Beiträge von DenSen

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    So machen wir das auch.

    So wie sich ein Gehirn an solche (nicht dem Standard) entsprechende Dinge gewöhnen kann, kann es sich auch schnell wieder entwöhnen.

    Deswegen ist das regelmäßige Trainieren solcher Inhalte wichtig und nicht das punktuelle Trainieren.

    Diesen Fehler hatte ich zu Anfang gemacht.


    Wobei ich grundsätzlich zwischen Koordination auf der einen Seite und Life-Kinetik bzw. Wahrnehmung auf der anderen Seite unterscheiden wollen würde:


    Was ich einmal im Bereich der Koordination gelernt habe (Purzelbaum, Fahrradfahren, Schwimmen, Skifahren etc.), verlerne ich in der Regel ja nicht wieder.

    Wenn ich eine Zeit lang aber mit Augenklappe trainiere, um mein schwaches Augen zu schulen, dass dann aber wieder sein lasse, ist der Lerneffekt mittelfristig wieder weg.

    totog & @luibp


    Die Augenklappe kommt ja (eigentlich) aus dem Bereich der Life-Kinetik in den Fußball.

    Wie häufig, besser gesagt wie regelmäßig, macht ihr solche (oder ähnliche) Übungen/Spiele, wo ihr Elemente aus dem Fußball und der Life-Kinetik verknüpft?

    Coach_Carter


    Ich spiele das in der Regel auch so wie Du es beschrieben hast.

    Stärker gegen Stärker und Schwächer gegen Schwächer.

    Wir spielen seit der G-Jugend häufig (nicht immer) Funino in unterschiedlichen Formen und ich nutze auch (teilweise) die Korrekturspiele.

    Jeder wird mehr gefordert bzw. jedem wird mehr abverlangt in diesen Spielformen als im 7 vs. 7.

    Das ist für die Stärkeren dann halt erst ungewöhnlich (siehe Beitrag von totog ), da man bisher auch mit weniger "Aufwand" zum Tiel kam.

    Bei uns ist das mittlerweile kein Problem mehr.


    totog Ich hatte bisher oftmals so spielen lassen, dass ein Tor mit dem schwachen Fuß zu erzielen ist.

    Das ganze Spiel mit dem schwachen Fuß bestreiten finde ich auch klasse...da müsste ich aber immer drauf achten, dass die Burschen das dann auch einhalten...

    Ich finde totog hat es ganz trefflich beschrieben.


    Das Problem ist doch oftmals in der Person des Trainer begründet.

    Dieser legitimiert durch sein Verhalten die Spielweise seiner Kinder und das Verhalten der Eltern.

    Zum einen animiert er seine Kinder durch sein verbal aggressives Verhalten zu einer rüderen Spielweise, durch welche zwangsläufig das Risiko von (bösen) Foulspielen erhöht wird, was für die ausführenden (Foul spielenden) Kinder dann aber leider "normal" ist.

    Zum anderen sind die Eltern oftmals auch ein Spiegelbild des Trainers, dessen Verhaltensweise übernommen wird.


    Die Floskeln "das wollte er/sie doch nicht" und "er/sie hat doch (auch) den Ball gespielt" greifen hier auch nicht, weil durch ein entsprechendes Gebaren an der Außenlinie ein derartiges Verhalten zumindest toleriert und verharmlost wird.


    Und jetzt der Kernpunkt, den ich leider häufig genug beobachtet habe:

    Wir kann es sein, dass nach einem "nicht gewollten", gleichwohl rüden Foulspiel, welches die Auswechslung des Gefoulten zur Folge hat, der foulende Spieler nicht einmal zur Seite genommen, im Idealfall (von mir aus auch nur kurzfristig) ausgewechselt wird und der Trainer ihm erklärt, dass die Spielweise nicht in Ordnung ist.

    Wie solle der foulende Spieler denn erkennen, dass es nicht in Ordnung ist, wenn keinerlei Reaktion von Außen erfolgt?

    :D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D


    Bin gerade wieder auf meinen Stuhl geklettert...bin leider vor Lachen runtergekullert....

    Grätsche :

    Ist bei uns auch so.

    Kreismeisterschaft ist verbindlich und Abwesenheit wird mit Strafe belegt.


    totog :

    Na da sind wir dann ja doch recht weit vorne bei uns.

    Gespielt wird überall mit Futsalbällen

    Eintritt muss man nicht zahlen

    Regeln...ok...

    Tretertruppen...das sehe ich ja oftmals erst, wenn der Spielplan raus kommt

    Ich finde, man sollte die C-Lizenz nicht schlechter machen als sie ist.


    Für mich ist sie ein Türöffner, um sich dem Thema Kinderfußball anzunähern.

    Ich habe meine Lizenz 2014 erworben.

    Bin ich dadurch ein bessere Trainer...nicht unbedingt

    Wäre ich ohne die Lizenz ein schlechterer Trainer...wohl schon eher.

    Bin mir nicht sicher, ob ich mir mein vorhandenes Wissen ohne Lizenz audiodaktisch in selber Art und Weise (sowohl in der Breite als auch in der Tiefe) angeeignet hätte, denke aber eher nicht.

    Bei uns wurde zum Bsp. am Rande auch das Thema Funino angesprochen, so dass ich direkt auf den Zug aufspringen konnte, mir Bücher und DVDs dazu bestellt habe.

    Wahrscheinlich hätte ich den Zugang zu Funino auch so gefunden, weil ich es überragend finde für die Kinder, hätte aber mit Sicherheit länger gedauert, was für die Kids schade gewesen wäre.


    Die Lizenz gibt gute Anstöße, die man dann für sich selber vertiefen kann bzw. sollte.

    Was man daraus macht, ist jedem selbst überlassen.


    Dümmer wird man jedenfalls nicht dadurch...

    8o8o8o

    Thommy : Ich finde Deinen Aufbau gut!


    Ich glaube, dass die fußballerische Entwicklung der meisten Kinder nur bedingt vom Trainer abhängig ist (ist meine ich an anderer Stelle auch schon hinreichend diskutiert worden), gerade im unteren Altersbereich.

    Es gibt so viele Dinge, die da reinspielen, da kannst Du mit zwei Einheiten die Woche + Spiel am WE nur bedingt Einfluss nehmen:

    Bewegen sich die Kinder generell gerne

    Mögen sie Fangspiele

    Gehen sie auch in der Freizeit raus (oder sind sie lieber drinnen)

    Spielen sie auch in der Freizeit Fußball (oder auch andere Sportarten)


    Bei uns in der E-Jugend nimmt der Fußball im Verein ca. 2.28% der zur Verfügung stehenden Wochenzeit in Anspruch:

    ((Training 2 x 90) + (Spiel 1 x 50)) : Minuten einer Woche (10.080))


    Wenn man sich aber (wie Du) Gedanken über seine Trainingsgestaltung im Allgemeinen und im Speziellen macht, so ist man m. E. nach tendenziell auf einem guten Weg.


    Die Trainingsgestaltung muss m. E. auch nicht immer in Stein gemeißelt sein!

    Was spricht z. B. dagegen, wenn man über einen längeren Zeitraum einen Trainingsschwerpunkt setzt und die zur Verfügung stehenden Einheiten (z. b. vier Stück) als Ganzes betrachtet und innerhalb der einzelnen Trainingseinheiten die Anteile von Spielen und Üben (besser Korrekturspiele) ein Stück weit verschiebt.

    Ich habe jetzt einen Block zur Ballan- und -mitnahme stehen, bestehend aus vier Einheiten zu 90 Min.

    Jede Einheit für sich beinhaltet Spiel- und Übungsformen.

    Zu 100% kann ich schon jetzt sagen, dass die Anteile in den einzelnen Einheiten unterschiedlich ausfallen werden.

    Darin sehe ich aber auch kein Problem.

    Üben ist ja auch immer relativ...aus vielen Übungen kann man schnell auch ein interessantes Wettspiel machen und den Kindern fällt gar nicht auf, dass sie gerade üben.


    Skriwer

    "Was hat euch heute am meisten Spaß gemacht?")

    Vielen Dank dafür!

    So habe ich die Frage noch nicht gestellt, werde ich ab jetzt aber immer machen.


    Oft kommen die Kinder ja auch an und fragen, ob man Spiel XY oder Übung YZ nochmal machen kann...

    M. E. liegt das Problem darin, dass die Regel (zumindest bei uns) nicht klar definiert ist.

    Verboten ist das "Hineingleiten in den Gegenspieler".

    Der freie Ball darf somit auch mit einer Grätsche gespielt werden.


    Die Gretchenfrage(n): Wann ist der Ball frei und wann habe ich ein "Hineingleiten"

    Das ist ja schon für uns Erwachsene schwer zu erkennen, wie sollen also die Kinder das auseinanderhalten.


    Grätsche

    "Kinder testen ihre Grenzen aus"...genau das ist das Problem...aber nicht nur in der Halle...auch auf dem Feld!!!


    beide Male ist mein Spieler am Verteidiger vorbei, der versucht (zum Glück erfolglos) von hinten rein zu gehen. Ich hätte das Spiel sofort unterbunden und ne Ansage gemacht

    Hier muss m. E. aber auch der Trainer des Spielers eingreifen, den Spieler vom Platz nehmen und ihm in aller Deutlichkeit sagen, dass so kein Fußball gespielt wird.

    Meistens ist es doch so, dass der Trainer des grätschenden Spielers auf ein derartiges Verhalten nicht reagiert und es einfach laufen lässt mit der Folge, dass der Spieler den Eindruck gewinnt, sich korrekt verhalten zu haben.

    Da haben wir einen klaren Ausbildungs- wenn nicht sogar Erziehungsauftrag in diesen Momenten und müssen dem auch nachkommen!!!

    Erlebnis am WE:


    Trainer einer G2 instruiert das ganze Spiel über seine Spieler, brüllt, fuchtelt wild herum und ist stinkig, wenn der finale Pass zu spät kommt, ein anderer freut sich über ein Eigentor des Gegners und zur Krönung wird der 9-jährige Spielbegleiter (der sollte den kleinen Kickern nur helfen, wenn der Ball im Aus war (das bekommen die ja teilweise noch gar nicht mit)) angeraunzt, warum er nicht pfeift... und zwar so, dass der total verschüchtert den Platz verlässt...


    Das ist nicht meine Fußballwelt da draußen...

    let1612


    Ich korrigiere meine Aussage dahin, dass der Gegner oft von schräg hinten kommt, somit erst spät (zu spät?) ins Sichtfeld kommt.


    Gleichwohl:

    Welche Hilfestellungen gibst Du den Spielern mit an die Hand?

    Schatefan


    Da wirst Du leider kaum was machen können.

    Kenne das auch.

    Sobald Mannschaften anfangen, sich auf "Gegner" einzustellen, werden zwangsläufig die "schnellen, flinken Kleinen" in die Zange genommen getreu dem Motto "Spieler XY dürft ihr aber nicht schießen lassen".

    Das gleitet dann oftmals mehr und mehr ins unfaire Spiel ab, weil in der E-Jugend ja tendenziell eher weniger bis gar nichts gepfiffen wird (von einem eigentlich auch nicht existenten Spielleiter).

    Und die Jungs können nicht in jeder Situation einfach durch einen Sprung der Situation entkommen, insbesondere dann nicht, wenn der Gegner von der Seite kommt.


    totog


    Vielen Dank noch einmal für die Erinnerung was den Einbeinstand beim Zähneputzen angeht...hatte ich völlig vergessen...und direkt wieder eingeführt!!!


    @all

    In der Ausgabe FT Junior "Mit kleinen Spielen zum Erfolg" gibt es am Ende auch noch Spiele für Kinder zur Kräftigung bzw. Stabilisierung.

    Da wird auch viel mit dem Eigengewicht gearbeitet.

    Habe ich mit meinen Jungs schon gemacht und hat Ihnen viel Freude bereitet.

    luibo

    Ich persönlich finde Deinen Ärger und Unmut über die Niederlage kein Stück verwerflich!!!

    Wichtig ist doch, sich und sein Verhalten zu reflektieren und daraus die richtigen Schlüsse zu sehen.

    Zum Wohle der Kinder hast Du Dein Ego zurückgestellt...Daumen hoch.

    Das Du trotzdem gerne gewonnen hättest...geschenkt...geht doch jedem so hier!!!

    Vor allem werden es Dir Deine Spieler danken, da sie gestärkt aus der Niederlage hervorgehen werden..."Seht her, der Trainer lässt mich auch gegen die Starken spielen und baut auf mich...weil auch ich Fußball spielen kann"


    Sind sie deshalb ein ''pass-gedrilltes'' Team, welches in seiner Entwicklung eingeschränkt wird?

    Die Antwort wirst Du Dir nur selber geben können!

    Die Frage ist (und das kann ich Dir als Außenstehender wie Du es ja so treffend geschildert hast nicht beantworten), ob andere Inhalte in der Ausbildung bisher ggf. zu kurz gekommen sind und ob andere Mannschaften daher evtl. später einen Vorteil haben werden...

    Real Madrid gab es bei uns in der Nähe auch mal.

    Interessanterweise fanden zeitgleich in ganz Deutschland mehrere Camps statt.

    Dass fand ich sehr "verdächtig" ;)


    Ich find es halt, wie Skriwer geschrieben hat, ganz cool, wenn die Kids ihre Freizeit im Freien und nicht vor der PS verbringen.


    Nur wenn man für so etwas Geld ausgibt (und es ist ja wirklich viel Geld dabei im Spiel), dann doch bitte für ein Camp, wo sich auch um die Kinder gekümmert wird.

    Moin,


    einfach mal allgemein in die Runde gefragt:


    Wie findet ihr diese Camps über drei bis fünf Tage, die über die Fußballschulen der großen Vereine (1. + 2. BuLi meistens) in unseren Dorfvereinen durchgeführt werden?


    Wir haben schon an welchen teilgenommen und das Spektrum erscheint mir da schon recht groß zu sein, was die Qualität angeht.

    Ein Trainer für 20 Kinder, lange Standzeiten, monotone Übungen, wenig Geduld...negatives Bsp....nie wieder!!!

    Zwei Trainer für ca. 15 Kinder, dauerhaft in Bewegung, kreative Spiele mit unterschiedlichsten Bällen auf unterschiedlichste Ziele...positives Bsp....Junior möchte wieder hin.


    Oder doch einfach nur Abzocke???

    Mich interessieren Eure Erfahrungen/Meinungen...

    Die "richtigen" Spiele machen wir ausschließlich mit Futsal-Bällen.

    Für Fußballtennis nehme ich die normalen Bälle bzw. jetzt auch die neuen G-Jugend-Bälle.

    Da haben die Jungs ihre wahre Freude dran.

    Während es zu Beginn darum ging, möglichst schnell den Punkt zu machen, war es zum Ende hin so, dass der Ball möglichst lange im Spiel gehalten werden sollte.

    Diese G-Jugend-Bälle sind aber auch wirklich putzig...

    :love:


    Die Filzkugel habe ich leider nicht, sonst käme die aber auch zum Einsatz...

    Reflektieren ist immer gut...nur so kann man m. E. besser werden.


    Gerade so der Punkt "Faustformeln", wenn ich das so mal nennen darf, ist ja sehr interessant.


    Grundsätzlich sollen die Kinder ja machen...AAAAAABER:

    Der Querpass vor dem eigenen Tor soll doch lieber unterbleiben...und ein Dribbling als letzter Verteidiger vor dem eigenen Torwart gegen den gegnerischen Stürmer...da gibt es sicherlich bessere Lösungen...:P


    Da erkenne ich mich doch glatt wieder vor einem Jahr oder so...

    Auf der einen Seite will ich beim Funino beim 3 vs. 0, dass von der einen hinteren Seite zu der anderen vorderen Seite gespielt wird und im Spiel soll das dann verkehrt sein, wenn ich als Verteidiger hinten das Spiel aufbauen will mit einem Pass...:/

    Der Verteidiger soll die Situation ändern, aber bitte ohne ein 1 vs. 1...:/


    Wir lassen da jetzt einfach die Kinder machen...klar kriegst Du mal ein Gegentor, wenn der Zweikampf verloren geht oder der Pass abgefangen wird...ist dann halt so...