Revolution in Thüringen

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  • ........ich weiss ja, "übertreibung macht's anschaulich".


    mir stellt sich da eher die frage, ob ich in einer g-jugend überhaupt einen wettbewerb (turnier) durchführen muss und ob es nicht ab der f-jugend reichen würde, wenn auch alle beteiligten die regeln halbwegs verstehen können.


    es würde ja durchaus reichen, wenn man mit den ganz kleinen "fussballnahe bewegung" als trainingsinhalt hat.



    gruss

  • Ralf


    Ich wundere mich immer wieder über die Kreativität der Verantwortlichen:


    "Und auch die Journalisten, die bisher Tor für Tor notierten, müssen sich morgen Vormittag gewaltig umstellen.
    Bei dem Test-Turnier wird es nur vier Ergebnisse geben - entweder ein 1:0 oder ein 0:1 oder ein 0:0 oder ein 1:1. Sollte also eine Mannschaft vielleicht fünf Tore schießen und, wie nach der bisherigen Zählweise, damit 5:0 gewinnen, wird das Spiel nur mit einem 1:0 gewertet. Sonderpokale für den besten Torhüter, den besten Spieler oder den besten Torjäger, wie es bis zuletzt fast überall gehandhabt wurde, soll es in diesem Altersbereich ab sofort auch nicht mehr geben.
    Das Tannaer Turnier läuft als Test für die Meisterschaftsrunde ab März 2015."


    Diese Eigeninterpretation schließt zwar das Fairplay nicht aus, aber ich frage mich, wie die Bambinies die Ehrung einzelner Spieler wahrnehmen, wenn sich doch in dieser Altersgruppe jeder unabhängig von seiner Leistung als der beste Spieler fühlen darf. Zumal dies ein Zeichen für unerfahrene Trainer sein kann, ihre vermeintlich besten Spieler zu Positionsidioten auszubilden, statt zu rotieren?


    Für die Erwachsenen einen Unterschied ausmachen, ob ein Spiel mit 5 oder mit 1 Tor Unterschied gewertet wird. Denn ein 0 : 1 ist ja nicht so schlimm, wie ein 0 : 5! Doch kennen wir diese Form der ergebnisorientierten Hysterie unter den Erwachsen als Ursachen für Unruhen doch zu Genüge!
    Die Kinder in dieser Altersgruppe nehmen Fussball anders wahr. Sie fühlen sich als Sieger, weshalb sie es nicht mit dem realen Spielstand in Verbindung setzen! Deshalb kommen Unentschieden und Niederlagen bei ihnen gar nicht vor!


    Wenn also die tatsächlichen Spielergebnisse keine Bedeutung für die Kinder hat, dann kann man sich die Aufzeichnung eigentlich schenken? Vermutlich wird dies noch ein Erkenntnisprozeß sein, der während der Veranstaltung entsteht?


    So sollte man diesen Start der KiFu-Regeln in Thüringen zunächst einmal als positives Ereignis feiern, statt bereits im Vorfeld allzusehr nach dem Haar in der Suppe zu suchen!