Beiträge von LsadNo

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    LsadNo: kannst du ein paar deiner 1v1 Übungen beschreiben, hätte Bedarf :-).

    ich habe hier zwei meiner lieblingsübungen, die kann ich dir gerne verlinken, das ist wohl einfacher. :)

    • carsten 1v1 von advance.football:
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    • umschalt 1v1 von advance.football: Umschalt 1-gegen-1 / Beste Zweikampf-Übung für Jugendfußball

    ich wandle diese übungen auch immer wieder ab und gebe zB. statt einem pass auch mal einen einwurf vor oder einen eingeworfenen ball oder die spieler müssen zuvor noch einen sprint absolvieren; je nach dem, was eben gerade schwerpunkte sind.

    ich stimme grundsätzlich zu und in meinen trainings (derzeit u12) ist 1v1 das vorherrschende thema. ich habe im winter eine sehr schwache truppe übernommen und jetzt nach knapp einem jahr sind die ersten erfolge offensichtlich: klassische b-kinder, die nun aber mutig und mit selbstvertrauen in ihre dribblings gehen und immer wieder auch im match erfolge haben. das motiviert unheimlich; die spieler, aber auch mich.


    um es den kindern einfacher zu machen, spielen wir auch mit einer starken mannorientierung. so entstehen im match selbst viele 1v1 situationen und die erkenntisse aus den trainings können in das spiel übertragen werden. ich motiviere jeden spieler, ins 1v1 zu gehen, insbesondere auch die verteidiger im spielaufbau. sie müssen es probieren, probieren und nochmals probieren. klar ist das nicht der fußball, den ich sehen möchte und ja, sie verpassen noch oft den richtigen zeitpunkt zum abspiel und treffen noch viele falsche entscheidungen, worunter die ergebnisse leiden. aber insbesondere bei kindern, die von natur aus nicht das talent und die selbstverständlichkeit mitbringen, kann man im training nur schritt für schritt agieren und nicht alles gleichzeitig anpacken. das 1v1 in allen möglichen varianten bringt im training aber genau mit, was die kinder brauchen: intensität, technik (hier vor allem im dribbling), handlungsschnelligkeit und ausdauer.


    ich möchte aber einen wichtigen punkt noch anbringen: es ist ein schmaler grat zwischen panikpass und handlungsschnellen spielern. ich würde nie ein kind kritisieren, weil es einen one-touch pass ungenau spielt. ganz im gegenteil, ich lobe kinder, die solche situationen erkennen und wenn sie unter druck sind, diesen durch schnelles passspiel zu lösen versuchen. oft ist ein dribbling nämlich nicht die richtige entscheidung.


    die entscheidungsfindung ist meiner meinung nach das höchste gut im fußball. am ende ist es nämlich mMn. der kopf, die spielintelligenz und die handlungsschnelligkeit, die die spieler separiert. kicken und eine saubere technik kann ab einem bestimmten niveau nämlich jeder. wieso sollte ich kindern, die das also bereits verstanden haben, wieder austrainieren. das macht dann nun wirklich auch keinen sinn.

    wir, also mein trainerteam und ich, arbeiten seit rund 1.5 jahren auch viel mit advanced football. ich bin jetzt schon bald 4 jahre im geschäft und bin mit folgender trainingsgestaltung bisweilen immer sehr gut gefahren.


    1. aufwärmen (10-15 minuten)


    hier starten wir oft mit einem fangspiel bzw. einer challenge, wo es um punkte geht, z.B. flag football oder schnappball. ab und zu auch direkt ein funino. ball mastery nach coerver, bewegungsmuster auf der koordinationsleiter und (kindgerechte) athletikparcours, wo es aber immer um die qualität der ausführung geht, runden das aufwärmen ab.


    bei mehr als 15 kindern teilen wir auch gerne in zwei gruppen, wobei eine gruppe atheltik/technik macht und die andere spielt.


    2. spielform (20-30 minuten)


    hier geht es direkt zum 1v1 in allen verschiedenen variationen, unser herzstück und bis u12 für mich unabdingbar. wir arbeiten mit kindern, die individuelle entwicklung steht im vordergrund. das 1v1 bringt viele ballkontakte, schult technik, dribbling, aufmerksamkeit und zweikampf gleichermassen. automatisch folgt die notwendige intensität. obendrauf können hier sehr gut homogene gruppen geschaffen werden, damit das training auch bei unterschiedlichen leistungsniveaus in der mannschaft etwas bringt.


    3. übungsform (15 minuten)


    isolierte übungen, die kein bis wenig denken der kinder erfordern und explizit bestimmte themen schulen sollen. das kann von einem dribbelparcour über eine y passübung oder einem rondo bis hin zu isoliertem ball abdecken oder einem youtube drill alles sein.


    4. spielform (15-30 minuten)


    überzahlspiele mit bestimmten stipulationen stehen im vordergrund, gleichzahlspiele auch sehr regelmässig. 2v1 mit hinterlaufen, von 1v0 auf 2v1 mit torabschlüssen oder 3v3 mit neutralen aussenbahn- oder prallspielern sind hier angedacht.


    5. match


    je nach verfassung und zustand der spieler gibts am ende ein match... je schwächer die übungen und konzentration oder bei besonders hoher intensität im training, desto eher ein match, um die kinder bei laune zu halten.


    aber sehr selten ein grosses, lieber mehrere funino mit jokern oder mit gewissen belohnungsregeln (direktes tor zählt doppelt, extra dribbeltore, etc.) - hier kann auch wieder gut auf unterschiedliche leistungsniveaus eingegangen werden.


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    das ist jetzt einmal der rahmen, der je nach bedarf angepasst werden kann. es ist aber eine bewährte struktur, daher richten wir unsere trainings stark danach aus. kinderfussball bis u12 ist der klare schwerpunkt grundtechnik und 1v1, weil das einfach alle elemente beinhaltet, die man braucht, um ein intensives training auf die beine zu stellen.

    bei uns in österreich funktioniert das seit einigen jahren sehr gut und funino / festival (3v3) ist mittlerweile überall sehr gut etabliert und wird auch nicht in frage gestellt. die entwicklung der kinder spricht für sich und hat allen zweiflern die argumente genommen.


    ich persönlich finde, dass es sogar in der U14 noch 8+1 geben sollte; innerhalb von zwei jahren von 6+1 auf 10+1 ist schon ein großer sprung.


    zum ursprünglichen thema: wir sind mit folgender herangehensweise sehr gut gefahren: wir hatten bis inkl. U9 nie eine A und B mannschaft, sondern jedes wochenende gemischte kader, immer anders. irgendwann muss man aber zumindest einmal leistungsgerechte kader machen, sonst bringt das niemandem mehr etwas und alle sind frustriert. was aber bei uns auch immer fix war, ist, dass jedes kind spielzeit bekam. nicht unbedingt gleich viel, das war aufgrund der kondition oft gar nicht möglich, aber annähernd gleich viel. ich persönlich habe auch lieber eher kleine kader, dafür zwei teams; also im 6+1 maximal 3 wechselspieler, damit auch alle wirklich gut viel spielzeit erhalten.


    abhängig von der leistung deiner spieler kannst du in der B mannschaft sicher auch einen größeren kader nominieren, sind diese kinder doch tendenziell auch eher konditonell schwächer und weniger leistungsbereit.


    und was man da sonst noch für abenteuer liest.... trainer im breitensport, die für 8 jährige kinder, die noch nicht einmal sauber 10m passen können, ein 6+1 favorisieren, kann ich nur schwer verstehen. was soll denn das bringen?


    das gleiche ist doch auch mit der spielzeit so - vor kurzem eben beim neuen team eines ehemaligen spielers von mir gesehen. neues team, trainer kennt ihn noch nicht, U11, hallenturnier, spieldauer 12minuten - und der trainer wechselt einmal gar nicht und beim anderen mal den spieler 1.30min vor dem ende ein. kinder und eltern nehmen sich mehrere stunden am wochenende zeit und das kind kommt auf insgesamt keine 10min spielzeit. das ist absurd und hat im kinderfußball, insbesondere im breitensport (!), nichts verloren.

    zweischneidiges schwert - die kinder für die fehler der eltern bestrafen, da tu ich mir immer sehr schwer. ich versuche, die kinder zu "aktivieren", denn die sind meist die, die unter diesen eltern am meisten darunter leiden. wurscht ob A oder B team, die kinder wollen am liebsten ja immer spielen.


    wenn zum beispiel der wetterbericht fürs wochenende schlecht ist und daher plötzlich der namenstag der großtante wichtiger ist, dann könntest du versuchen, die kinder ein wenig anzufachen und sie fragen, ob sie eh am wochenende zum match kommen, weil sie dann >>hier irgendetwas einsetzen, was die kinder begeistert << tun können. manchmal funktioniert es, sie nerven ihre eltern und sind dann dabei.


    ganz grundsätzlich glaube ich, ist es wichtig, kinder, deren eltern besonders auffällig sind, auch einmal zusehen zu lassen und ihnen das auch direkt so zu sagen.

    Mein Sohn, derzeit U11 Spieler, hat nun bereits das zweite Mal in zwei Jahren in Österreich von einem sehr guten Verein eine negative Rückmeldung bekommen.

    Was ich in dem Thread noch nicht rausgelesen habe: spielt dein Sohn denn derzeit im BAZ und wenn ja, wo ist er da leistungstechnisch teamintern einzuordnen? (Für die deutschen Trainerkollegen: in Österreich ist die Talenteschiene landesweit wie folgt aufgebaut: U9+U10 FTT (Fußballtalentetraining), U11+U12 BAZ (Bezirksauswahlzentrum), U13+U14 LAZ (Landesverbandsauswahlzentrum), Akademie dann U15, U16 und U18)


    Weiters: die Spanne zwischen "kommt aus einem Dorfverein" und der Absage eines "sehr guten Verein" ist riesengroß. In beispielsweise Wien gibt es ja unzählige Vereine, die zwischen Dorfverein und NW-Teams der Bundesligisten liegen, da muss man seine Kragenweite dann schon realistisch einschätzen können. In ländlichen Gegenden ist die Auswahl natürlich nicht so groß, aber auch da gibt's Vereine, die eher in der Leistungsliga landen als andere.

    zum scouting bzw. eigeninitiative: er wurde in der U9 vom LAZ für den vorstufenkader gescoutet, hat dort auch die erste auswahlrunde, in der von 60 auf 30 reduziert wurde, überstanden. in der zweiten runde haben sie ihn dann abgelehnt; er hätte im sommer das traininslager (quasi die hoffnungsrunde) mitmachen können, aber das wollte er dann nicht. die begründung habe ich im eingangspost ja schon geteilt und die ist nahezu deckungsgleich mit jener von jetzt. das aktuelle probetraining habe ich über kontakte initiiert, nachdem über die offiziellen kanäle ein halbes jahr keine antwort kam und es für diese jahrgänge keine sichtungstrainings mehr gibt.


    zu unserem dorfverein: unser "dorfverein" hat sehr gut gespielt; wir haben gegen wiener vereine wie donaufeld oder sportclub gewonnen, die in der nahrungskette im wiener nachwuchs schon eher oben stehen. ein freundschaftsspiel im 6+1 konnten wir über 60min altersgleich ggn. den FAC (ihre besten 5 spieler waren allerdings nicht dabei) recht klar mit 7-3 gewinnen. selbst gegen die austria u11 konnten wir in einem hallenturnier halbwegs mithalten und haben "nur" 3-1 verloren - wer den 2014er jahrgang bei der austria kennt, weiß, wie gut die sind. und die waren quasi mit der stärksten besetzung da.


    das war schon eine tolle truppe, die aber leider im winter auseinandergebrochen ist (die ursachen tun da jetzt nichts zur sache). das leistungsgefälle ist halt, v.a. im vergleich zu den wiener vereinen, enorm. wir hatten 8-9 spieler, danach ging es sehr schnell sehr steil bergab.


    nachdem seine freunde jetzt weg sind und er der einzig verbliebene "stammspieler" der startformation ist, möchte er jetzt auch wechseln. der nächste logische schritt wäre wohl ein verein in der größenordnung Donau / FAC / TWL Elektra / Vienna, die allesamt eine gute nachwuchsarbeit haben und in einem der vereine hat auch das probetraining stattgefunden.


    zu seinem standing in der mannschaft: er war in jeder mannschaft super integriert. er war nicht der kämpfer und beißer, aber er hat in der offensive immer gut breite und tiefe gegeben, hat dadurch den raum für die anderen geöffnet und war dadurch immer anspielbar, hat sehr schnell mit dem ball am fuß entscheidungen getroffen und so das spiel durch (doppel)pässe oder pässe in die tiefe (durch die abwehrkette) die angriffe eingeleitet. er ist oft ins 1v1 am flügel gegangen und hat mit klassischen stanglpässen (weiß jetzt nicht, wie man die pässe von der grundlinie vors tor in DE nennt) viele tore vorbereitet. er hat regelmäßig tore geschossen, aber mehr tore wirklich stark vorbereitet.


    in einem beitrag weiter oben fiel der satz "das offensive 1v1 ist bei vielen gar nicht so gut, da sie oft überzahlsituationen, die andere herstellen, ausnutzen" (oder so ähnlich). bei näherer betrachtung ist da sicherlich etwas dran.


    wir hatten einen spieler, der bei uns klar der beste war, dahinter gabe es 4-5 spieler auf einem niveau. in der u13 war er von den kindern angesehen und super integriert. sie haben sich gefreut, wenn er ausgeholfen hat - ich meine ein besseres zeichen gibt es ja nicht wirklich. selbst im probetraining war es so, dass er im zweiten training schon gut involviert war und die anderen kinder ganz selbstverständlich zu ihm gepasst und ihn ins spiel integriert haben. die kinder haben ein super gespür und merken sofort, ob es sinn macht, einen neuen mitspieler zu integrieren, oder eben nicht.


    was ihn auszeichnet bzw. was er mMn. gut kann, ist, sich an das tempo und das schnellere spiel der höheren Us anzupassen. andere LAZ spieler bei uns in der mannschaft (selber jahrgang, gesetzte A spieler in unserem LAZ und bei allen aktivitäten dabei), eben jene, die defensiv stark sind und ihr spiel in der u11/u12 über die physis, den zweikampf oder nur über dribblings definieren, die kommen zwei jahrgäng höher eigentlich überhaupt nicht mehr zur geltung; sie spielen sich fest, halten den ball zu lange, es fehlt oft die orientierung (insbesondere im 8+1 war das auffällig). er spielt vielleicht unscheinbar, aber er kommt zur geltung und hat da wie dort seine scorerpunkte und seine szenen. es fällt, außer körperlich, nicht wirklich auf, dass er teilweise 2.5 jahre jünger ist.


    und das ist halt auch der punkt, den ich - als vater, wie auch als trainer - so schwer nachvollziehen kann. wieso traut man zwar dem einen spieler zu, spielverständnis bzw. eine raumorientierung (die wohl noch eher genetische veranlagung und "talent" ist) zu gewinnen, dem anderen aber nicht zu, körperlich zuzulegen und mehr biss zu entwickeln? gerade dann, wenn ich trainer von einem leistungsverein bin, dann müsste ich doch den spieler nehmen, der bereits im jüngeren alter ein höheres spielverständnis hat bzw. in der lage ist, am ball schneller entscheidungen zu treffen. das auch in ein paar trainings ohne match überhaupt einschätzen zu wollen, ist doch gelinde gesagt sehr schwer.


    ich denke, dass die mehrheit sicherlich recht hat - ich habe eben noch keine langjährige erfahrung als trainer und tu mir schwer, die aussage, dass "kampf und gier für den ball nicht erlernbar sind", nachzuvollziehen. wie gesagt, oft gehört, hier bestätigt, also irgendetwas wird schon dran sein. ich finde die diskussion aber äußerst interessant und es bringt mir auch viele neue sichtweisen, über die ich bisher noch nicht nachgedacht habe. große DANKE an dieser stelle für eure antworten. :thumbup:

    schiess los bitte! 😎


    ansonsten vielen dank an dieser stelle für die zahlreichen antworten und hilfestellungen.

    Falls ihr Samstag und Sonntag spielt dann ist meine Empfehlung ihn mindestens Sonntags als IV spielen zu lassen, vllt mal auf der 6.

    Mein Sohn, derzeit U11 Spieler

    Was wird denn in Österreich in der U11 gespielt? Fußball 5 oder Fußball 7? IV und 6er hört sich für mich nach Fußball 11 an. In der Vertikalen reicht in dem Alter Abwehr, Mittelfeld und Sturm - und wenn er das alles mal spielt, sollte er auch defensive Fähigkeiten erlernen.

    Und auch in diesem Alter sind das noch Kinder, die sich entwickeln werden. Lasst sie sich entwickeln! Der alte Spruch "Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht" hilft vielleicht (düngen mit viel Lob und Motivation ist erlaubt).

    haha ja ich muss mich wohl selbst auch an der nase nehmen. in einem der oberen beiträge viel auch das wort "druck" und auch wenn ich mich bemühe, so denke ich schon, dass ich ihm unterbewusst druck mache. ein weiterer grund, dass wir einen wechsel anstreben, damit ich für ihn wieder einfach nur papa sein kann. also weniger ziehen, mehr düngen. ;)


    wir spielen in österreich in der u11-u12 6+1, u13 8+1. die meisten teams spielen ein 3-3, ein 2-3-1 haben wir mal probiert, aber das scheint für die kinder schwieriger zu spielen und die empfehlung des ÖFB geht lt. meinem ex-kollegen cheftrainer auch in richtung der 3 stürmer. die rollenverteilung scheint im 3-3 klarer und weniger komplex.

    ja, nur ganz selten hat er im 3-3 (u12) mal aussenverteidger gespielt, allerdings nur gegen schwächere gegner. ich denke, dass das gewinnen in den letzten beiden jahren einfach zu sehr im vordergrund stand. die aufstellungen waren recht fix, jeder hatte so seine stärken und nach denen wurde aufgestellt.


    ich denke, er muss im nächsten halbjahr einfach vermehrt in der verteidigung spielen, um dort aufzuholen. er sollte wohl im frühling wieder altersgleich in der u11 spielen, dort kann er dann im 3-3 den mittleren IV geben und in die rolle hineinwachsen.

    danke für deine tipps. :thumbup:


    punkt 1, 3, 4 und zum teil 5 können wir sicher mitbringen, das macht es ja doppelt bitter.


    das mit der fussballschule ist sicher möglich und das werden wir auch angehen. er trainiert seit einigen wochen 1x zusätzlich in einer fussballschule, aber bisher ging es vermehrt bzw ausschliesslich um technikerwerb, schulterblick, farbenspiele/reaktion; grundlegendes eben. ich werde mal mit den trainern sprechen, ob und wie hier defensive qualitäten geschult werden können.


    er spielte das letzte jahr bereits einen jahrgang höher und hat im sommer/herbst auch bereits in 5 spielen zwei jahrgänge höher in der a mannschaft (u13a) ausgeholfen. selbst dort konnte er offensiv / spielerisch gut mithalten und war in 2 spielen sogar einer der besten, konnte mehrere scorerpunkte im 2012er jahrgang sammeln; und das als spätgeborener 2014er.


    ich hätte ihn auch gerne in die u13 geschickt, leider ist dort im winter das trainerteam, das ich sehr geschätzt habe, gegangen. es gibt jetzt auch nur einen (neuen) trainerkollegen für 20 kinder, von dem bin ich aber leider nicht so überzeugt.


    leider ist das auch einer der hauptgründe weswegen wir wechseln wollen: die mannschaften darüber stehen zur zeit schlechter da als je zuvor, sonst wäre das ohnehin meine präferierte lösung gewesen.


    ich bin zwar ein fan von "trainiere deine stärken", aber es wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben, als in den nächsten monaten massiv an den defensiven schwächen zu arbeiten. ich vermute und *hoffe*, dass es bei ihm auch eine mentale sache ist, weil als er in der u8 angefangen hat, war er in den ersten wochen eigentlich der mit dem messer zwischen den zähnen. das ist aber dann rasch verloren gegangen und in passivität umgeschlagen. jetzt kommt das, wenn überhaupt, nur noch unter erschöpfung zum vorschein, wenn er gar keine kraft mehr hat, nachzudenken und angst zu haben.


    dann hoffen wir mal, dass wir das trainieren und verbessern können. :rolleyes:

    Hallo liebe Community!


    Ich bin bereits länger stiller Mitleser, aber habe aus gegebenem Anlass eine Frage, die ich offen mit euch diskutieren möchte.


    Wieso wird bei Probetrainings bzw. Sichtungen von Kindern so sehr auf Defensivqualitäten und Zweikampfverhalten geachtet?


    Mein Sohn, derzeit U11 Spieler, hat nun bereits das zweite Mal in zwei Jahren in Österreich von einem sehr guten Verein eine negative Rückmeldung bekommen. "Wirklich guter Offensivspieler; gute Technik, super Ballverarbeitung, toller Schuss, offensiv kann er auf jeden Fall mithalten. Aber in der Defensive sehen wir Schwächen, er ist schwach im Zweikampf, passiv und hat nicht die Gier nach dem Ball."


    Geschenkt, das ist offensichtlich und ich stimme dem ja sogar zu. Er hat seine Stärken in der Offensive.


    Im Gespräch mit einem LAZ Leiter (Stützpunkt / NLZ in Österreich) sowie mit zwei anderen, von mir geschätzten, Trainerkollegen heißt es immer lapidar "das ist Charaktersache und kann man nicht lernen", daher sei es ein No-Go, wenn Spieler in der Defensive so agieren. Auch "Den Körper muss er mitbringen, die Technik bringen wir ihm schon noch bei" habe ich mehrfach gehört.


    Ich bezweifle das, aber bin so ehrlich, dass mir nach 3 Jahren Trainer-Tätigkeit die langfristige Erfahrung fehlt, um das beurteilen zu können. Was ich aber jedenfalls beurteilen kann, ist, dass mein Sohn grundsätzlich sehr gut mitgehalten hat und in der Offensive um nichts abgefallen ist gegenüber den meisten anderen Kindern, die aber alle durchgehend seit der U7 unter den besten Bedingungen mit den besten Spielern und Trainern in renommierten Nachwuchs oder Bundesliga-Vereinen trainieren. Er hingegen kommt aus einem Dorfverein; Intensität, Konzentration und Konkurrenz im Training Mangelware. Ich bin überzeugt, dass er alleine aufgrund des besseren Umfelds und der Konkurrenz / Intensität im Training massive Sprünge machen würde, erst recht in der Defensive und im Zweikampfverhalten. Selbst nach den zwei Trainings konnte man ja bereits einen kleinen Fortschritt sehen und er hat begonnen, aktiv Bälle abzufangen; einfach nur, weil er es bei den anderen Spielern gesehen hat (zumindest hat er mir das so auch gesagt).


    Wieso aber bin ich offensichtlich mit dieser Ansicht alleine? ;(


    Ich bin auf eure Meinungen gespannt.