Beiträge von TRPietro

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    Braucht man noch viel mehr als das?
    http://www.dfb.de/fileadmin/us…07/Flyer_Fair_bleiben.pdf Natürlich gelten diese Hinweise für Eltern und Trainer gleichermaßen. Nicht, dass KellerKicker wieder meint, dass nur auf die Eltern eingedroschen wird...


    Wieso?
    Keller Kicker ist sicher einverstanden, dass AGB's nur für Eltern und Junioren gilt.
    Immerhin sind diese die Kunden und wir Vereine und Trainer die Dienstleister.
    Also; Wenn Du von mir zB. eine Website erstellen lässt, dann biete ich Dir etwas an inkl. Erfüllungsreglement (AGB's). Wenn Du als Kunde einverstanden bist, so unterschreibst Du. Wenn nicht, so gibt's kein Auftrag.

    @Keller Kicker


    Diese Gesellschaft braucht kein Codex, dass nicht eingehalten wird, sondern eine AGB.


    Eine AGB, nur nicht so lang wie eine echte AGB aber von der Struktur her, mindestens genau so professionell. Es muss aussehen wie eine AGB von Schrift und Form. Und ganz unten landen die Unterschriften, dass die AGB gelesen und akzeptiert wurde inkl. zitierte Konsequenzen.


    In einem anderen Thread habe ich die Probleme im Fussball zitiert.
    Die Frage ist; was erwartet der Spieler/Junioren resp. die Eltern vom Trainer? Was erwartet der Trainer resp. der Verein von den Spielern/Junioren?
    Dies Komponente durch Regeln erfassen und unterschreiben lassen. Eine Kopie landet beim Verein und die andere bei den Eltern.
    Es muss Top Professionell laufen und es muss den Eindruck erwecken, dass es etwas seriöses ist.


    Evtl. komme ich später noch mit konkrete Punkte. Bin im Moment gerade etwas unter Druck.


    Gruss
    TRPietro

    Tja, wir haben leider kein Konzept. Auf meine Anregung und Angebot zur Mitarbeit bei der Erstellung habe ich leider keine Antwort erhalten. Es gibt offenbar andere Prioritäten, das Tagesgeschäft ist, so mein Eindruck, schon aufwendig genug.


    Ne ne... die haben Angst vor Änderungen...
    Andere gönnen es Dir nicht (meistens aus Neid) und akzeptieren es nicht.
    Viele sind Verbesserungsresistent.


    Ich habe es schon lange aufgegeben um Konzepte zu kämpfen.
    Wenn ich ein Konzept einführen will (egal was und in welche Richtung), dann baue ich mir selbst was auf.


    Aktuell biete ich ein Ausbildungskonzept als Dienstleistung an. Ich konnte noch nicht mal ein interessierten Verein finden, der das GRATIS für ein paar Jahre so testen würde. Dh. ich konnte noch nie ein Pilotprojekt starten. Immerhin habe ich nach Referenzvereine gesucht... keine Chance. Ja nichts ändern wollen... ja alles so sein lassen wie es ist. Habe zwar alles schriftlich... aber na nu.


    Gruss
    TRPietro

    Da muss ich wiedersprechen, sorry: nicht im Verein, in Bunter Liga, wo jeder (auch viele Vereinsspieler) kommt u. geht, wie er lustig ist. Freiheit pur - für Spieler, zulasten der Trainer. Er muss also 100% überzeugen - oder das Team ist ganz schnell kaputt, tot, wie etliche in den letzten Jahren, auch meine Ex-KK. Alles verursacht Trainern dabei nur Kosten, Null "Honorar" also. Eigentlich nen Höllenritt, den sich keiner antun sollte (daher jammern auch alle Trainer, die sich sonst Team-Chefs nennen, was nen kleines Teilhonorar andeutet: ich bin hier mal lt. Titel nen Chef, obwohl faktisch eher Diener aller). Daher wohl auch meine Ansprüche gegen Trainer in Vereinen.... ;)


    Das mit der "alle kommen einfach wenn sie Lust haben" ist mit den aktuellen Strukturen nicht machbar.
    Spiele - angewiesen auf Teilnahme an Spiele - Forfaits usw. alles schon erklärt.


    Wäre aber sicher ein Angebot das fehlt. Aber auch das würde ich nicht Gratis anbieten. Nichts ist Gratis und auch das nicht.


    Viele Grüsse
    TRPietro

    @fussballbaron


    Vielleicht lassen die alte Strukturen resp. die alten Vorstände nicht locker, weil man trotzdem noch 2. Liga oder so spielen kann.
    Eine 2. Liga verlieren um einen Neuaufbau zu starten empfindet man in den Vereinen als Verlust.
    In den Augen solcher die das Ganze so aufgebaut haben, ist es ein Affront so qausi: "Wir haben so viel gemacht um dahin zu kommen und nun möchtet Ihr alles ändern?". Darum sind diese Vereine resp. Vorstände so allergisch gegen Vorschläge zu Erneuerungen, denke ich mal. Diese haben Angst vor Verlust und vor Aenderung.


    Gruss
    TRPietro


    Mensch, völlig richtig, obwohl ich anfügen würde: die Hoffnung stirbt zuletzt, nämlich erst mit ihrem Träger. Aber dies Sterben ist durchaus vielfältig, wie Rede von Rufmord, Totschweigen, Mundtotmachen zeigt. Mancher wirkt im Körper, in Kopf und/oder Seele/Herz aber längst gestorben o. im Koma, was ich für mich in Anspruch nähme. Klar, bin auch nur aus purer Not noch Trainer, da bei uns Bunte Ligen absterben: in 3 Jahren von 18 aus 12 Teams, immer mehr Chaos, Personalnot überall... und ich es für meine Jungs noch gern hätte, diese Alternative zum System mit 16 mal erleben zu können. Ansonsten: auch für Geld würde ich den Job nie mehr machen WOLLEN, höchstens aus Mitleid mit jungen Spielern in innermoralischer Pflichterfüllung MÜSSEN o.ä.


    PS: Eltern in ihrer breiten Gleichgültigkeit sehe auch ich durchaus kritisch, nur aus meinen Erfahrungen als Fußballvater anders kritisch, wie viele Trainer eben...


    Ja, Du hast es geschrieben. Aus MITLEID noch als Trainer tätig.
    Eigentlich wollte ich ja im letzten Sommer aufhören. Als dann 3 Tage vor Sommerferien der Juniorenobmann auf mich zukam, wurde ich wohl wieder weich...
    Muss aber unterstreichen; ich habe sehr liebe Junioren. Zwar Larifari und Mühsam, aber alle mit sehr grossem Herz. So als Freizeitteam ohne Spielbetrieb könnte ich es mir mit diesem Team, durchaus vorstellen.


    Gruss
    TRPietro

    Eine Frage an Pietro: Würdest du sagen dass die Vereine generell Trainermangel haben? Wenn ja worauf würdest du das zurückführen? In meinem Umfeld habe ich Vereine erlebt wo ein einziger Trainer Zwei oder Drei Mannschaften auf einmal betreute.


    - machen im Vergleich zu früher heute weniger Menschen Ehrenamt oder ist das Ehrenamt nicht mehr so attraktiv, oder kann man sagen dass das Ehrenamt und die Trainertätigkeit in Konkurrenz steht zu anderen privaten Dingen der Menschen (die sie ebenso Reizen, also nennen wir Freizeitaktivitäten oder das stundenlange Fernsehen) ich meine es ist ja gemütlicher auf der Couch zu sitzen, - überspitzt formuliert - anstatt draußen eine Horde von Kids zu betreuen?


    Wie siehst du das ?


    Sorry für diese späte Antwort. Habe in der Flut der Postings, deine Frage so übersehen.


    Fakt; Die Vereine haben riesen Probleme mit der Trainersuche.
    Ich betreibe ja die Website xxxxxxxxxxx (Adresse wird aus fehlerhafte Werbegründe nicht angegeben) und helfe damit Vereine, neue Trainer zu finden. Kann Dir garantieren, dass ich mehr Vereinsvakanzen als Bewerber habe.


    Das Ehrenamt per se könnte schon attraktiv sein. Die Voraussetzung ist, dass es Spass macht. Es soll ein Hobby sein.
    Solche Art von Ehrenamt steht in meinen Augen wirklich in Konkurrenz mit anderen privaten Dingen die man auch sonst tun könnte.
    Ich persönlich habe in meiner Karriere lediglich von 6 Monate Pause genossen... aber wirklich genossen.


    Im Normalfall wird dann das Angebot verbessert um mit der Konkurrenz mithalten zu können. Dies geschieht in den Fussballvereinen und im Verband offensichtlich nicht oder zu wenig. Die Voraussetzungen und das Angebot für den Trainer ist immer noch wie vor 15 - 20 Jahren. Ich persönlich sehe keine Verbesserung und Vereinfachung sondern nur mehr Aufwand für gleich wenig Ertrag (Ertrag deckt meistens gerade noch die Spesen ab - bevor man denkt, man würde ja gut verdienen).


    Wenn man das Angebot für die Trainer, verbessern würde, so hätte man auch mehr Trainer (übliches Angebot und Nachfrage Spiel). Dabei spreche ich nicht nur von Geld, denn das Problem liegt im Aufwand. Aktuell ist die Nachfrage nach dem aktuellen Angebot das man als Trainer kriegt, offensichtlich zu wenig lukrativ.


    Wenn ich es mir so überlege, dann bin ich überrascht, wie wenig die Vereine nach Lösungen suchen... dabei ist es wirklich fünf vor zwölf. Immerhin ist man schon so weit, dass Einzelne, mehrere Teams trainieren. Noch viel schlimmer ist es aber, dass man für potentielle Lösungen, nicht mal zuhört. Die meisten Vorstandsleute sind zum grossen Teil, Erneuerungs- und Kritikresistent. Ich persönlich habe resigniert und sage nichts mehr... motze lieber hier im Forum und rufe laut im Wald aus... bringt gleich viel :D:D


    Fazit; Die Eltern und Junioren aber auch die Trainer sind in einer Phase wo man zwar Fussball betreiben möchten, jedoch aber nicht mehr den selben Bedarf wie früher haben.
    Dabei verpassen Vereine und Verbände, die Anpassung resp. Veränderung des Angebots. Die Begründung der verpassten Anpassung liegt vielleicht einfach in der Bequemlichkeit, etwas neues zu machen. Evtl. scheitert es bereits da. Evtl. liegt es aber auch daran, dass man vor Änderungen, Angst hat. Die Gründe könnten viele sein. Der Trainer steht aber vor wachsendem Aufwand da und läuft davon (er wechselt nicht Verein... er hört auf). Immerhin ist der Trainer an vorderster Front, hat aber leider nichts zu melden. Im Gegenteil; wenn man sich zu oft meldet, wird man irgendwie entfernt.


    Gruss
    TRPietro

    tobn


    Eigentlich betreibe ich hier einen rundum Angriff.
    Im ersten Post kritisieren ich auch die Verbände scharf, weil diese Pflichtspiele in der Ferienzeit rein jagen.


    Das mache ich hier ja zum Dilemma; Einer Seits möchten die Junioren zwar spielen, aber am Besten einfach dann wenn es Ihnen passt (und zwar nicht als Mannschaft passt sondern als Individuum). Auf der anderen Seite ist der Verband komplett unflexibel.


    Ich bin der Meinung, dass man auch Spiele halt in den Ferien rein setzten kann, wenn es Kalendertechnisch nicht anders geht.
    Jedoch dürfen Forfaits nichts kosten. Wie gesagt CHF 300.- ... das ist viel.
    Somit kann ich im Falle, dass ich zu wenig Spieler habe, einfach dem Verband am Vortag anrufen oder schreiben und benachrichtigen, dass wir nicht antreten und 3:0 forfait geben.
    Somit gewinnen die Teams mit den willigeren Spielern mehr und Larifari Teams verlieren halt mehr, schon alleine weil die Spieler nicht verfügbar sind, resp. nicht antretten.
    So kann man auch Abstiege in Kauf nehmen. Wie lange die Junioren dann Larifari machen weiss ich auch nicht, wenn das Team plötzlich unterm Strich ist.


    Wir haben hier max. 12er Gruppen und spielen in Herbst- und Frühlingsrunde.
    Dh. dass Du pro Jahr, zwei Saisons spielst.


    Viele Grüsse
    TRPietro

    Günter


    Vermutlich habe ich einfach kein Bock mehr, mehr machen zu müssen als man müsste.
    Trotzdem kann man aber von Druck sprechen. Immerhin muss ich als Trainer den Spielbetrieb gewährleisten. Wie soll das aber gehen, wenn meine Junioren einmal wegen das und einmal wegen dem, fehlen? Es kann doch nur gewährleistet werden, wenn man einen riesen Aufwand betreibt (eben viele Telefonate).


    Weiss nicht wie es in DE ist.
    Bei uns ist es so, dass man Meisterschaftsspiele, bei nicht antreten, forfait verliert. Eine Forfait Niederlage bedeutet eine Busse in Höhe von CHF 300.-
    Das ist viel Geld. Also haben die Vereine kein Interesse daran, forfait zu verlieren. Wer vertritt diese Interessen und muss gegensteuern?
    ... genau... der Trainer.


    Der Druck der Eltern?
    Glaub mir, wenn ein Papa, genügend im Verein als Sponsor investiert, so hat dessen Wort auch mehr Gewicht als die eines Trainers.
    Da kann schon Druck kommen. Und da die meisten Junioren Obmänner mit der Zeit, Politiker werden und Ihren Fach- und Sozialverstand abstellen um durch Politik, jegliche Moral begraben zu können, kann es durchaus passieren, dass man als Trainer genau wegen einer bösen E-Mail eines solchen Vaters, liquidiert werden kann.
    Habe es auf meine eigene Haut erfahren. Bin seit da, sehr vorsichtig mit der Wahl von Juniorenteams. Ich übernehmen konsequent keine Teams mehr, wo Eltern auch Vorstandsmitglieder oder Sponsoren sind.


    Da siehst Du es; es gibt schon Situationen die Druck verursachen können.
    Bei mir ist klar, dass die negativen Erfahrungen, die Freude am Fussball "IN VEREINE" weck genommen haben.


    Gruss
    TRPietro

    guenter


    Als Trainer wird man einfach pauschal von überall angemacht.


    Eltern möchten zum grössten Teil nur nehmen, nehmen und nehmen und diese Krankheit wird den Jugendlichen und Kindern (also nächste Generation) so weiter gegeben. Kein Wunder gibt's immer weniger Ehrenamtliche in diese verrottete Ich-Gesellschaft.
    Die meisten haben doch eher keine Zeit, Junioren zu trainieren, weil man lieber vor der Glotze hockt (sicher nicht wegen Arbeit usw. sondern eher wg. Faulheit).
    Anderseits möchte man mit den genannten Problemen nicht konfrontiert werden, wobei man diese erst während der Tätigkeit als Trainer erlebt... in so einem Fall rede ich dann eher von Drop Out des Trainers also von Faulheit.


    Die Vorstände verärgern einfach durch Ihre politische Entscheidungen und die Versprechen die sie nicht einhalten.
    Aber Einsatz verlangen diese dafür. Helfen bei Hallenturnieren, nebst Traineramt usw. Wenn man da nicht mitmacht wird man schief angekuckt.
    Also ist auch da eine grosse Erwartung vorhanden.


    Der Verband ist sowieso unflexibel und trifft einfach Entscheidungen ohne mehr als für 50 Cent zu überleben.


    Ich bin auch bald soweit, die Marmelade aus den Berlinernzu nehmen, stellt sich nur die Frage woher die Saarländer die Nutella her haben :thumbup:

    @Keller Kicker


    Wenn Du solche lächerliche Summen als Einwand benutzt und so quasi behauptest, der Trainer macht dies eigentlich als Dienstleister (also Job) und nicht als Hobby, so muss ich also von Lohndumping reden.


    Als Trainer hast Du mit 2 Trainings / Woche und mit Spiel am Weekend, locker zwischen 9 - 11 Stunden Arbeit. Oder zählst Du etwa nur die 1,5 Stunde Training? Ich zähle pro Training, 1 Stunde Vorbereitung. Für Spiele zähle ich nicht nur 90 Minuten Spiel. Ich zähle 75 Minuten Besammlung schon vor dem Spiel (und das bei Heimspiele - Auswärts logischerweise länger).


    In der Schweiz wäre das etwa ein 20% Job was CHF 1500 - 3000 pro Monat bedeuten könnte (ich rechne mal tiefe bis mittlere Löhne).
    Bei Euch in der EU (Ihr habt weniger als 42 h / Woche) ist das bis 35% von den Arbeitsstunden her.
    Also müsste jeder Trainer in Deutschland pro Monat so viel verdienen, dass man einen 60% - 70% Job annehmen könnte. Ist das bei Euch der Fall? Verdient mal so viel?


    Abgesehen davon; Du beiweist mir eigentlich, dass der Druck für dieses Butterbrot das wir Trainer von Vereine kriegen, vorhanden ist.
    In deinen Augen ist alles selbstverständlich... immerhin wird man ja entlohnt. Ob es wenig ist oder nicht, ist für Dich ja kein Thema.


    Gruss
    TRPietro


    Welcome to the club ;)
    Ich muss dir aber sagen, mein lieber Pietro, dass du dich auch in einer privaten Schule mit den gleichen Problemen wirst befassen müssen. Dabei nützt dir dann aber definitiv das Jammern nichts, sondern dann bist DU, und nur DU allein gefordert für ALLES eine Antwort zu haben - und zwar schon lange bevor du mit irgendwas Probleme hast. Traust du dir das zu ? Bist du wirklich der Unternehmertyp den es dafür braucht ?


    Das schrieb ich genau.
    Solange keine Antworten auf Probleme vorhanden sind, wird's nichts.
    Vermutlich muss mann einfach alles vergessen (organisatorisch und Abläufe) was man kennen gelernt hat in den Vereinen um möglichst mit neue Ideen was zu starten. Aber die erfahrene Probleme müssen beantwortet sein. Das ist schon so.


    Ja, ich bin ein Unternehmertyp und würde mir das aufbauend (also nicht alles auf einmal) so auch vorstellen können.


    Gruss
    TRPietro

    Falkao


    Du schreibst es richtig.
    Ich bin ja nicht der Einzige der solche Sachen schon erlebt hat.
    Dabei ist mir sogar eingefallen, dass ich noch mehr Sachen nennen könnte. Möchte hier nun aber den Rahmen nicht noch mehr sprengen.


    Nun aber meine Frage; Warum machen wir da nichts dagegen, wenn wir ja fast alle darunter leiden?
    Ich meine ja, dass die Rahmenbedingungen ja gegeben sind. Und die Rahmenbedingung sagt, dass die Junioren und Eltern, nicht mehr so verfügbar sind wir früher. Muss man also wieder grössere Kader zusammen stellen? Oder möchte man für den Spielbetrieb ein separater Beitrag zahlen lassen?
    So quasi; wenn Ihr am Weekend dabei seid, kriegt Ihr den Beitrag für Spiele als Dank für Zuverlässigkeit zurück und wenn Ihr halt X mal fehlt, entfällt der Beitrag zu Gunsten des Vereins? Somit könnten sich die Junioren für den Spielbetrieb noch separat anmelden und man wüsste, ob man die entsprechenden Teams für den Spielbetrieb anmelden möchte oder wegen Quantitätsmangel eher nicht.
    Nun könnte es passieren, dass in einer B-Jugend mit zB. 45 Junioren, sich nur 26 Junioren für den Spielbetrieb anmelden. Soll ich nun wirklich zwei Kader a 13 Spieler machen? Oder soll ich einfach sagen, die ersten 18 die sich anmelden dürfen mitspielen und die anderen sind zu spät? Oder eine andere Lösung wäre, alle 26 Spieler dürfen sich registrieren. Wenn man nicht zum Spiel darf, wird der Teil des Betrages wo man nicht mitspielen durfte, wieder retourniert.
    Ihr sieht... es ist nicht einfach eine geeignete Alternative zum heutigen Fussballleben in der Breite zu finden.


    Eine Sache denke ich aber schon lange:
    Falls ich eines Tages wieder mit Kindern und Jugendliche arbeiten sollte, so würde ich vermutlich selbst was aufbauen wollen.
    So eine Art Fussballschule. Aber zu erst muss ich eine Antwort auf die genannten Probleme haben... sonst wäre es ganz blöd, wenn ich auch solche Probleme in meiner Organisation hätte...


    Viele Grüsse
    TRPietro

    Keller-Kicker


    Wieso soll ich sauer werden?
    Mir ist doch klar, dass ich mit meinem Thread, in eine dunkle Ecke landen kann.
    Habe daher dein Schreiben gelesen und bedanke mich bei Dir für deine Teilnahme (bei den Anderen natürlich auch).


    Da Du eine sehr künstlerische Ausdrucksweise in Schriftform einsetzt, fühle ich mich im Verständnis der Kommentare etwas überfordert.
    Bin mir leider nicht sicher, ob ich verstehe was Du meinst und möchte deswegen darauf nicht eingehen.
    Hoffe, dass Du das so verstehst.


    Viele Grüsse
    TRPietro

    Ich bin nun seit ca. 14-15 Jahren als Juniorentrainer tätig und durfte an viele Veränderungen teilnehmen.
    Da ich ende März wegen eines Sprachaufenthaltes über drei Monate, kürzer treten werde, fasse ich hier mal meine Gefühle über Änderungen die in den Jahren stattgefunden haben, zusammen.
    Insgesamt fühle ich immer mehr Erwartungen und immer mehr Druck. Die Begeisterung und die Freude am Fussball wird hingegen immer kleiner.


    Die Vereine resp. die Vorstände resp. Juniorenobmänner


    - Die Juniorenbosse und die ständige Sucherei nach Trainern. Anködern von Trainern durch Abmachungen und Versprechen. Werden diese dann eingehalten? Nicht? Wieso verwundert man sich dann, wenn man solche Trainer (zT. im Streit) verliert? :rolleyes:


    - "Alle Junioren sollten so viel wie möglich spielen" ist unser Slogan in der Schweiz. Früher war es egal, Hauptsache man gewinnt. So gesehen ist die Entwicklung ja OK... aber vielleicht ein kleines bisschen zu extrem. Also gibt's kleine Kader wie 16 Junioren in B-Jugend, 16 in C-Jugend usw. Würde ja super funktionieren wen die Junioren und Eltern noch so ticken würden wie wir früher. Früher war ein Training ausfallen lassen oder fehlende Teilnahme am Spiel eine Sünde gegenüber dem Team. Wie ist es denn Heute? Tja... Heute ist der Fussball im Niveau von anderen Vereinen runter gerutscht wo man kommen und gehen kann, wann man will. Nicht trainieren wegen Geburys? Muss akzeptiert werden! Kindlein darf am Weekend nicht spielen, weil es mit Mami ins Einkaufszentrum gehen muss? Muss auch akzeptiert werden! Früher fehlte man nur bei Verletzung und Krankheit oder sehr selten wg. Schule. Aber Heute fehlt man einfach.
    Konsequenzen für uns Trainer; Telefon um Aushilfe 1, Telefon 2, Telefon 3... ja eigentlich kein Trainer mehr sondern Spielbetriebsversicherer. Telefonkosten macht boom. Zeit für Hobby macht so viel boom, bis Hobby eine Kacky wird. :thumbdown:


    - Oder noch besser wie bei uns. Anfang Saison eine B1 mit 24 Leuten und eine B2 mit 16 Leuten (davon 2 Junioren nie gesehen, aber auf der Liste). Die Logik? Ganz einfach; Die B1 Junioren können im B2 aushelfen und Spielpraxis sammeln, wenn man im B2 zu wenig Leute hat... Hmmm interessant denke ich. Nur schade, dass der B1 - Junioren das Ganze im B2 nicht ganz so ernst nimmt... wieso soll er denn auch? Ist ja nicht sein Team...?! Natürlich muss der Trainer dafür sorgen, dass es vom Einsatz und von der Disziplin her, doch noch irgendwie klappt... nicht immer einfach... aber mit nötigem Aufwand und Geduld, machbar. 8o


    Die Trainerkollegen


    - Ein Verein hat zB. 10 Juniorenteams und 10 Trainer. So... nun sehe ich meistens 10 Vereine im gleichen Verein. Man spielt zwar unter dem selben Vereinsnamen aber grundsätzlich ist es Allen egal, wie es dem Anderen geht. Im C2 sind Probleme? C1 könnte ja helfen... da kommt aber nichts, weil es dem Trainer ja egal ist. Der D1 Trainer ist auch alles egal und wenn man Glück hat findet man im D2 irgend einen vernünftigen Trainer... oder eben auch nicht. :whistling:^^


    - Die Ausbildung; Alle bilden aus. Jeder Trainer ist besser als der Andere... jawoll... Challenge; "Wir trainieren wie Barcelona" oder "wir können es besser als die Nationalmannschaft." So sprechen oft E-Junioren Trainer und so. Dann kriegt TRPietro irgendwann diese Junioren in der C-Jugend und was trainiert er da? Ach er trainiert 1:1 Angriff und Abwehrverhalten, flache Pässe und Ballmitnahme und vielleicht kriegt er den Torschuss auch noch fertig bis zum Schluss des Jahres. Hmmm... das ist langweilig immer so zu trainieren denkt TRPietro. Was macht er? Er wechselt Verein und übernimmt eine B-Jugend. "Da kann ich nun sicher auch mal was anderes trainieren." hofft dieser. Was trainiert er nun da? Ach... er trainiert 1:1 Angriff und Abwehrverhalten, flache Pässe und Ballmitnahme und... und nun hat er es satt und freut sich auf dem Sprachaufenthalt.
    Nach 14 Jahren erlaube ich mir eine Frage; Wenn ich in der B-Jugend, 1:1 und Pässe trainieren... was wurde denn in der E-Jugend echt trainiert? Ich durfte hier im Forum nämlich vernehmen, dass solche Themen, die Elementarthemen sind. Was meint Ihr, was wird im KIFU echt trainiert, wenn ein B-Junior noch nicht mal eine einzige Finte, sauber ausführen kann? 8o


    - Die coolsten Trainer sind oft im KIFU. Schulferien = Trainingsferien. Das geht dort ja auch.
    Dummerweise ist ab D-Jugend Schulferien nicht mehr auch Trainingsferien, weil man während den Ferien Meisterschaftsspiele hat. Na nu... nicht Problem des KIFU Trainers. Junior, Mamma und Pappa wurde nun so angewöhnt... und müssen nun vom D-Trainer oder vom nächsten Trainer wieder umgewöhnt und belehrt werden. Dafür wünsche ich Allen viel viel Spass... :D:P


    Die Eltern


    - Mein Sohn, Mein Sohn, Meine Tochter, Meine Tochter, Mein Sohn....
    Es wäre doch soooooooo schöööööön wenn ich als Trainer nur für deinen Sohn oder nur für deine Tochter sorgen könnte. Dummerweise habe ich aber X Söhne und Töchter. Und noch dümmer ist es, dass kein einziger Sohn so wichtig ist, wie das Team. Wie kriege ich alle zufrieden? Booohhh... keine Ahnung. ?(8|


    - Wir haben dann Ferien. Wir haben dann Geburtstagsparty. Wir haben dann.... wir können dann auch nicht spielen/traineren.... und da haben wir es nun; der Verein macht kleiner Kader und die Junioren werden genau durch die Eltern immer unzuverlässiger. Aääähm... mit welche Spieler soll ich so am Weekend spielen? ?( Die schöne Zeiten der Zuverlässigkeit und Fussball ist nach der Schule 2. Priorität ist ja offensichtlich vorbei?! :wacko: Das klingt ja wie 5+5 = 20. Das geht doch gar nicht! Es geht ja gar nicht auf... ?(:?::!:
    Aber kein Problem; wir Trainer kriegen dass sicher hin. Der andere Trainer hilft sicher gerne aus... liest nun bitte den Teil mit den Trainern und schon hast Du das nächste Dilemma... :thumbup:


    Die Verbände


    - Spielansetzung über Schulferien. Den Eltern ist es egal und bestehen: "Wir gehen in die Ferien". :evil: Der Verband beharrt: "Ihr müsst dann spielen. Wir teilen so ein!". :evil::evil:
    Ok also verschieben wir die Spiele... nochmals den Teil mit Trainern lesen und schon hast Du das nächste Dilemma... dummerweise muss dein Gegner mit Spielverschiebung einverstanden sein. Und wenn dieser Hobbytrainer (also dein Gegner) aus haufer Faulheit und Minimalismus im Tag lebt und nicht mal E-Mails und SMS antwortet und somit eine Spielverschiebung verunmöglicht... tja dann... gute Nacht. 8o


    - Spielerpasspflicht ab D-Junioren. OK... somit können erfolgsgeile Trainer nicht mehr mogeln und C-Junioren zur Aushilfe holen... coole Sache. :thumbup:
    Jedoch bezweifle ich, dass der E-Junioren Trainer gegen ende Saison für seine alte Jahrgänge (solche die ja in die D-Jugend wechseln), Spielerpässe machen wird... wieso denn auch? Ist ja nicht sein Problem?! :thumbdown:
    Der arme D-Trainer muss also in Sausen und Brausen, ganz ganz schnell, Pässe machen lassen. Aber nimm es easy... wenn Du zu wenig registrierte Spieler hast so wirst Du sicher vom selben E-Trainer ausgeholfen. :rolleyes:;)


    Fazit; Junioren und Eltern machen immer mehr Larifari. Fussball verliert an Wichtigkeit und Priorität.
    Vereine und Verbände verlangen immer mehr Professionalisierung. Eigentlich sollte man viel zuverlässiger sein als früher und Fussball sehr hoch priorisieren.
    Geht das so noch weiter?


    Für den Sommer 2014 habe ich bereits eine Mannschaft. Jedoch keine Junioren mehr sondern Aktive. Freue mich darauf.


    Wollte meine Meinung zu der Veränderung im organisierten Fussball mitteilen bevor ich abfliege.
    Es ist sehr schwarz und ich schreibe hier sehr zynisch. Ich weiss... bin manchmal ein richtiger Kommunikationskiller.


    Wünsche in diesem Sinne an Alle viel Spass am Fussball. Geniesst die schönen Sachen. Die schönen Sachen sind Eure Junioren/innen. Die Entwicklung. Die ganze psychologische Arbeiten und das verstehen lernen von Menschen. Und ganz wichtig; Die Lebensfreude die solche junge Wesen mit sich bringen. :thumbup:


    Viele Grüsse
    TRPietro

    Schule hat immer Vorrang. Der Entscheid der Eltern ist stets zu akzeptieren.


    Solche Spieler stufe ich unter Unzuverlässig ein.
    Es ist für Vereine ein riesen Problem und diese haben einiges mitzuentscheiden in dieser Ansicht, weil solche Spieler, für Forfait Niederlagen sorgen, wenn man am Weekend nicht spielen kann. Die Kosten übernimmt der Verein.


    Solange die Vereine solche Forfaits aus eigener Tasche zahlen müssen, können diese auch von den Eltern und Spieler, eine regelmässige Präsenz erwarten.


    Es kommt noch so weit, dass man zwei Jahresbeiträge bezahlen wird.
    Ein mittelteurers fürs Training.


    Ein zweiter Beitrag ist ein sehr teures für den Spielbetrieb.
    Wenn man X mal aus eigenverschulden nicht mitspielt, geht das Geld in die Vereinskasse. Bei Präsenz wird das Geld rückvergütet.


    Kommt noch so weit...

    Ich arbeite seit drei Jahren als Sachbearbeiter auf dem Ausländeramt. Rechts neben mir steht ein großer Aktenschrank mit dem Buchstaben N, zu 80 % lautet der Nachname Nguyen. Hinter mit steht ein großer Aktenschrank mit den Nachnamen C und A, also viele Türken darunter. Insgesamt verwalte ich ca. 2.000 laufende Ausländerakten, kann also sagen, dass ich durchaus einen umfangreichen Einblick in die Anzahl und Schwere von Straftaten bekomme.


    Im Aktenschrank mit dem Buchstaben N sammelt sich auch so manche Anzeige wegen Urkundenfälschung, Verdacht auf Schleusung, Schwarzarbeit u.ä. Aber kaum Körperverletzungen. Das sieht beim Aktenschrank C und A anders aus. Sieht man sich die Strafanzeigen und Verurteilungen so an, scheint es an einem -mit (Bio-)deutschem Maßstab gemessen- sehr übersteigertem Ehrgefühl zu liegen, was immer wieder zu sehr heftigen Reaktionen führt, falls sich jemand in seiner Ehre gekränkt fühlt. Da gerade der Fußball sehr dazu geeignet ist, in kurzer Zeit sehr heftige Emotionen auszulösen, ist es für mich kein Wunder, dass auch beim Fußball immer wieder Vorfälle dieser Art auftreten. Ich habe persönlich einige Spiele gegen 'türkische' Mannschaften miterlebt, die unerfreulich verlaufen sind. Ein Zufall ist das nicht, und ich habe auch keine Lust mehr da drum herum zu reden und mal wieder der Gesellschaft den schwarzen Peter zuzuschieben. Auslöser dieses Threads ist die Schilderung über eine Mannschaft gewesen, die sich sehr unsportlich verhalten hat. Und wir landen wieder in einer Diskussion darüber, was wohl die Gesellschaft diesen Kindern schlimmes angetan an, bis sie dieses Verhalten quasi als Gegenreaktion zeigen. Das hängt mir echt zum Hals raus.


    Auch zur unterschiedlichen Schullaufbahn von Vietnamesen und Türken (deren Eltern gleichermaßen wenig in die Bio-deutsche Gesellschaft integriert sind, gleichermaßen schwache Sprachkenntnisse haben etc.) könnte ich einiges schreiben, aber der obige Absatz reicht vermutlich schon, mich als Nazi zu outen.........


    Wieso ist das so?
    Wieso sind die Ausländer also so Gewaltbereit?


    Wenn Du darauf eine Antwort hast, dann überzeugst Du mich.


    Ich kann Dir nämlich zeigen, warum in Italien, die Ausländer oft und gerne Kriminell sind.
    Ich kann Dir nämlich auch zeigen, warum in der Schweiz, die Ausländer, eher Sch**** bauen.


    Aber glaub mir; die Herkunft ist nicht das Problem, sondern die Hintergründe.


    Einfach mal studieren... vielleicht erreichst Du einen Nenner.


    Gruss
    TRPietro


    Bingo, mein (subjaktiver) Eindruck ist aber, gerade Südländer fordern für sich und ihresgleichen immer RESPEKT. Ja schön, aber wie ist es mit dem Respekt den Einheimischen gegenüber?? Da ist nämlich meist Schicht im Schacht.


    Dreht den oben genannten Fall doch mal um: die deutschen Kinder rotzen die türkischen Kinder an und der deutsche Schiri plaudert noch nett mit dem Rotzer-Trainer...da wären aber die Fetzen geflogen, da bin ich mir sicher.


    Da wären die Fetzen geflogen?
    Ja, Fetzen sind geflogen! Immerhin hat man das Spiel verlassen... ist auch ein mutiger Schritt.