Das ist mal eine andere Idee. Volleyball, also weg vom Zweikampf. Ich dachte nämlich genau anders herum. Ich hatte mal überlegt, ob ich ihn zu einer Kampfsportart anmelden soll. Vor allem deswegen, weil er mal Boxen wollte und sich einen Boxsack und Boxhandschuhe zum Geburtstag wünschte. Der Boxsack hängt jetzt im Hobbyraum im Keller und wird nur selten benutzt.
Mein Sohn (F-Jugend) hat momentan eine ähnliche Phase und meidet immer wieder die Zweikämpfe.
Da er technisch sehr stark ist und viel dribbelt, bekommt er dementsprechend auch am meisten auf die Knochen. Er ist bisher auch der unumstrittene Führungsspieler. Nun beobachte ich seit längerem vor allem bei Spielen gegen andere Mannschaften, dass er sich weniger traut, indem er den Ball viel zu früh abspielt und defensiv ebenfalls Zweikämpfe zu vermeiden versucht. Ob es was mit Angst zu tun hat? Ich weiß es nicht. Wenn er allerdings wütend ist, weil er geschubst oder weggegrätscht wird, muss ich ihn manchmal sogar stoppen, damit er nicht auf den Gegenspieler losgeht.
Jetzt zum Boxen: Er geht auch seit ca. 8 Monaten 1 mal wöchentlich zum Boxen. Dort lässt sich das Phänomen ebenfalls beobachten. Athletik, Technik und Ausdauer sind top, während er beim Sparring sehr zurückhaltend ist und es auch nicht mag. Er sagt es zwar nicht, aber man merkt es ihm an.
Also wie du siehst bringt zumindest in meinem Fall das Boxen nicht wirklich viel, um die Gier zu wecken und eine gesunde Aggressivität in Zweikämpfen beim Fussball zu fördern. Es ist, wie hier schon erwähnt wurde, eine Charaktereigenschaft und Teil seiner Persönlichkeit. Da kann und will ich nichts ändern.
Unsere Söhne werden also wahrscheinlich keine Fussballprofis. Bleibt nur zu hoffen, dass sie auch in der Pubertät noch so lieb sind und einfach ihren Spaß am Sport beibehalten
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