Hallo zusammen,
will hier mal für die schwächeren Spieler und Spätzünder reden.
Ja, es ist frustrierend, wenn sich Spieler trotz Training nicht oder nur langsam weiter entwickeln.
Es gibt aber auch viele Menschen, die Spaß an einer Sache haben, auch wenn sie nicht zu den Besten gehören.
Diese Freude am Sport, Malen, Musizieren etc. wird ihnen aber häufig von außen madig gemacht...
Gefühlt gibt es mehr Vereine, die leistungsorientiert sind, als im Breitensport tätig sind, weil der Leistungsgedanke im Sport als "natürlich" gilt.
Warum eigentlich?
Natürlich will man gewinnen, aber bitte nicht auf Kosten des Spaßes im Training und im Mannschaftsgefüge.
Leider hat sich (auch in der Politik) die Meinungen etabliert, dass man nur genug üben und fleißig sein muss, dann kann man mit den anderen, z.B. in der Schule oder wie hier im Sport, mithalten..., aber das ist natürlich nicht so.
Bei körperlichen Eigenschaften sieht das jeder sofort ein.
Ein Volleyball- oder Basketballspieler mit 2,1m hat es leichter im Vergleich zum 1,6m großen Spieler. Das "Defizit" wird er kaum durch Training auffangen können...
Beim Turnen ist es genau andersrum.
Was für die Körpergröße gilt, gilt auch für viele andere Aspekte des Körpers, die für eine Sportart hilfreich sind und die nunmal unter uns Menschen ungleich verteilt sind.
In einem Interview hat Jürgen Klopp mal erzählt, dass er als ballführender Spieler auf dem Feld immer wusste, was der beste Pass/Spielzug wäre, er es aber technisch nicht umsetzen konnte.
Wir normales können da nur sagen: "Willkommen im Club".
Oder anders ausgedrückt;
Habt Spaß an der Jugendarbeit, und definiert eure Erfolge nicht über Siege und Niederlage, sondern, darüber, dass die Spieler gerne zu euch zum Training kommen, euch vertrauen und sich im Mannschaftsgefüge wohlfühlen.
Die Erfolge kommen dann von ganz alleine und sei es, dass man, z.B. das erste Mal nicht zweistelligen verloren hat...