Beiträge von let1612

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    Ich habe gerade den Dezember Podcast von advanced.football mit Benjamin Müller U15 Trainer des FC Basel angehört. Darin spricht er davon, dass es in der Schweiz im Jugendfußball keine Wechselfristen gibt. Er sieht das positiv (kleine Kader, Spieler können länger bei den kleineren Vereinen ausgebildet werden und trotzdem mal mitspielen usw.). Mich würde interessieren, wie sehen das die Trainer in der Schweiz von kleineren Vereinen? (und deshalb poste ich das hier, weil ja auch ein paar Schweizer in der Community sind)

    Und ich mache mir Gedanken, ob das nur in der "kleinen" Schweiz funktioniert oder ob das auch in Deutschland funktionieren könnte.

    @Revilo : das sehe ich anders. Aus meiner Sicht ist Wahrnehmung z.B. besser zu messen als Antizipation.


    Definition von Antizipation bei wikipedia.de:

    "In jedem dieser Fälle werden die gegenwärtigen Sinneseindrücke im Abgleich mit bestehenden Gedächtnisinhalten verwendet, um sich durch möglichst geeignete Aktionsmuster auf die unmittelbar bevorstehende Situation einzustellen. Dabei sind zu einem großen Teil unbewusste (Re-)Aktionsmuster beteiligt, der Übergang von kontrollierten Aktionen zu konditionierten Reflexen ist fließend."


    Das ist aus meiner Sicht schlechter zu messen als Wahrnehmung. Ich nehme mal das Beispiel Fahrschule. Wahrnehmung wird hier z.B. durch Schulterblick oder Blick in den Rückspiegel gemessen. Antizipation hat ein Fahranfänger, wenn man "Abgleich mit bestehenden Gedächtnisinhalten" ins Rennen bringt, wenig - und das zu messen, ist wahrscheinlich auch sehr aufwendig. Und genauso sehe ich das auch beim Fußball. Schulterblick, Blickfeld, "ist der Kopf oben" kann ich leichter messen als irgendwelche Gedächtnisinhalte oder Gedanken - zumindest ohne technische Hilfsmittel.

    Englische Experten zur Talentidentifizierung:

    "Insgesamt erhielten psychologisch-kognitive Merkmale eine höhere Bedeutung bei der Talentidentifizierung als physische Merkmale."

    Quelle: dfb-akademie.de

    Natürlich sind auch die psychologisch-kognitiven Merkmale RAE abhängig - sind diese allerdings besser zu trainieren/beeinflussen als die Physis bei Kindern und Jugendlichen?

    Mir fehlt bei den 40 Talentmerkmalen übrigens die Wahrnehmung.

    "Uns Sportlern geht es nicht ums Geld. Auch wenn es wenigstens zum Leben reichen muss. Aber es muss einfach in der Bevölkerung ankommen: Eine Medaille sind nicht vier Jahre Arbeit. Sie ist ein halbes Leben."

    Quelle und Auflösung

    Ich habe mich gerade nochmals in die Regeln der E-Jugend eingelesen und finde: "Schafft den Schwachsinn ab!" und spielt mit der Regel XII.


    Bayerischer Fußball-Verband: Kleinfeldfußball F - D-Jugend

    IV. Sonstige Bestimmungen

    4. Nach einem Abstoß ist der Ball im Spiel, sobald er mit dem Fuß gespielt wurde und sich eindeutig bewegt. Die gegnerischen Spieler müssen bis zur Ausführung außerhalb des Strafraumes bleiben bzw. einen Abstand von 5 Metern einhalten bis der Ball im Spiel ist.

    8. Die Bestimmung der Regel XII über das direkte bzw. absichtliche Zuspiel zum Torwart gilt für den Kleinfeldfußball nicht.


    Da hat man einen 11m-Raum. Die gegnerischen Spieler müssen außerhalb stehen. Der Torwart kann in diesem Raum den Ball überall zum Abspiel hinlegen - also auch 1m vor der Torlinie. Ihn dann zu einem Verteidiger in 60 cm Abstand spielen und der kann ihn zurück spielen. Sorry, da kann er ihn auch gleich aus der Hand ins Spiel bringen dürfen. Bitte schafft den Punkt 8 ab und spielt mit Rückpassregel!

    Mapfi : "Die Kinder müssen selbst diesen Ehrgeiz entwickeln. In diesem Zusammenhang spielen natürlich auch Erziehungsfragen eine Rolle, aber Eltern sollten sich grundsätzlich raushalten. Ich hatte den Vorteil, nicht nur Vater, sondern auch Trainer zu sein und zu wissen, wie schwer es manchmal für die Eltern ist, sich zurückzuhalten. Man muss eine gesunde Mischung finden."

    Schulwechsel ist doch normal von jüngerem zu älterem E-Jugendjahrgang oder für die später eingeschulten beim Übergang zur D.

    Bei mir dürfen die Kinder auch viele Sportarten betreiben oder mal zu Hause bleiben. Aber ich bin kein Jugendzentrum in dem man Fußball spielen KANN. Im Fußballverein beim Fußballtraining MUSS man Fußball spielen und dieser im Mittelpunkt stehen. Und wer keinen Spaß beim Fußball hat, muss ja nicht Fußball spielen und zum Fußballtraining gehen.

    Die einzige kurzfristige Lösung aus meiner Sicht ist die eigene Einstellung und Handeln - langfristig das Ändern der Wettkampfform (Sorry, dass ich das immer wieder schreiben muss).

    Neben Fußball 3 beschäftigt mich gerade das Thema Fußball 5 (4+1) insbesondere für den jüngeren E-Jugend Jahrgang sehr stark. Leider finde ich dazu noch nicht so viel im Netz und deshalb hoffe ich, dass andere hier bereits Erfahrungen haben und die tauschen. Hierfür Danke im Voraus.


    Ich fange mal an: ich habe mir das Tor Quickplay Kickstarter 16x7 (4,9x5,1m) zugelegt. Habe es nun einmal im Training ausprobiert und finde es gut. Es passt gut ins Auto und ist auch gut zu tragen. Mal sehen, wie sich die Praxistauglichkeit zukünftig darstellt und wie lange es hält. Welche Tore nützt ihr und welche Erfahrungen habt ihr damit?


    Weiterhin überlege ich mir, wie viele Spielfelder ein Festival haben sollte. Reichen 4 oder sollten es auf jeden Fall 5 oder mehr sein?


    Und mit welcher Spielzeit spielt ihr? 6 min. (2 Rotationsspieler und nach 2 min. Wechsel?) oder länger?

    Aus meiner Sicht haben die Aufwärmprogramme von der Bundesliga bis zu den Jüngsten höchstens die Note befriedigend, bei den meisten sogar nur ausreichend oder ungenügend verdient. Wie komme ich zu der Benotung?

    - Anleitung: das Aufwärmprogramm wird angeleitet - alle machen das gleiche -> wo bleibt da die Individualität und Kreativität (den "Kopf" brauchen die Spieler ca. 10 min. bei einem kleinen Spielchen - in der Bundesliga; bei Jugendlichen sehe ich diese Spielchen meistens gar nicht)

    - Spielnähe: Torschüsse, Flanken und Torabschlüsse finden meistens ohne Gegner bzw. Gegnerdruck statt

    - immer die gleichen Übungen und Bewegungen bereiten nicht auf überraschende Bewegungen im Spiel vor

    - im Kinderbereich: Trainingszeit wird verschwendet - nichts anderes ist das Aufwärmen vor dem Spiel, weil Kinder sofort einsatzfähig wären

    - im Kinder- und Jugendbereich kommt dann noch dazu, dass die Trainer oftmals die meisten Ballkontakte haben

    Ist meine Sichtweise falsch?