Beiträge von SG-Nr8

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    Ich glaube, wenn es sich immer nur um ein kurzes Aushelfen handelt, dann stelle ich fest, dass es so ist wie Powerzwergenpapa es beschreibt.

    Aber ich kenne auch Beispiele, da läuft es wie bei Trainer E wenn es eine dauerhafte Integration bei den Älteren ist.

    Das kurze Aushelfen kann meiner Ansicht nach nicht funktionieren. Der Spieler wird doch zumeist durch die höheren Anforderungen überfordert, da er es weder aus dem Training, noch aus dem Wettkampf in seiner Leistungs-/Altersklasse gewohnt ist.

    Meine Beobachtung: Spieler, die hochgezogen wurden (G- und F-Bereich), gewöhnen sich eine defensivere Spielweise an, gehen weniger ins 1gegen1, trennen sich gerne (zu) schnell vom Ball, tendieren eher zum Blindspiel.

    Das ist mir zu verallgemeinert als dass ich dem zustimmen würde.


    Das sind für mich Anzeichen dafür, dass das hochziehen des Kindes die falsche Entscheidung war.


    Es gibt aber zur genüge Beispiele wo das hochziehen einen positiven Effekt hatte.

    Grundvoraussetzung ist jedoch immer, dass das Kind sowohl körperlich als auch geistig den Anforderungen des älteren Jahrgangs entspricht.

    Auch wenn ich jetzt selber mit meinem Beitrag dazwischenfunke, ich würde mir wünschen, dass Threads wie dieser sich darauf beschränkt das Konzept fortlaufend vorzustellen. Wenn jetzt schon häufig dazwischen kommentiert wird, so leidet, meiner Meinung nach, die Übersicht sehr stark.

    Die Diskussion zum Thema sollte in einem separatem Thread ausgelagert werden. Das themenübergreifende Zitieren sollte eigentlich keine Hürde darstellen.

    Die Übersicht bleibt gewahrt und im Zweifel kann der Thread nach Abschluss geschlossen und angepinnt werden.

    Was ich allerdings auch sagen muss, wenn man eine Fußballschule nimmt, dann sind die Eltern wieder gerne bereit mehr zu zahlen als im Verein.

    Das liegt an der Assoziation die die Eltern aus dem Begriff Schule ableiten. Dort wird den Kindern was beigebracht und nicht wie in dem doofen Verein wo nur Ahnungslose unterwegs sind.

    Außerdem gibt es meist noch Ball und Trikot als direkten Gegenwert. ^^

    Da kann man schon mal € 150,- für zwei Nachmittage verlangen.

    Ersatzbank ich hoffe das ich wie du auch nur noch ein 3/4 idiot bin?

    Ich sehe mich in Anlehnung an den Begriff des gefährlichen Halbwissens lieber als Halbidiot


    Würde mich niemals mit euch beiden und vielen anderen hier vergleichen wollen. Das was ihr schreibt hat (meistens;)) Hand und Fuß und zeigt eure Erfahrung im Kinderfußball.


    Zu meinem Halbwissen kommen noch mindestens 25% Emotionalität sowie Ehrgeiz hinzu die ich leider nicht immer im Zaum halten kann.

    Die werde ich sicherlich niemals vollständig eliminieren können, darum versuche ich es zumindest mit Wissen und Erfahrung so gut wie möglich zu kompensieren. Allerdings ist dies nur ein langsamer Prozess, der auch erst spät in gang gesetzt worden ist.

    Mir fehlte eindeutig ein Kritiker oder zumindest jemand der einem den Schubs in die richtige Richtung gegeben hat.


    und was mache ich jetzt? Wahrscheinlich gebe ich einen kleinen Impuls und hoffe, dass die saat aufgeht. größere Kritik werde ich mir sparen, weil genau in diesem Jahrgang noch zwei weitere Trainer fehlen und wir einfach zu wenige haben - ich darf eigentlich nicht riskieren, dass einer geht...

    Damit machst du, meiner Meinung nach, genau das Richtige. Die Erkenntnis, dass die beiden vielleicht nicht richtig handeln, zu dieser müssen Sie letztlich selbst kommen, ansonsten ist jedes gesprochene Wort vergebens.


    Den drohenden Zeigefinger zu heben und nur zu kritisieren ist sicherlich die einfachste Variante, sie ist jedoch genauso einfach wie ineffektiv.

    Einen Denkanstoß geben und auch annehmen können sollte die Wahl der Mittel sein. Das dazu nicht jeder in der Lage ist, sollte uns doch zumindest nicht davon abhalten es zu versuchen.

    Sind wir doch mal ehrlich. Trainer oder Jugendleiter die soweit sind Konzepte zu erstellen, deren Einhaltung zu prüfen, regelmäßig Lizenzen und Fortbildungen machen etc. sind nicht, oder zumindest nicht lange beim örtlichen Dorfverein.

    Absolut. Qualifizierte, fähige Leute werden gerne von anderen Vereinen abgeworben oder wechseln selbst weil sie mit dem eigenen Verein unzufrieden sind. Das ist in der Berufswelt nicht anders. Es gibt aber sicherlich auch Ausnahmen in dem die Treue zum eigenen Verein einen höheren Stellenwert hat als einen bessere Bezahlung oder allgemein bessere Bedingungen.


    Als Papa-Trainer in der E-Jugend reicht es meiner Meinung nach sich ein bisschen einzulesen und dann mit Engagement sein Bestes auf dem Platz zu geben.

    Vielleicht hast du mein Urteil über unsere ansässigen Vereine missverstanden oder ich verstehe deine Antwort darauf nicht.

    Ich würde von einem Papa-Trainer sicherlich nicht verlangen zuerst eine Lizenz abzulegen geschweige denn ein Ausbildungskonzept zu erarbeiten. Ich denke am Entwickeln eines Ausbildungskonzepts würden selbst viele erfahrene Trainer im Breitensport so ihre Schwierigkeiten haben wen nicht gar scheitern.


    Ein Ausbildungskonzept soll als Leitfaden für die neu hinzugekommen Trainer dienen an dem sie sich ausrichten bzw. orientieren können.

    Die dann im Verein benötigte Kompetenz, wird dann eingesetzt um den Nachwuchstrainern ein Feedback zu geben, in die richtige Richtung zu lenken und im schlimmsten Fall mal auf die Finger zu klopfen. Es soll die Spielregeln für den Trainer definieren.


    Traurige Realität auf den Fußballplätzen ist, viele Trainer können machen was sie wollen. Kaum ein Verein schaut hin was ihre "Untergebenen" da eigentlich so treiben. Selbst hinweise an die Jugendleitung werden häufig nicht ernst genommen.

    Und dadurch haben wir ein Haufen Vollidioten die jedes Wochenende am Spielfeldrand oder hinter dem eigenem Tor stehen und Kindern und Jugendlichen falsche Werte vermitteln. Vom Fußballerischen will ich da gar nicht erst anfangen.


    Da nehme ich mich in keinster Weise raus. Ich bin selbst als Vollidiot gestartet und habe durch Lesen, Fortbildung und den Austausch mit kompetenteren Trainern meinen Status zu einem 3/4-Idioten gewechselt. Hätte man mir ein Ausbildungskonzept an die Hand gegeben und mir nicht freie Hand gelassen, dann wäre meine Entwicklung womöglich schneller vorangeschritten.


    Die Frage die bleibt ist jedoch, wie viele Trainer haben tatsächlich genügend Eigenmotivation sich selbst zu hinterfragen und den willen sich zu ändern. Auf die, die hier stätig mitlesen und mitschreiben trifft dies sicherlich weitestgehend zu.

    Und da draußen in der wirklichen Welt...?

    Ganz ehrlich? Das müssten die Kinder im heimischen Garten oder aufm Schulhof festigen. Stichwort Straßenfußballer... Wer das nicht macht, wird wohl auch noch in 3 Jahren mit dem Ball kämpfen, Blick unten, Übersicht nicht möglich.

    Ist ja grad die Frage ob ich auf ein Kind schaue, welches erst ein paar Wochen trainiert oder auf eins, welches schon seit 3 Jahren mit dem Ball auf Kriegsfuß ist.

    Ganz ehrlich, ich würde mir wünschen, dass dies der Wirklichkeit entspricht.

    Bei meinen fünf Nachzüglern weiß ich nur von einem der regelmäßig(?) und abseits des Trainings eine Ball am Fuß hat.


    BTT:

    Stimme Goodie zu.

    Wenn man einen Ausgleich für die ausgeschiedenen Mannschaften bereit hält, in Form einer Loserrunde, dann wäre ich einem Turnier mit K.O.-Modus nicht abgeneigt. Ohne diesen macht es sicherlich keinen Sinn, wenn Sieger mit fünf gespielten Spielen das Turnier beenden und andere mit drei oder weniger.

    Andre Was möchtest du uns damit mitteilen ?

    Er hat die Fragestellung des Threads beantwortet und dir vorgerechnet was ein Trainer, mit Mindestlohn (übrigens ab 2018: € 8,84) als Grundlage, verdient.


    Was ein Trainer tatsächlich bekommt steht natürlich auf einem anderem Blatt. ;)

    d-rose1

    Haben wir halt unterschiedliche Meinung dazu.

    Durch das Trikot wird der Verein repräsentiert, dadurch bin ich der Meinung hat dieser auch dafür sorge zu tragen.


    Sollten es womöglich ausgefallenere (teurere) Trikotvarianten, Trainingsanzüge oder Regenjacken sollten natürlich von Sponsoren oder Eltern finanziert werden.

    Goodie , Trainer E und DenSen


    Ich will euch da nicht widersprechen. Habe lediglich das wiedergegeben was ich selbst in der abgelaufenen Saison bei meiner Mannschaft beobachten konnte.


    erstmal richtig aber wenn sie es dann mit der Verarbeitung erstmal im Griff haben, kann die Spielintelligenz ja drunter verborgen liegen. Kann man aber nicht sehen, solange die Kinder noch mit dem Ball kämpfen.

    Die Frage ist ob ich bei einem vorwiegend in Spielformen stattfindenden Training, den schwächeren Spielern zur genüge Möglichkeiten biete die Ballverarbeitung zu erlernen?

    Wenn man früh genug damit anfängt (Funino etc). ist Spielintelligenz zu trainieren.

    Funinio und andere Spielformen kommen, meiner Meinung nach, vor allem den athletische und technisch starken Spielern entgegen.

    Diese können sich viel mehr auf die Entscheidungsfindung für alle Arten von Spielsituationen fokussieren.

    Die schwächeren hingegen sind jedoch mit der Ballverarbeitung zur genüge beschäftigt, so dass kaum Zeit bleibt sich mit der Spielsituation auseinanderzusetzen.

    Leider hat sich an den Selektionsparametern in den letzten Jahren wenig geändert, oder?
    Auch die Sichtungen unterliegen ja Moden. Aktuell scheint man wieder mehr nach Dribblern zu suchen, zumindest ist das mein Eindruck von den laufenden DFB-Fortbildungen.

    Der Grund dürfte doch auf der Hand liegen. Für Spieler die von sich aus eine gewisse Athletik bereits besitzen, bedarf es weniger Trainingszeit für Koordination oder Schnelligkeit. Man kann sich direkt weiter auf fußballerische Techniken konzentrieren, während andere 1/3 oder mehr ihrer Trainingszeit mit dem Lauf ABC oder ähnlichen Dingen verbringen müssen.

    Goodie

    Stimme dir zu und würde es gar noch erweitern:

    - Trikots

    - Bälle

    - Leibchen

    - Trainingsutensilien wie Hütchen und Stangen


    Das sind für mich definitiv Dinge um die sich der Verein zu kümmern hat.


    Bei ausgefallenem Equipment bin ich auch bereit dafür selbst in die eigene Tasche zu greifen, obwohl der Verein nichts bezahlt.

    Gegenfrage, wart ihr schon mal froh das ein Kind einfach aufgehört hat zum Fußballspielen weil es nix gebracht hätte. Nie offen ausgesprochen aber innerlich danke gesagt habt???

    In zwei fällen ein klares "Ja" von mir, da es danach deutlich ruhiger innerhalb der Mannschaft wurde. Da war aber nicht das "Talent" in irgendeiner Weise ausschlaggebend, sondern das Sozialverhalten.

    In beiden fällen wurden mehrmals Gespräche mit den Erziehungsberechtigten geführt.

    Die spätere Entscheidung, dass sie gehen, wurde letztlich von Ihnen getroffen.


    Ich war froh über deren Abgang das gebe ich offen zu.

    Verstehe nicht was daran verwerflich ist wenn man offen anspricht das es nicht reicht und sich aber dabei eher um das wohl des Kindes sorgen macht als um den Verein?

    Da ist, meiner Meinung nach, absolut nichts verwerfliches dran. Du spielst mit offenen Karten und kommunizierst es entsprechend gegenüber dem Spieler und den Eltern. Ich kann deine Entscheidung auch nachvollziehen und denke es ist ein guter Ansatz um Über- oder Unterforderung schon von vornherein zu minimieren.


    Nichtsdestotrotz widerspricht dies deinem einleitendem Halbsatz.

    Du schickst sehr wohl Kinder weg die in deinen Augen zu schlecht sind.