. Stehen sie sehr weit auseinander, wird es richtig anstrengend. Nachteil: Feste Gruppengrößen (oder Positionen doppelt besetzen) und viel Arbeit für den Trainer. Wenn der Trainer den Ablauf nicht 100%ig beherrscht besser lassen, sonst wird es peinlich. Manch ein Trainer hat sich daran schon die Zähne ausgebissen und ein Vorschlag zur Vereinfachung hat mich erreicht: nach mehreren gescheiterten Anläufen wurden die Positionen mit verschiedenfarbigen Tellern markiert, dann sollen es die Spieler besser verstehen.


    Link zur Übung: Positionswechsel in der Gruppe