Beiträge von Fuppes

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    Bei uns im Verein kam ich letztes Jahr auch in die gleiche Situation. Ich hätte damals im ersten Jahr D-Jugend gerne mit meinem erfolgreichen Jungjahrgang als D2 weitergemacht um die Jungs zusammenzuhalten. Die Jugendleitung hat dann aber entschieden dass die besten 12 in der D1 spielen und der Rest D2. Es sind dann entsprechend die besten 4 Spieler des Jungjahrgangs hochgegangen (auch als Anreiz weil man sie im Verein halten wollte).

    Ich war dementsprechend erst skeptisch da ich meine Besten abgeben musste, muss aber nach dem Jahr schon sagen dass es die beste Lösung ist. Auch wenn es für die D2 frustrierend laufen kann weil man alle integrieren muss, ist es für Vereinsseite das Beste wenn alle entsprechend Ihrem Können gefördert werden und dann auch auf dem Niveau spielen. Die Hochgezogenen aus dem Jungjahrgang wären in der D2 unterfordert gewesen. Die D1 ist aufgestiegen in die Leistungsklasse. Die D2 ist trotzdem noch Meister geworden.

    Komplett ging der Plan auch nicht auf, leider sind 2 Hochgezogene aus dem Jungjahrgang nach der Saison zum größeren Stadtverein gewechselt.

    Diese Saison hab ich den Luxus vom jüngeren Jahrgang die Besten in die D1 zu bekommen. Jetzt spielen wir um einen weiteren Aufstieg auf Bezirksebene. Mit Jahrgangstrennung hätte das nicht funktioniert.

    Es gibt ja interessanterweise auch offizielle Empfehlungen vom DFB wie man handeln sollte, folgend die Empfehlungen für den am Spieler interessierten Verein (https://www.dfb.de/trainer/art…m-nachwuchsbereich-306/):

    • Reflektieren Sie, ob ein Wechsel in Ihr Team für den Spieler wirklich ein sinnvoller Schritt ist!
    • Informieren Sie den Jugendleiter des betreffenden Vereins vorab davon, dass Sie mit dem Spieler gerne in Verbindung treten möchten.
    • Geben Sie dem Verein die Gelegenheit, den Spieler hiervon zuerst zu informieren!
    • Kontaktieren Sie die Eltern des Spielers und teilen Sie ihnen Ihr Interesse mit! Akzeptieren Sie ein klares 'Nein'! Bei Interesse der Eltern, laden Sie den Spieler gegebenenfalls zu einem Probetraining ein! Vergessen Sie hierbei aber niemals, den Eltern mitzuteilen, dass sie hierfür eine unterschriebene schriftliche Genehmigung des abgebenden Vereins benötigen! Lassen Sie den Spieler ohne eine solche Genehmigung auf keinen Fall mittrainieren!
    • Erzielen Sie Einigkeit über einen Vereinswechsel, so besprechen Sie mit den Eltern die weiteren Schritte! Unterstützen Sie unbedingt, dass der Spieler die Saison in seinem bisherigen Verein sauber zu Ende spielt!
    • Unterstützen Sie die Familie bei den Wechselformalitäten!

    Hier ist die Kontaktaufnahme zum Jugendleiter des abgebenden Vereins sowie die schriftliche Genehmigung des Probetrainings explizit erwähnt!

    Die Frage ist natürlich wie stark du dich noch sportlich belasten willst. Das Kreuzband dient zur Stabilisierung des Kniegelenks. Im Prinzip gibt es zwei Optionen:

    - erneute OP: ich weiß nicht von wo der erste Kreuzbandersatz entnommen wurde, normalerweise wird aber kein Muskelbündel entnommen sondern Teil einer Muskelsehne (Sehne = Endstrecke des Muskels). Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten und die erste OP heisst nicht dass kein adäquates Ersatzmaterial für eine 2. OP vorhanden ist. Vorteil ist dass das Knie danach wieder stabil ist und einer sportlichen Belastung nichts im Wege steht. Nachteil ist, dass eine erneute Op mit allen verbundenen Risiken und Mühen (mögliche OP- Komplikationen, Reha...) nötig ist.

    - keine OP: man kann durchaus auch ohne Kreuzband leben und auch Sport machen. Wichtig wäre durch massiven Aufbau der Oberschenkelmuskulatur für mehr Stabilität zu sorgen. Bei bleibender Instabilität steigt sonst die Belastung für die übrigen Strukturen im Kniegelenk (Knorpel, Meniskus) mit einem deutlich vermehrtem Verschleiß und Gefahr für eine frühere Arthrose.


    Fazit: Ich hatte schon mit 16 meinen zweiten Kreuzbandersatz. Seitdem beschwerdefrei und immer noch mit stabilem Knie in der AH tätig.

    Ich würde, weil du ja doch eine deutliche Instabilität auch schon bei kurzer Belastung mit Beschwerden schilderst eher zu einer OP raten. Die sollte aber natürlich bei einem entsprechenden Spezialisten durchgeführt werden.

    no bounce challenge. ball muss ins leere Tor geschossen werden ohne dass er vor der Torlinie aufkommt. Abstand zum Tor immer größer werden lassen

    Wir sind ein Dorfverein am Rande einer Kleinstadt. Tolle Jugendarbeit (fast alle Jugenden mit Jungs und Mädels im Spielbetrieb). Der Stadtverein macht eine bescheidene Jugendarbeit und kauft sich ab der D-Jugend die besten Spieler der gesamten Umgebung zusammen. U.a. landet fast jedes Jahr der komplette Jahrgang des Stützpunktes im Stadtverein weil die Jungs dort aktiv gescoutet werden. In der D-Jugend spielen die auch nur eine Liga über uns. Jetzt wechseln meine beiden besten Spieler dorthin, die ich schon seit den Bambinis kenne und schätze. Das tut weh! Statt selber den Aufstieg zu planen heißt es jetzt erstmal schauen wie die Lücken gefüllt werden.....

    Wenn die E1 auf Leistung spielt ist das ja in Ordnung. Bei den Mannschaften darunter sollte es aber darum gehen die Spieler weiter zu entwickeln und das können sie nur mit adäquater Spielzeit.

    Leistungsfussball in der E-Jugend existiert nicht (oder sollte nicht existieren). Auch da geht es um Entwicklung.

    Mit Leistung meinte ich das die spielstärksten Spieler des Jahrgangs in die E1 eingeteilt werden. Das schliesst eine Entwicklung nicht aus.

    Wenn die E1 auf Leistung spielt ist das ja in Ordnung. Bei den Mannschaften darunter sollte es aber darum gehen die Spieler weiter zu entwickeln und das können sie nur mit adäquater Spielzeit. Ist ja eigentlich auch im Interesse des Vereins, da er früher oder später ja mehr Spieler in den Teams braucht. Finde das Vorgehen deshalb nicht gut und auch den anderen Teams gegenüber nicht fair.

    Passend zum Thema hier ein Bericht von Advance football


    „Jeder Spieler ist ein Projekt.“

    So wird der Sportdirektor von Real Sociedad San Sebastian Robert Olabe bei 11FREUNDE zitiert.

    Ein Projekt, für das man vor allem eines braucht:

    Geduld.

    "Geduld hat nicht nur damit zu tun, dass man die Arme verschränkt und abwartet, was passiert. Geduld hat mit dem Engagement und der Verantwortung zu tun, wenn es darum geht, Entwicklungsprogramme für junge Spieler aufzustellen."

    Die Basken müssen Geduld aufwenden, denn sie geben sich selbst eine Regel:

    60% der Profimannschaft kommen aus der Region.
    80% der Jugendspieler kommen aus der Region.

    Die Region ist Gipuzkoa. Hat ein Einzugsgebiet von etwa 720.000 Menschen

    „Bleib in deinem Umfeld. Bleibt bei eurer Familie. Bleibt bei euren Freunden. Und wenn du das Gefühl hast, dass du bereit bist, all das hinter dir zu lassen, dann kannst du zu Real Sociedad kommen“, beschreibt es der Chef der Akademie Luki Iriarte.

    So starten sie in Sociedad später als üblich. Die U13 ist die jüngste Mannschaft in der Akademie.

    Olabe dazu bei BBC: „Mit 14, 15, 18, 20 Jahren kenne ich keine herausragenden Architekten oder Musiker, also ist es auch sehr schwierig, in diesem Alter einen Fußballspieler zu entdecken.“

    Was es für das ‚Projekt Spieler’ braucht, wenn man später als andere selektiert?
    Starke Partner!

    80 Partnervereine hat San Sebastian in der Provinz Gipuzkoa.

    Sie arbeiten zudem schon seit Jahren mit Schulen zusammen. Und setzen sich dort dafür ein, viele verschiedene Sportarten zu lehren.

    Außerdem charakteristisch für den Verein: In der Nachwuchsabteilung arbeiten viele Trainer, Scouts und Analysten, die selbst in der Akademie spielten.

    So wie Xabi Alonso.
    Dieser trainierte drei Jahre die zweite Mannschaft, bevor er 2022 nach Leverkusen ging. Von 1999-2004 spielte er bei La Real.

    Gestartet hat Alonso übrigens seine Karriere bei einem dieser Partnervereine.


    Bei uns auch denkbar?

    Bei uns (Breitensport, D- Jugend) spielt jeder, der dabei ist gleich viel. Dabei versuchen wir für Turniere mit unterschiedlicher Spielstärke zu melden, damit die Jungs auch sinnvoll zum Einsatz kommen. Ich glaube einem schwächeren Spieler bringt es nichts wenn er bei einem Turnier gegen spielstarke Mannschaften zum Einsatz kommt aber völlig überfordert ist und trotz Spielzeit keine Bälle sieht.

    Deshalb finde ich es auch legitim im Bezirkspokal gegen Ende nur die besseren spielen zu lassen. Hat bei uns aber auch Ärger gegeben.

    Kleines Problem bei den anderen Turnieren ist, dass manche Trainer selbst in der D Jugend noch ihre Spielstärke komplett falsch einschätzen. Wir haben am Wochenende ein Turnier mit "spielschwach" gemeldet. Jetzt haben die Spitzenvereine der Region zwar ihren jüngeren Jahrgang gemeldet, haben da aber trotzdem nichts verloren weil auch der jüngere Jahrgang sehr spielstark ist und meine Spielschwachen wegklatschen wird....

    Zwei Vorfälle aus den letzten 2 Wochen aus unserem Bezirk, die mich doch leicht schockiert zurücklassen...

    Erster Vorfall: Bei einem E-Jugendspiel gegen unseren Verein eskalieren mehrere 10-jährige (!) Spieler des Gegners, wünschen dem Schiedsrichter den Tod (und es lagen nicht mal klare Fehlentscheidungen vor) und Sprüche wie " ich f... deine Mutter". Der Trainer rennt nach dem Spiel schreiend auf den noch Jugendlichen Schiedsrichter zu. Konsequenz: 3 gegnerische Spieler bis zu 3 Monaten gesperrt, Trainer muss zur Anhörung zum WFV

    Zweiter Vorfall: Nach dem Spiel einer benachbarten D-Jugend (11- Jährige!) streckt der Spieler des Siegerteams nach einer verbalen Auseinandersetzung beim Gang in die Kabine seinen Gegenspieler per Faustschlag zu Boden. Der gegnerischer Trainer tut es als Lappalie ab. Folge: Gehirnerschütterung und Kieferprellung, Angstzustände weil beide Teams auf die gleiche Schule gehen. Ausgang noch ungewiss.

    Ich bin entsetzt, das solche Vorfälle schon so weit in den Jugendbereich gehen. Da verliert man echt den Glauben....

    Stellt Ihr auch Tendenzen fest, dass solche krassen Ereignisse häufiger werden und mittlerweile sogar schon in so einem Alter auftreten??

    Ich würde auch das Gespräch mit dem Trainer suchen. Vielleicht gibt es noch Aspekte an die du gar nicht denkst die bei der Thematik eine Rolle spielen. Vereinswechsel würde ich eher nicht empfehlen, wer weiß ob es beim neuen Verein nicht in die gleiche Problematik geht?

    Sehe es auch so dass er in Team 2 wahrscheinlich sich mehr entwickelt als Führungsspieler als in Team 1 als Ergänzungsspieler.

    Eventuell sonst anfragen ob Freundschaftsspiele gegen schwächere gegner möglich sind, dann sollte es auch bei Team 2 mehr Erfolgserlebnisse geben...

    Ich bin seit dieser Saison Trainer in der D-Jugend, zuständiger Verband ist der WFV. Wir haben erfreulicherweise zwei Teams (D1 und D2), die beide in der untersten Klasse (Kreisklasse) spielen. Habe mir zwar schon ein paar mal Spielordnung und Jugendordnung durchgelesen bin mir aber immer noch nicht sicher hinsichtlich Festspielregelung in diesem Fall. In der Spielordnung wird hauptsächlich von einem Abgeben in eine niedrigere Liga gesprochen, die zum Festspielen führt. Wie ist der Fall wenn beide Teams auf gleicher Ebene spielen? Klar ist mir nur das ein Spieler nicht am gleichen Tag in beiden Teams zum Einsatz kommen darf. Dürfte man aber Spieler ohne Bedenken in beiden Teams einsetzen von Woche zu Woche mit Wechsel zwischen D1 und D2? Oder gibt es Einschränkungen?

    Hintergrund: Zum Teil könnte es knapp werden mit Spielern und wir haben ein paar Spieler, die zwischen beiden Mannschaften vom Leistungsniveau pendeln und theoretisch in beiden Teams spielen könnten.


    Danke schonmal für Hilfe!

    Ich war diesen April als Trainer erstmals bei der Sichtung von Jahrgang 2012 für unseren Stützpunkt dabei. Der erste Teil war nur Technik: Zwei Spieler dribbeln aufeinander zu und müssen synchron verschiedene Tricks (Übersteiger, Garrincha...) ausführen. Danach gab es zwei verschiedene Stationen. Einmal 1vs1 auf Minitore. Auf dem anderen Feld 2 vs 2 auf E-Jugend Tore mit Torwart. Für mich überraschend: Keine Spielform mit mehr als 2 Spielern. Fazit: Es wurde nur ein einziger Spielertyp genommen: Schnell und beidfüssig.

    Von meinen Spielern hat es der mit dem besten Skill aus den Spielen im Ligabetrieb nicht geschafft, ein anderer mit dem ich eher nicht gerechnet hatte schon. Beim befreundeten Trainer des Nachbarvereins lief es ähnlich, der beste Spieler hat es nicht geschafft, dafür ein anderer ziemlich unerwartet.

    Netterweise darf man eigene Spieler zur Nachsichtung empfehlen. Dann kommt ein Stützpunkttrainer und schaut sich den betreffenden Spieler nochmal im Spielbetrieb an.