Ich finde coachen während des Spielt wichtig. Aber nur motivierend - nicht inhaltlich.
"Super Rückwärtslauf Tobi" oder "Trau dich doch Benny" finde ich ok.
Gestern erst habe ich den Kindern vor dem Spiel mitgeteilt, dass mein CO-Trainer und ich uns dieses mal komplett raushalten. Nicht weil wir sie im Stich lassen wollten, sondern wir haben gesagt, dass wir viel geübt haben und ihnen vertrauen und wir sicher sind, dass sie eigene Lösungen finden. Dann haben wir 3x15 Minuten Kleinfeld (angehende U10) nur zugesehen. Es war grauenhaft zum ansehen und grauenhaft, nichts zu sagen. Ich musste mir echt auf die Zunge beissen. Aber irgendwie hat es mir auch gezeigt, dass ich scheinbar zu viel gesagt habe in den letzten Spielen. Weil die einfachsten Dinge wurden nicht mehr umgesetzt. Der Gegner schleicht sich hinterm Verteidiger in den Torraum, die Kinder kreuzen sich beim laufen und nehmen das Tempo aus dem Angriff. Zwischen den 3 Verteidigern und den 3 Angreifern waren im Angriff 30 Meter. Einfach schrecklich zum ansehen. In der Halbzeit habe ich dann eine Ansprache gemacht und Dinge die gut und Dinge die schlecht waren aufgezählt und was sie besser machen sollen. Und siehe da: Es wurde noch grauenhafter und wir haben mit 4 Toren unterschied verloren. ABER! Ich glaube man muss das wirklich regelmäßig machen. Beobachten – notieren -mitteilen und üben im Training. Erst dann wird es besser.
Was ein cooler „aha“ effekt war: meine spielintelligenteren Spieler hab sich teilweise genau die Tipps gegeben, die ich gegeben hätte.
Fazit: Nicht coachen, was Kinder selbst entscheiden müssen.
