Moin,
auch wenn ich das Gefühl habe, dass wir vom eigentlichen Thema abgewichen sind, möchte ich gleichwohl an dieser Stelle auch einmal ein Statement abgeben.
Andre / @all:
Konzepte, unabhängig davon, ob vom eigenen Verein oder vom DFB vorgegeben, sind insbesondere für Neueinsteiger von enormen Wert, einfach weil sie der Orientierung dienen und im Idealfall auch zum Nachdenken anregen.
Sie sind also als Türöffner zu verstehen,tiefer in die komplexe Thematik KiFu einzusteigen.
Auch ich bin (grundsätzlich) Andres Meinung, dass der Großteil der zu uns kommenden Kinder -gerade in den unteren Jahrgängen- nach den Grundprinzipien des DFB geschult werden sollte respektive ausgebildet werden muss, insbesondere im Bereich der allgemeinen Bewegungsschulung (für mich essentiell notwendig).
Ich finde es bemerkenswert, was manche Kinder (insbesondere kleinere Geschwisterkinder) im Alter von sechs Jahren schon mit dem Ball machen können.
Wenn ich dann aber sehe, dass diese Kinder teilweise weder rückwärtslaufen noch richtig springen können, dann muss ich mir die Frage stellen, ob sich der fußballerische Vorsprung nicht irgendwann in Wohlgefallen auflöst.
Deswegen denke ich, dass hier die vom DFB vorgegebenen Schwerpunkte in den jeweiligen Altersklassen zu berücksichtigen sind.
Das ist für mich aber auch der springende Punkt: "Schwerpunkte"
Abseits eines Schwerpunktes sollte/darf/muss ich aber auch die anderen Themen schulen, da bin ich bei Trainer E (Erlernen der Grundarten Dribbeln Schießen Passen in Grobform).
In der F-Jugend soll z. B. der Innenseitsoß (Pass) sowie die Ballannahme "nicht so viel" geschult werden wie z. B. das Dribbling oder der Spannstoß (insbesondere das Dribbling).
Das ist in sich auch absolut nachvollziehbar, denn nur der Spieler, dem der Ball am Fuß "gehorcht", wird später in der Lage sein, einen vernünftigen Pass auch unter Zeit- und Gegnerdruck zu spielen).
Das mag zwischen G- und E-Jugend evtl. nicht so sehr ins Gewicht fallen, weil technische Fehler sich aufgrund der (viel zu großen) Spielfelder nicht so gravierend auswirken, spätestens ab der D-Jugend fällt das aber schon sehr stark auf.
Die Frage ist somit m. E. , in welchem Umfang ich die Punkte abseits des eigentliche Schwerpunktes schule.
Hier bieten sich z. Bsp. die vereinfachten Spiele von H. Wein oder auch einfach Funino an,denn ich trainiere sowohl Schwerpunkt als auch weitere Themen.
Aber auch der DFB hat in seinen Fachzeitschriften (z. B. FT Junior) viele tolle SPIELE.
Nur weil ich Spieler habe, die dem Grund nach schon passen können, sollte ich mich nicht dazu verleiten lassen, den Schwerpunkt komplett neu zu definieren, sondern ggf. einfach meine Spiele anpassen.
Wir spielen seit der G-Jugend immer viel Funino im Training und meine Teams interpretieren das Spiel immer sehr individuell, wenn wir es in der Grundform spielen lassen (sind jetzt E-Jugend junger Jahrgang).
Die Gruppen, die schon weiter sind, spielen schon richtig miteinander und es kommt trotzdem zu vielen 1 vs. 1 Situationen.
Die Gruppen, die noch nicht so weit sind, stellen das 1 vs. 1 in den Vordergrund ,einfach weil sie noch nicht so weit sind.
ABER: Alle haben Spaß und alle haben Erfolgserlebnisse