Ich sehe die Lage nicht so dramatisch. Vielleicht, weil ich noch ein "Anfänger" im Jugendfußball bin...
Denke, dass es diese Diskussionen schon immer gegeben hat und immer wieder geben wird. Solche (Möchtegern-)Trainer, wie von Mittelfeld#6 beschrieben wurde, wird es leider auch immer wieder geben. Da müssen müssen die leitenden Personen im Verein sofort die Reißleine ziehen.
Unsere Gesellschaft und die Jugend verändern sich einfach und wir Eltern und Trainer müssen lernen mit den Gegebenheiten richtig umzugehen.
Als ich letztes Jahr meinen 5-Jährigen Sohn auf seinen Wunsch im Verein angemeldet habe, habe ich mich etwas mehr mit der neuen DFB-Reform auseinandergesetzt. Mein erster Gedanke bei 3 vs. 3 auf einem Mini-Feld und 4 Mini-Toren, die auch noch gar nicht zählen, wenn man sie trifft, war einfach nur: "Ist das deren ernst?! Ich will die großen Tore! Ich will nicht, dass mein Sohn durch diesen Fair-Play-Mist verweichlicht wird! Ich will den Wettbewerbsgedanken zurück!" Ich war also einer von diesen typischen Funino-Reform-Kritikern.
Jetzt, etwas mehr als ein Jahr später, bin ich ein absoluter Fan davon. Wenn ich sehe wieviel Spaß die Kids haben und wie toll sie sich in dieser Zeit entwickelt haben, geht mir das Herz auf. Die oft genannten "Blumenpflücker" gibt es bei dieser Form überhaupt nicht. Alle zocken mit, egal ob die Starken oder die Schwachen. Jeder bekommt die gleichen Einsatzzeiten, kommt regelmäßig zum Training und jeder (auch die Eltern) ist Happy.
Was ich damit sagen wollte ist, dass man sich an die Änderungen, egal, ob man sie als richtig oder falsch sieht, gewöhnen muss. Die Kinder und deren Liebe zum Fußball müssen immer im Vordergrund bleiben. Und es ist unsere oberste Aufgabe als Trainer und Eltern den Spaß am Fußball unter allen möglichen Bedingungen aufrecht zu erhalten.