Ich hole mir als Papa-Trainer meine Freude am Tüfteln daran wie ich den Kindern (U9 Breitensport) Fussballinhalte beibringe, sodass sie ohne es zu merken sportlich Fortschritte im Rahmen ihrer Möglichkeiten machen und sich am Platz verstehen. Ich freue mich wenn das Sozialverhalten klappt und neue Anfänger wie Fortgeschrittene problemlos in die Mannschaft integriert werden können. Und es gibt mir ein gutes Gefühl wenn ich Entwicklungssprünge sehe, die sich dann im Spielbetrieb bemerkbar machen und sich die Kids gegen am Papier vergleichbare Mannschaften schon öfter mit X und 3er belohnen als früher. Die Kinder schauen schon auf Ergebnisse und ein Unentschieden oder Sieg zwischendurch gibt ihnen einen kurzen Glücksmoment.
Beiträge von Oesi81
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Ich würde das klassische Feedbacksandwich "Stärke-Auszubesserndes-Stärke" anwenden. Zu erst seine Stärken hervorheben, dann auf das zu Verbessernde eingehen und zum Schluss nochmal lobende Worte bzw. Stärken positionieren. In der F kann es in der Bandbreite von zurückhaltend bis selbstbewusst schnell von einer in die andere Richtung gehen. Meine Tochter z.B. hat eine altersgemäß gute Spielintelligenz und spielt schon mit Köpfchen gegen Mannschaften wo das Tempo nicht so hoch ist oder der Gegenspieler körperlich unterlegen ist. Gegen schnelle oder körperlich weiterentwickelte Jungs zieht sie zurück, dreht sich vor Bällen weg, begleitet den Gegner nur statt den Zweikampf zu suchen etc. (der Hauptgrund neben fehlendem Tempo, dass sie bei mir in der B Mannschaft und nicht in der A spielt) Ich hol sie dann in der Pause zur Seite und sage ihr, dass sie eine gute Kickerin ist, aber den Zweikampf nicht scheuen braucht und am Ende, dass sie gut spielt und auf den Zweikampf nicht vergessen soll. Das gibt ihr zumindest Selbstvertrauen zurück, finde ich, aber ändert dennoch noch nichts, dass sie noch den Zweikampf zu umgehen versucht. Ist eben auch Entwicklungs- und Charaktersache.
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Ich denke auch, dass das Vereinswesen und das Trainerdasein einem gesellschaftlichen Wandel unterworfen ist. Ich sehe es in meiner Breitensporttruppe U9, dass sich der Sinn des Vereins geändert. In meiner Kindheit haben meine Eltern z.B. klar die Ansage gemacht 'Es gibt 2 Mal die Woche Training und am Wochenende Spiel. Du machst aber andere Sachen auch gerne, daher überlege es dir gut, weil ein Verein erwartet entsprechend Beteiligung und gewisse Leistungsbereitschaft' . Wenn ich mir die Eltern meiner Kids ansehe (meine Generation wohlgemerkt!!!), sind nur die Hälfte so wie früher eingestellt und die andere Hälfte sieht den Verein nur als Möglichkeit den Kindern wenn es reinpasst paar Stunden während der Woche Spaß unter Freunden zu gewähren ohne Verpflichtungsgefühl oder Leistungsbereitschaft. Das was wir früher in der Freizeit also gemacht haben (mit Freunden unverbindlich mittels Fussball am Bolzplatz gemeinsam Spaß zu haben und sich zu sozialisieren) wandert in den Verein ab und wird an den Verein abgegeben. Das Bindenwollen an einen Verein hat abgenommen und ist die Basis vieler Probleme für Trainer und Verein.
Bedeutet wie bei mir z.B. , dass gerade am Wochenende der Spielbetrieb zum Nervenkitzel wird, ob überhaupt genügend Kinder spielbereit sind und im Endeffekt bleibt für manchen Verein nur mehr der Weg einer Spielgemeinschaft oder Teamzusammenlegung.
Aber es gibt auch genug 'Spezialisten' in der Trainerschaft, die mit ihrer Art und Auftreten nicht gerade für Verbesserung der Situation beitragen was ich so in 3 Jahren als Papatrainer erleben durfte. Spielen also viele Faktoren mit.
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Zusatz von mir: Gestern gab es ein verpflichtendes Elterngespräch zusammen mit dem Jugendleiter und dem A-Trainer wo der Jugendleiter unterstützt durch den A-Trainer den Eltern direkt die Situation geschildert hat und welche Konsequenzen eintreten werden wenn das Dreieck Kinder-Eltern-Trainer nicht klappt (mein Rücktritt als Haupttrainer, Zusammenlegung mit der A mit voraussichtlichem Abgang mehrere Kinder, weil sie nicht mithalten können etc.).
Es waren alle Eltern da und die meisten haben schweigend zugehört. 2 der Problemeltern haben keine Reaktion gezeigt, die 2 anderen haben es immer noch nicht verstanden. Eine Mutter mit den vielen Urlauben meinte,dass sie sich nicht angesprochen fühlt, weil die Urlaube sind länger oft geplant bevor die Fussballtermine bekannt werden. Die Mama des Scheidungskindes meinte, dass die Freitagstermine eher passen als Samstagstermine, aber keine Einsicht des bisherigen Fehlverhaltens,sondern mMn eher die Hoffnung, dass sich so viele andere finden, dass sie wieder mit X absagen kann.
Einen neuen Spieler habe ich bekommen, vielleicht kommt bald ein Zweiter. Mitte Mai werde ich mittels Statistik abrechnen und dann entweder definitiv zurücktreten, wenn die 4 Problemeltern keine sichtbare Besserung zeigen und der Spielbetrieb gefährdet ist oder es folgt eine Besserung - dann stelle ich mich als Trainer nochmal zur Verfügung unter der Bedingung, dass ich die Kinder der Problemeltern nicht mehr im Kader habe.
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Im Prinzip sagt die Vereinsführung auch, dass bei mir in der B Ergebnisse egal sind und ich die Kinder bespaßen soll, weil ich nicht weiß, ob nicht der nächste Bürgermeister, Co-Trainer etc. in meiner Mannschaft spielt.
Das ist mir seit Anbeginn klar und hab kein Problem damit.
Das Training ist bei mir nicht das Problem, da können die Eltern ihre Kids abladen unter der Woche und bringen bis auf die übervorsichtige Gluckenmama und das Scheidungskind brav ihre Kinder. Die Inhalte und die Vermittlung dürfte passen, fehlerfrei mach ich da sicher auch nicht alles, aber den Kids dürfte es taugen.
Das Problem ist der Spielbetrieb am Wochenende. Hier helfen keine Bitten, Gespräche etc. bei rund der Hälfte der Eltern. Hier wird auf Verantwortung fürs Team gepfiffen, weil am Wochenende Fussball als lästige Verpflichtung oder unwichtig gesehen wird. "Unter der Woche im Training bespaßen ist super, aber am Wochenende passt uns das gar nicht wirklich rein. Woher sollen wir eine Woche vorher wissen, was wir vorhaben?"- wenn so wie in meinem Fall im Kader von 10 Kindern 5 Eltern so denken, ist eine Weiterführung des Spielbetriebs so nicht möglich. Konsequenzen hat diese Haltung für die Eltern nicht und damit kann ich nur für mich den Schritt setzen: zurück in die zweite Reihe als Co oder ganz die Mannschaft abgeben.
Aktuelles Beispiel: Letztes Hallenturnier am 1.3., 4+1. Am 1.2. war das letzte Hallenturnier, Anfang April geht die Meisterschaft los. Das heißt, das Turnier am 1.3. ist der einzige Termin in 2 Monaten und man könnte meinen, dass bei 10 Kindern 6-7 Kinder spielen können, weil eh 1 Monat nix gespielt wurde und ein Monat später erst das nächste Spiel. Stand jetzt: 4 Absagen jetzt schon, weil "anders verplant", '.', "Urlaub", "X", 3 Zusagen und noch 3 offen. Wobei bei den 3 offenen wieder das Gluckenmamakind dabei ist und Absage mit "." zu erwarten ist.
DAS ist ein Problem und kein Einzelfall.
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Zuverlässigkeit und mehrere Hobbies schließen sich nicht immer aus. Einer der Jungen mit 60% am Wochenende geht noch in den Gitarrenunterricht, geht Sternsingen, fährt Rad und was weiß ich noch. Kein Checker und leicht ablenkbar, spielt aber mit Begeisterung Fussball, obwohl daheim Fussball gar kein Thema ist. Die Eltern haben mit Fussball nix am Hut, aber versuchen ihn und mich zu unterstützen.
Meine Problemfälle haben keine anderen zeitaufwändigen Hobbies. Der Junge mit der Gluckenmama ist sogar begeisterter Fussballer, aber leidet unter den Fuchteln der Mama. Beim Scheidungskind geht es nicht um Fussball mMn, sondern um Versuche der Mutter den Verein zu benutzen um ihn von der privaten Kacke (richtig hässlicher Rosenkrieg) abzulenken.
Mein Fahrplan für mich sieht im Kopf derzeit so aus, dass ich mir im Frühjahr anschaue wie stressfrei ich den Spielbetrieb führen kann. Wenn ich 30% oder öfter Spieler vom Jahrgang darunter brauche oder Spiele öfter mangels Kinder schieben muss, werde ich mich als Haupttrainer zurückziehen und als Co-Trainer oder TW-Trainer im Verein weitermachen. Vereinswechsel hab ich auch schon im Hinterkopf gehabt, aber ist nur dann eine Option, wenn ich mich im Fall der Fälle nicht in die zweite Reihe als Co oder TW-Trainer zurückziehen kann.
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Ich bin sehr dankbar für eure Diskussionen und Beiträge. Wenn es nach den Kindern ginge, hätte ich jedes Wochenende den ganzen Kader zur Verfügung. Die Trainingsbeteiligung ist für eine B-Truppe auch noch in Ordnung seit dieser Saison, wobei es auch hier so ist, dass mein Kern auf 85-95 % Trainingsbeteiligung, 3 so auf 70 % und die Problemkinder 50% oder mittlerweile darunter kommen. Unter 50% halt das Kind der übervorsichtigen Gluckenmama, wo das Kind sich unter 15 Grad erkälten könnte und über 25 Grad im Freibad anzutreffen ist. Das Scheidungskind kommt phasenweise oft, dann wieder wochenlang nicht...
Knackpunkt ist der Spielbetrieb am Wochenende, der nur mit dem eigenen Kader oft zur Zitterpartie wird.
Coach_T88 trifft es auf den Punkt und spricht mir aus der Seele. Ich halt Elternabende, geh in Einzelgespräche manchmal usw., aber bei den 3 Pappenheimern hilft nichts - bekomme ich ein freundliches Lächeln und Nicken, hunderte Gründe/Ausflüchte, aber keine Verhaltensänderung. Und an diesem Punkt, glaub ich, macht es sich die Vereinsführung zu einfach, wenn sie mit dem Argument "Ist Breitensport, gehört dazu, vor der Gemeinde sind uns die Hände gebunden, die hören eh alle irgendwann auf" auf Beschwichtigung setzt. Da muss man auch mal auf Seite des engagierten Trainers sein und halt mal auf 3 Kinder aus der Gemeinde im Verein zur Not verzichten können dürfen. Mit Geld lässt sich mangelnde Unterstützung der Eltern nicht ändern, da stellt es mir auch bei Aussagen wie "diese Eltern sind die Besten, weil sie zahlen Ausbildungsbeitrag und nehmen nichts dafür" die Haare auf. Aus Vereinsführungssicht ja, aus Trainersicht ein Grund aufzuhören, weil Trainer leben von spielenden Kindern und ihn unterstützenden Eltern.
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Bei uns läuft es ähnlich wie bei Coach_T88 , dass nach Entwicklungsstand getrennt wurde, aber beide Mannschaften ähnlich behandelt werden. Persönlich bin ich auch kein Freund der Teilung in A und B in diesem Alter, aber ist so bei uns. Wir Trainer verstehen uns aber und wenn weniger Kinder im Training sind wie jetzt - Stichwort Grippewelle- trainieren wir gemeinsam. Das federt diese Trennungsproblematik ein wenig ab.
Auf meine ursprüngliches Posting mit den speziellen Eltern, die an Wochenenden am Spielbetrieb nicht teilnehmen, bezogen , sehe ich auch ein gesellschaftliches Problem und das Verständnis bei denjenigen was in einem Verein erwartet wird. Genau da stelle ich mir die Frage, ob man als Verein nicht selbst mit dem nötigen Mut entgegentreten kann und Möglichkeiten schaffen Konsequenzen der Form "Wenn du nie am Spielbetrieb teilnehmen kannst/willst, dann bist du bei und falsch. Dann passiert XY " anwenden zu können.
Mit Dokumentation wie SpielerPlusApp kann man das nachvollziehen. Und zu Saisonbeginn via Handout und Homepage kommunizieren, dass bei z.B weniger als 30 % Spielbetrieb über mehrere Monate ein mehrstufiger Prozess angestoßen wird (z.B. Gespräch->Verwarnung->Abmeldung) , dann sollte auch das vor einer Gemeinde argumentierbar sein. Weil das ist ja das typische Totschlagargument, dass in einer Breitensportmannschaft mehr erduldet werden muss und nur bei wiederholten groben Disziplinlosigkeiten der Kinder etwas passiert.
Gern kommt die Aussage "diese Kinder hören sowieso irgendwann auf", aber so ganz überzeugt bin ich da noch nicht, weil schon so ein totgesagtes Kind bei mir noch immer plötzlich zu Saisonbeginn die wundersame Verwandlung durchgemacht hat, um nach 3 Wochen wieder ins alte Muster zu verfallen und wie immer an Wochenenden zu fehlen. Sprich, ich werde offensichtlich als kostengünstige Therapiestunde benutzt (mein Gefühl).
Ist ein heikles Thema aber ich kann es nicht glauben, dass man als Verein gar keine Möglichkeit hat, den gesellschaftlichen Entwicklungen entgegenzusteuern.
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Goodie Die Beteiligung führe ich mit der SpielerPlusApp seit jeher mit. Funktioniert gut und hat mir auch geholfen zu erkennen, wer aus intrinsischer Motivation kommt und wer nur weil es z.B. Mama und Papa anschaffen. Viele der zweiten Sorte haben nach der U8 freiwillig aufgehört oder nach Gespräch mit mir. Aktuell pausiert grad ein Kind nachdem ich die Motivationslosigkeit über Monate mitverfolgt hab und die Mama direkt darauf angesprochen hab.
Und vor allem wer von den Eltern zu Spielen am Wochenende immer etwas anderes vorhat oder doch verstanden hat, dass Vereinsfussball mehr als kostengünstige Bespaßung unter der Woche ist - sehe ich wunderbar.
So kann ich eben diesen Kern von 5 Spielern feststellen bzw. die 60% bei den andern beiden erkennen.
LW7 geb dir völlig recht, hausgemacht und problematisch. Aber es ist eben Philosophie im Verein, dass bei genügend Kindern die Weiterentwickelten in eine A kommen und der Rest in die B. In der A sammeln sich die fussballverrückten Kinder und Eltern (Trainersöhne, ehrgeizige Eltern,..), wo sogar ohne Maulen 3 Mal Training in der Woche plus Spiel am Wochenende (und manchmal ein Turnier auch noch dazu) durchgezogen wird.
Ich hab den Rest vom Anfänger bis altersgemäß gut Entwickelten, vom Gernspieler bis zum 'Ich mach halt mit'-Spieler. Vom Kind, das den Ansprüchen der A nicht mehr genügt bis zum Clown, der irgendwas am Platz macht. Von Eltern, die mitziehen, bishin zu den 3 Problemeltern.
Ist natürlich herausfordernd.
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ParkerS Aufhören ist keine Option solange Beruf und Familie mitspielen, da ich gerne mit den Kids Zeit verbringe. Die Kinder und Eltern kennen mich seit Bambinizeiten, ist wie ein Dorf bei uns wo jeder jeden kennt. Motivation für das Traineramt kommt ursprünglich daher, dass vor mehr als 2 Jahren der aktuelle A-Trainer allein damals die komplette U meiner Tochter mit 20 Kindern über hatte und dementsprechend geschwommen ist. Eigentlich wollte ich mich als TW-Trainer im Verein engagieren und hab als Einstieg zugestimmt als Helfer ein halbes Jahr mitzumarschieren und mir parallel dazu mit Büchern und Quellen im Internet anzueignen wie Kinderfussball aussehen soll. Naja, nach der Teamteilung in A und B hab ich das B-Team mit meiner Tochter dann auch gleich als Haupttrainer geerbt
. Soweit meine Historie.Den Ratschlag sich an den Kern von Spielwilligen zu erfreuen hab ich von mehreren Seiten gehört und werde ich versuchen anzunehmen. Die Einstellung bestimmter Eltern durch Gespräche zu ändern oder durch Darlegung des gewünschten Verhaltens hab ich probiert und bin gescheitert. Von diesen wenigen Müttern hab ich sinngemäß zu hören bekommen, dass ich Regeln wo aufmalen kann wenn es um ihren Sohnemann geht und die Familenzeit
.Hat bei einer Mutter letztes Jahr sogar dazu geführt, dass sie das Kind ohne weiterem Gespräch vom Verein abgemeldet hat und würdigt mich keines Blickes mehr
.LsadNo Kinder aktivieren versuchen ist eine Möglichkeit. Probieren kann ich es mal.
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Danke für deine Antwort. Kommuniziert habe ich beim Elternabend, dass eine Beteiligung von weniger als 50% zu Reduktion von Spielminuten am Wochenende führt. Vom Kader her sieht es aktuell so aus, dass ich 10 Kinder habe und 4+1 spiele. Ich habe so einen Kern von 5 Spielern, auf die ich stark zählen kann am Wochenende, 2 so 60%, weil Fussball eines von mehreren Optionen für die Eltern am Wochenende und 3 von der Kategorie wie von mir eingangs beschrieben. Diese 3 sehe ich an Wochenenden nicht, weil Rosenkrieg, weil Sohnemann angeblich so kälteempfindlich ist usw. Für Wochenende nicht nominieren greift bei den 3 somit ins Leere, weil sowieso kaum da. Mir bleibt auch nichts anderes übrig derzeit als öfter 1-2 Spieler vom Jahrgang darunter auszuleihen, um auf 6-7 Kinder zu kommen.
Ich hätte mir erhofft, den Spezialeltern die Rute ins Fenster stellen zu dürfen a la "wenn Spielen am Wochenende de facto nicht möglich ist, dann...", aber genau für "..." fehlen mir gangbare Möglichkeiten. Oder muss ich wirklich einfach damit leben?
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Hallo zusammen,
Ich gehe nun ins dritte Jahr als Papa-Trainer und schmökere fast täglich in diesem Forum, um eure Erfahrungen zu lesen. Es gibt immer wieder thematische Dauerbrenner- eines davon beschäftigt mich in für mich besonderer Form seit Beginn meiner Tätigkeit: Eltern (großteils Mütter) im F Jugend Breitensport, die meine kommunizierten Erwartungen nicht erfüllen.
Konkret ist es bei mir so, dass sich mein Verein im Speckgürtel einer Stadt als Ausbildungsverein versteht, der gern ab der F die Jahrgänge in ein leistungsorientiertes Team (A-Team) und ein Breitensportteam (B-Team) aufteilt. Ich hab das B-Team über und kommuniziere mit den Eltern regelmäßig. Ein Punkt ist, dass ich auch im Breitensport 50% Beteiligung an Training und Spielbetrieb verlange, damit das Team zusammen sich entwickelt.
Nun ist es so, dass gewisse Eltern nicht mitspielen, obwohl sie gegen die 50%-Regel nichts einzuwenden hatten. Es kommen seitens dieser hauptsächlich Mamas Aktionen vor, wie z.B. keine Teilnahme am Spielbetrieb am Wochenende aufgrund Rosenkrieg bzw. Verlassen des Turniers ohne Abmeldung, weil der Bub angeblich von Mitspielern 'gedemütigt' wurde oder Training und Spiele nur bei schönem Wetter zwischen 15 und 25 Grad (weil der arme Bub könnte sich ja erkälten unter 15 Grad und über 25 Grad ist das Freibad interessanter) oder an Zwickeltagen und Ferien wird aus Prinzip nicht gespielt, obwohl daheim usw.
Jetzt mein Problem: in Wahrheit kann ich keine Konsequenz ziehen, weil die Vereinsführung nach Berichten dieser Regelbrüche nur meinte, dass das mein Leid als Trainer im Breitensport sei und Eltern aus der Gemeinde muss man sanfter behandeln wegen Breitensportförderung der Gemeinde und man muss vor der Gemeinde beweisen können, wenn man bei Eltern Konsequenzen durchziehen will.
Wie sind da eure Erfahrungen? Was würdet ihr machen?
