Spieler gehen nächste Woche zum Probetraining !

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  • Hallo Leute,


    ich bräuchte mal einen Tip zu oben genannten Thema..Zwei meiner Spieler gehen nächste Woche zum Probetraining zum Nachbarverein.
    Wie geht ihr mit so einem Thema um.
    Was mich hier Stört ist das ich es über dritte Erfahren muste und keiner der Eltern es mir selber Gesagt hat.


    Zur derzeitigen Situation gibt zu Sagen.Ich Trainiere eine E-Jugend (5x2001er und 6x2000er sowie einen 2002er ) jetzt ist es so das zur F1 Zeit alles Gewonnen wurde und die Mannschaft es nie gelernt hat zu Verlieren. Auch bei den Erwartungen vor der Saison wollte au fmich keiner Hören als ich ihnen sagte das die Trauben nicht so Hoch hängen im ersten Jahr. Wir Spielen fast nur gegen den älteren Jahrgang nach hohen Niederlagen am Anfang sind wir jetzt soweit das es nur 0:1 oder 0:3 gegen uns Ausgeht.
    Bei uns im Verein ist es so das wir alle Kinder mitnehmen und keine nach Hause schicken (Dorfverein ).Ein Leistungs gedanke bei uns gibt es wenn überhaupt erst ab der C-Jugend in einer JSG (2 x Rheinlandliga,1x Bezirksliga ).Und genau da wollen die beiden jetzt hin zum Probetraining.
    Dort wird auf Leistung wert gelegt auch schon in der E-Jugend und auch so gearbeitet. Außer Frage steht das beide sehr gute Fußballer sind und ihren weg gehen werden.
    Aber die Endtäuschung als Mensch und Trainer ist sehr groß da ich beide seit den Bambinis betreue und etwas mehr Vertrauen verdient gehabt hätte seitens der Eltern.


    LG.Mike

  • Ja, das tut weh. Wir sind immer den "ehrlichen Weg" gegangen.Unsere Trainer waren immer informiert. Als wir feststellten, das es nicht mehr mit dem Trainer u. unserem 96ger harmoniert haben wir ihm das auch gesagt, das unser Sohn mit dem Gedanen spielt den Verein zu wechseln.


    Ich denke die Eltern scheuen das Gespräch, weil die Beweggründe ihnen vielleicht unangenehm sind.
    Sprech sie doch drauf an, dann erfährst du, ob es so ist wie du vermutest (wg. den Niederlagen). Kannst nochmal an sie appelieren, das es manchmal der schwerere Weg sein sollte. Bildet schließlich auch den Charakter, wenn man so eine Zeit durchsteht.


    Falls es doch zum wechsel kommt kann man nur hoffen, das die Kinder nicht zu sehr unter Druck gesetzt werden, von den Eltern. Auch schade, das sie deine Botschaft nicht verstanden haben.

  • Deine Enttäuschung ist nachvollziehbar.
    Ein Grund für die "Nicht-Information" durch die Eltern kann aber auch sein, das sie einfach Angst hatten, dich darauf anzusprechen. Viele Trainer sehen ein Probetraining oft als Vertrauensbruch, sind gar beleidigt deswegen.
    Neuerlich hatten wir auch einen derartigen Fall bei uns im Verein. Der Junge wird wegen seines Wechsels in der Saison eh 3 Monate gesperrt, und der Trainerkollege redete dem Vorstand dann ein, keine Freigabe zu erteilen (gleichbedeutend mit zusätzlicher Sperre). Fazit: Eltern stinksauer, da sie jahrelang hinter dem Trainer gestanden haben. Die Eltern des Jungen redeten mit mir, und ich habe dem Vorstand dann die Zusatzsperre ausgeredet.


    Das Problem bei den meisten der hier aktiven Trainer ist: Wir sind alle in Dorfvereinen tätig. Und da ist es nunmal so, das wir die wenigen anwesenden Talente für andere Vereine ausbilden. Irgendwann gehen sie, traurig, aber einerseits ja auch verständlich.

  • Meines Wissens dürfen Kinder im Verein A angemeldet sind, nicht so einfach beim Verein B zum Training gehen. Aus Versicherungsgründen muss der Verein A schriftlich zustimmen. Das macht normalerweise der Jugendleiter. Der sollte also wissen, dass die Kinder ein Probetraining machen und seine Trainer informieren. Wenn ich so einen Wisch ausstelle, dann frage ich die Eltern immer nach dem warum und ob sie es mit den Trainern ihrer Kinder besprochen haben. Natürlich ist es immer enttäuschend, wenn Kinder weggehen, aber entscheidend sind die Gründe. Manchmal ist es "nur" ein bevorstehender Umzug, ein veränderter Freundeskreis oder was weiß ich. Letztlich hatte ich ein Kind, dass nur mal gerne mit seinen Freunden von der Schule trainieren wollte, eine Wechselabsicht bestand schon allein deswegen nicht, weil es den Eltern zu viel Fahrerei wäre. Ich würde die Kinder und deren Eltern darauf ansprechen. Letztlich muss jeder seinen Weg gehen, ob es für das einzelne Kind immer der richtige ist, bezweifle ich auch manchmal. Bei Kindern, die aus "Erfolgsgründen" in dem Alter wechseln, stecken i.d.R. Eltern dahinter, die keine Ahnung haben. Da kann man wenig machen und daher man sollte sich das als Trainer nicht allzu sehr zu Herzen nehmen. Genau wie Kinder weggehen kommen auch immer mal wieder neue dazu. Meistens kann man persönlich weder etwas dazu, dass Kinder gehen, noch dass sie kommen. ;o)

  • Auch bei einigen meiner Jungs (einschließlich meines Sohnes) wurde schon "angeklopft". Ich sehe dies so: Bei diesen Vereinen sind lizensierte Trainer mit viel Erfahrung und Engagement. Dort bekommen sie sicherlich eine bessere fußballerische Ausbildung als ich dies leisten könnte. Deswegen ist es okay für mich bzw. ich habe kein Problem damit. In diesen Fällen allerdings bin ich vorher von den Trainern angesprochen worden. Man kennt sich halt und geht daher fair miteinander um. Die Jungs spielen noch bis einschließlich E-Jugend älterer Jahrgang bei uns (also bis 2012 ) und dann wird mit den Kindern und Eltern zusammen entschieden, ob sie wechseln. Und wenn es soweit ist werde ich ihnen auf jeden Fall sagen das sie jederzeit wieder willkommen sind, wenn es ihnen beim neuen Verein nicht gefällt.


    Deswegen sieh es einfach als Bestätigung oder Anerkennung für Deine Arbeit.




    Ich kann allerdings Deine Enttäuschung über die Art und Weise wie Du dies erfahren hast voll und ganz verstehen. Aber:




    Undank ist der Welt Lohn. Leider.