Also ich tue mich schwer mit dem Begriff Intuition beim Fußball.
Ich glaube auch nicht, dass z.B. ein Torgarant-Stürmer wirklich 'einen Riecher hat', wo der Ball hin kommt und wo er folglich vorher schon zu stehen hat, wenn der Torwart abklatschen lässt oder ähnliches. Da wird einfach mit Wahrscheinlichkeiten gerechnet, was könnte passieren, wo sollte ich mich hinbewegen, aber so eine Wahrscheinlichkeitsabwägung ist ja das Gegenteil einer Handlung ohne vorherige bewusste Überlegung.
Ich glaube eher, dass es statt einer Intuiton einer besonderen Wachheit/Handlungsschnelligkeit bedarf, die es zu Fördern gilt. Auch eine besonders ausgeprägte Fähigkeit zum ständigen Scannen des Umfeldes auf dem Platz dürfte eine Rolle spielen.
Das kann man schon beim Aufwärmen fördern, z.B. statt mit einfachem Warmlauf Parcour mit Übungen, die gleichzeitig mit der körperlichen Aktivität eine geistige Tätigkeit erfordern, wie z.B. zwei Gruppen beim Warmlaufen machen, die in einem Quadrat von z.B. 25 x 25 Metern immer wieder kreuzen müssen, immer einer von Gruppe A, dann Gruppe B usw. Nur mal ein Beispiel, wo statt einfach geradeaus mit Scannen und 'Köpfchen' gelaufen werden muss.
Vielleicht nicht das beste Beispiel, aber dem Sinn nach immer lieber eine Übung machen, wo auch etwas überlegt und geschaut werden muss statt nur körperlich aktiv zu sein.
Auch einfache Passübungen können hier stärker fordernd sein mit kleinen Abänderungen. Z.B. Zwei Spieler gehen durch einen Parcour und sollen sich dabei gegenseitig den Ball zupassen.Da kommt ein ganz anderer Aspekt dazu, wenn das mit 'Gegenstrom' gemacht wird. Also wenn das Paar, das eigentlich durch ist am Ende wendet und in Gegenrichtung weitermacht. Da sind dann am Ende einige Pärchen gleichzeitig im Parcour und müssen aufeinander achten
Ich mache auch gerne vor Spielen ein Konzentrationsspiel, z.B. Trainer mit Ball in die Mitte, auf Zuruf 'Köpfen' soll der Ball gefangen werden und umgekehrt. Solche Dinge.