Warum wird hier eigentlich in absoluten Stereotypen gedacht???
Also ich würde eine mittelschwere Krise kriegen, wenn im zweiten Jahr F- oder im ersten E-Jugendjahr noch ein Knäul an Spielern über den Platz "wabern" würde!!!
Ausnahme hier vielleicht absolutes Chaos vor dem eigenen oder dem gegnerischen Tor wegen vier Großchancen am Stück, die aber auch wirklich mit allen Körperteilen kreiert oder eben verhindert werden...
Wer kennt das nicht...???



Ähnlich verhält es sich, wenn sich meine Spieler einen Meter neben unserem TW anbieten...als ob der nicht selber das Spiel eröffnen könnte...oder sich manchmal selber den Ball vom Fuß klauen...



Und trotzdem gehören wir nicht im ANSATZ zu den Passmaschinen!!!
Meine Kinder sollen dribbeln, wenn Sie für sich entscheiden, dass Raum, Zeit und Gegner es zulassen...und sie sollen passen, wenn sie meinen, dass das die bessere Lösung ist in Anbetracht von Raum, Zeit und Gegner...
Denn weder das eine noch das andere ist richtig oder falsch...die Kinder müssen doch ausprobieren, was geht und was nicht...
Mir geht das Herz auf, wenn ich einen Spieler sehe, der direkt mit dem ersten Kontakt Richtung gegnerisches Tor mitnimmt bzw. aufdreht, so schon am ersten Gegenspieler vorbei ist, dann aber trotzdem erkennt, dass die Seite total verdichtet ist und das Spiel mit einem Pass verlagert.
Gleicher Spieler lässt in einem anderen Spiel auf gefühlt 2m² drei Gegenspieler als Slalomstangen aussteigen und spielt dann den Ball in den Lauf seines (zwangsläufig) frei stehenden Mitspielers direkt vor der Box....
Vor all diesen erfolgreichen Aktionen stehen unzählig viele Ballverluste im 1 vs. 1und Pässe ins Niemandsland oder in den Fuß des Gegners...aber das gehört nun einmal da zu..."Der Meister ist weit häufiger gescheitert als sein Lehrling"...
Was ich im Kern damit sagen möchte:
Nach der Aktion ist vor der Aktion
Und der Weisheit letzter Schluss ist weder das Allheilmittel Pass noch das Allheilmittel Dribbling (oder das Allheilmittel Schuss) sondern die Kunst, eben genau das zu machen, was der Rest auf dem Fußballplatz gerade aber mal so gar nicht erwartet...
Die Freiheit, sich auszuprobieren, muss ich unter dem Aspekt der altersgerechten Schwerpunkte durch unterschiedliche Spielformen fordern und fördern...
Wir sind somit gleichzeitig Alles- und Nichtskönner!!!