Ich höre sowas nicht zum ersten Mal. Das überzeugt mich von zwei Dingen.
a) Ich werde niemals eine Mädchenmannschaft trainieren. Als Student hatte ich mal (für gutes Geld, 100 Euro am Tag) eine Mädchen-Fußball-AG bei einem Schulturnier betreut. Es war die Hölle und hat alle Klischees erfüllt (Wie? Grüne Leibchen? Das geht doch nicht mit unseren blauen Trikots, das sieht voll Scheiße aus. Oder die Spielerin, die ihr Trikot vorne so zusammengebunden hat, dass es bauchfrei als Top fungiert hat, weil viele Jungs zum zugucken kamen. Oder die Parfümwolke, die mir entgegen wehte und mir ohne Übertreibung den Atem raubte, als ich nach dem Umziehen und VOR dem Turnier in die Kabine kam).
b) Mädchen- und Frauenfußball hat nicht die große Zukunft. Erst recht nicht die, die ihm vom DFB momentan zugeschrieben wird. Wie es hier beschrieben wird: Viele Mädchen wollen einfach nur irgendwas mit ihren Freundinnen machen. Ob das Fußball ist, Shoppen, oder sonstwas ist eigentlich egal. Klar, es gibt auch andere, aber die sind deutlich in der Minderheit. Randnotiz: Morgen ist das Endspiel der Frauen-Champions-League in Madrid. Die verramschen gerade verzweifelt Karten der Kategorie 1 für 5 Euro und alle anderen Plätze für 3 Euro und schicken Autos zum Kartenverkauf quer durch Madrid.