Beiträge von Chris

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    Letzteres.

    Ich glaube erstens nicht, dass du weißt, wie man ein vernünftiges Krafttraining aufbaut, und wenn du es wissen würdest, würdest du es mit so kleinen Mädchen nicht durchführen wollen ;)
    Das ist eine Situation mit der man leben lernen muss und sie akzeptieren muss. Gerade in jungen Jahren macht ein Jahr so viel aus! Freu dich doch daran, dass deine Mannschaft spielerisch schon besser ist und arbeite daran weiter. Ich sage immer:

    "Wachsen tun die Jungs (Kinder) von ganz alleine."

    Das kommt, und dann erntest du die Früchte guten Trainings. Ich habe auch oft verloren, teilweise auch hoch, weil meine Mannschaften eben jünger/kleiner waren.

    Du müsstest daran arbeiten, dass die Spieler diesen Unterschied erkennen und anerkennen, damit der Frust nicht zu groß wird. Weise sie immer wieder auf den Altersunterschied hin. Lobe sie, wenn du mit ihrer Leistung zufrieden warst, unabhängig vom Ergebnis. Zeige ihnen kleine Tricks, um die Ergebnisse niedriger zu halten, bei deinem konkreten Beispiel würde mir etwa einfallen, dass der Abstoß durchaus auch mal mit der Pike und voller Wucht Richtung Auslinie durchgeführt werden darf. Der Abstoß ist nicht wirklich sehr anfängerfreundlich, daher wurde er ja bei einigen Verbänden schon durch einen Abschlag ersetzt bei jüngeren Jugenden.

    Ich sehe das auch so wie Hattabi. Ich bin schon der Meinung, dass der Finanzbedarf bei älteren Mannschaften größer ist. Logo, auch eine E- oder F-Jugend kann die Summe X für sich ausgeben, aber das, was erst mal benötigt wird, um eine Grundabdeckung zu erhalten, ist bei älteren Mannschaften größer.

    Es ist ja oft gar nicht so, dass ältere Mannschaften kein Turnier ausrichten wollten, nur wir wissen doch alle, dass der Zulauf bei den Kleinen um ein vielfacheres höher ist und sich das finanziell so richtig nur in den unteren Jugenden lohnt.

    Ich hab schon einiges erlebt, wie Turniereinnahmen verteilt werden, je nach Verein:
    a) Komplett in die Jugendkasse (find ich eigentlich richtig, dann muss aber natürlich auch die veranstaltende Mannschaft berücksichtigt werden oder im Zweifelsfall auch mal öfter/stärker bedacht werden)
    b) Ein Schlüssel (meist >= 50 % für die veranstaltende Mannschaft)
    c) Komplett das Geld an die veranstaltende Mannschaft

    Ja, so sehe ich das auch. Dank fussball.de kann man ja ziemlich gezielt die Stärke seiner Testspielgegner raussuchen. Nimm ne Mannschaft die eine Liga über euch unter den Top 3 zu finden ist, dann passt das schon.

    Die Scheine stehen prinzipiell jedem offen, unabhängig von Empfehlungen. Ansonsten folge ich Andres Rat zur einer guten Berufsausbildung absolut.

    Die Stützpunkttrainer sind nebenberufliche Honorartrainer, keine Vollzeitstellen. Meines Wissens nach erhalten sie zwischen 400 und 500 € pro Monat. Es gibt Stützpunktkoordinatoren, die sind hauptamtlich. Davon gibt es bundesweit ganze 30.

    Das ganze Projekt hat einen Investitionsrahmen von ca 10 Mio €. Es gibt ~ 1.200 Stützpunkttrainer. Macht pro Trainer theoretisch 690 € pro Monat, aber nicht die gesamten 10 Mio € fließen an die Trainer, davon werden auch Bälle, Leibchen, Material, Platzmiete, Verwaltung etc. bezahlt. Ich denk die 400 bis 500 € pro Monat sind dann ein realistischer Wert.

    Davon kann man nicht leben. Soccer63 hat sicher Recht, dass viele Vereine Trainer mit Fußball-Lehrer-Lizenz mit Kusshand nehmen würden. Sie werden ihnen nur nicht so viel zahlen können, dass es zum Lebensunterhalt reicht. Wir beschäftigen zurzeit einen Fußball-Lehrer als Trainer der 1. Mannschaft. Der kriegt auch nur ein Zubrot und arbeitet in seinem Hauptberuf weiter...


    Es wär hilfreich, wenn du sagen würdest, was du dir z.B. finanziell vorstellst, um zu beurteilen, ob deine Vorstellungen realistisch sind. Wenn du mit relativ wenig Geld zufrieden bist und einfach nur "leben" willst, steigen deine Chancen.

    Absolut richtig.

    Ich will mal relativ deutlich werden: Vergiss die Idee.

    Es gibt mehrere Tausend Inhaber von A- und Fußball-Lehrer-Lizenz. Für diese gibt es 56 Profivereine ab nächster Saison. Ich bin großzügig und werfe noch 30 Regionalligisten ein, bei denen man seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Macht knapp 100. Nehmen wir Co-Trainer dazu = 200 Stellen. Dazu noch mal 100 Stellen bei Landesverbänden (dürfte schon großzügig sein).

    Sind also 300 Stellen, wo man als Fußball-Lehrer seinen Lebensunterhalt bestreiten kann von mehreren Tausend Bewerbern.

    Dazu kommt noch, dass du nur Bezirksliga gespielt hast. Sorry, aber vergiss es, das hat gar nichts mit deinen Fähigkeiten zu tun, aber damit hat man im Profibereich keine Chance. Es werden ja immer gern die Namen Finke und Daum genannt, die auch nie Profis waren. Was da aber gern vergessen wird: Die haben immerhin Oberliga (damals 3. oder 4. Liga) gespielt, das ist noch mal etwas ganz anderes als Kreisliga, Bezirksliga oder Landesliga.

    Ich starte das jetzt mal hier, Uwe kann es dann ja trennen und verschieben. Für mich ist es sportlich ganz klar eine Katastrophe, da die B-Junioren ein gewisses mannschaftstaktisches Verhalten lernen müssen, das nur auf dem Großfeld möglich ist. Wann sollen sie das nachholen? In der A-Jugend? Viel zu spät...


    Danke für das Warum...

    Wo wird aus welchen Gründen B-Jugend Kleinfeld gespielt?

    Sportlich kann ich davon nur aufs Schärfste abraten, da so vieles fehlt und verloren geht, was die Spieler in ihrer Entwicklung brauchen, dass ich auf jeden Fall eher eine JSG eingehen würde, als meine B-Jugend aufs Kleinfeld zu schicken (Katastrophe...). Wenn es "nur" um eine "just for fun" Mannschaft geht, ist es ok.

    Meiner Erfahrung nach sind die Spieler dann SEHR statisch auf ihren Positionen. Bei einer Raute etwa sind die linken und rechten Mittelfeldspieler ja etwas nach innen geschoben und machen Platz für die Außenverteidiger auf den Außenbahnen. Beim flachen 4-4-2 habe ich es oft so erlebt, dass die äußeren Mittelfeldspieler die Linie abdecken und der Platz für Vorstöße der Außenverteidiger fehlt.

    Kommt immer auch ein bisschen auf das Spielermaterial an, prinzipiell aber Viererkette weil es die für mich am flexibelsten ist.

    Entweder also

    Im Moment 4-1-2-1-2 (Raute)
    Gerne auch 4-2-2-2
    Gerne auch ein 4-2-3-1, dazu aber muss der Stürmer herausragend sein.
    Nicht sooo gerne ein flaches 4-4-2.

    Rein von der Struktur her ist eine Dreierkette in der Regel defensiver als eine Viererkette.

    Das Argument mit den Linienrichtern hab ich auch schon oft gehört, das fußt aber auf der irrigen Annahme, dass Viererkette = Abseitsfalle. Ich spiele seit Jahren Viererkette und seit Jahren ohne Abseitsfalle. Ich bin generell kein großer Fan der Abseitsfalle, das Fehlerpotenzial ist mir einfach zu hoch.

    Ich seh das anders, denn "die richtigen Spieler" sind doch die, die wir uns selber produzieren wollen. Ich bin der Meinung, dass das sehr viele Spieler lernen können, das ist aber natürlich kein Prozess von heute auf morgen.

    Ich würde ab D-Jugend mit Viererkette spielen (wenn sie denn im Großfeld spielt), ohne das jedoch groß zu trainieren, da sollten anderen Trainingsschwerpunkte herrschen.

    Ab der C-Jugend kann man dann auch das Verhalten derselben verstärkt trainieren.

    Und ja ich spiele seit Jahren mit der Kette.

    Das sehe ich auch so.

    Wenn mich aber mitten in der Saison ein Spieler fragt, wie ich ihn sehe, könnte ich manchmal antworten:

    "Bei deiner momentanen Form und deinen technischen Mängeln hast du nur dann eine Chance, wenn vier ander ausfallen oder schlecht spielen",

    oder

    "Im Moment reicht es nicht, aber wenn du weiter Gas gibst, kommt irgendwann vielleicht die Möglichkeit."

    Richtig 100 % ehrlich wäre nur das erste, aber ist das die bessere Wahl?

    Ich sehe das prinzipiell genau so. Mit einem kleinen, aber feinen Unterschied:

    Das, was ich sage, gilt 100 %, was ich verspreche halte ich (sofern möglich) auch.

    Ich muss einem Spieler aber nicht immer alles sagen. Wenn ich das tun würde, also bei 100 % immerwährender Ehrlichkeit, hätte ich bald keine Spieler mehr.

    Was ich aber auch auf den Tod nicht ausstehen kann sind die Versprechungen wie "du bist Stammspieler bei mir". Ich verspreche NIE einen Stammplatz, das höchste der Gefühle ist "du hast sehr gute Chancen", genau so kriegt ein anderer auch gesagt "es wird nicht einfach, aber du kannst es probieren."

    Woher hast du das Eingangsposting hier aus dem Forum? Kann mich da aber nicht erinnern das gelesen zu haben.

    Mein Problem mit einem Plan ist einfach, dass ich nicht schon Wochen im voraus weiß, welche Spieler ich für die Partie in den Kader nominiere. Dann steht eventuell jemand im Plan, dessen Sohn gar nicht spielt. Und dass die dann tauschen untereinander eigenständig ist auch nicht unbedingt gewährleistet.

    Ich bin da eher radikal, ich habe meinen Spielern und Eltern gesagt, dass ich als Trainer so viele Aufgaben zu erledigen habe (ich brauch sie euch allen glaub ich nicht aufzählen), dass ich weder Zeit, noch Lust oder Nerven habe, mich um Fahrdienste zu kümmern. Jeder Spieler hat vor einem Spiel eigenständig zu klären, bei wem er mitfährt (die sind eh alle vernetzt, Telefon, ICQ, MSN usw), und wenn er gar nicht weiterkommt, kann er mich gerne anrufen dann helfe ich und versuche noch jemand zu organisieren. Resultat: Das klappt und ich muss mich so gut wie nie drum kümmern.