Juristisch ist das ein jahrelanger Prozess bzgl. Kontaktrecht/Umgangsrecht. Zu Beginn hat die Mutter das Obsorgerecht erhalten, das der Kindsvater immer angefochten hat. Das Kind durfte den Vater jede 2.Woche unter behördlicher Aufsicht sehen. In der Zwischenzeit hat der Kindsvater eine neue Familie und das Gericht hat nun anerkannt, dass das Kind jeden 2.Samstag beim Vater sein darf/muss.
Ich kenne den letztgültigen Gerichtsspruch. Der Vater muss im Sinne des Kindeswohls den Bub jeden 2.Samstag haben. In der Früh muss die Mutter das Kind bei der Polizei abgeben und der Vater am Abend wieder bei der Polizei zurückgeben. Da die Mutter seit dem Gerichtsspruch das Kind nicht rausrücken will, wurde seitens des Gerichts eine Beugestrafe verhängt, die mit jeder Nichterfüllung sich um einen vierstelligen Betrag erhöht.
Seit dem Gerichtsspruch hat die Mutter sämtlichen Kontakt zur Verwandtschaft des Vaters abgebrochen und bewacht das Kind. Lässt sich Videokameras montieren, um zu sehen, ob ihr Ex auftaucht. Beugestrafe wird nicht bezahlt, sondern der Beschluss angefochten. Wenn das nicht durchgeht und das Gericht die Beugestrafe einfordert, kann es sein, dass die Mutter entweder finanziell in die Bredoullie kommt, ins Gefängnis muss oder in worst case wie von ihr schon angedroht sich mit dem Kind von einem Felsen runterwirft.
Der Jugendleiter meinte zu mir, ich solle Nachsicht haben, weil ich dem Kind den Fussball dann nicht auch noch wegnehmen soll und der Showdown bald folgen könnte. Aber ehrlich, wenn das Kind Fussball so lieben würde, stünde es öfter am Platz bei allem Verständnis für die grauenvolle private Situation für das Kind. Und die Auswirkungen auf die Psyche des Kindes wirken sich bei mir eben in Form der vorgeschobenen Krankheiten und Ausreden aus seitens der Mutter bzw. der völligen geistigen Abwesenheiten des Kinds in Spiel und Training.
