Beiträge von Oesi81

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    Juristisch ist das ein jahrelanger Prozess bzgl. Kontaktrecht/Umgangsrecht. Zu Beginn hat die Mutter das Obsorgerecht erhalten, das der Kindsvater immer angefochten hat. Das Kind durfte den Vater jede 2.Woche unter behördlicher Aufsicht sehen. In der Zwischenzeit hat der Kindsvater eine neue Familie und das Gericht hat nun anerkannt, dass das Kind jeden 2.Samstag beim Vater sein darf/muss.


    Ich kenne den letztgültigen Gerichtsspruch. Der Vater muss im Sinne des Kindeswohls den Bub jeden 2.Samstag haben. In der Früh muss die Mutter das Kind bei der Polizei abgeben und der Vater am Abend wieder bei der Polizei zurückgeben. Da die Mutter seit dem Gerichtsspruch das Kind nicht rausrücken will, wurde seitens des Gerichts eine Beugestrafe verhängt, die mit jeder Nichterfüllung sich um einen vierstelligen Betrag erhöht.


    Seit dem Gerichtsspruch hat die Mutter sämtlichen Kontakt zur Verwandtschaft des Vaters abgebrochen und bewacht das Kind. Lässt sich Videokameras montieren, um zu sehen, ob ihr Ex auftaucht. Beugestrafe wird nicht bezahlt, sondern der Beschluss angefochten. Wenn das nicht durchgeht und das Gericht die Beugestrafe einfordert, kann es sein, dass die Mutter entweder finanziell in die Bredoullie kommt, ins Gefängnis muss oder in worst case wie von ihr schon angedroht sich mit dem Kind von einem Felsen runterwirft.


    Der Jugendleiter meinte zu mir, ich solle Nachsicht haben, weil ich dem Kind den Fussball dann nicht auch noch wegnehmen soll und der Showdown bald folgen könnte. Aber ehrlich, wenn das Kind Fussball so lieben würde, stünde es öfter am Platz bei allem Verständnis für die grauenvolle private Situation für das Kind. Und die Auswirkungen auf die Psyche des Kindes wirken sich bei mir eben in Form der vorgeschobenen Krankheiten und Ausreden aus seitens der Mutter bzw. der völligen geistigen Abwesenheiten des Kinds in Spiel und Training.

    Beide Kinder wohnen gleich beim Sportpark. Die Eltern müssen auch nicht zuschauen im Training.

    Manche tun es aber, sitzen aber handyspielend am Seitenrand und warten bis die Zeit vergeht. So auch die Gluckenmama, die sich ins Abseits mit Handy setzt und wartet.


    Beim Scheidungskind ist es so, dass die Mutter seit einigen Wochen am Spielfeldrand steht,weil sie Angst hat, dass ihr Ex auftaucht und das Kind somit Kontakt zum Vater hat. Ist richtig arg schon die Situation mit verhängter Beugestrafe etc. weil die Mutter das Kind dem Vater nicht geben will. Das Kind kann kaum auf andere Gedanken im Verein kommen, weil die Mutter das Kind immer mehr abkapselt. Kein Hort,weil Papa dort mal angeblich war und Hort meinte, sie können nicht immer aufpassen, ob ihr Ex dasteht oder nicht. Kurzfristige Abmeldungen bei mir mit vorgeschobenen Krankheiten oder 'das Training ist ihm zu viel', weil irgendwas daheim nicht stimmt oder ähnliches. Wenn Schule keine Pflicht wäre,würde sie ihn auch dort rausnehmen, vermute ich.


    Ich spiele in Oberösterreich U10 noch 5v5. Da komm ich mit dem Kader in der Regel jetzt aus (hab auch andere Zeiten vor Monaten erlebt- siehe meine ersten Posts), aber wenn 2-3 Verlässliche ausfallen aus verständlichen Gründen und ich im Kader die 2 Spezialisten sehe, die dann vielleicht auch noch 'krank' ausfallen, dann bin ich schon am Bangen.

    Die 2 spezielllen Kinder sind zu 60% bei Spielen dabei, die anderen 80-90%.


    Und vor allem möchte ich die 7 Topkinder mit deutlich mehr Spielminuten belohnen, denn die kommen bei Wind und Wetter und geben mir ehrliche und nachvollziehbare Absagegründe im Gegensatz zum Rest.

    Hallo zusammen,


    ich habe jetzt eine U10 Breitensport und in meinem Kader habe ich 11 Kinder. In der Entwicklung von kompletter Anfänger (seit 2 Wochen dabei) bis altersgemäß durchschnittlich bis gut.


    Folgende Konstellation:


    7 haben Top-Einstellung mit 80% und mehr Beteiligung an Training und Spiel.


    Einer ist so ok mit 70% Beteiligung an Training und Spielen und hat gute Ansätze und Interesse als Torwart, hat aber Aufholbedarf motorisch, koordinativ und mit den Basics am Ball. Am Feld draußen noch immer ein Anfänger.


    Der eine komplette Anfänger ist seit 3 Wochen dabei, war aber immer da bis auf ein Training wo es nass war und Regen immer möglich war.


    Jetzt zum eigentlichen Thema.


    Ich habe also nun 2 Kinder, die so auf 50% Beteiligung kommen über die Saison gesehen. Beide immer ein Überraschungsei hinsichtlich Teilnahme an Training und Spiel, weil die Mütter die Kinder kurz vor Training oder Spiel doch noch abmelden oder unpünktlich sind. Das eine Kinder hat mMn schwerste psychische Probleme aufgrund des langjährigen immer noch offenen Scheidungskrieges und die Mutter nimmt den Buben überall raus, weil die böse böse Welt da draußen tut ihm nicht gut und sie weiß, was ihrem Kind am besten tut.

    Das zweite Kind würde gerne öfter kicken, aber die dominante und vor allem am Fussball desinteressierte Gluckenmutter hält ihn öfter als notwendig aus eigener Unlust ab - immer bei Schlechtwetter, weil da freut es sie nicht am Platz stehen bzw wenn es zu heiß oder zu kalt für sie ist.

    Beide Mütter sagen mit 'Krank' ab, obwohl die Kinder nicht krank sind, sondern die Mamas wegen Wetter, Unlust oder sonst was kurzfristig absagen.


    Ich habe ganz klar kommuniziert, dass ich nach vielen Faktoren wie Trainingsbeteiligung, Verhalten und Engagement im Training sowie Fokussierung auf das Match vor Ort die Spielminuten vergebe. Ich habe Gespräche mit den Müttern schon gehabt, aber die Besserungsschwüre halten nicht lange bei den beiden. Ich möchte damit Druck auf die beiden Mütter aufbauen und ihnen zeigen, dass die von ihnen verschuldeten fehlenden Trainingseinheiten nun Konsequenzen haben- in Form von stark reduzierter Spielzeit für die Kinder. Wenn Ihnen das Engagement der Trainer und Regeln egal sind, dann sind mir die Mütter egal.


    Ich habe bisher Kinder gleich lang spielen lassen, weil sie nichts für ihre Mütter können, aber ich sehe mich als Ausbildner und mittlerweile ist der psychische Knacks bei dem einen Kind so weit gediehen, dass er im Training oder Spieltag immer öfter mit dem Kopf irgendwo ist nur nicht bei Fussball und damit eine Vorgabe im Match. Der zweite ist in der Spielintelligenz komplett stecken geblieben seit 1 Jahr und ist einfach nur größer und älter geworden, aber fussballerisch abgefallen und auch eine Vorgabe.


    Findet ihr mein Ansinnen diesen beiden die Spielminuten stark zu reduzieren für in Ordnung? Kinder für das Verhalten der Mütter zu bestrafen, ist nicht mein Ding, aber ich brauch eine Möglichkeit die beiden Mütter zwicken zu können wenn sie meinen sie können mir spontan Krankheit als Ausrede vorschieben, wenn sie spontan absagen wollen.


    Euer Oesi

    Danke für eure Diskussion bisher. Genau betrachtet kommt der Wunsch nach Torwarttraining von Kollegen, die in ihrer Mannschaft 2-3 Kinder haben, die über längere Zeit gesehen schon gern ins Tor gehen und sich dort nicht schlecht machen im dem Sinne, dass sie sich hechten trauen, rauslaufen schon in den Sinn kommt bei 1:1 Situationen etc. . Also Kinder, wo gute Ansätze da sind, die diese Trainer ausgebaut sehen wollen. Sind aber auch schon altersgemäß sehr gute Feldspieler.

    Ich z.B. handhabe es bei meinen 2 Kandidaten so, dass sie im Training die Feldspieler-Übungen wie alle mitmachen und ich sie im Abschlussspiel ins Tor stelle und situativ im Spiel Anweisungen/Tips gebe. In Punktspielen lasse ich beide zur Hälfte im Tor spielen oder halt einer dann gänzlich im Tor wenn einer der beiden fehlt. Meine 2 sind koordinativ noch ausbaufähig, aber meine einzigen 2, die gern ins Tor gehen. Ich würde gern in der kommenden Saison (U11) Torwarttraining explizit anbieten für mehrere interessierte Kids, aber halt nur dann, wenn ich meine U abgeben kann - beides geht zeitlich nicht.

    Hallo zusammen,


    ich war früher (und bin es jetzt noch immer) gerne Torwart. Ich habe es nie in einem Verein trainiert, hab mir das was ich kann selbst beigebracht als Jugendlicher und es mit 16 in den Betriebsfussball geschafft (also Erwachsenen-Breitensport). Wie gesagt, professionell beigebracht wurde es mir nicht, aber mein Wissen/Können dürfte sich so weit im Verein herumgesprochen haben, dass mich schon der ein oder andere Trainer fragte, ob ich nicht für E Jugend neben meiner U ein Torwarttraining anbieten möchte.

    Der Vorstand meint, dass erst ab D-Jugend (U11/U12) spezielles Torwarttraining Sinn macht, aber es kommen halt schon Wünsche der U10/U11 Trainer auf Ausbilden der Basics für interessierte Kinder- auch gern gegen Einwurf von Münzen.

    Ich habe allerdings keine Idee wieviel man verlangen könnte, wie intensiv die Arbeit als TW-Trainer ist (neben einer U, die ich als Trainer schon betreue) , wieviele Kids im Training sinnvoll betreubar sind und wie groß die Erfahrung sein muss.

    Ich würde mich über Meinungen von euch freuen - Euer Oesi

    Beliebte Aufwärmübungen meiner Kids in der U9 Breitensport (bald U10) sind:


    1.) Vier gewinnt. 16 Scheiben im 4x4 Quadrat auflegen und an jeder Seite des Quadrats einen Ring auflegen und paar Meter davon entfernt ein Starthütchen/Stange. Kinder an den Starthütchen verteilen wobei gegenüberstehende Kinder zu einem Team gehören. Jedes Team mit jeweils 4 Leibchen ausstatten. Das Kind am Starthütchen dribbelt mit Ball zum Reifen und muss den Ball im Reifen stoppen. Erst dann darf es ein Leibchen hinlegen auf eine freie Scheibe im Quadrat. Beim Zurücklaufen Ball zum Mitspieler am Starthütchen passen.


    2.) Jede Form von Fangspiel.


    3.) Bewegliche Tore. 2 Kinder laufen mit einer Stange im Feld herum und die anderen Kinder müssen in 2 Minuten soviele Tore wie möglich schießen indem sie den Ball unter der Stange zwischen den die Stange haltenden Kindern durchschießen.

    Hallo zusammen.


    Ende Winter hat auf ein Inserat von mir ein Kind wieder angefangen, das vor mehr als einem Jahr wegen des anderen Trainers und Unstimmigkeiten zwischen diesem Trainer und dem Vater des Kindes abrupt aufgehört hat.

    Das Kind schwer in Ordnung, der Vater würde für das Kind alles machen. Er bietet auch seine Hilfe fürs Training bei Bedarf an und komm im Prinzip gut aus.

    Der Vater fragt aber gern nach oder gibt seine Meinung kund, wenn er das Gefühl hat, sein Sohn könnte nicht so Fussball spielen wie er es gern für den Sohn hätte. Beispielsweise fragt er nach, warum sein Sohn nicht auf Fotos drauf ist, die irgendein anderer Elternteil zwischendurch in einem Match geschossen hat. Oder er kommt zu mir und bittet, dass Spieler XY nicht zu hart in die Zweikämpfe gehen soll, weil sein Sohn nach dem Training meinte, dass er Angst hat sich weh zu tun (U9,wo ein Kind defensiv unkoordiniert gegen den Ball hagelt und halt dementsprechend manchmal auch den Fuss abklopft - aber alles ohne Absicht mMn) etc.


    Ein netter Kerl, aber gefühlsmäßig auch ein Vater, wo es schnell zu Diskussionen kommen kann, wenn er das Gefühl hat, dass sein Sohn nicht nach seinen Vorstellungen von Spaß Fussball spielen kann. Er fragt auch bei jedem Turnier, ob eh nicht der andere Trainer die Mannschaft betreut, weil er aufgrund der Historie diesem aus dem Weg geht.


    Wie soll ich damit umgehen? Laufen lassen? Es auf Diskussionen ankommen lassen?

    1 wie läuft es sonst ab ?


    Ansonsten kann ich dich beruhigen. Bei meiner U11 habe ich so Tage wo alle aufgedreht sind. Manchmal ist es halt ein Ventil mit dem Training

    Die meisten Trainings laufen disziplinierter ab. Manche Trainings richtig gut, wo fast alle auf Training eingestellt sind und sie mit Spaß dabei sind. Manchmal so la la, wo das Null-Bock-Mädchen ihre zickigen 5 Minuten hat oder plötzlich Räder schlägt oder 3 privat sehr gut befreundete Kinder in den Tratschmodus verfallen und dann ein Mal im Monat gefühl ein Katastrophentraining wie gestern. Nur die Hälfte der Kinder da und diese bis auf 2 überhaupt nicht auf Fussball Training eingestellt und spielen als ob sie nie zuvor gemeinsam Fussball gespielt haben.

    Das klassische Los eines B-Trainers, aber das gestern war ein negativer Ausreißer, der mich zum Nachdenken brachte.

    Hallo zusammen,


    kennt ihr so Trainingstage - U9 Breitensport - , wo ein Training von Minute 1 an komplett zum Vergessen ist sich bis zum Ende der Einheit als nervenzerfetzend erweist? Ich hab 7 Kinder gehabt und 2 kleine Felder aufgebaut, wo ich Funino (2:2, 2:1) spielen ließ, ein 1:1 Wettkampfspiel auf Minitore und eine einfache Übungsform 2:1. Vom Trainingsinhalt her mMn alles andere als langweilig. Die Kinder selbst von der Sorte 'eher fussballinteressiert', also diese Übungen sonst immer machbar.

    Dennoch hab ich von Minute 1 gemerkt, dass bis auf 2 Kinder alle völlig neben der Spur oder Null-Bock-Mentalität zeigten. Angeblich die "Hitze" von 25 Grad, aber da haben ein zwei schon gejammert, bevor es losgegangen ist. Auf alle Fälle habe ich vom Begriffsstutzigen (sonst einer meiner am weitest Entwickelten), bei dem 3 Mal vorzeigen nichts half, über das 'Ich höre in 2 Monaten sowieso auf, drum Null-Bock' Mädchen über 2 Tratschtanten und ein müdes Mädchen alles dabei gehabt. Den Begriffstutzigen und das Null-Bock-Mädchen hab ich schon beim Aufwärmspiel 5 Minuten rausgeschickt, weil sie sich in die Wolle gekriegt haben und zum Rangeln und Raufen begonnen haben.

    Ich war teilweise so frustriert, dass ich dem Begriffsstutzigen nach der x-ten Erklärung und x-ten Vorzeigen leider mal von hinten angetaucht habe,damit er losläuft und endlich macht- was mir leid im Nachgang tut,auch weil mein Nervenkostüm offenbar gestern auch dünner war als sonst.

    Abschlussspiel war dann nur mehr 10 Minutem freies Funino und am Trainingsende eine deutliche Ansprache von mir, dass sie auch bei diesen Temperaturen laufen, spielen und kämpfen können müssen und es mich nicht interessiert beim nächsten Punktspiel ein 0:10 gegen einen an sich gleichwertigen Gegner zu kassieren, weil es niemanden laufen und spielen freut.


    Habt ihr solche Trainings gehabt? Kann das gelegentlich vorkommen in einer U9 Breitensport oder muss ich mir Gedanken machen, dass etwas nachhaltig nicht stimmt?

    Ich hole mir als Papa-Trainer meine Freude am Tüfteln daran wie ich den Kindern (U9 Breitensport) Fussballinhalte beibringe, sodass sie ohne es zu merken sportlich Fortschritte im Rahmen ihrer Möglichkeiten machen und sich am Platz verstehen. Ich freue mich wenn das Sozialverhalten klappt und neue Anfänger wie Fortgeschrittene problemlos in die Mannschaft integriert werden können. Und es gibt mir ein gutes Gefühl wenn ich Entwicklungssprünge sehe, die sich dann im Spielbetrieb bemerkbar machen und sich die Kids gegen am Papier vergleichbare Mannschaften schon öfter mit X und 3er belohnen als früher. Die Kinder schauen schon auf Ergebnisse und ein Unentschieden oder Sieg zwischendurch gibt ihnen einen kurzen Glücksmoment.

    Ich würde das klassische Feedbacksandwich "Stärke-Auszubesserndes-Stärke" anwenden. Zu erst seine Stärken hervorheben, dann auf das zu Verbessernde eingehen und zum Schluss nochmal lobende Worte bzw. Stärken positionieren. In der F kann es in der Bandbreite von zurückhaltend bis selbstbewusst schnell von einer in die andere Richtung gehen. Meine Tochter z.B. hat eine altersgemäß gute Spielintelligenz und spielt schon mit Köpfchen gegen Mannschaften wo das Tempo nicht so hoch ist oder der Gegenspieler körperlich unterlegen ist. Gegen schnelle oder körperlich weiterentwickelte Jungs zieht sie zurück, dreht sich vor Bällen weg, begleitet den Gegner nur statt den Zweikampf zu suchen etc. (der Hauptgrund neben fehlendem Tempo, dass sie bei mir in der B Mannschaft und nicht in der A spielt) Ich hol sie dann in der Pause zur Seite und sage ihr, dass sie eine gute Kickerin ist, aber den Zweikampf nicht scheuen braucht und am Ende, dass sie gut spielt und auf den Zweikampf nicht vergessen soll. Das gibt ihr zumindest Selbstvertrauen zurück, finde ich, aber ändert dennoch noch nichts, dass sie noch den Zweikampf zu umgehen versucht. Ist eben auch Entwicklungs- und Charaktersache.

    Ich denke auch, dass das Vereinswesen und das Trainerdasein einem gesellschaftlichen Wandel unterworfen ist. Ich sehe es in meiner Breitensporttruppe U9, dass sich der Sinn des Vereins geändert. In meiner Kindheit haben meine Eltern z.B. klar die Ansage gemacht 'Es gibt 2 Mal die Woche Training und am Wochenende Spiel. Du machst aber andere Sachen auch gerne, daher überlege es dir gut, weil ein Verein erwartet entsprechend Beteiligung und gewisse Leistungsbereitschaft' . Wenn ich mir die Eltern meiner Kids ansehe (meine Generation wohlgemerkt!!!), sind nur die Hälfte so wie früher eingestellt und die andere Hälfte sieht den Verein nur als Möglichkeit den Kindern wenn es reinpasst paar Stunden während der Woche Spaß unter Freunden zu gewähren ohne Verpflichtungsgefühl oder Leistungsbereitschaft. Das was wir früher in der Freizeit also gemacht haben (mit Freunden unverbindlich mittels Fussball am Bolzplatz gemeinsam Spaß zu haben und sich zu sozialisieren) wandert in den Verein ab und wird an den Verein abgegeben. Das Bindenwollen an einen Verein hat abgenommen und ist die Basis vieler Probleme für Trainer und Verein.

    Bedeutet wie bei mir z.B. , dass gerade am Wochenende der Spielbetrieb zum Nervenkitzel wird, ob überhaupt genügend Kinder spielbereit sind und im Endeffekt bleibt für manchen Verein nur mehr der Weg einer Spielgemeinschaft oder Teamzusammenlegung.


    Aber es gibt auch genug 'Spezialisten' in der Trainerschaft, die mit ihrer Art und Auftreten nicht gerade für Verbesserung der Situation beitragen was ich so in 3 Jahren als Papatrainer erleben durfte. Spielen also viele Faktoren mit.

    Zusatz von mir: Gestern gab es ein verpflichtendes Elterngespräch zusammen mit dem Jugendleiter und dem A-Trainer wo der Jugendleiter unterstützt durch den A-Trainer den Eltern direkt die Situation geschildert hat und welche Konsequenzen eintreten werden wenn das Dreieck Kinder-Eltern-Trainer nicht klappt (mein Rücktritt als Haupttrainer, Zusammenlegung mit der A mit voraussichtlichem Abgang mehrere Kinder, weil sie nicht mithalten können etc.).

    Es waren alle Eltern da und die meisten haben schweigend zugehört. 2 der Problemeltern haben keine Reaktion gezeigt, die 2 anderen haben es immer noch nicht verstanden. Eine Mutter mit den vielen Urlauben meinte,dass sie sich nicht angesprochen fühlt, weil die Urlaube sind länger oft geplant bevor die Fussballtermine bekannt werden. Die Mama des Scheidungskindes meinte, dass die Freitagstermine eher passen als Samstagstermine, aber keine Einsicht des bisherigen Fehlverhaltens,sondern mMn eher die Hoffnung, dass sich so viele andere finden, dass sie wieder mit X absagen kann.

    Einen neuen Spieler habe ich bekommen, vielleicht kommt bald ein Zweiter. Mitte Mai werde ich mittels Statistik abrechnen und dann entweder definitiv zurücktreten, wenn die 4 Problemeltern keine sichtbare Besserung zeigen und der Spielbetrieb gefährdet ist oder es folgt eine Besserung - dann stelle ich mich als Trainer nochmal zur Verfügung unter der Bedingung, dass ich die Kinder der Problemeltern nicht mehr im Kader habe.

    Dirk Coerverfan

    Im Prinzip sagt die Vereinsführung auch, dass bei mir in der B Ergebnisse egal sind und ich die Kinder bespaßen soll, weil ich nicht weiß, ob nicht der nächste Bürgermeister, Co-Trainer etc. in meiner Mannschaft spielt.

    Das ist mir seit Anbeginn klar und hab kein Problem damit.

    Das Training ist bei mir nicht das Problem, da können die Eltern ihre Kids abladen unter der Woche und bringen bis auf die übervorsichtige Gluckenmama und das Scheidungskind brav ihre Kinder. Die Inhalte und die Vermittlung dürfte passen, fehlerfrei mach ich da sicher auch nicht alles, aber den Kids dürfte es taugen.


    Das Problem ist der Spielbetrieb am Wochenende. Hier helfen keine Bitten, Gespräche etc. bei rund der Hälfte der Eltern. Hier wird auf Verantwortung fürs Team gepfiffen, weil am Wochenende Fussball als lästige Verpflichtung oder unwichtig gesehen wird. "Unter der Woche im Training bespaßen ist super, aber am Wochenende passt uns das gar nicht wirklich rein. Woher sollen wir eine Woche vorher wissen, was wir vorhaben?"- wenn so wie in meinem Fall im Kader von 10 Kindern 5 Eltern so denken, ist eine Weiterführung des Spielbetriebs so nicht möglich. Konsequenzen hat diese Haltung für die Eltern nicht und damit kann ich nur für mich den Schritt setzen: zurück in die zweite Reihe als Co oder ganz die Mannschaft abgeben.

    Aktuelles Beispiel: Letztes Hallenturnier am 1.3., 4+1. Am 1.2. war das letzte Hallenturnier, Anfang April geht die Meisterschaft los. Das heißt, das Turnier am 1.3. ist der einzige Termin in 2 Monaten und man könnte meinen, dass bei 10 Kindern 6-7 Kinder spielen können, weil eh 1 Monat nix gespielt wurde und ein Monat später erst das nächste Spiel. Stand jetzt: 4 Absagen jetzt schon, weil "anders verplant", '.', "Urlaub", "X", 3 Zusagen und noch 3 offen. Wobei bei den 3 offenen wieder das Gluckenmamakind dabei ist und Absage mit "." zu erwarten ist.

    DAS ist ein Problem und kein Einzelfall.

    Zuverlässigkeit und mehrere Hobbies schließen sich nicht immer aus. Einer der Jungen mit 60% am Wochenende geht noch in den Gitarrenunterricht, geht Sternsingen, fährt Rad und was weiß ich noch. Kein Checker und leicht ablenkbar, spielt aber mit Begeisterung Fussball, obwohl daheim Fussball gar kein Thema ist. Die Eltern haben mit Fussball nix am Hut, aber versuchen ihn und mich zu unterstützen.

    Meine Problemfälle haben keine anderen zeitaufwändigen Hobbies. Der Junge mit der Gluckenmama ist sogar begeisterter Fussballer, aber leidet unter den Fuchteln der Mama. Beim Scheidungskind geht es nicht um Fussball mMn, sondern um Versuche der Mutter den Verein zu benutzen um ihn von der privaten Kacke (richtig hässlicher Rosenkrieg) abzulenken.


    Mein Fahrplan für mich sieht im Kopf derzeit so aus, dass ich mir im Frühjahr anschaue wie stressfrei ich den Spielbetrieb führen kann. Wenn ich 30% oder öfter Spieler vom Jahrgang darunter brauche oder Spiele öfter mangels Kinder schieben muss, werde ich mich als Haupttrainer zurückziehen und als Co-Trainer oder TW-Trainer im Verein weitermachen. Vereinswechsel hab ich auch schon im Hinterkopf gehabt, aber ist nur dann eine Option, wenn ich mich im Fall der Fälle nicht in die zweite Reihe als Co oder TW-Trainer zurückziehen kann.

    Ich bin sehr dankbar für eure Diskussionen und Beiträge. Wenn es nach den Kindern ginge, hätte ich jedes Wochenende den ganzen Kader zur Verfügung. Die Trainingsbeteiligung ist für eine B-Truppe auch noch in Ordnung seit dieser Saison, wobei es auch hier so ist, dass mein Kern auf 85-95 % Trainingsbeteiligung, 3 so auf 70 % und die Problemkinder 50% oder mittlerweile darunter kommen. Unter 50% halt das Kind der übervorsichtigen Gluckenmama, wo das Kind sich unter 15 Grad erkälten könnte und über 25 Grad im Freibad anzutreffen ist. Das Scheidungskind kommt phasenweise oft, dann wieder wochenlang nicht...


    Knackpunkt ist der Spielbetrieb am Wochenende, der nur mit dem eigenen Kader oft zur Zitterpartie wird.


    Coach_T88 trifft es auf den Punkt und spricht mir aus der Seele. Ich halt Elternabende, geh in Einzelgespräche manchmal usw., aber bei den 3 Pappenheimern hilft nichts - bekomme ich ein freundliches Lächeln und Nicken, hunderte Gründe/Ausflüchte, aber keine Verhaltensänderung. Und an diesem Punkt, glaub ich, macht es sich die Vereinsführung zu einfach, wenn sie mit dem Argument "Ist Breitensport, gehört dazu, vor der Gemeinde sind uns die Hände gebunden, die hören eh alle irgendwann auf" auf Beschwichtigung setzt. Da muss man auch mal auf Seite des engagierten Trainers sein und halt mal auf 3 Kinder aus der Gemeinde im Verein zur Not verzichten können dürfen. Mit Geld lässt sich mangelnde Unterstützung der Eltern nicht ändern, da stellt es mir auch bei Aussagen wie "diese Eltern sind die Besten, weil sie zahlen Ausbildungsbeitrag und nehmen nichts dafür" die Haare auf. Aus Vereinsführungssicht ja, aus Trainersicht ein Grund aufzuhören, weil Trainer leben von spielenden Kindern und ihn unterstützenden Eltern.

    Bei uns läuft es ähnlich wie bei Coach_T88 , dass nach Entwicklungsstand getrennt wurde, aber beide Mannschaften ähnlich behandelt werden. Persönlich bin ich auch kein Freund der Teilung in A und B in diesem Alter, aber ist so bei uns. Wir Trainer verstehen uns aber und wenn weniger Kinder im Training sind wie jetzt - Stichwort Grippewelle- trainieren wir gemeinsam. Das federt diese Trennungsproblematik ein wenig ab.


    Auf meine ursprüngliches Posting mit den speziellen Eltern, die an Wochenenden am Spielbetrieb nicht teilnehmen, bezogen , sehe ich auch ein gesellschaftliches Problem und das Verständnis bei denjenigen was in einem Verein erwartet wird. Genau da stelle ich mir die Frage, ob man als Verein nicht selbst mit dem nötigen Mut entgegentreten kann und Möglichkeiten schaffen Konsequenzen der Form "Wenn du nie am Spielbetrieb teilnehmen kannst/willst, dann bist du bei und falsch. Dann passiert XY " anwenden zu können.

    Mit Dokumentation wie SpielerPlusApp kann man das nachvollziehen. Und zu Saisonbeginn via Handout und Homepage kommunizieren, dass bei z.B weniger als 30 % Spielbetrieb über mehrere Monate ein mehrstufiger Prozess angestoßen wird (z.B. Gespräch->Verwarnung->Abmeldung) , dann sollte auch das vor einer Gemeinde argumentierbar sein. Weil das ist ja das typische Totschlagargument, dass in einer Breitensportmannschaft mehr erduldet werden muss und nur bei wiederholten groben Disziplinlosigkeiten der Kinder etwas passiert.

    Gern kommt die Aussage "diese Kinder hören sowieso irgendwann auf", aber so ganz überzeugt bin ich da noch nicht, weil schon so ein totgesagtes Kind bei mir noch immer plötzlich zu Saisonbeginn die wundersame Verwandlung durchgemacht hat, um nach 3 Wochen wieder ins alte Muster zu verfallen und wie immer an Wochenenden zu fehlen. Sprich, ich werde offensichtlich als kostengünstige Therapiestunde benutzt (mein Gefühl).

    Ist ein heikles Thema aber ich kann es nicht glauben, dass man als Verein gar keine Möglichkeit hat, den gesellschaftlichen Entwicklungen entgegenzusteuern.

    Goodie Die Beteiligung führe ich mit der SpielerPlusApp seit jeher mit. Funktioniert gut und hat mir auch geholfen zu erkennen, wer aus intrinsischer Motivation kommt und wer nur weil es z.B. Mama und Papa anschaffen. Viele der zweiten Sorte haben nach der U8 freiwillig aufgehört oder nach Gespräch mit mir. Aktuell pausiert grad ein Kind nachdem ich die Motivationslosigkeit über Monate mitverfolgt hab und die Mama direkt darauf angesprochen hab.

    Und vor allem wer von den Eltern zu Spielen am Wochenende immer etwas anderes vorhat oder doch verstanden hat, dass Vereinsfussball mehr als kostengünstige Bespaßung unter der Woche ist - sehe ich wunderbar.

    So kann ich eben diesen Kern von 5 Spielern feststellen bzw. die 60% bei den andern beiden erkennen.


    LW7 geb dir völlig recht, hausgemacht und problematisch. Aber es ist eben Philosophie im Verein, dass bei genügend Kindern die Weiterentwickelten in eine A kommen und der Rest in die B. In der A sammeln sich die fussballverrückten Kinder und Eltern (Trainersöhne, ehrgeizige Eltern,..), wo sogar ohne Maulen 3 Mal Training in der Woche plus Spiel am Wochenende (und manchmal ein Turnier auch noch dazu) durchgezogen wird.

    Ich hab den Rest vom Anfänger bis altersgemäß gut Entwickelten, vom Gernspieler bis zum 'Ich mach halt mit'-Spieler. Vom Kind, das den Ansprüchen der A nicht mehr genügt bis zum Clown, der irgendwas am Platz macht. Von Eltern, die mitziehen, bishin zu den 3 Problemeltern.

    Ist natürlich herausfordernd.

    ParkerS Aufhören ist keine Option solange Beruf und Familie mitspielen, da ich gerne mit den Kids Zeit verbringe. Die Kinder und Eltern kennen mich seit Bambinizeiten, ist wie ein Dorf bei uns wo jeder jeden kennt. Motivation für das Traineramt kommt ursprünglich daher, dass vor mehr als 2 Jahren der aktuelle A-Trainer allein damals die komplette U meiner Tochter mit 20 Kindern über hatte und dementsprechend geschwommen ist. Eigentlich wollte ich mich als TW-Trainer im Verein engagieren und hab als Einstieg zugestimmt als Helfer ein halbes Jahr mitzumarschieren und mir parallel dazu mit Büchern und Quellen im Internet anzueignen wie Kinderfussball aussehen soll. Naja, nach der Teamteilung in A und B hab ich das B-Team mit meiner Tochter dann auch gleich als Haupttrainer geerbt ^^ . Soweit meine Historie.


    Den Ratschlag sich an den Kern von Spielwilligen zu erfreuen hab ich von mehreren Seiten gehört und werde ich versuchen anzunehmen. Die Einstellung bestimmter Eltern durch Gespräche zu ändern oder durch Darlegung des gewünschten Verhaltens hab ich probiert und bin gescheitert. Von diesen wenigen Müttern hab ich sinngemäß zu hören bekommen, dass ich Regeln wo aufmalen kann wenn es um ihren Sohnemann geht und die Familenzeit X( .Hat bei einer Mutter letztes Jahr sogar dazu geführt, dass sie das Kind ohne weiterem Gespräch vom Verein abgemeldet hat und würdigt mich keines Blickes mehr :O .


    LsadNo Kinder aktivieren versuchen ist eine Möglichkeit. Probieren kann ich es mal.

    Danke für deine Antwort. Kommuniziert habe ich beim Elternabend, dass eine Beteiligung von weniger als 50% zu Reduktion von Spielminuten am Wochenende führt. Vom Kader her sieht es aktuell so aus, dass ich 10 Kinder habe und 4+1 spiele. Ich habe so einen Kern von 5 Spielern, auf die ich stark zählen kann am Wochenende, 2 so 60%, weil Fussball eines von mehreren Optionen für die Eltern am Wochenende und 3 von der Kategorie wie von mir eingangs beschrieben. Diese 3 sehe ich an Wochenenden nicht, weil Rosenkrieg, weil Sohnemann angeblich so kälteempfindlich ist usw. Für Wochenende nicht nominieren greift bei den 3 somit ins Leere, weil sowieso kaum da. Mir bleibt auch nichts anderes übrig derzeit als öfter 1-2 Spieler vom Jahrgang darunter auszuleihen, um auf 6-7 Kinder zu kommen.

    Ich hätte mir erhofft, den Spezialeltern die Rute ins Fenster stellen zu dürfen a la "wenn Spielen am Wochenende de facto nicht möglich ist, dann...", aber genau für "..." fehlen mir gangbare Möglichkeiten. Oder muss ich wirklich einfach damit leben?