Hallo,
ich habe ein kleines Problem in meiner Mannschaft. Diese Mannschaft (E2 - Jg.97) ist seit letzten Sommer neu formiert und äußerst erfolgreich - wir haben bis heute kein einziges Spiel verloren. ![]()
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Das fussballerische Niveau ist recht ausgeglichen und wir haben sehr viel Spaß.
Trotzdem will ich mich um einem meiner Spieler ganz besonders kümmern.
Er ist der Jüngste, der Kleinste und bei der körperlichen Kraft auch ganz hinten. Allerdings hat er maximale Trainingsbeteiligung, ist absolut motiviert und leidenschaftlich und ganz bestimmt nicht untalentiert. Er kann also schon ganz gut Fussball spielen und hat sogar mehr Übersicht, als die meisten anderen. Die körperliche Unterlegenheit hemmt ihn aber und machmal wirkt es sogar ängstlich.
Wie kann ich ihm helfen - es ist mir sehr wichtig.
Mit so jungen Spieler habe ich wenig Erfahrung und bin über jeden Tipp dankbar.
kleiner und schwächer als der Rest
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Hallo,
motiviere ihn immer wieder in die Zweikämpfe, auch mit körperlich überlegenen Kindern zu gehen. Lobe ihn dafür. Ich würde ihn auch bei 1:1-Übungen immer wieder mit größeren Kindern zusammenbringen. Und ganz wichtig ist: Geduld, Geduld, Geduld. -
Es kommt nicht immer auf die größe an (habe ich doch schon irgendwann mal in einem anderem zusammenhang gehört
)
Es gibt auch viele Profis die "Klein" sind guck dir mal Lahm an. -
Hallo Thomas,
ich bin da anderer Ansicht als Du.
Ich habe in meiner ebenfalls oben mitspielenden E 1 drei Spieler im ersten Jahr und die sehen körperlich auch so aus, wie der Spieler von Tunichtsoerwachsen beschrieben.
Ich trainiere mit den Spielern vorrangig das dribbelstarke Zweikampfspiel. Hierbei üben wir, einen Pass immer dann zu spielen, wenn ein Gegner auf den Ballführenden zugeht. Mit einem guten Timing sollte dann möglichst per flachem Pass abgespielt werden. Hierbei wird auch der Gedanke geführt, hinten herum zu spielen. Erst wenn beides nicht möglich ist, sollten (nicht müssen) die Jungs in den Zweikampf gehen.
Der Zweikampf hat für mich in der E-Jugend folgende Form.
a)der Spieler schirmt den Ball mit dem Körper ab und nimmt möglichst einen Tempowechsel zum Durchbruch vor
Meiner Erfahrung nach ziehen meine Jungen Terrier dabei gegen gute Manschaften fast grundsätzlich den kürzeren. Oft liegen sie am Boden.
In solchen Spielen rate ich den Jugns dann für das nächste Spiel, dem Zweikampf aus dem Wege zu gehen. Ich bringe dann den Vergleich zwischen einem Golf Gti und einem DB 500. Ein Gti ist spurtstark und könnte beim Slalomfahren wohl gewinnen. Bei einem Chrash wird der Gti wohl schlecht aussehen! Soll nichts anderes heissen, als das der kleine wendige schnelle willensstarke Jungspieler seine Stärken mutig ausspielen sollte und das ist dann eben nicht die Empfehlung, übertrieben gesagt in eine Wand zu rennen. Gruss Andre -
Nach meinen Erfahrungen, lernt solch ein Spieler am besten aufgrund von Spielpraxis.
Man kann den "kleineren" zwar im Training probieren die Angst zu nehmen, aber im Spiel sieht die Sache meistens doch wieder anders aus.
Vor einem Jahr bekam ich auch einen neuen Spieler dazu, der ebenfalls ziemlich klein war und immer etwas unsicher wirkte.
Jedes Jahr mache ich mehrere Turniere und viele Freundschaftsspiele aus, bei denen ich nur die Spieler mitnehme, die bei den sonstigen Spielen eher kürzer zum Einsatz kommen können. Immerhin kommen die Jungs um Fußball zu spielen und nicht nur um zu trainieren. Nach mehreren solcher Turniere / Freundschaftsspiele war eine deutliche Steigerung zu erkennen und seine Unsicherheit schwand nach und nach.
Heute ist er ein Top-Torjäger alla Gerd Müller und führt bei uns die Torjägerliste in der Liga an.
Extra Trainingseinheiten, bzw. Übungen für solche Spieler können sicher nicht schaden, ich finde allerdings, dass erst über genügend Spielpraxis tolle Ergebnisse bei solchen Spielern zu erkennen sind.
