Hallo zusammen, vielen Dank für die vielen Antworten.
irgendwie passt das nicht zum Rest
Ja da hast du Recht und das ist für mich eine riesige Enttäuschung. Die (Problem)-Gespräche laufen immer gut aber danach passiert nie etwas. Es ist schwierig zu erklären.
Auch könntest du sagen: "noch 3 Monate, dann sortiere ich 10 Kinder aus. Sucht ne Lösung
Die aktuellen Probleme in deiner Mannschaft mit besagtem Vater würde ich gedanklich abkoppeln. Es gibt ne Lösung und wenn der Junge kein Überflieger ist, dann wird das total hart für das Kind. Was wäre die Alternative? Das Kind fliegt aus dem Verein weil sich der Vater nicht benimmt?
Ich glaube ich würde an deiner Stelle einen Termin mit den Verantwortlichen machen und über deinen Frust sprechen. Konzentriere dich auf die wichtigsten Punkte und biete Lösungsvorschläge. Wenn das am Ende alles nichts nützt kannst du immer noch die Brocken hinschmeißen.
Also aussortieren darf ich nicht, ich bin sogar, selbst jetzt noch gezwungen jedes Kind anzunehmen was kommt. Es geht soweit dass teilweise Trainer 6 Tage die Woche auf dem Platz sind weil sie sich gegenseitig aushelfen um den Kindern wenigstens einigermaßen vernünftiges Training bieten zu können. Wir haben sogar einen Bereich unter den Bambini, Jahrgang 2012/13 mit 40! Kindern wo sie eine Trainerin alleine dastehen lassen. Sie hilft mir mittlerweile mit meinen 24 und ich ihr mit dieser heftigen Anzahl an Kindern. Der Vorstand stoppt das ganze natürlich nicht und alle Gespräche haben für uns keinen Nutzen.
Das Problem mit dem Vater ist einfach das, dass es den Eltern impliziert dass sie keine Konsequenzen zu spüren haben. Der Vorstand gab die Order, wer gewalttätig wird der fliegt. Ich sage dem Vater, das war es, ihr seid raus, denn das duldet der Verein nicht. Vorstand führt Gespräch und schiebt das Problem nur von einem Trainer zum Nächsten. Um die Außenwirkung geht es mir, man kann den "Laden" nicht schmeißen wenn man nicht für voll genommen wird. Für den Jungen wäre es vllt sogar besser wenn er zu einem anderen Verein wechseln würde da er einfach keine Freunde bei uns hat obwohl er mit den Jungs gemeinsam zur Schule geht. Liegt aber einfach an seiner Art. Er ist mit der am wenigsten weite, Entwicklungstechnisch, aber spielt sich jedes Mal so auf als wäre er der Beste. Aber das ist nicht das worum es hier geht.
Termine und Gespräche kann ich schon nicht mehr zählen. Das bringt leider alles nichts. Ich stehe jetzt genau dort wo ich nie hin wollte. Ich verfolge mit meiner Mannschaft ein eigenes Konzept mit eigenen Zielen. Für mich hat das aber nichts mit Verein zu tun, denn momentan fühlt es sich eher an wie ein Verein im Verein und das ist genau das Gegenteil was ich den Eltern und Kindern versucht habe einzupflegen. Nur langsam gehen mir die Argumente aus, auch mit selbst gegenüber.
Ich habe das Gefühl, du trägst dein Herz auf der Zunge und hast ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden? Beides kommt sicher sehr gut bei den Kindern an, läßt jedoch die Erwachsenen (Vorstand, Eltern) in dem Glauben, das du dich nicht zur Wehr setzen könntest, weil du viel zu weich bist und dir ja jede neue Aufgabe "andrehen" läßt?
In diesem Kontext sehe ich auch die Entscheidung des Vorstands, den Jungen und seinen Vater nicht aus dem Verein zu werfen.
Du bist mit deiner Vermutung sehr nah dran. Ja ich bin manchmal zu weich weil ich dann, meiner Meinung nach, zum Wohle der Kinder bzw. des Vereins entscheide, bzw. es so hinnehme. Mit meinen Eltern komme ich eigentlich super klar. Alle akzeptieren die Regeln und kommen damit klar dass ich diese auch absolut konsequent und streng durchziehe. Auch mit meiner Linie nicht nur die Besten spielen zu lassen wird so hingenommen auch wenn es nicht jedem schmeckt. Den Eltern ist klar dass ich versuche ihnen so viel Spaß wie möglich zu vermitteln und sie so gut ich kann fußballerisch ausbilde. Viele meiner Kinder könnten mittlerweile in größeren weitaus besseren Vereinen spielen, sie wollen aber bleiben, ich denke das spricht für mich.
Mit dem Vorstand aber, da könntest du Recht haben auch wenn ich das solangsam umgestellt habe bzw es versuche umzustellen.
Abschließend zu diesem Text hier muss ich einfach mal sagen dass ihr Recht habt. Die Dinge sind so wie sie sind und die sind einfach Sch.... Anerkennung ist auch so eine Sache, wollte ich eigentlich nie und war mir eigentlich immer mehr unangenehm wenn mich jemand lobte z.B. ABER mich stört es einfach dass andere Vorstände, Trainer, Eltern meine Arbeit zu schätzen wissen und ausgerechnet der eigene Verein, für den man sich versucht den Hintern aufzureißen, von dem sieht man nichts dergleichen. Die Frage nach dem Sinn ist es deshalb, die die mich bewegt.
Ich werde mir wirklich riesige Gedanken machen müssen und wahrscheinlich zu dem Entschluss kommen den Verein zu wechseln. Nur ist es aus den zuvor genannten Gründen natürlich nicht einfach für mich, zumal mein Sohn und meine Tochter, die beide im Verein spielen, auch betroffen wären. Mein Sohn zumindest könnte sich jeden Verein im Kreis aussuchen. Hat schon viele Anfragen bekommen auch eines NLZs, was ich aber deutlich für zu früh halte. Aber er will mit seinen Freunden spielen wo ich auch total hinter ihm stehe. Wie gesagt, alles sehr schwierig momentan.
Nochmals vielen vielen Dank für die vielen Antworten. Hilft mir jedenfalls einige Gedanken zu sortieren und hoffentlich zu einigen neuen Ansichten zu gelangen.
LG