WIe macht man ein Team

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  • Du scheinst der Meinung zu sein, dass alle Teams, die nicht von Profivereinen oder ähnlichen Institutionen, wir Ihr sie eine seid, stammen, minderbemittelte Tretertruppen seien

    Nein, das denke ich ganz und gar nicht. Die Rede war von Regionalteams die behaupten, dass sie den Teams der Spitzenvereine im Zweikampf überlegen wären. Ich persönlich keinen kein einziges solches Reginalteam die IM SCHNITT einem Leistungsteam den Schneid abkaufen könnten, aber einige Regionalteams die bezüglich Tretertruppe (inklusive deren Eltern und Trainer) genau dann zur Hochform auflaufen wenn sie gegen einen "klangvollen" Namen spielen.

  • bitte nicht jedes Wort


    Alles gut, aber es waren halt einige "Reizworte". Da ich aber oft gescholten wurde, als ich behauptete, Trainer würden zB 8-jährige wie "Spielermaterial" (ist in LZ de facto so) betrachten - manchem tropft da bei Sichten schon fast Speichel aus dem Ma.., äh Mund, hab ich mich über deine ehrliche Wortwahl ja fast gefreut als Bestätigung, da musste ich zupacken :D
    Auch ich meine, dass nicht alle 8- o. 10-jährigen nur wie Kleinkinder zu behandeln sind, manche schon gern Grenzen (auch des Trainer's Nerven) austesten - ok, da muss man dann auch "disziplinieren", fragt sich nur immer wie. Auf die eigenen Kinder fixiert zu sein, ist ein Naturgesetz (im Gegensatz zu moralisch politisch korrekter Gleichbehandlung), deswegen muss sich keiner schämen, es nur einsehen, danach als in seiner Verantwortung mannschaftsdienlicher Trainer versuchen, das nicht allzu unreflektiert für sich auszuleben, da es dem Teamganzen dann schnell schadet, insbesondere den anderen Kids, die nicht ins eigene Konzept passen. Daher mein Tipp, wirklich nur mal Vater zu sein, so schwer es fällt, wenn zugleich Trainer ist, so denkt und vllt auch besser wäre als der andere. Und klar, Erfolgserlebnisse aber brauchen Kinder unbedingt, um zu wachsen: als Selbstbestätigung, die motiviert, weiter sich anzustrengen. Daher bin auch ich gegen Nur-Spaß und Erfolg-egal-Gesinnungen. Trainer sind nicht dafür gut bezahlte Sozialarbeiter, haben eigene Ziele. Wichtig: die kennen, offen sagen und auch passend umsetzen. - im LZ Siege, im Freizeitteam Spaß, am besten beides zugleich, da es sich auch bedingt. Man muss den Mittelweg im Fördern finden. Fordern sollte man solange, wie Kinder nicht wirklich die Stimme erheben und Nein zu sagen vermögen, aber nie, sofern man nicht "herausgefordert" wird von ihnen: dann muss man natürlich reagieren, das wollen sie ja grad erfahren: was macht der nun... Dribbeln aber fasse ich unter ursprünglichen Spieltrieb und Kunst der Ballbeherrschung: wird heute viel zu früh quasi ausgetrieben, da Passen effizienter wirkt - und später hat man dann keinen, der mal das Spiel an sich reisst, was riskiert per Alleingang etc. Also ist's wieder ambivalent und der Mix macht's!


    Die starke Fixierung von allem auf "den Trainer" finde ich generell falsch: dir als Vater (weinger als Kollege, das find ich problematischer:Konkurrenzdruck) steht Kritik zu, falls es für die Kinder nicht optimal läuft. "Abschießen" ist aber ein unschönes Wort, das man dir - egal wie berechtigt es war - leicht im Mund herumdrehen, dann als Anklage präsentieren kann. Ich selbst bin als Trainer schon von neidischen (da schlechter ankommenden wie erfolglosen) Rivalen bzw. Eltern (die so ihrem Kind unfair Vorteile verschaffen wollten) "abgeschossen" worden. Da hab ich gemerkt: alle Beliebtheit bei den Spielern/Kindern/Mitgliedern nützt ebensowenig wie erfolgreiche Arbeit, wenn wer bei den Oberen die Connections hat. Daher bin ich da "sensibel". Kenn auch Kollegen, denen es so erging: war auch nie schön u. nie berechtigt, da holt einer nen Vater als Sponsor rein, vertraut ihm und der arbeitet hintenrum an dessen Entfernung - leider geht es so mitunter. Die aber, wo es angebracht erschien wie zB Eltern als Nichtfußballer, die man gar nicht als "Trainer" bezeichnen dürfte (da sie nichts vom Fußball verstanden), einzelne, die etliches Geld verdienten, dafür aber umso mehr herumschrien oder drakonisch bestraften, die blieben, da sie im Verein zu gut nach oben vernetzt waren. Bei dir hörte es sich ein wenig so an, als ob die Trainer unter Druck stünden: im Prinzip finde ich das ja gut, man soll zumindest erst selbst was fürs Team leisten, bevor man vom Kinderteam Leistung bzw. (für sich) Erfolge fordert, um gut dazustehen, was nun mal auch von mir als Alltagsmotiv erlebt wird: sonst kriegt man ja auch nichts, nur die Vorteile fürs eigene Kind per mehr Spielzeit, mehr Beachtung, Lieblingsposition u.ä. oder eben das Prahlen mit dem Sieg im Vereinsheim. Gönn ich jedem, sofern die eigentlichen Ziele kindlicher Entwicklung, Teamgeist o. Harmonie darunter nicht leiden. So würde ich also argumentieren o. erstmal wahrnehmen: Haben 12 von 13 Kinder Spaß so, wie es ist, im undisziplinierten Chaos, nur dein Kind nicht, dann hat der Trainer Recht; sind 10 von 13 frustriert, dann du, Veränderung von ihm zu fordern. Aber nicht um ihn abzuschießen. Erstmal muss er ja sehen, was du siehst und du musst ihn überzeugen, mit klaren Worten u. Unterstützung der anderen zB. Denn er muss, sollte dem Team dienen wollen. Übers Wie kann, darf man immer streiten - im demokratisch geführten Verein... ;)

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Hallo !
    Was ist ein Quadrantenspiel und überhaupt geht es doch hier um eine F-Jugend, da sind doch die Leistungsunterschiede immens. Ich kann doch mein Kind nicht , wenn auch nur visuell, in den Arsch treten.
    Wenn ich so einen Spieler in der Mannschaft hätte - würde ich ihn mal ermutigen seinen Tiger auszupacken und nicht nur für die Mannschaft spielen. Der Endeffekt scheint so zu sein - das er den Ball unermütlich nach vorn treibt und dann abspielt und die anderen die vorn rumstehen dann die Bude machen und die Helden sind.
    Mein Tipp wäre, lass ihn einfach mal zu Hause . Sollen die anderen doch merken wenn man nicht zusammenspielt gibts eine fette Klatsche.
    Gruß Der Gerd