Beiträge von Das_Huhn

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    Hallo Grimore,


    lass dich nicht verrückt machen. Die Betreuung einer Kinder-Mannschaft als Trainer ist bis inklusive E1 in "Dorfmannschaften" recht einfach "erlernbar".


    Wichtig ist zu Beginn ganz allein Eines: Frage dich ehrlich, ob du die notwendige Zeit aufbringen kannst. Wenn jedes zweite Training aufgrund Zeitmangel bei dir ausfallen muss und du nicht permanent für die Spiele am Wochenende zur Verfügung stehst, solltest du das Amt nicht allein übernehmen und ggf. vom Verein fordern, dir einen zuverlässigen Assistenten zu besorgen.


    Falls das Thema Zeit geregelt ist:
    Viel wichtiger als irgendeine Trainerlizenz ist Einfühlungsvermögen in die Welt von 8-Jährigen. Wenn du den Eindruck hast, dass du mit den Kids gut klarkommst, ist das schon mal super.
    Die Trainingsgestaltung selbst kannst du locker angehen: Etwas kindgerechtes Technik-Training (Kappen, Ballbeherrschung, ...), viel Spiel mit dem Ball. Die Kinder sollen sich bewegen, Spaß haben und nicht auf eine Profi-Karriere vorbereitet werden!
    Im Internet gibt es viele Anregungen für coole Trainings-Spiele.


    Bei den "Punktspielen" wirst du selbst sehen, welche Spieler ggf. noch etwas überfordert sind und an die Hand genommen werden müssen, welche Spieler sich hervortun und dann entscheidest du, wie du sie einsetzt.


    Ganz wichtig ist der Kontakt zu den Eltern. Das dürfte fast die größte Herausforderung werden. Die müssen dich auf Augenhöhe für voll nehmen und akzeptieren, sonst wird das nix. Da habe ich es mit meinen 51 Jahren natürlich einfacher, weil viele Eltern jünger oder gleichalt sind wie ich. Ein freundschaftliches Verhältnis zu den Eltern ist Gold wert!


    Die administrativen Details kosten vor allem Zeit. Es ist auf jeden Fall vorteilhaft, ein gutes Netzwerk zu anderen Trainern aufzubauen, um zu deren Turnieren eingeladen zu werden.
    Ich veranstalte selbst 1-2 Turniere pro Jahr, um die Mannschaftskasse aufzufüllen. Dazu brauch man natürlich wieder die Eltern, die ja die zu verkaufenden Snacks etc. bereitstellen müssen. Und die Vorbereitung kostet ... Zeit.


    Stimme dich mit deinem Jugendleiter bzgl. Zuschüssen für die Mannschaftskasse ab. Mein Verein zahlt z.B. den Trainern pro Quartal eine Aufwandspauschale von 60 €, die wir in die Kasse geben.


    Einen Sponsor brauch man für eine Jugendmannschaft nicht zwangsläufig. Ohne Sponsor bleibt halt (in Abhängigkeit vom Stand der Mannschaftskasse) mehr an den Eltern hängen (Ausgaben für Trikots, Bälle etc.). Bei mir müssen die Eltern z.B. die Bälle selbst zahlen, für Trikots einen Anteil tragen, Weihnachtsfeier und Saison-Abschluss-Fete werden aus der Kasse gezahlt.


    Was noch wichtig ist: Lass dich im Verein nicht unterbuttern. Ich habe zum Abteilungsleiter Jugend ein professionell gutes Verhältnis, mache aber klare Ansagen, wenn etwas nicht passt. Ein Trainer im Verein hat geschworen, nie wieder ein Wort mit mir zu reden, weil ich eine sehr ernsthafte Auseinandersetzung über vereinsinterne Spielerversetzungen mit ihm hatte, mit allen anderen komme ich gut klar. Und jeder weiß, wie ich reagiere, wenn Spielchen gespielt werden.


    Nochmal: Frage dich selbst, ob du die mit dem Traineramt verbundene Arbeit leisten kannst und willst. Falls ja, findet sich der Rest. Du wirst jede Menge Erfahrungen sammeln, die dir nicht nur als Trainer im Leben weiterhelfen.

    Pokalspiele in der G Jugend? Oder ist das Profil veraltert?
    Klingt eher nach E Jugend?
    Libra ?

    In Franken werden z.B. sog. Kreispokale ab der F3 gespielt. Das ist ein K.O.-Wettbewerb, der Mai/Juni startet.
    Im Landkreis Erlangen-Höchstadt war das in den vergangenen Jahren der sog. Landrat-Tritthart-Pokal.


    Ich denke, dass wir die Liga gewinnen könnten. Allerdings nicht, wenn alle gleich viel Spielzeit erhalten. Aus diesem Grund, werde ich mir persönlich nicht zum Ziel setzen, diese Liga zu gewinnen. Ich bin mir allerdings ganz sicher, dass genau das andere tun werden.
    Für einzelne Pokalspiele bin ich bereit ein gewisses Ungleichgewicht der Spielzeiten in kauf zu nehmen. Diese kann ich, wie erwähnt, wieder ausgleichen. Über eine ganze Saison, kann ich das nicht durchziehen und vermitteln.

    Ich glaube, wir beide verfolgen bzgl. des Kinderfußballs die gleiche Philosophie. :)


    Es interessiert die Kinder wenig, wenn man ihnen am Ende der Saison erklärt, dass sie Erster in irgendeiner imaginären Staffel geworden sind. In K.O.-Spielen sieht das ganz anders aus, genau wie bei Turnieren. Und wenn der vielzitierte "dicke Paul" am Ende Arm in Arm mit den anderen Spielern auf dem Mannschaftsfoto den Pokal in die Luft strecken darf, haben alle gewonnen, auch wenn einige etwas länger auf dem Platz standen als andere.


    Wir hatten vor ein paar Wochen ein Pokalspiel, welches wir knapp mit 4:3 gewonnen haben. Das Spiel war gegen eine der stärksten Mannschaften im Landkreis dieser Altersklasse. Ich muss gestehen, dass die schwächeren Spieler in diesem Spiel wesentlich weniger gespielt haben. Gespielt hat aber jeder! Anders, da bin ich ganz sicher, hätten wir diesen Gegner nicht schlagen können. Nach dem Abpfiff gab es eine solche Euphorie, dass es niemanden interessiert hat, wer nun wie viel Minuten gespielt hat. Die Kinder waren happy, so einen Gegner besiegt zu haben. Niemand war traurig nicht genug gespielt zu haben. Auch von den Eltern kam nach dem Spiel niemand zu mir und hat etwas angeprangert. Ich behalte so etwas immer im Hinterkopf und lasse diese Spieler dann in einem anderen Spiel länger ran.


    Das ist halt das was ich schon früher in diesem Thread meinte. Mit etwas Weitsicht kann man das alles ganz gut und fair ausgleichen, indem man in den "wichtigen" Spielen versucht alles aus dem Team rauszuholen (klingt blöd), während man im normalen Ligabetrieb, die schwächeren Spieler länger spielen lässt.

    Genau so funktioniert Kinderfußball. :thumbup:

    Da sind selbst bei den 8m Freistössen nach den kumulierten Fouls Tore noch keine 100 prozentige Chance.

    Mit kumulierten Fouls wird bei uns auch nicht gespielt. Wir wurden beim letzten Vorrundenturnier von der Turnierleitung belehrt, dass diese Regel bis einschließlich E-Jugend bitte nicht angewandt werden soll. Stattdessen gibt's ganz normal Freistöße und 7m.


    Ich glaube, eines der größten Probleme beim Futsal im Jugendbereich (und vielleicht nicht nur dort) ist, dass die Trainer, die als Schiris ran müssen, die Futsal-Regeln nicht komplett kennen. Und Kinder und Eltern natürlich auch nicht. Dann sind natürlich jede Menge Ärger und Frust vorprogrammiert. U.a. deshalb spielt man vielleicht im Jugendbereich lieber "Futsal light" mit Futsal-Ball, ansonsten aber weitestgehend normalen Fußball-Regeln.


    Stabilisationstraining kannst du in spielerischer Form schon mit F-Junioren machen.

    Genau davon raten die Mediziner ab, da sich bei Kindern bis inklusive (mindestens) E3 keine signifikante Muskelmasse aufbaut. Daher gilt ja auch für das Torwarttraining, vor der D-Jugend keinerlei Kraft- oder Stabilisationsübungen zu machen, sondern rein die Bewegungsabläufe zu trainieren.


    Wenn man das, wie du schreibst, spielerisch macht, richtet man vermutlich keinen Schaden an, aber ich lasse bei meinen Jungs (E3) da immer noch die Finger davon.


    Unser offizielles Bfv Hallenturnier am 17.12. in Nürnberg (Mittelfranken) war 4+1 funinoregel mit funinoball.
    Aber du hast recht: es scheint ein akzeptanzproblem bzgl Ball zu geben. Ich finde den futsalball geil, denn sonst wird das ganze zum flipper spielen.

    Ich spiele ja auch in Mittelfranken (Staffel Erlangen-Pegnitzgrund). Ich kenne allerdings nur die Hallenkreismeisterschaft als offizielle Turniere. Und da wird halt 5:1 gestartet. Wenn bei anderen Turnieren dieser Art 4:1 angesagt ist, scheint es da Spielraum für die Ausrichter zu geben.


    Ich finde den Futsal-Ball auch gut, weil meine Kids technisch noch nicht so versiert sind und sich damit viel leichter tun. Ich vermute, wir hätten beim Spiel mit normalen Bällen mehr verloren.

    Ich bin jetzt mal ganz ehrlich. Wenn ich die Kinder wirklich nur nach Fachbuch trainieren dürfte mit allem was dazugehört, dann würde ich es nicht ehrenamtlich machen. Dann wäre es nur ein Job nach Vorschrift. Ich will damit nicht sagen, dass man alles vorgegebene über Bord werfen soll. Vieles ist ja auch gut und absolut im Sinne der Kinder. Bei einem Sport wie Fussball, den Siegeswillen immer und über Jahre hinten anzustellen, ist schwierig. Respekt vor jedem der das schafft und den Eltern vermitteln kann.

    Um eine erfolgreiche Jugendmannschaft aufzubauen, sind aus meiner Sicht zweierlei Dinge wichtig: Die Kinder müssen Spaß haben und die Eltern müssen ihre Kinder gut aufgehoben sehen und im Optimalfall selbst Spaß an der Zuschauerrolle haben.


    Der Spaß und Enthusiasmus der Kinder hängt vom gemeinsamen Spiel und von gemeinsamen Erfolgen ab. Beides ist wichtig. Ich achte z.B. sehr darauf, dass kein Kind gemobbt wird (von 13 Kinder habe ich da 1 gefährdetes Kind) und dass die Kids beim Training Spaß haben. Viel Spiel, auch Handball, Fangen, Basketball, wenig trockene Übungen.


    Und im Wettkampf muss Spannung her. Das geht nicht, wenn man 10:1 verliert. So etwas ist frustrierend. Enge Spiele und 1-2 Pokale im Jahr sind das Salz in der Suppe und bringen den Kindern die Erfolgserlebnisse.


    Die Eltern müssen zu aller erst untereinander ein gutes Verhältnis haben. Am Ende der diesjährigen Weihnachtsfeier fand ich z.B. Klasse, dass viele Väter etwas länger geblieben sind und wir zum Abschluss gemeinsam noch ein paar Schnäpse getrunken und uns unterhalten haben. Super Sache! Auch die Mütter kommen sehr gut untereinander klar und jeder packt an, wenn es was zu tun gibt.


    Und ich finde es Klasse, wenn Eltern im Turnier die Mannschaft anfeuern. Das passiert bei uns, ohne die Kinder anzugreifen, und wenn die Eltern nach einem Sieg jubelnd am Spielfeldrand stehen, schaut man durchweg in leuchtende Kinderaugen. Eltern sind Motivatoren und Leitfiguren.


    Keines der Kinder in meinem Team wird es in den bezahlten Fußball schaffen (wobei: Einen Kandidaten hätte ich da vielleicht im Tor stehen, aber jeder weiß, wie lang der Weg ist), aber alle sollen später an eine coole Zeit zurückdenken. Darum geht es. Und um das Ziel zu erreichen, geben mir Lehrbücher und Vorträge des DFB gute Anregungen, sind aber nicht entscheidend dafür, wie ich mit den Kids umgehe. Das entscheide ich selbst.

    Na sag einmal, bist du denn nicht in der Lage, FAKTEN die man liest über die Gehirnzellen in die Praxis umzusetzen...ggf. etwas zu unterlassen, was keinen Sinn macht? Fakt ist, dass DU beispielsweise bei Rotlicht mit deinem Auto hälst, richtig? Diskutierst du nun, ob das so sein muß...ob das richtig ist, oder welche andere Möglichkeiten du noch hast? Ein F Kind...und darüber diskutierten wir hier...hat bestimmte Möglichkeiten nicht, das ist FAKT und zwar sowas von, dass die Diskussion darum mir einfach zu dumm ist.

    Ich kann dich nicht hindern, weiter deine Thesen zu verbreiten. Und du kannst mich nicht hindern, weiterhin mein recht erfolgreiches Trainingskonzept umzusetzen. Belassen wir es dabei.


    Vergangene Woche wurde ich übrigens von einem Verein gefragt, ob ich Interesse hätte, die Abteilungsleitung Jugend zu übernehmen, weil ich so gut mit Kindern und Eltern klarkäme und konsequent meine Linie durchziehe. Genau diese Art Jugendarbeit möchte man verfolgen. Keine Angst, ich habe aus Zeitgründen abgelehnt. ;)


    Trotzdem noch was: Hinterfrage mal, ob Leute mit deinen Ansichten mit dafür verantwortlich sind, dass die Anzahl von Fußballvereinen auch in Ballungsgebieten sinkt. Selbst wenn es nur die Eltern wären, die den Wettkampf suchen: Die entscheiden am Ende maßgeblich, in welche Vereine ihre Kinder eintreten.

    Das wurde bei uns bis voriges Jahr so gespielt. Seit diesem Jahr gilt bei den BFV-Futsalturnieren hier im Landkreis folgende Regel: Hat der Torwart den Ball mit der Hand aufgenommen, darf er abschlagen (auch über die Mittellinie), kommt der Ball aus dem Toraus, muss er abwerfen.


    Hintergrund: Insbesondere bis zur E-Jugend haben manche Torhüter nicht die Kraft, die Bälle weit abzuwerfen. Hier kam es regelmäßig dazu, dass sich die Spieler der gegnerischen Mannschaft vor dessen Tor versammelten (was die jungen Torhüter noch unsicherer machte) und darauf warteten, dass sie den Ball vor die Füße geworfen bekamen. Das endete dann oft in Tränen und purem Frust.


    Ich finde es sehr lobenswert, dass die Verantwortlichen hier auf die Kritik der Jugendtrainer eingegangen ist und dieses Ärgernis aus der Welt geschafft hat.

    Wo wird eigentlich in der E Jugend noch Hallenfussball mit 5 Feldspieler gespielt?
    Dachte Futsal wäre Pflicht.
    Wobei beim Futsal bei strengen Schiedsrichtern die Wechsel für den Trainer ziemlich stressig sind. Blockwechsel verbieten sich eigentlich.Trotzdem ist Futsalauch auch bei den jüngeren Jahrgängen dem klassischen Hallenfussball vorzuziehen.

    Hier in Mittelfranken werden alle offiziellen Hallenturniere im Jugendbereich nach Futsal-Regeln und 5:1 gespielt.


    Allerdings scheint Futsal immer noch ein Akzeptanzproblem zu haben. Ich habe mit meiner E3 für die aktuelle Hallensaison 7 Einladungen zu teils großen Privatturnieren (mehr als 10 Teams pro Altersgruppe) erhalten. In ALLEN Einladungen war explizit erwähnt, dass nicht nach Futsal-Regeln gespielt wird. Es dreht sich dabei meist um den Ball. Viele Vereine wollen mit "normalen" Bällen spielen.

    Das fehlt dann, wenn man altersbedingt noch nicht dazu in der Lage ist.


    Letzteres ist wissenschaftlich belegt, braucht deshalb nicht diskutiert zu werden.

    Nur weil du immer die gleichen Behauptungen aufstellst, werden diese nicht richtiger. E3 bedeutet für viele Spieler 4. Klasse. Schon mal die Aufgaben angeschaut, die dort gestellt werden? Mein Sohn ist in der 3. Klasse und muss gerade mit einem Kumpel im Team einen Vortrag zum Eichhörnchen ausarbeiten, mit Dokumentation der Aufgabenteilung zwischen beiden, sonst gibt es Punktabzüge. Da erwartet man von den Kindern Abstraktionsvermögen und Sozialkompetenzen, die du ihnen im Fußball in diesem Alter schlicht absprichst.



    Dazu habe ich aber auch eine Sportlermeinung. FÜNF Minuten Vollgas....wirklich volle Belastung gehen um das "Wir greifen alle an/Wir verteidigen" aufrecht zu erhalten...!!!bedingt viele Auswechselungen/Blockwechsel!!! Wer das selber nicht kennt, kann da leider leider nicht mitreden. Wer nicht weiss, wie es ist, wenn man vor Erschöpfung fast kotzen muß/nicht weiss wie es ist, wenn man Atemnot bekommt...der sollte hier einfach mal passen!


    Das ist Hallenfußball und nicht dieser meist zu sehende Kartoffelfußball als Kopie des Feldfußballs in der Halle.

    Ein guter Trainer weiß, welche Fähigkeiten seine Spieler haben und richtet das Spiel dementsprechend aus. Aus bereits beschriebenen Gründen muss ich in dieser Saison den Weggang von 3 Leistungsträgern kompensieren. Deshalb stelle ich die Mannschaft auch in der Halle eher defensiv auf (2 Verteidiger, 1 defensives Mittelfeld, 2 offensives Mittelfeld). Ergebnis: Von 8 Spielen gegen teils sehr starke Teams wurde nur 1 verloren und die Truppe steht vor der Qualifikation zur Zwischenrunde der Hallen-Kreismeisterschaft. Alle Kids sind stolz auf sich wie Atze.


    Der Hallenfußball, den du beschreibst, wird übrigens von keiner ernstzunehmenden Jugendmannschaft gespielt, die ich kenne. Und was du mit "Kartoffelfußball" meinst, verstehe ich auch nicht. Der Erfolg der Mannschaft entscheidet letztendlich, was für die jeweilige Mannschaft richtig und was falsch ist.

    Mein Team ist eine E3, insgesamt 13 Spieler.


    Ich trete, wenn möglich, mit 3 Ersatzspielern an. Also in der Halle mit 9, draußen mit 10.
    Die 4 besten Spieler dürfen selbst entscheiden, wann sie ausgewechselt werden wollen. Und das entscheiden sie sehr gut anhand Kondition und ggf. Blessuren.
    Die anderen Spieler rotieren durch, ohne dass ich die Zeiten mit der Stoppuhr messe. Das klappt gut.
    Ich habe 2 schwache Spieler, die pro Spiel ca. 10 Minuten zum Einsatz kommen, aber nie gleichzeitig auf dem Platz sind.


    Und jetzt bitte keine Kommentare, dass dies ergebnisorientierter Fußball ist. Das wissen wir selbst und genau so wollen wir es haben.

    Was hat man dir denn so erzählt über deine Pflichten, als du dein Kind zum Sportverein angemeldet hast? Dieses Thema wird wohl meist gern ausgeschwiegen, um für einen Vereinseintritt erst gar nicht Zweifel aufkommen zu lassen. Schließlich braucht man jeden, um eine Mannschaft am Spielbetrieb anmelden zu können.

    Da wird bei mir im Team z.B. gar nichts ausgeschwiegen. Eltern und Kinder werden immer herzlich und zuvorkommend aufgenommen, aber mit einer klaren Ansage, was meine Erwartungen sind. Ich weiß auch, dass einige Eltern dann wieder gegangen sind und dass der Abteilungsleiter Jugend da gelegentlich eine andere Meinung vertritt, aber der Trainer bin ich und solange das so ist, setze ich hierzu meine Position durch.


    Und ich sehe auch, dass andere Trainer das ähnlich konsequent durchziehen. Lieber mangels Spieler eine Spielgemeinschaft mit motivierten Kindern und Eltern gründen, als chaotische Mannschaften. Dafür wäre mir meine Zeit zu schade.


    Das ganze Theater mit solch unwilligen Eltern geht ja weiter, wenn es um die Organisation von Weihnachtsfeiern, Mitbringen vom Snack zum Verkauf bei Turnieren (für die Mannschaftskasse) etc. geht. Da bleibt eh die meiste Arbeit beim Trainer hängen, aber ich erwarte zumindest engagierte Zuarbeit. Und ich muss sagen, dass 12 der 13 Eltern meiner E3-Kids hier wunderbar mitziehen. Das macht echt Spaß.

    Das ist doch aber keine Liga. Die Tabelle reflektiert nur den Stand innerhalb der jeweiligen Gruppe und ist relevant für die Zusammenstellung der Gruppen für die Frühjahrsrunde. Vor der Frühjahrsrunde werden die Gruppen anhand Spielstärke neu zusammengestellt. In der Herbstrunde gibt es nicht mal Hin- und Rückspiel.

    Bei mir gibt es ähnliche Fälle. Jedoch sind die Kinder jünger. Ich habe beschlossen dieses Elternverhalten in der F noch zu tolerieren. Jedoch muss irgendwann der Mannschaftsgeist Einzug halten. Ab der E spielen wir in Bayern in Ligen und mit Tabellen - irgendwann muss man sich bekennen. Wichtig ist, egal wie du handelst, dass du den Eltern mitteilst was du erwartest!

    Kleine Korrektur: Mit Ligen und Tabellen wird auch in Bayern ab der D-Jugend gespielt. Das Spiel in der E ist im Prinzip gleich dem in der F (Vorrunde mit ca. 6 Mannschaften, Rückrunde wird anhand der Leistungsfähigkeit der Teams in der Vorrunde neu gesetzt), nur ohne FPL. Von daher ist die E noch eine recht entspannte Zeit.


    Generell ziehe ich bei meinem Team recht strikt den Kurs durch: Wer trainiert, spielt. Ich habe auch einen Spieler im Team, der oft aus fadenscheinigen Gründen nicht zum Training erscheint. Der hat bisher keine Minute in Pflichtspielen gespielt und wird das auch nicht, wenn sich die Trainingseinstellung nicht ändert. Und das habe ich den Eltern auch so mitgeteilt. Mannschaftssport funktioniert nur, wenn die Kinder zur Mannschaft zusammenwachsen. Und dazu gehört ganz maßgeblich das gemeinsame Training.


    Das bedeutet natürlich nicht, dass die Kinder bei jedem Training anwesend sind. Wir haben eine Trainingsbeteiligung von ca. 70% der Mannschaft. Der eine hat mal das, der andere jenes. Auch mein Sohn hat nicht immer Zeit. Das ist ok, solange die Kinder in Summe ca. 75% der Trainings mitmachen.


    Aber, was mich überrascht hat 200€ Strafe , für den Trainer plus 1/3 der Verfahrenskosten für den Trainer und 2/3 für den Verein .


    Das der Trainer auch persönlich bestraft wird , finde ich super , hätte ich aber nicht gedacht

    Wenn der Trainer nicht zahlt, kann man ihm rein rechtlich gar nichts, außer den Verein zu sanktionieren und dem Trainer die Lizenz zu sperren, die 90% der Jugendtrainer aber eh nicht haben.


    Ich bin als E3-Trainer nicht mal Vereinsmitglied.

    Generell Sperrfristen für 7 oder 8 jährige anzusetzen finde ich absolut desaströs. Schließlich fließen in diesem bereich keine Gelder,somit hat der momentane Verein durch einen Wechsel keinen Schaden. In diesen Altersgruppen kommen die Eltern sowieso für fast alles auf.
    Bis zur D oder C Jugend würde ich alle Wechsel ohne weiteres freigeben.

    Meines Wissens nach kann der abgebende Verein auch in der F-Jugend bereits mindestens 50 € Ausbildungspauschale fordern und den Spieler anderenfalls ggf. sperren lassen (gilt aber nicht für Privat-Spiele).


    Unser Verein fordert diese Abgabe in der Regel nicht, lässt sich dann vom aufnehmenden Verein aber bestätigen, dass dies auf Gegenseitigkeit beruht. Sonst wird gesperrt.

    Es kommt eben auch auf das Engagement des Trainers an, neue Wege zu bestreiten, um über einen besseren Fussball auch an bessere Gegner zu gelangen. Die Kinder können ja nichts dafür!


    Hast du schon mal mit einer F1 gegen Greuther Fürth oder den Club gespielt? Du wirst dich wundern, wie die zu Werke gehen und was der Trainer dort für Ansagen macht.


    Meine Jungs spielen ja nun schon E3, aber die F1-Zeiten sind noch nicht lang her. Vor 2 Wochen gab es eine Vorrunde zur Hallen-Kreismeisterschaft. Eine sehr starke Mannschaft war dabei (gegen die sich meine Jungs mit 0:0 super geschlagen haben). Ansage von deren Trainer vor einem der Spiele: "Hans, du kennst deine Aufgabe: Der 9er muss ausgeschaltet werden. Dann bricht die Truppe auseinander."


    Da ging es sehr rustikal zu und es war gut, dass ein Schiri auf dem Feld stand.


    Ihr dichtet euch da immer eine Parallelwelt zusammen, die so ganz einfach nicht exisitiert. Und da reden wir nicht von Dorfklubs auf unterstem Niveau.


    Seit einigen Jahren unterstütze ich eine Förderung, in der sich Kinder in einer angstfreien Umgebung entwickeln können. Die Ergebnisse haben mich einerseits überrascht, andererseits widerum frustriert. Überrascht war ich, dass eine größere Masse an Kindern einen sehr hohen un sogar höchstem Leistungslevel erreichen konnte. Frustiriert war ich, als sie sich meistens nicht im Wettbewerb gegen etabliert ausgebildten Talente durchsetzen konnten, weil sie sich nicht in den Dienst eines fremdgesteuerten, rücksichtslosen Konkurrenzkampfes stellen wollten. Sie sehnten sich nach Selbstverwirklichung, so das ihen Preis der Unfreiheit letzendlich zu hoch erschien.


    Wer also glaubt, es wäre ein ganz tolles Leben als Talent, der sollte ein wenig tiefer blicken, um sich nicht nur mit den Vor- sondern ggf. auch mit den Nachteilen vertraut zu machen.


    Und genau weil das ganze Leben so wie von dir oben beschrieben funktioniert, muss Förderung halt auch soziale Komponenten wie den Umgang mit Leistungsdruck, unsachlichen Angriffen etc. beinhalten. In keinem Umfeld des Lebens setzen sich Talente durch, die nicht auch das tägliche "gesellschaftliche Gefecht" beherrschen. Leute wie Zuckerberg, Gates, Jobs, Kaeser etc. waren/sind nie die Besten auf ihrem Gebiet, sie sind aber in der Summe zwischen Talent, Durchsetzungsvermögen, Stressresistenz etc. die Besten.


    Vermittelt das den Jugendlichen! Sonst haben sie von vorn herein keine Chance.


    Ich bilde gelegentlich junge Ingenieure und Master-Studenten mit aus und nehme einzelne Talente bewusst in Management-Meetings mit, damit sie lernen, wie man dort agiert und wie man sich durchsetzt. Und ich zeige ihnen Leute, die mit einem 1,0er Abschluss Softwareentwickler geworden sind, wogegen die Leute mit einem 4er in Mathe deren Chefs sind. Und das läuft im Sport nicht anders. Wer was werden will, muss beißen.