Moin Moin,
meine G-jugend Mannschaft ist ein bunt gemischter Haufen aus den Jahrgängen 2004-2002.Das Gros des Teams ist set Sept. 2008 zusammen.Jetzt merke ich so langsam, wie sich die Ungedult mancher Eltern regt.Sie hätten gerne, dass die Lütten wie die Großen spielen,d.h. mit Paßspiel, festen Positionen, und "taktischer Disziplin".
Ich habe ihnen natürlich erklärt, dass diese Dinge später, viel später kommen, und dass Kinder in diesem Alter ohne Zwänge von aussen frei spielen sollen.Ergebnis egal.Hauptsache Spass(den die Kinder auch haben.)
Trotzdem höre ich immer wieder Zwischenrufe von den entsprechenden Eltern, die die Kinder nur verunsichern.
Habt Ihr dieses Problem auch?
Soll ich meine Linie durchziehen? Wenn man dem DFB -Ausbildungskonzept glauben darf, bin ich wohl auf dem richtigen Weg, oder?
Ungeduldige Eltern in der G-Jugend
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Hallo,
du solltest dein Ding durchziehen.
Trotzdem würde ich mit den Eltern reden und ihnen klar machen, dass du der einzige bist der am Spielfeldrand reinrufen darfst. Wenn das nicht funktioniert würde ich es nicht mehr erlauben, dass die Eltern nah am Spielfeldrand stehen, sonder hinter die Absperrung müssen so wie es eigentlich auch gewünscht ist.Härtefälle würde ich auch schon bei den Bambinis nicht mehr mit in die Kabine lassen .Dann musst du halt beim umziehen und Schuhe binden helfen

Wem das alles nicht passt der muss sich dann leider nen andern Verein suchen
Gruß
Markus -
schön zu lesen, dass es auch noch vernünftige trainer gibt. lass dich von deinem konzept nicht abbringen. dfb - philosophie hin oder her, es erschließt sich aus dem logischen denkansatz, dass bambini - fußball eine sonderstellung einimmt. und du bist der wichtige mittelsmann zwischen ahnungslosen eltern und den kleinen rackern
.weiter so

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1. Halte an Deiner Linie fest. Ein Lehrer läßt sich in solchen grundsätzlichen Fragen auch nicht hineinreden.
2. Vielleicht wäre ein Elternabend als Infoveranstaltung (keine Diskussion) zu Saisonbeginn gut, vor allem bei den Minis, F und E Jugend.
3. Hier ein Beispiel für einen Elternbrief:Liebe Eltern der
Bambinis,Wir als Trainerteam bedanken uns, dass Sie uns Ihr Kind anvertrauen. Wir werden nichts unversucht lassen, damit Ihre Kinder - Mädchen oder Junge - und Sie als Eltern sich bei uns wohlfühlen. Im Folgenden möchten wir einige grundsätzliche Bemerkungen zum Kinderfußball machen.Dies ist uns als Trainer wichtig!
Das Erwerben fußballspezifischer Techniken oder gar taktischer Verhaltensweisen ist in diesem "Bambini-Alter" noch nicht vorrangig. Dass soll allerdings nicht heißen, dass Ihre Kinder bei uns nicht altersgemäß Fußballspielen lernen:
Mit dem Ball am Fuß laufen, diesen ohne Hilfe der Hände anhalten, ihn in eine vorgegebene Richtung oder ins Tor schießen und Tore verhindern: An diese Bausteine des Fußballs wollen wir die Kinder in verschiedenen spielerischen Formen und vor allem mit Fußballspielen heranführen.
Daneben und genauso wichtig für unsere Kleinen ist es zu lernen:
- In einer Mannschaft ein
gemeinsames Ziel zu verfolgen,
- sich dabei in einer Gruppe
etwa Gleichaltriger zurecht zu finden,
- Gegenspieler zu
respektieren,
- Regeln (des Spiels) zu
akzeptieren und einzuhalten
- und zu guter Letzt mit
Siegen und Niederlagen angemessen spielerisch umzugehen.
Als Nächstes legen wir Wert darauf, dass Ihre/ Unsere Kinder:- mit Sportgeräten kreativ
umzugehen lernen,
- Bewegungserfahrungen in
vielen verschiedenen spielerischen Situationen sammeln,
- Gewandtheit/
Geschicklichkeit und das Reaktionsvermögen verbessern und koordiniert einsetzen
lernen,
- Freude und Spaß am Fußball
(am Sport allgemein) entwickeln
- und aktiv am Vereinsleben
der SG Spiesheim teilnehmen.
Sind Sie also bitte nicht erstaunt, wenn Sie während der Trainings-/ "Spielstunde" Ihres Kindes auch Bewegungsspiele beobachten, die scheinbar mit Fußball nichts zu tun haben:Hüpfen, Werfen, Springen, Balancieren, Klettern sind grundlegende Fertigkeiten, die optimiert werden können und der langfristigen, behutsamen
Entwicklung von "Fußballfertigkeiten" als Basis dienen. Selbstverständlich bleibt der Fußball und das Fußballspielen Kern und Hauptzielrichtung des
Trainings!Ja, wir werden auch Spiele gegen andere Mannschaften austragen! Dabei geht es jedoch nicht vorrangig und hauptsächlich darum
möglichst viele Spiele zu gewinnen! Kinder sollen sich viel bewegen und Spaß am Spiel entwickeln. Kinder dieses Alters halten sich erfahrungsgemäß auf dem
Spielfeld noch nicht an bestimmte Rollen, Positionen oder Aufgaben. Ihr Spieltrieb ist dazu noch viel zu ausgeprägt. Die Kleinen sollen also ganz
bewusst noch gar nicht auf bestimmte Positionen festgelegt werden. Sie als Eltern bestimmen ja auch noch nicht jetzt, auf welche weiterführende Schule Ihr
Kind später einmal gehen soll.Kinder lernen schneller, wenn sie Erfahrungen im Spiel auf möglichst allen Positionen sammeln dürfen. Daher werden wir sie von Spiel zu Spiel oder während eines Spieles unterschiedliche Positionen einnehmen lassen. Kinder verstehen sicher auch von selbst, dass jedes Kind mal ausgewechselt wird, damit andere auch mal spielen können. Eine Auswechslung darf im Interesse der Kinder nicht davon abhängen, ob jemand gut oder weniger gut gespielt hat. Das Spiel unserer Jüngsten sollte noch keine persönlichen Bewertungen erfahren.
Damit kein falscher Eindruck entsteht:
Wir freuen uns über Siege! Allerdings nicht um jeden Preis! Schwächere ausgewechselt zu lassen, einige gar nicht zum Einsatz kommen zu lassen oder Kinder durch
frühzeitige Festlegung auf Positionen wie "Letzter Mann" oder "beschäftigungsloser/ überforderter Torwart" führen nur zu Frust und nicht zum Spaß am Fußball.Diese Informationen sind uns wichtig genug, dass wir die direkte Ansprache gewählt haben. Wir freuen uns, wenn wir Sie häufig während des Trainings begrüßen können. Wir als Trainerteam sind für jede Anregung und jedes offene Wort dankbar. Wir bauen auf Ihre Kooperation.
Mit sportlichen Grüßen

- In einer Mannschaft ein
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Hi, ...wenn hilft, grins,....stimmt aber nicht ganz, ich habe ihn im Internet mehrfach gefunden und kopiert. Das Buch habe ich aber auch irgendwo hier rumfliegen, du wirst wohl recht haben, er wird aus dem Dfb.-Buch sein. Der Brief wurde auch bei uns im Verein in abgeänderter Form mehrfach zu Saisonbeginn verteilt. Neben den normalen Ausweichern von Eltern, klappt das hier weitestgehend ganz gut. Gruß Andre

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Super.
Danke für den Zuspruch.Da scheine ich denn ja doch auf dem richtigen Weg zu sein.Sind ja Gott sei Dank auch nur wenige Eltern, die es nicht verstehen(wollen). Ich mache also so weiter, und werde den Brief aus dem besagtem Buch bei einem Elternabend ansprechen und verteilen.
